{"id":63685,"date":"2014-11-12T16:32:23","date_gmt":"2014-11-12T14:32:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63685"},"modified":"2014-11-12T16:32:23","modified_gmt":"2014-11-12T14:32:23","slug":"i-r-58-12-steuermindernde-beruecksichtigung-einer-abstockung-auf-den-gemeinen-wert-sowie-eines-uebernahmeverlusts-bei-sog-aufwaertsverschmelzung-von-lebensversicherungsunternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-58-12-steuermindernde-beruecksichtigung-einer-abstockung-auf-den-gemeinen-wert-sowie-eines-uebernahmeverlusts-bei-sog-aufwaertsverschmelzung-von-lebensversicherungsunternehmen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;58\/12 &#8211; Steuermindernde Ber&uuml;cksichtigung einer Abstockung auf den gemeinen Wert sowie eines &Uuml;bernahmeverlusts bei sog. Aufw&auml;rtsverschmelzung von Lebensversicherungsunternehmen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.7.2014, I R 58\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuermindernde Ber&uuml;cksichtigung einer Abstockung auf den gemeinen Wert sowie eines &Uuml;bernahmeverlusts bei sog. Aufw&auml;rtsverschmelzung von Lebensversicherungsunternehmen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei einer Aufw&auml;rtsverschmelzung sind die Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft nach &sect; 12 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 4 Abs. 1 Satz 2 UmwStG 2006 zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag mit dem Buchwert, erh&ouml;ht um Abschreibungen, die in fr&uuml;heren Jahren steuerwirksam vorgenommen worden sind, sowie um Abz&uuml;ge nach &sect; 6b EStG 2002 und &auml;hnliche Abz&uuml;ge, h&ouml;chstens mit dem gemeinen Wert, anzusetzen. Liegt der gemeine Wert der Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft unter dem Buchwert, muss hiernach vor der Verschmelzung eine Abstockung der Anteile vorgenommen werden. Der daraus errechnete Beteiligungskorrekturverlust ist bei der Ermittlung des Einkommens nach &sect; 8b Abs. 3 Satz 3 (i.V.m. Abs. 2 Satz 1) KStG 2002 im Allgemeinen nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Letzteres gilt nach &sect; 8b Abs. 8 Satz 1 KStG 2002 jedoch nicht f&uuml;r Anteile, die bei einem Lebensversicherungsunternehmen den Kapitalanlagen zuzurechnen sind (Abweichungen vom BMF-Schreiben vom 11. November 2011, BStBl I 2011, 1314, dort Tz. 12.03 Satz 4 i.V.m. Tz. 04.06 Satz 1).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 2 Satz 2 UmwStG 2006 ist bei der Aufw&auml;rtsverschmelzung auf einen &Uuml;bernahmegewinn i.S. des &sect; 12 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 2006 in dem Umfang, in dem die &uuml;bernehmende Muttergesellschaft unmittelbar an der &uuml;bertragenden Tochtergesellschaft beteiligt ist, &sect; 8b KStG 2002 anzuwenden. Auf einen &Uuml;bernahmeverlust findet &sect; 12 Abs. 2 Satz 2 UmwStG 2006 hingegen keine Anwendung. Ein solcher Verlust bleibt vielmehr nach &sect; 12 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 2006 bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft au&szlig;er Ansatz. So verh&auml;lt es sich auch f&uuml;r Anteile, auf die bei einem Lebensversicherungsunternehmen &sect; 8b Abs. 8 Satz 1 KStG 2002 anzuwenden ist. Art. 7 Fusions-RL &auml;ndert daran nichts (Best&auml;tigung des BMF-Schreibens vom 11. November 2011, BStBl I 2011, 1314, dort Tz. 12.06 Satz 1 und 2).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine AG, die das Lebensversicherungsgesch&auml;ft betreibt. Sie war im Streitjahr 2006 an einem anderen Lebensversicherungsunternehmen in der Rechtform der AG, der X-AG, beteiligt. Dem Beteiligungserwerb vorangegangen waren langwierige Auseinandersetzungen und Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit einem sog. Squeeze out (gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;327a&nbsp;ff. des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften), die im Ergebnis bei der Kl&auml;gerin zu Anschaffungskosten f&uuml;r die Beteiligung von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;hrten. Anfang 2007 wurde die X-AG r&uuml;ckwirkend zum 31.