{"id":63694,"date":"2014-11-12T16:32:25","date_gmt":"2014-11-12T14:32:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63694"},"modified":"2014-11-12T16:32:25","modified_gmt":"2014-11-12T14:32:25","slug":"i-b-123-13-feststellung-der-endbestaende-der-eigenkapitalteilbetraege-beim-uebergang-vom-anrechnungs-zum-halbeinkuenfteverfahren-rueckabwicklungsverbot-nach-par-79-abs-2-satz-1-bverfgg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-123-13-feststellung-der-endbestaende-der-eigenkapitalteilbetraege-beim-uebergang-vom-anrechnungs-zum-halbeinkuenfteverfahren-rueckabwicklungsverbot-nach-par-79-abs-2-satz-1-bverfgg\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;123\/13 &#8211; Feststellung der Endbest&auml;nde der Eigenkapitalteilbetr&auml;ge beim &Uuml;bergang vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; R&uuml;ckabwicklungsverbot nach &sect; 79 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.7.2014, I B 123\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Feststellung der Endbest&auml;nde der Eigenkapitalteilbetr&auml;ge beim &Uuml;bergang vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; R&uuml;ckabwicklungsverbot nach &sect; 79 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Rechtsnachfolgerin der A eG. Sie betreibt eine Bank.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; aufgrund der &Uuml;bergangsregelungen zum Wechsel des Anrechnungsverfahrens zum Halbeink&uuml;nfteverfahren am 27.&nbsp;M&auml;rz 2006 einen ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Endbest&auml;nde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1999 i.d.F. des Steuersenkungsgesetzes vom 23.&nbsp;Oktober 2000 &#8211;KStG 1999&#8211; (BGBl I 2000, 1433, BStBl I 2000, 1428). Hierbei hatte er nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 KStG 1999 insbesondere den mit 45&nbsp;% K&ouml;rperschaftsteuer belasteten Teilbetrag des verwendbaren Eigenkapitals &#8211;vEK&#8211; (EK&nbsp;45) durch Erh&ouml;hung des mit 40&nbsp;% K&ouml;rperschaftsteuer belasteten Teilbetrags des vEK (EK&nbsp;40) bei gleichzeitiger Minderung des nicht mit K&ouml;rperschaftsteuer belasteten vEK (EK&nbsp;02) umgegliedert. In der Anlage&nbsp;2 zum Bescheid wurde die Umgliederung des vEK anhand einer Tabelle im Einzelnen dargestellt. Der Bescheid wurde bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erkl&auml;rte mit Beschluss vom 17.&nbsp;November 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2192\/05 (BVerfGE 125, 1) &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 und 4 KStG 1999 als mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) unvereinbar, soweit diese Regelung zu einem Verlust des K&ouml;rperschaftsteuerminderungspotentials f&uuml;hrt, das im EK&nbsp;45 enthalten ist. Zugleich wurde der Gesetzgeber aufgefordert, f&uuml;r die noch nicht bestandskr&auml;ftig abgeschlossenen Verfahren eine Neuregelung zu treffen. Daraufhin wurden die fraglichen Vorschriften durch &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;13f und 13g KStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768, BStBl I 2010, 1394) &#8211;KStG 2002 n.F.&#8211; ge&auml;ndert: &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 KStG 1999 (Umgliederung des EK&nbsp;45) wurde gestrichen und durch einen Abs.&nbsp;6a ersetzt (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;13f KStG 2002 n.F.). Die neue Regelung in Abs.&nbsp;6a kann zu einem positiven Endbestand des EK&nbsp;45 f&uuml;hren, der unmittelbar das K&ouml;rperschaftsteuerguthaben erh&ouml;ht (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 KStG 2002 n.