{"id":63699,"date":"2014-11-12T16:32:33","date_gmt":"2014-11-12T14:32:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63699"},"modified":"2014-11-12T16:32:33","modified_gmt":"2014-11-12T14:32:33","slug":"x-r-13-12-cms-spread-ladder-swap-als-der-verlustausgleichsbeschraenkung-des-par-15-abs-4-satz-3-estg-unterliegendes-termingeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-13-12-cms-spread-ladder-swap-als-der-verlustausgleichsbeschraenkung-des-par-15-abs-4-satz-3-estg-unterliegendes-termingeschaeft\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;13\/12 &#8211; CMS Spread Ladder Swap als der Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG unterliegendes Termingesch&auml;ft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.8.2014, X R 13\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">CMS Spread Ladder Swap als der Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG unterliegendes Termingesch&auml;ft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein strukturierter EUR-Zinsswap mit CMS-Spread-Koppelung (CMS Spread Ladder Swap) ist ein unter &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG fallendes Termingesch&auml;ft.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Hat eine gruppeninterne Vereinbarung zur Folge, dass die im Au&szlig;enverh&auml;ltnis aus einem Termingesch&auml;ft berechtigte bzw. verpflichtete Holding GmbH die Chancen und Risiken aus diesem Gesch&auml;ft im Innenverh&auml;ltnis insgesamt an ein gruppeninternes Unternehmen weiterreicht, f&uuml;hrt die wirtschaftliche Betrachtung dazu, dass die Verlustausgleichs- und -abzugsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG allein auf Ebene des aus dem Gesch&auml;ft tats&auml;chlich belasteten operativ t&auml;tigen Unternehmens Anwendung findet.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die funktionale Ausnahme des &sect; 15 Abs. 4 Satz 4 Alternative 2 EStG setzt nicht nur einen subjektiven Sicherungszusammenhang, sondern auch einen objektiven Nutzungs- und Funktionszusammenhang zwischen dem Grund- und dem Absicherungsgesch&auml;ft voraus. Das Sicherungsgesch&auml;ft muss deshalb auch dazu geeignet sein, Risiken aus dem Grundgesch&auml;ft zu kompensieren.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) erzielte im Streitjahr 2006 mit einem Einzelunternehmen (Gro&szlig;handel mit Fensterzubeh&ouml;r) Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Das Einzelunternehmen war Teil einer Firmengruppe (A-Gruppe); Obergesellschaft der zur Firmengruppe geh&ouml;renden Gesellschaften war im Streitjahr die &#8230; Holding GmbH (sp&auml;ter umfirmiert in &#8230; GmbH; im Folgenden: Holding GmbH). Zum 1.&nbsp;Dezember 2006 brachte der Kl&auml;ger sein Einzelunternehmen gegen Gew&auml;hrung eines neuen Gesch&auml;ftsanteils in die &#8230; GmbH &#8211;sp&auml;ter &#8230; GmbH&#8211; ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 16.&nbsp;M&auml;rz 2005 schloss die Holding GmbH mit der X&nbsp;Bank einen strukturierten EUR-Zinsswap mit CMS-Spread-Koppelung (CMS Spread Ladder Swap) &uuml;ber 2,5&nbsp;Mio.&nbsp;EUR (Bezugsbetrag) und einer Laufzeit von drei Jahren. Danach sollte die X&nbsp;Bank viertelj&auml;hrlich 3&nbsp;% p.a. an die Holding GmbH zahlen. Die Holding GmbH musste in der ersten bis vierten Drei-Monats-Periode 1,5&nbsp;% p.a. und in der f&uuml;nften bis zw&ouml;lften Periode einen variablen Zinssatz, der sich nach der Differenz (Spread) zwischen dem Zehnjahres- und dem Zweijahres-EUR-Swapsatz auf Euribor-Basis richtete, an die X&nbsp;Bank zahlen. Je gr&ouml;&szlig;er die Differenz zwischen diesen beiden S&auml;tzen war, desto niedriger war der an die X&nbsp;Bank zu zahlende Betrag. Dabei wurde der Zinssatz der Vorperiode zum Zinssatz der laufenden Periode hinzugerechnet, so dass sich ein sog. Ladder-(Leiter-)Effekt ergab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 22.&nbsp;M&auml;rz 2005 schloss die Holding GmbH eine Vereinbarung mit der Einzelfirma des Kl&auml;gers sowie zwei Gesellschaften der A-Gruppe, wonach der Zinsswap der Zinsverbilligung der in der Firmengruppe beanspruchten Betriebsmittelkredite diene und daher vereinbart werde, dass anfallende Zins&uuml;bersch&uuml;sse bzw. durch eine eventuelle negative Marktentwicklung entstehende Zinsunterdeckungen zu je 1\/3 auf die beiden operativen Gesellschaften sowie das Einzelunternehmen aufgeteilt w&uuml;rden. Am 13.