{"id":63681,"date":"2014-11-12T16:31:24","date_gmt":"2014-11-12T14:31:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63681"},"modified":"2014-11-12T16:31:24","modified_gmt":"2014-11-12T14:31:24","slug":"xi-r-39-10-zur-anwendung-des-ermaessigten-steuersatzes-auf-von-mietwagenunternehmern-durchgefuehrte-krankentransporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-39-10-zur-anwendung-des-ermaessigten-steuersatzes-auf-von-mietwagenunternehmern-durchgefuehrte-krankentransporte\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;39\/10 &#8211; Zur Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf von Mietwagenunternehmern durchgef&uuml;hrte Krankentransporte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2014, XI R 39\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf von Mietwagenunternehmern durchgef&uuml;hrte Krankentransporte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der im nationalen Recht vorgesehene erm&auml;&szlig;igte Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen im Nahverkehr durch Taxen ist unionsrechtskonform und gilt grunds&auml;tzlich nicht f&uuml;r entsprechende von Mietwagenunternehmern erbrachte Leistungen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Anders kann es sein, wenn von einem Mietwagenunternehmer durchgef&uuml;hrte Krankentransporte auf mit Krankenkassen geschlossenen Sondervereinbarungen, die ebenfalls f&uuml;r Taxiunternehmer gelten, beruhen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob f&uuml;r Ums&auml;tze aus Personenbef&ouml;rderungsleistungen mit Mietwagen &#8211;im Streitfall Krankenfahrten mit nicht hierf&uuml;r besonders eingerichteten Fahrzeugen im Auftrag von Krankenkassen&#8211; der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz anwendbar ist, der nach nationalem Recht f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen mit Kraftdroschken (Taxen) im Nahverkehr gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, die u.a. &uuml;ber eine Genehmigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4, &sect;&sect;&nbsp;9&nbsp;ff., &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes (PBefG) f&uuml;r den Verkehr mit Mietwagen verf&uuml;gt, nicht jedoch &uuml;ber eine Genehmigung f&uuml;r den Verkehr mit Taxen (&sect;&nbsp;47 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Streitjahren 2006 und 2007 f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin im Auftrag von Krankenkassen Krankenfahrten mit hierf&uuml;r nicht besonders eingerichteten Fahrzeugen durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie erkannte am 27.&nbsp;November 2007 gegen&uuml;ber der Krankenkasse&nbsp;A den zum 1.&nbsp;Oktober 2007 zwischen dieser und dem Taxi- und Mietwagenunternehmerverband (V) geschlossenen Vertrag zur Durchf&uuml;hrung von Krankenfahrten f&uuml;r Versicherte der Krankenkasse A mittels Taxiunternehmen an und verpflichtete sich, alle in diesem Vertrag vereinbarten Bedingungen zu erf&uuml;llen. Gegenstand des Vertrages ist nach dessen &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 die Beteiligung der im V organisierten Taxiunternehmen an der Durchf&uuml;hrung von planbaren Krankenfahrten, die f&uuml;r die Versicherten der Krankenkasse A im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse notwendig werden. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 des Vertrages gilt f&uuml;r die Verg&uuml;tung der Krankenfahrten die Geb&uuml;hrenvereinbarung nach Anlage&nbsp;1 des Vertrages.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte die Ums&auml;tze entsprechend einer Beanstandung durch eine Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung des Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit dem allgemeinen Steuersatz (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211;). Ihre Einspr&uuml;che, mit denen sie eine Besteuerung mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 UStG) begehrte, blieben ohne Erfolg. Der Klage wurde nur aus anderen, hier nicht streitigen Gr&uuml;nden teilweise stattgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) entschied, die Kl&auml;gerin k&ouml;nne f&uuml;r die betreffenden Bef&ouml;rderungsleistungen nicht den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz beanspruchen, da sie mangels entsprechender Genehmigung keine Bef&ouml;rderung im Verkehr mit Taxen erbracht habe. Eine Ausdehnung der Vorschrift des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG auf die von der Kl&auml;gerin als Mietwagenunternehmerin durchgef&uuml;hrten Fahrten sei verfassungsrechtlich nicht geboten. Allerdings handele es sich bei den vorliegenden Krankenfahrten im Auftrag von Krankenkassen um eine besondere Fallkonstellation, in der eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung m&ouml;glich erscheine. F&uuml;r Taxiunternehmen mit Betriebssitz in X bestehe aufgrund der Verordnung der Stadt&nbsp;X &uuml;ber die Bef&ouml;rderungsentgelte und -bedingungen f&uuml;r den Verkehr von Taxen nach entsprechender Genehmigung die M&ouml;glichkeit, Bef&ouml;rderungsleistungen gegen&uuml;ber Krankenkassen zu erbringen, die nicht der strengen Bindung an Bef&ouml;rderungspreise unterl&auml;gen, sondern auf Vereinbarungen mit den Krankenkassen beruhten. Bef&ouml;rderungsleistungen von Taxiunternehmern, die derartigen Vertr&auml;gen unterfielen, fehlten die wesentlichen Merkmale