{"id":63485,"date":"2014-09-18T11:47:01","date_gmt":"2014-09-18T09:47:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63485"},"modified":"2014-09-18T11:47:01","modified_gmt":"2014-09-18T09:47:01","slug":"x-k-12-13-entschaedigungsklage-verfahrensruhe-im-ausgangsverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-k-12-13-entschaedigungsklage-verfahrensruhe-im-ausgangsverfahren\/","title":{"rendered":"X&nbsp;K&nbsp;12\/13 &#8211; Entsch&auml;digungsklage&nbsp;&nbsp;&#8211; Verfahrensruhe im Ausgangsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.6.2014, X K 12\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Entsch&auml;digungsklage&nbsp;&nbsp;&#8211; Verfahrensruhe im Ausgangsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die vom Senat entwickelten Leitlinien zur Beurteilung der Angemessenheit der Dauer finanzgerichtlicher Verfahren stehen nicht in Widerspruch zur Rechtsprechung der anderen obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Auch wenn objektiv ein Grund besteht, ein Verfahren zum Ruhen zu bringen, die Beteiligten dem Ruhen aber trotz einer entsprechenden Anfrage des FG nicht zustimmen, bleibt das FG zur Verfahrensf&ouml;rderung verpflichtet. In derartigen F&auml;llen kann jedoch bereits die Feststellung des Entsch&auml;digungsgerichts, dass die Verfahrensdauer unangemessen war, eine ausreichende Wiedergutmachung darstellen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Der Anspruch auf Geldentsch&auml;digung steht in F&auml;llen subjektiver Klageh&auml;ufung jeder an einem Gerichtsverfahren beteiligten Person einzeln zu (Anschluss an die Rechtsprechung des BVerwG). Dies gilt insbesondere f&uuml;r Klagen von Ehegatten gegen Zusammenveranlagungsbescheide.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger begehren Entsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;198 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) f&uuml;r das seit dem 18.&nbsp;Juni 2009 anh&auml;ngige und durch Urteil vom 20.&nbsp;Juni 2013, zugestellt am 3.&nbsp;Juli 2013 (Kl&auml;ger) bzw. 5.&nbsp;Juli 2013 (Finanzamt &#8211;FA&#8211;), beendete Verfahren 4&nbsp;K&nbsp;4146\/09 vor dem Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war als Angestellte bei der X-GmbH t&auml;tig gewesen. Deren alleinige Gesellschafterin, die Y-GmbH, ver&auml;u&szlig;erte mit Wirkung zum 1.&nbsp;M&auml;rz 2007 ihren Gesellschaftsanteil an der X-GmbH in H&ouml;he von 2.042.200&nbsp;EUR an die Z-AG. In einer Veranstaltung am 14.&nbsp;M&auml;rz 2007, zu der die Y-GmbH u.a. Mitarbeiter der X-GmbH eingeladen hatte, erhielten diese Schecks in unterschiedlicher H&ouml;he, die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 70.000&nbsp;EUR. In einem Begleitschreiben der Y-GmbH hie&szlig; es, es handele sich um eine Schenkung, &uuml;ber die das zust&auml;ndige Finanzamt informiert worden sei. In einer im Pressearchiv der Y-GmbH aufgefundenen Pressemitteilung &#8211;die die Kl&auml;ger als Falschmeldung bezeichnet haben&#8211; hie&szlig; es, die Y-GmbH verabschiede sich von den Mitarbeitern der X-GmbH mit einem &Uuml;berraschungsgeschenk. Zusammen mit dem Bonus f&uuml;r die erweiterte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zahle die Y-GmbH 2,8 Mio.&nbsp;EUR an die Belegschaft als au&szlig;erordentliche Anerkennung f&uuml;r die geleistete Arbeit. Dies solle als Zeichen daf&uuml;r gelten, dass deutsche Unternehmer an ihre Mitarbeiter zu denken verm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Schenkungsteuerfinanzamt vertrat zun&auml;chst die Auffassung, der Vorgang unterliege nicht der Schenkung-, sondern der Lohnsteuer, erlie&szlig; jedoch auf eine Schenkungsteuererkl&auml;rung der Kl&auml;gerin einen entsprechenden Bescheid &uuml;ber 14.904&nbsp;EUR, der bestandskr&auml;ftig wurde. Auf eine Kontrollmitteilung erlie&szlig; das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt der X-GmbH gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin am 18.