&nbsp;Dezember 2006 im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Umwandlungsgesetzes auf die Kl&auml;gerin verschmolzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte aufgrund der &#8211;sich aus &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) herleitenden&#8211; Steuerverstrickung der untergegangenen Beteiligung als Folge der Verschmelzung einen abzugsf&auml;higen Verlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, den sie wie folgt errechnete: Der Unterschiedsbetrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zwischen dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 letzter Halbsatz des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG 2006) angesetzten gemeinen Wert der Anteile an der X-AG von &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;EUR einerseits und den Anschaffungskosten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR andererseits ergab zun&auml;chst den sog. Abstockungsverlust. Dieser Verlust wurde sodann um den Unterschiedsbetrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zwischen dem gemeinen Wert der Beteiligung von &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;EUR und dem nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 anzusetzenden Verschmelzungswert der &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter von &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;EUR erh&ouml;ht. Der so errechnete Verschmelzungsverlust belief sich insgesamt auf &#8230;&nbsp;EUR (im Urteil der Vorinstanz rechnerisch unzutreffend angegeben).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem nicht; er lie&szlig; den Abzug des gesamten Betrags unter Hinweis auf &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 UmwStG 2006 nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage gegen die hiernach ergangenen Bescheide &uuml;ber die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer sowie die Festsetzung und Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags 2006 war erfolgreich. Ihr wurde durch Urteil des Finanzgerichts (FG) Baden-W&uuml;rttemberg vom 9.&nbsp;Juli 2012&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;5258\/09 (juris) stattgegeben: Ein &Uuml;bernahmeverlust werde von der Regelung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 UmwStG 2006 i.V.m. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;7 und 8 KStG 2002 umfasst. Aus dem uneingeschr&auml;nkten Verweis in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 auf &sect;&nbsp;8b KStG 2002 lasse sich folgern, dass der Gesetzgeber bei dieser Bezugnahme auch die steuerliche Behandlung von &Uuml;bernahmeverlusten bei den K&ouml;rperschaftsteuersubjekten i.S. des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 KStG 2002 gesehen und gebilligt habe. Allein dieses Rechtsverst&auml;ndnis stehe in Einklang mit Art.&nbsp;7 der Richtlinie 90\/434\/EWG des Rates vom 23.&nbsp;Juli 1990 &uuml;ber das gemeinsame Steuersystem f&uuml;r Fusionen, Spaltungen, die Einbringung von Unternehmensteilen und den Austausch von Anteilen, die Gesellschaften verschiedener Mitgliedstaaten betreffen (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 1990, Nr.&nbsp;L-225, 1) &#8211;Fusionsrichtlinie (Fusions-RL)&#8211;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seine Revision st&uuml;tzt das FA auf die Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Revisionsverfahren ist das Bundesministerium der Finanzen (BMF) beigetreten. Es hat sich dem FA in der Sache angeschlossen, ohne eigene Antr&auml;ge zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Laufe des Revisionsverfahrens hat das FA die angefochtenen Steuerbescheide durch Bescheide vom 10.&nbsp;April 2013 aus anderen Gr&uuml;nden ge&auml;ndert. Die Beteiligten haben &uuml;bereinstimmend erkl&auml;rt, dass der Streitstoff davon nicht ber&uuml;hrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. I. Das angefochtene Urteil ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil die w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangenen &Auml;nderungsbescheide vom 10.&nbsp;April 2013 an die Stelle der urspr&uuml;nglich angefochtenen Bescheide getreten sind. Damit liegen dem FG-Urteil nicht mehr existierende Bescheide zugrunde, was zur Folge hat, dass das angefochtene Urteil keinen Bestand haben kann. Die Bescheide vom 10.&nbsp;April 2013 wurden nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) Gegenstand des Revisionsverfahrens. Da die vom FG festgestellten tats&auml;chlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die &Auml;nderung der angefochtenen Verwaltungsakte unber&uuml;hrt geblieben sind, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO (z.B. Senatsurteil vom 7.