{"id":63648,"date":"2014-11-12T13:06:18","date_gmt":"2014-11-12T11:06:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63648"},"modified":"2014-11-12T13:06:18","modified_gmt":"2014-11-12T11:06:18","slug":"xi-r-3-12-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-05062014-xi-r-2-12-ueberlassung-eines-dem-unternehmen-zugeordneten-pkw-an-einen-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-zur-privaten-nutzung-besteue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-3-12-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-05062014-xi-r-2-12-ueberlassung-eines-dem-unternehmen-zugeordneten-pkw-an-einen-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-zur-privaten-nutzung-besteue\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;3\/12 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.06.2014 XI R 2\/12 &#8211; &Uuml;berlassung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zur privaten Nutzung &#8211; Besteuerung als tausch&auml;hnlicher Umsatz oder als unentgeltliche Wertabgabe &#8211; Sch&auml;tzung der Bemessungsgrundlage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, XI R 3\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.06.2014 XI R 2\/12 &#8211; &Uuml;berlassung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zur privaten Nutzung &#8211; Besteuerung als tausch&auml;hnlicher Umsatz oder als unentgeltliche Wertabgabe &#8211; Sch&auml;tzung der Bemessungsgrundlage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, betrieb w&auml;hrend der Jahre 2003 und 2004 (Streitjahre) ein Unternehmen, dessen Gegenstand die Durchf&uuml;hrung von &#8230;bauarbeiten und alle damit im Zusammenhang stehenden T&auml;tigkeiten waren. Der Alleingesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin wohnte in den Streitjahren in X. Der Sitz und das eingerichtete B&uuml;ro der Kl&auml;gerin befanden sich in der Zeit vom 1.&nbsp;Januar 2003 bis zum 30.&nbsp;September 2004 in Y.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer hatte in den Streitjahren nach dem mit der Kl&auml;gerin geschlossenen Arbeitsvertrag einen Anspruch auf die &Uuml;berlassung der der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden PKW. Die &Uuml;berlassung umfasste sowohl die Nutzung f&uuml;r dienstliche als auch f&uuml;r private Fahrten. Die Kl&auml;gerin stellte dem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in den Streitjahren nacheinander vier ihrer PKW zur Verf&uuml;gung, die dieser auch zu privaten Zwecken nutzte. Ein Fahrtenbuch wurde nicht gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der lohnsteuerrechtlich als geldwerter Vorteil behandelte Betrag wurde monatlich als Lohnaufwand gebucht und der Lohnsteuer unterworfen. Im Rahmen der Lohnversteuerung wurde die Regelung des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht angewendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung erh&ouml;hte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Ums&auml;tze nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) in H&ouml;he des Zuschlags nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG f&uuml;r Fahrten zwischen der Wohnung des Kl&auml;gers in X und der Arbeitsst&auml;tte in Y.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen die entsprechenden Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheide vom 8.&nbsp;Januar 2009 eingelegten Einspr&uuml;che wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;Oktober 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage brachte die Kl&auml;gerin vor, der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer habe die PKW nicht f&uuml;r Fahrten zwischen seiner Wohnung und der Niederlassung der Kl&auml;gerin verwendet. Denn er habe bei den Montagearbeiten vor Ort mitgewirkt, indem er einer &quot;Montagegruppe&quot; vorgestanden habe. Daher habe er f&uuml;r die Fahrten von seiner Wohnung zu dem Ort der jeweiligen Montagearbeiten gemeinsam mit anderen Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin einen Kleintransporter genutzt. Das B&uuml;ro der Kl&auml;gerin habe er mit dem Kleintransporter aufgesucht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. K&ouml;nne ein dem Unternehmen zugeordneter PKW auch f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte genutzt werden, sei