{"id":63388,"date":"2014-09-11T11:10:37","date_gmt":"2014-09-11T09:10:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63388"},"modified":"2014-09-11T11:10:52","modified_gmt":"2014-09-11T09:10:52","slug":"iii-b-73-13-keine-entscheidungserheblichkeit-einer-sich-nur-im-verfahren-der-einheitlichen-und-gesonderten-feststellung-stellenden-rechtsfrage-fuer-das-verfahren-ueber-den-folgebescheid-auslegung-de-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-73-13-keine-entscheidungserheblichkeit-einer-sich-nur-im-verfahren-der-einheitlichen-und-gesonderten-feststellung-stellenden-rechtsfrage-fuer-das-verfahren-ueber-den-folgebescheid-auslegung-de-5\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;73\/13 &#8211; Keine Entscheidungserheblichkeit einer sich nur im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung stellenden Rechtsfrage f&uuml;r das Verfahren &uuml;ber den Folgebescheid &#8211; Auslegung des Regelungsinhalts von Verwaltungsakten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.5.2014, III B 73\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Entscheidungserheblichkeit einer sich nur im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung stellenden Rechtsfrage f&uuml;r das Verfahren &uuml;ber den Folgebescheid &#8211; Auslegung des Regelungsinhalts von Verwaltungsakten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wurden f&uuml;r die Streitjahre&nbsp;1994 bis 1996 und 1998 als Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte in dieser Zeit u.a. Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit, die nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ermittelt wurden. Daneben war er Mitglied einer deutschen und internationalen Organisation mit Sitz im Inland, die in der Rechtsform der Europ&auml;ischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV) organisiert war. Satzungsm&auml;&szlig;iger Zweck der EWIV ist es, eine Kooperation ihrer Mitglieder zu erleichtern und zu entwickeln. Ferner wird sie ausschlie&szlig;lich gegen&uuml;ber ihren Mitgliedern t&auml;tig und hat nicht den Zweck, Gewinn f&uuml;r sich zu erzielen. Der Vorstand der EWIV besteht laut Satzung aus drei Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern, die zum Ausgleich f&uuml;r ihre T&auml;tigkeit eine pauschale Aufwandsentsch&auml;digung erhalten. Der Kl&auml;ger war in den Streitjahren einer der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der EWIV und erhielt hierf&uuml;r Zahlungen in H&ouml;he von &#8230;. Die Zahlungen erfasste der Kl&auml;ger im Rahmen der Gewinnermittlung f&uuml;r seine Eink&uuml;nfte aus selbstst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Beteiligten an dieser Gesellschaft wurden durch das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt der EWIV einheitlich und gesondert festgestellt, wobei die Zahlungen an die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer nicht in den Feststellungsbescheiden erfasst wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer u.a. hinsichtlich der Einkommensteuer&nbsp;1993 bis 1995 beim Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Pr&uuml;fer zu dem Ergebnis, dass die erm&auml;&szlig;igte Besteuerung der Zahlungen f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrert&auml;tigkeit bei der EWIV nach &sect;&nbsp;34 EStG nicht mehr anzuerkennen sei, da hierzu keine Feststellungen in den Feststellungsbescheiden f&uuml;r die EWIV enthalten seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte den Feststellungen des Pr&uuml;fers und erlie&szlig; entsprechende &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r 1994 und 1995. Im Laufe des hiergegen gef&uuml;hrten Einspruchsverfahrens f&uuml;hrte das FA zuletzt mit Bescheiden vom 6.&nbsp;Juli 2000 &Auml;nderungen durch, die dem Einspruchsbegehren jedoch nicht abhalfen. Auch in den Streitjahren 1996 und 1998 gew&auml;hrte das FA zuletzt mit Bescheiden vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2000 keine Tariferm&auml;&szlig;igung. Die f&uuml;r alle vier Streitjahre eingelegten Einspr&uuml;che wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 10.&nbsp;Mai 2010 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Laufe des hiergegen gerichteten Klageverfahrens nahmen die Kl&auml;ger die Klage hinsichtlich Einkommensteuer&nbsp;1997 zur&uuml;ck (Einstellungsbeschluss vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2013). Im &Uuml;brigen wies das Finanzgericht (FG) die Klage als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und zur Fortbildung des Rechts(&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, soweit sie sich auf Einkommensteuer&nbsp;1997 bezieht. Nachdem insoweit die Klage zur&uuml;ckgenommen, das Verfahren abgetrennt und eingestellt wurde, enth&auml;lt die angegriffene Entscheidung keine Beschwer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet, soweit sie &uuml;berhaupt den Darlegungserfordernissen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gt. Sie wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert dargelegt werden (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO). Insbesondere ist konkret und substantiiert darauf einzugehen, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist (z.B. BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Juni 2013 X&nbsp;B&nbsp;96\/12, BFH\/NV 2013, 1802).