{"id":63391,"date":"2014-09-11T11:11:38","date_gmt":"2014-09-11T09:11:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63391"},"modified":"2014-09-11T11:11:38","modified_gmt":"2014-09-11T09:11:38","slug":"iv-r-51-11-ablaufhemmung-aufgrund-einer-aussenpruefung-anwendung-des-par-68-fgo-auf-wiederholende-verfuegungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-51-11-ablaufhemmung-aufgrund-einer-aussenpruefung-anwendung-des-par-68-fgo-auf-wiederholende-verfuegungen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;51\/11 &#8211; Ablaufhemmung aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Anwendung des &sect; 68 FGO auf wiederholende Verf&uuml;gungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2014, IV R 51\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Ablaufhemmung aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Anwendung des &sect; 68 FGO auf wiederholende Verf&uuml;gungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, erzielte in den Streitjahren 1989 bis 1994 Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Ermittlung des Einheitswerts des gewerblichen Betriebs reichte die Kl&auml;gerin am 26.&nbsp;Juni 1990 eine Verm&ouml;gensaufstellung auf den 1.&nbsp;Januar 1989 und am 5.&nbsp;Oktober 1994 eine Verm&ouml;gensaufstellung auf den 1.&nbsp;Januar 1993 beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein. Die Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 1989 und die Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r 1989 gingen beim FA am 26.&nbsp;M&auml;rz 1991 ein. Die Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung f&uuml;r 1990 reichte die Kl&auml;gerin am 2.&nbsp;Juni 1992, f&uuml;r 1991 am 7.&nbsp;Januar 1993, f&uuml;r 1992 am 2.&nbsp;Mai 1994 und f&uuml;r 1993 am 2.&nbsp;Dezember 1994 ein. Ebenfalls am 2.&nbsp;Dezember 1994 gingen beim FA die Gewerbesteuererkl&auml;rung bzw. die Erkl&auml;rung zur gesonderten Feststellung des Gewerbeverlusts f&uuml;r 1993 ein. In der Folgezeit ergingen unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung entsprechende Bescheide &uuml;ber den Einheitswert des Betriebsverm&ouml;gens (Einheitswertbescheide), &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (Gewinnfeststellungsbescheide) und &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts (Gewerbeverlustfeststellungsbescheid).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 19.&nbsp;September 1995 erlie&szlig; das FA gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin eine Pr&uuml;fungsanordnung f&uuml;r die Zeitr&auml;ume 1989 bis 1993 u.a. hinsichtlich der Umsatzsteuer, der gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewinns, der Einheitsbewertung des Betriebsverm&ouml;gens (einschlie&szlig;lich des Stichtags 1.&nbsp;Januar 1994) und der gesonderten Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts. Vorgesehener Pr&uuml;fungsbeginn war der 30.&nbsp;Oktober 1995. Dieser wurde jedoch auf Antrag der Kl&auml;gerin vom 27.&nbsp;September 1995 in das Jahr 1996 verschoben. Tats&auml;chlicher Pr&uuml;fungsbeginn war am 15.&nbsp;April 1996.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Zeit vom 15.&nbsp;April 1996 bis zum 24.&nbsp;Juni 1996 war der Au&szlig;enpr&uuml;fer &#8211;mit kurzen Unterbrechungen&#8211; in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der Prozessbevollm&auml;chtigten zugegen und nahm Pr&uuml;fungshandlungen vor. Mit Schreiben vom 4.&nbsp;Juni 1996 und vom 25.&nbsp;Juni 1996 bat er um Aufkl&auml;rung von Zweifelsfragen und Nachreichung von Unterlagen. In den Schreiben legte der Pr&uuml;fer u.a. seine Rechtsauffassung dar, dass &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; die Kl&auml;gerin trotz des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags nicht Organtr&auml;gerin der H-GmbH, sei. Dar&uuml;ber hinaus betrafen die Fragen des Pr&uuml;fers verschiedene in der Buchf&uuml;hrung der Kl&auml;gerin erfasste Vorg&auml;nge wie z.B. die Teilwertabschreibung einer Beteiligung an einer GbR &quot;X-Stadt&quot; in H&ouml;he von 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM, als Schadensersatz verbuchte Zahlungseing&auml;nge, verschiedene als Betriebsausgaben ber&uuml;cksichtigte Aufwendungen und die Bewertung von Entnahmen. Hierzu nahm die Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 20.&nbsp;August 1996 Stellung und legte einen Teil der angeforderten Unterlagen vor. Eine Reaktion des FA hierauf erfolgte nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1998 hatte der Pr&uuml;fer Kontakt mit dem Finanzamt (FA) A, das f&uuml;r die Besteuerung des Kommanditisten M zust&auml;ndig war, und dem FA&nbsp;B, das im Rahmen einer Steuerfahndung bei den Eheleuten Z t&auml;tig war. Jene waren Gesch&auml;ftspartner des Kommanditisten M, die &#8211;nach Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; gemeinsam mit M die GbR &quot;X-Stadt&quot; gegr&uuml;ndet haben sollen. In den Handakten des Au&szlig;enpr&uuml;fers befinden sich hierzu handschriftliche Vermerke vom 10., 11. und 12.&nbsp;August 1998 &uuml;ber Telefonate mit dem FA A und dem FA B. Aufgrund der Telefonate &uuml;bersandte das FA A unter dem 12.&nbsp;August 1998 eine Kopie der Verm&ouml;gensteuererkl&auml;rung des M auf den 1.&nbsp;Januar 1993 an den Pr&uuml;fer, die eine private Darlehensforderung des M gegen die Eheleute Z ausweist. Ebenfalls am 12.