{"id":63682,"date":"2014-11-12T16:31:25","date_gmt":"2014-11-12T14:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63682"},"modified":"2014-11-12T16:31:25","modified_gmt":"2014-11-12T14:31:25","slug":"xi-r-22-10-grundsaetzlich-kein-ermaessigter-umsatzsteuersatz-fuer-personenbefoerderungsleistungen-von-mietwagenunternehmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-22-10-grundsaetzlich-kein-ermaessigter-umsatzsteuersatz-fuer-personenbefoerderungsleistungen-von-mietwagenunternehmern\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;22\/10 &#8211; Grunds&auml;tzlich kein erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen von Mietwagenunternehmern"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2014, XI R 22\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzlich kein erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen von Mietwagenunternehmern<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der im nationalen Recht vorgesehene erm&auml;&szlig;igte Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen im Nahverkehr durch Taxen ist unionsrechtskonform und gilt grunds&auml;tzlich nicht f&uuml;r entsprechende von Mietwagenunternehmern erbrachte Leistungen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob f&uuml;r Ums&auml;tze aus Personenbef&ouml;rderungsleistungen mit Mietwagen der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz anwendbar ist, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 des in den Streitjahren 2003 bis 2006 geltenden Umsatzsteuergesetzes (UStG) f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen mit Kraftdroschken (Taxen) im Nahverkehr gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Frau X betrieb seit Ende Dezember 1994 ein Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung. Der Leistungskatalog umfasste Personenbef&ouml;rderung, Krankentransporte (sitzend), Dialysefahrten, Bef&ouml;rderung von Sch&uuml;lern, Kurierdienst und Materialfahrten, Hotel- und Flughafentransfers, Stadtrundfahrten sowie Organisation von Transfers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Kunden der X geh&ouml;rten neben Privatpersonen auch eine Reihe von Dauer- und Gro&szlig;kunden. Auftr&auml;ge bzw. Vorbestellungen wurden telefonisch bzw. per Telefax oder E-Mail entgegengenommen. Die Fahrpreisgestaltung richtete sich bei X nach einem festen Tarifzonenplan, aus dem sich die Endpreise f&uuml;r die Kunden ergaben. X verf&uuml;gte in den Streitjahren &uuml;ber zehn betriebseigene Fahrzeuge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r 2003 bis 2006 (Streitjahre) ber&uuml;cksichtigte X ihre Ums&auml;tze aus Mietwagen bei Bef&ouml;rderungsstrecken von nicht mehr als 50&nbsp;km bzw. innerhalb der Stadt A mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz (7&nbsp;%).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte den Erkl&auml;rungen nicht und unterwarf diese Ums&auml;tze dem Regelsteuersatz (16&nbsp;%). Die Einspr&uuml;che hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage, mit der X die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf ihre streitbefangenen Mietwagenums&auml;tze begehrte, im Wesentlichen ab; eine Teilstattgabe erfolgte lediglich wegen der von X mitgeteilten berichtigten Zahlen f&uuml;r die Besteuerungsgrundlagen. Das FG f&uuml;hrte aus, die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 UStG seien nicht erf&uuml;llt, weil diese Vorschrift Ums&auml;tze eines Mietwagenunternehmens aus Personenbef&ouml;rderungen nicht erfasse. Die Regelung sei verfassungsgem&auml;&szlig;. Auch aus den unionsrechtlichen Vorgaben in Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) ergebe sich kein Anspruch der X auf Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes. Dieser lasse sich auch nicht aus dem Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer ableiten. Es liege zwar eine Beeintr&auml;chtigung des Wettbewerbs vor, da die von X erbrachten Leistungen im Verh&auml;ltnis zu den Leistungen eines Taxiunternehmers gleichartig seien. Diese Beeintr&auml;chtigung sei aber ausnahmsweise zul&auml;ssig, da sie aufgrund des &ouml;ffentlichen Interesses an einer fl&auml;chendeckenden und geordneten Erf&uuml;llung von Aufgaben des Nahverkehrs gerechtfertigt sei. Das Urteil des FG ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1834.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der hiergegen eingelegten Revision r&uuml;gte X die Verletzung materiellen Rechts. Nach ihrer Auffassung unterliegt die Bef&ouml;rderung von Personen mit Mietwagen bei entsprechender unionsrechtskonformer Auslegung schon nach nationalem Recht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz. Hilfsweise berief sie sich unmittelbar auf Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 i.V.m. Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG. Danach k&ouml;nnten die EU-Mitgliedstaaten den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz ohne Einschr&auml;nkung im subjektiven oder sachlichen Bereich auf die Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks anwenden. Eine selektive Anwendung der Norm f&uuml;hre zu einer unzul&auml;ssigen Wettbewerbsverzerrung. Die Nichtanwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes verletze den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t. Die bestehende Ungleichbehandlung der Bef&ouml;rderungsleistungen von Taxi- und Mietwagenunternehmern sei nicht durch nationale Rechtsvorschriften und durch rein formale Aspekte &#8211;etwa die Erteilung einer Konzession f&uuml;r den Betrieb von Taxen&#8211; gerechtfertigt. Dies widerspreche dem Grundsatz des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat mit Beschluss vom 10.&nbsp;Juli 2012 XI&nbsp;R&nbsp;22\/10 (BFHE 238, 551, BStBl II 2013, 291) das Revisionsverfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Steht Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 i.V.m. Anhang H Kategorie 5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern unter Beachtung des Neutralit&auml;tsprinzips einer nationalen Regelung entgegen, die f&uuml;r die Bef&ouml;rderung von Personen im Verkehr mit Taxen im Nahverkehr den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz vorsieht, wohingegen f&uuml;r die Bef&ouml;rderung von Personen mit sog. Mietwagen im Nahverkehr der Regelsteuersatz gilt?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat diese Frage mit Urteil vom 27.&nbsp;Februar 2014 in den verbundenen Rechtssachen C-454\/12 &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und C-455\/12 &#8211;Eckard Pongratz&#8211; (Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2014, 581, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2014, 470) wie folgt beantwortet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 in Verbindung mit Anhang H Kategorie 5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage in der durch die Richtlinie 2001\/4\/EG des Rates vom 19.&nbsp;Januar 2001 ge&auml;nderten Fassung und Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;1 und 2 in Verbindung mit Anhang III Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem sind unter Beachtung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t dahin auszulegen, dass sie der Anwendung unterschiedlicher Mehrwertsteuers&auml;tze, eines erm&auml;&szlig;igten und des normalen Steuersatzes, auf zwei Arten von Dienstleistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks im Nahverkehr, n&auml;mlich zum einen per Taxi und zum anderen per Mietwagen mit Fahrergestellung, nicht entgegenstehen, sofern zum einen aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen, denen diese beiden Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, die T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen konkreten und spezifischen Aspekt der Dienstleistungskategorie der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks im Sinne von Kategorie 5 bzw. Nr.&nbsp;5 der Anh&auml;nge dieser Richtlinien darstellt und zum anderen die fraglichen Unterschiede ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Entscheidung des durchschnittlichen Nutzers f&uuml;r die eine oder die andere Bef&ouml;rderungsart haben. Es ist Sache des vorliegenden Gerichts, zu pr&uuml;fen, ob dies in den Ausgangsverfahren der Fall ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber das Verm&ouml;gen von X ist am 1.&nbsp;Juli 2013 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet worden. Der als Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Y hat mitgeteilt, dass er den Rechtsstreit als Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) aufnehme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt aus, nach Rz&nbsp;45 der im Streitfall ergangenen Entscheidung des EuGH sei die den Mitgliedstaaten zuerkannte Wahrnehmung der M&ouml;glichkeit einer selektiven Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes nur unter zwei Bedingungen zul&auml;ssig: Zum einen k&ouml;nnten f&uuml;r Zwecke der Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes nur konkrete und spezifische Aspekte der in Rede stehenden Kategorie von Leistungen herausgel&ouml;st werden und zum anderen m&uuml;sse der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beachtet werden. Im Streitfall stelle die Personenbef&ouml;rderung per Taxi keinen konkreten und spezifischen Aspekt der Kategorie der Personenbef&ouml;rderung dar. Dazu m&uuml;sste sie getrennt von den &uuml;brigen Leistungen der Personenbef&ouml;rderung, hier insbesondere der Bef&ouml;rderung mittels Funkmietwagen, bestimmbar sein. Dass dies nicht der Fall sei, ergebe sich aus den Zulassungsvoraussetzungen, der sich kaum unterscheidenden Art der Beauftragung des Transportunternehmers, der uneingeschr&auml;nkten Bef&ouml;rderung durch X, die einer Bef&ouml;rderungspflicht nachkomme, und dem Bef&ouml;rderungsentgelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Was die Zulassungsvoraussetzungen angehe, best&uuml;nden nach der Tatsachenw&uuml;rdigung des FG keine wesentlichen Unterschiede zwischen Mietwagen- und Taxiunternehmern. Auch hinsichtlich der Art der