{"id":63597,"date":"2014-10-06T11:17:43","date_gmt":"2014-10-06T09:17:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63597"},"modified":"2014-10-06T11:17:43","modified_gmt":"2014-10-06T09:17:43","slug":"iii-b-28-13-keine-zusammenveranlagung-fuer-verschiedengeschlechtliche-partner-einer-eheaehnlichen-lebensgemeinschaft-uebertragung-des-kinderfreibetrages-auf-einen-elternteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-28-13-keine-zusammenveranlagung-fuer-verschiedengeschlechtliche-partner-einer-eheaehnlichen-lebensgemeinschaft-uebertragung-des-kinderfreibetrages-auf-einen-elternteil\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;28\/13 &#8211; Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r verschiedengeschlechtliche Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft &#8211; &Uuml;bertragung des Kinderfreibetrages auf einen Elternteil"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.7.2014, III B 28\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r verschiedengeschlechtliche Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft &#8211; &Uuml;bertragung des Kinderfreibetrages auf einen Elternteil<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) liegt teils nicht vor, teils entspricht die R&uuml;ge nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung erforderlich machen (z.B. Senatsbeschluss vom 14.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;B&nbsp;119\/12, BFH\/NV 2013, 1417). Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer mit der Nichtzulassungsbeschwerde verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine gesetzliche Regelung geltend, so ist dar&uuml;ber hinaus eine substantiierte, an den Vorgaben des Grundgesetzes (GG) und der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) und des BFH orientierte Auseinandersetzung mit der Problematik erforderlich (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 1417).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die vom Kl&auml;ger als grunds&auml;tzlich bedeutsam angesehene Rechtsfrage, ob es gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG versto&szlig;e, dass die Zusammenveranlagung (der Splittingtarif) f&uuml;r verschiedengeschlechtliche Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft ausgeschlossen sei, selbst wenn sie in dem Veranlagungszeitraum gemeinsam wirtschafteten und der eine dem anderen nach &sect;&nbsp;1615l des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zum Unterhalt verpflichtet sei, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig; diese Rechtsfrage ist h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des Senats verst&ouml;&szlig;t es nicht gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG, dass zusammenlebende verschiedengeschlechtliche Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft keine Zusammenveranlagung w&auml;hlen k&ouml;nnen (Senatsurteil vom 27.&nbsp;Oktober 1989 III&nbsp;R&nbsp;205\/82, BFHE 158, 431, BStBl II 1990, 294; Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2012 III&nbsp;B&nbsp;52\/11, BFH\/NV 2012, 1125). Das Splittingverfahren baut auf dem die Ehe bestimmenden zivilrechtlichen Grundgedanken auf, nach dem die Ehe eine gesetzlich verfasste Gemeinschaft des Erwerbs und Verbrauchs ist. Die ehe&auml;hnliche Lebensgemeinschaft ist keine derartige Gemeinschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vom Kl&auml;ger vorgebrachten Gesichtspunkte begr&uuml;nden keinen erneuten Kl&auml;rungsbedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine erneute &Uuml;berpr&uuml;fung der Rechtsfrage ist nicht deshalb angezeigt, weil &#8211;wie der Kl&auml;ger behauptet&#8211; die genannten Entscheidungen des Senats zur Rechtslage vor Geltung des &sect;&nbsp;1615l BGB ergangen seien. Insoweit ist klarzustellen, dass diese &#8211;letztmals mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2008 durch das Gesetz zur &Auml;nderung des Unterhaltsrechts vom 21.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl I 2007, 3189) ge&auml;nderte&#8211; Vorschrift bereits durch das Gesetz &uuml;ber die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder vom 19.