&nbsp;August 1998 &uuml;bersandte das FA B Unterlagen &quot;wegen Darlehnsgew&auml;hrung von &#8230; [M] an die Ehegatten &#8230; [Z]&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber diese Telefonate und die &Uuml;bersendung der Unterlagen wurde die Kl&auml;gerin nicht informiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu einem Kontakt des FA mit der Kl&auml;gerin kam es erst wieder im Oktober 2001 im Zusammenhang mit einer beabsichtigten Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Folgejahre. Mit Schrifts&auml;tzen vom 7.&nbsp;November 2001 und vom 5.&nbsp;Februar 2002 bat der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin um formelle Beendigung der Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1989 bis 1993 und wies auf die seiner Auffassung nach eingetretene Festsetzungsverj&auml;hrung hin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 26.&nbsp;Juli 2002 teilte das FA der Kl&auml;gerin mit, dass die Au&szlig;enpr&uuml;fung bisher nicht habe abgeschlossen werden k&ouml;nnen, da die Kl&auml;gerin nur l&uuml;ckenhaft Auskunft erteilt und Unterlagen nicht vorgelegt habe. Zugleich forderte das FA die Kl&auml;gerin unter ausf&uuml;hrlicher Darlegung seiner Rechtsauffassung auf, zu allen strittigen Sachverhalten noch umfangreiche Unterlagen vorzulegen. Am 27.&nbsp;Mai 2003 fand eine &#8211;vom FA als Schlussbesprechung&#8211; bezeichnete Besprechung an Amtsstelle zu den Pr&uuml;fungsfeststellungen statt. Nach weiterem Schriftwechsel, in dessen Rahmen das FA die Kl&auml;gerin u.a. mit Schreiben vom 13.&nbsp;Juni 2003 zur Nachreichung von Unterlagen aufforderte, f&uuml;hrten die Beteiligten am 30.&nbsp;September 2003 eine weitere Besprechung an Amtsstelle durch. Der Pr&uuml;fungsbericht erging unter dem 29.&nbsp;April 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgte den Pr&uuml;fungsfeststellungen und erlie&szlig; im April 2007 ge&auml;nderte Einheitswertbescheide auf den 1.&nbsp;Januar 1989 und auf den 1.&nbsp;Januar 1993. Zudem ergingen &#8211;erstmalig&#8211; Einheitswertbescheide zur Wert- und Zurechnungsfortschreibung auf den 1.&nbsp;Januar 1991, 1992 und 1994. Dar&uuml;ber hinaus ergingen ein ge&auml;nderter Gewerbeverlustfeststellungsbescheid auf den 31.&nbsp;Dezember 1993, eine ge&auml;nderte Umsatzsteuerfestsetzung f&uuml;r 1989 sowie ge&auml;nderte Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 1989 bis 1993. Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens erlie&szlig; das FA unter dem Datum vom 21.&nbsp;Januar 2010 ge&auml;nderte Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 1990 bis 1992, in denen es erstmals jeweils anrechenbare K&ouml;rperschaftsteuer auswies, die auf bereits ber&uuml;cksichtigte verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen der H-GmbH an M entfiel. Dar&uuml;ber hinaus wurden die durch die ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 1990 bis 1992 vom 24.&nbsp;April 2007 getroffenen Feststellungen wiederholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die gegen die Bescheide vom 17.&nbsp;und 24.&nbsp;April 2007 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Januar 2008 gerichtete Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Zum Zeitpunkt des Erlasses der angegriffenen Bescheide im April 2007 sei die Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen gewesen, da deren Ablauf nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 der Abgabenordnung (AO) gehemmt gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision und r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts. Das Urteil versto&szlig;e gegen &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 AO. Zudem habe das FG im Rahmen der Sachverhaltsw&uuml;rdigung gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en. Dar&uuml;ber hinaus habe das FG den Grundsatz von Treu und Glauben nicht beachtet, da Verwirkung eingetreten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens hob das FA unter dem Datum vom 19.&nbsp;Juni 2014 den &Auml;nderungsbescheid vom 24.&nbsp;April 2007 hinsichtlich des Einheitswerts auf den 1.&nbsp;Januar 1989 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Januar 2008 auf. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 26.&nbsp;Juni 2014 erkl&auml;rten die Beteiligten &uuml;bereinstimmend den Rechtsstreit in der Hauptsache insoweit f&uuml;r erledigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das vorinstanzliche Urteil sowie den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 1989 vom 24.&nbsp;April 2007, den Einheitswertbescheid auf den 1.&nbsp;Januar 1991 vom 17.&nbsp;April 2007 und die Einheitswertbescheide auf den 1.&nbsp;Januar 1992, 1993 und 1994 vom 24.&nbsp;April 2007, den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.&nbsp;Dezember 1993 vom 24.&nbsp;April 2007 und die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns f&uuml;r 1989 bis 1993 vom 24.&nbsp;April 2007, die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Januar 2008 und die &Auml;nderungsbescheide vom 21.&nbsp;Januar 2010, soweit diese Gegenstand des Verfahrens geworden sind, aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r geboten, das Verfahren wegen des Einheitswertbescheids auf den 1.&nbsp;Januar 1989 (neues Aktenzeichen: IV&nbsp;R&nbsp;32\/14) abzutrennen (&sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;121 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), da dies im Hinblick auf den unterschiedlichen Verfahrensausgang mit unterschiedlicher Kostenfolge zweckm&auml;&szlig;ig erscheint (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;Februar 1988 V&nbsp;B&nbsp;98\/86, BFH\/NV 1988, 724).