Auftragserteilung, die f&uuml;r den Taxenverkehr in &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes (PBefG) und f&uuml;r den Mietwagenverkehr in &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 PBefG geregelt sei, unterscheide sich der Taxenverkehr nicht von dem Mietwagenverkehr. In beiden F&auml;llen bestimme der Fahrgast Zweck, Ziel und Ablauf der jeweiligen Fahrt. Dies werde auch durch die wirtschaftliche Realit&auml;t im Taxen- und Mietwagengewerbe best&auml;tigt. Dies zeige sich etwa am Beispiel der Stadt A, wo es keine gr&ouml;&szlig;eren Unterschiede bei Art und Umfang der Bestellung von Mietwagen und Taxen durch die Kunden gebe. Hieraus sei eine fehlende Unterscheidbarkeit des Mietwagenverkehrs vom Verkehr mit Taxen und zudem eine nahezu identische Aufgabenwahrnehmung ersichtlich. Die Unterscheidbarkeit sei aber nach der Entscheidung des EuGH als zwingend notwendig anzusehen. Da diese nicht gegeben sei, m&uuml;sse eine umsatzsteuerrechtliche Gleichbehandlung erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner best&uuml;nden hinsichtlich der f&uuml;r Taxen nach den &sect;&sect;&nbsp;21, 22 PBefG geltenden Betriebs- und Bef&ouml;rderungspflicht faktisch keine Unterschiede zur T&auml;tigkeit von X. Denn auch X bef&ouml;rdere Personen uneingeschr&auml;nkt, als unterl&auml;ge sie einer entsprechenden Verpflichtung. Zudem st&uuml;nde es auch dem Taxiverkehr frei, beispielsweise nach der &Uuml;bernahme einer Bestellfahrt wartende oder winkende Fahrg&auml;ste trotz Bef&ouml;rderungspflicht zu ignorieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unterschiede erg&auml;ben sich ferner nicht aus der Tatsache, dass Taxiunternehmer nach &sect;&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4, 51 PBefG an die Beachtung der festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte gebunden seien. Denn durch die ihr obliegende Berechnung nach verbindlichen Tarifzonen sei X ebenfalls hinsichtlich des Bef&ouml;rderungsentgelts gebunden gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t sei durch die unterschiedliche Anwendung der Steuers&auml;tze verletzt. Denn beide Bef&ouml;rderungsarten seien aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers gleichartig. Die Leistungen dienten der Befriedigung derselben Bed&uuml;rfnisse, n&auml;mlich der Bef&ouml;rderung einer Person einschlie&szlig;lich des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks. Das &auml;u&szlig;ere Erscheinungsbild der Mietfahrzeuge der X und das von Taxen unterscheide sich nicht. Rechtliche Unterschiede in der Betriebs- und Bef&ouml;rderungspflicht wirkten sich aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers nicht aus. Die nur teilweise unterschiedliche Art der Entgegennahme der Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge beeinflusse die Sicht des Durchschnittsverbrauchers nicht erheblich. In dem vom Gesetzgeber gewollten gezielten Einsatz des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes im Verkehr von Taxen zum Schutz vor Konkurrenz liege ein klarer Versto&szlig; gegen den Neutralit&auml;tsgrundsatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil insoweit aufzuheben, als es die Klage abgewiesen hat, und die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2006 dahingehend zu &auml;ndern, dass auf die streitigen Mietwagenums&auml;tze der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz angewendet wird,<br \/>hilfsweise, das FG-Urteil aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen. Es h&auml;lt die Vorentscheidung f&uuml;r zutreffend und hat sich zur Entscheidung des EuGH nicht weiter ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der X zun&auml;chst gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;240 der Zivilprozessordnung unterbrochene Verfahren ist durch den Insolvenzverwalter aufgenommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die von X ausgef&uuml;hrten Mietwagenums&auml;tze nicht mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu versteuern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach nationalem Recht sind im Streitfall folgende Bestimmungen ma&szlig;gebend:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UStG betrug die Steuer f&uuml;r jeden steuerpflichtigen Umsatz 16&nbsp;% der Bemessungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Steuersatz erm&auml;&szlig;igte sich nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG u.a. f&uuml;r die Bef&ouml;rderung von Personen im Kraftdroschkenverkehr innerhalb einer Gemeinde (Doppelbuchst.&nbsp;a), oder wenn die Bef&ouml;rderungsstrecke nicht mehr als 50&nbsp;km betrug (Doppelbuchst.&nbsp;b), auf 7&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung vom 19.&nbsp;Dezember 2006 wurde der Begriff &quot;Kraftdroschkenverkehr&quot; durch die W&ouml;rter &quot;Verkehr mit Taxen&quot; ersetzt (Art.