&nbsp;August 1969 (BGBl I 1969, 1243) in das BGB eingef&uuml;gt worden ist. Abgesehen davon begr&uuml;ndet &sect;&nbsp;1615l BGB allein einen zwischen den Eltern eines nichtehelichen Kindes bestehenden Unterhaltsanspruch, nicht eine der Ehe vergleichbare Gemeinschaft des Verbrauchs und Erwerbs. Die Ehe ist insbesondere durch die wechselseitige Verpflichtungsbefugnis bei Gesch&auml;ften zur Deckung des Lebensbedarfs (&sect;&nbsp;1357 BGB), die Eigentumsvermutung zugunsten der Gl&auml;ubiger des anderen Partners (&sect;&nbsp;1362 BGB), die eingeschr&auml;nkte Verf&uuml;gungsberechtigung &uuml;ber eigenes Verm&ouml;gen (&sect;&sect;&nbsp;1365 bis 1369 BGB) sowie die Regelungen &uuml;ber den Zugewinnausgleich (&sect;&sect;&nbsp;1371 bis 1390 BGB) und den Versorgungsausgleich (&sect;&nbsp;1587 BGB i.V.m. den Vorschriften des Versorgungsausgleichsgesetzes) gepr&auml;gt. F&uuml;r die ehe&auml;hnliche Lebensgemeinschaft fehlen solche Vorschriften. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Vortrag des Kl&auml;gers, wonach die genannten Vorschriften &uuml;ber die Ehe abdingbar seien. Entscheidend bleibt, dass der Splittingtarif an die Ehe als eine &#8211;wenn auch in Teilbereichen dispositive&#8211; gesetzlich verfasste Gemeinschaft des Erwerbs und Verbrauchs ankn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein erneuter Kl&auml;rungsbedarf ergibt sich auch nicht aus dem BVerfG-Beschluss vom 21.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;611\/07, 1&nbsp;BvR&nbsp;2464\/07 (BVerfGE 126, 400), der die verfassungswidrige Ungleichbehandlung von Ehegatten und den Partnern einer gleichgeschlechtlichen eingetragenen Lebenspartnerschaft im Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz betrifft. Das BVerfG hat zwar mit weiterem Beschluss vom 7.&nbsp;Mai 2013&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;909\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;1981\/06, 2&nbsp;BvR 288\/07 (BVerfGE 133, 377) entschieden, dass auch die Versagung der Zusammenveranlagung f&uuml;r Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG verst&ouml;&szlig;t. F&uuml;r das BVerfG war hierf&uuml;r aber ausschlaggebend, dass das Lebenspartnerschaftsgesetz die eingetragene Lebenspartnerschaft zu einer Gemeinschaft des Erwerbs und Verbrauchs ausgestaltet hat, die mit der Ehe vergleichbar ist (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;95). F&uuml;r die ehe&auml;hnliche Lebensgemeinschaft trifft dies, wie bereits dargelegt, gerade nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen resultiert eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung &#8211;entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers&#8211; auch nicht daraus, dass kinderlose Ehegatten anders als Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft die Zusammenveranlagung w&auml;hlen k&ouml;nnen. Nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung setzt die Gew&auml;hrung des Splittingtarifs eine Ehe voraus (&sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG; vgl. jetzt auch &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG n.F. betreffend die eingetragene Lebenspartnerschaft). Unbeachtlich ist demgegen&uuml;ber das Vorhandensein von Kindern. Dem entspricht auch die Systematik des EStG. Der kindbedingte Mehrbedarf der Eltern wird nicht durch den Splittingvorteil ausgeglichen (vgl. BVerfG-Beschluss vom 10.&nbsp;November 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1057\/91, 2&nbsp;BvR 1226\/91, 2&nbsp;BvR 980\/91, BVerfGE 99, 216), sondern durch eigene Vorschriften im EStG (vgl. &sect;&sect;&nbsp;32, 33a EStG) ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger die Rechtsfrage als grunds&auml;tzlich bedeutsam erachtet, ob es gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG versto&szlig;e, dass die von seiner Lebensgef&auml;hrtin ungenutzten Freibetr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG (Kinderfreibetrag sowie Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf &#8211;BEA-Freibetrag&#8211;) nicht auf ihn &uuml;bertragbar seien, fehlt es an schl&uuml;ssigen Darlegungen, die einen erneuten Kl&auml;rungsbedarf rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger tr&auml;gt vor, dass sich bei zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Ehegatten die Freibetr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG &quot;verdoppeln&quot; w&uuml;rden (vgl. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG), w&auml;hrend in den &uuml;brigen F&auml;llen die &Uuml;bertragung dieser Freibetr&auml;ge von einem auf den anderen Elternteil nur unter weiteren Voraussetzungen m&ouml;glich sei (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;6 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat hinsichtlich des Kinderfreibetrags entschieden, dass die fehlende M&ouml;glichkeit f&uuml;r nicht zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Eltern, den (halben) Kinderfreibetrag einvernehmlich auf einen Elternteil zu &uuml;bertragen, verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;90\/98, BFH\/NV 2002, 1137; vgl. auch Senatsbeschluss vom 15.