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;12\/11, BFHE 235, 225, BStBl II 2012, 194). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG insoweit getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat verweist die Sache auf dieser Basis an die Vorinstanz zur&uuml;ck. Diese hat den Abzug des sog. &Uuml;bernahmeverlusts als Betriebsausgabe zu Unrecht nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 i.V.m. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 KStG 2002 zugelassen. Allerdings wirkt sich das unmittelbar nur auf den errechneten Verschmelzungsverlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR aus. Der von der Kl&auml;gerin zun&auml;chst nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 errechnete sog. Abstockungsverlust k&ouml;nnte in G&auml;nze oder jedenfalls im Umfang eines Teils abziehbar sein. Im Einzelnen bedarf es dazu aber weiterer Sachaufkl&auml;rung, welche der Vorinstanz in einem zweiten Rechtsgang zu &uuml;berantworten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1.a) Nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 hat die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft im Falle einer Verschmelzung die auf sie &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter mit dem in der steuerlichen Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft enthaltenen Wert i.S. des &sect;&nbsp;11 UmwStG 2006 zu &uuml;bernehmen. Nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 gilt &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und 3 UmwStG 2006 entsprechend. Bezogen auf &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 bedeutet das: Die Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft sind bei dem &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag mit dem Buchwert, erh&ouml;ht um Abschreibungen, die in fr&uuml;heren Jahren steuerwirksam vorgenommen worden sind, sowie um Abz&uuml;ge nach &sect;&nbsp;6b des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) und &auml;hnliche Abz&uuml;ge, h&ouml;chstens mit dem gemeinen Wert, anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ergibt sich nach Ma&szlig;gabe dieser Wertans&auml;tze ein Gewinn oder ein Verlust, so bleibt ein solcher &Uuml;bernahmegewinn oder &Uuml;bernahmeverlust nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 in H&ouml;he des Unterschieds zwischen dem Buchwert der Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft und dem Wert, mit dem die &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter zu &uuml;bernehmen sind, abz&uuml;glich der Kosten f&uuml;r den Verm&ouml;gens&uuml;bergang, au&szlig;er Ansatz. Nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 ist &sect;&nbsp;8b KStG 2002 anzuwenden, soweit der Gewinn im Sinne des Satzes&nbsp;1 abz&uuml;glich der anteilig darauf entfallenden Kosten f&uuml;r den Verm&ouml;gens&uuml;bergang dem Anteil der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft entspricht. Letzteres bezieht sich in dem hier interessierenden Zusammenhang in erster Linie auf &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002, wonach bei der Ermittlung des Einkommens Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer K&ouml;rperschaft oder Personenvereinigung, deren Leistungen beim Empf&auml;nger zu Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2, 9 und 10 Buchst.&nbsp;a EStG 2002 geh&ouml;ren, au&szlig;er Ansatz bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das alles gilt nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 UmwStG 2006 und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes 2002 auch f&uuml;r die Ermittlung des Gewerbeertrags.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin ist auf der Grundlage dieser Vorschriften folgerichtig vorgegangen, indem sie zun&auml;chst &#8211;auf einer ersten Ermittlungsstufe&#8211; den &Uuml;bernahmewert nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UmwStG 2006 errechnet hat. Sie hat dabei der Besonderheit Rechnung getragen, dass der gemeine Wert der &uuml;bernommenen Anteile an der X-AG als der Bewertungsh&ouml;chstbetrag unterhalb des angesetzten Buchwerts lag, woraus sich als Beteiligungskorrekturverlust ein Abstockungsverlust von &#8230;&nbsp;EUR ergab. Diesen Betrag hat sie sodann &#8211;auf einer zweiten Stufe&#8211; um &#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;ht und den Gesamtbetrag in voller H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR als &Uuml;bernahmeverlust nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 i.V.m. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 KStG 2002 einerseits und &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 KStG 2002 andererseits steuerlich au&szlig;er Ansatz gelassen. Ersterem ist im Grundsatz beizupflichten (nachfolgend&nbsp;a), Letzterem nicht (nachfolgend&nbsp;b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der durch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 zur entsprechenden Anwendung in Bezug genommene &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 bestimmt den gemeinen Wert der &uuml;bernommenen Anteile zum Ansatzh&ouml;chstwert. Liegt der gemeine Wert unter dem Buchwert, verlangt das in der Konsequenz zun&auml;chst eine Wertabstockung. Dass die Wertabstockung sich auf das &Uuml;bernahmeergebnis und dessen steuerliche Behandlung nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 auswirkt und damit unmittelbar verschmelzungsbedingt ist, widerspricht dem beschriebenen zweistufigen Vorgehen nicht. Dieses Vorgehen findet seinen Grund unabh&auml;ngig davon in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 &#8211;in einer juristischen Sekunde&#8211; auf einer Ermittlungsvorstufe im Rahmen des gesetzlich angeordneten Wertansatzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die tatbestandlichen Erfordernisse des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 sind im Streitfall jedenfalls dem Grunde nach erf&uuml;llt. Das scheitert bei verst&auml;ndiger Lesart ebenso wie nach dem Sinn und Zweck der Vorschrift nicht daran, dass der ma&szlig;gebende gemeine Wert der Anteile unterhalb des Buchwerts der Anteile liegt. Zwar ist es richtig, dass die Vorschrift ihrem Wortlaut nach davon ausgeht, dass der Buchwert unter dem gemeinen Wert liegt und nicht umgekehrt der gemeine Wert unter dem Buchwert. Das ergibt sich daraus, dass strenggenommen nur im ersteren Fall der Buchwert um steuerwirksame Abschreibungen und Abz&uuml;ge nach &sect;&nbsp;6b EStG 2002 usf. bis zum gemeinen Wert &quot;erh&ouml;ht&quot; werden kann. Doch erfordert es der der Vorschrift zugrundeliegende Regelungsbefehl &#8211;der Ansatz mit dem gemeinen Wert als Bewertungsobergrenze&#8211;, das Normverst&auml;ndnis zun&auml;chst auf die Grundaussage zu verengen &#8211;den auf die besagte Obergrenze &quot;gedeckelten&quot; Buchwertansatz&#8211; und die in der Vorschrift aufgelisteten Werterh&ouml;hungen danebenstehend als Korrekturtatbest&auml;nde zu begreifen, die lediglich im Regelfall als buchwerterh&ouml;hend wirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem BMF-Schreiben vom 11.&nbsp;November 2011 (BStBl I 2011, 1314), dort unter Tz.&nbsp;12.03 Satz&nbsp;4 i.V.m. Tz.&nbsp;04.06 (sowie auch in Tz.&nbsp;04.05), k&ouml;nnte in diesem Punkt allerdings ggf. etwas anderes entnommen werden. Dazu konzediert das dem Revisionsverfahren beigetretene BMF in seiner schrifts&auml;tzlichen Stellungnahme jedoch selbst, &quot;dass die Bewertungsobergrenze (= gemeiner Wert) betreffend die Anteile an der &Uuml;bertragerin gleicherma&szlig;en gilt, ob Teilwertabschreibungen etc. vorgenommen worden sind oder nicht; insoweit ist die Aussage in der Randnr.&nbsp;04.05 UmwSt-Erlass 2011 missverst&auml;ndlich, die &#8211;anders als die hier einschl&auml;gige Randnr.&nbsp;12.03 UmwSt-Erlass&#8211; keine wortlautgetreue Wiedergabe des Gesetzestextes enth&auml;lt&quot;. Der Senat stimmt damit in Einklang denn auch der Rechtsauffassung zu, wie sie im Schrifttum (z.B.) von Krohn\/Greulich (Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2008, 646), Schnitter (in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;6), Sch&ouml;nherr\/Kr&uuml;ger (in Haase\/Hruschka, UmwStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;51), Schmitt (in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;52, &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;19, auch Rz&nbsp;46) und wohl auch von R&ouml;dder (in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;59) vertreten wird, nicht aber der Gegenmeinung (z.B.) von van Lishaut (in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, daselbst, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;47) und von Pung (in