{"id":63599,"date":"2014-10-06T11:17:39","date_gmt":"2014-10-06T09:17:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63599"},"modified":"2014-10-06T11:17:39","modified_gmt":"2014-10-06T09:17:39","slug":"xi-b-8-14-verspaetete-telefaxuebermittlung-einer-beschwerdebegruendungsschrift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-8-14-verspaetete-telefaxuebermittlung-einer-beschwerdebegruendungsschrift\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;8\/14 &#8211; Versp&auml;tete Telefax&uuml;bermittlung einer Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.7.2014, XI B 8\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Versp&auml;tete Telefax&uuml;bermittlung einer Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Rahmen einer von 1996 &#8211;mit Unterbrechungen&#8211; bis 2000 durchgef&uuml;hrten Zoll- und Steuerfahndungspr&uuml;fung war der Pr&uuml;fer zu der Auffassung gelangt, dass der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) bzw. seine Tochter (die Beigeladene) in erheblichem Umfang mit Branntweinen und Maische bzw. Obsterzeugnissen gehandelt hatten, ohne dies gewerberechtlich und steuerrechtlich angemeldet zu haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; am 1.&nbsp;M&auml;rz 2001 Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 1992 bis 1994 (Streitjahre) gegen&uuml;ber der &quot;&#8230; GdbR&quot; (GdbR), weil es zun&auml;chst von einer Gesellschaft des b&uuml;rgerlichen Rechts bestehend aus dem Kl&auml;ger und der Beigeladenen ausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Einspruchsverfahrens hob das FA die gegen&uuml;ber der GdbR erlassenen Umsatzsteuerbescheide auf und setzte mit den hier streitigen Bescheiden vom 13.&nbsp;Dezember 2001 Umsatzsteuer f&uuml;r die Streitjahre gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger als Einzelunternehmer fest. Die hiergegen eingelegten Einspr&uuml;che des Kl&auml;gers hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die anschlie&szlig;ende Klage mit Urteil vom 26.&nbsp;Juni 2008 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Auf die Revision des Kl&auml;gers hin hob der Senat mit Urteil vom 10.&nbsp;November 2010 XI&nbsp;R&nbsp;15\/09 (BFH\/NV 2011, 867) die Vorentscheidung auf; die Sache wurde zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckverwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im zweiten Rechtsgang gab das FG mit Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 2013 der Klage &uuml;berwiegend statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es lie&szlig; die Revision gegen sein &#8211;dem Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers am 7.&nbsp;Januar 2014 zugestellten<em>&#8212;<\/em> Urteil nicht zu. Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit der vorliegenden, am 20.&nbsp;Januar 2014 beim Bundesfinanzhof (BFH) eingegangenen Nichtzulassungsbeschwerde. Die Frist zur Begr&uuml;ndung der Beschwerde wurde vom Vorsitzenden des Senats bis zum 7.&nbsp;April 2014 verl&auml;ngert. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung ist am 8.&nbsp;April 2014 um 00:05 Uhr beim BFH eingegangen. Auf den Hinweis der Gesch&auml;ftsstelle des XI.&nbsp;Senats des BFH mit &#8211;dem Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers am 26.&nbsp;April 2014 zugestellten&#8211; Schreiben vom 22.&nbsp;April 2014 hat der Kl&auml;ger Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers hat keinen Erfolg. Sie ist unzul&auml;ssig und daher zu verwerfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger hat seine Beschwerde nicht innerhalb der (verl&auml;ngerten) Frist des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;1 und 4 FGO begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die (verl&auml;ngerte) Frist zur Begr&uuml;ndung der am 20.&nbsp;Januar 2014 nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO fristgerecht erhobenen Nichtzulassungsbeschwerde lief am 7.