&nbsp;7 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;b des Jahressteuergesetzes 2007). Dabei handelt es sich &quot;um eine redaktionelle &Auml;nderung&quot;, da die Verwendung des Begriffs &quot;Kraftdroschke&quot; bei Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b UStG in Anlehnung an das PBefG erfolgte, und in diesem der Begriff &quot;Kraftdroschke&quot; zwischenzeitlich durch den Begriff &quot;Taxen&quot; ersetzt worden war (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;75).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 i.V.m. Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten auf die dort jeweils bezeichneten Lieferungen und Dienstleistungen &#8211;u.a. die &quot;Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks&quot;&#8211; statt des in Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen allgemeinen Steuersatzes einen erm&auml;&szlig;igten Steuersatz anwenden (ab dem 1.&nbsp;Januar 2007 gelten insoweit Art.&nbsp;96 bzw. Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;III Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Den <span style=\"text-decoration:underline\">Verkehr mit Taxen<\/span> definiert &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 PBefG als die Bef&ouml;rderung von Personen mit PKW, die der Unternehmer an beh&ouml;rdlich zugelassenen Stellen bereith&auml;lt und mit denen er Fahrten zu einem vom Fahrgast bestimmten Ziel ausf&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bef&ouml;rderungsentgelte und -bedingungen werden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 PBefG f&uuml;r Taxen durch Rechtsverordnung festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im r&auml;umlichen Geltungsbereich der festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte besteht nach &sect;&nbsp;22 i.V.m. &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 PBefG eine Bef&ouml;rderungspflicht. Die Unternehmer des Taxenverkehrs unterliegen einer Betriebspflicht, die allgemein auf die ordnungsm&auml;&szlig;ige Einrichtung und Aufrechterhaltung des Betriebs gerichtet ist (&sect;&nbsp;21 PBefG) und deren Umfang durch Rechtsverordnung noch weiter ausgestaltet werden kann, insbesondere auch durch Vorschriften &uuml;ber das Bereithalten von Taxen in Sonderf&auml;llen einschlie&szlig;lich eines Bereitschaftsdienstes (&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Taxiunternehmer haben nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 PBefG einen ausschlie&szlig;lichen Bet&auml;tigungsbereich, den Mietwagen nicht nutzen d&uuml;rfen. Ferner haben Taxen ein eigenes Erscheinungsbild, das Mietwagen nicht &uuml;bernehmen d&uuml;rfen (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;6 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">Verkehr mit Mietwagen<\/span> ist nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz 1 PBefG die Bef&ouml;rderung von Personen mit PKW, die nur im Ganzen zur Bef&ouml;rderung angemietet werden und mit denen der Unternehmer Fahrten ausf&uuml;hrt, deren Zweck, Ziel und Ablauf der Mieter bestimmt und die nicht Verkehr mit Taxen nach &sect;&nbsp;47 PBefG sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Unternehmer des Mietwagenverkehrs besteht keine Betriebs- und Bef&ouml;rderungspflicht (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;7 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie unterliegen anders als die Taxiunternehmer (&sect;&nbsp;51 PBefG) keinen Tarifvorschriften, sondern k&ouml;nnen ihr Entgelt frei vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Mietwagenverkehr bedarf wie der Taxenverkehr der Genehmigung (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 und 3 PBefG), wobei f&uuml;r den Verkehr mit Taxen eine besondere Zulassungsschranke besteht, wonach die Genehmigung zu versagen ist, wenn die &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen dadurch beeintr&auml;chtigt werden, dass durch die Aus&uuml;bung des beantragten Verkehrs das &ouml;rtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsf&auml;higkeit bedroht wird (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Wie der Senat in seinem Vorlagebeschluss n&auml;her ausgef&uuml;hrt hat, unterliegen die streitbefangenen Leistungen der X nach nationalem Recht dem allgemeinen Steuersatz nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UStG (vgl. Beschluss in BFHE 238, 551, BStBl II 2013, 291, unter II.2.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dieses Ergebnis steht im Einklang mit dem Unionsrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH hat in seinem Urteil &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und &#8211;Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470 u.a. ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;43. Der Gerichtshof hat zu Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;3 der Sechsten Richtlinie bereits ausgef&uuml;hrt, dass der Wortlaut dieser Bestimmung nicht zu der Auslegung zwingt, dass der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz nur dann angewandt werden kann, wenn er sich auf alle Aspekte einer Kategorie von Leistungen im Sinne des Anhangs H dieser Richtlinie bezieht, so dass eine selektive Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Satzes nicht ausgeschlossen ist, sofern sie keine Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung nach sich zieht (vgl. Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2010, Kommission\/ Frankreich, C-94\/09, Slg. 2010, I-4261, Rn. 25 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung). Der Gerichthof hat ebenfalls klargestellt, dass seine Auslegung von Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der Sechsten Richtlinie auf die im Wesentlichen gleichlautenden Abs.&nbsp;1 und 2 von Art.&nbsp;98 der Mehrwertsteuerrichtlinie zu erstrecken ist (Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>44. Der Gerichtshof hat infolgedessen entschieden, dass die Mitgliedstaaten, sofern der dem gemeinsamen Mehrwertsteuersystem zugrunde liegende Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beachtet wird, die M&ouml;glichkeit haben, konkrete und spezifische Aspekte einer Kategorie von Leistungen im Sinne des Anhangs&nbsp;III der Mehrwertsteuerrichtlinie und des Anhangs&nbsp;H der Sechsten Richtlinie mit einem erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz zu belegen (vgl. in diesem Sinne Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;26 und 27 sowie die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>45. Demnach unterliegt die den Mitgliedstaaten zuerkannte Wahrnehmung der M&ouml;glichkeit einer selektiven Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes der zweifachen Bedingung, dass zum einen f&uuml;r die Zwecke der Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Satzes nur konkrete und spezifische Aspekte der in Rede stehenden Kategorie von Leistungen herausgel&ouml;st werden und zum anderen der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beachtet wird. Diese Bedingungen sollen sicherstellen, dass die Mitgliedstaaten von dieser M&ouml;glichkeit nur unter Umst&auml;nden Gebrauch machen, die die einfache und korrekte Anwendung des gew&auml;hlten erm&auml;&szlig;igten Satzes gew&auml;hrleisten und jede Form von Steuerhinterziehung, Steuerumgehung oder Missbrauch verhindern (vgl. Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>46. Folglich ist zu pr&uuml;fen, ob die Bef&ouml;rderung von Personen per Taxi, f&uuml;r die nationale Rechtsvorschriften wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden die Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes vorsehen, einen konkreten und spezifischen Aspekt der Dienstleistungskategorie &#8218;Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks&#8216;, die sowohl in Anhang&nbsp;III Nr.&nbsp;5 der Mehrwertsteuerrichtlinie als auch in Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;5 der Sechsten Richtlinie aufgef&uuml;hrt ist, darstellt und, wenn ja, ob die Anwendung dieses Satzes allein auf die T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen per Taxi den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t beeintr&auml;chtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>47. Zur Kl&auml;rung der Frage, ob die Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen konkreten und spezifischen Aspekt der von den Unternehmen erbrachten Leistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks darstellt, ist zu pr&uuml;fen, ob es sich um die Erbringung einer Dienstleistung handelt, die getrennt von den &uuml;brigen Leistungen dieser Kategorie als solche bestimmbar ist (vgl. entsprechend Urteil Kommission\/Frankreich, Rn.&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>48. Hierzu ergibt sich aus den Angaben in den Vorlageentscheidungen, dass Taxiunternehmen in vollem Umfang als Erbringer einer &ouml;ffentlichen Dienstleistung der Bef&ouml;rderung von Personen angesehen werden, deren T&auml;tigkeit von der Erteilung einer Genehmigung durch die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde abh&auml;ngig ist und erheblichen Verpflichtungen unterliegt. Zu diesen Verpflichtungen geh&ouml;rt u.a., dass sie ihre T&auml;tigkeit entsprechend den &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen aufrechterhalten (&sect;&nbsp;21 PBefG), die Bef&ouml;rderung durchf&uuml;hren (&sect;&nbsp;22 PBefG) und die festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte beachten (&sect;&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 und 51 Abs.