{"id":63705,"date":"2014-11-12T16:32:34","date_gmt":"2014-11-12T14:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63705"},"modified":"2014-11-12T16:32:34","modified_gmt":"2014-11-12T14:32:34","slug":"i-r-83-11-besteuerung-eines-sog-vorbezugs-fuer-wohneigentum-einer-oeffentlich-rechtlichen-versicherungskasse-des-kantons-st-gallen-zustaendigkeit-des-praesidiums-des-bfh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-83-11-besteuerung-eines-sog-vorbezugs-fuer-wohneigentum-einer-oeffentlich-rechtlichen-versicherungskasse-des-kantons-st-gallen-zustaendigkeit-des-praesidiums-des-bfh\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;83\/11 &#8211; Besteuerung eines sog. Vorbezugs f&uuml;r Wohneigentum einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Versicherungskasse des Kantons St. Gallen &#8211; Zust&auml;ndigkeit des Pr&auml;sidiums des BFH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 20.8.2014, I R 83\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerung eines sog. Vorbezugs f&uuml;r Wohneigentum einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Versicherungskasse des Kantons St. Gallen &#8211; Zust&auml;ndigkeit des Pr&auml;sidiums des BFH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr 2005 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Beide Kl&auml;ger wohnten im Streitjahr im Inland und beide Kl&auml;ger arbeiteten in der Schweiz als &ouml;ffentlich-rechtliche Angestellte. Steuerrechtlich wurden sie mit ihren Eink&uuml;nften aus unselbst&auml;ndiger Arbeit als sog. Grenzg&auml;nger i.S. des Art.&nbsp;15a des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 11.&nbsp;August 1971 (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) i.d.F. des Protokolls vom 21.&nbsp;Dezember 1992 (BGBl II 1993, 1888, BStBl I 1993, 928) &#8211;DBA-Schweiz 1971\/1992&#8211; behandelt und unterlagen damit insoweit der Besteuerung im Inland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beginn seiner T&auml;tigkeit wurde der Kl&auml;ger Mitglied der Versicherungskasse f&uuml;r das Staatspersonal des Kantons Sankt Gallen. Die Versicherungskasse dient der Sicherung gegen die wirtschaftlichen Folgen des Alters, der Invalidit&auml;t, des Todes und der unverschuldeten Nichtwiederwahl. Sie ist eine unselbst&auml;ndige &ouml;ffentlich-rechtliche Anstalt des Staates und eine registrierte Vorsorgeeinrichtung. Die Versicherung umfasst die nach dem (Schweizer) Bundesgesetz &uuml;ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Berufliches Vorsorge-Gesetz &#8211;BVG&#8211;) vom 25.&nbsp;Juni 1982 obligatorisch zu versichernden Arbeitnehmer des Staates. Das Berufliche Vorsorge-Gesetz enth&auml;lt Mindestvorschriften, u.a. ergibt sich daraus, welche Personen Versicherungsleistungen erhalten und wie hoch diese Leistungen im Alter, im Todesfall oder im Invalidit&auml;tsfall mindestens sein m&uuml;ssen. Diese Leistungen werden als BVG-Mindestleistungen und das entsprechende Versicherungssystem als BVG-Obligatorium bezeichnet. In welcher H&ouml;he Vorsorgeleistungen im Alter, im Todesfall oder im Invalidit&auml;tsfall tats&auml;chlich bezahlt werden, ergibt sich aus den Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtung. Diese Leistungen werden als reglementarische Vorsorgeleistungen bezeichnet. Sind diese Leistungen &#8211;wie &uuml;blich&#8211; h&ouml;her als die BVG-Mindestleistungen, spricht man vom &Uuml;berobligatorium. Die BVG-Mindestleistungen werden von der Versicherungskasse in jedem Fall gew&auml;hrleistet. Aus diesem Grund f&uuml;hrt die Versicherungskasse f&uuml;r jede versicherte Person zwei Versicherungsverh&auml;ltnisse, n&auml;mlich ein Versicherungsverh&auml;ltnis gem&auml;&szlig; der (Schweizer) Verordnung &uuml;ber die Versicherungskasse f&uuml;r das Staatspersonal vom 5.&nbsp;September 1989 und ein Versicherungsverh&auml;ltnis gem&auml;&szlig; BVG-Obligatorium.