&nbsp;Februar 2006 wurde der Zinsswap ge&auml;ndert, womit eine Verl&auml;ngerung um ein Jahr und &#8211;aus Sicht der A-Gruppe&#8211; bessere Konditionen einhergingen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2005 erzielte die Holding GmbH aus dem Zinsswap einen &Uuml;berschuss in H&ouml;he von 28.400&nbsp;EUR, im Jahr 2006 hingegen &uuml;berstieg der Aufwand aus dem Zinsswap den Ertrag um 31.200&nbsp;EUR. Diese Ergebnisse wurden nicht an die Untergesellschaften und das Einzelunternehmen weitergegeben bzw. von diesen ausgeglichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anl&auml;sslich der f&uuml;r die A-Gruppe negativen Marktentwicklung wurde der Zinsswap zum 30.&nbsp;November 2006 aufgel&ouml;st. Als Konsequenz hatte die Holding GmbH eine Ausgleichszahlung in H&ouml;he von 675.000&nbsp;EUR an die X&nbsp;Bank zu leisten. Entsprechend der Vereinbarung vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2005 belastete die Holding GmbH das Einzelunternehmen des Kl&auml;gers mit einem Betrag von 225.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r 2006 erkl&auml;rte der Kl&auml;ger Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r das Einzelunternehmen in H&ouml;he von 111.428&nbsp;EUR. Die Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.&nbsp;Januar bis zum 30.&nbsp;November 2006 wies den an die Holding GmbH gezahlten Betrag von 225.000&nbsp;EUR als &quot;sonstige Aufwendungen im Rahmen der gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit&quot; aus. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;, jedoch unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2009 f&uuml;hrte das zust&auml;ndige Finanzamt f&uuml;r Gro&szlig;- und Konzernbetriebspr&uuml;fung eine steuerliche Au&szlig;enpr&uuml;fung durch, die auch die Verh&auml;ltnisse des Einzelunternehmens f&uuml;r die Jahre 2005 und 2006 umfasste. Dabei vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, die an das Einzelunternehmen von der Holding GmbH weiterberechnete anteilige Ausgleichszahlung in H&ouml;he von 225.000&nbsp;EUR sei als Verlust aus einem Termingesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) anzusehen, der weder innerhalb der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb noch mit anderen Eink&uuml;nften verrechnet werden k&ouml;nne; die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb seien daher um diesen Betrag zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage der Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Feststellungsbescheid f&uuml;r 2006 und stellte die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb nunmehr mit 336.428&nbsp;EUR gesondert fest. Den Einspruch wies es als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage hatte mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1547 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war im Wesentlichen der Ansicht, zwar handele es sich bei der im Zusammenhang mit der Aufl&ouml;sung des Zinsswaps geleisteten Abl&ouml;sezahlung um einen Verlust aus einem Termingesch&auml;ft. Einen Verlust aus einem Termingesch&auml;ft habe jedoch nicht der Kl&auml;ger erlitten, sondern nur die Holding GmbH als Vertragspartnerin der X&nbsp;Bank.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich das FA mit seiner Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist der Ansicht, das FG sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Verluste aus dem Zinsswap nicht dem Einzelunternehmen zuzurechnen seien. Dies ergebe sich aus der bei der Auslegung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 EStG zu beachtenden wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Der danach bei dem Einzelunternehmen des Kl&auml;gers zu ber&uuml;cksichtigende Verlust sei nicht ausgleichsf&auml;hig, da keine Ausnahme i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG einschl&auml;gig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er h&auml;lt das FG-Urteil f&uuml;r zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Es handelt sich um ein Termingesch&auml;ft (unter 1.). Das FG ist indes zu Unrecht davon ausgegangen, der Tatbestand des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG sei allein von der Holding GmbH, nicht dagegen vom Kl&auml;ger erf&uuml;llt (unter 2.). Ein Ausnahmefall i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG liegt nicht vor (unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG gilt die Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung in den S&auml;tzen&nbsp;1 und 