{"id":63596,"date":"2014-10-06T11:17:41","date_gmt":"2014-10-06T09:17:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63596"},"modified":"2014-10-06T11:17:41","modified_gmt":"2014-10-06T09:17:41","slug":"v-r-9-13-umsaetze-aus-der-taetigkeit-als-versicherungsmakler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-9-13-umsaetze-aus-der-taetigkeit-als-versicherungsmakler\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;9\/13 &#8211; Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.7.2014, V R 9\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Ums&auml;tze aus der entgeltlichen Weitergabe von Versicherungsbest&auml;tigungskarten nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;10 oder Nr.&nbsp;11 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) steuerfrei sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine 100&nbsp;%ige Tochtergesellschaft der F-AG, die u.a. Kraftfahrzeugkennzeichen herstellt und vertreibt. Der Vertrieb erfolgt &uuml;ber eigene und fremde Pr&auml;gestellen, die sich zumeist in der N&auml;he von Kraftfahrzeugzulassungsstellen befinden. Die Kl&auml;gerin betreibt ebenfalls einen Handel mit Kraftfahrzeugschildern. Den Gro&szlig;teil ihrer Ums&auml;tze f&uuml;hrte sie in den Streitjahren (2004 bis 2008) aus, indem sie Versicherungsbest&auml;tigungskarten (sog. Deckungskarten) verkaufte. Die Kl&auml;gerin war in eine Leistungskette eingeschaltet, deren Ziel es war, den Endabnehmern den gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungsschutz bei &Uuml;berf&uuml;hrungsfahrten innerhalb der Bundesrepublik Deutschland und bei der Ausfuhr von Fahrzeugen zu verschaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erwarb von verschiedenen Firmen, die selbst keine Versicherungsunternehmen waren, Blanko-Deckungskarten inl&auml;ndischer und ausl&auml;ndischer Versicherer mit Angeboten der Versicherer auf Abschluss einer Kurzzeitversicherung. Die Kl&auml;gerin nahm diese Angebote auf Abschluss der Versicherung nicht selbst an. Im Zeitpunkt des Erwerbs der Blanko-Deckungskarten stand noch nicht fest, wer die jeweilige Kurzzeitversicherung abschlie&szlig;en wird. Die Kl&auml;gerin verkaufte die Blanko-Deckungskarten zum Teil &uuml;ber eigene Pr&auml;gestellen an die Endabnehmer, zum Teil ver&auml;u&szlig;erte sie sie an fremde Pr&auml;gestellen. Dabei stellte sie die Deckungskarten nach Anzahl, Versicherungsgesellschaft und Leistung f&uuml;r die jeweiligen Besteller zusammen und verkaufte sie ohne Umsatzsteuer an die Pr&auml;gestellen, die den Endabnehmern den Versicherungsschutz vermittelten. Die Kl&auml;gerin selbst trat hierbei mit den Versicherern und den Endabnehmern, die die Karten f&uuml;r &Uuml;berf&uuml;hrungsfahrten und Ausfuhren nutzten, weder in rechtliche Verbindung noch bestand ein unmittelbarer Kontakt zu ihnen. Die Endabnehmer zahlten die auf der Deckungskarte vermerkte Endpr&auml;mie einschlie&szlig;lich Versicherungsteuer. Die Margen\/Provisionen, die die Kl&auml;gerin bzw. die anderen Zwischenh&auml;ndler erhielten, waren in dem auf der Deckungskarte ausgewiesenen Preis inbegriffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin behandelte die Ums&auml;tze aus dem Verkauf der Deckungskarten als steuerfrei. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem im Anschluss an eine Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung nicht und unterwarf die Ums&auml;tze aus dem Verkauf der Deckungskarten dem Regelsteuersatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage nach erfolglosem Einspruchsverfahren mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 727 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es im Wesentlichen aus, die Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin seien weder nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;10 UStG noch nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG steuerbefreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision, die sie auf Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG und &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG) st&uuml;tzt. Zur Begr&uuml;ndung der Revision tr&auml;gt sie vor, das FG habe zu Unrecht darauf abgestellt, dass sie, die Kl&auml;gerin, nicht mit den Endabnehmern in Kontakt getreten sei und keinen Einfluss auf deren Auswahl genommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG sowie die Umsatzsteuerbescheide 2004 bis 2006 vom 12.