{"id":63600,"date":"2014-10-06T11:17:44","date_gmt":"2014-10-06T09:17:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63600"},"modified":"2014-10-06T11:17:44","modified_gmt":"2014-10-06T09:17:44","slug":"iii-b-102-13-aussetzung-des-verfahrens-fristsetzungen-nach-par-79b-fgo-nicht-anfechtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-102-13-aussetzung-des-verfahrens-fristsetzungen-nach-par-79b-fgo-nicht-anfechtbar\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;102\/13 &#8211; Aussetzung des Verfahrens &#8211; Fristsetzungen nach &sect; 79b FGO nicht anfechtbar"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.7.2014, III B 102\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Aussetzung des Verfahrens &#8211; Fristsetzungen nach &sect; 79b FGO nicht anfechtbar<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Beklagte, Antragsgegner und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;ger, Antragsteller und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) f&uuml;r die Streitjahre 2007 und 2008 aufgrund gesch&auml;tzter Besteuerungsgrundlagen zusammen zur Einkommensteuer, die f&uuml;r beide Jahre auf 0&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Au&szlig;erdem stellte es den verbleibenden Verlustvortrag auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 und den 31.&nbsp;Dezember 2008 fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;ger gegen die Einkommensteuerbescheide wies das FA im Oktober 2009 mangels Beschwer als unzul&auml;ssig und den Einspruch gegen den Verlustfeststellungsbescheid auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 im Oktober 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ladung des Finanzgerichts (FG) zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 23.&nbsp;April 2013 wurde auf Antrag des Kl&auml;gervertreters aufgehoben. Kurz danach beantragten die Kl&auml;ger, das Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bis zur rechtskr&auml;ftigen Entscheidung oder anderweitigen Erledigung ihrer Verfahren vor dem FG M&uuml;nster betreffend das Jahr 2001 (Az.&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;5881\/04&nbsp;E, U, F) sowie der Folgejahre 2002 bis 2006 (Az.&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2881\/06) auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben die Klage mit Schriftsatz vom 5.&nbsp;Juli 2013 auf die Verlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 2010 erweitert; das FA hat der Klage&auml;nderung mit Schriftsatz vom 23.&nbsp;Juli 2013 zugestimmt. Das FG hat angek&uuml;ndigt, diesen Streitpunkt vom &uuml;brigen Verfahren abzutrennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG lehnte die Aussetzung ab. Es f&uuml;hrte aus, die anderen Verfahren seien f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Einkommensteuer 2007 und 2008 nicht vorgreiflich, da die Klage insoweit mangels Beschwer unzul&auml;ssig sei. Falls die Klage auch die Verlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 betreffen sollte, sei sie ebenfalls unzul&auml;ssig, weil es an einem Vorverfahren fehle. Soweit hinsichtlich der Verlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 ein Verlust des Kl&auml;gers bei den Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 18.327&nbsp;EUR geltend gemacht werde, l&auml;gen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;74 FGO ebenfalls nicht vor. Die Verlustfeststellungsbescheide der Vorjahre beeinflussten zwar die Verlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 2007, sie f&uuml;hrten aber zu automatischen Anpassungen der Folgejahre. Soweit die Kl&auml;ger behaupteten, dass die die Vorjahre betreffenden Verfahren dem Streitfall gleich gelagert seien, h&auml;tten sie dies nicht n&auml;her dargelegt. Es fehle zudem wegen des im Einkommensteuerrecht geltenden Abschnittsprinzips an einer Bindungswirkung. Eine weitere Verz&ouml;gerung des bereits vier Jahre anh&auml;ngigen Verfahrens sei nicht vertretbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger wiederholen zur Begr&uuml;ndung ihrer Beschwerde &quot;wegen Einkommensteuer 2007, 2008 u. 2010 jeweils mit gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur ESt auf den 31.12. d.J.&quot; im Wesentlichen ihr bisheriges Vorbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>1. Das Verfahren wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO bis zur rechtskr&auml;ftigen Entscheidung oder anderweitigen Erledigung des Verfahrens FG M&uuml;nster Az.&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;5881\/04 E, U, F betreffend das Jahr 2001, sowie der Folgeverfahren f&uuml;r 2002 (FG MS 13&nbsp;K&nbsp;2881\/06) ausgesetzt.<br \/>2. Es erfolgt der Hinweis des Gerichts an das FA, dass das pauschale Bestreiten im Beklagtenschreiben vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2013 unzul&auml;ssig ist.<br \/>3. Die vom FG am 17.&nbsp;Juli 2013 bis zum 5.&nbsp;September 2013 gesetzte Ausschlussfrist nach &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;3 FGO wird bis sieben Wochen nach rechtskr&auml;ftiger Entscheidung dieses Beschwerdeverfahrens verl&auml;ngert.