2 entsprechend f&uuml;r Verluste aus Termingesch&auml;ften, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer ver&auml;nderlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt. Diese k&ouml;nnen deshalb weder mit anderen Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb noch mit Eink&uuml;nften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie d&uuml;rfen auch nicht nach &sect;&nbsp;10d EStG abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist zun&auml;chst zutreffend davon ausgegangen, dass es sich bei dem in Frage stehenden CMS Spread Ladder Swap um ein unter die Vorschrift des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG fallendes Termingesch&auml;ft handelt. Dies wird vom Kl&auml;ger auch nicht mehr bestritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff des Termingesch&auml;fts in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG entspricht demjenigen in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG i.d.F. vor Inkrafttreten des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.&nbsp;August 2007 (BGBl I 2007, 1912) &#8211;seitdem &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG&#8211;. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) folgt der steuerrechtliche Begriff des Termingesch&auml;fts zun&auml;chst dem des Zivilrechts (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;September 2012 IX&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 239, 95, BStBl II 2013, 231, unter II.2.b). Der Gesetzgeber orientierte sich, indem er den Begriff des Differenzgesch&auml;fts durch den Begriff des Termingesch&auml;fts ersetzte (vgl. BTDrucks 14\/443, S.&nbsp;28 zu Nr.&nbsp;31), an den Regelungen in &sect;&nbsp;2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) i.d.F. der Bekanntmachung vom 9.&nbsp;September 1998 (BGBl I 1998, 2708) und an &sect;&nbsp;1 des Kreditwesengesetzes (KWG) i.d.F. der Bekanntmachung vom 9.&nbsp;September 1998 &#8211;BGBl I 1998, 2776&#8211; (grundlegend BFH-Urteil vom 17.&nbsp;April 2007 IX&nbsp;R&nbsp;40\/06, BFHE 217, 566, BStBl II 2007, 608).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz (FMRL-UmsG) vom 16.&nbsp;Juli 2007 (BGBl I 2007, 1330) hat der Gesetzgeber mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;November 2007 (Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;3 FMRL-UmsG) sowohl in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 KWG (aktuell: &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 KWG) als auch in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 WpHG eine gleichlautende Legaldefinition des Termingesch&auml;fts geschaffen. Danach sind Termingesch&auml;fte solche Festgesch&auml;fte oder Optionsgesch&auml;fte, die zeitlich verz&ouml;gert zu erf&uuml;llen sind und deren Wert sich unmittelbar oder mittelbar vom Preis oder Ma&szlig; eines Basiswerts ableitet. Da nichts daf&uuml;r spricht, dass der Gesetzgeber im Jahr 2007 den Begriff des Termingesch&auml;fts inhaltlich hat &auml;ndern wollen, kann diese Definition bereits im Streitjahr zugrunde gelegt werden (im Ergebnis ebenso BFH-Urteil in BFHE 239, 95, BStBl II 2013, 231).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG erfasst einschr&auml;nkend nur solche Termingesch&auml;fte, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer ver&auml;nderlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unabh&auml;ngig von der Frage, wie das Termingesch&auml;ft im vorstehenden Sinn im Einzelnen abzugrenzen ist (vgl. hierzu z.B. Intemann in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;1541&nbsp;ff.; Haisch\/Danz, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2005, 850; Ebel, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2013, 882), besteht Einigkeit, dass Zinsswap-Gesch&auml;fte zu den Termingesch&auml;ften z&auml;hlen (HHR\/Intemann, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;1554; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;418a; Bitz in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;183a; Herrmann in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;534; Feyerabend in Erle\/Sauter, KStG, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;36; Haisch\/Danz in Haisch\/ Helios, Rechtshandbuch Finanzinstrumente, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;63; Ebel, FR 2013, 882, 884).