{"id":63383,"date":"2014-09-11T11:10:35","date_gmt":"2014-09-11T09:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63383"},"modified":"2014-09-11T11:10:51","modified_gmt":"2014-09-11T09:10:51","slug":"i-r-42-12-poolung-von-treugeberrechten-vorliegen-eines-treuhandverhaeltnisses-arbeitslohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-42-12-poolung-von-treugeberrechten-vorliegen-eines-treuhandverhaeltnisses-arbeitslohn\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;42\/12 &#8211; &quot;Poolung&quot; von Treugeberrechten &#8211; Vorliegen eines Treuhandverh&auml;ltnisses &#8211; Arbeitslohn"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.5.2014, I R 42\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">&quot;Poolung&quot; von Treugeberrechten &#8211; Vorliegen eines Treuhandverh&auml;ltnisses &#8211; Arbeitslohn<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Treuhandverh&auml;ltnis in Bezug auf einen Gesch&auml;ftsanteil an einer GmbH kann steuerlich auch anerkannt werden, wenn mehrere Treugeber ihre Rechte gegen&uuml;ber dem Treuh&auml;nder grunds&auml;tzlich nur gemeinschaftlich aus&uuml;ben k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitpunkt ist, ob dem Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) zugeflossene Erl&ouml;se aus dem Verkauf von Kapitalgesellschaftsanteilen als Arbeitslohn oder als (steuerfreie) Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne zu behandeln sind. Streitjahre sind 2002, 2004 und 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist britischer Staatsangeh&ouml;riger und war bis Juni 2002 Angestellter der C-Ltd. mit Sitz in Gro&szlig;britannien. Ab dem 1.&nbsp;Oktober 1999 wurde er von der C-Ltd. f&uuml;r f&uuml;nf Jahre an deren Muttergesellschaft abgeordnet, die S-AG mit Sitz in Deutschland. Seine dortige Funktion umfasste umfangreiche T&auml;tigkeiten au&szlig;erhalb Deutschlands. Sein Gehalt wurde weiterhin von der C-Ltd. gezahlt. Der Kl&auml;ger wohnte seit 1999 in Belgien; am Sitz der S-AG hatte er keine Wohnung, sondern &uuml;bernachtete bei Bedarf im Hotel. Die S-AG geh&ouml;rte zum Konzern der X-AG, die im Jahr 2000 mit der Y-AG zur XY-AG fusionierte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Juli 2001 erwarb der Kl&auml;ger &uuml;ber eine Treuh&auml;nderin (T-GmbH) einen Anteil von 0,3431&nbsp;v.H. an der A-GmbH f&uuml;r 343.137,25&nbsp;EUR. Diesem Beteiligungserwerb ging Folgendes voraus: Im Zuge der Fusion wollte sich der XY-Konzern von seinen Randaktivit&auml;ten trennen. Hierzu z&auml;hlte auch die Beteiligung an der S-AG, einem Produktionsunternehmen mit drei Gesch&auml;ftsbereichen. Zum Vollzug der Trennung erwarb die als &quot;Investmentvehikel&quot; fungierende A-GmbH 97,46&nbsp;v.H. der Anteile an der S-AG. An der A-GmbH waren zun&auml;chst die P-GmbH &#8211;eine Beteiligungsgesellschaft&#8211; zu 51&nbsp;v.H. und die XY-AG zu 49&nbsp;v.H. beteiligt. In einer &quot;Grundsatzvereinbarung&quot; vom Juni 2000 hatten die seinerzeitige X-AG und die P-GmbH vereinbart, innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren den Wert der Aktivit&auml;ten der S-AG durch eine Restrukturierung ma&szlig;geblich zu erh&ouml;hen und die Anteile sodann &uuml;ber die A-GmbH zu ver&auml;u&szlig;ern. Ferner sah die Grundsatzvereinbarung vor, dem Vorstand und den leitenden Angestellten der S-AG eine Managementbeteiligung von insgesamt ca. 5&nbsp;v.H. an der A-GmbH einzur&auml;umen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 18.&nbsp;Juli 2001 schlossen die XY-AG und die P-GmbH (die z.T. als &quot;Altgesellschafter&quot; bezeichnet werden) sowie die T-GmbH mit zehn Managern der S-AG, zu denen auch der Kl&auml;ger geh&ouml;rte, verschiedene (f&uuml;r alle Manager &#8211;bis auf die Beteiligungsh&ouml;he und den Kaufpreis&#8211; gleichlautende) Vertr&auml;ge (Beteiligungsvertrag, Optionsvertrag, Treuhandvertrag). Au&szlig;erdem nahm der Kl&auml;ger bei der A-GmbH zur Finanzierung des Anteilskaufs ein Darlehen &uuml;ber 308.137,25&nbsp;EUR auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beteiligungsvertrag des Kl&auml;gers (der dort als &quot;Beteiligter&quot; bezeichnet wird) enth&auml;lt u.a. folgende Regelungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;&sect;&nbsp;2 Beteiligung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.2 (P-GmbH) verkauft hiermit an den Beteiligten den vorstehend &#8230; genannten Gesch&auml;ftsanteil in H&ouml;he von nominal EUR&nbsp;350,&#8211; (&#8230;) mit allen Rechten und Pflichten, insbesondere dem Gewinnbezugsrecht ab 01.01.2001. Der ver&auml;u&szlig;erte Gesch&auml;ftsanteil entspricht einer Beteiligung von 0,3431% (&#8230;) an dem Stammkapital der (A-GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.3 Der Beteiligte erkl&auml;rt, dass der heute von ihm erworbene