{"id":63657,"date":"2014-11-12T14:21:56","date_gmt":"2014-11-12T12:21:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63657"},"modified":"2014-11-12T14:21:56","modified_gmt":"2014-11-12T12:21:56","slug":"vi-r-76-13-doppelte-haushaltsfuehrung-mehrgenerationenhaushalt-entscheidung-nach-par-139-abs-3-satz-3-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-76-13-doppelte-haushaltsfuehrung-mehrgenerationenhaushalt-entscheidung-nach-par-139-abs-3-satz-3-fgo\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;76\/13 &#8211; Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung &#8211; Mehrgenerationenhaushalt &#8211; Entscheidung nach &sect; 139 Abs. 3 Satz 3 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, VI R 76\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung &#8211; Mehrgenerationenhaushalt &#8211; Entscheidung nach &sect; 139 Abs. 3 Satz 3 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r doppelte Haushaltsf&uuml;hrung bei einem ledigen Steuerpflichtigen, der geltend macht, seinen Haupthausstand am Wohnsitz seiner Eltern zu unterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der 1965 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist ledig und in X nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. Er machte mit seinen Einkommensteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre (2004 bis 2005) geltend, in X eine Wohnung mit einer Wohnfl&auml;che von 82&nbsp;qm als Wohnung am Besch&auml;ftigungsort zu nutzen und seinen Haupthausstand in der in Y gelegenen 129&nbsp;qm gro&szlig;en Mietwohnung seiner Eltern zu unterhalten. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) stand dem Kl&auml;ger dort ein von den Eltern zus&auml;tzlich zu ihrer Wohnung angemieteter, mit einer Waschgelegenheit ausgestatteter Kellerraum in der Gr&ouml;&szlig;e von 28 qm zur alleinigen Nutzung zur Verf&uuml;gung. Der Kl&auml;ger beteiligte sich nicht an den Mietkosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lie&szlig; in den gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) ge&auml;nderten Bescheiden die geltend gemachten Kosten der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung (Kosten wegen Familienheimfahrten) unber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage, mit der der Kl&auml;ger den Abzug von Unterkunftskosten und Mehraufwendungen f&uuml;r die Verpflegung (2004) begehrte, hatte keinen Erfolg. Nach Auffassung des FG hat der Kl&auml;ger keinen eigenen Hausstand in Y unterhalten. Ein solcher setze voraus, dass abgeschlossene R&auml;umlichkeiten vorhanden seien, die ein eigenst&auml;ndiges Wirtschaften erm&ouml;glichten. Dazu sei erforderlich, dass wenigstens eine Kochgelegenheit und Sanit&auml;reinrichtungen vorhanden seien. Daran fehle es hier. Zudem stehe dem Kl&auml;ger kein eigenes Recht zur Nutzung des Kellerraums zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil und die Einspruchsentscheidung des FA vom 8.&nbsp;September 2008 aufzuheben und die &Auml;nderungsbescheide vom 25.&nbsp;Januar 2007 dahingehend abzu&auml;ndern, dass die doppelte Haushaltsf&uuml;hrung ber&uuml;cksichtigt und die Einkommensteuer f&uuml;r die Jahre 2004 und 2005 auf &#8230;&nbsp;EUR und &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer aus beruflichem Anlass begr&uuml;ndeten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung entstehen, Werbungskosten. Eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung liegt nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG vor, wenn der Arbeitnehmer au&szlig;erhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterh&auml;lt, besch&auml;ftigt ist und auch am Besch&auml;ftigungsort wohnt. Dies gilt grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r einen alleinstehenden Arbeitnehmer; auch er kann einen doppelten Haushalt f&uuml;hren (st&auml;ndige Rechtsprechung des Senats, s. etwa Urteil vom 21.