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger leistete im Streitjahr insgesamt Beitr&auml;ge an die Versicherungskasse in H&ouml;he von 7.370 CHF (= 6.172,80 CHF [regelm&auml;&szlig;ige] Beitr&auml;ge + 1.197,60 CHF Nachzahlungen). Die (regelm&auml;&szlig;igen) Beitr&auml;ge seines Arbeitgebers beliefen sich im Streitjahr auf 6.294 CHF und f&uuml;r Nachzahlungen auf 1.197,60 CHF (insgesamt: 7.491,60 CHF).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Kl&auml;gerin war Mitglied der Versicherungskasse. Zuvor geh&ouml;rte sie zun&auml;chst vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2001 bis zum 24.&nbsp;August 2004 dem Vorsorgeplan Rentenversicherung an und seit diesem Zeitpunkt der Sparversicherung, deren Beitr&auml;ge und Leistungen sich nach dem Beitragsprimat errechnen. Ihre Beitr&auml;ge an die Versicherungskasse betrugen im Streitjahr 3.409 CHF.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Versicherungskasse gew&auml;hrte den Kl&auml;gern auf entsprechende Antr&auml;ge einen Kapitalbezug zur Wohneigentumsf&ouml;rderung (sog. Vorbezug f&uuml;r Wohneigentum), und zwar dem Kl&auml;ger in H&ouml;he von 80.000 CHF und der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 21.000&nbsp;CHF, davon zugunsten des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 34.234,25 CHF und zugunsten der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 7.064 CHF aus dem Obligatorium.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von den Kl&auml;gern an die Schweizer Steuerbeh&ouml;rden gerichteten Antr&auml;ge auf R&uuml;ckerstattung der einbehaltenen und abgef&uuml;hrten Quellensteuern von 5.110&nbsp;CHF (Kl&auml;ger) sowie 1.260&nbsp;CHF (Kl&auml;gerin) wurden unter Hinweis auf das sog. Kassenstaatsprinzip des Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 DBA-Schweiz 1971\/1992 abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte bei der Einkommensteuerveranlagung den sog. Vorbezug von insgesamt 101.000 CHF als Einnahmen aus sonstigen Bez&uuml;gen i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) an. Deren H&ouml;he berechnete es mit 65.145 EUR (= 101.000 CHF [nach dem im Streitjahr ma&szlig;geblichen durchschnittlichen Umrechnungskurs von 100 CHF = 64,50&nbsp;EUR] .\/. 32.573 EUR [nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz 3 und 4 EStG 2002 &quot;steuerfreier Teil der Rente&quot;]). Unter Ber&uuml;cksichtigung des Werbungskostenpauschbetrags von jeweils 102 EUR ergaben sich danach sonstige Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers von 25.698 EUR und solche der Kl&auml;gerin von 6.670 EUR. Die vom FA der H&ouml;he nach auf 7.370 CHF ermittelten Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Versicherungskasse (den Kl&auml;ger betreffend) und von 3.409 CHF (die Kl&auml;gerin betreffend) beurteilte das FA insgesamt als nach &quot;&sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 EStG&quot; steuerfrei. Diese Beitr&auml;ge rechnete das FA im Rahmen der Ermittlung der Sonderausgaben den abziehbaren Vorsorgeaufwendungen hinzu (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz 2 EStG 2002). Zur Ermittlung des letztlich als Sonderausgaben abziehbaren Betrags zog das FA von den &#8211;um den &Uuml;bergangsfaktor von 60&nbsp;v.H. gek&uuml;rzten&#8211; Vorsorgeaufwendungen (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Satz 4 EStG 2002) den steuerfreien Arbeitgeberanteil zur Versicherungskasse wieder ab (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Satz 5 EStG 2002). Die eigenen Beitr&auml;ge des Kl&auml;gers an die Versicherungskasse in H&ouml;he von 7.370 CHF und diejenigen der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 3.409 CHF ber&uuml;cksichtigte das FA bei der Ermittlung des abziehbaren Teils der Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG 2002 in vollem Umfang als Beitr&auml;ge zu einer gesetzlichen Rentenversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Versicherungskasse vom sog. Vorbezug einbehaltene Schweizerische Quellensteuer in H&ouml;he von insgesamt 6.370 CHF (= 4.108,65&nbsp;EUR unter Ber&uuml;cksichtigung des f&uuml;r das Streitjahr festgelegten j&auml;hrlichen Umrechnungskurses) zog das FA nach &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;1 (Satz 2) EStG 2002 in H&ouml;he von 2.932 EUR von der tariflichen Einkommensteuer ab. Das geschah auf Antrag der Kl&auml;ger aus sachlichen Billigkeitsgr&uuml;nden (&sect;&sect;&nbsp;163, 227 der Abgabenordnung) unter Hinweis auf die Anweisungen im von der baden-w&uuml;rttembergischen Finanzverwaltung herausgegebenen sog. &quot;Grenzg&auml;ngerhandbuch&quot; zu Fach A Teil 2 Nr.