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Auml;nderungen gelten r&uuml;ckwirkend, sind aber nur in denjenigen F&auml;llen anzuwenden, in denen die Endbest&auml;nde i.S. des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG 1999 noch nicht bestandskr&auml;ftig festgestellt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Hinweis auf die verfassungsgerichtliche Entscheidung und die gesetzgeberische Reaktion beantragte die Kl&auml;gerin die erstmalige gesonderte Feststellung des Endbestands des EK&nbsp;45. Dies k&ouml;nne durch einen eigenst&auml;ndigen Bescheid oder durch einen Erg&auml;nzungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) geschehen. Das FA folgte dem nicht. Auch der Einspruch und die Klage blieben erfolglos. Das Nieders&auml;chsische Finanzgericht (FG) legte den Feststellungsbescheid vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2006 dahin aus, dass dieser &#8211;jedenfalls inzident&#8211; auch die Feststellung enthielt, dass ein Endbestand des EK&nbsp;45 nicht mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund sei kein Raum f&uuml;r einen Erg&auml;nzungsbescheid. Die Revision wurde im Urteil vom 27.&nbsp;Juni 2013&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;126\/12 nicht zugelassen. Dagegen wendet sich die Kl&auml;gerin nunmehr mit ihrer Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und durch Beschluss zu verwerfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat keine Revisionszulassungsgr&uuml;nde in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechenden Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausstellt, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts erforderlich ist und die im konkreten Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu ist auszuf&uuml;hren, ob und in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist und deshalb eine h&ouml;chstrichterliche Kl&auml;rung &uuml;ber die materiell-rechtliche Beurteilung des Streitfalles hinaus f&uuml;r die Allgemeinheit Bedeutung hat. Sofern zu dem Problemkreis Rechtsprechung und &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum vorhanden sind, ist eine grundlegende Auseinandersetzung damit sowie eine Er&ouml;rterung geboten, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl&auml;rt anzusehen ist bzw. weshalb sie ggf. einer weiteren oder erneuten Kl&auml;rung bedarf. Dar&uuml;ber hinaus bedarf es konkreter Erl&auml;uterungen dazu, dass der aufgeworfenen Rechtsfrage in einem Revisionsverfahren entscheidungserhebliche Bedeutung zukommt und sie mithin kl&auml;rungsf&auml;hig ist (z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 2003 III&nbsp;B&nbsp;14\/03, BFH\/NV 2004, 224; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2005 IX&nbsp;B&nbsp;193\/04, BFH\/NV 2005, 1342; vom 5.&nbsp;Dezember 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;79\/07, BFH\/NV 2008, 732; vom 15.&nbsp;Oktober 2008 II&nbsp;B&nbsp;74\/08, BFH\/NV 2009, 125; Senatsbeschluss vom 2.&nbsp;April 2014 I&nbsp;B&nbsp;130\/13, BFH\/NV 2014, 1085, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist (z.B. BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2010 IV&nbsp;B&nbsp;131\/08, BFH\/NV 2010, 1487). Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer solchen Abweichungsr&uuml;ge muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus den behaupteten, mit Datum sowie Aktenzeichen und\/oder Fundstelle bezeichneten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen (z.B. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2011 III&nbsp;B&nbsp;76\/10, BFH\/NV 2011, 981). Au&szlig;erdem muss sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung ergeben, dass dem Streitfall ein der Divergenzentscheidung vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Anforderungen gen&uuml;gen die von der Kl&auml;gerin erhobenen R&uuml;gen weder bezogen auf die geltend gemachte grunds&auml;tzliche Bedeutung (a) noch auf die geltend gemachte Divergenz (b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">aa) Hinsichtlich folgender von der Kl&auml;gerin aufgeworfener Rechtsfragen fehlt es an der schl&uuml;ssigen Darlegung der Kl&auml;rungsf&auml;higkeit oder