des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs, auf denen die Beg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG ihrem Sinn und Zweck nach beruhe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letztlich k&ouml;nne dies jedoch dahinstehen, da auch eine verfassungsrechtlich zu beanstandende Ungleichbehandlung nicht zu einem Anspruch der Kl&auml;gerin auf Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes f&uuml;hre. Die Kl&auml;gerin werde durch die zu niedrige Besteuerung ihrer Konkurrenten nicht rechtsschutzlos gestellt, sondern k&ouml;nne ihr Recht au&szlig;erhalb dieses Verfahrens mit einem Antrag auf volle Besteuerung der in Rede stehenden &quot;Taxi&quot;-Ums&auml;tze verfolgen. Der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t gew&auml;hrleiste den Schutz vor zu niedriger Besteuerung von Konkurrenten (Hinweis auf Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom 8.&nbsp;Juni 2006 C-430\/04 &#8211;Feuerbestattungsverein Halle e.V.&#8211;, Slg. 2006, I-4999, Umsatzsteuer-Rundschau 2006, 459, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2006, 830; Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5.&nbsp;Oktober 2006 VII&nbsp;R&nbsp;24\/03, BFHE 215, 32, BStBl II 2007, 243).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich begr&uuml;nde auch das Unionsrecht keinen Anspruch der Kl&auml;gerin auf Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf die von ihr erbrachten Leistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Nach Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 i.V.m. Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) k&ouml;nnten die Mitgliedstaaten auf die Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks einen erm&auml;&szlig;igten Steuersatz anwenden. Die Umsatzsteuer m&uuml;sse jedoch auch hier wettbewerbsneutral ausgestaltet sein. Die vorliegende Wettbewerbsverzerrung k&ouml;nne dadurch beseitigt werden, dass ihr &#8211;der Kl&auml;gerin&#8211; durch Auslegung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG &uuml;ber den Wortlaut hinaus auch als Mietwagenunternehmerin der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz gew&auml;hrt werde. Dies sei auch geboten, da anderweitige Rechtsschutzm&ouml;glichkeiten wie Konkurrentenklagen wegen zu niedriger Besteuerung erst noch zu ermittelnder konkurrierender Taxiunternehmer ihr nicht zumutbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Senat hat mit Beschluss vom 10.&nbsp;Juli 2012 XI&nbsp;R&nbsp;39\/10 (BFHE 239, 164, BStBl II 2013, 296) das Revisionsverfahren ausgesetzt und dem EuGH folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;1. Stehen Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 i.V.m. Anhang H Kategorie 5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern und Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Anhang III Kategorie 5 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union Nr. L&nbsp;347\/1) unter Beachtung des Neutralit&auml;tsprinzips einer nationalen Regelung entgegen, die f&uuml;r die Bef&ouml;rderung von Personen im Verkehr mit Taxen im Nahverkehr den erm&auml;&szlig;igten Umsatzsteuersatz vorsieht, wohingegen f&uuml;r die Bef&ouml;rderung von Personen mit sog. Mietwagen im Nahverkehr der Regelsteuersatz gilt?<\/p>\n<p>2. Ist bei der Beantwortung der ersten Frage von Bedeutung, ob Fahrten auf der Grundlage von Sondervereinbarungen mit Gro&szlig;kunden unter nahezu gleichlautenden Bedingungen von Kraftdroschken- bzw. Taxiunternehmern und Mietwagenunternehmern ausgef&uuml;hrt werden?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der EuGH hat diese Fragen mit Urteil vom 27.&nbsp;Februar 2014 in den verbundenen Rechtssachen C-454\/12 &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und C-455\/12 &#8211;Eckard Pongratz&#8211; (Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2014, 581, HFR 2014, 470) wie folgt beantwortet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;1. Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 in Verbindung mit Anhang H Kategorie 5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage in der durch die Richtlinie 2001\/4\/EG des Rates vom 19.&nbsp;Januar 2001 ge&auml;nderten Fassung und Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;1 und 2 in Verbindung mit Anhang III Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem sind unter Beachtung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t dahin auszulegen, dass sie der Anwendung unterschiedlicher Mehrwertsteuers&auml;tze, eines erm&auml;&szlig;igten und des normalen Steuersatzes, auf zwei Arten von Dienstleistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks im Nahverkehr, n&auml;mlich zum einen per Taxi und zum anderen per Mietwagen mit Fahrergestellung, nicht entgegenstehen, sofern zum einen aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen, denen diese beiden Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, die T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen konkreten und spezifischen Aspekt der Dienstleistungskategorie der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks im Sinne von Kategorie 5 bzw. Nr.&nbsp;5 der Anh&auml;nge dieser Richtlinien darstellt und zum anderen die fraglichen Unterschiede ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Entscheidung des durchschnittlichen Nutzers f&uuml;r die eine oder die andere Bef&ouml;rderungsart haben. Es ist Sache des vorliegenden Gerichts, zu pr&uuml;fen, ob dies in den Ausgangsverfahren der Fall ist.