&nbsp;2. Bei der Berechnung der anzurechnenden Steuer ging das FA davon aus, dass die anzurechnende Quellensteuer nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;5 i.V.m. Art.&nbsp;15a Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a DBA-Schweiz 1971\/1992 auf 4,5&nbsp;v.H. des Vorbezugs zu begrenzen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger vertraten die Auffassung, der Vorbezug unterliege nicht der Einkommensteuer. Ihre deswegen erhobene Klage war &uuml;berwiegend erfolgreich (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, Urteil vom 7.&nbsp;Juli 2011 3 K 1285\/09, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2012, 1557). Zu Recht habe das FA zwar den Vorbezug in H&ouml;he von insgesamt 101.000 CHF zur Wohnungsf&ouml;rderung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 EStG 2002 als &quot;andere Leistung&quot; aus einer (ausl&auml;ndischen) gesetzlichen Rentenversicherung und damit als steuerbare Einnahme aus sonstigen Eink&uuml;nften beurteilt. Doch stelle der Vorbezug entgegen dem FA eine gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG 2002 steuerfreie Abfindung aufgrund einer (ausl&auml;ndischen) gesetzlichen Rentenversicherung dar. Ebenfalls zu Unrecht habe das FA &#8211;insoweit allerdings in Einklang mit den Kl&auml;gern&#8211; die gesamten Beitr&auml;ge des Arbeitgebers zur beruflichen Vorsorge an die Versicherungskasse als nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 Satz&nbsp;1 EStG 2002 steuerfreie Lohnzuwendung behandelt. Steuerfrei seien hiernach lediglich die in das Obligatorium, nicht aber die in das &Uuml;berobligatorium der Kasse geleisteten Beitr&auml;ge. Die Arbeitgeberbeitr&auml;ge seien insoweit auch nicht nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;63 EStG 2002 steuerbefreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine Revision auf Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage vollen Umfangs abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen (sinngem&auml;&szlig;), die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Sie beantragten zun&auml;chst &#8211;&quot;zudem (Anschluss-Revision)&quot;&#8211; &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;f&uuml;r den Fall, dass die Austrittsleistung, was den obligatorischen und den &uuml;berobligatorischen Teil bzw. nur den obligatorischen Teil angeht, &#8230; als nicht nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG 2002 steuerfrei eingestuft wird&quot;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&quot;dass die auf die &uuml;berobligatorischen Beitr&auml;ge entfallende Freiz&uuml;gigkeitsleistung (Vorbezug) als eine Leistung eingestuft wird, die auf nicht gesetzlich vorgeschriebenen Beitr&auml;gen beruht und somit mit der Auszahlung aus einer privaten Kapital-\/Rentenversicherung vergleichbar ist. Mit der Konsequenz, dass als einzige Vorschrift f&uuml;r die Beurteilung der Steuerpflicht der &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2002 in Betracht kommt. Somit k&ouml;nnten lediglich die im Auszahlungsbetrag enthaltenen Zinsen, die auf die &uuml;berobligatorischen Beitr&auml;ge entfallen, von steuerlicher Relevanz i.S.d. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 EStG (2002) sein&quot;;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&quot;dass sich nur f&uuml;r die Kapitalabfindung aus dem Obligatorium aus Art.