D&ouml;tsch\/Patt\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Umwandlungssteuerrecht, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;14a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der aus dem Abstockungsbetrag errechnete Beteiligungskorrekturverlust geh&ouml;rt nicht zum &Uuml;bernahmeergebnis. Er unterf&auml;llt den allgemeinen Grunds&auml;tzen und deswegen unabh&auml;ngig von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 auch der Vorschrift des &sect;&nbsp;8b KStG 2002 und hierbei dem Abzugsverbot des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 KStG 2002. Danach sind Gewinnminderungen bei der Ermittlung des Einkommens nicht zu ber&uuml;cksichtigen, vorausgesetzt, sie entstehen im Zusammenhang mit dem in &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG 2002 genannten Anteil. Das wiederum ist nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002 ein Anteil an einer K&ouml;rperschaft oder Personenvereinigung, deren Leistungen beim Empf&auml;nger zu Einnahmen (u.a.) i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 2002 geh&ouml;ren; Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines solchen Anteils bleiben bei der Ermittlung des Einkommens einer Kapitalgesellschaft ihrerseits au&szlig;er Ansatz. Allerdings gebietet &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 KStG 2002 in seinem Satz&nbsp;1 &#8211;und vorbehaltlich bestimmter R&uuml;ckausnahmen in seinen S&auml;tzen&nbsp;2 und 3&#8211;, dass &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 7 KStG 2002, also auch dessen Abs&auml;tze&nbsp;2 und 3, nicht auf Anteile anzuwenden ist, die (u.a. und soweit hier relevant) bei Lebensversicherungsunternehmen den Kapitalanlagen zuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die tatbestandlichen Erfordernisse sowohl des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 als auch des &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 KStG 2002 sind im Streitfall, wie unter den Beteiligten im Ergebnis auch unstreitig ist, erf&uuml;llt, und die gesetzlich in &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;2 und 3 KStG 2002 vorbehaltenen (R&uuml;ck-)Ausnahmen sind nicht einschl&auml;gig. Bleibt damit aber (auch) &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 KStG 2002 unanwendbar, ist der betreffende Korrekturverlust vollen Umfangs als Betriebsausgabe abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Zweifelhaft k&ouml;nnte unter den Gegebenheiten des Streitfalls jedoch sein, ob der errechnete Korrekturbetrag auf Vorg&auml;nge solcherart zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, wie sie in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 aufgef&uuml;hrt sind, n&auml;mlich auf Vorg&auml;nge, welche bei der beteiligten Gesellschaft sich zuvor in steuerwirksamer Weise auf den Wert ausgewirkt haben &#8211;Abschreibungen, die in fr&uuml;heren Jahren steuerwirksam vorgenommen worden sind, sowie Abz&uuml;ge nach &sect;&nbsp;6b EStG 2002 und &auml;hnliche Abz&uuml;ge&#8211; und welche deswegen nunmehr erh&ouml;hend hinzuzurechnen sind. Dazu fehlen derzeit noch die notwendigen tatrichterlichen Feststellungen. Das FG wird diese zu treffen haben. Es hat dann zugleich Gelegenheit, die unter den Beteiligten jedenfalls vorinstanzlich noch umstrittene Frage nach der H&ouml;he des gemeinen Werts der Anteile als des Bewertungsgrenzwerts aufzukl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der nach diesem ersten Berechnungsschritt anschlie&szlig;end ermittelte &Uuml;bernahmeverlust wird infolge des vorrangig ermittelten Beteiligungskorrekturverlusts gemindert. Anders als der Korrekturverlust unterf&auml;llt er dem Regelungsbereich des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 UmwStG 2006. Und ebenfalls abweichend von dem Korrekturverlust ist er steuerlich au&szlig;er Ansatz zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein verschmelzungsbedingtes &Uuml;bernahmeergebnis wird Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen i.S. von &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002 im Ergebnis gleichgestellt (vgl. den Regierungsentwurf zu dem Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften, BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;41; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;86) und ist im Grundsatz steuerbefreit. Das gilt nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 allgemein und insbesondere unabh&auml;ngig davon, ob die aufnehmende Gesellschaft bereits vor dem Umwandlungsvorgang an der &uuml;bergehenden Gesellschaft beteiligt gewesen ist (vgl. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;24\/12, BFHE 240, 115). War die aufnehmende Gesellschaft aber &#8211;wie im Streitfall&#8211; bereits zuvor an der &uuml;bergehenden Gesellschaft beteiligt, handelt es sich also um eine sog. Aufw&auml;rtsverschmelzung, dann bestimmt sich die Reichweite des umwandlungssteuerrechtlichen &quot;Au&szlig;erachtlassens&quot; des Verschmelzungsergebnisses im quotalen Umfang der (zuvorigen) Beteiligung der &uuml;bernehmenden Gesellschaft &#8211;allein&#8211; nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;8b KStG 2002 und damit auch der Einschr&auml;nkungen, welche &sect;&nbsp;8b KStG 2002 gegen&uuml;ber der &quot;absolut&quot; wirkenden Freistellung der Verschmelzungsergebnisse nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 anordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das folgt aus Satz&nbsp;2 der letzteren Vorschrift und bedeutet zugleich, dass zwar ein &Uuml;bernahmegewinn, ein &Uuml;bernahmeverlust im Grundsatz aber nicht in die Freistellung nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002 einzubeziehen ist. Denn freigestellt wird hiernach &#8211;das ergibt sich letztlich zweifelsfrei aus dem Regelungstext in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 (&quot;&#8230;&nbsp;der <em>Gewinn<\/em> i.S. des Satzes&nbsp;1&nbsp;&#8230;&quot;) und dar&uuml;ber wurde vom Senat auch bereits f&uuml;r &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 KStG 2002 in dessen unmittelbarer Anwendung entschieden (Urteil vom 13.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;79\/09, BFHE 231, 529)&#8211; lediglich der Gewinn aus der vermittels &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 einer Ver&auml;u&szlig;erung gesetzlich gleichgestellten &Uuml;bernahme der betreffenden Kapitalanteile. Dass in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 von &quot;ein(em)&quot; Gewinn die Rede ist, der au&szlig;er Ansatz bleibt, in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 demgegen&uuml;ber von &quot;dem&quot; Gewinn (im Sinne des Satzes&nbsp;1), ist ganz offensichtlich der Syntax und dem Sprachfluss geschuldet und kann in der Sache keinen tragf&auml;higen Unterschied ausmachen. Mit den Anteilen in Zusammenhang stehende Verluste werden von der Freistellung nach &sect;&nbsp;8b (Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1) KStG 2002 sonach von vornherein nicht erfasst. Dieses Regelungsverst&auml;ndnis entspricht im Ergebnis der Verwaltungspraxis im BMF-Schreiben in BStBl I 2011, 1314, dort Tz.&nbsp;12.06.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das alles ist gleicherma&szlig;en f&uuml;r Lebensversicherungsunternehmen von Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Zwar enth&auml;lt der Querverweis auf &sect;&nbsp;8b KStG 2002 in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 als solcher keine tatbestandlichen Beschr&auml;nkungen; die Bezugsnorm ist also vollen Umfangs anzuwenden, einschlie&szlig;lich deren Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1, und danach ist &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 bis 7 KStG 2002 &#8211;wie oben unter B.II.2.a&nbsp;bb bereits beschrieben&#8211; nicht anzuwenden auf Anteile, die bei Lebensversicherungsunternehmen den Kapitalanlagen zuzurechnen sind. Die Inbezugnahme auch von &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 KStG 2002 durch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 entspricht dem ausdr&uuml;cklichen Willen des Gesetzgebers (vgl. den Bericht des Finanzausschusses zu dem Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften, BTDrucks 16\/3369, S.&nbsp;10), wiederum der Verwaltungspraxis (BMF-Schreiben in BStBl I 2011, 1314 Tz&nbsp;12.06) und der im Schrifttum &uuml;berwiegend vertretenen Auffassung (z.B. Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;52; Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;267.31; Widmann, daselbst, &sect;&nbsp;4 UmwStG Rz&nbsp;578.10&nbsp;f.; Ley\/Bodden, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2007, 265; Benecke\/Schnitger, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2007, 22; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Patt\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;47, sowie derselbe in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;46&nbsp;f.; Heinemann, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2012, 133, 137; Perwein, GmbHR 2008, 747, 752; F&uuml;llbier\/Beckert, Die Unternehmensbesteuerung &#8211;Ubg&#8211; 2009, 774; Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;75; anders z.B. R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;89&nbsp;ff.; R&ouml;dder\/Schmidt-Fehrenbacher in Flick Gocke Schaumburg\/BDI, Der Umwandlungssteuer-Erlass 2011, &sect;&nbsp;12 UmwStG UmwStE Rz&nbsp;12.06; Schaflitzl\/G&ouml;tz, Der Betrieb, Beilage 1\/2012, 25, 30; Neu\/Schiffers\/Watermeyer, GmbHR 2011, 729, 734; Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;12 UmwStG 2006 Rz&nbsp;51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Bleibt &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 KStG 2002 damit abermals unanwendbar, erwirkt &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 indessen keine Einschr&auml;nkung gegen&uuml;ber der in Satz&nbsp;1 der Vorschrift angeordneten allgemeinen Aussage, dass Verluste aus der Verschmelzung steuerlich au&szlig;er Ansatz zu belassen sind. Der in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 angeordnete &#8211;und auf Verschmelzungsgewinne verengte&#8211; Anwendungsbefehl betreffend &sect;&nbsp;8b KStG 2002 ist unmissverst&auml;ndlich und eindeutig. Er ersch&ouml;pft sich in jener in &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 KStG 2002 bestimmten partiellen Nichtanwendung f&uuml;r Gewinne; auf Verluste wirkt sich der Anwendungsbefehl hingegen nicht aus (im Ergebnis ebenso z.B. Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;267.32&nbsp;ff.; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Patt\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;47; L.&nbsp;Wagner in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 8.&nbsp;Aufl., Anh &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;995; s.a. Gosch, KStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8b Rz&nbsp;72d; Bl&uuml;mich\/Klingberg, &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;33; F&uuml;llbier\/ Beckert, Ubg 2009, 774; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;92; anders z.B. Benecke\/Schnitger, IStR 2007, 22, 26; Ley\/Bodden, FR 2007, 265, 273&nbsp;f.; Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;54&nbsp;ff.; Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;72).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dadurch best&auml;tigt sich im Ergebnis zwar der gelegentlich &#8211;und auch von der Kl&auml;gerin&#8211; erhobene Einwand einer &quot;systematischen Verwerfung&quot; in der Gleichbehandlung von &Uuml;bernahmegewinnen einerseits und &Uuml;bernahmeverlusten andererseits (vgl. z.B. Ruoff in Schneider\/Ruoff\/Sistermann, Umwandlungssteuer-Erlass 2011, Rz&nbsp;12.1; Herfort\/Viebrock in Haase\/Hruschka, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;141&nbsp;ff., 144; Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;12 UmwStG Rz&nbsp;42; R&ouml;dder\/Schumacher, DStR 2007, 369, 372&nbsp;ff.; R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;92; s. insoweit auch F&uuml;llbier\/Beckert, Ubg 2009, 774). Und zuzugestehen ist, dass diese &quot;Verwerfung&quot; f&uuml;r Umwandlungsvorg&auml;nge letztlich genau zu jenem Auseinanderfallen von handelsbilanziellem Ausweis einerseits und steuerbilanziellem Ausweis andererseits f&uuml;hrt, welche vermittels der Sonderregelung in &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 KStG 2002 f&uuml;r die einbezogenen Versicherungsunternehmen vermieden werden soll, weil sich nach dem handelsbilanziellen Ergebnis die Zuf&uuml;hrungen zur R&uuml;ckstellung f&uuml;r Beitragsr&uuml;ckerstattungen nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 KStG 2002 richten. Doch nimmt das Gesetz die sich daraus ergebende &quot;Unwucht&quot; ersichtlich in Kauf. Sie rechtfertigt sich wohl aus der teleologischen Erw&auml;gung, dass &Uuml;bernahmeverluste regelm&auml;&szlig;ig (blo&szlig;e) Buchverluste repr&auml;sentieren, welche die Leistungsf&auml;higkeit der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft nicht vermindern und diese infolge der &Uuml;bernahme insoweit steuerlich nicht belasten; eine steuerliche Belastung tritt erst ein, wenn die im &uuml;bergegangenen Verm&ouml;gen enthaltenen stillen Reserven realisiert werden (s. dazu &#8211;allerdings noch zu &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 1977&#8211; Senatsurteil vom 18.