&nbsp;Dezember 2007 einen Bescheid &uuml;ber die Festsetzung von Lohnsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag &uuml;ber 29.634,95&nbsp;EUR. Aussetzungsantr&auml;ge blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Antrag der Kl&auml;gerin hob das Schenkungsteuerfinanzamt den Schenkungssteuerbescheid am 29.&nbsp;Juli 2008 auf. In der am 14.&nbsp;November 2008 eingegangenen Einkommensteuererkl&auml;rung der Kl&auml;ger war in der Zeile &quot;steuerfrei erhaltene Aufwandsentsch&auml;digungen\/Einnahmen&quot; &quot;Schenkung 70.000&nbsp;EUR&quot; eingetragen. Das beklagte FA behandelte diesen Betrag als Arbeitslohn. Den Einspruch wies das FA am 10.&nbsp;Juni 2009 zur&uuml;ck. Am 18.&nbsp;Juni 2009 erhoben die Kl&auml;ger Klage, mit der sie ihre Auffassung, es habe sich um eine Schenkung gehandelt, weiter verfolgten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren wechselten die Beteiligten zun&auml;chst kontinuierlich Schrifts&auml;tze, bis die Kl&auml;ger mit Schriftsatz vom 12.&nbsp;November 2010 erkl&auml;rten, eine weitere Aufkl&auml;rung sei vom FA leider nicht zu erwarten, und fragten, wann mit m&uuml;ndlicher Verhandlung und Beweisaufnahme zu rechnen sei. Der Berichterstatter des FG teilte mit, ein Termin k&ouml;nne nicht genannt werden, da derzeit die bis 2006 eingegangenen Verfahren verhandelt w&uuml;rden. Das FG wurde zun&auml;chst nicht weiter t&auml;tig. Am 21.&nbsp;Dezember 2011 erhoben die Kl&auml;ger Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;Januar 2012 fragte das FG bei den Beteiligten an, ob einem Ruhen mit R&uuml;cksicht auf das anh&auml;ngige Revisionsverfahren VI&nbsp;R&nbsp;58\/11 zugestimmt werde. Die Kl&auml;ger lehnten dies am 14.&nbsp;Februar 2012 ab, da auf die &#8211;von demselben Bevollm&auml;chtigten vertretene&#8211; Revision VI&nbsp;R&nbsp;58\/11 der Rechtsstreit zur&uuml;ckverwiesen werden m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierauf wurde das FG zun&auml;chst wiederum nicht weiter t&auml;tig. Am 18.&nbsp;Oktober 2012 erhoben die Kl&auml;ger erneut Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 9.&nbsp;November 2012 fragte das FG mit Hinweis auf ein bereits von einem anderen Senat des FG (1 K 1102\/09) entschiedenes Parallelverfahren, gegen dessen Entscheidung Revision eingelegt worden sei, erneut, ob einem Ruhen zugestimmt werde. Die Kl&auml;ger lehnten dies am 21.&nbsp;November 2012 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wurde vorerst nicht weiter t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 9.&nbsp;April 2013 teilten die Kl&auml;ger mit, es sei ein &Auml;nderungsbescheid ergangen, und erhoben die dritte Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 10.&nbsp;Mai 2013 lud das FG zur m&uuml;ndlichen Verhandlung f&uuml;r den 20.&nbsp;Juni 2013 und wies in diesem Termin die Klage ab. Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hat der Bundesfinanzhof (BFH) durch Beschluss vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2014 VI&nbsp;B&nbsp;91\/13 (nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;) als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 15.&nbsp;November 2013 haben die Kl&auml;ger Entsch&auml;digungsklage gegen das Land Berlin erhoben. Sie r&uuml;gen, es sei eine in Geld zu entsch&auml;digende Verz&ouml;gerung von 36 Monaten eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend die durchschnittliche Verfahrensdauer finanzgerichtlicher Klagen bei 17 bis 18 Monaten liege, sei das vorliegende Verfahren erst nach &uuml;ber 48 Monaten Verfahrensdauer beendet worden, ohne dass hierf&uuml;r sachliche Gr&uuml;nde erkennbar seien. Ob die Bediensteten der Justiz hieran ein pers&ouml;nliches Verschulden treffe &#8211;wof&uuml;r nichts spreche&#8211;, sei unerheblich. Es sei Angelegenheit des Beklagten, das FG personell hinreichend auszustatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache sei bereits mit Erhebung der Klage entscheidungsreif &#8211;und nicht