&nbsp;21 DBA-Schweiz (1971\/1992) ein deutsches Besteuerungsrecht (als Ans&auml;ssigkeitsstaat) ergibt; f&uuml;r den Teil der Kapitalabfindung, der auf das &Uuml;berobligatorium entf&auml;llt, ergibt sich (Anschluss-Revision) aus dem Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 DBA-Schweiz (1971\/1992) ein Besteuerungsrecht des Kassenstaates &#8218;Schweiz&#8217;&quot;;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&quot;f&uuml;r den Fall, dass die Auszahlung des &Uuml;berobligatoriums nachgelagert in Deutschland (oder der Schweiz) der Besteuerung unterliegt, &#8230; &#8218;hilfsweise (Anschluss-Revision) die Freistellung der Arbeitgeberbeitr&auml;ge in das &Uuml;berobligatorium&#8216; nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 S.&nbsp;4 i.V.m. S.&nbsp;2 + 3 EStG (2002)&quot;;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&quot;f&uuml;r den Fall, dass die Auszahlung als Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 S.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG (2002) eingestuft werden, &#8230; die Zuweisung des alleinigen Besteuerungsrechtes des gesamten Vorbezugs (Obligatorium und &Uuml;berobligatorium) an den Kassenstaat &#8218;Schweiz&#8216; (Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 DBA-Schweiz [1971\/1992])&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber diese Antr&auml;ge hatte der Senat am 7.&nbsp;Mai 2014 einen Zwischengerichtsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;90a der Finanzgerichtsordnung (FGO) beschlossen, der wie folgt tenoriert war:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Bei dem von den Kl&auml;gern als sog. Vorbezug f&uuml;r Wohneigentum vereinnahmten Kapitalbetrag aus der Versicherungskasse f&uuml;r das Staatspersonal des Schweizer Kantons Sankt Gallen handelt es sich um im Streitjahr steuerpflichtige Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes 2002, die dem deutschen Besteuerungsrecht nach Art.&nbsp;21 DBA-Schweiz 1971\/1992 unterfallen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wandten sich die Kl&auml;ger mit ihrem Antrag auf Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung (&sect;&nbsp;90a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO), die sich auf entsprechenden Hinweis des Senats erkl&auml;rterma&szlig;en &#8211;in der Sache und in Einklang mit dem Zwischengerichtsbescheid&#8211; nicht auf Fragen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2002 erstrecken sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben im Zuge der Verhandlung ihre &quot;Anschlussrevisionsantr&auml;ge&quot; nicht aufrechterhalten. Sie haben allerdings nach Schluss der Verhandlung nochmals ihren Standpunkt bekr&auml;ftigt, dass der sog. Vorbezug nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG 2002 vollen Umfangs steuerfrei bleiben m&uuml;sse. Zudem stelle sich nach wie vor die Frage, &quot;wie nach (der) vorgelagerten Besteuerung der Beitr&auml;ge nun die nachgelagerte doppelte Besteuerung der Leistungen vermieden werden kann&quot;. Um eine solche Doppelbesteuerung zu vermeiden, seien nur die im &Uuml;berobligatorium enthaltenen Zinsanteile nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2002 zu besteuern. Diese beiden Punkte erforderten Antworten, welche der Senat ihnen, den Kl&auml;gern, &quot;noch vor der Entscheidung zukommen lassen&quot; solle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat entscheidet durch Zwischenurteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;2 FGO zun&auml;chst vorab allein &uuml;ber die Frage danach, ob der in Rede stehende sog. Vorbezug aus der Schweizer Versicherungskasse als Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 EStG 2002 dem deutschen Besteuerungsrecht nach Art.&nbsp;21 DBA-Schweiz 1971\/1992 unterf&auml;llt. Das ist zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der X. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat durch Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;R&nbsp;33\/10 (BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103) entschieden, dass eine sog. Austrittsleistung, die von einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse nach dem 31.&nbsp;Dezember 2004 ausgezahlt wird, als &quot;andere Leistung&quot; mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG 2002 steuerpflichtig und nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG 2002 steuerfrei sei. Der X. Senat hat in jenem Urteil weiter entschieden, dass das Besteuerungsrecht an den Versorgungsleistungen einer Schweizer Pensionskasse an einen im Schweizer &ouml;ffentlichen Dienst t&auml;tigen und im Inland ans&auml;ssigen Arbeitnehmer, der ein sog. Grenzg&auml;nger i.S. von Art.&nbsp;15a DBA-Schweiz 1971\/1992 ist, Deutschland und nicht der Schweiz zusteht. Grund daf&uuml;r ist, dass die Versorgungsleistungen auch auf Beitragsleistungen des Arbeitnehmers beruhen. Infolgedessen unterfallen sie weder dem Kassenstaatsprinzip mit einer Zuweisung des Besteuerungsrechts an den Kassenstaat Schweiz gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 DBA-Schweiz 1971\/1992 noch sind sie abkommensrechtlich als Ruhegehalt gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;18 DBA-Schweiz 1971\/1992 anzusehen. Damit ist die Auffangnorm des Art.&nbsp;21 DBA-Schweiz 1971\/1992 einschl&auml;gig, nach welcher die in den vorstehenden Artikeln nicht ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnten Eink&uuml;nfte einer in einem Vertragsstaat ans&auml;ssigen Person nur in diesem Staat &#8211;im Streitfall Deutschland&#8211; besteuert werden k&ouml;nnen. Der X. Senat bezieht sich hinsichtlich des deutschen Besteuerungsrechts auf seinen Beschluss vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;142\/09 (BFH\/NV 2010, 1275) sowie den Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Dezember 2010 I&nbsp;R&nbsp;92\/09 (BFHE 232, 137, BStBl II 2011, 488). Durch letzteren hat der Senat in n&auml;mlicher Weise zu den Versorgungsleistungen einer Schweizer Pensionskasse entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat hat keine Veranlassung, f&uuml;r den im Streitfall in Rede stehenden sog. Vorbezug der im Inland wohnenden und deswegen unbeschr&auml;nkt steuerpflichtigen Kl&auml;ger aus den Versicherungskassen von den beschriebenen Grunds&auml;tzen abzuweichen. Das betrifft sowohl die Tatbestandsm&auml;&szlig;igkeit des Vorbezugs als andere Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 EStG 2002 als auch die Zuordnung des Besteuerungsrechts:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Hinsichtlich der Besteuerung des Vorbezugs nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 EStG 2002 nimmt der Senat, um blo&szlig;e Wiederholungen zu vermeiden, Bezug auf das zitierte Urteil des X. Senats in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103. Die Kl&auml;ger haben nichts Neues vorgetragen, das eine Abweichung hiervon rechtfertigen k&ouml;nnte. Das betrifft namentlich die Einsch&auml;tzung, dass es sich bei dem Versorgungsverh&auml;ltnis um ein einheitlich &ouml;ffentlich-rechtliches handelt. Die von den Kl&auml;gern vorgenommene Unterscheidung zwischen einem als &ouml;ffentlich-rechtlich zu qualifizierenden Obligatorium als ein Versorgungsverh&auml;ltnis und einem davon abzugrenzenden als privat-rechtlich zu qualifizierenden &Uuml;berobligatorium als einem anderen Versorgungsverh&auml;ltnis (s.a. Miessl, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2013, 850) wird jedenfalls von den tatrichterlichen Feststellungen des FG nicht getragen, und diese Feststellungen sind f&uuml;r den Senat bei seiner Entscheidung bindend, &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO. Dass es sich hierbei um Rechtsfragen handelt, &auml;ndert an der Bindung nichts, weil es um ausl&auml;ndisches Recht geht; ausl&auml;ndisches Recht ist aber vom Tatgericht zu ermitteln und festzustellen (vgl. &sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;293 der Zivilprozessordnung, dazu Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;61). Auf die Rechtsfrage danach, ob der sog. Vorbezug allenfalls mit dem darin enthaltenen Zinsanteil nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2002 zu besteuern w&auml;re (s. die dazu beim VIII. Senat des BFH als dem f&uuml;r die Kapitaleink&uuml;nfte zust&auml;ndigen Fachsenat anh&auml;ngigen Revisionsverfahren VIII&nbsp;R&nbsp;31\/10 [gegen FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 24.