unabh&auml;ngig von der tats&auml;chlichen PKW-Nutzung f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte ein Zuschlag nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Der Anscheinsbeweis, wonach ein f&uuml;r private Zwecke zur Verf&uuml;gung gestellter Dienstwagen auch f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte genutzt werde, sei auch aufgrund des Ergebnisses einer in der m&uuml;ndlichen Verhandlung durchgef&uuml;hrten Vernehmung zweier Zeugen &#8211;des Bruders des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers sowie der Ehefrau des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers&#8211; nicht entkr&auml;ftet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 684.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG unzutreffend ausgelegt. Der nach dieser Vorschrift vorzunehmende Zuschlag h&auml;nge nach den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 4.&nbsp;April 2008 VI&nbsp;R&nbsp;85\/04 (BFHE 221, 11, BStBl II 2008, 887) und VI&nbsp;R&nbsp;68\/05 (BFHE 221, 17, BStBl II 2008, 890) und entgegen der Vorentscheidung davon ab, wie h&auml;ufig ein PKW tats&auml;chlich f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte verwendet worden sei. Da nach diesen Entscheidungen der Zuschlag nur dann in Betracht komme, wenn der PKW an mindestens 15&nbsp;Tagen (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 221, 11, BStBl II 2008, 887, unter II.2.b) genutzt worden sei, die Beweisaufnahme jedoch ergeben habe, dass der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die PKW sporadisch &#8211;weniger als einmal w&ouml;chentlich&#8211; f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte genutzt habe, sei von der Vornahme eines Zuschlags g&auml;nzlich Abstand zu nehmen. Insoweit habe das FG die Zeugenaussagen unzutreffend gew&uuml;rdigt und damit gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies st&uuml;tzt die Kl&auml;gerin ihre Revision darauf, dass das FG seiner Aufkl&auml;rungspflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO nicht nachgekommen sei. Es h&auml;tte &#8211;bei Ber&uuml;cksichtigung der zuvor genannten BFH-Rechtsprechung&#8211; aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, wie h&auml;ufig der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die PKW f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte genutzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG, die Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;Oktober 2009 und die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 2003 und 2004 vom 8.&nbsp;Januar 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass keine Fahrten des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Kl&auml;gerin zwischen Wohnort und dem B&uuml;ro der Kl&auml;gerin der Umsatzsteuer unterworfen werden, hilfsweise, die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es h&auml;lt die Vorentscheidung f&uuml;r zutreffend und tritt der Revision der Kl&auml;gerin entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht ist das FG ohne weitere Feststellungen davon ausgegangen, dass die PKW-&Uuml;berlassung als Entgelt i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG der Umsatzsteuer zu unterwerfen sei, obwohl die PKW-Nutzung auch auf dem Gesellschafterverh&auml;ltnis beruht haben kann. Auch halten seine Ausf&uuml;hrungen zur Sch&auml;tzung der Bemessungsgrundlage einer revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG unterliegen der Umsatzsteuer u.a. die sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berl&auml;sst ein Arbeitgeber einem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einen PKW zur privaten Nutzung, kann ein Teil der Arbeitsleistung des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers in seiner Eigenschaft als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer (Arbeitnehmer) Entgelt f&uuml;r diese Nutzungs&uuml;berlassung sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sachzuwendungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer &#8211;ohne ein daf&uuml;r besonders berechnetes Entgelt&#8211; sind dann als entgeltlicher Umsatz i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG zu beurteilen, wenn diese Leistung auf eine vereinbarte oder &uuml;bliche (andere) Gegenleistung zielt. Diese kann in einem