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Ansicht des FG findet die Verlustausgleichs- und -abzugsbeschr&auml;nkung nicht auf Ebene der Holding GmbH, sondern auf der des Kl&auml;gers statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar war die Holding GmbH im Au&szlig;enverh&auml;ltnis aus dem Swap-Vertrag gegen&uuml;ber der X&nbsp;Bank als deren zivilrechtlicher Vertragspartner berechtigt bzw. verpflichtet. Diese Berechtigung bzw. Verpflichtung im Au&szlig;enverh&auml;ltnis kann indes vorliegend nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist vielmehr, dass aufgrund der weiteren zivilrechtlichen &#8211;gruppeninternen&#8211; Vereinbarung vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2005 im Innenverh&auml;ltnis allein die beiden Untergesellschaften sowie der Kl&auml;ger aus dem Swap-Vertrag berechtigt bzw. verpflichtet waren. So sollten anfallende Zins&uuml;bersch&uuml;sse bzw. durch eine negative Marktentwicklung entstehende Zinsunterdeckungen zu je 1\/3 auf die beiden Gesellschaften und den Kl&auml;ger verteilt werden. Die Vertragsparteien waren sich zudem einig, dass die Holding GmbH den Swap-Vertrag nicht im eigenen Interesse abgeschlossen hatte, sondern der Abschluss vielmehr letztlich f&uuml;r die beiden Gesellschaften und den Kl&auml;ger erfolgt war, um die dortigen hohen Zinsaufwendungen aus Betriebsmittelkrediten &#8211;so die Erwartungen&#8211; teilweise kompensieren zu k&ouml;nnen. Als Folge dieser internen Vereinbarung konnte die Holding GmbH wirtschaftlich nicht von einer positiven Entwicklung des Spreads profitieren, da die erhofften Zins&uuml;bersch&uuml;sse zu 100&nbsp;% an die beiden Gesellschaften und den Kl&auml;ger weiterzuleiten waren. Bei einer negativen Entwicklung war das Risiko der Holding GmbH ebenfalls begrenzt. Grunds&auml;tzlich waren der Kl&auml;ger und die beiden Untergesellschaften zu 100&nbsp;% mit einer negativen Marktentwicklung des CMS Spread Ladder Swap belastet. Bei der Holding GmbH verblieb lediglich das Risiko, dass ihre R&uuml;ckgriffsforderungen gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger oder den Untergesellschaften ganz oder teilweise ausfallen konnten. Insoweit handelt es sich nicht um ein dem CMS Spread Ladder Swap anhaftendes Risiko.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese wirtschaftliche Betrachtung f&uuml;hrt dazu, dass die Verlustausgleichs- und &#8211;abzugsbeschr&auml;nkung im Streitfall allein bei dem aus dem Swap-Vertrag belasteten Steuerpflichtigen Anwendung findet (so auch Rei&szlig; in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;418c; a.A. Bitz in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;183).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes w&auml;re schon deshalb nicht sachgerecht, weil sich der Vorgang auf Ebene der Holding GmbH infolge der Vereinbarung vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2005 neutral darstellte und allein auf Ebene des Kl&auml;gers ein gewinnmindernder Aufwand entstand. Der im Au&szlig;enverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber der X&nbsp;Bank aus der Vertragsaufl&ouml;sung zur Zahlung verpflichteten Holding GmbH standen aus der Umlagevereinbarung diese Verbindlichkeit neutralisierende Forderungen gegen die beiden Gesellschaften sowie den Kl&auml;ger gegen&uuml;ber. Zu einem Verlust aus Termingesch&auml;ften f&uuml;hrte die Vertragsaufl&ouml;sung demzufolge bei der Holding GmbH von vornherein nicht. Entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers bedingt die Anwendung von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG auf seiner Ebene deshalb auch kein zweifaches Abzugsverbot.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass die Holding GmbH entgegen der Vereinbarung vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2005 weder den &Uuml;berschuss f&uuml;r das Jahr 2005 an die Untergesellschaften bzw. den Kl&auml;ger weitergeleitet noch die bis zur Vertragsbeendigung entstandene Unterdeckung von diesen eingefordert hat. Dies &auml;ndert zun&auml;chst nichts daran, dass entsprechende Forderungen bzw. Verbindlichkeiten entstanden waren und in die jeweiligen Bilanzen h&auml;tten Eingang finden m&uuml;ssen. Das weitere Schicksal der einzelnen Positionen ist f&uuml;r die in diesem Rechtsstreit zu beantwortende Frage unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Verlust aus dem Swap-Vertrag unterliegt beim Kl&auml;ger im Streitjahr der Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG. Ein Ausnahmefall i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG liegt nicht