&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>49. Ein rechtlicher Rahmen, der Taxiunternehmen &#8211; im Unterschied zu Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung &#8211; zw&auml;nge, Bef&ouml;rderungsleistungen unter &Uuml;bernahme einer Betriebspflicht zu erbringen, und ihnen verb&ouml;te, eine Bef&ouml;rderung in Erwartung insbesondere einer profitableren Fahrt abzulehnen oder Situationen gewinnbringend zu nutzen, in denen sie ein vom offiziellen Tarif abweichendes Bef&ouml;rderungsentgelt verlangen k&ouml;nnten, ist geeignet, unterschiedliche Leistungen zu kennzeichnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>50. Unter solchen Umst&auml;nden kann die T&auml;tigkeit der Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi als eine Dienstleistung eingestuft werden, die getrennt von den &uuml;brigen Leistungen der betreffenden Kategorie &#8211; der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks &#8211; als solche bestimmbar ist. Diese T&auml;tigkeit k&ouml;nnte somit einen konkreten und spezifischen Aspekt der genannten Kategorie darstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>51. Es ist indessen Sache des nationalen Gerichts, anhand der nationalen Regelung und der tats&auml;chlichen Umst&auml;nde, mit denen es befasst ist, zu pr&uuml;fen, ob dies in den Ausgangsrechtsstreitigkeiten der Fall ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit der EuGH es in Rz&nbsp;46 und 51 dem nationalen Gericht aufgegeben hat, zu pr&uuml;fen, ob die Bef&ouml;rderung von Personen im Nahverkehr per Taxi einen konkreten und spezifischen Aspekt der von den Unternehmern erbrachten Leistungen der Bef&ouml;rderung von Personen und des mitgef&uuml;hrten Gep&auml;cks darstellt, ist dies im Streitfall zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Denn die Taxiunternehmer gelten in vollem Umfang als Erbringer einer &ouml;ffentlichen Dienstleistung der Bef&ouml;rderung von Personen, deren T&auml;tigkeit von der Erteilung einer Genehmigung durch die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde abh&auml;ngig ist und erheblichen weiteren Verpflichtungen unterliegt. Dazu geh&ouml;rt u.a., dass sie ihre T&auml;tigkeit entsprechend den &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen aufrechterhalten (&sect;&nbsp;21 PBefG), ihrer Bef&ouml;rderungspflicht i.S. von &sect;&nbsp;22 PBefG nachkommen und die festgesetzten Bef&ouml;rderungsentgelte beachten (&sect;&sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;4 und 51 Abs.&nbsp;1 PBefG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat insoweit ausgef&uuml;hrt, dass ein entsprechender rechtlicher Rahmen, der nur f&uuml;r Taxiunternehmen und nicht f&uuml;r Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung gilt, geeignet ist, unterschiedliche Leistungen im vorstehenden Sinne zu kennzeichnen, so dass diese T&auml;tigkeit einen konkreten und spezifischen Aspekt der genannten Kategorie darstellen kann (vgl. Rz&nbsp;49 und 50 des EuGH-Urteils &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und &#8211;Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers gelten diese rechtlichen Vorgaben nicht f&uuml;r die von X in den Streitjahren betriebenen Mietwagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger behauptet zwar, es gebe kaum Unterschiede zwischen Mietwagen und Taxen im Hinblick auf die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen und die tats&auml;chliche Art der Beauftragung des jeweiligen Transportunternehmers. Entscheidend ist aber auch aus Sicht des EuGH darauf abzustellen, dass die Mietwagenunternehmer &#8211;anders als Taxiunternehmer&#8211; rechtlich nicht verpflichtet sind, ihre T&auml;tigkeit entsprechend den &ouml;ffentlichen Verkehrsinteressen aufrechtzuerhalten, einer Bef&ouml;rderungspflicht nachzukommen bzw. hoheitlich festgesetzte Bef&ouml;rderungsentgelte zu beachten. Denn ein rechtlicher Rahmen, der Taxiunternehmer dazu zwingt, Bef&ouml;rderungsleistungen bei Bestehen einer Betriebspflicht zu erbringen und es ihnen deshalb auch verbietet, eine Bef&ouml;rderung in Erwartung einer profitableren Fahrt abzulehnen oder Situationen gewinnbringend zu nutzen, in denen sie ein vom offiziellen Tarif abweichendes &#8211;h&ouml;heres&#8211; Bef&ouml;rderungsentgelt verlangen k&ouml;nnten, ist nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen des EuGH geeignet, unterschiedliche Leistungen zu kennzeichnen (vgl. Rz&nbsp;49 des EuGH-Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger ausf&uuml;hrt, dass der Betrieb der Mietwagen mit Fahrergestellung sich nach seiner Auffassung tats&auml;chlich und auch entsprechend den beispielhaft &uuml;bergebenen statistischen Erhebungen der Stadt A nicht von einer Personenbef&ouml;rderung mit Taxen unterscheide, ist dies im Hinblick auf die vom EuGH hervorgehobene Ma&szlig;geblichkeit der unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht von Belang. Insbesondere ist auch das vom Kl&auml;ger genannte vertraglich vereinbarte Tarifsystem f&uuml;r die von X ausgef&uuml;hrten Mietwagenums&auml;tze rechtlich nicht vergleichbar mit dem f&uuml;r Taxen hoheitlich festgelegten Bef&ouml;rderungsentgelt (vgl. z.B. Verordnung &uuml;ber Bef&ouml;rderungsentgelte im Taxenverkehr in Berlin vom 6.&nbsp;Dezember 2005, zuletzt ge&auml;ndert am 21.&nbsp;Januar 2014, Gesetz- und Verordnungsblatt f&uuml;r Berlin 2014, 35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Zur unionsrechtlich dar&uuml;ber hinaus gebotenen Beachtung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t hat der EuGH ferner ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;52. Nach gefestigter Rechtsprechung l&auml;sst es der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t insbesondere nicht zu, gleichartige und deshalb miteinander in Wettbewerb stehende Waren oder Dienstleistungen hinsichtlich der Mehrwertsteuer unterschiedlich zu behandeln (vgl. Urteil vom 10.