<br \/>4. Es wird Akteneinsicht gew&auml;hrt &uuml;ber das FA &#8230;, mit Frist zur Erg&auml;nzung der Beschwerdebegr&uuml;ndung bis zum 15.&nbsp;September 2013.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Die Beschwerde gegen die Entscheidung des FG, das Verfahren nicht auszusetzen, ist nach &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;1 FGO zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Fall des &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO, wonach die Beschwerde gegen u.a. &quot;prozessleitende Verf&uuml;gungen&quot; ausgeschlossen ist, liegt nicht vor, denn die Aussetzung eines Verfahrens dient nicht unmittelbar der Vorbereitung einer Entscheidung des Gerichts &uuml;ber das Klagebegehren, sondern soll im Gegenteil das Gericht vorl&auml;ufig von der Pflicht entbinden, &uuml;ber das Klagebegehren alsbald zu entscheiden (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1.&nbsp;Dezember 2004 VII&nbsp;B&nbsp;245\/04, BFH\/NV 2005, 711; vom 21.&nbsp;Dezember 2005 III&nbsp;B&nbsp;145\/05, BFH\/NV 2006, 1103; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;128 Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Verfahren kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO ausgesetzt werden, wenn die Entscheidung des Rechtsstreits von einem Rechtsverh&auml;ltnis abh&auml;ngt, das den Gegenstand eines anderen anh&auml;ngigen Rechtsstreits bildet oder von einer Verwaltungsbeh&ouml;rde festzustellen ist (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juni 1997 I&nbsp;R&nbsp;70\/96, BFHE 183, 465, BStBl II 1998, 38; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2006, 1103). Die Aussetzung unterliegt dem Ermessen des Gerichts, das prozess&ouml;konomische Gesichtspunkte und die Interessen der Verfahrensbeteiligten gegeneinander abzuw&auml;gen hat (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 2002 VII&nbsp;R&nbsp;37\/01, BFHE 200, 444, BStBl II 2003, 145). Der BFH &uuml;bt im Beschwerdeverfahren eigenes Ermessen aus (BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Dezember 2009 IV&nbsp;B&nbsp;101\/09, BFH\/NV 2010, 661; D&uuml;rr in Schwarz, Kommentar zur FGO, &sect;&nbsp;132 Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein Steuerpflichtiger wird durch eine auf 0&nbsp;EUR lautende Steuerfestsetzung regelm&auml;&szlig;ig nicht belastet. Eine Anfechtungsklage gegen einen sog. Nullbescheid ist daher unzul&auml;ssig (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;April 2010 V&nbsp;R&nbsp;11\/09, BFH\/NV 2010, 1830), wenn dieser sich nicht in bindender Weise auf einem anderen rechtlichen Gebiet ung&uuml;nstig auswirkt (z.B. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2013, 1581). Kann das FG wegen Unzul&auml;ssigkeit der Klage, soweit sie die Einkommensteuer f&uuml;r 2007 und 2008 betrifft, keine Sachentscheidung treffen, dann k&auml;me es auf die von den Kl&auml;gern f&uuml;r vorgreiflich gehaltene Rechtsfrage nicht an, so dass eine Aussetzung nach &sect;&nbsp;74 FGO zu unterbleiben h&auml;tte (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 29.&nbsp;Dezember 2010 III&nbsp;R&nbsp;30\/09, BFH\/NV 2011, 1158).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Klage hinsichtlich der Einkommensteuer 2007 und 2008 mangels Beschwer unzul&auml;ssig ist oder den Kl&auml;gern durch die den Nullbescheiden zugrunde gelegten &#8211;m&ouml;glicherweise unzutreffenden&#8211; Besteuerungsgrundlagen Nachteile entstehen k&ouml;nnen, braucht jedoch im Beschwerdeverfahren nicht gekl&auml;rt zu werden (zu Auswirkungen von Nullbescheiden auf Verlustfeststellungen vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;11\/12, BFH\/NV 2013, 1069; Schmidt\/Heinicke, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10d Rz&nbsp;36). Denn der Vortrag der Kl&auml;ger l&auml;sst nicht erkennen, dass in den anderen Verfahren &uuml;ber ein f&uuml;r den vorliegenden Rechtsstreit vorgreifliches Rechtsverh&auml;ltnis zu entscheiden ist. Wenn in den anderen Verfahren &#8211;wie sie ohne n&auml;here Darlegung behaupten&#8211; &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage zu entscheiden w&auml;re, w&uuml;rde dies f&uuml;r die Vorgreiflichkeit nicht gen&uuml;gen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 8.&nbsp;Juni 1990 III&nbsp;R&nbsp;41\/90, BFHE 161, 1, BStBl II 1990, 944, betr. Musterverfahren; Th&uuml;rmer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;74 FGO Rz&nbsp;52, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Aussetzung des Verfahrens wegen der Verlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 ist ebenfalls ausgeschlossen, denn die Klage ist &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; diesbez&uuml;glich mangels Vorverfahrens unzul&auml;ssig (&sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 FGO). Der Einspruch der Kl&auml;ger vom 29.&nbsp;April 2010 richtete sich nur gegen den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2008 und nicht auch gegen den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags auf den 31.