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;ger m&ouml;chten die Rechtsfrage gekl&auml;rt wissen, ob die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen einer nicht gewerblich t&auml;tigen EWIV nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Abgabenordnung (AO) oder nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO zu erfolgen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Insoweit haben sie bereits nicht dargelegt, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegr&uuml;ndung ist das FG nicht davon ausgegangen, dass eine EWIV generell lediglich Hilfsfunktionen f&uuml;r die wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten ihrer Mitglieder aus&uuml;bt und daher die Besteuerungsgrundlagen nicht nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2a AO, sondern im Rahmen des Ermessens der Steuerbeh&ouml;rde allenfalls nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO festgestellt werden. Vielmehr ist das FG &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit vielen Stimmen in der Literatur (Kunz in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;180 Rz&nbsp;26.1; S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;180 AO Rz&nbsp;274a; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;180 AO Rz&nbsp;27; Haep in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;414; Schmidt\/Wacker, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;333; Klein-Blenkers, Der Betrieb 1994, 2224, 2225)&#8211; davon ausgegangen, dass eine Feststellung nach der Verordnung zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO in Betracht kommt, wenn die EWIV ausschlie&szlig;lich Hilfst&auml;tigkeiten aus&uuml;bt (sog. Kostentragungsgemeinschaft bzw. Cost Center), hingegen eine einheitliche und gesonderte Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO erforderlich ist, wenn die EWIV (ausnahmsweise) selbst eine gewerbliche oder selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit aus&uuml;bt. Von welcher Seite diese Differenzierung bestritten wird, l&auml;sst sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies haben sich die Kl&auml;ger auch nicht mit der zu solchen Kostentragungsgemeinschaften (z.B. Apparate- und Laborgemeinschaften) ergangenen Rechtsprechung auseinandergesetzt (insbesondere BFH-Urteil vom 14.&nbsp;April 2005 XI&nbsp;R&nbsp;82\/03, BFHE 210, 241, BStBl II 2005, 752).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zudem w&auml;re die aufgeworfene Rechtsfrage in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren nicht entscheidungserheblich und damit nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage, ob die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen einer nicht gewerblich t&auml;tigen EWIV nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO oder nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO zu erfolgen hat, ist im Rahmen des Feststellungsverfahrens zu kl&auml;ren. F&uuml;r die hier streitgegenst&auml;ndlichen Einkommensteuerfestsetzungen kommt es hingegen nur darauf an, ob die ergangenen Feststellungsbescheide Feststellungen enthalten, die f&uuml;r die Einkommensteuerfestsetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO bindend sind. Entsprechend ermittelte das FG im Wege der Auslegung, welcher Inhalt diesen Feststellungsbescheiden nach den Gesamtumst&auml;nden beizumessen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Regelungsinhalt eines Verwaltungsakts ist &uuml;ber den blo&szlig;en Wortlaut hinaus im Wege der Auslegung zu ermitteln, wobei die &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs auch f&uuml;r &ouml;ffentlich-rechtliche Willensbekundungen geltende Auslegungsregeln enthalten. Entscheidend ist danach, wie der Betroffene nach den ihm bekannten Umst&auml;nden &#8211;nach seinem &quot;objektiven Verst&auml;ndnishorizont&quot;&#8211; den materiellen Gehalt der Erkl&auml;rung unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte (vgl. etwa BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471; Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;9\/09, BFHE 243, 170, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insofern kommt es &#8211;worauf das FG zutreffend hingewiesen hat&#8211; nicht darauf an, ob die f&uuml;r die EWIV erfolgten Feststellungen nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO oder nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO h&auml;tten erfolgen m&uuml;ssen und ob sie rechtm&auml;&szlig;ig oder rechtswidrig waren. Vielmehr ist f&uuml;r die Auslegung auf die Gesamtumst&auml;nde abzustellen, die aus dem Blickwinkel des objektiven Verst&auml;ndnishorizonts des Kl&auml;gers den Inhalt der Feststellungsbescheide bestimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Kl&auml;ger im Kern gegen die Richtigkeit des vom FG gewonnenen Auslegungsergebnisses und damit die Richtigkeit des FG-Urteils wenden, wird damit keine grunds&auml;tzlich bedeutsame Rechtsfrage, sondern allenfalls ein Fehler in der Beweis- und Sachverhaltsw&uuml;rdigung ger&uuml;gt. Eine solche R&uuml;ge der Verletzung materiellen Rechts vermag indes die Revisionszulassung grunds&auml;tzlich nicht zu rechtfertigen (z.B. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;B&nbsp;239\/12, BFH\/NV 2014, 65, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Revisionszulassung scheidet auch aus, soweit die Kl&auml;ger ein Bed&uuml;rfnis nach Fortbildung des Rechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO in Bezug auf die o.g. Rechtsfrage sehen. Dieser Zulassungsgrund ist ein Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO. Die dortigen Anforderungen an die Beschwerdebegr&uuml;ndung und an das Vorliegen einer kl&auml;rungsf&auml;higen Rechtsfrage gelten daher entsprechend (vgl. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;192\/10, BFH\/NV 2011, 2043).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.5.2014, III B 73\/13 Keine Entscheidungserheblichkeit einer sich nur im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung stellenden Rechtsfrage f&uuml;r das Verfahren &uuml;ber den Folgebescheid &#8211; Auslegung des Regelungsinhalts von Verwaltungsakten Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wurden f&uuml;r die Streitjahre&nbsp;1994 bis 1996 und 1998 als Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-73-13-keine-entscheidungserheblichkeit-einer-sich-nur-im-verfahren-der-einheitlichen-und-gesonderten-feststellung-stellenden-rechtsfrage-fuer-das-verfahren-ueber-den-folgebescheid-auslegung-de-5\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;73\/13 &#8211; Keine Entscheidungserheblichkeit einer sich nur im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung stellenden Rechtsfrage f&uuml;r das Verfahren &uuml;ber den Folgebescheid &#8211; Auslegung des Regelungsinhalts von Verwaltungsakten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63388","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63388"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63388\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}