unschl&uuml;ssig&#8211; gewesen. Der Sachverhalt sei unstreitig gewesen, w&auml;hrend die Rechtsfrage sich auf die Frage beschr&auml;nkt habe, ob die Zahlung der 70.000&nbsp;EUR Schenkung oder Arbeitslohn war. Einer kurzfristigen Anberaumung eines Termins, ggf. mit Zeugenvernehmung, habe nichts entgegengestanden. Sp&auml;testens in der zweiten Jahresh&auml;lfte 2010 sei die Anberaumung der m&uuml;ndlichen Verhandlung angezeigt gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Verfahrensdauer von 48 Monaten m&uuml;ssten die Kl&auml;ger nicht hinnehmen. Die angemessene Dauer pro Instanz betrage etwa ein Jahr. So betrachte es auch der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte, der BFH in seinem Beschluss vom 26.&nbsp;Juli 2012 X&nbsp;S&nbsp;18\/12 (PKH) (BFH\/NV 2012, 1822) und das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt in seinem Urteil vom 25.&nbsp;Juli 2012&nbsp;&nbsp;7&nbsp;KE&nbsp;1\/11 (Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht 2012, 1637) h&auml;tten es so gesehen. Soweit der Senat in dem Zwischenurteil vom 7.&nbsp;November 2013 X&nbsp;K&nbsp;13\/12 (BFHE 243, 126, BStBl II 2014, 179) eine Phase von gut zwei Jahren bis zum Beginn konkreter Ma&szlig;nahmen, die das Verfahren einer Entscheidung zuf&uuml;hren sollen, noch f&uuml;r angemessen erachte, widerspreche dies seinen eigenen Grunds&auml;tzen &uuml;ber eine Einzelfallbetrachtung. Die Drei-Phasen-Theorie und die zweij&auml;hrige Unt&auml;tigkeit ab Eingang der Klage bes&auml;&szlig;en weder in der Finanzgerichtsordnung (FGO) noch im GVG eine Grundlage, widerspr&auml;chen dem Grundrecht aus Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 des Grundgesetzes auf Effektivit&auml;t des gerichtlichen Rechtsschutzes und auch dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;74 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend lehnten das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) wie auch das Bundessozialgericht (BSG) Orientierungs- oder Richtwerte f&uuml;r die Laufzeit verwaltungsgerichtlicher Verfahren ab (vgl. Urteile des BVerwG vom 11.&nbsp;Juli 2013&nbsp;&nbsp;5&nbsp;C&nbsp;23\/12&nbsp;D, BVerwGE 147, 146; 5&nbsp;C&nbsp;27\/12&nbsp;D, BayVBl 2014, 149; vom 27.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&nbsp;5&nbsp;C&nbsp;1\/13&nbsp;D, Buchholz 300 &sect;&nbsp;198 GVG Nr.&nbsp;3; Urteile des BSG vom 21.&nbsp;Februar 2013 B&nbsp;10&nbsp;&Uuml;G&nbsp;1\/12 KL, BSGE 113, 75, und B&nbsp;10&nbsp;&Uuml;G&nbsp;2\/12&nbsp;KL, n.v.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn der Senat an seinen Grunds&auml;tzen festhalten wolle, sei daher nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes vom 19.&nbsp;Juni 1968 (BGBl I 1968, 661), zuletzt ge&auml;ndert durch Gesetz vom 5.&nbsp;Dezember 2012 (BGBl I 2012, 2418) der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes anzurufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich seien die Kl&auml;ger nicht verpflichtet gewesen, dem Ruhen des Verfahrens zuzustimmen, da die Sachverhalte sich unterschieden h&auml;tten. Die Kl&auml;ger des m&ouml;glichen Bezugsverfahrens h&auml;tten keine Doppelbesteuerung hinzunehmen gehabt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies sei aber durch die Festsetzung von Schenkungsteuer <span style=\"text-decoration:underline\">und<\/span> Einkommensteuer auf denselben Betrag &uuml;ber Jahre hinweg bei den Kl&auml;gern der Fall gewesen. Diese Doppelbelastung ergebe sich aus dem Bescheid &uuml;ber Schenkungsteuer &uuml;ber 14.904&nbsp;EUR und dem Bescheid &uuml;ber die Festsetzung von Lohnsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag &uuml;ber 29.634,95&nbsp;EUR. Damit sei die Schenkung insgesamt mit 44.538,95&nbsp;EUR tats&auml;chlich besteuert worden. Die Kl&auml;ger h&auml;tten in jedem Fall die gesetzliche Zinsbelastung auf den Mehrbetrag in H&ouml;he von 14.904&nbsp;EUR zu erleiden gehabt, obwohl allen Beh&ouml;rden klar gewesen sei, dass die doppelte