{"id":63337,"date":"2014-09-03T18:56:50","date_gmt":"2014-09-03T16:56:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63337"},"modified":"2014-09-03T18:56:50","modified_gmt":"2014-09-03T16:56:50","slug":"xi-b-45-13-keine-bindung-des-finanzgerichts-an-die-erstellung-eines-strafverfahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-45-13-keine-bindung-des-finanzgerichts-an-die-erstellung-eines-strafverfahrens\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;45\/13 &#8211; Keine Bindung des Finanzgerichts an die Erstellung eines Strafverfahrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.6.2014, XI B 45\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Bindung des Finanzgerichts an die Erstellung eines Strafverfahrens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, betrieb in den Jahren 2001 und 2002 (Streitjahre) u.a. den Handel mit hochpreisigen PKW. Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrte u.a. folgende Lieferungen aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin rechnete im Jahr 2001 Lieferungen in H&ouml;he von 1.678.601&nbsp;DM und im Jahr 2002 in H&ouml;he von 193.433&nbsp;EUR gegen&uuml;ber der Firma A ab. A wurde in der Italienischen Republik (Italien) als Steuerpflichtige gef&uuml;hrt. Der Kl&auml;gerin lag ein Handelsregisterauszug der A und eine Ausweiskopie des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der A, FS und eines IM vor, der zugleich Prokurist eines anderen italienischen Unternehmens (D) war. Der Sitz der A befand sich am Wohnsitz des FS. Die Kl&auml;gerin zeichnete die im Jahr 2001 g&uuml;ltige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer der A buchm&auml;&szlig;ig auf und erteilte der A Rechnungen ohne gesonderten Steuerausweis. Die Rechnungen enthielten keinen Hinweis auf die Steuerbefreiung f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A hat in Italien keine innergemeinschaftlichen Erwerbe erkl&auml;rt. Im April 2002 gab FS gegen&uuml;ber den italienischen Steuerbeh&ouml;rden an, dass die &uuml;ber A get&auml;tigten Fahrzeugerwerbe &quot;in der italienischen Region &#8230;&quot; erfolgt seien. Er, FS, habe lediglich eine Provision in H&ouml;he von 500.000 Italienischen Lire erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schriftliche Unterlagen zu den Fahrzeugbestellungen liegen nicht vor. Die Fahrzeuge wurden jeweils bei der Kl&auml;gerin abgeholt und in bar oder per Scheck bezahlt. Als Abholer traten IM sowie die Herren AL, FP und EO auf, die jeweils &Uuml;bernahmebest&auml;tigungen und eine Versicherung, dass die Fahrzeuge nach Italien &quot;exportiert&quot; werden, unterschrieben haben sollen. F&uuml;r IM ist eine Vollmacht der A vorhanden. Die Unterschrift des IM auf der Ausweiskopie weist keine &Auml;hnlichkeit mit den Unterschriften auf den &Uuml;bernahmebest&auml;tigungen auf. F&uuml;r AL legte die Kl&auml;gerin im Laufe des Verfahrens eine Ausweiskopie vom 3.&nbsp;Juli 2004 vor. F&uuml;r EO reichte die Kl&auml;gerin eine Ausweiskopie ein, auf der die Anschrift nicht erkennbar ist. F&uuml;r FP sind keine weiteren Angaben vorhanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin rechnete am 12.&nbsp;November 2001 gegen&uuml;ber der R mit Sitz in Italien eine Lieferung eines PKW in H&ouml;he von 54.467,10&nbsp;EUR ab. Eine Durchschrift der Rechnung liegt nicht vor. Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gt &uuml;ber einen Handelsregisterauszug der R, nach dem Frau PC vertretungsberechtigt war, sowie eine Ausweiskopie der PC. Aufgetreten f&uuml;r R ist eine Frau MS, die per Fax mitteilte, an welche Anschrift die Rechnung erteilt werden soll. Bestellunterlagen liegen nicht vor. Auf einer &Uuml;bernahmebest&auml;tigung wird der &quot;Export&quot; nach Italien bescheinigt. Wer diese unterzeichnet hat, ist nicht bekannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ermittlungen der italienischen Strafverfolgungsbeh&ouml;rde ist R eine &quot;Scheinfirma&quot;, die zum Zwecke des Umsatzsteuerbetrugs eingeschaltet worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;gerin berechnete im Jahr 2002 an die C die Lieferung von drei PKW Mercedes zum Gesamtpreis von 145.400&nbsp;EUR. Die Kl&auml;gerin wies gegen&uuml;ber C keine Umsatzsteuer aus; einen Hinweis auf die Steuerbefreiung f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen enthalten die Rechnungen nicht. Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gt au&szlig;erdem &uuml;ber einen Handelsregisterauszug der C sowie eine Ausweiskopie des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der C, SG. Die Kl&auml;gerin &uuml;bermittelte die Bestellungen bzw. Auftragsbest&auml;tigungen per Telefax an eine nicht bekannte Nummer und erhielt diese mit einem Firmenstempel der C und einer Unterschrift zur&uuml;ck; die Telefaxnummer wurde dabei unterdr&uuml;ckt. Die PKW wurden per Spedition nach Italien versendet. Auf den CMR-Versendungsbelegen ist dagegen als Empf&auml;ngerin die Z mit Sitz in Italien angegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die C, die &uuml;ber eine italienische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verf&uuml;gte und in Italien als Steuerpflichtige gef&uuml;hrt wurde, erkl&auml;rte in Italien keine innergemeinschaftlichen Erwerbe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kl&auml;gerin berechnete im Jahr 2002 Fahrzeuglieferungen an die W zu einem Gesamtpreis von 195.000&nbsp;EUR. Rechnungsdurchschriften befinden sich nicht bei den Akten. Die von der Kl&auml;gerin aufgezeichnete italienische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wurde nicht der W, sondern der italienischen Firma Y zugeteilt. Die auf den Rechnungen an W verwendete Anschrift war in der Zeit von November 2001 bis Mai 2002 die Anschrift der Y. Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gt &uuml;ber keine Unterlagen zu W. Bestellunterlagen sind auch nicht mehr vorhanden. Die Fahrzeuge wurden abgeholt. Die Identit&auml;t der Abholer ist unbekannt, die Unterschriften auf den Abnehmerversicherungen, in denen der beabsichtigte Transport &quot;nach Italien&quot; bescheinigt wurde, unleserlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kl&auml;gerin berechnete im Jahr 2002&nbsp;&nbsp;15&nbsp;PKW-Lieferungen zu einem Gesamtpreis von 1.192.450&nbsp;EUR an die Firma B. B wurde in Italien als Steuerpflichtige gef&uuml;hrt und verf&uuml;gte &uuml;ber eine italienische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Die italienischen Steuerbeh&ouml;rden haben mitgeteilt, dass B ausschlie&szlig;lich zu dem Zweck gegr&uuml;ndet worden sei, um als erste italienische Erwerberin zu &quot;fungieren&quot; und die Umsatzsteuer auf die innergemeinschaftlichen Erwerbe in Italien zu hinterziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin wies in den Rechnungen an B keine Umsatzsteuer aus; einen Hinweis auf die Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b i.V.m. &sect;&nbsp;6a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) enthielten die Rechnungen nicht. Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gt &uuml;ber einen Handelsregisterauszug der B und eine Ausweiskopie des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers RR. Bestellunterlagen sind nicht mehr vorhanden. S&auml;mtliche Fahrzeuge wurden bei der Kl&auml;gerin abgeholt, und zwar von IM, EO sowie den Herren AM, GS und AG. Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gt &uuml;ber eine Ausweiskopie des IM, deren Unterschrift keine &Auml;hnlichkeit mit den Unterschriften auf den Abholbest&auml;tigungen aufweist. Auf den Ausweiskopien des AM und des EO ist deren Wohnsitz nicht ersichtlich. Die Anschrift des AG ist auf dessen Ausweiskopie unleserlich. Die f&uuml;r AM, GS, AG und EO ausgestellten Vollmachten der B beziehen sich auf andere Fahrzeuge als die jeweilige &Uuml;bernahmebest&auml;tigung; das in der Vollmacht des AM genannte Fahrzeug wurde von der Kl&auml;gerin an die X mit Sitz in Italien geliefert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S&auml;mtliche unter 1. bis 5. genannten PKW wurden innerhalb weniger Wochen bzw. Monate in Italien zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin behandelte in ihren Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Jahr 2001 vom 26.&nbsp;Februar 2003 und f&uuml;r das Jahr 2002 vom 26.&nbsp;Februar 2004 die genannten Lieferungen als umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) folgte dem nach Durchf&uuml;hrung mehrerer Au&szlig;enpr&uuml;fungen nicht, sondern sah s&auml;mtliche Ums&auml;tze in den Umsatzsteuerbescheiden f&uuml;r die Streitjahre, zuletzt vom 9.&nbsp;November 2006, als steuerpflichtig an. Der Einspruch der Kl&auml;gerin hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein gegen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin eingeleitetes Strafverfahren wurde am 14.