Anteil der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gesehen werden, der vom Barlohn nicht abgegolten wird (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Juni 1999 V&nbsp;R&nbsp;87\/98, BFHE 189, 196, BStBl II 1999, 580, unter II.1.a). Besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Nutzungs&uuml;berlassung und Arbeitsleistung, handelt es sich um einen tausch&auml;hnlichen Umsatz (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;12 Satz&nbsp;2 UStG), bei dem ein Teil der Arbeitsleistung des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers Entgelt f&uuml;r die sonstige Leistung (der Nutzungs&uuml;berlassung des PKW) ist (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2009 V&nbsp;R&nbsp;24\/08, BFHE 226, 364, BStBl II 2010, 854, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dementsprechend liegt in den F&auml;llen der &Uuml;berlassung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Nutzungs&uuml;berlassung und Arbeitsleistung vor, wenn die &Uuml;berlassung bei W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalls als (&uuml;blicher) Verg&uuml;tungsbestandteil anzusehen ist (BFH-Urteile in BFHE 189, 196, BStBl II 1999, 580, unter II.1.b; vom 31.&nbsp;Juli 2008 V&nbsp;R&nbsp;74\/05, BFH\/NV 2009, 226, unter II.2.c; in BFHE 226, 364, BStBl II 2010, 854, unter II.1.; BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;September 2000 V&nbsp;B&nbsp;7\/00, BFH\/NV 2001, 350, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dagegen begr&uuml;ndet es noch keinen unmittelbaren Zusammenhang im Sinne eines Entgelts zwischen der Nutzungs&uuml;berlassung und der Arbeitsleistung, dass die &Uuml;berlassung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW von dem Arbeitgeber an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruht (BFH-Urteile in BFHE 189, 196, BStBl II 1999, 580, unter II.1.a; in BFH\/NV 2009, 226, unter II.2.c). Das Fehlen einer Entgeltzahlung kann auch nicht durch den Umstand aufgewogen werden, dass im Rahmen der Einkommensteuer die private Nutzung eines dem Unternehmen zugeordneten Gegenstandes als ein quantifizierbarer geldwerter Vorteil und somit in gewisser Weise als ein Teil der Verg&uuml;tung angesehen wird, auf die der Beg&uuml;nstigte als Gegenleistung f&uuml;r die Zurverf&uuml;gungstellung eines Gegenstandes verzichtet hat (vgl. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union vom 18.&nbsp;Juli 2013 C-210\/11 und C-211\/11 &#8211;Medicom und Maison Patrice Alard&#8211;, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2013, 853, Deutsches Steuerrecht 2013, 1604, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Einer sonstigen Leistung gegen Entgelt wird durch &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG gleichgestellt die Verwendung eines dem Unternehmen zugeordneten Gegenstands, der zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt hat, durch einen Unternehmer f&uuml;r Zwecke, die au&szlig;erhalb des Unternehmens liegen, oder f&uuml;r den privaten Bedarf seines Personals, sofern keine Aufmerksamkeiten vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nichtunternehmerische Nutzung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW ist unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG als unentgeltliche Wertabgabe der Besteuerung zu unterwerfen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH einen dem Unternehmen zugeordneten PKW in seiner Eigenschaft als Gesellschafter zu privaten Zwecken nutzt, ohne dass er hierf&uuml;r eine Gegenleistung erbringt (vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Mai 2010 XI&nbsp;R&nbsp;32\/08, BFHE 230, 272, BStBl II 2010, 1079, Rz&nbsp;22; Nieskens in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;1682; Tehler in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;401.10; Verf&uuml;gung der Oberfinanzdirektion &#8211;OFD&#8211; Frankfurt a.M. vom 23.&nbsp;April 2007 S&nbsp;7100&nbsp;A&nbsp;&#8211;&nbsp;68&nbsp;&#8211;&nbsp;St&nbsp;11, Umsatzsteuer-Rundschau 2007, 864, Teil&nbsp;B, Tz&nbsp;1.; Verf&uuml;gung der OFD Niedersachsen vom 22.