Gesch&auml;ftsanteil an der (A-GmbH) durch einen Treuh&auml;nder gehalten wird und die Abtretung (&sect;&nbsp;4) daher an diesen erfolgt. Er verpflichtet sich, sp&auml;ter erworbene Gesch&auml;ftsanteile ebenfalls durch einen Treuh&auml;nder halten zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.4 Zu Nachsch&uuml;ssen, zur &Uuml;bernahme von Anteilen aus Kapitalerh&ouml;hungen und zur Gew&auml;hrung von Gesellschafterdarlehen ist der Beteiligte nicht verpflichtet, soweit nichts Abweichendes vereinbart ist oder wird. Der Beteiligte verpflichtet sich, allen (von Fremdkapitalgebern geforderten oder sonst erforderlichen) Kapitalma&szlig;nahmen zuzustimmen (und ggf. den Treuh&auml;nder entsprechend anzuweisen), ohne damit selbst finanzielle Verpflichtungen zu &uuml;bernehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;4 Eigentums&uuml;bertragung (Abtretung)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>4.2 (P-GmbH) tritt, vorbehaltlich des Erhaltes des Kaufpreises, den &#8230; Gesch&auml;ftsanteil &#8230; an den die Abtretung annehmenden Treuh&auml;nder ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>4.3 Der Treuh&auml;nder verpflichtet sich nach Ma&szlig;gabe des heutigen Treuhandvertrages f&uuml;r den Beteiligten die Beteiligung ab &Uuml;bernahme der Beteiligung vorbehaltlich Erhalt des Kaufpreises zu halten und ggf. zu &uuml;bertragen und alle Verpflichtungen des Beteiligten (unter Begrenzung der Haftung auf das f&uuml;r den Beteiligten gehaltene Treugut) und zur &Uuml;bertragung evt. erforderliche Formvorschriften zu erf&uuml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;5 Gew&auml;hrleistungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>5.2 Der Beteiligte steht den Altgesellschaftern daf&uuml;r ein (Garantie), dass<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>a. seitens des Beteiligten dieser Vertrag und alle Vereinbarungen im Zusammenhang mit ihm sowie alle Vereinbarungen zwischen dem Beteiligten und der (S-AG), mit ihr verbundenen Unternehmen oder der (A-GmbH) vertragsgem&auml;&szlig; erf&uuml;llt werden, &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Treuhandvertrag (THV) des Kl&auml;gers (&quot;Treugeber&quot;) mit der T-GmbH (&quot;Treunehmerin&quot;) lautet auszugsweise wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;&sect;&nbsp;1 Treuhand, Treugut<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>1.1 Der Treuh&auml;nder &uuml;bernimmt und h&auml;lt f&uuml;r den Treugeber und auf dessen Rechnung und nach dessen Weisung nach Ma&szlig;gabe dieses Vertrages einen Gesch&auml;ftsanteil von EUR&nbsp;350,- &#8230; an dem Stammkapital der (A-GmbH) (einschlie&szlig;lich aller Zuerwerbe, aller Anspr&uuml;che aus ihr, f&uuml;r oder auf sie und aller Rechte und Positionen im Zusammenhang mit ihr insgesamt nachfolgend die &quot;Beteiligung&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>1.2 Treugut ist die Beteiligung und alles aus ihr und f&uuml;r sie Erlangte, einschlie&szlig;lich Dividendeneinnahmen, Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;se und Surrogate aller Art (nachfolgend das &quot;Treugut&quot;). (&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;2 Weisungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.1 Vor der Aus&uuml;bung von Rechten aus dem Treugut holt der Treuh&auml;nder die vorherige schriftliche Weisung des Treugebers ein, soweit der Treuh&auml;nder nicht in Erf&uuml;llung einer Verpflichtung des Beteiligten handelt oder sonst anderes bestimmt ist. Ist die Einholung einer vorherigen Weisung nicht m&ouml;glich oder nicht erfolgt, so holt der Treuh&auml;nder die nachtr&auml;gliche schriftliche Genehmigung des Treugebers ein. (&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.5 Der Treuh&auml;nder ist verpflichtet, alles, was er f&uuml;r den Treuh&auml;nder aus dem Treugut erlangt, insbesondere den Gewinn und Netto-Erl&ouml;s, an den Treugeber abzuf&uuml;hren; &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3 Herausgabe<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>3.1 Der Treuh&auml;nder gibt dem Treugeber alles aus der Treuhand Erlangte auf Verlangen heraus. (&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;6 Pool<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>6.1 Der Treugeber &uuml;bt alle Rechte aus diesem Vertrag oder sonst im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder dem Treugut gemeinsam (nachfolgend &quot;Pool&quot;) mit den etwaigen anderen Treugebern und Personen aus, auf deren Rechnung der Treuh&auml;nder eine Beteiligung i.S.v. Ziffer 1.1) h&auml;lt, soweit es sich nicht um Anspr&uuml;che gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 handelt oder um ein Recht, dessen Aus&uuml;bung nach zwingendem Recht jedem Treugeber einzeln zusteht, und soweit nicht ausdr&uuml;cklich Abweichendes