&nbsp;September 2010 nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 der Strafprozessordnung (StPO) eingestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des Klageverfahrens &uuml;bergab die Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung dem Finanzgericht (FG) u.a. ein Merkblatt &quot;Autoselbstimport aus der EU&quot; des Europ&auml;ischen Verbraucherzentrums Italien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab und lie&szlig; die Revision nicht zu. Es vertrat die Auffassung, s&auml;mtliche Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin seien im Inland steuerbar und steuerpflichtig. Die Kl&auml;gerin habe die Voraussetzungen der &sect;&sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b, 6a UStG jeweils nicht nachgewiesen. Der Buch- und Belegnachweis sei nicht gef&uuml;hrt. Es stehe auch nicht objektiv zweifelsfrei fest, dass die Voraussetzungen der &sect;&sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b, 6a UStG erf&uuml;llt seien. Allein der Umstand, dass s&auml;mtliche PKW in Italien zugelassen worden seien, gen&uuml;ge &#8211;entgegen der Auffassung des FG Rheinland-Pfalz in seinem Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2012&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;2615\/09 (juris)&#8211; nicht. Hinsichtlich der Lieferungen an B f&uuml;hrte das FG auf Seite&nbsp;20 des Urteils weiter aus, es sei au&szlig;erdem davon &uuml;berzeugt, dass die Kl&auml;gerin an der von der Hinterziehung der Umsatzsteuer auf den innergemeinschaftlichen Erwerb im Bestimmungsmitgliedstaat mitgewirkt oder zumindest davon Kenntnis gehabt habe. Auf Seite&nbsp;21 bezog das FG in diese W&uuml;rdigung das von der Kl&auml;gerin vorgelegte Merkblatt mit ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Nichtzulassungsbeschwerde macht die Kl&auml;gerin geltend, die Revision sei zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung, zur Fortbildung des Rechts und wegen Verfahrensfehlern zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einem Antrag auf Tatbestandsberichtigung, mit dem die Kl&auml;gerin u.a. begehrte, den Tatbestand dahingehend zu berichtigen, dass die von der Kl&auml;gerin vorgelegte Brosch&uuml;re erstmals im Jahr 2006 herausgegeben worden sei, gab das FG mit Beschluss vom 21.&nbsp;Mai 2013 insoweit statt, als es den Tatbestand dahingehend erg&auml;nzte, dass die Brosch&uuml;re des Europ&auml;ischen Verbraucherzentrums Italien den Stand Oktober 2006 hat. Daf&uuml;r, dass die Brosch&uuml;re erstmals im Jahr 2006 herausgegeben worden sei, gebe es jedoch keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde sind teilweise nicht hinreichend dargelegt und liegen im &Uuml;brigen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) wegen Divergenz setzt voraus, dass das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als ein anderes Gericht (vgl. z.B. Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;69; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;172&nbsp;ff.). Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;November 2013 XI&nbsp;B&nbsp;99\/12, BFH\/NV 2014, 366; vom 8.&nbsp;Januar 2014 XI&nbsp;B&nbsp;120\/13, BFH\/NV 2014, 686). Befindet sich das FG aber in &Uuml;bereinstimmung mit den Grunds&auml;tzen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung, kommt es auf eine (m&ouml;gliche) Abweichung von dem Urteil eines anderen FG nicht mehr an (BFH-Beschl&uuml;sse vom 16.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;B&nbsp;15\/13, BFH\/NV 2013, 1609; vom 19.&nbsp;August 2013 X&nbsp;B&nbsp;44\/13, BFH\/NV 2013, 1672, m.w.N.). Eine Divergenz kann nur in Bezug auf ein Urteil geltend gemacht werden, das im Zeitpunkt der Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde noch nicht durch neuere h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung &uuml;berholt ist (BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;September 2011 IX&nbsp;B&nbsp;91\/11, BFH\/NV 2012, 58).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gemessen daran liegen die zahlreichen von der Kl&auml;gerin ger&uuml;gten Abweichungen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die Kl&auml;gerin unter C.I. der Beschwerdebegr&uuml;ndung geltend macht, das FG sei von dem Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 28.