vor. Das FG hat diese Frage zwar offengelassen, die von ihm getroffenen Feststellungen reichen jedoch aus, so dass der erkennende Senat in der Sache selbst entscheiden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Norm gilt die Verlustausgleichs- und &#8211;abzugsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG nicht f&uuml;r solche Gesch&auml;fte, die zum gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsbetrieb bei Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Finanzunternehmen im Sinne des KWG geh&ouml;ren oder die der Absicherung von Gesch&auml;ften des gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsbetriebs dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zutreffend ist das FA davon ausgegangen, dass die Ausnahmevorschrift des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 Alternative&nbsp;1 EStG von vornherein nicht einschl&auml;gig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Ausf&uuml;hrungen unter II.2.b f&uuml;hrt die interne Umlagevereinbarung zur Anwendbarkeit der Verlustausgleichs- und -abzugsbeschr&auml;nkung allein auf Ebene des Einzelunternehmens. Bei diesem handelte es sich zweifelsfrei nicht um ein Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut bzw. Finanzunternehmen im Sinne des KWG. Auf die Frage, ob es sich bei der Holding GmbH um ein beg&uuml;nstigtes Finanzunternehmen handelte (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Januar 2009 I&nbsp;R&nbsp;36\/08, BFHE 224, 242, BStBl II 2009, 671) kommt es infolge der im Streitfall ma&szlig;geblichen wirtschaftlichen Betrachtung nicht an. F&uuml;hrt der Umstand, dass die Chancen und Risiken aus dem Swap-Vertrag allein bei den Untergesellschaften und dem Kl&auml;ger lagen, dazu, dass die Verlustausgleichs- und &#8211;abzugsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG erst auf deren Ebene zur Anwendung gelangt, so kommt es auch f&uuml;r die Frage, ob einer der in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG genannten Ausnahmef&auml;lle vorliegt, einzig darauf an, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Ausnahme in der Person des Kl&auml;gers (bzw. der Untergesellschaften) vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Voraussetzungen der Alternative 2 sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Danach unterliegen Verluste aus Termingesch&auml;ften nicht den Beschr&auml;nkungen des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG, wenn die zugrunde liegenden Gesch&auml;fte der Absicherung von Gesch&auml;ften des gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsbetriebs dienen (sog. Hedge-Gesch&auml;fte).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hintergrund dieser funktionalen Ausnahme sind die in der Wirtschaft &uuml;blichen Sicherungsgesch&auml;fte zur Ausschaltung oder Minimierung von Zins-, Preis-, Kurs- und W&auml;hrungsrisiken des gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehrs durch den Einsatz von Finanzinstrumenten (vgl. HHR\/Intemann, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;1561). Derartige Sicherungsgesch&auml;fte werden erkennbar nicht in Spekulationsabsicht abgeschlossen und sollen aus diesem Grund nicht durch die Beschr&auml;nkungen der Verlustverrechnung behindert werden (vgl. BTDrucks 14\/443, S.&nbsp;28 zu Nr.&nbsp;25). Sie dienen vielmehr dazu, Risiken aus dem Grundgesch&auml;ft auszuschlie&szlig;en bzw. zumindest zu minimieren. Erforderlich ist deshalb sowohl ein objektiver Nutzungs- und Funktionszusammenhang als auch ein subjektiver Sicherungszusammenhang (z.B. HHR\/Intemann, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;1561; Haisch\/Danz in Haisch\/Helios, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;32). Der Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgesch&auml;ft muss nicht nur gewollt, das Sicherungsgesch&auml;ft muss vielmehr auch geeignet sein, Risiken aus dem Grundgesch&auml;ft zu kompensieren (Haisch, DStZ 2004, 511, 514). Letzteres setzt eine gegenl&auml;ufige Erfolgskorrelation von Grund- und Sicherungsgesch&auml;ft voraus (Ebel, FR 2013, 882, 887; Schmittmann\/Wepler, Deutsches Steuerrecht 2001, 1783, 1786).