&nbsp;September 2008, den Umsatzsteuerbescheid 2007 vom 23.&nbsp;September 2008, die Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;Dezember 2009 und den Umsatzsteuerbescheid 2008 vom 23.&nbsp;April 2010 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA macht geltend, eine Steuerbefreiung der von der Kl&auml;gerin ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze scheide aus, weil sie keinen Kontakt zu den Endkunden gehabt habe. Ein solcher Kontakt sei f&uuml;r die Annahme einer Vermittlungsleistung aber unverzichtbar. F&uuml;r den Vertrieb &uuml;ber eigene Pr&auml;gestellen k&ouml;nne nichts anderes gelten, weil es sich insoweit um separate Betriebsteile gehandelt habe. Im &Uuml;brigen macht sich das FA die Ausf&uuml;hrungen im FG-Urteil zu eigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet, das Urteil des FG ist aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Kl&auml;gerin hat entgegen der Auffassung des FG sowohl durch den Verkauf von Deckungskarten an eigene als auch an fremde Pr&auml;gestellen nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG umsatzsteuerfreie Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG sind die Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Bausparkassenvertreter, Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG dient der Umsetzung von Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie des Rates &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem 2006\/112\/EG vom 28.&nbsp;November 2006 (bis 31.&nbsp;Dezember 2006 Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;a der Sechsten Richtlinie des Rates 77\/388\/EWG vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211;Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211;). Danach befreien die Mitgliedstaaten Versicherungs- und R&uuml;ckversicherungsums&auml;tze einschlie&szlig;lich der dazu geh&ouml;renden Dienstleistungen, die von Versicherungsmaklern und -vertretern erbracht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob jemand Versicherungsmakler ist, h&auml;ngt vom Inhalt seiner T&auml;tigkeit ab (Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom 3.&nbsp;April 2008 C-124\/07, J.C.M. Beheer, Slg.&nbsp;2008, I-2101 Rdnr.&nbsp;17, und vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2005 C-472\/03, Arthur Andersen, Slg.&nbsp;2005, I-1719 Rdnr.&nbsp;32). In richtlinienkonformer Auslegung befreit &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG Ums&auml;tze aus einer &quot;Versicherungsvermittlungst&auml;tigkeit&quot;. Daf&uuml;r ist wesentlich, Kunden zu suchen und diese mit dem Versicherer zusammenzubringen (EuGH-Urteil Arthur Andersen in Slg.&nbsp;2005, I-1719 Rdnr.&nbsp;36; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28.&nbsp;Mai 2009 V&nbsp;R&nbsp;7\/08, BFHE 226, 172, BStBl II 2010, 80). Die Vermittlung kann in einer Nachweis-, einer Kontaktaufnahme- oder in einer Verhandlungst&auml;tigkeit bestehen, wobei sich die T&auml;tigkeit auf ein einzelnes Gesch&auml;ft, das vermittelt werden soll, beziehen muss. Nicht steuerfrei sind hingegen Leistungen, die keinen spezifischen und wesentlichen Bezug zu einzelnen Vermittlungsgesch&auml;ften aufweisen, sondern allenfalls dazu dienen, als Subunternehmer den Versicherer bei den ihm selbst obliegenden Aufgaben zu unterst&uuml;tzen, ohne Vertragsbeziehungen zu den Versicherten zu unterhalten (BFH-Urteil in BFHE 226, 172, BStBl II 2010, 80). Der Begriff &quot;dazugeh&ouml;rige Dienstleistungen, die von Versicherungsmaklern und -vertretern erbracht werden&quot; in Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG umfasst Dienstleistungen der Berufsaus&uuml;benden, die zugleich mit dem Versicherer und dem Versicherten in Verbindung stehen (EuGH-Urteile vom 20.