&nbsp;Juni 2012&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;2615\/09 (juris) abgewichen, ist dies zwar ausweislich der Urteilsgr&uuml;nde (Seite&nbsp;16) zutreffend; das FG befindet sich damit aber in &Uuml;bereinstimmung mit den Grunds&auml;tzen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung: Durch das BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 2013 V&nbsp;R&nbsp;10\/11 (BFH\/NV 2013, 1453, Rz&nbsp;45) ist n&auml;mlich gekl&auml;rt, dass sich aus der Zulassung eines Fahrzeugs nur das Gelangen in den Bestimmungsmitgliedstaat ergibt, nicht aber auch, wer Abnehmer der Lieferung war, f&uuml;r die die Steuerfreiheit beansprucht wird. Davon ist auch das FG ausgegangen, indem es auf Seite&nbsp;16 des Urteils ausgef&uuml;hrt hat, die Zulassung in einem anderen Mitgliedstaat besage &uuml;ber den Lieferweg und die Lieferkette nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin in diesem Zusammenhang eine Abweichung von den BFH-Urteilen vom 14.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;R&nbsp;32\/09 (BFH\/NV 2012, 1004, Rz&nbsp;27), vom 17.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;R&nbsp;28\/10 (BFHE 233, 331, BFH\/NV 2011, 1448) sowie den Urteilen des Nieders&auml;chsischen FG vom 23.&nbsp;April 2009&nbsp;&nbsp;16&nbsp;K&nbsp;261\/05 (juris) und des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 20.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;4282\/09 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 2203) r&uuml;gt, liegt diese aus denselben Gr&uuml;nden ebenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der von der Kl&auml;gerin beil&auml;ufig angef&uuml;hrte &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung in der seit 1.&nbsp;Oktober 2013 geltenden Fassung verlangt &uuml;brigens &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; einen Nachweis &uuml;ber die Zulassung des Fahrzeugs auf den Erwerber, an der es im Streitfall nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;gerin unter C.I.2. der Beschwerdebegr&uuml;ndung geltend macht, das FG habe seiner Entscheidung folgenden Rechtssatz zugrunde gelegt: &quot;Der Nachweis der Identit&auml;t des wahren Abnehmers ist eine unabdingbare Voraussetzung der Steuerfreiheit. Handelt ein Unternehmer als Strohmann nur zum Schein im eigenen Namen, so ist dessen Hintermann Abnehmer &#8230;&quot;, ist eine Abweichung bereits nicht hinreichend i.S. von &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO dargelegt: Die von der Kl&auml;gerin auf Seite&nbsp;9 der Beschwerdebegr&uuml;ndung zitierten Passagen des Urteils enthalten allesamt keine Rechtss&auml;tze, sondern das Ergebnis einer tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des FG. F&uuml;r die Annahme einer Divergenz reichen aber weder eine unzutreffende Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung noch eine (angeblich) fehlerhafte Umsetzung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Besonderheiten des Einzelfalls noch schlichte Subsumtionsfehler des FG aus (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;B&nbsp;89\/11, BFH\/NV 2013, 778; vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2013 IX&nbsp;B&nbsp;154\/12, BFH\/NV 2013, 1239).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies ist in der Rechtsprechung des BFH anerkannt, dass die Steuerfreiheit der innergemeinschaftlichen Lieferung voraussetzt, dass aufgrund der zutreffenden Angaben des leistenden Unternehmers die Person des Abnehmers (&quot;Erwerbers&quot;) dieser Lieferung bekannt ist und f&uuml;r die Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers sog. Scheingesch&auml;fte (&sect;&nbsp;41 der Abgabenordnung) ohne Bedeutung sind (vgl. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;R&nbsp;30\/10, BFHE 233, 341, BStBl II 2011, 769, Rz&nbsp;15 und 17; in BFHE 233, 331, BFH\/NV 2011, 1448, Rz&nbsp;17 und 19, jeweils m.w.N.). Das FG konnte sich vorliegend nach dem Gesamtergebnis des Verfahrens &#8211;aufgrund tats&auml;chlicher Ungereimtheiten und Widerspr&uuml;che&#8211; nicht davon &uuml;berzeugen, dass die von der Kl&auml;gerin angegebenen Personen jeweils die tats&auml;chlichen Abnehmer seien, so dass es bereits an der erstgenannten Voraussetzung fehle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Vortrag unter C.I.3. der Beschwerdebegr&uuml;ndung, aus den Ausf&uuml;hrungen des FG auf Seite&nbsp;19 und 20 des Urteils ergebe sich, dass das FG den allgemeinen Rechtssatz aufgestellt habe, &quot;dass von einem fehlerhaften Buch- und Belegnachweis auf die Kenntnis der Steuerhinterziehung durch den Erwerber geschlossen werden kann und diese Kenntnis einer Verschleierung der Identit&auml;t des Abnehmers den Rechtsfolgen im Sinne der Entscheidung des [Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom] 7.