<\/p>\n<p>2. Dagegen sind Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 in Verbindung mit Anhang H Kategorie 5 der Sechsten Richtlinie 77\/388 in der durch die Richtlinie 2001\/4 ge&auml;nderten Fassung und Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;1 und 2 in Verbindung mit Anhang III Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 2006\/112 unter Beachtung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t dahin auszulegen, dass sie der Anwendung unterschiedlicher Mehrwertsteuers&auml;tze auf zwei Arten von Dienstleistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks im Nahverkehr, n&auml;mlich zum einen per Taxi und zum anderen per Mietwagen mit Fahrergestellung, entgegenstehen, wenn aufgrund einer Sondervereinbarung, die auf die Taxiunternehmen und die Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung, mit denen sie getroffen wurde, unterschiedslos angewandt wird, die Bef&ouml;rderung von Personen per Taxi keinen konkreten und spezifischen Aspekt der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks darstellt und wenn die im Rahmen dieser Vereinbarung durchgef&uuml;hrte T&auml;tigkeit, aus der Sicht des durchschnittlichen Nutzers, als der T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Mietwagen mit Fahrergestellung gleichartig anzusehen ist; dies zu pr&uuml;fen ist Sache des vorlegenden Gerichts.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin begehrt insbesondere im Hinblick auf die Ausf&uuml;hrungen des EuGH unter Rz&nbsp;4 seiner Entscheidung die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf die von ihr im Rahmen des Patiententransports durchgef&uuml;hrten Krankentransporte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, unter Aufhebung der Vorentscheidung die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 2006 und f&uuml;r 2007 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Ums&auml;tze aus Krankenfahrten dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterworfen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist bei seiner Entscheidung zum Teil von unzutreffenden Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Die bislang vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen reichen nicht aus, um eine abschlie&szlig;ende Entscheidung zur Frage der Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf die streitbefangenen Ums&auml;tze zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach der in den Streitjahren 2006 und 2007 geltenden Fassungen des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UStG betrug die Steuer f&uuml;r jeden steuerpflichtigen Umsatz 16&nbsp;% (2006) bzw. 19&nbsp;% (2007) der Bemessungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Steuersatz erm&auml;&szlig;igte sich nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG in der f&uuml;r das Streitjahr 2006 geltenden Fassung auf 7&nbsp;% f&uuml;r die Bef&ouml;rderungen von Personen im Schienenbahnverkehr mit Ausnahme der Bergbahnen, im Verkehr mit Oberleitungsomnibussen, im genehmigten Linienverkehr mit Kfz, im Kraftdroschkenverkehr und die Bef&ouml;rderungen im F&auml;hrverkehr<br \/>aa) innerhalb einer Gemeinde oder<br \/>bb) wenn die Bef&ouml;rderungsstrecke nicht mehr als 50&nbsp;km betrug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung vom 19. Dezember 2006 wurde der Begriff &quot;Kraftdroschkenverkehr&quot; durch die W&ouml;rter &quot;Verkehr mit Taxen&quot; ersetzt (Art.&nbsp;7 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;b des Jahressteuergesetzes 2007). Dabei handelt es sich &quot;um eine redaktionelle &Auml;nderung&quot;, da die Verwendung des Begriffs &quot;Kraftdroschke&quot; bei Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG in Anlehnung an das PBefG erfolgte, und in diesem Gesetz der Begriff &quot;Kraftdroschke&quot; zwischenzeitlich durch den Begriff &quot;Taxen&quot; ersetzt worden war (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;75).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 der im Streitjahr 2006 geltenden Richtlinie 77\/388\/EWG und nach Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;1 der im Streitjahr 2007 geltenden Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten (neben dem Normalsatz) einen oder zwei erm&auml;&szlig;igte S&auml;tze anwenden. Diese erm&auml;&szlig;igten S&auml;tze werden als ein Prozentsatz der Besteuerungsgrundlage festgelegt, der nicht niedriger als 5&nbsp;% sein darf, und sind nur auf Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen der in Anhang&nbsp;H (Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG) bzw. der in Anhang&nbsp;III (Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2, Art.&nbsp;99 Abs.&nbsp;1 der MwStSystRL) genannten Kategorien anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhang&nbsp;H der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Anhang&nbsp;III der MwStSystRL enth&auml;lt ein Verzeichnis der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, auf die erm&auml;&szlig;igte Mehrwertsteuers&auml;tze angewandt werden k&ouml;nnen. Kategorie&nbsp;5 des Anhangs&nbsp;H der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Nr.