der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Frage 1: Kann zur Ermittlung des Regelungsgehaltes eines Feststellungsbescheides &uuml;ber die Endbest&auml;nde gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 KStG auf die Erl&auml;uterungen des Bescheides zur&uuml;ckgegriffen werden und kann eine Regelung, die im Feststellungsteil zu treffen ist, ausschlie&szlig;lich in den Bescheiderl&auml;uterungen getroffen werden, wenn im Bescheidtenor (Verf&uuml;gungssatz) eine Regelung unterblieben ist oder muss aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit eine Regelung des Feststellungsteils (&#8218;Feststellungsbereich&#8216;) stets im Verf&uuml;gungssatz getroffen werden?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Frage 2: Erfordert eine verfassungskonforme Auslegung der Regelungen &uuml;ber den Feststellungsteil und das in Art. 20 Abs. 3 GG wurzelnde rechtsstaatliche Bestimmtheitsgebot, dass die festzustellenden Regelungen stets im Verf&uuml;gungssatz und zwar &#8218;klar und unmissverst&auml;ndlich&#8216; zu treffen sind?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Frage 3: M&uuml;ssen in Weiterentwicklung des Beschlusses des BVerfG vom 17. November 2009 &#8211; 1 BvR 2192\/05 &#8211; die bislang von der Rechtsprechung des BFH zu &sect; 179 Abs. 3 AO entwickelten Grunds&auml;tze erg&auml;nzt werden?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Frage 4: Kann aufgrund der Regelung in &sect; 157 Abs. 1 Satz 2 AO zur Auslegung von Feststellungsbescheiden auf die allgemeine Regelung in &sect; 124 AO zur&uuml;ckgegriffen werden oder m&uuml;ssen Regelungen im feststellenden Teil wie die Festsetzung der Steuer &#8217;nach Art und Betrag&#8216; bezeichnet werden und verbieten damit einen R&uuml;ckgriff auf den weiteren Inhalt des Bescheides wie dessen Begr&uuml;ndung oder Anlagen zum Bescheid?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Frage 5: Besteht aufgrund der Entscheidung des BVerfG vom 17. November 2009 &#8211; 1 BvR 2192\/05 &#8211; die M&ouml;glichkeit und die Notwendigkeit, einen Erg&auml;nzungsbescheid nach &sect; 179 Abs. 3 AO zu erlassen und ist dies ein verfassungskonformer Weg zur Beseitigung der vom BVerfG im Beschluss vom 17. November 2009 festgestellten Ungleichbehandlung?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Fragen 1, 2 und 4 betreffen die Auslegung von Verwaltungsakten und ihrer steuerrechtlichen Sonderformen, wie z.B. Steuer- und Feststellungsbescheide. Es kann dahinstehen, ob angesichts der Vielzahl von Entscheidungen des BFH, die sich in rechtsgrunds&auml;tzlicher Weise mit der Auslegung des steuerrechtlichen Verwaltungsakts und damit auch eines Feststellungsbescheides befassen (z.B. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;August 2007 X&nbsp;R&nbsp;39\/02, BFHE 218, 503, BStBl II 2008, 4; vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471, jeweils m.w.N.), noch ein zus&auml;tzlicher Kl&auml;rungsbedarf besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls hat die Kl&auml;gerin nicht substantiiert dargelegt, dass die von ihr aufgeworfenen Fragen in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden k&ouml;nnten. Das FG hat den streitgegenst&auml;ndlichen Bescheid unter Heranziehung seiner Anlagen so interpretiert, dass er die &#8211;jedenfalls inzidente&#8211; Feststellung enth&auml;lt, dass ein Endbestand des EK&nbsp;45 nicht mehr vorhanden ist. Weil die Feststellung somit bereits erfolgt war, konnte sie nicht i.S. des &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 AO nachgeholt werden. Die Kl&auml;gerin h&auml;lt es in den Fragen 1, 2 und 4 im Wesentlichen f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob und auf welche Weise (&quot;klar und unmissverst&auml;ndlich&quot;) Regelungen des Feststellungsbereichs (hier: Feststellung des Endbestands des EK&nbsp;45) im Verf&uuml;gungssatz (Bescheidtenor) getroffen