Besteuerung rechtswidrig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>1. den Beklagten zu verurteilen, an den Kl&auml;ger und die Kl&auml;gerin wegen &uuml;berlanger Dauer des zum Az. 4&nbsp;K&nbsp;4146\/09 beim FG Berlin-Brandenburg durchgef&uuml;hrten Klageverfahren jeweils pro Kl&auml;ger eine Entsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 GVG in H&ouml;he von 3.600&nbsp;EUR, somit in H&ouml;he von 7.200&nbsp;EUR, jeweils nebst Zinsen in H&ouml;he von f&uuml;nf Prozentpunkten &uuml;ber dem Basiszinssatz nach der Vorschrift des &sect;&nbsp;247 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) auf diese Entsch&auml;digung seit Rechtsh&auml;ngigkeit zu zahlen,<br \/>lediglich hilfsweise,<br \/>den Beklagten zu verurteilen, an den Kl&auml;ger und die Kl&auml;gerin wegen &uuml;berlanger Dauer des zum Az. 4&nbsp;K&nbsp;4146\/09 beim FG Berlin-Brandenburg durchgef&uuml;hrten Klageverfahrens eine Entsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 GVG in H&ouml;he von 3.576,96&nbsp;EUR nebst Zinsen in H&ouml;he von f&uuml;nf Prozentpunkten &uuml;ber dem Basiszinssatz nach &sect; 247 BGB auf diese Entsch&auml;digung seit Rechtsh&auml;ngigkeit zu zahlen.<\/p>\n<p>2. Im weiteren wird ausdr&uuml;cklich beantragt,<br \/>dieses Klageverfahren nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtsh&ouml;fe (RsprEinhG) vom 19.&nbsp;Juni 1968 (BGBl I 661), zuletzt ge&auml;ndert durch Gesetz vom 5.&nbsp;Dezember 2012 (BGBl I, 2418) auszusetzen und nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 RsprEinhG, zuletzt ge&auml;ndert durch Gesetz vom 5.&nbsp;Dezember 2012 (BGBl I, 2418) den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes anzurufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte beantragt Klageabweisung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Drei-Phasen-Modell des Senats h&auml;tte das FG im Herbst 2011 in die dritte Phase des Verfahrensablaufs eintreten m&uuml;ssen. Zu diesem Zeitpunkt seien eine weitere Bearbeitung und insbesondere eine Entscheidung des Streitfalls aber nicht sachdienlich gewesen. Bereits mit Urteil vom 21.&nbsp;Juni 2011 habe das FG D&uuml;sseldorf eine Klage zu einem identischen Sachverhalt abgewiesen (8 K 2652\/09 E, Betriebs-Berater 2011, 2005). Auf Nichtzulassungsbeschwerde sei die Revision zugelassen worden (VI&nbsp;R&nbsp;58\/11). Der Bevollm&auml;chtigte habe es abgelehnt, das Verfahren zum Ruhen zu bringen, obwohl es auf die Einvernahme von Zeugen nicht angekommen sei, wie der BFH mit Urteil vom 28.&nbsp;Februar 2013 VI&nbsp;R&nbsp;58\/11 (BFHE 240, 345, BStBl II 2013, 642) best&auml;tigt habe. Dies habe auf der Hand gelegen, weil es sich bei der Frage, ob die Zuwendungen Arbeitslohn waren, um eine reine Rechtsfrage handelte. Der Bevollm&auml;chtigte h&auml;tte daher im Interesse der Kl&auml;ger auf den Vorschlag des FG eingehen und der Verfahrensruhe zustimmen m&uuml;ssen, um diese nicht in weitere Kosten zu treiben. Dieses Verhalten sei auch im Rahmen des hiesigen Verfahrens zu w&uuml;rdigen und f&uuml;hre zu einer Versagung des Entsch&auml;digungsanspruchs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte das Gericht hingegen einen Entsch&auml;digungsanspruch dem Grunde nach bejahen, sei f&uuml;r die Wiedergutmachung die Feststellung ausreichend, dass das Verfahren verz&ouml;gert gewesen sei, und zwar ohne Zuerkennung eines Geldbetrages. Nach der BTDrucks 17\/3802, 20 k&ouml;nne die Feststellung der Unangemessenheit der Verfahrensdauer zur Wiedergutmachung ausreichen, wenn das Verfahren f&uuml;r den Entsch&auml;digungskl&auml;ger keine besondere Bedeutung hatte, er durch sein Verhalten erheblich zur Verz&ouml;gerung beigetragen habe oder der Beklagte darlege, dass der Entsch&auml;digungskl&auml;ger abgesehen von der &Uuml;berl&auml;nge des Verfahrens keinen weitergehenden immateriellen Schaden erlitten habe. Gleiches m&uuml;sse auch gelten, wenn der Kl&auml;ger kein besonderes Interesse an einer schnellen