vereinbart ist. Im Verh&auml;ltnis zwischen den Treugebern bestimmt sich der Anteil jedes Treugebers am Stimmrecht und anderen Rechten nach dem Verh&auml;ltnis der Nennbetr&auml;ge der Beteiligungen. Mehrere Treugeber bilden keine Gesellschaft untereinander, jede Treuhand ist von jeder anderen getrennt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>6.2 Mehrere Treugeber bilden keine Gesellschaft untereinander (au&szlig;er bei Beendigung der Treuhand ohne neuen gemeinsamen Treuh&auml;nder), jede Treuhand ist von jeder anderen getrennt. Eine Haftung der einen Treuhand f&uuml;r die andere Treuhand ist nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;7 Laufzeit<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>7.1 Die Treuhand besteht grds. w&auml;hrend der Dauer des Bestehens der Beteiligung. Die Treuhand kann nach dem ersten Jahr jeweils mit einer K&uuml;ndigungsfrist von 12&nbsp;Monaten zum Kalenderjahresende gek&uuml;ndigt werden. Das Recht zur au&szlig;erordentlichen K&uuml;ndigung und zur Auswechslung des Treuh&auml;nders bleibt unber&uuml;hrt. Die K&uuml;ndigung durch den Treuh&auml;nder ist &#8211;soweit m&ouml;glich&#8211; ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>7.2 Bei jeder Auswechslung des Treuh&auml;nders und Beendigung (gleich aus welchem rechtlichen oder tats&auml;chlichen Grund) der Treuhand kann der Treuh&auml;nder das Treugut an einen entsprechenden (insbesondere bez&uuml;glich Bonit&auml;t und Sachkunde) gemeinsamen Treuh&auml;nder aller Treugeber herausgeben, der diesen Treuhandvertrag und alle sonstigen Verpflichtungen des Treuh&auml;nders &uuml;bernimmt und die Freistellung aller vorangegangenen Treuh&auml;nder durch rechtsverbindliche Erkl&auml;rung jedes Gl&auml;ubigers bewirkt. Bis zu dieser &Uuml;bernahme und Freistellung soll der Treuh&auml;nder das Treugut zur&uuml;ckbehalten; er hat nach besten Kr&auml;ften an der Herbeif&uuml;hrung der &Uuml;bernahme und der Freistellung mitzuwirken. (&#8230;)&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &quot;Optionsvertrag&quot; vereinbarten die Vertragsparteien u.a. Folgendes:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;&sect;&nbsp;2 Call (Angebot zu Verkauf und &Uuml;bertragung)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.1 Der Beteiligte, der Treuh&auml;nder und die (A-GmbH) vereinbaren (unwiderruflich), da&szlig; der Beteiligte und der Treuh&auml;nder hiermit der (A-GmbH) anbieten, ihr die Beteiligung (insgesamt) nach Ma&szlig;gabe der folgenden Bestimmungen zu verkaufen und abzutreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>2.2 Optionsf&auml;lle<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>Die (A-GmbH) kann das vorstehende Angebot in jedem der folgenden F&auml;lle (nachfolgend &quot;Optionsfall&quot;) annehmen: &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>h. Versuch der Verf&uuml;gung des Beteiligten bzw. seines Treuh&auml;nders &uuml;ber die Beteiligung oder &uuml;ber Anspr&uuml;che aus ihr oder auf sie abweichend von diesem Vertrag oder von Vertr&auml;gen im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder Zwangsvollstreckung in die Beteiligung oder in Anspr&uuml;che aus ihr oder auf sie, wenn die Zwangsvollstreckung nicht binnen eines Monats beseitigt wird;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Anteils&uuml;bertragungen ergab sich folgende Beteiligungsstruktur an der A-GmbH: P-GmbH 48,4&nbsp;v.H., XY-AG 46,6&nbsp;v.H., T-GmbH 4,9&nbsp;v.H.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem im Mai 2002 zwei Gesch&auml;ftsbereiche im Wege eines sog. Asset-Deals an ein australisches Unternehmen &uuml;bertragen worden waren, ver&auml;u&szlig;erte die A-GmbH ihre Anteile an der S-AG, die den noch verbliebenen Gesch&auml;ftsbereich betrieb, im August 2002 an eine US-amerikanische Gesellschaft. Im November 2002 verkaufte die T-GmbH die treuh&auml;nderisch gehaltenen Anteile des Kl&auml;gers und der anderen Manager an der A-GmbH f&uuml;r &#8230;&nbsp;EUR an diese selbst, die sie als eigene Anteile zur Einziehung erwarb; Treuhandvertrag und Optionsvertrag wurden aufgehoben. Auf den Kl&auml;ger entfiel &#8211;vorbehaltlich einer vereinbarten etwaigen Kaufpreisanpassung&#8211; ein anteiliger Erl&ouml;s von &#8230;&nbsp;EUR. Davon flossen ihm im Dezember 2002 ein Betrag von &#8230;&nbsp;EUR, im Juni 2004 ein Betrag von &#8230;&nbsp;EUR und im Oktober 2005 ein Betrag von &#8230;&nbsp;EUR zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger gab im Jahr 2005 f&uuml;r den Zeitraum 1999 bis 2003 Einkommensteuererkl&auml;rungen zur beschr&auml;nkten Steuerpflicht ab. F&uuml;r das Streitjahr 2002 gab er Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit im Inland von 81.526&nbsp;EUR an. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bewertete die Steuererkl&auml;rungen als Selbstanzeigen und setzte die Einkommensteuer f&uuml;r 2002 auf 28.688&nbsp;EUR fest. Nachdem im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei einem Vorstandsmitglied der S-AG die Manager-Beteiligungen an der A-GmbH bekannt geworden waren, nahm auch das zust&auml;ndige Finanzamt f&uuml;r Steuerstrafsachen und Steuerfahndung Ermittlungen auf. Es kam zu dem Ergebnis, dass der zwischen dem Kl&auml;ger und der T-GmbH abgeschlossene Treuhandvertrag steuerlich nicht anzuerkennen und der Kl&auml;ger folglich nicht wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer der Anteile an der A-GmbH geworden sei. Die aufgrund des Beteiligungsver&auml;u&szlig;erungsvertrags vom November 2002 erhaltenen Zahlungen seien vielmehr als Arbeitslohn zu qualifizieren. Da die Zahlungen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der inl&auml;ndischen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers st&uuml;nden, unterl&auml;gen sie zudem &#8211;ungeachtet der Ans&auml;ssigkeit des Kl&auml;gers in Belgien&#8211; in voller H&ouml;he dem deutschen Besteuerungsrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA schloss sich dieser Auffassung an und erlie&szlig; einen entsprechend ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2002 mit Nachforderungen von Einkommensteuer (772.849&nbsp;EUR), Solidarit&auml;tszuschlag (42.506,69&nbsp;EUR) und Zinsen (262.752&nbsp;EUR); f&uuml;r die Jahre 2004 und 2005 erlie&szlig; das FA einen Lohnsteuernachforderungsbescheid &uuml;ber insgesamt 701.712&nbsp;EUR nebst Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 38.594,16&nbsp;EUR. Die dagegen erhobene Klage hatte teilweise Erfolg. Das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf wertete die Zahlungen zwar ebenfalls als Arbeitslohn, unterwarf sie jedoch nur in H&ouml;he von 52&nbsp;v.H. der Besteuerung, weil sie nur insoweit auf im Inland ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren seien. Sein Urteil vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2257\/10 E,L ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1760 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die Revision des Kl&auml;gers, mit der er die Verletzung materiellen Rechts und Verfahrensm&auml;ngel r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das FG-Urteil und die angefochtenen Bescheide aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung des FG-Urteils und der angefochtenen Bescheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ob der Kl&auml;ger &#8211;wie die Beteiligten und die Vorinstanz angenommen haben&#8211; in allen Streitjahren nur beschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002) war, l&auml;sst sich anhand der Feststellungen des angefochtenen Urteils nicht zweifelsfrei beurteilen. Denn das FG hat zwar festgestellt, dass der Kl&auml;ger in den Streitjahren im Inland keinen Wohnsitz gehabt hat. Es hat jedoch nicht gepr&uuml;ft, ob er im Inland seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt gehabt hat, was gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 f&uuml;r eine unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht ausreicht. Ein gew&ouml;hnlicher Aufenthalt im Inland (s. die Definition in &sect;&nbsp;9 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) kann jedenfalls f&uuml;r das Streitjahr 2002 nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, weil der Kl&auml;ger sich nach den tatrichterlichen Feststellungen im Rahmen seiner T&auml;tigkeit f&uuml;r die S-AG zwischen August 2001 und Juni 2002 regelm&auml;&szlig;ig im Inland aufgehalten hat. Die Frage kann aber f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits offen bleiben. Denn die Erl&ouml;se aus den Anteilsver&auml;u&szlig;erungen sind keine Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect;&nbsp;19, &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG 2002) und unterliegen auch als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne weder der unbeschr&auml;nkten noch der beschr&auml;nkten Steuerpflicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EStG 2002 alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverh&auml;ltnis f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen seiner individuellen Arbeitskraft zuflie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorteile werden &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis des Arbeitnehmers veranlasst sind. Das ist der Fall, wenn der Vorteil mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis einger&auml;umt wird und sich die Leistung im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;Mai 2010 VI&nbsp;R&nbsp;12\/08, BFHE 230, 136, BStBl II 2010, 1069; vom 30.&nbsp;Juni 2011 VI&nbsp;R&nbsp;80\/10, BFHE 234, 195, BStBl II 2011, 948).