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden begr&uuml;ndet, soweit das FG &uuml;ber die Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 vom 24.&nbsp;April 2007 entschieden hat. Insoweit ist die Vorentscheidung zwar aufzuheben (dazu unter a), die Klage gegen die zum Gegenstand des Verfahrens gewordenen Bescheide vom 21.&nbsp;Januar 2010 aber als unbegr&uuml;ndet abzuweisen (dazu unter b). Im &Uuml;brigen ist die Revision unbegr&uuml;ndet und daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen (dazu unter b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Vorentscheidung ist, soweit sie die Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 vom 24.&nbsp;April 2007 betrifft, aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat in seinem Urteil die ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 vom 24.&nbsp;April 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Januar 2008 aufgehoben, obwohl das FA unter dem 21.&nbsp;Januar 2010, w&auml;hrend des Klageverfahrens, ge&auml;nderte Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 erlassen hat. Diese erneut ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheide sind nach &sect;&nbsp;68 FGO Gegenstand des anh&auml;ngigen Verfahrens geworden (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;R&nbsp;36\/08, BFH\/NV 2011, 1361). Zwar liegen bez&uuml;glich der angefochtenen Feststellungen lediglich wiederholende Verf&uuml;gungen vor, da sich die &Auml;nderung der Gewinnfeststellungsbescheide nur auf die selbst&auml;ndig anfechtbare und hier nicht streitgegenst&auml;ndliche Feststellung der anrechenbaren K&ouml;rperschaftsteuer bezog. &sect;&nbsp;68 FGO ist aber mit R&uuml;cksicht auf den Zweck der Vorschrift auch auf wiederholende Verf&uuml;gungen anwendbar (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Mai 2010 IV&nbsp;R&nbsp;74\/07, BFHE 229, 71, BStBl II 2010, 1104, m.w.N.). Da das FG damit &uuml;ber Gewinnfeststellungsbescheide entschieden hat, die nicht mehr Verfahrensgegenstand waren, kann das Urteil keinen Bestand haben (vgl. BFH-Urteile vom 31.&nbsp;Mai 2006 II&nbsp;R&nbsp;32\/04, BFH\/NV 2006, 2232, und vom 26.&nbsp;Januar 2011 IX&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFHE 232, 463, BStBl II 2011, 540, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat entscheidet aufgrund seiner Befugnis aus den &sect;&sect;&nbsp;121 und 100 FGO auf der Grundlage der verfahrensfehlerfrei zustande gekommenen und damit nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO weiterhin bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG gleichwohl gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO insoweit in der Sache, da die &Auml;nderungsbescheide hinsichtlich des streitigen Sachverhalts keine &Auml;nderungen enthalten und die Sache spruchreif ist (vgl. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Januar 2003 IV&nbsp;R&nbsp;71\/00, BFHE 201, 269, BStBl II 2004, 43, unter I., und vom 22.&nbsp;Januar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;18\/12, BFH\/NV 2013, 1094).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Klage gegen die Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 vom 21.&nbsp;Januar 2010 wird abgewiesen. Bei Erlass der Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 war noch keine Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten, da der Ablauf der Fristen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung gehemmt war. Aus denselben Gr&uuml;nden ist die Revision hinsichtlich der &uuml;brigen angefochtenen Bescheide unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der angefochtenen Bescheide hat das FG zu Recht entschieden, dass bei deren Erlass unter dem 17. und 24.&nbsp;April 2007 noch keine Festsetzungs- bzw. Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten war, da der Ablauf der Fristen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung gehemmt war. Der Ablauf der Feststellungsverj&auml;hrung war gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;3a AO auch f&uuml;r die zum Gegenstand des Verfahrens gewordenen Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 1990 bis 1992 vom 21.&nbsp;Januar 2010 gehemmt, da die Gewinnfeststellungsbescheide f&uuml;r 1990 bis 1992 vom 24.&nbsp;April 2007 mit Einspruch und Klage angefochten worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Feststellung des Einheitswerts, die Umsatzsteuerfestsetzung, die Gewinnfeststellung und die Gewerbeverlustfeststellung sowie deren &Auml;nderung oder Aufhebung sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO f&uuml;r die gesonderte Feststellung sinngem&auml;&szlig; gilt, nicht mehr zul&auml;ssig, wenn die Festsetzungs- bzw. Feststellungsfrist abgelaufen ist. Diese betr&auml;gt nach &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO vier Jahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Ist &#8211;wie im Streitfall f&uuml;r die Umsatzsteuer, die Gewinnfeststellung und die Gewerbeverlustfeststellung&#8211; eine Steuererkl&auml;rung bzw. Feststellungserkl&auml;rung abzugeben, so beginnt die Festsetzungs- bzw. Feststellungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer- bzw. Feststellungserkl&auml;rung eingereicht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach w&auml;ren &#8211;ohne Ber&uuml;cksichtigung der streitbefangenen Ablaufhemmung&#8211; die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Umsatzsteuer 