Entscheidung des Gerichts haben k&ouml;nne. Das sei hier angesichts des laufenden Revisionsverfahrens VI&nbsp;R&nbsp;58\/11 der Fall gewesen, da es im Interesse der Kl&auml;ger gewesen w&auml;re, den Ausgang des Verfahrens abzuwarten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen habe ein Verfahren auch dann keine besondere Bedeutung f&uuml;r den Kl&auml;ger, wenn die Klage bereits auf der Grundlage der eingereichten Klagebegr&uuml;ndung erkennbar unbegr&uuml;ndet (unschl&uuml;ssig) sei (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;April 2013 X&nbsp;K&nbsp;3\/12, BFHE 240, 516, BStBl II 2013, 547). Dies sei hier der Fall gewesen, was sich sowohl aus dem Urteil des IV.&nbsp;Senats als auch aus der Entscheidung des BFH im Verfahren VI&nbsp;R&nbsp;58\/11 ergebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Klage ist teilweise begr&uuml;ndet. Nach den Ma&szlig;st&auml;ben des Senats, an denen er festh&auml;lt (dazu unten 1.), war die Dauer des Ausgangsverfahrens im Umfang von 19 Monaten unangemessen (dazu unten 2.), von denen aber lediglich f&uuml;r einen Zeitraum von sechs Monaten Entsch&auml;digung zu zahlen ist (dazu unten 3.). Hierauf hat jeder der Kl&auml;ger einen Anspruch (dazu unten 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Entsch&auml;digungsanspruch nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GVG setzt u.a. die unangemessene Dauer des Gerichtsverfahrens voraus. Die Angemessenheit der Verfahrensdauer richtet sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GVG nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles, insbesondere nach der Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens und nach dem Verhalten der Verfahrensbeteiligten und Dritter. F&uuml;r die weiteren Grunds&auml;tze und Einzelheiten einschlie&szlig;lich der Aufteilung des typischen finanzgerichtlichen Verfahrens in drei Phasen nimmt der Senat auf seine Urteile in BFHE 243, 126, BStBl II 2014, 179 (unter II.2.a bis c), vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2014 X&nbsp;K&nbsp;4\/13 (BFH\/NV 2014, 1050), und vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 X&nbsp;K&nbsp;3\/13 (BFH\/NV 2014, 1053) sowie X&nbsp;K&nbsp;8\/13 (BFHE 244, 521) Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung steht zu derjenigen des BVerwG und des BSG nicht in Widerspruch, so dass kein Anlass zu einer Anrufung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes besteht. Hinsichtlich des &#8211;bereits im Sachverhalt nicht vergleichbaren&#8211; Urteils des BVerwG in BayVBl 2014, 149 verweist der Senat auf sein Urteil in BFH\/NV 2014, 1053. Das Urteil des BVerwG in Buchholz 300 &sect;&nbsp;198 GVG Nr.&nbsp;3 betrifft den ebenfalls nicht vergleichbaren Fall eines Berufungszulassungsverfahrens, das insgesamt fast drei Jahre gedauert hatte, das Urteil des BSG in BSGE 113, 75 sowie die Parallelentscheidung hierzu (B&nbsp;10&nbsp;&Uuml;G&nbsp;2\/12&nbsp;KL, n.v.) ein Verfahren betreffend eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerwG hat in seinem Urteil in BVerwGE 147, 146 (unter II.1.b aa (1) und (2)) ausgef&uuml;hrt, der Einzelfall sei ma&szlig;gebend und Grenzwerte verb&ouml;ten sich. Auch zu diesen Aussagen setzt sich der Senat nicht in Widerspruch. Zum einen hat der Senat im Einklang mit dem BVerwG der Einzelfallbetrachtung Vorrang vor der aus den typischen drei Phasen des finanzgerichtlichen Verfahrens abgeleiteten Vermutungsregel einger&auml;umt. Zum anderen hat das BVerwG seine Zur&uuml;ckhaltung gegen&uuml;ber Orientierungs- und Richtwerten nicht zuletzt mit der Vielgestaltigkeit verwaltungsgerichtlicher Verfahren begr&uuml;ndet, die in dieser Form in der Finanzgerichtsbarkeit nicht existiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Dauer des Ausgangsverfahrens war im Umfang von 19 Monaten unangemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Anwendung der in &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GVG nach Art von Regelbeispielen