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kein Arbeitslohn liegt jedoch u.a. vor, wenn die Zuwendung wegen anderer Rechtsbeziehungen oder wegen sonstiger, nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gew&auml;hrt wird (BFH-Urteile in BFHE 230, 136, BStBl II 2010, 1069, und in BFHE 234, 195, BStBl II 2011, 948). Solche Rechtsbeziehungen zeigen ihre Unabh&auml;ngigkeit und Eigenst&auml;ndigkeit insbesondere dadurch, dass diese auch selbst&auml;ndig und losgel&ouml;st vom Arbeitsverh&auml;ltnis bestehen k&ouml;nnten. Als derartige Zuwendungen auf Grund von Sonderrechtsbeziehungen kommt u.a. die Ver&auml;u&szlig;erung von Sachen oder Rechten &#8211;z.B. auch einer kapitalm&auml;&szlig;igen Beteiligung am Arbeitgeber oder an einem anderen Unternehmen&#8211; in Betracht. Der Arbeitnehmer nutzt in diesem Fall sein Kapital als eine vom Arbeitsverh&auml;ltnis unabh&auml;ngige und eigenst&auml;ndige Erwerbsgrundlage zur Einkunftserzielung; die daraus erzielten Ertr&auml;ge sind daher keine Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, sondern solche aus Kapitalverm&ouml;gen (BFH-Urteile vom 5.&nbsp;April 2006 IX&nbsp;R&nbsp;111\/00, BFHE 213, 341, BStBl II 2006, 654; vom 17.&nbsp;Juni 2009 VI&nbsp;R&nbsp;69\/06, BFHE 226, 47, BStBl II 2010, 69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach diesen Ma&szlig;gaben ist die vom Kl&auml;ger erworbene, von der T-GmbH treuh&auml;nderisch f&uuml;r ihn gehaltene Beteiligung an der A-GmbH &#8211;der Muttergesellschaft seiner seinerzeitigen Arbeitgeberin&#8211; als vom Arbeitsverh&auml;ltnis unabh&auml;ngige, eigenst&auml;ndige Erwerbsgrundlage anzusehen. Auf der Grundlage der tatrichterlichen Feststellungen war die Beteiligung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO steuerrechtlich &#8211;abweichend von der Zivilrechtslage&#8211; dem Kl&auml;ger als Treugeber und damit wirtschaftlichem Eigent&uuml;mer zuzurechnen. Das Treuhandverh&auml;ltnis ist entgegen der Auffassung des FG steuerlich anzuerkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen f&uuml;r das Vorliegen eines Treuhandverh&auml;ltnisses sind weder im Zivilrecht noch f&uuml;r das Steuerrecht gesetzlich bestimmt. Nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung f&uuml;hrt jedoch nicht jede als &quot;Treuhandvertrag&quot; bezeichnete Vereinbarung zum Vorliegen eines steuerlich anzuerkennenden Treuhandverh&auml;ltnisses (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Januar 1999 I&nbsp;R&nbsp;69\/97, BFHE 188, 254, BStBl II 1999, 514). Ein solches ist vielmehr nur dann gegeben, wenn die mit der rechtlichen Eigent&uuml;mer- bzw. Inhaberstellung verbundene Verf&uuml;gungsmacht so zu Gunsten des Treugebers eingeschr&auml;nkt ist, dass das rechtliche Eigentum bzw. die rechtliche Inhaberschaft als &quot;leere H&uuml;lle&quot; erscheint (Senatsurteile in BFHE 188, 254, 258, BStBl II 1999, 514; vom 24.&nbsp;November 2009 I&nbsp;R&nbsp;12\/09, BFHE 228, 195, BStBl II 2010, 590). Der Treugeber muss das Treuhandverh&auml;ltnis beherrschen, und zwar nicht nur nach den mit dem Treuh&auml;nder getroffenen Absprachen, sondern auch bei deren tats&auml;chlichem Vollzug (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juli 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;56\/93, BFHE 183, 518, BStBl II 1998, 152, und Senatsurteil in BFHE 228, 195, BStBl II 2010, 590). Es muss zweifelsfrei erkennbar sein, dass der Treuh&auml;nder ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Rechnung des Treugebers handelt (Senatsurteil vom 28.&nbsp;Februar 2001 I&nbsp;R&nbsp;12\/00, BFHE 194, 320, 323&nbsp;f., BStBl II 2001, 468, 470).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den dem Treuhandverh&auml;ltnis zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen sind diese Voraussetzungen im Streitfall gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die T-GmbH hat sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 THV verpflichtet, die Beteiligung an der A-GmbH und alles aus ihr und f&uuml;r sie Erlangte einschlie&szlig;lich Dividendeneinnahmen, Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;se und Surrogate aller Art f&uuml;r den Kl&auml;ger und auf dessen Rechnung zu &uuml;bernehmen und zu halten. Sie verpflichtete sich des Weiteren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2.5, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3.1 THV, dem Kl&auml;ger alles aus der Treuhand Erlangte auf Verlangen herauszugeben. Damit sind im Verh&auml;ltnis zur Treuh&auml;nderin s&auml;mtliche mit der Kapitalgesellschaftsbeteiligung verbundenen wirtschaftlichen Chancen und Risiken auf den Kl&auml;ger verlagert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Wesentliches und im Grundsatz unverzichtbares Merkmal der Beherrschung des Treuhandverh&auml;ltnisses ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung eine Weisungsbefugnis des Treugebers &#8211;und damit korrespondierend die Weisungsgebundenheit des Treuh&auml;nders&#8211; in Bezug auf die Behandlung des Treuguts (Senatsurteile in BFHE 188, 254, BStBl II 1999, 514, und in BFHE 228, 195, BStBl II 2010, 590, jeweils m.w.N.). Auch diese Voraussetzung ist hier gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Treuh&auml;nderin war gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Nr.