&nbsp;August 2012 S&nbsp;7100-421-St&nbsp;172, USt-Kartei ND &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG S&nbsp;7100 Karte&nbsp;32, Tz&nbsp;2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung ist aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist ohne weitere Feststellungen davon ausgegangen, dass die streitbefangene PKW-Nutzung auf Grundlage des zwischen dem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und der Kl&auml;gerin bestehenden Arbeitsverh&auml;ltnisses erfolgte. Die Sache ist nicht spruchreif; sie geht deshalb zur Nachholung der fehlenden Feststellungen an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, ob und ggf. inwieweit die PKW-&Uuml;berlassung an den Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer als Gegenleistung f&uuml;r seine Arbeitsleistung als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer erfolgte oder ob und ggf. inwieweit der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die PKW in seiner Eigenschaft als Gesellschafter nutzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sollten die vom FG nachzuholenden Feststellungen ergeben, dass der PKW-&Uuml;berlassung ein Entgelt in Gestalt anteiliger Arbeitsleistung gegen&uuml;berstand, liegt ein tausch&auml;hnlicher Umsatz vor, bei dem der Wert jedes Umsatzes als Entgelt f&uuml;r den anderen Umsatz gilt (vgl. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG). Dieser Wert kann anhand der Kosten bzw. Ausgaben (seit dem 1.&nbsp;Juli 2004, vgl. Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a, Art.&nbsp;22 Abs.&nbsp;3 des Gesetzes zur Umsetzung von EU-Richtlinien in nationales Steuerrecht und zur &Auml;nderung weiterer Vorschriften vom 9.&nbsp;Dezember 2004, BGBl I 2004, 3310) f&uuml;r die &Uuml;berlassung des PKW gesch&auml;tzt werden (vgl. BFH-Urteile vom 6.&nbsp;Juni 1984 V&nbsp;R&nbsp;33\/83, BFHE 141, 355, BStBl II 1984, 686, unter 2.b; in BFHE 189, 196, BStBl II 1999, 580, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r den Fall, dass die PKW-&Uuml;berlassung eine unentgeltliche Wertabgabe i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG ist, sind als Bemessungsgrundlage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UStG die Kosten bzw. Ausgaben (seit dem 1.&nbsp;Juli 2004) anzusetzen, soweit sie zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben. Soweit diese Kosten bzw. Ausgaben (seit dem 1.&nbsp;Juli 2004) und der Umfang der privaten und unternehmerischen Fahrten nicht ermittelt werden k&ouml;nnen, sind sie zu sch&auml;tzen (vgl. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;M&auml;rz 1999 V&nbsp;R&nbsp;78\/98, BFHE 188, 160, HFR 1999, 569, unter II.3.; vom 4.&nbsp;November 1999 V&nbsp;R&nbsp;35\/99, BFH\/NV 2000, 759, unter II.2.; in BFHE 230, 272, BStBl II 2010, 1079, Rz&nbsp;23, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aus Vereinfachungsgr&uuml;nden kann die anzusetzende Bemessungsgrundlage nach Wahl des Unternehmers aufgrund entsprechender Verwaltungsvorschriften sowohl bei einem tausch&auml;hnlichen Umsatz i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;12 Satz&nbsp;2 UStG als auch bei einer unentgeltlichen Wertabgabe i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG nach lohnsteuerrechtlichen bzw. nach ertragsteuerrechtlichen Werten gesch&auml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In beiden F&auml;llen besteht ein Interesse an der vereinfachten Ermittlung der Bemessungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Obwohl die im Einkommensteuerrecht ma&szlig;geblichen Werte grunds&auml;tzlich ungeeignet f&uuml;r die Ermittlung der umsatzsteuerrechtlich anzusetzenden Bemessungsgrundlage sind, ist es im Interesse einer erleichterten Ermittlung der Bemessungsgrundlage nicht zu beanstanden, wenn ein Unternehmer nach seiner Wahl von einer Vereinfachungsregelung der Finanzverwaltung Gebrauch macht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 188, 160, HFR 1999, 569, unter II.3.; in BFH\/NV 2000, 759, unter II.3.; in BFHE 230, 272, BStBl II 2010, 1079, Rz&nbsp;24, jeweils zur Nutzungsentnahme nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG). Dabei ist die Vereinfachungsregelung eine einheitliche Sch&auml;tzung, die von einem Unternehmer nur insgesamt oder gar nicht in Anspruch genommen werden kann (vgl. BFH-Urteil in BFHE 230, 272, BStBl II 2010, 1079, Rz&nbsp;31, zur Nutzungsentnahme nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Erfolgt die PKW-&Uuml;berlassung als Gegenleistung f&uuml;r geleistete Dienste des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers, ist es mithin im Rahmen der Sch&auml;tzung hinzunehmen, wenn der Unternehmer zur Bestimmung der Bemessungsgrundlage gem&auml;&szlig; den von der Finanzverwaltung getroffenen Vereinfachungsregelungen nach seiner Wahl lohnsteuerrechtliche Werte heranzieht (vgl. Lippross, Umsatzsteuer, 23.