genannten Kriterien bietet kein eindeutiges Bild. Die Schwierigkeit des Verfahrens war jedenfalls nicht unterdurchschnittlich, w&auml;hrend seine Bedeutung angesichts der Steuerbelastung der Kl&auml;ger verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hoch erscheint. Allerdings hat das kl&auml;gerische Vorbringen mit seinen &#8211;unerheblichen&#8211; Beweisantritten den Rechtsstreit f&uuml;r das FG komplexer erscheinen lassen als er tats&auml;chlich war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Betrachtung des konkreten Verfahrensablaufs zeigt eine Verz&ouml;gerung von insgesamt 19 Monaten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die erste Phase war im Oktober\/November 2010 beendet, als alle Beteiligten davon ausgingen, die Sache sei ausgeschrieben. Das FG h&auml;tte gut zwei Jahre nach Eingang der Klage und damit im Juli 2011 mit der Bearbeitung des Verfahrens beginnen m&uuml;ssen. Daran fehlte es. Stattdessen hat es auf die Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge hin erst Ende Januar 2012 angefragt, ob das Ruhen des Verfahrens beantragt werde, das die Kl&auml;ger im Februar 2012 ablehnten. F&uuml;r den Zeitraum von Juli 2011 bis Dezember 2011 (sechs Monate) ist das Verfahren daher als verz&ouml;gert zu betrachten. Die Zeit, die das FG f&uuml;r die Anfrage selbst aufgewandt hat, ist hingegen nicht einzubeziehen, da die Anfrage als solche ohne Weiteres sachgerecht, sogar naheliegend war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nachdem die Kl&auml;ger das Ruhen abgelehnt hatten, h&auml;tte das FG das Verfahren weiter betreiben m&uuml;ssen. Daran fehlte es wiederum, so dass das Verfahren weiter von M&auml;rz 2012 bis Oktober 2012 und damit f&uuml;r weitere acht Monate als verz&ouml;gert anzusehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Beklagte meint, die fehlende Zustimmung des Bevollm&auml;chtigten habe den Interessen der Mandanten widersprochen und f&uuml;hre so zum Anspruchsausschluss, vermag der Senat dem nicht zu folgen. Die Verfahrensruhe nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;251 der Zivilprozessordnung setzt ausdr&uuml;cklich entsprechende Antr&auml;ge der Beteiligten voraus. Die Annahme, die Versagung der Zustimmung sei nicht mit Wissen und Wollen der Kl&auml;ger als Mandanten erfolgt, ist spekulativ und kann nicht unterstellt werden. Wenn das FG befugt w&auml;re, ein Verfahren trotz fehlender Zustimmung eines der Beteiligten zum f&ouml;rmlichen Ruhen so lange nicht zu f&ouml;rdern, wie der Ruhensgrund besteht, unterliefe dies die gesetzgeberische Entscheidung, die Verfahrensruhe &#8211;anders als die Aussetzung nach &sect;&nbsp;74 FGO&#8211; an die Antr&auml;ge der Beteiligten zu kn&uuml;pfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Hingegen muss die erneute Ruhensanfrage des FG im November 2012 wiederum als zweckm&auml;&szlig;ige Verfahrensf&ouml;rderung betrachtet werden, so dass der November 2012 nicht in die Zeitspanne der Verz&ouml;gerung einzubeziehen ist. Auch wenn die Kl&auml;ger zuvor bereits das Ruhen abgelehnt hatten, war nicht auszuschlie&szlig;en, dass sie in Bezug auf ein anderes Verfahren eine andere Entscheidung treffen w&uuml;rden. Es entsprach daher den Grunds&auml;tzen ordnungsgem&auml;&szlig;er Verfahrensf&ouml;rderung, wenn das FG hiernach wenigstens fragte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Anschlie&szlig;end hat das FG das Verfahren allerdings wiederum von Dezember 2012 bis April 2013 und damit f&uuml;r weitere f&uuml;nf Monate nicht gef&ouml;rdert, bis es am 10.&nbsp;Mai 2013 zur zeitnahen m&uuml;ndlichen Verhandlung lud.