&nbsp;Dezember 2010 C-285\/09&quot; &#8211;R&#8211; (Slg. 2010, I-12605, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;-UR&#8211;- 2011, 15) &quot;gleichsteht&quot;, hat das FG auch diesen abstrakten Rechtssatz schon gar nicht aufgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zun&auml;chst hat das FG &#8211;bez&uuml;glich der unter I.3. genannten Lieferungen an C&#8211; auf Seite&nbsp;19 des Urteils aus der fehlenden Aufzeichnung von Kontaktdaten gar nicht auf eine &quot;Kenntnis der Steuerhinterziehung&quot; geschlossen, sondern &#8211;u.a.&#8211; daraus abgeleitet, dass Zweifel bestehen, dass C der Besteller der unter I.3. genannten Fahrzeuge gewesen sei und es nicht unwahrscheinlich sei, dass die Bestellung der Fahrzeuge nicht von C erfolgt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ebenso wenig hat das FG diesen Rechtssatz auf Seite 20 des Urteils aufgestellt, sondern aus den von ihm dort genannten &quot;zahlreichen Unstimmigkeiten und Widerspr&uuml;chen&quot; in Bezug auf die unter I.5. genannten Lieferungen an B den Schluss gezogen, dass die Kl&auml;gerin zumindest Kenntnis von der Hinterziehung der Umsatzsteuer auf den innergemeinschaftlichen Erwerb im Bestimmungsmitgliedstaat gehabt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Kl&auml;gerin wirft dem FG mit ihrem Vorbringen im Kern eine unzutreffende Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung, fehlerhafte Umsetzung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Besonderheiten des Einzelfalls und Subsumtionsfehler vor, was &#8211;wie unter II.1.b&nbsp;bb dargelegt&#8211; f&uuml;r die Zulassung einer Revision wegen Divergenz nicht ausreicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Soweit die Kl&auml;gerin auch in diesem Zusammenhang auf Seite 14 der Beschwerdebegr&uuml;ndung vorbringt, es sei &quot;f&uuml;r einen Fall wie dem vorliegenden noch nicht entschieden, dass bei Erf&uuml;llung der objektiven Voraussetzungen (Nachweis des k&ouml;rperlichen Gelangens der Fahrzeuge durch zeitnahe amtliche Zulassungen und Auftreten des Abnehmers im Au&szlig;enverh&auml;ltnis ersichtlich als Leistungsempf&auml;nger), der Lieferant aber ggf. h&auml;tte erkennen k&ouml;nnen, dass der Abnehmer seine steuerlichen Pflichten nicht erf&uuml;llt, die Steuerbefreiung der innergemeinschaftlichen Lieferungen ebenfalls nicht zu gew&auml;hren ist&quot;, liegt eine solche Situation im Streitfall schon tats&auml;chlich nicht vor: Erstens hat die Kl&auml;gerin nach der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des FG die objektiven Voraussetzungen einer innergemeinschaftlichen Lieferung nicht erf&uuml;llt und zweitens hat das FG angenommen, dass die Kl&auml;gerin zumindest Kenntnis von der Steuerhinterziehung hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Den Zulassungsgrund der Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) hat die Kl&auml;gerin bereits nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Erfordernis einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts ist ein Unterfall des Zulassungsgrunds der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 12.&nbsp;August 2013 X&nbsp;B&nbsp;196\/12, BFH\/NV 2013, 1761; vom 1.&nbsp;April 2014 V&nbsp;B&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2014, 1104, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, wenn davon auszugehen ist, dass im Einzelfall Veranlassung besteht, Grunds&auml;tze und Leitlinien f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen (z.B. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;November 2008 XI&nbsp;B&nbsp;17\/08, BFH\/NV 2009, 429; Lange in HHSp, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;147). Dieser Zulassungsgrund setzt eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage voraus (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;November 2012 II&nbsp;B&nbsp;123\/11, BFH\/NV 2013, 255, m.w.N.). Zur Darlegung des Zulassungsgrunds muss der Beschwerdef&uuml;hrer substantiiert ausf&uuml;hren, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;78\/12, BFH\/NV 2013, 39). Hierzu muss sich die Beschwerde u.a. mit der Rechtsprechung des BFH und den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum auseinandersetzen (vgl. BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Februar 2012 IV&nbsp;B&nbsp;13\/11, BFH\/NV 2012, 963).