{"id":63400,"date":"2014-09-11T11:11:39","date_gmt":"2014-09-11T09:11:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63400"},"modified":"2014-09-11T11:11:39","modified_gmt":"2014-09-11T09:11:39","slug":"i-b-193-13-pensionszusage-und-vga-erdienenszeitraum-darlegungserfordernis-bei-nzb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-193-13-pensionszusage-und-vga-erdienenszeitraum-darlegungserfordernis-bei-nzb\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;193\/13 &#8211; Pensionszusage und vGA &#8211; Erdienenszeitraum &#8211; Darlegungserfordernis bei NZB"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.7.2014, I B 193\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Pensionszusage und vGA &#8211; Erdienenszeitraum &#8211; Darlegungserfordernis bei NZB<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin, eine GmbH, ist Rechtsnachfolgerin der im Jahr 2000 gegr&uuml;ndeten A-GmbH. Diese hatte am 4.&nbsp;Januar 2000 mit dem am &#8230;&nbsp;April 1933 geborenen X, einem Fachmann auf dem Gebiet der Hydraulik, einen Beratervertrag abgeschlossen, der X vor allem bez&uuml;glich der Akquisition, der Planung und Durchf&uuml;hrung der Projekte der A-GmbH zu Beratungsleistungen gegen ein monatliches Entgelt in H&ouml;he von &#8230; DM verpflichtete; dar&uuml;ber hinaus sah der Vertrag neben einem Wettbewerbsverbot des X monatliche Versorgungsleistungen in H&ouml;he von &#8230; EUR ab dessen Eintritt in den Ruhestand (1.&nbsp;Mai 2003) vor. Gesellschafter der A-GmbH waren neben der Ehefrau von X, zwei weitere Gesellschafter, die vor der Gr&uuml;ndung der A-GmbH ein Handelsunternehmen auf dem Gebiet der Hydraulik betrieben hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt) qualifizierte sowohl die Zuf&uuml;hrungen zu der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6a des Einkommensteuergesetzes 1997\/2002 von der A-GmbH gebildeten Pensionsr&uuml;ckstellung als auch die Versorgungsleistungen als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen. Die Klage hatte Erfolg. Die Revision wurde vom Finanzgericht (FG) nicht zugelassen (FG K&ouml;ln, Urteil vom 14.&nbsp;November&nbsp;2013&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;3244\/10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die hiergegen erhobene Beschwerde ist zu verwerfen, da sie nicht den Anforderungen an die Darlegung der in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) genannten Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Revisionszulassung gen&uuml;gt (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Unschl&uuml;ssig ist zum einen die R&uuml;ge, die Revision sei deshalb wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache sowie zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen, weil es der revisionsgerichtlichen Kl&auml;rung bed&uuml;rfe, ob die Rechtsprechung, nach der eine Versorgungszusage auch dann betrieblich veranlasst ist, wenn der hierf&uuml;r bei nicht beherrschenden Versorgungsberechtigten zu beachtende relative Erdienbarkeitszeitraum von 12&nbsp;Jahren (Zeitraum zwischen Beginn der Betriebszugeh&ouml;rigkeit und dem Eintritt in den Ruhestand; vgl. Senatsurteil vom 29.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;52\/97, BFHE 184, 487, BStBl II 1999, 318) teilweise auf T&auml;tigkeiten in einem eingebrachten Einzelunternehmen entfallen (Senatsurteil vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2000 I&nbsp;R&nbsp;40\/99, BFHE 191, 330, BStBl II 2000, 504), entsprechend der Ansicht der Vorinstanz auf den vorliegenden Sachverhalt &uuml;bertragen werden k&ouml;nne, der dadurch gekennzeichnet sei, dass X sein bisheriges Einzelunternehmen (Ingenieurb&uuml;ro) nicht der versorgungsverpflichteten A-GmbH &uuml;bertragen habe, sondern f&uuml;r diese lediglich beratend t&auml;tig gewesen sei. Der Vortrag ist bereits deshalb unsubstantiiert, weil der blo&szlig;e Hinweis der Beschwerdeschrift, es handle sich um eine bisher h&ouml;chstrichterlich noch nicht entschiedene Rechtsfrage, f&uuml;r sich genommen nicht geeignet ist, die genannten Revisionszulassungsgr&uuml;nde i.S. von &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO darzulegen (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;34, m.w.N.). Vielmehr w&auml;re es erforderlich gewesen, dass sich die Beschwerdeschrift &#8211;woran es im Streitfall erkennbar fehlt&#8211; konkret mit den die bisherige Rechtsprechung tragenden Erw&auml;gungen und den hierzu vorliegenden &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum auseinandergesetzt und &#8211;hierauf aufbauend&#8211; die grunds&auml;tzliche Bedeutung und deren Kl&auml;rungsf&auml;higkeit erl&auml;utert h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unschl&uuml;ssig ist ferner die R&uuml;ge, die Revision sei aus den vorgenannten Gr&uuml;nden deshalb zuzulassen, weil es der Kl&auml;rung bed&uuml;rfe, ob die f&uuml;r die betriebliche Veranlassung einer Versorgungszusage geltende absolute Erdienbarkeitsgrenze (H&ouml;chstzusagealter von 60&nbsp;Jahren) auch bei nicht beherrschenden Gesellschaftern zu beachten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des beschlie&szlig;enden Senats in dem Sinne zu beantworten, dass ein Unterschreiten der H&ouml;chstaltersgrenze auch dann als Indiz gegen die betriebliche Veranlassung zu werten ist, wenn der pensionsberechtigte Gesellschafter die pensionsverpflichtete Gesellschaft nicht beherrscht (vgl. Senatsurteil vom 11.&nbsp;September 2013 I&nbsp;R&nbsp;26\/12, BFH\/NV 2014, 728, mit umfangreichen Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgem&auml;&szlig; ist die Revision auch nicht allein aufgrund des Hinweises der Beschwerdeschrift zu er&ouml;ffnen, dass die Lebenserwartung in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahrzehnten gestiegen und im Streitfall die Pensionszusage X erst nach Vollendung des 66.&nbsp;Lebensjahres erteilt worden sei. Vielmehr w&auml;re es im Hinblick auf diese Gesichtspunkte notwendig gewesen, sich im Einzelnen mit den Erw&auml;gungen des vorinstanzlichen Urteils (vor allem: Pensionszusage als Gegenleistung f&uuml;r die &Uuml;berlassung des Unternehmens; Verkauf gegen Leibrente) auseinanderzusetzen, nach denen im Streitfall &#8211;trotz Nichtwahrung der indiziell wirkenden allgemeinen Erdienbarkeitsgrenzen&#8211; die Pensionszusage als fremd&uuml;blich zu werten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im &Uuml;brigen sieht der Senat von einer Begr&uuml;ndung dieses Beschlusses ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.7.2014, I B 193\/13 Pensionszusage und vGA &#8211; Erdienenszeitraum &#8211; Darlegungserfordernis bei NZB Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin, eine GmbH, ist Rechtsnachfolgerin der im Jahr 2000 gegr&uuml;ndeten A-GmbH. Diese hatte am 4.&nbsp;Januar 2000 mit dem am &#8230;&nbsp;April 1933 geborenen X, einem Fachmann auf dem Gebiet der Hydraulik, einen Beratervertrag abgeschlossen, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-193-13-pensionszusage-und-vga-erdienenszeitraum-darlegungserfordernis-bei-nzb\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;193\/13 &#8211; Pensionszusage und vGA &#8211; Erdienenszeitraum &#8211; Darlegungserfordernis bei NZB<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63400","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63400"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63400\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}