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;844&nbsp;f.; Stadie, UStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;86).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Solche Vereinfachungsregelungen ergeben sich nunmehr aus dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 5.&nbsp;Juni 2014 IV&nbsp;D&nbsp;2-S&nbsp;7300\/07\/10002:001, 2014\/0492152 (BStBl I 2014, 896, unter II.2.a), das in allen offenen F&auml;llen anwendbar ist (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 896, unter IV.), bzw. aus Abschn.&nbsp;15.23. Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211; (vormals aus dem BMF-Schreiben vom 27.&nbsp;August 2004 IV&nbsp;B&nbsp;7-S&nbsp;7300-70\/04, BStBl I 2004, 864, Tz&nbsp;4.2.1.3). Danach wird es aus Vereinfachungsgr&uuml;nden nicht beanstandet, wenn f&uuml;r die umsatzsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage von den lohnsteuerrechtlichen Werten ausgegangen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird deshalb Feststellungen dazu nachzuholen haben, welche Werte bei der Lohnsteuer des Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers angesetzt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG vorliegen, w&auml;re es nicht zu beanstanden, wenn der Unternehmer entsprechend der Vereinfachungsregelung des BMF-Schreibens in BStBl I 2014, 896 (unter I.5.a&nbsp;aa) bzw. nach Abschn.&nbsp;15.23. Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a UStAE (vormals BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 864, Tz 2.1) von der sog. 1&nbsp;%-Regelung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG ausginge und von diesem Wert f&uuml;r die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten einen pauschalen Abschlag von 20&nbsp;% vornehmen w&uuml;rde. Dann k&auml;me es auf den konkreten Umfang der Verwendung der PKW f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Unternehmensort nicht an, weil diese f&uuml;r die Bestimmung der Bemessungsgrundlage anhand der Vereinfachungsregelung nicht ma&szlig;geblich ist (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 896, unter I.2.; Abschn.&nbsp;15.23. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStAE; vormals BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 864, Tz&nbsp;3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Sache bereits aufgrund materiell-rechtlicher Erw&auml;gungen an das FG zur&uuml;ckzuverweisen ist, bed&uuml;rfen die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen keiner Er&ouml;rterung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO dem FG &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, XI R 3\/12 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.06.2014 XI R 2\/12 &#8211; &Uuml;berlassung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zur privaten Nutzung &#8211; Besteuerung als tausch&auml;hnlicher Umsatz oder als unentgeltliche Wertabgabe &#8211; Sch&auml;tzung der Bemessungsgrundlage Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, betrieb w&auml;hrend &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-3-12-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-05062014-xi-r-2-12-ueberlassung-eines-dem-unternehmen-zugeordneten-pkw-an-einen-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-zur-privaten-nutzung-besteue\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;3\/12 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.06.2014 XI R 2\/12 &#8211; &Uuml;berlassung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW an einen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zur privaten Nutzung &#8211; Besteuerung als tausch&auml;hnlicher Umsatz oder als unentgeltliche Wertabgabe &#8211; Sch&auml;tzung der Bemessungsgrundlage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63648","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63648\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}