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Rechtsfragen, die sich nur stellen k&ouml;nnen, wenn man von einem anderen als dem vom FG festgestellten Sachverhalt ausgeht, k&ouml;nnen im Revisionsverfahren nicht gekl&auml;rt werden, weil der BFH grunds&auml;tzlich an die in dem angefochtenen Urteil getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen gebunden ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771; vom 20.&nbsp;Februar 2014 XI&nbsp;B&nbsp;85\/13, BFH\/NV 2014, 828).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Vortrag der Kl&auml;gerin auf Seite&nbsp;14 zweiter Absatz der Beschwerdebegr&uuml;ndung sich auf den Zulassungsgrund der Fortbildung des Rechts bezieht, ist dieser Zulassungsgrund schon deshalb nicht hinreichend dargelegt, weil der von der Kl&auml;gerin behauptete Sachverhalt nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG im Streitfall nicht gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin macht unter C.I.3.b der Beschwerdebegr&uuml;ndung weiter geltend, zu dem &quot;hier einschl&auml;gigen Fall der Einstellung des Strafverfahrens nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 StPO mangels objektiver Beweise f&uuml;r eine aktive Mitwirkung an der Steuerhinterziehung des Abnehmers&quot; sei &quot;noch kein Urteil ergangen, das die Anwendbarkeit der EuGH-Rechtsprechung in der Rechtssache &#8211;R&#8211;&quot; (in Slg. 2010, I-12605, UR 2011, 15) best&auml;tige. Eine Entscheidung des BFH diene deshalb der Rechtsfortbildung vor allem auch im Hinblick auf die Abgrenzung von Umsatzsteuerrecht und Strafrecht. Au&szlig;erdem stelle sich die grunds&auml;tzliche Frage nach der Grenzziehung zwischen den Risikosph&auml;ren des liefernden Steuerpflichtigen und der jeweiligen Steuergl&auml;ubiger. Nach Ansicht des EuGH sei es gerechtfertigt, denjenigen, der sich aktiv an einer Straftat eines anderen beteilige, in Durchbrechung des vom Grundsatz der Territorialit&auml;t getragenen Bestimmungslandprinzips in Anspruch zu nehmen. Es sei fraglich, ob nach dem EuGH-Urteil &#8211;R&#8211; (in Slg. 2010, I-12605, UR 2011, 15) &quot;eine derartige systemwidrige Besteuerung auch gerechtfertigt ist, wenn dem Steuerpflichtigen eigenes Fehlverhalten im Hinblick auf den Steueranspruch des Bestimmungslandes nicht zur Last gelegt werden kann&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dies gen&uuml;gt auch unter Ber&uuml;cksichtigung der weiteren Ausf&uuml;hrungen im Schreiben vom 25.&nbsp;Juli 2013 zur Darlegung in mehrfacher Hinsicht nicht:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) So fehlt jeglicher Vortrag dazu, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch setzt sich die Beschwerde nicht hinreichend mit der Folgerechtsprechung des BFH und den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum auseinander.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) &Uuml;berdies legt die Beschwerde nicht dar, dass ein vergleichbarer Sachverhalt vorliegt, bei dem es auf die Beantwortung der von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Rechtsfrage &uuml;berhaupt ankommt. Dies ist hier nach den tats&auml;chlichen Feststellungen nicht der Fall. In der Rechtssache &#8211;R&#8211; hatte eine innergemeinschaftliche Lieferung von Gegenst&auml;nden tats&auml;chlich stattgefunden und die Steuerbefreiung wurde &quot;nur&quot; deshalb versagt, weil der Lieferer bei der Lieferung die Identit&auml;t des wahren Erwerbers verschleiert hatte, um diesem zu erm&ouml;glichen, die Mehrwertsteuer zu hinterziehen (vgl. EuGH-Urteil &#8211;R&#8211; in Slg. 2010, I-12605, UR 2011, 15, Rz&nbsp;51 und Tenor; BFH-Urteile vom 11.&nbsp;August 2011 V&nbsp;R&nbsp;19\/10, BFHE 235, 50, BStBl II 2012, 156, Rz&nbsp;22; V&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 235, 32, BStBl II 2012, 151, Rz&nbsp;22; vom 14.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;R&nbsp;33\/10, BFH\/NV 2012, 1009, Rz&nbsp;26; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20.