werden k&ouml;nnen oder m&uuml;ssen und inwieweit Bescheidanlagen im Auslegungswege herangezogen werden k&ouml;nnen. Sei entgegen der Auffassung des FG noch keine &#8211;klare und unmissverst&auml;ndliche&#8211; Feststellung des Endbestands des EK&nbsp;45 &#8211;im Verf&uuml;gungsteil&#8211; erfolgt, dann sei verfahrensrechtlich der Weg zu einem Erg&auml;nzungsbescheid er&ouml;ffnet. Mit diesen knappen Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsf&auml;higkeit gen&uuml;gt die Kl&auml;gerin ihren Darlegungspflichten nicht. Sie geht auf die naheliegenden Zweifel, dass der von ihr begehrte Erlass eines Erg&auml;nzungsbescheides auch aus anderen Gr&uuml;nden ausscheiden k&ouml;nnte, nicht ein. In einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren k&auml;me es n&auml;mlich dann auf die Kl&auml;rung der aufgeworfenen Fragen nicht mehr an, wenn, wie in der Literatur vertreten, die Feststellung des Endbestands des EK&nbsp;45 <span style=\"text-decoration:underline\">unzul&auml;ssig<\/span> gewesen w&auml;re, weil das fr&uuml;here EK&nbsp;45 als Folge der von &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 KStG 1999 angeordneten Umrechnung in EK&nbsp;40 und EK&nbsp;02 rechtlich nicht mehr fortbestand (so D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;36 KStG Rz&nbsp;29). Die Entscheidung der Vorinstanz greift diesen Gedanken der Sache nach ebenfalls auf (S.&nbsp;7 des Urteilsumdrucks: keine gesetzliche Verpflichtung, einen durch Umgliederung vollst&auml;ndig aufzul&ouml;senden Bestand des EK&nbsp;45 mit dem Betrag von 0&nbsp;DM auszuweisen). Die Erg&auml;nzung einer &quot;notwendigen Feststellung&quot; k&auml;me dann von vornherein nicht in Betracht. F&uuml;r eine solche w&auml;re auch dann kein Raum, wenn die Rechtsfolgenanordnung des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 KStG 1999 so verstanden werden muss, dass das EK&nbsp;45 im EK&nbsp;40 und im EK&nbsp;02 &quot;aufgegangen&quot; und jener ehemals getrennt auszuweisende Teilbetrag des vEK folglich in der Feststellung der Endbest&auml;nde anderer Teilbetr&auml;ge (hier: EK&nbsp;40 und EK&nbsp;02) materiell mitenthalten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Fragen 3 und 5 betreffen den Erg&auml;nzungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 AO. Die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit wird in der Beschwerdeschrift nicht substantiiert aufgezeigt. Durch eine Vielzahl von BFH-Urteilen, zu denen sich die Kl&auml;gerin nur am Rande &auml;u&szlig;ert, ist gekl&auml;rt, wie die genannte Vorschrift zu verstehen ist. So hat der BFH insbesondere wiederholt herausgestellt, dass die von &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 AO vorausgesetzte L&uuml;ckenhaftigkeit des Feststellungsbescheides durch Auslegung dieses Bescheides zu bestimmen ist. F&uuml;r die Auslegung gelten ankn&uuml;pfend an die analog anzuwendenden Regelungen in &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) die allgemeinen Grunds&auml;tze (z.B. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Dezember 2008 IX&nbsp;R&nbsp;94\/07, BFHE 223, 352, BStBl II 2009, 444; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 IV&nbsp;R&nbsp;8\/08, BFH\/NV 2011, 1649; vom 26.&nbsp;April 2012 IV&nbsp;R&nbsp;19\/09, BFH\/NV 2012, 1569, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin darauf abstellt, dass die Entscheidung des BVerfG in BVerfGE 125, 1 im Besonderen oder verfassungsrechtliche Grunds&auml;tze im Allgemeinen Anlass geben, die zu &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 AO entwickelte Rechtsprechung zu erg&auml;nzen oder zu &uuml;berpr&uuml;fen, w&auml;re eine eingehende Auseinandersetzung mit den Folgen verfassungsgerichtlicher Entscheidungen erforderlich gewesen. Die Beschwerdeschrift verh&auml;lt sich hierzu nicht. Dort wird lediglich die Frage aufgeworfen, ob durch den Erlass eines