&nbsp;Dezember 2008; demgem&auml;&szlig; wurde am 25.&nbsp;November 2011 nur &uuml;ber den Einspruch wegen der Festsetzung der Einkommensteuer f&uuml;r 2008 entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dem FG ist auch zuzustimmen, dass hinsichtlich der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 die m&ouml;gliche &Auml;nderung der Einkommensteuerbescheide oder der Verlustfeststellungen f&uuml;r die vorangegangenen Jahre infolge der Verfahren 13&nbsp;K&nbsp;5881\/04&nbsp;E, U, F und 13&nbsp;K&nbsp;2881\/06 kein &uuml;berwiegendes Interesse der Kl&auml;ger an einer Aussetzung des Verfahrens begr&uuml;ndet, da im Falle eines Obsiegens der Kl&auml;ger die Verlustfeststellung der Folgejahre nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes zu &auml;ndern w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Hinsichtlich der Verlustfeststellung auf den 31.&nbsp;Dezember 2010, auf die die Kl&auml;ger die Klage mit Zustimmung des FA erweitert haben, sind Aussetzungsgr&uuml;nde weder vorgetragen noch sonst erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &uuml;brigen Antr&auml;ge der Kl&auml;ger sind unzul&auml;ssig. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Beschluss, mit dem das FG die Aussetzung abgelehnt hat. Mit der Erteilung eines rechtlichen Hinweises an das FA sowie der Verl&auml;ngerung der Ausschlussfrist hat sich das FG im angefochtenen Beschluss nicht befasst; es fehlt daher insoweit an einer beschwerdef&auml;higen Entscheidung (&sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat weist im &Uuml;brigen auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Hinweis an das FA, dass sein pauschales Bestreiten im Schreiben vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2013 unzul&auml;ssig sei, k&ouml;nnte vom BFH nicht erteilt werden. Es obliegt dem FG, den entscheidungserheblichen Sachverhalt zu erforschen (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) und dazu die Beteiligten heranzuziehen, die sich &uuml;ber tats&auml;chliche Umst&auml;nde und die von den anderen Beteiligten vorgebrachten Tatsachen zu erkl&auml;ren haben (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO). Das FG hat auch darauf hinzuwirken, dass ungen&uuml;gende tats&auml;chliche Angaben erg&auml;nzt und die f&uuml;r die Feststellung und Beurteilung des Sachverhalts wesentlichen Erkl&auml;rungen abgegeben werden (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;3 FGO). Der BFH k&ouml;nnte insoweit allenfalls nach einer Nichtzulassungsbeschwerde oder einer Revision pr&uuml;fen, ob das FG-Urteil auf einem Verfahrensmangel beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Fristsetzung nach &sect;&nbsp;79b FGO geh&ouml;rt zu den sog. prozessleitenden Verf&uuml;gungen, die mit der Beschwerde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO nicht angefochten werden k&ouml;nnen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;November 1997 XI&nbsp;B&nbsp;132-139\/97, BFH\/NV 1998, 608; vom 17.&nbsp;Januar 2006 XI&nbsp;B&nbsp;134\/05, BFH\/NV 2006, 1109; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;128 Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat hat die Akten zum Zwecke der Akteneinsicht antragsgem&auml;&szlig; an das FA &#8230; &uuml;bersandt; die Kl&auml;ger haben die M&ouml;glichkeit der Einsichtnahme indessen &#8211;wie bereits im Herbst 2012 und im Mai 2013&#8211; nicht wahrgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Kostenentscheidung ist in diesem unselbst&auml;ndigen Nebenverfahren nicht zu treffen; &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens ist im Rahmen der Entscheidung &uuml;ber die Hauptsache zu befinden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2006, 1103; vom 30.&nbsp;Juli 2013 VI&nbsp;B&nbsp;37\/13, BFH\/NV 2013, 1790).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.7.2014, III B 102\/13 Aussetzung des Verfahrens &#8211; Fristsetzungen nach &sect; 79b FGO nicht anfechtbar Tatbestand 1&nbsp; I. Der Beklagte, Antragsgegner und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;ger, Antragsteller und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) f&uuml;r die Streitjahre 2007 und 2008 aufgrund gesch&auml;tzter Besteuerungsgrundlagen zusammen zur Einkommensteuer, die f&uuml;r beide Jahre auf 0&nbsp;EUR festgesetzt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-102-13-aussetzung-des-verfahrens-fristsetzungen-nach-par-79b-fgo-nicht-anfechtbar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;102\/13 &#8211; Aussetzung des Verfahrens &#8211; Fristsetzungen nach &sect; 79b FGO nicht anfechtbar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63600","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63600","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63600"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63600\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63600"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63600"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63600"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}