1989 und die Feststellungsfrist f&uuml;r die Gewinnfeststellung 1989 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1995, die Gewinnfeststellungsfrist f&uuml;r das Jahr 1990 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1996, f&uuml;r das Jahr 1991 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1997, f&uuml;r die Jahre 1992 und 1993 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1998 sowie f&uuml;r die Gewerbeverlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 1993 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1998 abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) In Bezug auf die gesonderte Feststellung von Einheitswerten enth&auml;lt &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO eine entsprechende Regelung f&uuml;r die Hauptfeststellungen. Danach beginnt die Frist f&uuml;r die gesonderte Feststellung von Einheitswerten mit Ablauf des Kalenderjahrs, auf dessen Beginn die Hauptfeststellung, die Fortschreibung, die Nachfeststellung oder die Aufhebung des Einheitswerts vorzunehmen ist. Ist eine Erkl&auml;rung zur gesonderten Feststellung des Einheitswerts abzugeben, beginnt die Feststellungsfrist mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Erkl&auml;rung eingereicht wird, sp&auml;testens jedoch mit Ablauf des dritten Kalenderjahrs, das auf das Kalenderjahr folgt, auf dessen Beginn die Einheitswertfeststellung vorzunehmen oder aufzuheben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall begann die Feststellungsfrist f&uuml;r den Einheitswert auf den 1.&nbsp;Januar 1993 (Hauptfeststellungszeitpunkt) danach grunds&auml;tzlich mit Ablauf des Jahres 1994, nachdem die Kl&auml;gerin am 5.&nbsp;Oktober 1994 eine Erkl&auml;rung zur Feststellung des Einheitswerts abgegeben hat, und endete &#8211;ohne Ber&uuml;cksichtigung der streitbefangenen Ablaufhemmung&#8211; mit Ablauf des Jahres 1998.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Fortschreibungen des Einheitswerts, f&uuml;r die eine Erkl&auml;rung nicht abzugeben ist, beginnt die Feststellungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO demgegen&uuml;ber grunds&auml;tzlich mit Ablauf des Kalenderjahrs, auf dessen Beginn die Fortschreibung vorzunehmen ist. Wird allerdings der Beginn der Feststellungsfrist f&uuml;r die Hauptfeststellung nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO hinausgeschoben, verschiebt sich nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO auch der Beginn der Feststellungsfrist f&uuml;r die weiteren Feststellungszeitpunkte des Hauptfeststellungszeitraums jeweils um die gleiche Zeit. Nach diesen Rechtsgrunds&auml;tzen und ohne Ber&uuml;cksichtigung der streitbefangenen Ablaufhemmung w&auml;re die Feststellungsfrist f&uuml;r die Fortschreibung des Einheitswerts auf den 1.&nbsp;Januar 1991 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1996, auf den 1.&nbsp;Januar 1992 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1997 und auf den 1.&nbsp;Januar 1994 mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1999 abgelaufen, da f&uuml;r die Hauptfeststellungszeitpunkte aufgrund der in den Jahren 1990 und 1994 abgegebenen Erkl&auml;rungen die Feststellungsfrist um ein Jahr hinausgeschoben worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Ablauf der Festsetzungs- und Feststellungsfristen war jedoch unter den im Streitfall vorliegenden Umst&auml;nden nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO aufgrund der im Jahr 1996 begonnenen Au&szlig;enpr&uuml;fung gehemmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Wird vor Ablauf der Festsetzungs- bzw. Feststellungsfrist mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen oder wird deren Beginn auf Antrag des Steuerpflichtigen hinausgeschoben, so l&auml;uft die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Steuern bzw. die Feststellungsfrist f&uuml;r die Besteuerungsgrundlagen, auf die sich die Au&szlig;enpr&uuml;fung erstreckt oder im Fall des Hinausschiebens der Au&szlig;enpr&uuml;fung erstrecken sollte, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO nicht ab, bevor die aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erlassenden Steuerbescheide bzw. Feststellungsbescheide unanfechtbar geworden sind oder nach Bekanntgabe der Mitteilung nach &sect;&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Satz 3 AO drei Monate verstrichen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung am 15.&nbsp;April 1996 wurde danach der Ablauf der Feststellungsfristen f&uuml;r die Gewinnfeststellungen 1990 bis 1993, die Einheitswertfeststellungen auf den 1.&nbsp;Januar 1991 bis 1994 und die Gewerbeverlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 1993 gehemmt, da die regul&auml;re Feststellungsfrist f&uuml;r diese Veranlagungszeitr&auml;ume noch nicht abgelaufen war. Der Ablauf der Festsetzungsfrist f&uuml;r die Umsatzsteuer 1989 und der Feststellungsfrist f&uuml;r die Gewinnfeststellung 1989, die regul&auml;r bereits mit Ablauf des Jahres 1995 endeten, wurde mit Eingang des Antrags der Kl&auml;gerin auf Verlegung der Au&szlig;enpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 AO gehemmt (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 IV&nbsp;R&nbsp;54\/07, BFHE 229, 20, BStBl II 2011, 7, m.w.N.), da die Au&szlig;enpr&uuml;fung im Jahr 1995 beginnen sollte und der Pr&uuml;fungsbeginn nur auf Veranlassung der Kl&auml;gerin in das Jahr 1996 hinausgeschoben wurde. Auch hat das FA vor Ablauf von zwei Jahren nach Eingang des Antrags mit der Pr&uuml;fung begonnen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 20, BStBl II 2011, 7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ein Ausnahmefall nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO liegt nicht vor. Die W&uuml;rdigung des FG, dass die am 15.