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei Zugrundelegung dieser Ma&szlig;st&auml;be ist das FA zu Recht davon ausgegangen, der CMS Spread Ladder Swap sei objektiv nicht zur Absicherung einzelner in der Firmengruppe beanspruchten Betriebsmittelkredite geeignet gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entwicklung der Betriebsmittelkredite (Kontokorrentkredite des Kl&auml;gers) und des CMS Spread Ladder Swaps standen in keiner Korrelation zueinander. Die aus den Krediten resultierende Zinsbelastung wurde zwar im ersten Jahr des Swap-Vertrags teilweise kompensiert, weil dem insoweit von der X&nbsp;Bank zu zahlenden Festzins von 3&nbsp;% p.a. in den ersten vier Zahlungsperioden ein Festzins von nur 1,5&nbsp;% p.a. gegen&uuml;berstand. Ab der f&uuml;nften Zahlungsperiode bedeutete eine negative Entwicklung der Kontokorrentzinsen jedoch nicht, dass diese durch den CMS Spread Ladder Swap aufgefangen oder zumindest minimiert werden w&uuml;rde. Im Gegenteil konnte es durchaus dazu kommen, dass sich sowohl die nach der Vorstellung des Kl&auml;gers abgesicherten Zinsrisiken aus dem Grundgesch&auml;ft als auch der CMS Spread Ladder Swap zu seinem Nachteil entwickelten. Allein die Erwartung, die Differenz zwischen den Zwei- und Zehnjahres-Zinsen werde sich entsprechend der Vergangenheitswerte wieder deutlich auseinander entwickeln, um so einen Vorteil aus dem CMS Spread Ladder Swap zu erzielen, reicht nicht aus, um den Swap-Vertrag als Sicherungsgesch&auml;ft zu qualifizieren. Auch der Umstand, dass dem CMS Spread Ladder Swap als Berechnungsgrundlage ein Betrag zugrunde lag, der den als belastend angesehenen Krediten der A-Gruppe entsprach, f&uuml;hrt noch nicht zu dem erforderlichen Sicherungszusammenhang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit geht einher, dass die X&nbsp;Bank den CMS Spread Ladder Swap im Streitfall nicht zur Absicherung bestehender Zinsrisiken verkauft hat, sondern allein zur &quot;Zinsoptimierung&quot;. Versprochen wurden m&ouml;gliche Zinseinsparungen, die davon abhingen, dass sich &quot;der Markt&quot; in die erwartete Richtung bewegte. Andernfalls drohten Mehrbelastungen. Im Ergebnis sollten damit &uuml;ber eine &quot;Zinsoptimierung&quot; aus einer eigenen &quot;Marktmeinung&quot; Gewinne erzielt werden, was gerade das Wesen einer Spekulation ist (Fichtner\/Hartlieb, Der Betrieb 2013, 2519, 2521).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend hat der Bundesgerichtshof einen vergleichbar strukturierten CMS Spread Ladder Swap als hoch riskantes Produkt in Form einer Zinswette eingestuft (vgl. Urteil vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;ZR&nbsp;33\/10, BGHZ 189, 13, unter II.2.d&nbsp;aa). Insoweit handelte es sich bei dem vorliegenden Swap-Gesch&auml;ft um ein reines Spekulationsgesch&auml;ft, das nach dem Willen des Gesetzgebers gerade von dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG erfasst werden sollte (einen Anwendungsfall des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 Alternative&nbsp;2 EStG bei Vorliegen eines rein spekulativen Swaps verneinend auch Haisch, DStZ 2004, 511, 514).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch wenn beim Kl&auml;ger die &#8211;bisher unterbliebene&#8211; Einbuchung einer Forderung gegen die Holding GmbH f&uuml;r das Jahr 2005 (9.467&nbsp;EUR) und einer Verbindlichkeit f&uuml;r das Jahr 2006 (10.400&nbsp;EUR) nachgeholt w&uuml;rde (vgl. oben unter II.2.b), erg&auml;be sich kein f&uuml;r den Kl&auml;ger g&uuml;nstigeres Ergebnis. Denn der Aufwand aus der Einbuchung der Verbindlichkeit fiele gleichfalls unter &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG und k&ouml;nnte den Gewinn des Kl&auml;gers daher nicht mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.8.2014, X R 13\/12 CMS Spread Ladder Swap als der Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG unterliegendes Termingesch&auml;ft Leits&auml;tze 1. Ein strukturierter EUR-Zinsswap mit CMS-Spread-Koppelung (CMS Spread Ladder Swap) ist ein unter &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG fallendes Termingesch&auml;ft. 2. Hat eine gruppeninterne Vereinbarung zur Folge, dass &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-13-12-cms-spread-ladder-swap-als-der-verlustausgleichsbeschraenkung-des-par-15-abs-4-satz-3-estg-unterliegendes-termingeschaeft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;13\/12 &#8211; CMS Spread Ladder Swap als der Verlustausgleichsbeschr&auml;nkung des &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 EStG unterliegendes Termingesch&auml;ft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63699","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63699\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}