Erg&auml;nzungsbescheides ein &quot;zweiter Weg&quot; zur Beseitigung der verfassungswidrigen Vernichtung des K&ouml;rperschaftsteuerminderungspotentials gefunden werden kann. Die Kl&auml;gerin befasst sich indes nicht mit dem Gesetz &uuml;ber das Bundesverfassungsgericht (BVerfGG), in dem die Folgen der vom BVerfG ausgesprochenen Normverwerfung im Einzelnen geregelt werden. So bestimmt &sect;&nbsp;79 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BVerfGG, dass vorbehaltlich einer besonderen gesetzlichen Regelung die nicht mehr anfechtbaren Entscheidungen, die auf einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;78 BVerfGG f&uuml;r nichtig erkl&auml;rten Norm beruhen, unber&uuml;hrt bleiben. Dieses R&uuml;ckabwicklungsverbot bezweckt nicht, den auf verfassungswidriger Grundlage (hier: &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 KStG 1999) beruhenden Normvollzugsakten (hier: Feststellungsbescheid vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2006) eine st&auml;rkere Bestandskraft zu verschaffen, als sie aufgrund der allgemeinen Regeln besitzen. Normvollzugsakte sollen &quot;mit der Kraft und der Schw&auml;che, die sie nach allgemeinen Grunds&auml;tzen haben, formell fortbestehen&quot; (M.&nbsp;Gra&szlig;hof in Umbach\/Clemens\/Dollinger, BVerfGG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;79 Rz&nbsp;26). Sind sie &quot;schwach&quot;, weil sie ohnehin nach allgemein anwendbaren verfahrensrechtlichen Vorschriften leicht ge&auml;ndert werden k&ouml;nnen, dann kann auf diesem Wege die Normverwerfung durch das BVerfG noch Ber&uuml;cksichtigung finden. Ob, wie von der Kl&auml;gerin im Streitfall angestrebt, die Bestandskraft der Feststellung der Endbest&auml;nde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG 1999 durch den Erlass eines Erg&auml;nzungsbescheides noch mit der von ihr f&uuml;r m&ouml;glich gehaltenen weiteren Folge der Unanwendbarkeit der verfassungswidrigen Regelung in &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;3 KStG 1999 &uuml;berwunden werden kann, ist damit allein durch Auslegung und Anwendung des &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;3 AO zu bestimmen. Diesbez&uuml;glich sind die ma&szlig;geblichen Rechtsgrunds&auml;tze in der Rechtsprechung des BFH gekl&auml;rt; die Kl&auml;gerin hat keinen neuerlichen oder weiter gehenden Kl&auml;rungsbedarf aufgezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Ausf&uuml;hrungen in der Beschwerdeschrift zum Revisionszulassungsgrund der Rechtsfortbildung sind allgemein gehalten und befassen sich nicht mit einem bestimmten durch Rechtsfortbildung zu l&ouml;senden Rechtsproblem. Sollten sie so zu verstehen sein, dass sie sich auf die f&uuml;nf als bedeutsam herausgestellten Fragen beziehen, so k&ouml;nnen sie der Beschwerde nicht zum Erfolg verhelfen, weil es sich bei &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO lediglich um einen speziellen Unterfall der Grundsatzrevision handelt und hier wie dort die gleichen Darlegungsanforderungen gelten (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Divergenz<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, das FG sei mit dem aufgestellten Rechtssatz, dass bei der Auslegung nicht allein auf den Tenor eines Bescheides, sondern auch auf den materiellen Regelungsgehalt einschlie&szlig;lich der Begr&uuml;ndung abzustellen sei, von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) vom 5.