&nbsp;November 2003 C-8\/01, Taksatorringen, Slg. 2003, I-13711 Rdnr.&nbsp;44; J.C.M. Beheer in Slg.&nbsp;2008, I-2101 Rdnr.&nbsp;20). Dabei muss diese Verbindung nicht unmittelbar bestehen (EuGH-Urteil J.C.M. Beheer in Slg.&nbsp;2008, I-2101 Rdnr.&nbsp;26). Es gen&uuml;gt, wenn der Versicherungsvermittler zu dem Versicherungsunternehmen eine mittelbare Verbindung &uuml;ber einen anderen Steuerpflichtigen unterh&auml;lt, der selbst in unmittelbarer Verbindung zu einer dieser Parteien steht (EuGH-Urteil J.C.M. Beheer in Slg.&nbsp;2008, I-2101 Rdnr.&nbsp;29; BFH-Urteil in BFHE 226, 172, BStBl II 2010, 80). Das folgt aus dem Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t, wonach die Wirtschaftsteilnehmer befugt sind, das Organisationsmodell zu w&auml;hlen, das ihren wirtschaftlichen Bed&uuml;rfnissen am ehesten entspricht, ohne Gefahr zu laufen, eine Steuerbefreiung zu verlieren. Hierzu geh&ouml;rt auch die Befugnis, die Dienstleistungen eines Versicherungsvertreters i.S. des Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG in verschiedene Dienstleistungen aufzuteilen, die ihrerseits steuerfrei sind, wenn es sich bei der einzelnen Leistung um ein im Gro&szlig;en und Ganzen eigenst&auml;ndiges Ganzes handelt, das die spezifischen und wesentlichen Funktionen der Vermittlung erf&uuml;llt (EuGH-Urteil J.C.M. Beheer in Slg.&nbsp;2008, I-2101 Rdnrn.&nbsp;27, 28; BFH-Urteile in BFHE 226, 172, BStBl II 2010, 80; vom 30.&nbsp;Oktober 2008 V&nbsp;R&nbsp;44\/07, BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat die Kl&auml;gerin nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG umsatzsteuerfreie Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler ausgef&uuml;hrt. Sie hat die spezifischen und wesentlichen Funktionen einer Versicherungsvermittlungsleistung erf&uuml;llt, indem sie durch den An- und Verkauf von Deckungskarten eine entscheidende Ursache f&uuml;r das Zustandekommen von Versicherungsvertr&auml;gen zwischen den Versicherern und den Versicherungsnehmern gesetzt hat. Sie hat Versicherer und Versicherungsnehmer zusammen gebracht, indem sie den Versicherungsnehmern einen Nachweis &uuml;ber einen Versicherer, der Versicherungsschutz anbietet, erbracht und den Kontakt zu diesem hergestellt hat. Das gen&uuml;gt f&uuml;r eine Vermittlungst&auml;tigkeit, die durch eine Nachweis- und Kontaktaufnahmet&auml;tigkeit gekennzeichnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Kl&auml;gerin die Deckungskarten nicht unmittelbar von den Versicherungsunternehmen, sondern von anderen Unternehmern erworben hat, steht dabei der Annahme einer T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler ebenso wenig entgegen wie der nur mittelbare Kontakt der Kl&auml;gerin zu den Versicherungsnehmern im Falle des Verkaufs von Deckungskarten an fremde Pr&auml;gestellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da die Vorentscheidung diesen Ma&szlig;st&auml;ben nicht entspricht, ist sie aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Der Klage ist stattzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.7.2014, V R 9\/13 Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist, ob die Ums&auml;tze aus der entgeltlichen Weitergabe von Versicherungsbest&auml;tigungskarten nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;10 oder Nr.&nbsp;11 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) steuerfrei sind. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine 100&nbsp;%ige Tochtergesellschaft der F-AG, die u.a. Kraftfahrzeugkennzeichen herstellt und vertreibt. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-9-13-umsaetze-aus-der-taetigkeit-als-versicherungsmakler\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;9\/13 &#8211; Ums&auml;tze aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsmakler<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63596","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63596"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63596\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}