&nbsp;April 2014 ab. Die vollst&auml;ndige Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde ist laut dem maschinellen Empfangsbericht des Telefaxger&auml;tes beim BFH dort am 8.&nbsp;April 2014 um 00:05&nbsp;Uhr eingetroffen. Die Frist ist daher vers&auml;umt. Denn eine Frist ist nur gewahrt, wenn die gesendeten Signale vom Telefaxger&auml;t noch vor Ablauf des letzten Tages der Frist vollst&auml;ndig empfangen werden (vgl. dazu z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;B&nbsp;164\/07, BFH\/NV 2008, 1349; vom 9.&nbsp;Januar 2012 I&nbsp;B&nbsp;66\/11, BFH\/NV 2012, 957; vom 15.&nbsp;November 2012 XI&nbsp;B&nbsp;70\/12, BFH\/NV 2013, 401; vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2014 X&nbsp;B&nbsp;230\/12, BFH\/NV 2014, 888, jeweils m.w.N.). Das ist hier nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die beantragte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach &sect;&nbsp;56 FGO wegen Vers&auml;umung der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist kann nicht gew&auml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Wiedereinsetzung ist auf Antrag zu gew&auml;hren, wenn jemand ohne Verschulden an der Einhaltung einer gesetzlichen Frist verhindert war (&sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;1 FGO). Dies setzt in formeller Hinsicht voraus, dass innerhalb einer Frist von zwei Wochen bzw. bei Vers&auml;umung der Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde innerhalb von einem Monat nach Wegfall des Hindernisses die vers&auml;umte Rechtshandlung nachgeholt und diejenigen Tatsachen vorgetragen und im Verfahren &uuml;ber den Antrag durch pr&auml;sente Beweismittel glaubhaft gemacht werden, aus denen sich die schuldlose Verhinderung ergeben soll (&sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze 1 und 3 FGO). Die Tatsachen, die eine Wiedereinsetzung rechtfertigen k&ouml;nnen, sind nach &sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO innerhalb dieser Frist vollst&auml;ndig, substantiiert und in sich schl&uuml;ssig darzulegen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2008, 1349; vom 1.&nbsp;April 2009 XI&nbsp;B&nbsp;10\/08, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2009, R635; in BFH\/NV 2013, 401, jeweils m.w.N.). Hiernach schlie&szlig;t jedes Verschulden &#8211;also auch eine einfache Fahrl&auml;ssigkeit&#8211; die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aus. Ein Verschulden seines Prozessbevollm&auml;chtigten muss sich der Kl&auml;ger wie eigenes Verschulden zurechnen lassen (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;85 Abs.&nbsp;2 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;). Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann nicht gew&auml;hrt werden, wenn nach den glaubhaft gemachten Tatsachen zumindest die M&ouml;glichkeit offenbleibt, dass die Fristvers&auml;umnis verschuldet war (vgl. dazu Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 8.&nbsp;April 2014 VI&nbsp;ZB&nbsp;1\/13, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht 2014, 674, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschafts- und Bankrecht 2014, 1252, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Danach kommt die beantragte Wiedereinsetzung nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar d&uuml;rfen die Beteiligten gesetzliche Fristen grunds&auml;tzlich bis zur letzten Minute aussch&ouml;pfen. Sie m&uuml;ssen aber zugleich daf&uuml;r Sorge tragen, dass ein fristgebundener Schriftsatz auf dem gew&auml;hlten &Uuml;bertragungsweg noch rechtzeitig vor Fristablauf bei dem Gericht eingeht. Auf die gew&ouml;hnlichen &Uuml;bertragungszeiten darf vertraut werden. Da es auf den vollst&auml;ndigen Eingang beim Empf&auml;nger ankommt, muss der Absender eines Telefaxes mit der &Uuml;bermittlung so rechtzeitig beginnen, dass er unter gew&ouml;hnlichen Umst&auml;nden mit dem Abschluss des &Uuml;bermittlungsvorgangs noch vor Fristablauf rechnen kann (vgl. dazu BFH-Beschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;Januar 2010 VIII&nbsp;B&nbsp;88\/09, BFH\/NV 2010, 919; in BFH\/NV 2012, 957; in BFH\/NV 2013, 401; in BFH\/NV 2014, 888). Dabei muss er auch die gew&ouml;hnliche Zeitdauer der &Uuml;bertragung umf&auml;nglicher Schrifts&auml;tze in Betracht ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall konnte der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers nicht davon ausgehen, dass die vollst&auml;ndige Beschwerdebegr&uuml;ndung am 7.