&nbsp;Oktober 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;StR&nbsp;41\/09, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2012, 332, Rz&nbsp;21). Im Streitfall ist das FG jedoch bereits auf Seite&nbsp;16 des Urteils f&uuml;r alle Lieferungen, auch die unter I.5. genannten Lieferungen, davon ausgegangen, dass der Buch- und Belegnachweis nicht gef&uuml;hrt sei und nicht objektiv zweifelsfrei feststehe, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerfreiheit erf&uuml;llt seien. Die Darstellung der Kl&auml;gerin auf Seite&nbsp;15 der Beschwerdebegr&uuml;ndung steht insoweit mit der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalls durch das FG nicht in Einklang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die geltend gemachten Verfahrensfehler liegen nicht vor. Die Behauptung unter C.II., das FG habe gegen den Grundsatz der freien Beweisw&uuml;rdigung versto&szlig;en und seine &Uuml;berzeugung nicht aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gebildet, trifft nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Nichtber&uuml;cksichtigung von Umst&auml;nden, die &#8211;ausgehend von der materiell-rechtlichen Auffassung des Gerichts&#8211; richtigerweise in die Beweisw&uuml;rdigung h&auml;tten einflie&szlig;en m&uuml;ssen, kann verfahrensfehlerhaft sein, wenn das FG Teile des Gesamtergebnisses des Verfahrens unber&uuml;cksichtigt l&auml;sst (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;April 2014 XI&nbsp;B&nbsp;89\/13, BFH\/NV 2014, 1228, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Insbesondere sind der Inhalt der vorgelegten Akten und das Vorbringen der Prozessbeteiligten (quantitativ) vollst&auml;ndig und (qualitativ) einwandfrei zu ber&uuml;cksichtigen (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;Februar 2012 VI&nbsp;B&nbsp;138\/11, BFH\/NV 2012, 970; vom 21.&nbsp;August 2013 III&nbsp;B&nbsp;122\/12, BFH\/NV 2013, 1798). Das FG verletzt seine Pflicht zur vollst&auml;ndigen und zutreffenden Ber&uuml;cksichtigung des Streitstoffs, wenn es eine nach den Akten klar feststehende Tatsache oder einen bestimmten Tatsachenvortrag erkennbar unber&uuml;cksichtigt l&auml;sst, obwohl dieser auf der Basis seiner materiell-rechtlichen Auffassung entscheidungserheblich sein kann (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Juni 2013 IX&nbsp;B&nbsp;1\/13, BFH\/NV 2013, 1624; vom 30.&nbsp;Juli 2013 IV&nbsp;B&nbsp;107\/12, BFH\/NV 2013, 1928).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die R&uuml;ge eines derartigen Verfahrensmangels setzt die Darlegung voraus, dass das FG seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt habe, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen des Beteiligten nicht entspreche oder eine aus den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen habe (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;Dezember 2012 X&nbsp;B&nbsp;209\/11, BFH\/NV 2013, 722; vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2013 X&nbsp;B&nbsp;165\/12, BFH\/NV 2013, 954). Die Aktenteile, die das FG nach Ansicht des Beschwerdef&uuml;hrers nicht ber&uuml;cksichtigt haben soll, m&uuml;ssen genau bezeichnet und die sich daraus ergebenden wesentlichen Tatumst&auml;nde benannt werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;April 2004 V&nbsp;B&nbsp;43\/03, BFH\/NV 2004, 1303; vom 12.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;212\/11, BFH\/NV 2013, 78, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz 1 FGO liegt hingegen nicht bereits deshalb vor, weil das FG den ihm vorliegenden Akteninhalt nicht entsprechend den kl&auml;gerischen Vorstellungen gew&uuml;rdigt hat oder die W&uuml;rdigung fehlerhaft erscheint; insoweit k&ouml;nnte es sich um einen materiell-rechtlichen Fehler handeln, nicht indes um einen Verfahrensversto&szlig; (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Januar 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;113\/05, BFH\/NV 2006, 803; vom 27.&nbsp;September 2007 XI&nbsp;B&nbsp;194\/06, BFH\/NV 2008, 87; vom 16.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;S&nbsp;23\/13 (PKH), BFH\/NV 2014, 553). Selbst Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sind in der Regel materiell-rechtliche Fehler und k&ouml;nnen nicht als Verfahrensmangel ger&uuml;gt werden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;Juni 2012 X&nbsp;B&nbsp;1\/12, BFH\/NV 2012, 1616; vom 19.&nbsp;September 2013 III&nbsp;B&nbsp;47\/13, BFH\/NV 2014, 72).