{"id":63554,"date":"2014-09-24T12:06:03","date_gmt":"2014-09-24T10:06:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63554"},"modified":"2014-09-24T12:06:03","modified_gmt":"2014-09-24T10:06:03","slug":"x-b-174-13-terminsverlegungsantrag-bei-fehlender-anordnung-des-persoenlichen-erscheinens-eines-beteiligten-informationspflichten-des-finanzamtes-im-zusammenhang-mit-der-kassenbuchfuehrung-verfahrensma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-174-13-terminsverlegungsantrag-bei-fehlender-anordnung-des-persoenlichen-erscheinens-eines-beteiligten-informationspflichten-des-finanzamtes-im-zusammenhang-mit-der-kassenbuchfuehrung-verfahrensma\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;174\/13 &#8211; Terminsverlegungsantrag bei fehlender Anordnung des pers&ouml;nlichen Erscheinens eines Beteiligten; Informationspflichten des Finanzamtes im Zusammenhang mit der Kassenbuchf&uuml;hrung; Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.8.2014, X B 174\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Terminsverlegungsantrag bei fehlender Anordnung des pers&ouml;nlichen Erscheinens eines Beteiligten; Informationspflichten des Finanzamtes im Zusammenhang mit der Kassenbuchf&uuml;hrung; Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) werden im Streitjahr 2006 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. In allen Streitjahren betrieb der Kl&auml;ger ein Einzelunternehmen (Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund einer steuerlichen Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre erfolgten Hinzusch&auml;tzungen, da die Buchf&uuml;hrung des Kl&auml;gers nicht ordnungsgem&auml;&szlig; war. Dieser hatte keine Kassenaufzeichnungen vorgenommen und Erl&ouml;se &uuml;ber Entnahmen sowie Aufwendungen &uuml;ber Einlagen gebucht. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sch&auml;tzte unter Ber&uuml;cksichtigung eines Rohgewinnaufschlagsatzes von 15&nbsp;% ausgehend vom Mindestrohgewinnaufschlagsatz aus der Richtsatzsammlung des Bundesministers der Finanzen f&uuml;r den Kfz-Einzelhandel Erl&ouml;se hinzu. Der Kl&auml;ger hatte zuvor die Begrenzung der Hinzusch&auml;tzungen auf 10&nbsp;% beantragt, sich im Einspruchs- und Klageverfahren aber gegen eine Hinzusch&auml;tzung an sich gewandt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren ist der Prozessbevollm&auml;chtigte zum Er&ouml;rterungstermin am 14.&nbsp;Mai 2013 geladen worden. Das pers&ouml;nliche Erscheinen der Kl&auml;ger ist nicht angeordnet worden. Im Er&ouml;rterungstermin, in dem die Sach- und Rechtslage er&ouml;rtert und der kurzfristig unterbrochen wurde, um &#8211;allerdings vergeblich&#8211; den Kl&auml;ger telefonisch zu erreichen, erkl&auml;rten die Beteiligten den Rechtsstreit in der Hauptsache f&uuml;r erledigt. Der Prozessbevollm&auml;chtigte behielt sich vor, die Erledigungserkl&auml;rung zu widerrufen, was auch innerhalb der vereinbarten Frist geschah.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gericht beraumte daraufhin einen Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung auf den 1.&nbsp;Juli 2013 an. Das pers&ouml;nliche Erscheinen der Kl&auml;ger wurde nicht angeordnet. Dennoch verlegte das Gericht diesen Termin auf Bitten des Prozessbevollm&auml;chtigten nach telefonischer Vereinbarung auf den 31.&nbsp;Juli 2013, weil der Kl&auml;ger aufgrund einer zuvor gebuchten Reise am 1.&nbsp;Juli 2013 verhindert gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 23.&nbsp;Juli 2013 bat der Prozessbevollm&auml;chtigte um erneute Verlegung des Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung, da der Kl&auml;ger zu seiner schwer kranken Mutter nach X (Asien) fliegen m&uuml;sse. Das Finanzgericht (FG) lehnte dies ab und begr&uuml;ndete dies damit, dass der Kl&auml;ger nicht pers&ouml;nlich zur m&uuml;ndlichen Verhandlung geladen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung wies der Einzelrichter die Klage nach Er&ouml;rterung der Sach- und Rechtslage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machen Verfahrensm&auml;ngel geltend. So sei das rechtliche Geh&ouml;r verletzt worden, weil eine weitere Terminsverlegung nicht gew&auml;hrt worden sei. Auch habe das FA den Kl&auml;ger zu Beginn seiner T&auml;tigkeit nicht in ausreichender Form &uuml;ber die Art und Weise der Aufzeichnung der Bargesch&auml;fte informiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde der Kl&auml;ger ist zumindest unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die vom Kl&auml;ger behaupteten Verfahrensm&auml;ngel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat den Anspruch des Kl&auml;gers auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;, &sect;&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2, 76 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht verletzt. Es konnte ohne erneute Verlegung des Termins der m&uuml;ndlichen Verhandlung entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) wird eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r angenommen, wenn einem Antrag auf Verlegung der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht stattgegeben wird, obwohl erhebliche Gr&uuml;nde i.S. des &sect;&nbsp;227 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung vorliegen und glaubhaft gemacht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Solche Gr&uuml;nde liegen nicht vor, wenn bei fehlender Anordnung des pers&ouml;nlichen Erscheinens eines Kl&auml;gers einem Terminsverlegungsantrag vom FG nicht entsprochen wird. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO steht die Anordnung des pers&ouml;nlichen Erscheinens eines Beteiligten im Ermessen des Gerichts. Die Nichtanordnung des pers&ouml;nlichen Erscheinens ist nicht als wesentlicher Verfahrensmangel anzusehen (vgl. nur Gr&auml;ber\/Koch, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;80 Rz&nbsp;4, m.w.N.). Vielmehr macht dies die insoweit ma&szlig;gebliche Auffassung des FG deutlich, das pers&ouml;nliche Erscheinen des Kl&auml;gers sei zur weiteren Sachverhaltsaufkl&auml;rung nicht erforderlich (vgl. auch BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;April 2010 VII&nbsp;B&nbsp;84\/09, BFH\/NV 2010, 1637).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes ergibt sich im vorliegenden Fall auch nicht deshalb, weil das FG einem ersten Terminsverlegungsantrag des Prozessvertreters zugestimmt hatte, bei dem dieser auf die urlaubsbedingte Abwesenheit des Kl&auml;gers verwiesen hatte. Schlie&szlig;lich ordnete das FG auch bei der zweiten Ladung zur m&uuml;ndlichen Verhandlung das pers&ouml;nliche Erscheinen des Kl&auml;gers nicht an und brachte damit erneut seine ma&szlig;gebliche Auffassung insoweit zum Ausdruck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Somit konnte das FG aufgrund m&uuml;ndlicher Verhandlung entscheiden, obwohl der Kl&auml;ger nicht erschienen war. Im Streitfall war der Kl&auml;ger durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten vertreten. Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte selbst im Falle einer Anordnung nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO eine Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs nur dann vorliegen, wenn das FG das Ausbleiben als Verletzung der Mitwirkungspflicht angesehen und die Klageabweisung gerade darauf gest&uuml;tzt h&auml;tte (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Juni 2008 VII&nbsp;S&nbsp;66\/07 (PKH), BFH\/NV 2008, 1853). Dies liegt hier offensichtlich nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aufgrund der Er&ouml;rterung der rechtlichen und tats&auml;chlichen Gesichtspunkte im Er&ouml;rterungstermin vom 14.&nbsp;Mai 2013 und in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 31.&nbsp;Juli 2013 liegt auch keine &Uuml;berraschungsentscheidung und damit auch unter diesem Gesichtspunkt keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl&auml;ger einen Verfahrensfehler darin sehen wollen, dass das FA den Kl&auml;ger nicht zu Beginn seiner T&auml;tigkeit &uuml;ber die Notwendigkeit der t&auml;glichen Kassenaufzeichnung und die sich hieraus ergebenden Folgen f&uuml;r die Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit der Buchf&uuml;hrung informiert habe, liegt ebenfalls kein Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zum einen scheitert dies bereits daran, dass solche Verfahrensm&auml;ngel nur Verst&ouml;&szlig;e des FG gegen Vorschriften des Gerichtsverfahrensrechts sind; Fehler des FA im Besteuerungsverfahren oder im au&szlig;ergerichtlichen Vorverfahren fallen grunds&auml;tzlich nicht darunter (z.B. Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;September 2011 X&nbsp;B&nbsp;144\/10, BFH\/NV 2012, 3, m.w.N.). Die fehlerhafte Beurteilung von Vorschriften der Abgabenordnung (AO) und anderer das Besteuerungsverfahren regelnder Vorschriften sind deshalb aus der Sicht der Revisionsinstanz keine Verfahrens-, sondern lediglich materiell-rechtliche M&auml;ngel (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;77; vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Januar 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;45\/05, BFH\/NV 2006, 961).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zum anderen besteht eine solche Informationsverpflichtung f&uuml;r das FA nicht. Die Buchf&uuml;hrungs- und Aufzeichnungspflichten und damit auch die grunds&auml;tzliche Pflicht zum t&auml;glichen Festhalten der Kasseneinnahmen und -ausgaben (&sect;&nbsp;146 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO) sind eigenst&auml;ndige &ouml;ffentlich-rechtliche Pflichten des Steuerpflichtigen, die unmittelbar kraft Gesetzes bestehen (Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, Vorbemerkungen zu &sect;&sect;&nbsp;140 bis 148 AO Rz&nbsp;4, m.w.N.). Es ist deshalb allein Aufgabe des Steuerpflichtigen, sich &uuml;ber seine insoweit bestehenden Pflichten zu informieren bzw. sich der Hilfe sachkundiger Dritter zu bedienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.8.2014, X B 174\/13 Terminsverlegungsantrag bei fehlender Anordnung des pers&ouml;nlichen Erscheinens eines Beteiligten; Informationspflichten des Finanzamtes im Zusammenhang mit der Kassenbuchf&uuml;hrung; Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) werden im Streitjahr 2006 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. 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