&nbsp;April 1996 aufgenommene Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht unmittelbar nach Beginn unterbrochen worden ist, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 2 AO entf&auml;llt die Ablaufhemmung der Festsetzungs- und Feststellungsfristen, wenn eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten aus Gr&uuml;nden unterbrochen wird, die die Finanzbeh&ouml;rde zu vertreten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage, ob eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn unterbrochen worden ist, ist grunds&auml;tzlich nach den Verh&auml;ltnissen im Einzelfall zu beurteilen. Dabei sind neben dem zeitlichen Umfang der bereits durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen alle Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, die Aufschluss &uuml;ber die Gewichtigkeit der Pr&uuml;fungshandlungen vor der Unterbrechung geben. Unabh&auml;ngig vom Zeitaufwand ist eine Unterbrechung unmittelbar nach Beginn der Pr&uuml;fung dann anzunehmen, wenn der Pr&uuml;fer &uuml;ber Vorbereitungshandlungen, allgemeine Informationen &uuml;ber die betrieblichen Verh&auml;ltnisse, das Rechnungswesen und die Buchf&uuml;hrung und\/oder die Sichtung der Unterlagen des zu pr&uuml;fenden Steuerfalls bzw. ein allgemeines Aktenstudium nicht hinausgekommen ist (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Februar 2009 V&nbsp;R&nbsp;82\/07, BFHE 225, 198, BStBl II 2009, 876, m.w.N.). Eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ist danach nur dann nicht mehr unmittelbar nach Beginn unterbrochen, wenn die Pr&uuml;fungshandlungen von Umfang und Zeitaufwand gemessen an dem gesamten Pr&uuml;fungsstoff erhebliches Gewicht erreicht oder erste verwertbare Ergebnisse gezeitigt haben (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2003 VII&nbsp;R&nbsp;3\/02, BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739). Letzteres bedeutet allerdings nicht, dass die ermittelten Ergebnisse geeignet sein m&uuml;ssen, unmittelbar als Besteuerungsgrundlage Eingang in einen Steuer- oder Feststellungsbescheid zu finden; ausreichend ist vielmehr, dass Ermittlungsergebnisse vorliegen, an die bei der Wiederaufnahme der Pr&uuml;fung angekn&uuml;pft werden kann (BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;August 2011 I&nbsp;B&nbsp;9\/11, BFH\/NV 2011, 2011, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Von diesen Grunds&auml;tzen ist das FG bei seiner Entscheidung ausgegangen. Im Rahmen der Gesamtw&uuml;rdigung hat das FG die Pr&uuml;fungsdauer vor Ort und die Schreiben vom 4.&nbsp;Juni 1996 und vom 25.&nbsp;Juni 1996 ber&uuml;cksichtigt, mit denen der Au&szlig;enpr&uuml;fer Informationen und Unterlagen zu einer Vielzahl pr&uuml;fungsrelevanter Fragen angefordert hatte. Das FG gelangte dabei zu dem Ergebnis, dass der Au&szlig;enpr&uuml;fer &uuml;ber blo&szlig;e Vorbereitungsma&szlig;nahmen schon deutlich hinausgekommen war und die Pr&uuml;fungshandlungen vor Ort &#8211;gemessen am gesamten Pr&uuml;fungsstoff&#8211; auch unter Ber&uuml;cksichtigung des geringen zeitlichen Anteils an der Gesamtdauer der Au&szlig;enpr&uuml;fung schon erhebliches Gewicht erreicht hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese W&uuml;rdigung des FG ist aufgrund der tats&auml;chlichen Feststellungen, die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffen worden sind, m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze. Sie bindet den Senat daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;34\/08, BFHE 234, 1, BStBl II 2011, 787; vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;63\/09, BFHE 233, 64, BStBl II 2011, 461, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits der Umstand, dass der Pr&uuml;fer nach den Feststellungen des FG vom 15.&nbsp;April bis 24.&nbsp;Juni 1996 mit kurzen Unterbrechungen in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt hat, stellt ein gewichtiges Indiz daf&uuml;r dar, dass die Pr&uuml;fung nicht unmittelbar nach Beginn unterbrochen worden ist. Dass dieser Zeitabschnitt nur einen geringen Anteil an der Gesamtdauer der Au&szlig;enpr&uuml;fung einnimmt, &auml;ndert hieran nichts. Der Umfang der Pr&uuml;fungshandlungen ist nicht an der Gesamtdauer der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu messen, sondern im Verh&auml;ltnis zum Pr&uuml;fungsstoff zu beurteilen. Zwar kommt dabei auch dem Zeitmoment eine gewisse Bedeutung zu. Eine &#8211;absolute oder relative&#8211; zeitliche Mindestanforderung an die Dauer der Pr&uuml;fung vom Beginn bis zur Unterbrechung besteht jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 3 AO lagen bei Erlass der Bescheide vom 17. und 24.