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin macht in diesem Zusammenhang zun&auml;chst geltend, das FG habe den Akteninhalt dadurch unvollst&auml;ndig ber&uuml;cksichtigt, dass es lediglich erw&auml;hnt habe, dass das Strafverfahren gegen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 StPO eingestellt worden sei. Indem das FG ausgef&uuml;hrt habe, zur &Uuml;berzeugung des FG stehe fest, dass die Kl&auml;gerin an der Hinterziehung der Erwerbsbesteuerung mitgewirkt habe oder zumindest Kenntnis von ihr gehabt habe, stehe das FG in offenem Widerspruch zu den staatsanwaltlichen Ermittlungserbnissen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig davon, ob die Kl&auml;gerin mit diesem Vortrag bereits die Darlegungserfordernisse nicht erf&uuml;llt hat, weil sie die Aktenteile nicht genau bezeichnet hat, liegt darin schon deshalb kein Verfahrensfehler des FG, weil das FG die Einstellung des Strafverfahrens &#8211;wie sich aus der Erw&auml;hnung im Urteil ergibt&#8211; zur Kenntnis genommen und lediglich anders gew&uuml;rdigt hat als die Kl&auml;gerin. Eine Bindungswirkung des Strafverfahrens f&uuml;r das Besteuerungsverfahren besteht insoweit nicht (vgl. BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Februar 2001 IV&nbsp;B&nbsp;162\/99, BFH\/NV 2001, 890, zur Einstellung nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 StPO; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;April 2013 V&nbsp;R&nbsp;19\/12, BFHE 241, 446, BStBl II 2013, 842, zu strafgerichtlichen Urteilen; zur eigenst&auml;ndigen Pr&uuml;fungskompetenz der Steuerhinterziehung durch die Gerichte bei der &Uuml;berpr&uuml;fung von Steuerbescheiden s. auch EuGH-Urteil vom 13.&nbsp;Februar 2014 C-18\/13 &#8211;Maks Pen&#8211;, Mehrwertsteuerrecht 2014, 197, m. Anm. Grube, Rz&nbsp;38). Zuletzt w&auml;re auch hier &#8211;wie unter II.2.d dargelegt&#8211; ein etwaiger Verfahrensfehler des FG nicht entscheidungserheblich, weil das FG die Steuerbefreiung bereits aus anderen Gr&uuml;nden versagt hat. Hat ein FG sein Urteil kumulativ auf mehrere Gr&uuml;nde gest&uuml;tzt, von denen jeder f&uuml;r sich allein das Entscheidungsergebnis tr&auml;gt, ist hinsichtlich jeder Begr&uuml;ndung ein Zulassungsgrund in der von &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geforderten Form geltend zu machen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2014 V&nbsp;B&nbsp;18\/13, nicht ver&ouml;ffentlicht, m.w.N.), woran es in Bezug auf die Begr&uuml;ndung auf Seite&nbsp;16 des Urteils, die auch die unter I.5. genannten Lieferungen umfasst, fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aus denselben Gr&uuml;nden greift auch die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin nicht durch, das FG habe zu Unrecht das Merkblatt &quot;Autoselbstimport aus der EU&quot; des Europ&auml;ischen Verbraucherzentrums Italien ber&uuml;cksichtigt. Auch dies ist aufgrund der Ausf&uuml;hrungen auf Seite 16 des Urteils auf Basis der Rechtsauffassung des FG nicht entscheidungserheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen steht die Behauptung, die Brosch&uuml;re sei erstmals im Jahr 2006 (und damit nach den Streitjahren) aufgelegt worden, mit den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht in Einklang. Das FG hat auf Seite 21 seines Urteils &#8211;in der Fassung des Tatbestandsberichtigungsbeschlusses vom 21.&nbsp;Mai 2013&#8211; lediglich festgestellt, dass die von der Kl&auml;gerin vorgelegte Brosch&uuml;re den Stand Oktober 2006 hat. F&uuml;r die Behauptung der Kl&auml;gerin, dass die Herausgabe erstmals im Jahr 2006 erfolgt sei, hat das FG &#8211;ausweislich der Ausf&uuml;hrungen auf Seite&nbsp;3 des Tatbestandsberichtigungsbeschlusses vom 21.&nbsp;Mai 2013 unter II.5.&#8211; keine Anhaltspunkte feststellen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.6.2014, XI B 45\/13 Keine Bindung des Finanzgerichts an die Erstellung eines Strafverfahrens Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, betrieb in den Jahren 2001 und 2002 (Streitjahre) u.a. den Handel mit hochpreisigen PKW. Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrte u.a. folgende Lieferungen aus: 2&nbsp; 1. Die Kl&auml;gerin rechnete im Jahr 2001 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-45-13-keine-bindung-des-finanzgerichts-an-die-erstellung-eines-strafverfahrens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;45\/13 &#8211; Keine Bindung des Finanzgerichts an die Erstellung eines Strafverfahrens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63337","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63337\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}