&nbsp;November 2009&nbsp;&nbsp;4&nbsp;C&nbsp;3\/09 (BVerwGE 135, 209) abgewichen, hat die Kl&auml;gerin mit ihrem Vortrag das Vorliegen des Revisionszulassungsgrundes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO nicht substantiiert erkennbar gemacht. Insbesondere fehlen Darlegungen zur Identit&auml;t der Rechtsfrage und zur Vergleichbarkeit der Sachverhalte. Das FG hat im Streitfall einen Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG 1999 ausgelegt. In der vermeintlichen Divergenzentscheidung des BVerwG ging es dagegen um die Auslegung eines Zielabweichungsbescheides. Hierbei handelt es sich um einen feststellenden Verwaltungsakt i.S. des &sect;&nbsp;35 Satz&nbsp;1 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes Rheinland-Pfalz, mit dem eine Abweichung vom st&auml;dtebaulichen Integrationsgebot des Landesentwicklungsprogrammes Rheinland-Pfalz zugelassen wurde. Dieser feststellende Verwaltungsakt ist dadurch gekennzeichnet, dass er sich mit seinem verf&uuml;genden Teil darauf beschr&auml;nkt, das Ergebnis eines beh&ouml;rdlichen Subsumtionsvorganges verbindlich festzuschreiben (BVerwG-Urteil in BVerwGE 135, 209, m.w.N.). Damit hat dieser Verwaltungsakt nur dem Namen nach etwas mit einem steuerrechtlichen Feststellungsbescheid gemein. In diesem werden nicht lediglich die Ergebnisse finanzbeh&ouml;rdlicher Subsumtionsvorg&auml;nge festgehalten, sondern Besteuerungsgrundlagen und damit tats&auml;chliche Vorg&auml;nge und Zust&auml;nde festgestellt, die die Beh&ouml;rde im Rahmen ihrer Amtsermittlungspflicht aufzukl&auml;ren hatte (z.B. die H&ouml;he eines Gewinns, die H&ouml;he des vorhandenen Eigenkapitals usw.). Die Entscheidung des BVerwG ist zudem zu einem wesentlichen Teil gepr&auml;gt durch die Besonderheiten des &uuml;ber&ouml;rtlichen Planungsrechts. Danach versteht es sich ohne zus&auml;tzliche detaillierte Erl&auml;uterungen von Seiten der Kl&auml;gerin nicht von selbst, dass beide Entscheidungen &#8211;die des FG und die des BVerwG&#8211; denselben rechtlichen und tats&auml;chlichen Hintergrund haben. Hinzu kommt, dass eine Abweichung im Rechtsgrunds&auml;tzlichen nicht schl&uuml;ssig dargetan wurde. Denn sowohl das FG als auch das BVerwG haben f&uuml;r die Auslegung von Verwaltungsakten auf die im &ouml;ffentlichen Recht analog anwendbaren Bestimmungen der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB abgestellt. Das FG hat der Aussage des BVerwG, dass eine beh&ouml;rdliche Erkl&auml;rung, deren feststellende Regelungsqualit&auml;t nicht bereits durch Aufnahme in den Tenor des Bescheides dokumentiert worden sei, im Wege der Auslegung nur dann als feststellender Verwaltungsakt zu qualifizieren sei, wenn der Regelungswille der Beh&ouml;rde in anderer Weise klar und unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck komme, an keiner Stelle seines Urteils widersprochen. Es hat lediglich die Formulierung &quot;klar und unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck kommen&quot; nicht ausdr&uuml;cklich aufgegriffen. In der Sache ist es jedoch davon ausgegangen, dass der entsprechend &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB auszulegende Feststellungsbescheid vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2006 nur dahin verstanden werden kann, dass ein Endbestand des EK&nbsp;45 nicht mehr vorhanden ist. Damit hat die Auslegung nach Auffassung des FG den Regelungswillen der Beh&ouml;rde im Streitfall klar und unmissverst&auml;ndlich offenbart. Nach alledem zeigt sich, dass die Divergenzr&uuml;ge im Kern darauf abzielt, die im konkreten Fall vom FG vorgenommene Auslegung eines Feststellungsbescheides einer sachlichen &Uuml;berpr&uuml;fung durch den BFH zuzuf&uuml;hren und auf diesem Wege die eigene Auffassung von der vermeintlichen Unklarheit des Bescheides zu Lasten der finanzgerichtlichen Auffassung von der Eindeutigkeit des Auslegungsergebnisses durchzusetzen. Daf&uuml;r ist das Institut der Nichtzulassungsbeschwerde aber nicht geschaffen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.7.2014, I B 123\/13 Feststellung der Endbest&auml;nde der Eigenkapitalteilbetr&auml;ge beim &Uuml;bergang vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; R&uuml;ckabwicklungsverbot nach &sect; 79 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Rechtsnachfolgerin der A eG. 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