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von diesen 19 Monaten ist lediglich f&uuml;r einen Zeitraum von sechs Monaten Entsch&auml;digung zu zahlen, w&auml;hrend f&uuml;r die verbliebene Zeit von 13 Monaten die Feststellung, dass die Verfahrensdauer unangemessen ist, ausreichende Wiedergutmachung ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Beteiligten auf entsprechende Anfrage des FG einem Ruhen des Verfahrens mit R&uuml;cksicht auf ein bei dem BFH anh&auml;ngiges Revisionsverfahren in einer parallelen Angelegenheit zwar nicht zustimmen, wohl aber objektiv ein Grund vorliegt, ein Verfahren zum Ruhen zu bringen und gleichzeitig f&uuml;r die fehlende Zustimmung keine Gr&uuml;nde erkennbar sind, kann vorbehaltlich besonderer Umst&auml;nde des Einzelfalls im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass f&uuml;r die Verfahrensverz&ouml;gerung in dieser Zeitspanne keine Entsch&auml;digung in Geld zu gew&auml;hren ist, vielmehr nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1&nbsp;GVG die Feststellung des Entsch&auml;digungsgerichts, dass die Verfahrensdauer unangemessen war, ausreichend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dieser Konstellation ist ohnehin damit zu rechnen, dass das Verfahren wenigstens diejenige (zus&auml;tzliche) Zeitspanne in Anspruch nimmt, f&uuml;r die der Ruhensgrund besteht. Gleich wie das FG entscheidet, so hat es im Regelfall die Revision zuzulassen, die wiederum im Regelfall auch eingelegt werden d&uuml;rfte. Beide Beteiligten schweben in Ungewissheit &uuml;ber den Ausgang des anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens und werden sich der M&ouml;glichkeit, dass dieses Verfahrens zu ihren Gunsten ausgeht, nicht begeben. Die Verz&ouml;gerung, der sie bei fehlender Zustimmung zum Ruhen in der ersten Instanz auszuweichen suchen, wird daher lediglich auf die n&auml;chste Instanz verlagert, aber nicht endg&uuml;ltig vermieden. Vor diesem Hintergrund ist die pers&ouml;nliche Betroffenheit durch die Verz&ouml;gerung deutlich geringer als in einer Verfahrenssituation, in der ein solcher Ruhensgrund nicht besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) So verh&auml;lt es sich im Streitfall f&uuml;r einen Zeitraum von 13&nbsp;Monaten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Verfahren VI&nbsp;R&nbsp;58\/11, in dem es ebenfalls um die Konkurrenz zwischen Arbeitslohn und Schenkung ging, war ein Parallelfall, der die Verfahrensruhe vom Zeitpunkt der Anfrage des FG im Januar 2012 bis zum Zeitpunkt der Entscheidung vom 28.&nbsp;Februar 2013 bzw. der darauf folgenden Ver&ouml;ffentlichung gerechtfertigt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei dem auf das Verfahren 1&nbsp;K&nbsp;1102\/09 (entschieden durch Urteil vom 1.&nbsp;August 2012, Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 118) folgenden Revisionsverfahren VI&nbsp;R&nbsp;57\/12, auf das sich die zweite Ruhensanfrage bezog, handelte es sich ebenfalls um ein Parallelverfahren. Dieses Revisionsverfahren ist bis heute anh&auml;ngig (weiteres noch anh&auml;ngiges Parallelverfahren VI&nbsp;R&nbsp;58\/12) und h&auml;tte damit die Verfahrensruhe vom Zeitpunkt der Anfrage bis heute gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit war in der gesamten Zeit von der ersten Ruhensanfrage im Januar 2012 bis zur Entscheidung &uuml;ber die Klage ein Ruhensgrund vorhanden. Dies betrifft die Verz&ouml;gerungszeiten von acht und f&uuml;nf Monaten (s.o. 2.b bb und dd) und damit insgesamt einen Zeitraum von 13 Monaten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit sich die Kl&auml;ger darauf berufen, durch Schenkungsteuer und Einkommensteuer f&uuml;r die Zeit des Verfahrens doppelt belastet worden zu sein, rechtfertigt dies keine andere Beurteilung. Weder ist deswegen davon auszugehen, dass das anh&auml;ngige Revisionsverfahren kein Parallelverfahren war, noch handelt es sich sonst um einen besonderen Umstand des Einzelfalls, der die Feststellung ausnahmsweise nicht ausreichend erscheinen lie&szlig;e, denn der Einwand der Kl&auml;ger ist im sachlichen Ausgangspunkt unrichtig. Die Kl&auml;ger &uuml;bersehen, dass das Schenkungsteuerfinanzamt nach den Feststellungen des FG den Schenkungsteuerbescheid auf ihren Antrag unverz&uuml;glich aufgehoben hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Andere Umst&auml;nde, die eine abweichende Beurteilung rechtfertigen k&ouml;nnten, sind nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. F&uuml;r die Zeitspanne von Juli bis Dezember 2011 existieren indes keine Besonderheiten, so dass insoweit Entsch&auml;digung in Geld nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 GVG nach Monaten und damit f&uuml;r sechs Monate in H&ouml;he von insgesamt 600&nbsp;EUR zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist diese Entsch&auml;digung jedem der Kl&auml;ger f&uuml;r sich zu zahlen. Der Anspruch auf Entsch&auml;digung des immateriellen Nachteils ist ein personenbezogener Anspruch. Dies ergibt sich bereits aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz 1 GVG. Er ist als ein Jedermann-Recht konzipiert und steht in F&auml;llen einer subjektiven Klageh&auml;ufung jeder am Gerichtsverfahren beteiligten Person einzeln zu (weiterf&uuml;hrend: BVerwG-Urteil in Buchholz 300 &sect;&nbsp;198 GVG Nr.&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;4 GVG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit den Kl&auml;gern Entsch&auml;digung von insgesamt 1.200&nbsp;EUR zuzusprechen ist, haben sie obsiegt. Dies entspricht einem Anteil von 16,67&nbsp;% des gesamten Antrags, so dass insoweit der Beklagte die Kosten tr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die restlichen Kosten von 83,33&nbsp;% entfallen auf den verbleibenden Zeitraum von 30 Monaten (geltend gemachte 36&nbsp;Monate abz&uuml;glich der sechs Monate, f&uuml;r die eine Entsch&auml;digung in Geld zu zahlen ist).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich eines anteiligen Zeitraums von 17 Monaten unterliegen die Kl&auml;ger in vollem Umfang. Auf diesen Zeitraum entfallen 47,22&nbsp;% der Gesamtkosten (17 Monate\/30 Monate * 83,33&nbsp;%).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des verbliebenen anteiligen Zeitraums von 13 Monaten sind die Kosten nach dem Verh&auml;ltnis des Obsiegens und Unterliegens verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig zu teilen. Der Senat ist in seinem Urteil in BFHE 240, 516, BStBl II 2013, 547 (unter III.8.) davon ausgegangen, dass in einem Fall, in dem zwar die Unangemessenheit der Verfahrensdauer, nicht aber Entsch&auml;digung in Geld auszusprechen war, eine Kostenquote von 75&nbsp;% (Beklagter) zu 25&nbsp;% (Kl&auml;ger) billigem Ermessen entspricht. Der vorliegende Fall weist keine Besonderheiten auf, die eine Abweichung rechtfertigen k&ouml;nnten. Auf diesen Zeitraum entfallen die verbliebenen 36,11&nbsp;% der Gesamtkosten (13 Monate\/30 Monate * 83,33&nbsp;%). Diese sind nach dem vorgenannten Ma&szlig;stab in der Weise zu verteilen, dass die Kl&auml;ger 9,03&nbsp;%, der Beklagte 27,08&nbsp;% der Kosten tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insgesamt entf&auml;llt demnach auf den Beklagten ein Kostenanteil von 16,67&nbsp;% + 27,08&nbsp;% = 43,75&nbsp;%, auf die Kl&auml;ger ein Kostenanteil von 47,22&nbsp;% + 9,03&nbsp;% = 56,25&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.6.2014, X K 12\/13 Entsch&auml;digungsklage&nbsp;&nbsp;&#8211; Verfahrensruhe im Ausgangsverfahren Leits&auml;tze 1. Die vom Senat entwickelten Leitlinien zur Beurteilung der Angemessenheit der Dauer finanzgerichtlicher Verfahren stehen nicht in Widerspruch zur Rechtsprechung der anderen obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes. 2. Auch wenn objektiv ein Grund besteht, ein Verfahren zum Ruhen zu bringen, die Beteiligten dem Ruhen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-k-12-13-entschaedigungsklage-verfahrensruhe-im-ausgangsverfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;K&nbsp;12\/13 &#8211; Entsch&auml;digungsklage&nbsp;&nbsp;&#8211; Verfahrensruhe im Ausgangsverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63485","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63485\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}