&nbsp;Oktober 1989 I&nbsp;R&nbsp;158\/85, BFHE 159, 31, BStBl II 1990, 92; Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;267.35&nbsp;ff., m.w.N.). Die von der Kl&auml;gerin behaupteten verfassungsrechtlichen Bedenken gegen&uuml;ber dem Abzugsausschluss dr&auml;ngen sich in Anbetracht dessen jedenfalls nicht auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Daf&uuml;r, dass &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 i.V.m. &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;8 KStG 2002 &uuml;ber seinen Regelungswortlaut hinaus sowohl f&uuml;r Gewinne als auch f&uuml;r Verluste gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 2006 eine uneingeschr&auml;nkte verdr&auml;ngende Wirkung beizumessen w&auml;re, geben weder Sinn und Zweck noch die vom FG umfassend hergeleitete Entstehungsgeschichte der Vorschriften (s. BTDrucks 15\/1684, 15\/1584, 15\/1665, 16\/2710, 16\/3315, 16\/3369) Hinreichendes her, das eine rechtsfortbildende Regelungsauslegung, wie von der Kl&auml;gerin eingefordert, erzwingen k&ouml;nnte. Auch aus Art.&nbsp;7 Fusions-RL, auf welche die Vorinstanz ihr Urteil ma&szlig;geblich gest&uuml;tzt hat, folgt nichts Gegenteiliges. FA und BMF weisen zutreffend darauf hin, dass es hierbei darum geht, bei grenz&uuml;berschreitenden Umstrukturierungen f&uuml;r die m&ouml;gliche Besteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns, der sich aus dem Unterschied zwischen dem tats&auml;chlichen Wert und dem steuerlichen Wert des &uuml;bertragenen Aktiv- und Passivverm&ouml;gens ergeben k&ouml;nnte, einen Steueraufschub vorzusehen. Dieser Steueraufschub wird gew&auml;hrt, soweit die &uuml;bernehmende Gesellschaft die steuerlichen Werte des &uuml;bernommenen Aktiv- und Passivverm&ouml;gens fortf&uuml;hrt und diese einer eigenen Betriebsst&auml;tte der &uuml;bernehmenden Gesellschaft im Staat der &uuml;bertragenden Gesellschaft zuzurechnen sind. Regelungen zur Erfassung von &Uuml;bernahmeverlusten enth&auml;lt die Fusionsrichtlinie indessen keine. Dass sie umgekehrt &#8211;worauf die Kl&auml;gerin hinweist&#8211; gegen&uuml;ber einer Anwendung auf &Uuml;bernahmeverluste auch keine &quot;Sperrwirkung&quot; entfaltet, ist richtig, f&uuml;hrt in der Sache aber nicht weiter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat dem ersten Punkt &#8211;der steuerlichen Behandlung des nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 zu errechnenden &Uuml;bernahmewerts&#8211; keine Beachtung geschenkt und zum zweiten Punkt &#8211;der steuerlichen Behandlung des &Uuml;bernahmeverlusts nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 UmwStG 2006&#8211; eine abweichende Rechtsauffassung vertreten. Deswegen und ohnehin auch aus den unter B.I. erw&auml;hnten formalen Gr&uuml;nden wegen der zwischenzeitlich ergangenen &Auml;nderungsbescheide vom 10.&nbsp;April 2013 ist das angefochtene Urteil aufzuheben. Die Sache ist an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, damit die noch ausstehende Sachaufkl&auml;rung zu den nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2006 anzusetzenden Werte nachgeholt werden kann. Im &Uuml;brigen war das Verfahren einzustellen, soweit die Kl&auml;gerin ihre Klage wegen Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags 2006 in der m&uuml;ndlichen Verhandlung zur&uuml;ckgenommen hat (&sect;&nbsp;121 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.7.2014, I R 58\/12 Steuermindernde Ber&uuml;cksichtigung einer Abstockung auf den gemeinen Wert sowie eines &Uuml;bernahmeverlusts bei sog. Aufw&auml;rtsverschmelzung von Lebensversicherungsunternehmen Leits&auml;tze 1. Bei einer Aufw&auml;rtsverschmelzung sind die Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft nach &sect; 12 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 4 Abs. 1 Satz 2 UmwStG 2006 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-58-12-steuermindernde-beruecksichtigung-einer-abstockung-auf-den-gemeinen-wert-sowie-eines-uebernahmeverlusts-bei-sog-aufwaertsverschmelzung-von-lebensversicherungsunternehmen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;58\/12 &#8211; Steuermindernde Ber&uuml;cksichtigung einer Abstockung auf den gemeinen Wert sowie eines &Uuml;bernahmeverlusts bei sog. 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