&nbsp;April 2014 rechtzeitig beim BFH eingehen w&uuml;rde. Er durfte nicht darauf vertrauen, dass ein Schriftsatz von 47&nbsp;Seiten L&auml;nge in der Zeit zwischen dem Beginn der &Uuml;bertragung &#8211;der vorliegend nach dem anwaltlich versicherten Tatsachenvortrag entgegen des in der Kopfzeile des &uuml;bertragenen Schreibens mit 23:59&nbsp;Uhr angegebenen Zeitpunkts &quot;deutlich vor 24:00&nbsp;Uhr&quot; gewesen sein soll&#8211; und 23:59:59&nbsp;Uhr per Telefax vollst&auml;ndig &uuml;bertragen werden konnte. Denn innerhalb der verbleibenden Zeit war es &#8211;wie der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers im &Uuml;brigen selbst einr&auml;umt&#8211; jedenfalls mit dem f&uuml;r die &Uuml;bertragung zur Verf&uuml;gung stehenden Multifunktionsger&auml;t nicht m&ouml;glich, die fertiggestellte Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift rechtzeitig an den BFH zu &uuml;bermitteln. Ein Verschulden des Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers ist hiernach nicht auszuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Aus dem geschilderten Ablauf des 7.&nbsp;April 2014 wird nach Auffassung des Senats nicht hinreichend ersichtlich, dass die zur Begr&uuml;ndung des Antrags auf Wiedereinsetzung dargelegten weiteren Umst&auml;nde &#8211;u.a. Schw&auml;cheanfall der Ehefrau des Prozessbevollm&auml;chtigten, Kontrolle des Gesundheitszustands derselben, Abholen der Kinder vom Schwimmtraining&#8211; kausal f&uuml;r den um f&uuml;nf Minuten versp&auml;teten Eingang des fristgebundenen Schriftsatzes waren. Der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers gibt selbst an, dass der Schriftsatz am 5. und 6.&nbsp;April 2014 angefertigt worden war und von ihm nur noch &uuml;berarbeitet und &uuml;bersendet werden musste. Die Kinder des Prozessbevollm&auml;chtigten befanden sich um 21:30&nbsp;Uhr im Bett. Warum die Zeit bis 24:00&nbsp;Uhr nicht ausgereicht hat, ist nicht hinreichend erl&auml;utert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Hiernach kann offenbleiben, ob die vorgebrachten Gr&uuml;nde hinreichend glaubhaft gemacht wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die beantragte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann mithin nicht gew&auml;hrt werden, weil zumindest die M&ouml;glichkeit offenbleibt, dass die Fristvers&auml;umung von dem Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers &#8211;was sich dieser nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;85 Abs.&nbsp;2 ZPO zurechnen lassen muss&#8211; verschuldet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.7.2014, XI B 8\/14 Versp&auml;tete Telefax&uuml;bermittlung einer Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift Tatbestand 1&nbsp; I. Im Rahmen einer von 1996 &#8211;mit Unterbrechungen&#8211; bis 2000 durchgef&uuml;hrten Zoll- und Steuerfahndungspr&uuml;fung war der Pr&uuml;fer zu der Auffassung gelangt, dass der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) bzw. seine Tochter (die Beigeladene) in erheblichem Umfang mit Branntweinen und Maische bzw. Obsterzeugnissen gehandelt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-8-14-verspaetete-telefaxuebermittlung-einer-beschwerdebegruendungsschrift\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;8\/14 &#8211; Versp&auml;tete Telefax&uuml;bermittlung einer Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63599","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63599\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}