&nbsp;5 des Anhangs&nbsp;III der MwStSystRL l&auml;sst dies f&uuml;r die &quot;Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks&quot; zu. Darunter fallen die Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin, die unstreitig in der Bef&ouml;rderung von Personen bestehen. Insoweit w&auml;re die Bundesrepublik Deutschland befugt, daf&uuml;r in ihrem nationalen Umsatzsteuerrecht einen erm&auml;&szlig;igten Steuersatz anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das PBefG in der in den Streitjahren geltenden Fassung vom 8.&nbsp;August 1990 (BGBl I 1990, 1690) definiert den <span style=\"text-decoration:underline\">Verkehr mit Taxen<\/span> als die Bef&ouml;rderung von Personen mit PKW, die der Unternehmer an beh&ouml;rdlich zugelassenen Stellen bereith&auml;lt und mit denen er Fahrten zu einem vom Fahrgast bestimmten Ziel ausf&uuml;hrt (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 PBefG). Der Unternehmer kann Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge auch w&auml;hrend einer Fahrt oder am Betriebssitz entgegennehmen (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bef&ouml;rderungsentgelte und -bedingungen werden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 PBefG f&uuml;r Taxen durch Rechtsverordnung festgesetzt. F&uuml;r den Pflichtfahrbereich, dem r&auml;umlichen Geltungsbereich der festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 PBefG), sind Sondervereinbarungen &#8211;zwischen dem &ouml;rtlichen Taxigewerbe und Gro&szlig;kunden&#8211; unter den weiteren Voraussetzungen des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;2 PBefG zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Pflichtfahrbereich besteht nach &sect;&nbsp;22 i.V.m. &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 PBefG eine Bef&ouml;rderungspflicht. Die Unternehmer des Taxenverkehrs unterliegen einer Betriebspflicht, die allgemein auf die ordnungsm&auml;&szlig;ige Einrichtung und Aufrechterhaltung des Betriebs gerichtet ist (&sect;&nbsp;21 PBefG) und deren Umfang durch Rechtsverordnung noch weiter ausgestaltet werden kann, insbesondere auch durch Vorschriften &uuml;ber das Bereithalten von Taxen in Sonderf&auml;llen einschlie&szlig;lich eines Bereitschaftsdienstes (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">Verkehr mit Mietwagen<\/span> ist nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 PBefG die Bef&ouml;rderung von Personen mit PKW, die nur im Ganzen zur Bef&ouml;rderung angemietet werden und mit denen der Unternehmer Fahrten ausf&uuml;hrt, deren Zweck, Ziel und Ablauf der Mieter bestimmt und die nicht Verkehr mit Taxen nach &sect;&nbsp;47 PBefG sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Mietwagen d&uuml;rfen nur Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge ausgef&uuml;hrt werden, die am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingegangen sind (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 PBefG). Nach Ausf&uuml;hrung des Bef&ouml;rderungsauftrages hat der Mietwagen unverz&uuml;glich zum Betriebssitz zur&uuml;ckzukehren, es sei denn, er hat vor der Fahrt von seinem Betriebssitz oder der Wohnung oder w&auml;hrend der Fahrt fernm&uuml;ndlich einen neuen Bef&ouml;rderungsauftrag erhalten (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 PBefG). Der Eingang des Bef&ouml;rderungsauftrages am Betriebssitz oder in der Wohnung hat der Mietwagenunternehmer buchm&auml;&szlig;ig zu erfassen und die Aufzeichnung ein Jahr aufzubewahren (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 PBefG). Annahme, Vermittlung und Ausf&uuml;hrung von Bef&ouml;rderungsauftr&auml;gen, das Bereithalten des Mietwagens sowie Werbung f&uuml;r Mietwagenverkehr d&uuml;rfen weder allein noch in ihrer Verbindung geeignet sein, zur Verwechslung mit dem Taxenverkehr zu f&uuml;hren (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 PBefG). Den Taxen vorbehaltene Zeichen und Merkmale d&uuml;rfen f&uuml;r Mietwagen nicht verwendet werden (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;6 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Unternehmer des Mietwagenverkehrs besteht keine Betriebs- und Bef&ouml;rderungspflicht (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;7 PBefG). Sie unterliegen anders als die Taxiunternehmer (&sect;&nbsp;51 PBefG) keinen Tarifvorschriften, sondern k&ouml;nnen ihr Entgelt frei vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bef&ouml;rderung von Personen mit Kraftdroschken (Taxen) und mit Mietwagen bedarf der Genehmigung (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 und&nbsp;3 PBefG), wobei f&uuml;r den Verkehr mit Taxen eine besondere Zulassungsschranke besteht, wonach die Genehmigung zu versagen ist, wenn die &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen dadurch beeintr&auml;chtigt werden, dass durch die Aus&uuml;bung des beantragten Verkehrs das &ouml;rtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsf&auml;higkeit bedroht wird (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Kl&auml;gerin im Streitfall Personenbef&ouml;rderungsleistungen erbracht hat, die nicht ebenfalls f&uuml;r Taxen geltenden Sondervereinbarungen unterliegen, sind diese Ums&auml;tze &#8211;wie das FG zu Recht angenommen hat&#8211; nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UStG dem allgemeinen Steuersatz zu unterwerfen (vgl. den in dieser Sache ergangenen Vorlagebeschluss in BFHE 238, 551, BStBl II 2013, 296, unter II.2.