&nbsp;April 2007 nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Grunds&auml;tzlich endet die Festsetzungs- bzw. Feststellungsfrist, deren Ablauf nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO gehemmt ist, erst, wenn die aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erlassenden Steuerbescheide bzw. Feststellungsbescheide unanfechtbar geworden sind. Nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO endet die Festsetzungsfrist allerdings sp&auml;testens, wenn seit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Schlussbesprechung stattgefunden hat, oder, wenn sie unterblieben ist, seit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die letzten Ermittlungen im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung stattgefunden haben, die in &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 AO genannten Fristen verstrichen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Im Streitfall hat im Jahr 2003 eine Schlussbesprechung stattgefunden. Die Festsetzungs- bzw. Feststellungsfristen endeten danach erst mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 2007 und damit nach Erlass der Bescheide vom 17. und 24.&nbsp;April 2007.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 AO ist eine Schlussbesprechung eine Besprechung &uuml;ber das Ergebnis der Au&szlig;enpr&uuml;fung. Diese Voraussetzung erf&uuml;llen sowohl die Besprechung vom 27.&nbsp;Mai 2003 als auch die Besprechung vom 30.&nbsp;September 2003. Gegenstand beider Besprechungen war &#8211;entsprechend der Einlassung der Kl&auml;gerin&#8211; die abschlie&szlig;ende Er&ouml;rterung von Sachfragen, die sich aufgrund der Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung ergeben hatten. Zudem ist der Gegenstand einer Schlussbesprechung nicht zwingend auf materiell-rechtliche Feststellungen begrenzt. Auch Verfahrensfragen wie z.B. der Eintritt der Festsetzungs- bzw. Feststellungsverj&auml;hrung k&ouml;nnen Auswirkungen auf das Ergebnis der Au&szlig;enpr&uuml;fung haben und sind daher im Rahmen einer Schlussbesprechung zu er&ouml;rtern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dahinstehen kann, auf welche Besprechung zur Berechnung der Frist des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 3 AO abzustellen ist, da beide im selben Kalenderjahr stattgefunden haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorbehalt der Kl&auml;gerin, nur im Rahmen ihrer allgemeinen Mitwirkungspflicht an den Besprechungen teilgenommen zu haben, &auml;ndert daran nichts. Die Schlussbesprechung stellt keine Ermittlungshandlung dar, sondern dient der Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs (vgl. z.B. Sauer in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;201 Rz&nbsp;7). Dementsprechend h&auml;tte die Kl&auml;gerin auf die Durchf&uuml;hrung der Besprechungen verzichten k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Eine allgemeine Mitwirkungspflicht an einer Schlussbesprechung besteht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Auch der Einwand, dass bereits vor Durchf&uuml;hrung der Besprechungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 3 AO Festsetzungs- bzw. Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten sei, greift nicht. Denn im Streitfall liegen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Es kann dahingestellt bleiben, ob &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO &#8211;unmittelbar oder analog&#8211; angewandt werden kann, wenn vor der Schlussbesprechung innerhalb der in &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO genannten Frist keine Ermittlungen stattgefunden haben (verneinend BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Juli 2005 X&nbsp;R&nbsp;74\/01, BFH\/NV 2005, 2195). Denn im Streitfall fanden jedenfalls in den Jahren 1998 und 2002 Ermittlungshandlungen statt. Solche Ermittlungshandlungen stellten sowohl die telefonischen Anforderungen der Unterlagen vom FA A und vom FA B im Jahr 1998 als auch das Schreiben des FA an die Kl&auml;gerin vom 26.&nbsp;Juli 2002 dar. Denn diese waren nicht auf die erneute rechtliche W&uuml;rdigung bereits ermittelter Tatsachen gerichtet, sondern auf die Feststellung noch nicht bekannter Sachverhaltselemente (vgl. dazu BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2011 VIII&nbsp;R&nbsp;6\/09, BFH\/NV 2011, 1830).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und damit den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG bezogen sich die 1998 gef&uuml;hrten Telefonate mit dem FA A und mit dem FA B auf den Vorgang &quot;X-Stadt&quot; und dienten der Feststellung, ob bei der Kl&auml;gerin eine Teilwertabschreibung einer Darlehnsforderung gegen&uuml;ber der Familie Z oder einer Beteiligung an einer GbR &quot;X-Stadt&quot; in H&ouml;he von 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM vorzunehmen sei (s. dazu auch die umfangreichen Feststellungen in Tz&nbsp;13 und Tz&nbsp;15 des Betriebspr&uuml;fungsberichts). Soweit die Kl&auml;gerin hiergegen einwendet, sie sei von den Ermittlungen im Jahr 1998 nicht betroffen, steht dies nicht im Einklang mit den Feststellungen des FG. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass dem FG bei der Ermittlung des Sachverhalts revisionsrechtlich zu beachtende Fehler unterlaufen sein k&ouml;nnten, sieht der Senat nicht. Insbesondere ist dem Urteil nicht zu entnehmen, dass das FG die &Auml;u&szlig;erungen des Pr&uuml;fers in der m&uuml;ndlichen Verhandlung als Zeugenaussage gewertet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG waren die im Jahr 1998 vom Pr&uuml;fer getroffenen Ma&szlig;nahmen darauf gerichtet, &#8211;&uuml;ber die blo&szlig;e Weiterleitung von Informationen hinaus&#8211; im zu pr&uuml;fenden Fall bisher noch nicht bekannte Sachverhaltselemente von erheblichem Gewicht festzustellen, d.h. wesentliche Elemente des Besteuerungssachverhalts zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei geht das FG zu Recht davon aus, dass f&uuml;r die Annahme einer