&nbsp;November 2011, The Rank Group, C-259\/10 und C-260\/10, Slg. 2011, I-10947, Rn.&nbsp;32 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>53. Zur Kl&auml;rung der Frage, ob zwei Dienstleistungen im Sinne dieser Rechtsprechung gleichartig sind, ist in erster Linie auf die Sicht des Durchschnittsverbrauchers abzustellen, wobei k&uuml;nstliche, auf unbedeutenden Unterschieden beruhende Unterscheidungen vermieden werden m&uuml;ssen (vgl. Urteil The Rank Group, Rn.&nbsp;43 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>54. Zwei Dienstleistungen sind daher gleichartig, wenn sie &auml;hnliche Eigenschaften haben und beim Verbraucher nach Ma&szlig;gabe eines Kriteriums der Vergleichbarkeit in der Verwendung denselben Bed&uuml;rfnissen dienen und wenn die bestehenden Unterschiede die Entscheidung des Durchschnittsverbrauchers, die eine oder die andere dieser Dienstleistungen zu w&auml;hlen, nicht erheblich beeinflussen (vgl. Urteil The Rank Group, Rn.&nbsp;44 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>55. Ferner ist daran zu erinnern, dass es f&uuml;r die Beurteilung der Vergleichbarkeit von Leistungen nicht allein auf die Gegen&uuml;berstellung einzelner Leistungen ankommt, sondern der Kontext zu ber&uuml;cksichtigen ist, in dem sie erbracht werden (vgl. Urteil vom 23.&nbsp;April 2009, TNT Post UK, C-357\/07, Slg. 2009, I-3025, Rn.&nbsp;38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>56. Insoweit hat der Gerichtshof anerkannt, dass in bestimmten Ausnahmef&auml;llen unter Ber&uuml;cksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen Wirtschaftszweige Unterschiede im rechtlichen Rahmen und in der rechtlichen Regelung der betreffenden Lieferungen von Gegenst&auml;nden oder Dienstleistungen in den Augen des Verbrauchers zu einer Unterscheidbarkeit im Hinblick auf die Befriedigung seiner eigenen Bed&uuml;rfnisse f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. in diesem Sinne Urteil The Rank Group, Rn.&nbsp;50 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>57. Somit sind auch die unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen, denen die beiden in Rn.&nbsp;48 des vorliegenden Urteils genannten Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, und deshalb ihre jeweiligen Merkmale zu ber&uuml;cksichtigen, die in den Augen der Durchschnittsverbraucher die eine von der anderen unterscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>58. Im vorliegenden Fall hat das vorlegende Gericht ausgef&uuml;hrt, dass Mietwagenunternehmen mit Fahrergestellung nur Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge annehmen d&uuml;rften, die am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingegangen seien; dagegen sei Taxiunternehmen die Annahme von Auftr&auml;gen stets gestattet, was das Vorhandensein von Fahrzeugen an genau bestimmten Stellen oder die Abrufbarkeit voraussetze. Es hat ferner hervorgehoben, dass zwischen diesen beiden Bef&ouml;rderungsarten Unterschiede in Bezug auf die Annahme, die &Uuml;bermittlung und die Durchf&uuml;hrung der Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge sowie in Bezug auf das Bereithalten des Fahrzeugs und die Werbung best&uuml;nden. Das vorlegende Gericht h&auml;lt diese Unterschiede allein oder in Verbindung miteinander f&uuml;r geeignet, jede Gefahr einer Verwechslung zwischen dem Taxenverkehr und dem Mietwagenverkehr mit Fahrergestellung zu vermeiden. Es hat schlie&szlig;lich darauf hingewiesen, dass den Taxen vorbehaltene Zeichen und Merkmale f&uuml;r Mietwagen mit Fahrergestellung nicht verwendet werden d&uuml;rften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>59. Solche Unterschiede auf der Ebene der rechtlichen Anforderungen, denen die fraglichen Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, k&ouml;nnen &#8211; wenn sie sich als zutreffend erweisen, was zu pr&uuml;fen Sache des nationalen Gerichts ist &#8211; in den Augen des durchschnittlichen Nutzers einen Unterschied zwischen diesen Bef&ouml;rderungsarten schaffen, da jede von ihnen geeignet ist, unterschiedliche Bed&uuml;rfnisse des Nutzers zu befriedigen, und somit auf seine Entscheidung, die eine oder die andere Bef&ouml;rderungsart zu w&auml;hlen, ma&szlig;geblichen Einfluss haben kann, so dass der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t ihrer abweichenden steuerlichen Behandlung nicht entgegenst&uuml;nde.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Hiernach liegt der vom Kl&auml;ger behauptete Versto&szlig; gegen das Neutralit&auml;tsprinzip nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Denn aus ma&szlig;geblicher Sicht des Durchschnittsverbrauchers ist ein Unterschied zwischen den streitbefangenen Bef&ouml;rderungsarten gegeben, wobei jede geeignet ist, unterschiedlichen Bed&uuml;rfnissen des Nutzers zu entsprechen, und somit auf seine Entscheidung, die eine oder die andere Bef&ouml;rderungsart zu w&auml;hlen, erheblichen Einfluss haben kann (vgl. Rz&nbsp;59 des EuGH-Urteils &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und &#8211;Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH h&auml;lt die unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen, denen die beiden genannten Bef&ouml;rderungsarten unterliegen, f&uuml;r ma&szlig;geblich (vgl. Rz&nbsp;57 des EuGH-Urteils). Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausf&uuml;hrungen des EuGH unter Bezugnahme auf den Vorlagebeschluss des Senats in BFHE 238, 551, BStBl II 2013, 291 verwiesen (vgl. Rz&nbsp;58 des EuGH-Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die hiergegen erhobenen Einwendungen des Kl&auml;gers greifen nicht durch:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger auf die W&uuml;rdigung der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse durch die Vorinstanz verweist, dass die von X mit ihren Mietwagen erbrachten Leistungen gleichartig mit denjenigen von Taxiunternehmern seien, sind diese &Uuml;berlegungen im Hinblick auf die Erw&auml;gungen des EuGH, wonach es auch aus ma&szlig;geblicher Sicht des Durchschnittsverbrauchers auf die unterschiedlichen rechtlichen Gegebenheiten ankommt (vgl. Rz&nbsp;56 bis 59 des EuGH-Urteils), &uuml;berholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der EuGH sich in seiner Entscheidung insoweit konkret zu den ihm dargestellten Verh&auml;ltnissen zu den f&uuml;r Taxen und Mietwagen jeweils geltenden unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen ge&auml;u&szlig;ert hat, geht auch der Einwand des Kl&auml;gers fehl, nach der Rechtsprechung des EuGH (Urteil vom 10.&nbsp;November 2011 C-259\/10 und C-260\/10 &#8211;The Rank Group&#8211;, Slg. 2011, I-10947, HFR 2012, 98, Rz&nbsp;45) sei bei der Pr&uuml;fung des Neutralit&auml;tsprinzips im Allgemeinen keine Differenzierung zwischen erlaubten und unerlaubten Leistungen gestattet, so dass es nicht auf die rechtlichen, sondern nur auf die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse ankomme. Daher ist auch die Auffassung des Kl&auml;gers unbeachtlich, es k&ouml;nne bei der Beurteilung des &auml;u&szlig;eren Erscheinungsbildes keinen Unterschied machen, dass Zeichen und Merkmale &#8211;wie etwa das gelbe Schild auf dem Dach der Taxen&#8211; rechtlich den Taxen vorbehalten seien. Vor diesem Hintergrund ist auch der Hinweis des Kl&auml;gers ohne Belang, dass beide Leistungen dem Grunde nach denselben Bed&uuml;rfnissen dienten, n&auml;mlich der Bef&ouml;rderung von Personen einschlie&szlig;lich des jeweiligen Gep&auml;cks. Denn der EuGH hebt in seinem Urteil hervor, dass gerade die insoweit geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r Taxen und Mietwagen aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers einen Unterschied zwischen den Bef&ouml;rderungsarten schaffen k&ouml;nnen (vgl. Rz&nbsp;59 des EuGH-Urteils &#8211;Pro Med Logistik GmbH&#8211; und &#8211;Eckard Pongratz&#8211; in DB 2014, 581, HFR 2014, 470). Die vom Kl&auml;ger au&szlig;erdem angesprochene unterschiedliche Art der Auftragserteilung bei Taxen und Mietwagen ist eine Folge der genannten unterschiedlichen rechtlichen Vorgaben und kann deshalb auch die Entscheidung des Durchschnittsverbrauchers entsprechend beeinflussen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des vom Kl&auml;ger als unzul&auml;ssige Privilegierung angesehenen Konkurrenzschutzes f&uuml;r Taxen im Wege der Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes ist darauf hinzuweisen, dass ein solcher gegen den Neutralit&auml;tsgrundsatz versto&szlig;ender Konkurrenzschutz schon deshalb nicht vorliegen kann, weil es sich aus ma&szlig;geblicher Sicht des Durchschnittsverbrauchers von vornherein nicht um vergleichbare Leistungen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.7.2014, XI R 22\/10 Grunds&auml;tzlich kein erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen von Mietwagenunternehmern Leits&auml;tze Der im nationalen Recht vorgesehene erm&auml;&szlig;igte Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen im Nahverkehr durch Taxen ist unionsrechtskonform und gilt grunds&auml;tzlich nicht f&uuml;r entsprechende von Mietwagenunternehmern erbrachte Leistungen. Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist, ob f&uuml;r Ums&auml;tze aus Personenbef&ouml;rderungsleistungen mit Mietwagen der erm&auml;&szlig;igte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-22-10-grundsaetzlich-kein-ermaessigter-umsatzsteuersatz-fuer-personenbefoerderungsleistungen-von-mietwagenunternehmern\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;22\/10 &#8211; Grunds&auml;tzlich kein erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz f&uuml;r Personenbef&ouml;rderungsleistungen von Mietwagenunternehmern<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63682","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63682"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63682\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}