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit dem Unionsrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Der EuGH hat in seinem Urteil &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und &#8211;Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470 u.a. ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;43. Der Gerichtshof hat zu Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 der Sechsten Richtlinie bereits ausgef&uuml;hrt, dass der Wortlaut dieser Bestimmung nicht zu der Auslegung zwingt, dass der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz nur dann angewandt werden kann, wenn er sich auf alle Aspekte einer Kategorie von Leistungen im Sinne des Anhangs H dieser Richtlinie bezieht, so dass eine selektive Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Satzes nicht ausgeschlossen ist, sofern sie keine Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung nach sich zieht (vgl. Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2010, Kommission\/ Frankreich, C-94\/09, Slg. 2010, I-4261, Rn.&nbsp;25 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung). Der Gerichthof hat ebenfalls klargestellt, dass seine Auslegung von Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der Sechsten Richtlinie auf die im Wesentlichen gleichlautenden Abs.&nbsp;1 und 2 von Art.&nbsp;98 der Mehrwertsteuerrichtlinie zu erstrecken ist (Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;27).<\/p>\n<p>44. Der Gerichtshof hat infolgedessen entschieden, dass die Mitgliedstaaten, sofern der dem gemeinsamen Mehrwertsteuersystem zugrunde liegende Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beachtet wird, die M&ouml;glichkeit haben, konkrete und spezifische Aspekte einer Kategorie von Leistungen im Sinne des Anhangs&nbsp;III der Mehrwertsteuerrichtlinie und des Anhangs&nbsp;H der Sechsten Richtlinie mit einem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz zu belegen (vgl. in diesem Sinne Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;26 und 27 sowie die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p>45. Demnach unterliegt die den Mitgliedstaaten zuerkannte Wahrnehmung der M&ouml;glichkeit einer selektiven Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes der zweifachen Bedingung, dass zum einen f&uuml;r die Zwecke der Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Satzes nur konkrete und spezifische Aspekte der in Rede stehenden Kategorie von Leistungen herausgel&ouml;st werden und zum anderen der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beachtet wird. Diese Bedingungen sollen sicherstellen, dass die Mitgliedstaaten von dieser M&ouml;glichkeit nur unter Umst&auml;nden Gebrauch machen, die die einfache und korrekte Anwendung des gew&auml;hlten erm&auml;&szlig;igten Satzes gew&auml;hrleisten und jede Form von Steuerhinterziehung, Steuerumgehung oder Missbrauch verhindern (vgl. Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;30).<\/p>\n<p>46. Folglich ist zu pr&uuml;fen, ob die Bef&ouml;rderung von Personen per Taxi, f&uuml;r die nationale Rechtsvorschriften wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden die Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuerssatzes vorsehen, einen konkreten und spezifischen Aspekt der Dienstleistungskategorie &#8218;Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks&#8216;, die sowohl in Anhang III Nr.&nbsp;5 der Mehrwertsteuerrichtlinie als auch in Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;5 der Sechsten Richtlinie aufgef&uuml;hrt ist, darstellt und, wenn ja, ob die Anwendung dieses Satzes allein auf die T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen per Taxi den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beeintr&auml;chtigt.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>47. Zur Kl&auml;rung der Frage, ob die Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen konkreten und spezifischen Aspekt der von den Unternehmen erbrachten Leistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks darstellt, ist zu pr&uuml;fen, ob es sich um die Erbringung einer Dienstleistung handelt, die getrennt von den &uuml;brigen Leistungen dieser Kategorie als solche bestimmbar ist (vgl. entsprechend Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;35).<\/p>\n<p>48. Hierzu ergibt sich aus den Angaben in den Vorlageentscheidungen, dass Taxiunternehmen in vollem Umfang als Erbringer einer &ouml;ffentlichen Dienstleistung der Bef&ouml;rderung von Personen angesehen werden, deren T&auml;tigkeit von der Erteilung einer Genehmigung durch die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde abh&auml;ngig ist und erheblichen Verpflichtungen unterliegt. Zu diesen Verpflichtungen geh&ouml;rt u.a., dass sie ihre T&auml;tigkeit entsprechend den &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen aufrechterhalten (&sect;&nbsp;21 PBefG), die Bef&ouml;rderung durchf&uuml;hren (&sect;&nbsp;22 PBefG) und die festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte beachten (&sect;&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 und 51 Abs.&nbsp;1 PBefG).