&nbsp;Oktober 2007 III&nbsp;B&nbsp;188\/06, juris). Lebens- und Erziehungsgemeinschaften, die keine gesetzlich verfasste Gemeinschaft des Erwerbs und Verbrauchs sind, haben keinen verfassungsrechtlichen Anspruch auf Gleichbehandlung mit zusammenveranlagten Ehegatten, auch nicht hinsichtlich der steuerlichen Entlastung wegen eines unterhaltberechtigten Kindes. Den verfassungsrechtlichen Vorgaben ist gen&uuml;gt, wenn sichergestellt ist, dass jeder Elternteil im Rahmen seiner Veranlagung zur Einkommensteuer die ihm unter Ber&uuml;cksichtigung der H&ouml;he seines Einkommens verfassungsrechtlich zustehende Entlastung wegen des f&uuml;r sein Kind geleisteten Unterhalts erh&auml;lt (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2002, 1137 zu geschiedenen Ehegatten). Daneben hat der beschlie&szlig;ende Senat entschieden, dass die Regelung zur &Uuml;bertragung des BEA-Freibetrags nicht gegen das Grundgesetz verst&ouml;&szlig;t (Senatsurteil vom 27.&nbsp;Oktober 2011 III&nbsp;R&nbsp;42\/07, BFHE 236, 10, BStBl II 2013, 194).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Kl&auml;ger hat nicht schl&uuml;ssig dargelegt, welche neuen gewichtigen Gesichtspunkte aufgetreten sind, die eine erneute Pr&uuml;fung dieser Rechtsprechung erforderlich machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt zwar unter Verweis auf den Senatsbeschluss vom 15.&nbsp;Oktober 2007 III&nbsp;B&nbsp;188\/06 (juris) aus, dass diese Entscheidung nicht die Situation zusammenlebender Eltern betreffe, f&uuml;r die &sect;&nbsp;1615l BGB gelte. Es erschlie&szlig;t sich aber nicht, weshalb &sect;&nbsp;1615l BGB &#8211;eine Vorschrift, die eine Unterhaltsver-pflichtung des Kl&auml;gers gegen&uuml;ber seiner Lebensgef&auml;hrtin regelt&#8211; den Betrag beeinflussen soll, der beim Kl&auml;ger von Verfassung wegen infolge geleisteten Kindesunterhalts freizustellen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich hat der Kl&auml;ger nicht substantiiert aufgezeigt, dass es verfassungsrechtlich verboten ist, andere &quot;Familienformen&quot; gegen&uuml;ber zusammenveranlagten Ehegatten zu benachteiligen. Der Kl&auml;ger behauptet zwar, dass sich ein derartiges Gleichbehandlungsgebot aus dem BVerfG-Beschluss in BVerfGE 99, 216 ableiten lie&szlig;e und das Schutzgebot des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG eine Ungleichbehandlung nicht rechtfertigen k&ouml;nne. Es entspricht aber st&auml;ndiger Rechtsprechung des BVerfG, dass die in Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG getroffene Wertentscheidung, wonach Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stehen, ein sachlicher Differenzierungsgrund ist, der eine Besserstellung der Ehe gegen&uuml;ber weniger verbindlichen Paarbeziehungen rechtfertigen kann (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 126, 400, Rz&nbsp;90, m.w.N.; in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;83, m.w.N.). Dass die ehe&auml;hnliche Lebensgemeinschaft eine solche weniger verbindliche Paarbeziehung ist, steht au&szlig;er Frage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ebenso ist die Revision nicht wegen der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Zulassungsgrund stellt einen Spezialfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt daher ebenfalls die Darlegung und das Vorliegen einer kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus (Senatsbeschluss vom 30.&nbsp;Januar 2012 III&nbsp;B&nbsp;153\/11, BFH\/NV 2012, 705, m.w.N.). Hieran fehlt es (dazu oben 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von der Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.7.2014, III B 28\/13 Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r verschiedengeschlechtliche Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft &#8211; &Uuml;bertragung des Kinderfreibetrages auf einen Elternteil Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). 2&nbsp; 1. Der vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-28-13-keine-zusammenveranlagung-fuer-verschiedengeschlechtliche-partner-einer-eheaehnlichen-lebensgemeinschaft-uebertragung-des-kinderfreibetrages-auf-einen-elternteil\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;28\/13 &#8211; Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r verschiedengeschlechtliche Partner einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft &#8211; &Uuml;bertragung des Kinderfreibetrages auf einen Elternteil<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63597"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63597\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}