Ermittlungshandlung nicht zwingend erforderlich ist, dass diese dem Steuerpflichtigen bekanntgegeben wird. Auch Handlungen im Innendienst k&ouml;nnen Ermittlungshandlungen sein, sofern sie &#8211;wie hier&#8211; anhand der Pr&uuml;fungsakten nachvollzogen werden k&ouml;nnen. Dies ergibt sich bereits daraus, dass je nach Art und Umfang der im Einzelfall erforderlichen Ermittlungshandlungen eine sach- und zeitgerechte Durchf&uuml;hrung von Au&szlig;enpr&uuml;fungen nicht m&ouml;glich w&auml;re. Zudem ist eine (f&ouml;rmliche) Bekanntgabe nur f&uuml;r Verwaltungsakte vorgesehen (vgl. &sect;&nbsp;122 AO). In &sect;&nbsp;88 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 AO, die den Amtsermittlungsgrundsatz regeln und auch im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung gelten, findet sich eine solche Regelung nicht. Lediglich f&uuml;r einzelne Ermittlungshandlungen, wie z.B. den automatisierten Kontenabruf in &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;9 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 AO, hat der Gesetzgeber ausdr&uuml;cklich geregelt, unter welchen Voraussetzungen der Steuerpflichtige nach einem Kontenabruf zu benachrichtigen ist. W&auml;ren Ermittlungshandlungen stets zwingend bekanntzugeben, bed&uuml;rfte es dieser Vorschrift nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch aus dem BFH-Urteil in BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739 ergibt sich nichts Abweichendes. Darin hatte sich der VII.&nbsp;Senat des BFH mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Ma&szlig;nahmen die Wiederaufnahme einer nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO unterbrochenen Au&szlig;enpr&uuml;fung erfordert, und hierbei u.a. darauf abgestellt, dass nur solche Pr&uuml;fungshandlungen das Ende der Unterbrechung der Pr&uuml;fung bedeuten, die nach au&szlig;en dokumentiert oder zumindest nachvollziehbar und f&uuml;r den Steuerpflichtigen erkennbar sind. Die Erkennbarkeit der Pr&uuml;fungshandlung f&uuml;r den Steuerpflichtigen hat der BFH bei dieser Sachverhaltskonstellation aber ausschlie&szlig;lich deshalb gefordert, weil im Fall der Unterbrechung der Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten (&sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO) die Ablaufhemmung der Festsetzungsfrist erst in dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Au&szlig;enpr&uuml;fung eintritt. Schon aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit ist die Erkennbarkeit der diese Rechtsfolgen ausl&ouml;senden erneuten Pr&uuml;fungshandlungen erforderlich. Eine Unterbrechung i.S. von &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 AO liegt im Streitfall &#8211;wie dargestellt&#8211; jedoch nicht vor, so dass an die hier in Rede stehenden Ermittlungshandlungen keine unmittelbaren Rechtsfolgen gekn&uuml;pft sind, die deren Erkennbarkeit f&uuml;r den Steuerpflichtigen als notwendig erscheinen lassen (s. dazu auch nachfolgend unter (bb)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch das Schreiben vom 26.&nbsp;Juli 2002, mit dem der Pr&uuml;fer die Aufkl&auml;rung von bestimmten, den Pr&uuml;fungszeitraum betreffenden Sachverhalten und die Vorlage von Unterlagen verlangt, stellt eine Ermittlungshandlung dar. Im Allgemeinen muss davon ausgegangen werden, dass Ma&szlig;nahmen eines Au&szlig;enpr&uuml;fers zur Ermittlung eines Steuerfalls Pr&uuml;fungshandlungen sind, und zwar auch dann, wenn sie &quot;nur&quot; auf die Vorlage von Aufzeichnungen, B&uuml;chern, Gesch&auml;ftspapieren u.&auml;. gerichtet sind (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;26\/08, BFH\/NV 2009, 1405, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Allerdings handelte es sich hierbei jeweils nicht um <em>letzte<\/em> Ermittlungshandlungen i.S. des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der systematischen Parallele zur Durchf&uuml;hrung einer Schlussbesprechung, die ebenfalls nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO die Festsetzungsfrist neu in Gang setzt, ist f&uuml;r die Annahme letzter Ermittlungshandlungen im Sinne dieser Vorschrift erforderlich, dass der Zeitpunkt der betreffenden Ermittlungshandlungen im Interesse der verj&auml;hrungsrechtlichen Rechtssicherheit eindeutig feststeht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2011, 1830).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist jedoch nicht ersichtlich, dass die Ermittlungshandlungen in den Jahren 1998 und 2002 darauf gerichtet waren, die Au&szlig;enpr&uuml;fung in einem Sinne &quot;endg&uuml;ltig&quot; abzuschlie&szlig;en, dass hinsichtlich der Verj&auml;hrungsfrist eine Gleichstellung mit einer (unterbliebenen) Schlussbesprechung geboten w&auml;re. Denn es ist jeweils nicht erkennbar, dass der Besteuerungssachverhalt bereits derart ermittelt war, dass die (weiteren) Ermittlungshandlungen zur abschlie&szlig;enden Feststellung des Sachverhalts f&uuml;hren konnten. Ohne dies l&auml;sst sich in den Jahren 1998 und 2002 auch kein eindeutiger Zeitpunkt von letzten Ermittlungshandlungen i.S. des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 AO feststellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(d) Die Feststellungsfrist war auch im Zeitpunkt des Erlasses der gem&auml;&szlig; &sect; 68 FGO zum Gegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens gewordenen Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 vom 21.&nbsp;Januar 2010 noch nicht abgelaufen. Denn die Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 vom 24.