<\/p>\n<p>49. Ein rechtlicher Rahmen, der Taxiunternehmen &#8211;&nbsp;im Unterschied zu Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung&nbsp;&#8211; zw&auml;nge, Bef&ouml;rderungsleistungen unter &Uuml;bernahme einer Betriebspflicht zu erbringen, und ihnen verb&ouml;te, eine Bef&ouml;rderung in Erwartung insbesondere einer profitableren Fahrt abzulehnen oder Situationen gewinnbringend zu nutzen, in denen sie ein vom offiziellen Tarif abweichendes Bef&ouml;rderungsentgelt verlangen k&ouml;nnten, ist geeignet, unterschiedliche Leistungen zu kennzeichnen.<\/p>\n<p>50. Unter solchen Umst&auml;nden kann die T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi als eine Dienstleistung eingestuft werden, die getrennt von den &uuml;brigen Leistungen der betreffenden Kategorie &#8211; der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks &#8211; als solche bestimmbar ist. Diese T&auml;tigkeit k&ouml;nnte somit einen konkreten und spezifischen Aspekt der genannten Kategorie darstellen.<\/p>\n<p>51. Es ist indessen Sache des nationalen Gerichts, anhand der nationalen Regelung und der tats&auml;chlichen Umst&auml;nde, mit denen es befasst ist, zu pr&uuml;fen, ob dies in den Ausgangsrechtsstreitigkeiten der Fall ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der EuGH es in Rz&nbsp;46 und 51 dem nationalen Gericht aufgegeben hat, zu pr&uuml;fen, ob die Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen konkreten und spezifischen Aspekt der von den Unternehmern erbrachten Leistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks darstellt, ist dies im Streitfall zu bejahen, soweit die Kl&auml;gerin Personenbef&ouml;rderungsleistungen durchgef&uuml;hrt hat, f&uuml;r die keine gleicherma&szlig;en f&uuml;r Taxiunternehmer geltenden Sondervereinbarungen bestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die Taxiunternehmer gelten in vollem Umfang als Erbringer einer &ouml;ffentlichen Dienstleistung der Bef&ouml;rderung von Personen, deren T&auml;tigkeit von der Erteilung einer Genehmigung durch die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde abh&auml;ngig ist und erheblichen weiteren Verpflichtungen unterliegt. Dazu geh&ouml;rt u.a., dass sie ihre T&auml;tigkeit entsprechend den &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen aufrechterhalten (&sect;&nbsp;21 PBefG), ihrer Bef&ouml;rderungspflicht i.S. von &sect;&nbsp;22 PBefG nachkommen und die festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte beachten (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 und &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat insoweit ausgef&uuml;hrt, dass ein entsprechender rechtlicher Rahmen, der nur f&uuml;r Taxiunternehmen und nicht f&uuml;r Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung gilt, geeignet ist, unterschiedliche Leistungen im vorstehenden Sinne zu kennzeichnen, so dass diese T&auml;tigkeit einen konkreten und spezifischen Aspekt der genannten Kategorie darstellen kann (vgl. Rz&nbsp;49 und 50 des EuGH-Urteils &#8211;Pro Med Logistik GmbH und Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">c) Zur unionsrechtlich dar&uuml;ber hinaus gebotenen Beachtung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t hat der EuGH ferner ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;52. Nach gefestigter Rechtsprechung l&auml;sst es der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t insbesondere nicht zu, gleichartige und deshalb miteinander in Wettbewerb stehende Waren oder Dienstleistungen hinsichtlich der Mehrwertsteuer unterschiedlich zu behandeln (vgl. Urteil vom 10.&nbsp;November 2011, The Rank Group, C-259\/10 und C-260\/10, Slg. 2011, I-10947, Rn.&nbsp;32 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p>53. Zur Kl&auml;rung der Frage, ob zwei Dienstleistungen im Sinne dieser Rechtsprechung gleichartig sind, ist in erster Linie auf die Sicht des Durchschnittsverbrauchers abzustellen, wobei k&uuml;nstliche, auf unbedeutenden Unterschieden beruhende Unterscheidungen vermieden werden m&uuml;ssen (vgl. Urteil The Rank Group, Rn.&nbsp;43 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p>54. Zwei Dienstleistungen sind daher gleichartig, wenn sie &auml;hnliche Eigenschaften haben und beim Verbraucher nach Ma&szlig;gabe eines Kriteriums der Vergleichbarkeit in der Verwendung denselben Bed&uuml;rfnissen dienen und wenn die bestehenden Unterschiede die Entscheidung des Durchschnittsverbrauchers, die eine oder die andere dieser Dienstleistungen zu w&auml;hlen, nicht erheblich beeinflussen (vgl. Urteil The Rank Group, Rn.&nbsp;44 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p>55. Ferner ist daran zu erinnern, dass es f&uuml;r die Beurteilung der Vergleichbarkeit von Leistungen nicht allein auf die Gegen&uuml;berstellung einzelner Leistungen ankommt, sondern der Kontext zu ber&uuml;cksichtigen ist, in dem sie erbracht werden (vgl. Urteil vom 23.&nbsp;April 2009, TNT Post UK, C-357\/07, Slg. 2009, I-3025, Rn.&nbsp;38).<\/p>\n<p>56. Insoweit hat der Gerichtshof anerkannt, dass in bestimmten Ausnahmef&auml;llen unter Ber&uuml;cksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen Wirtschaftszweige Unterschiede im rechtlichen Rahmen und in der rechtlichen Regelung der betreffenden Lieferungen von Gegenst&auml;nden oder Dienstleistungen in den Augen des Verbrauchers zu einer Unterscheidbarkeit im Hinblick auf die Befriedigung seiner eigenen Bed&uuml;rfnisse f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. in diesem Sinne Urteil The Rank Group, Rn.