&nbsp;April 2010 VI&nbsp;R&nbsp;26\/09, BFHE 230, 5, BStBl II 2012, 618, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Hausstand i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG ist der Haushalt, den der Arbeitnehmer am Lebensmittelpunkt f&uuml;hrt, also sein Erst- oder Haupthaushalt. Bei einem alleinstehenden Arbeitnehmer ist entscheidend, dass er sich in dem Haushalt, im Wesentlichen nur unterbrochen durch die arbeits- und urlaubsbedingte Abwesenheit, aufh&auml;lt; denn allein das Vorhalten einer Wohnung f&uuml;r gelegentliche Besuche oder f&uuml;r Ferienaufenthalte ist noch nicht als Unterhalten eines Hausstands zu bewerten. Ebenfalls wird ein eigener Hausstand nicht unterhalten, wenn der nicht verheiratete Arbeitnehmer als nicht die Haushaltsf&uuml;hrung wesentlich bestimmender bzw. mitbestimmender Teil in einen Hausstand eingegliedert ist, wie es regelm&auml;&szlig;ig bei jungen Arbeitnehmern der Fall ist, die nach Beendigung der Ausbildung weiterhin &#8211;wenn auch gegen Kostenbeteiligung&#8211; im elterlichen Haushalt ihr Zimmer bewohnen. Die elterliche Wohnung kann in einem dieser h&auml;ufigen F&auml;lle zwar, auch wenn das Kind am Besch&auml;ftigungsort eine Unterkunft bezogen hat, wie bisher der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen sein, sie ist aber nicht ein von dem Kind unterhaltener eigener Hausstand. Bei &auml;lteren, wirtschaftlich selbst&auml;ndigen, berufst&auml;tigen Kindern, die mit ihren Eltern oder einem Elternteil in einem gemeinsamen Haushalt leben, ist hingegen davon auszugehen, dass sie die F&uuml;hrung des Haushalts ma&szlig;geblich mitbestimmen, so dass ihnen dieser Hausstand als &quot;eigener&quot; zugerechnet werden kann. Diese Regelvermutung gilt insbesondere, wenn die Wohnung am Besch&auml;ftigungsort dem Arbeitnehmer im Wesentlichen nur als Schlafst&auml;tte dient. Denn dort ist regelm&auml;&szlig;ig weder der Haupthausstand noch der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Steuerpflichtigen zu verorten. Entspricht die Wohnsituation am Heimatort der Wohnung am Besch&auml;ftigungsort in Gr&ouml;&szlig;e und Ausstattung oder &uuml;bertrifft sie diese, ist dies vielmehr ein wesentliches Indiz daf&uuml;r, dass der Mittelpunkt der Lebensf&uuml;hrung nicht an den Besch&auml;ftigungsort verlegt worden ist, sondern der Haupthausstand dort fortgef&uuml;hrt wird. Dies gilt umso mehr, wenn der Steuerpflichtige dort sein Privatleben f&uuml;hrt, weil zum Heimatort die engeren pers&ouml;nlichen Beziehungen bestehen, beispielsweise wegen der &#8211;mit steigender Lebenserwartung immer h&auml;ufiger&#8211; alten, betreuungs- oder sogar pflegebed&uuml;rftigen Eltern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Umstand, dass der Arbeitnehmer dabei am Heimatort nicht &uuml;ber eine abgeschlossene Wohnung verf&uuml;gt, steht dieser Vermutung nicht entgegen. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs k&ouml;nnen die durch das Leben am Besch&auml;ftigungsort zus&auml;tzlich entstehenden notwendigen Aufwendungen grunds&auml;tzlich auch dann zu Werbungskosten f&uuml;hren, wenn die Wohnverh&auml;ltnisse des Steuerpflichtigen am Ort seines Lebensmittelpunktes vergleichsweise einfach oder beengt sein sollten. Insbesondere m&uuml;ssen die dem Arbeitnehmer zur ausschlie&szlig;lichen Nutzung &uuml;berlassenen R&auml;umlichkeiten nicht den bewertungsrechtlichen Anforderungen an eine Wohnung gerecht werden. Vielmehr kann ein eigener Hausstand auch dann unterhalten werden, wenn der Erst- oder Haupthausstand gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil gef&uuml;hrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch bedarf es der &Uuml;bernahme einer besonderen finanziellen Verantwortung f&uuml;r den (gemeinsamen) Hausstand durch die gleichm&auml;&szlig;ige Beteiligung an den laufenden Haushalts- und Lebenshaltungskosten durch den Steuerpflichtigen nicht. Denn eine finanzielle Beteiligung, aus der auf eine gemeinsame Haushaltsf&uuml;hrung von Eltern und Kindern geschlossen werden kann, kann auch vorliegen, wenn etwa eine Aufteilung nach laufenden und einmaligen Kosten oder nach gew&ouml;hnlichem und au&szlig;ergew&ouml;hnlichem Aufwand vorgenommen wird. Im &Uuml;brigen ist dem Merkmal der Entgeltlichkeit lediglich &#8211;eine gewichtige&#8211; Indizfunktion beizumessen. Denn die Entgeltlichkeit ist keine unerl&auml;ssliche Voraussetzung (conditio sine qua non) einer steuererheblichen doppelten Haushaltsf&uuml;hrung. Dies gilt sowohl f&uuml;r die &Uuml;berlassung der Wohnung selbst als auch f&uuml;r die Kostentragung im &Uuml;brigen. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass ein alleinstehender Steuerpflichtiger auch dann einen eigenen Haushalt unterh&auml;lt, wenn nicht er selbst, sondern Dritte f&uuml;r diese Kosten aufkommen. Denn eine eigene Haushaltsf&uuml;hrung des ausw&auml;rts Besch&auml;ftigten ist nicht zwingend ausgeschlossen, wenn sich dessen finanzielle Beteiligung am Haushalt nicht feststellen l&auml;sst, wie auch umgekehrt aus einem finanziellen Beitrag allein nicht zwingend auf das Unterhalten eines eigenen Haushalts zu schlie&szlig;en ist (Senatsurteil vom 16.&nbsp;Januar 2013 VI&nbsp;R&nbsp;46\/12, BFHE 240, 241, BStBl II 2013, 627; s. auch Senatsurteile vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2012 VI&nbsp;R&nbsp;87\/10, BFHE 236, 553, BStBl II 2012, 800; vom 26.&nbsp;Juli 2012 VI&nbsp;R&nbsp;10\/12, BFHE 238, 413, BStBl II 2013, 208).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Entscheidung des FG entspricht diesen Grunds&auml;tzen nicht. Das FG hat vor allem verkannt, dass bei einem erwachsenen, wirtschaftlich selbst&auml;ndigen Kind &#8211;wie dem Kl&auml;ger&#8211; regelm&auml;&szlig;ig vermutet werden kann, dass es nicht als Gast in den elterlichen Haushalt eingegliedert ist, sondern jedenfalls dann, wenn es dort lediglich unterbrochen durch Arbeits- und Urlaubsaufenthalte gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil wohnt, auch die gemeinsame Haushaltsf&uuml;hrung wesentlich mitbestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG wird im zweiten Rechtsgang unter Beachtung der vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tze entsprechende weitere Feststellungen zu dem behaupteten Haupthausstand zu treffen und auf dieser Grundlage erneut zu w&uuml;rdigen haben, ob der Kl&auml;ger in den fraglichen R&auml;umlichkeiten einen eigenen Hausstand i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG, m&ouml;glicherweise im Rahmen eines Mehrgenerationenhaushalts, unterhalten hat. Sodann hat das FG festzustellen, ob sich der Lebensmittelpunkt des Kl&auml;gers noch in seinem Heimatort befand. Sollte das FG danach vom Vorliegen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung dem Grunde nach &uuml;berzeugt sein, sind &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;6 EStG und &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO zu beachten. Dabei geht der Senat davon aus, dass das FA zur Korrektur der Bescheide gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO berechtigt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Antrag, die Zuziehung des Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren, war als unzul&auml;ssig zu verwerfen, weil dieser Antrag im Revisionsverfahren nicht statthaft ist. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren. Zust&auml;ndig ist daher das FG als Gericht des ersten Rechtszuges (vgl. Senatsentscheidung vom 21. April 2010 VI&nbsp;R&nbsp;46\/08, BFHE 229, 228, BStBl II 2010, 848, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, VI R 76\/13 Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung &#8211; Mehrgenerationenhaushalt &#8211; Entscheidung nach &sect; 139 Abs. 3 Satz 3 FGO Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist die Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r doppelte Haushaltsf&uuml;hrung bei einem ledigen Steuerpflichtigen, der geltend macht, seinen Haupthausstand am Wohnsitz seiner Eltern zu unterhalten. 2&nbsp; Der 1965 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-76-13-doppelte-haushaltsfuehrung-mehrgenerationenhaushalt-entscheidung-nach-par-139-abs-3-satz-3-fgo\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;76\/13 &#8211; Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung &#8211; Mehrgenerationenhaushalt &#8211; Entscheidung nach &sect; 139 Abs. 3 Satz 3 FGO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63657","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63657\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}