&nbsp;April 2007, die, wie zuvor ausgef&uuml;hrt, innerhalb der Feststellungsfrist erlassen worden sind, sind mit der Klage, die Gegenstand der Vorentscheidung ist, angefochten worden. Die Feststellungsfrist ist daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;3a AO nicht abgelaufen, bevor &uuml;ber diese Klage unanfechtbar entschieden worden ist. Die Feststellungsfrist f&uuml;r die Gewinnfeststellungsbescheide 1990 bis 1992 war daher bis zum Abschluss des vorliegenden Revisionsverfahrens gehemmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin stand auch der Grundsatz der Verwirkung dem Erlass der angegriffenen Bescheide nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Rechtsinstitut der Verwirkung ist Ausfluss des Grundsatzes von Treu und Glauben und Anwendungsfall des Verbots widerspr&uuml;chlichen Verhaltens. Es greift ein, wenn ein Anspruchsberechtigter durch sein Verhalten beim Verpflichteten einen Vertrauenstatbestand dergestalt geschaffen hat, dass nach Ablauf einer gewissen Zeit die Geltendmachung des Anspruchs als illoyale Rechtsaus&uuml;bung empfunden werden muss. Dabei reicht ein blo&szlig;es Unt&auml;tigbleiben der Finanzbeh&ouml;rde in der Regel nicht aus, um einen Steueranspruch als verwirkt anzusehen; denn die zeitliche Grenze f&uuml;r die Festsetzung eines Steueranspruchs bilden die Verj&auml;hrungsvorschriften. Der Tatbestand der Verwirkung setzt neben dem blo&szlig;en Zeitmoment (zeitweilige Unt&auml;tigkeit des Finanzamts) einerseits ein bestimmtes Verhalten des Anspruchsberechtigten voraus, demzufolge der Verpflichtete bei objektiver Beurteilung darauf vertrauen durfte, nicht mehr in Anspruch genommen zu werden (Vertrauenstatbestand), andererseits aber auch, dass der Steuerpflichtige tats&auml;chlich auf die Nichtgeltendmachung des Anspruchs vertraut und sich hierauf eingerichtet hat (Vertrauensfolge). Der Steuerpflichtige soll davor gesch&uuml;tzt werden, erhebliche Nachteile zu erleiden, die nicht entstanden w&auml;ren, wenn das Finanzamt den Steueranspruch rechtzeitig geltend gemacht h&auml;tte (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;102\/10, BFH\/NV 2011, 1106, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Wie das FG zu Recht entschieden hat, fehlt es im Streitfall bereits an einem vertrauensbegr&uuml;ndenden Verhalten des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Unt&auml;tigkeit des Pr&uuml;fers allein vermag kein Vertrauen darauf zu begr&uuml;nden, dass das FA die Au&szlig;enpr&uuml;fung als erledigt betrachtet. In der Regel wird die Au&szlig;enpr&uuml;fung erst mit der Zusendung des Pr&uuml;fungsberichts (&sect;&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 AO) abgeschlossen (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Juli 2009 XI&nbsp;R&nbsp;64\/07, BFHE 226, 19, BStBl II 2010, 4, m.w.N.). F&uuml;hrt die Au&szlig;enpr&uuml;fung zu keiner &Auml;nderung der Besteuerungsgrundlagen, so gen&uuml;gt es gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO, wenn dies dem Steuerpflichtigen schriftlich mitgeteilt wird. Die Vorschrift enth&auml;lt lediglich eine formelle Erleichterung (vgl. Schallmoser in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;202 AO Rz&nbsp;50). Die Mitteilung nach &sect;&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO hat ebenso wie der Pr&uuml;fungsbericht Dokumentations- und Protokollfunktion. Dieser Funktion kann aus Gr&uuml;nden der Klarheit nur eine ausdr&uuml;ckliche Mitteilung gerecht werden (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;30\/09, BFH\/NV 2010, 1234). Der Steuerpflichtige kann demnach aus dem Schweigen des FA nicht ableiten, dass dieses die Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht weiter verfolgt. Dass die Unt&auml;tigkeit des FA unter Umst&auml;nden gegen interne Dienstanweisungen verst&ouml;&szlig;t, &auml;ndert hieran nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Einwendungen gegen die H&ouml;he des festgesetzten Umsatzsteueranspruchs f&uuml;r 1989, die Feststellung der Einheitswerte des Betriebsverm&ouml;gens auf den 1.&nbsp;Januar 1991 bis 1994, die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.&nbsp;Dezember 1993 und die gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb 1989 bis 1993 hat die Kl&auml;gerin weder im Verfahren vor dem FG noch im Revisionsverfahren erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2014, IV R 51\/11 Ablaufhemmung aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Anwendung des &sect; 68 FGO auf wiederholende Verf&uuml;gungen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, erzielte in den Streitjahren 1989 bis 1994 Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. 2&nbsp; Zur Ermittlung des Einheitswerts des gewerblichen Betriebs reichte die Kl&auml;gerin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-51-11-ablaufhemmung-aufgrund-einer-aussenpruefung-anwendung-des-par-68-fgo-auf-wiederholende-verfuegungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;51\/11 &#8211; Ablaufhemmung aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Anwendung des &sect; 68 FGO auf wiederholende Verf&uuml;gungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63391","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63391","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63391"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63391\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}