&nbsp;50 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p>57. Somit sind auch die unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen, denen die beiden in Rn.&nbsp;48 des vorliegenden Urteils genannten Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, und deshalb ihre jeweiligen Merkmale zu ber&uuml;cksichtigen, die in den Augen der Durchschnittsverbraucher die eine von der anderen unterscheiden.<\/p>\n<p>58. Im vorliegenden Fall hat das vorlegende Gericht ausgef&uuml;hrt, dass Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung nur Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge annehmen d&uuml;rften, die am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingegangen seien; dagegen sei Taxiunternehmen die Annahme von Auftr&auml;gen stets gestattet, was das Vorhandensein von Fahrzeugen an genau bestimmten Stellen oder die Abrufbarkeit voraussetze. Es hat ferner hervorgehoben, dass zwischen diesen beiden Bef&ouml;rderungsarten Unterschiede in Bezug auf die Annahme, die &Uuml;bermittlung und die Durchf&uuml;hrung der Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge sowie in Bezug auf das Bereithalten des Fahrzeugs und die Werbung best&uuml;nden. Das vorlegende Gericht h&auml;lt diese Unterschiede allein oder in Verbindung miteinander f&uuml;r geeignet, jede Gefahr einer Verwechslung zwischen dem Taxenverkehr und dem Mietwagenverkehr mit Fahrergestellung zu vermeiden. Es hat schlie&szlig;lich darauf hingewiesen, dass den Taxen vorbehaltene Zeichen und Merkmale f&uuml;r Mietwagen mit Fahrergestellung nicht verwendet werden d&uuml;rften.<\/p>\n<p>59. Solche Unterschiede auf der Ebene der rechtlichen Anforderungen, denen die fraglichen Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, k&ouml;nnen &#8211; wenn sie sich als zutreffend erweisen, was zu pr&uuml;fen Sache des nationalen Gerichts ist &#8211; in den Augen des durchschnittlichen Nutzers einen Unterschied zwischen diesen Bef&ouml;rderungsarten schaffen, da jede von ihnen geeignet ist, unterschiedliche Bed&uuml;rfnisse des Nutzers zu befriedigen, und somit auf seine Entscheidung, die eine oder die andere Bef&ouml;rderungsart zu w&auml;hlen, ma&szlig;geblichen Einfluss haben kann, so dass der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t ihrer abweichenden steuerlichen Behandlung nicht entgegenst&uuml;nde.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Hiernach liegt ein Versto&szlig; gegen das Neutralit&auml;tsprinzip nicht vor, soweit die Kl&auml;gerin ihre Personenbef&ouml;rderungsleistungen au&szlig;erhalb von auch f&uuml;r Taxen geltenden Sondervereinbarungen erbracht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn aus ma&szlig;geblicher Sicht des Durchschnittsverbrauchers ist ein Unterschied zwischen den streitbefangenen Bef&ouml;rderungsarten gegeben, wobei jede geeignet ist, unterschiedlichen Bed&uuml;rfnissen des Nutzers zu entsprechen, und somit auf seine Entscheidung, die eine oder die andere Bef&ouml;rderungsart zu w&auml;hlen, erheblichen Einfluss haben kann (vgl. Rz 59 des EuGH-Urteils &#8211;Pro Med Logistik GmbH und Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH h&auml;lt die unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen, denen die beiden genannten Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, f&uuml;r ma&szlig;geblich (vgl. Rz&nbsp;57 des EuGH-Urteils). Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausf&uuml;hrungen des EuGH unter Bezugnahme auf den Vorlagebeschluss des Senats in BFHE 238, 551, BStBl II 2013, 291 verwiesen (vgl. Rz&nbsp;58 des EuGH-Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">6. Zu den mit Taxen und Mietwagen im Rahmen von vertraglich vereinbarten Krankentransporten hat der EuGH Folgendes ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;61. Mit seiner zweiten Frage in der Rechtssache C-454\/12 m&ouml;chte das vorlegende Gericht wissen, ob bei der Beantwortung der ersten Frage in der Rechtssache C-454\/12 und der einzigen Frage in der Rechtssache C-455\/12 zu ber&uuml;cksichtigen ist, dass Taxiunternehmen und Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung ihre Leistungen auf der Grundlage einer Sondervereinbarung erbringen, die unterschiedslos und unter nahezu gleichlautenden Bedingungen auf diese verschiedenen Unternehmen Anwendung findet.<\/p>\n<p>62. Wie in Rn.&nbsp;46 des vorliegenden Urteils ausgef&uuml;hrt, ist zur Kl&auml;rung der Frage, ob ein Mitgliedstaat unter solchen Umst&auml;nden die M&ouml;glichkeit hat, auf die Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz anzuwenden, w&auml;hrend er die per Mietwagen mit Fahrergestellung durchgef&uuml;hrte Bef&ouml;rderung dem normalen Steuersatz unterwirft, zu pr&uuml;fen, ob diese Dienstleistung einen konkreten und spezifischen Aspekt der Dienstleistungskategorie &#8218;Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks&#8216;, die sowohl in Anhang&nbsp;III Nr.&nbsp;5 der Mehrwertsteuerrichtlinie als auch in Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;5 der Sechsten Richtlinie aufgef&uuml;hrt ist, darstellt und, wenn ja, ob die Anwendung dieses Satzes den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beeintr&auml;chtigt.