&nbsp;1.1 THV verpflichtet, den Gesch&auml;ftsanteil nach den Weisungen des Kl&auml;gers zu halten. In &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2.1 THV ist des Weiteren die Verpflichtung der Treuh&auml;nderin niedergelegt, vor der Aus&uuml;bung von Rechten aus dem Treugut die vorherige schriftliche Weisung des Treugebers einzuholen. Letzteres sollte zwar nur gelten, &quot;soweit der Treuh&auml;nder nicht in Erf&uuml;llung einer Verpflichtung des Beteiligten handelt oder sonst anderes bestimmt ist&quot;. Aus dieser Einschr&auml;nkung l&auml;sst sich jedoch &#8211;entgegen der Auffassung der Vorinstanz&#8211; eine wesentliche Beschr&auml;nkung der Herrschaftsmacht des Kl&auml;gers als Treugeber nicht ableiten. Es wird nach dem eindeutigen Wortlaut der Klausel nicht die Weisungsbefugnis des Treugebers als solche beschnitten, sondern nur geregelt, in welchen F&auml;llen die Treuh&auml;nderin von der vorherigen Einholung einer schriftlichen Weisung absehen kann. Eine Befugnis, vom Treugeber ausdr&uuml;cklich erteilte Weisungen zu missachten, wenn diese nach Auffassung der Treuh&auml;nderin nicht im Einklang mit den Verpflichtungen des Treugebers z.B. aus dem Beteiligungsvertrag mit den Altgesellschaftern stehen, kann daraus nicht abgeleitet werden. Insofern fehlt f&uuml;r die Annahme des FG, infolge der Klausel m&uuml;sse die Treuh&auml;nderin vor jeder Entscheidung &uuml;ber das Treugut pr&uuml;fen, inwiefern eine &quot;Pflichtenbindung&quot; des Treugebers bestehe, ein hinreichender Anhalt im Vertragstext. Weil das FG den eindeutigen Wortlaut der Klausel nicht hinreichend gew&uuml;rdigt hat, ist der Senat &#8211;trotz der grunds&auml;tzlichen Bindung an die tats&auml;chlichen Feststellungen der Vorinstanz (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO)&#8211; in der Auslegung der genannten Bestimmungen frei (vgl. Senatsurteil vom 14.&nbsp;Mai 2013 I&nbsp;R&nbsp;6\/12, BFH\/NV 2013, 1817, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ergibt sich aus den vorinstanzlichen Feststellungen nicht, inwiefern sich aus der attestierten &quot;Pflichtenbindung&quot; des Kl&auml;gers Einschr&auml;nkungen ergeben, die sich konkret auf die Aus&uuml;bung des Weisungsrechts nach dem Treuhandvertrag beziehen. Die vom FG herangezogene Klausel des &sect;&nbsp;5 Nr.&nbsp;5.2 Buchst.&nbsp;a des Beteiligungsvertrags, der zufolge der Kl&auml;ger daf&uuml;r einsteht (garantiert), dass er alle von ihm mit der A-GmbH, der S-AG oder mit dieser verbundenen Unternehmen getroffenen Vereinbarungen vertragsgem&auml;&szlig; erf&uuml;llt, ist in ihrer Allgemeinheit nichtssagend und gibt im Grunde nur die Selbstverst&auml;ndlichkeit wieder, dass sich der Kl&auml;ger an seine vertraglichen Verpflichtungen halten wird. Eine &uuml;ber die vertraglich im Treuhandvertrag niedergelegten Regeln hinausgehende Einschr&auml;nkung der Weisungsbefugnis des Kl&auml;gers gegen&uuml;ber der T-GmbH ist daraus nicht ableitbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Entgegen der vom FG ge&auml;u&szlig;erten Bedenken steht der Beherrschung des Treuhandverh&auml;ltnisses auch nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger nach Ma&szlig;gabe der Regelung in &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;6.1 THV jene vertraglichen Rechte, deren Aus&uuml;bung nicht nach zwingendem Recht jedem Treugeber einzeln zustehen, nur im &quot;Pool&quot; gemeinsam mit den anderen Managern aus&uuml;ben konnte, f&uuml;r die die T-GmbH Gesch&auml;ftsanteile &uuml;bernommen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar konnte dadurch auch das Weisungsrecht der Treugeber grunds&auml;tzlich nur mehrheitlich nach dem Ma&szlig;stab der Nennbetr&auml;ge der jeweiligen Beteiligungen ausge&uuml;bt werden. Jedoch f&uuml;hrt diese &quot;Poolung&quot; im Streitfall nicht zur Verneinung des wirtschaftlichen Eigentums. Denn auf der Basis der f&uuml;r die Pr&uuml;fung wirtschaftlichen Eigentums ma&szlig;geblichen wirtschaftlichen Betrachtungsweise ist die B&uuml;ndelung der Treugeberrechte aller Treugeber entweder mit einer gesamth&auml;nderischen oder ansonsten mit einer i.S. von &sect;&nbsp;741 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) gemeinschaftlichen Beteiligung an den insgesamt von der Treuh&auml;nderin gehaltenen Treugut &#8211;hier der Beteiligung von insgesamt 4,9&nbsp;v.H. an der A-GmbH&#8211; zu vergleichen. Da sich die