<\/p>\n<p>63. Hierzu ist festzustellen, dass die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Dienstleistungen im Wesentlichen Krankentransporte im Rahmen einer Vereinbarung wie der Vereinbarung zwischen der Krankenkasse A und dem Verband sind, die auf die Taxiunternehmen und die Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung, mit denen sie getroffen wurde, unterschiedslos angewandt wird. Nach den Angaben in den dem Gerichtshof vorliegenden Akten ist das Bef&ouml;rderungsentgelt in dieser Vereinbarung festgelegt und gilt in gleicher Weise f&uuml;r beide Bef&ouml;rderungskategorien. Zudem f&uuml;hre die Vereinbarung f&uuml;r diese beiden Bef&ouml;rderungskategorien zu keiner anderen Bef&ouml;rderungs- und Betriebspflicht als der bereits aufgrund des Vertrags bestehenden Pflicht zur tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung des Transports. Die Taxiunternehmen unterl&auml;gen somit im Rahmen einer solchen Vereinbarung nicht den au&szlig;erhalb dieser Vereinbarung f&uuml;r sie geltenden rechtlichen Anforderungen.<\/p>\n<p>64. Sollten sich diese Umst&auml;nde als zutreffend erweisen, was zu pr&uuml;fen Sache des vorlegenden Gerichts ist, m&uuml;sste dieses davon ausgehen, dass im Rahmen der Vereinbarung zwischen der Krankenkasse A und dem Verband die Bef&ouml;rderung von Personen per Taxi keinen konkreten und spezifischen Aspekt der Dienstleistungskategorie der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks darstellt. Zudem w&auml;re diese T&auml;tigkeit daher, aus der Sicht des durchschnittlichen Nutzers, als der T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Mietwagen mit Fahrergestellung gleichartig anzusehen. Das schlie&szlig;t jedoch nicht aus, dass die T&auml;tigkeit des Krankentransports im Rahmen von Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Personenbef&ouml;rderungsunternehmen in ihrer Gesamtheit einen konkreten und spezifischen Aspekt der von Unternehmen, die Personen und das mitgef&uuml;hrte Gep&auml;ck bef&ouml;rdern, erbrachten Leistungen im Sinne der in Rn.&nbsp;44 des vorliegenden Urteils angef&uuml;hrten Rechtsprechung darstellen k&ouml;nnte.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Insoweit ist das FG bei seiner Entscheidung von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sein Urteil war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Der Senat kann nicht durcherkennen, weil die Sache nicht spruchreif ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG l&auml;sst sich nicht entnehmen, ob und in welchem Umfang die Kl&auml;gerin die streitbefangenen Krankentransporte auch auf der Grundlage von gleicherma&szlig;en f&uuml;r Taxen geltenden Sondervereinbarungen erbracht hat. Festgestellt ist bislang lediglich, dass die Kl&auml;gerin am 27.&nbsp;November 2007 gegen&uuml;ber der Krankenkasse&nbsp;A einen f&uuml;r Taxiunternehmer geltenden Vertrag zur Durchf&uuml;hrung von Krankenfahrten anerkannt und sich verpflichtet hat, alle in diesem Vertrag vereinbarten Bedingungen zu erf&uuml;llen. Hingegen ergibt sich daraus nicht, ob und in welchem Umfang die Kl&auml;gerin nach Ma&szlig;gabe dieser Vereinbarung tats&auml;chlich Personenbef&ouml;rderungsleistungen erbracht hat. Ob es f&uuml;r den Streitzeitraum vor dem 27.&nbsp;November 2007 eine entsprechende verbindliche Vereinbarung und darauf beruhende Fahrten gab, ist bislang gleichfalls noch nicht festgestellt. Im Tatbestand des FG-Urteils ist insoweit nur von &#8211;unverbindlichen&#8211; Vertragsentw&uuml;rfen der AOK Y die Rede. Das FG wird die entsprechenden tats&auml;chlichen Feststellungen im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sollten die Personenbef&ouml;rderungsleistungen der Kl&auml;gerin au&szlig;erhalb von ebenfalls f&uuml;r Taxiunternehmer geltenden Sondervereinbarungen erbracht worden sein, w&auml;re die Klage insoweit nach Ma&szlig;gabe der vom EuGH aufgestellten Rechtsgrunds&auml;tze zur ersten Vorlagefrage abzuweisen (vgl. vorstehend unter II.1. bis 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die von der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Krankentransporte in den Streitjahren hingegen auf ebenfalls f&uuml;r Taxen geltenden Sondervereinbarungen beruhen, ist die vom EuGH aufgegebene Pr&uuml;fung (vgl. Leitsatz&nbsp;2 und Rz&nbsp;63, 64 des EuGH-Urteils &#8211;Pro Med Logistik GmbH und Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470) durch das FG vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>9. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2014, XI R 39\/10 Zur Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf von Mietwagenunternehmern durchgef&uuml;hrte Krankentransporte Leits&auml;tze 1. Der im nationalen Recht vorgesehene erm&auml;&szlig;igte Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen im Nahverkehr durch Taxen ist unionsrechtskonform und gilt grunds&auml;tzlich nicht f&uuml;r entsprechende von Mietwagenunternehmern erbrachte Leistungen. 2. Anders kann es sein, wenn von einem Mietwagenunternehmer durchgef&uuml;hrte Krankentransporte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-39-10-zur-anwendung-des-ermaessigten-steuersatzes-auf-von-mietwagenunternehmern-durchgefuehrte-krankentransporte\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;39\/10 &#8211; Zur Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf von Mietwagenunternehmern durchgef&uuml;hrte Krankentransporte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63681"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63681\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}