Treugeber im Streitfall nicht zu einer Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts verbunden hatten, liegt hier eine mit dem Bruchteilseigentum vergleichbare Situation vor. Insbesondere findet bei dieser ebenfalls eine gemeinschaftliche Verwaltung des Wirtschaftsguts statt (&sect;&nbsp;744 BGB). Da im Rahmen des &sect;&nbsp;39 AO auch die Zurechnung wirtschaftlichen (ideellen) Bruchteilseigentums m&ouml;glich ist (z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Februar 1953 III&nbsp;9\/52&nbsp;U, BFHE 57, 184, BStBl III 1953, 74; Fischer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;39 AO Rz&nbsp;20; Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;39 AO Rz&nbsp;28), ohne dass dem die nur gemeinschaftliche Verwaltungsbefugnis der Miteigent&uuml;mer entgegenst&uuml;nde, ist kein Grund daf&uuml;r ersichtlich, das wirtschaftliche Eigentum im Streitfall an der nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;6 THV grunds&auml;tzlich nur gemeinschaftlich m&ouml;glichen Aus&uuml;bung des Weisungsrechts scheitern zu lassen (vgl. auch die BFH-Rechtsprechung nach der die Mitunternehmerschaft der Treugeber-Kommanditisten auch zu bejahen ist, wenn diese ihre Weisungsbefugnisse gegen&uuml;ber dem Treuh&auml;nder nur gemeinschaftlich aus&uuml;ben k&ouml;nnen, z.B. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Dezember 1992 XI&nbsp;R&nbsp;45\/88, BFHE 170, 487, BStBl II 1993, 538, m.w.N.; dazu auch Lang\/Seer, Finanz-Rundschau 1992, 637, 642&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Sichtweise steht nicht im Widerspruch zu dem Senatsurteil in BFHE 228, 195, BStBl II 2010, 590, in dem der Senat die steuerliche Anerkennung eines Treuhandverh&auml;ltnisses zwischen einer Vielzahl von Kommunen als Treugebern und einer (von diesen gegr&uuml;ndeten) GmbH als Treuh&auml;nderin in Bezug auf die Beteiligung an einer Aktiengesellschaft mangels Weisungsbefugnis abgelehnt hat. Denn im Urteilsfall war das Weisungsrecht der Treugeber &#8211;anders als im Streitfall&#8211; vertraglich zur G&auml;nze ausgeschlossen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Weitere Voraussetzung f&uuml;r die steuerliche Anerkennung des Treuhandverh&auml;ltnisses ist das Recht des Treugebers, jederzeit die R&uuml;ckgabe des Treuguts zu verlangen, wobei die Vereinbarung einer angemessenen K&uuml;ndigungsfrist unsch&auml;dlich ist (Senatsurteil in BFHE 228, 195, BStBl II 2010, 590; BFH-Urteile in BFHE 183, 518, BStBl II 1998, 152, und in BFHE 170, 487, BStBl II 1993, 538, 540, jeweils m.w.N.). Auch diesem Erfordernis wird der Treuhandvertrag auf der Grundlage der vorinstanzlichen Feststellungen hinreichend gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Nach dem den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Verst&auml;ndnis des FG sind die vertraglichen Regelungen zur ordentlichen K&uuml;ndigung so auszulegen, dass das den Treugebern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Nr.&nbsp;7.1 THV nach dem Ablauf von einem Jahr (mit einer K&uuml;ndigungsfrist von zw&ouml;lf Monaten) zustehende Recht zur ordentlichen K&uuml;ndigung des Treuhandvertrags nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;6 THV wiederum nur gemeinschaftlich ausge&uuml;bt werden konnte und dass eine ordentliche K&uuml;ndigung zur Folge gehabt h&auml;tte, dass die Treugeber entweder einen neuen Treuh&auml;nder bestellen (&sect;&nbsp;7 Nr.&nbsp;7.2 THV) oder das Treugut an sich herausverlangen konnten (&sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;6.2 THV). Diese Regelungen sind &#8211;was offenkundig auch die Vorinstanz so gesehen hat&#8211; unter steuerlichen Aspekten nicht zu beanstanden. Zum Erfordernis der gemeinschaftlichen K&uuml;ndigung kann auf die obigen Ausf&uuml;hrungen zum Weisungsrecht Bezug genommen werden. Die vereinbarte erstmalige K&uuml;ndigungsm&ouml;glichkeit nach einem Jahr f&uuml;hrt zwar in Verbindung mit der zw&ouml;lfmonatigen K&uuml;ndigungsfrist dazu, dass eine ordentliche K&uuml;ndigung erstmals zum Ende des zweiten Vertragsjahrs m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Dies erscheint jedoch &#8211;auch mit Blick auf die Ver&auml;u&szlig;erungsfrist des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 2002&#8211; noch nicht als unangemessen lang (so auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 1.&nbsp;September 1994, BStBl I 1994, 604, Rz 5 zu Treuhandverh&auml;ltnissen im Zusammenhang mit der Zuordnung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das Recht zur K&uuml;ndigung aus wichtigem Grund steht den Parteien eines Dauerschuldverh&auml;ltnisses &#8211;wie dem Treuhandverh&auml;ltnis&#8211; von Gesetzes wegen zu (vgl. jetzt &sect;&nbsp;314 BGB i.d.F. des Gesetzes zur Modernisierung des Schuldrechts vom 26.&nbsp;November 2001 &#8211;BGBl I 2001, 3138&#8211;; f&uuml;r die Zeit davor z.B. BFH-Urteil in BFHE 170, 487, BStBl II 1993, 538, m.w.N.). Im Streitfall wurde dieses Recht in &sect;&nbsp;7 Nr.&nbsp;7.1 THV ausdr&uuml;cklich best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Vorinstanz angenommen hat, eine K&uuml;ndigung aus wichtigem Grund durch den Treugeber habe nach &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2.2 Buchst.&nbsp;h des Optionsvertrags zur Folge, dass die A-GmbH gegen&uuml;ber der Treuh&auml;nderin von ihrem Kauf-Optionsrecht im Hinblick auf das Treugut Gebrauch machen k&ouml;nne &#8211;was der steuerlichen Anerkennung der Treuhand entgegenstehe&#8211;, widerspricht diese Auslegung dem eindeutigen Wortlaut dieser Regelung. Der Optionsfall setzt danach voraus, dass Treugeber oder Treuh&auml;nderin versuchen, &uuml;ber die Beteiligung &quot;abweichend von diesem Vertrag oder von Vertr&auml;gen im Zusammenhang mit diesem Vertrag&quot; zu verf&uuml;gen. Eine auf einen wichtigen Grund gest&uuml;tzte K&uuml;ndigung des Treuhandverh&auml;ltnisses kann jedoch &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; in keinem Fall als Versuch gewertet werden, vertragswidrig &uuml;ber die Beteiligung zu verf&uuml;gen. Vielmehr ist die K&uuml;ndigung aus wichtigem Grund eine gesetzlich und vertraglich vorgesehene und damit durchaus legitime und vertragsgem&auml;&szlig;e M&ouml;glichkeit der Beteiligten, sich vom Vertrag zu l&ouml;sen. Die gegenteilige Sichtweise der Vorinstanz verst&ouml;&szlig;t in diesem Punkt erneut gegen den klaren Wortlaut der Vereinbarung und ist deshalb auch in diesem Punkt f&uuml;r den Senat nicht bindend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsfolgen der au&szlig;erordentlichen K&uuml;ndigung des Treuhandverh&auml;ltnisses k&ouml;nnen sich mangels ausdr&uuml;cklicher Vertragsregelung entweder nur aus einer entsprechenden Anwendung der f&uuml;r eine ordentliche K&uuml;ndigung vereinbarten Rechtsfolgen ergeben &#8211;was allerdings nur in Betracht kommen d&uuml;rfte, wenn alle Treugeber gek&uuml;ndigt haben&#8211; oder aber es verbleibt bei dem unmittelbaren Herausgabeanspruch des K&uuml;ndigenden gegen die Treuh&auml;nderin (vgl. zu Letzterem z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22.&nbsp;Januar 1979 II&nbsp;ZR&nbsp;178\/77, BGHZ 73, 294). Dass die Vertragsbeteiligten mit dem Regelungsgeflecht der Vertr&auml;ge versucht haben m&ouml;gen, eine Konstellation nach M&ouml;glichkeit zu vermeiden, in der die einzelnen Manager unmittelbar Zugriff auf &quot;ihre&quot; Beteiligungen haben, verm&ouml;chte daran nichts zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Bei dem Gewinn des Kl&auml;gers aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der A-GmbH handelt es sich nicht um Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb i.S. von &sect;&nbsp;17 EStG 2002 (bei beschr&auml;nkter Steuerpflicht i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;e EStG 2002). Dies w&uuml;rde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 voraussetzen, dass der Kl&auml;ger innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre (vor der Ver&auml;u&szlig;erung) am Kapital der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1&nbsp;v.H. beteiligt gewesen w&auml;re. Die dem Kl&auml;ger bis zur Ver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO zuzurechnende Beteiligung an der A-GmbH betrug jedoch lediglich 0,3431&nbsp;v.H. und damit weniger als 1&nbsp;v.H.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Auch als Eink&uuml;nfte aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften h&auml;tte der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn (bei unterstellter unbeschr&auml;nkter Steuerpflicht) nicht der Einkommensteuer unterlegen. Dies h&auml;tte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 2002 nur der Fall gewesen sein k&ouml;nnen, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung nicht mehr als ein Jahr betragen h&auml;tte. Im Streitfall betrug dieser Zeitraum indes 16&nbsp;Monate (18.&nbsp;Juli 2001 bis 19.&nbsp;November 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Das FG ist von einer anderen rechtlichen Beurteilung ausgegangen. Sein Urteil ist deshalb aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Die angefochtenen Bescheide sind aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.5.2014, I R 42\/12 &quot;Poolung&quot; von Treugeberrechten &#8211; Vorliegen eines Treuhandverh&auml;ltnisses &#8211; Arbeitslohn Leits&auml;tze Ein Treuhandverh&auml;ltnis in Bezug auf einen Gesch&auml;ftsanteil an einer GmbH kann steuerlich auch anerkannt werden, wenn mehrere Treugeber ihre Rechte gegen&uuml;ber dem Treuh&auml;nder grunds&auml;tzlich nur gemeinschaftlich aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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