&nbsp;September 2009&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;14\/07, EFG 2011, 461]; VIII&nbsp;R&nbsp;39\/10 [gegen FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 28.&nbsp;April 2010&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;1285\/08, EFG 2011, 1799]; VIII&nbsp;R&nbsp;38\/10 [gegen FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 28.&nbsp;April 2010&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;4156\/08, EFG 2011, 1716], sowie VIII&nbsp;R&nbsp;40\/11 [gegen FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;147\/10]; s.a. J. F&ouml;rster, IStR 2014, 119; dieselbe, BFH\/PR 2014, 78), kommt es sonach nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 EStG 2002 steuerbare Vorbezug durfte nach Ma&szlig;gabe der abkommensrechtlichen Zuweisung des Besteuerungsrechts in Deutschland besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei beiden Kl&auml;gern handelt es sich um im Inland ans&auml;ssige Personen, die als sog. Grenzg&auml;nger der Zuordnung des Besteuerungsrechts nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;15a DBA-Schweiz 1971\/1992 unterfallen. Dar&uuml;ber wird unter den Beteiligten nicht gestritten und der Sachverhalt gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der sog. Vorbezug der Kl&auml;ger aus der Versicherungskasse zur Wohneigentumsf&ouml;rderung hat nach den den Senat erneut bindenden (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) Feststellungen der Vorinstanz &#8211;sowohl, was das sog. Obligatorium als auch, was das sog. &Uuml;berobligatorium anbelangt&#8211; Versorgungscharakter. Der Vorbezug ist zudem teilweise durch die auf gesetzlicher Grundlage erfolgten Beitragszahlungen der Kl&auml;ger an die Versicherungskasse wirtschaftlich (und rechtlich) von diesen veranlasst worden. Das rechtfertigt es, die in Rede stehenden Leistungen gleicherma&szlig;en &#8211;wie die Austrittsleistungen der Pensionskasse, &uuml;ber welche der X.&nbsp;Senat des BFH in seinem Urteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103 entschieden hat&#8211; nicht als Verg&uuml;tungen &quot;f&uuml;r erbrachte Dienste&quot; i.S. von Art.&nbsp;18, Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DBA-Schweiz 1971\/1992 anzusehen. Das Besteuerungsrecht f&auml;llt deswegen nach Art.&nbsp;21 DBA-Schweiz 1971\/1992 an Deutschland. Im Einzelnen verweist der Senat auf seinen Beschluss in BFHE 232, 137, BStBl II 2011, 488 und auch insoweit auf das zitierte BFH-Urteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das neuerliche Vorbringen der Kl&auml;ger gibt abermals keinen Anlass, von der daraus ersichtlichen bisherigen Einsch&auml;tzung abzur&uuml;cken. Das betrifft den von den Kl&auml;gern gegebenen Hinweis auf die Kommentierung der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) zu Art.&nbsp;19 des OECD-Musterabkommens zur Vermeidung von Doppelbesteuerung von Einkommen und Verm&ouml;gen in ihrer Fassung im Zeitpunkt der Revision des DBA-Schweiz 1971\/1992 (im Ergebnis damit &uuml;bereinstimmend Lampert, IStR 2012, 513; s.a. Ismer, IStR 2011, 577, sowie Miessl, IStR 2013, 850). Ebenso wenig ist das unspezifisch von den Kl&auml;gern herangezogene Freiz&uuml;gigkeitsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und der Schweiz geeignet, ein anderweitiges Abkommensverst&auml;ndnis zu erwirken. Und schlie&szlig;lich weisen die Kl&auml;ger auch vergeblich auf Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DBA-Schweiz 1971\/1992 und den darin enthaltenen Begriff des &quot;Sonderverm&ouml;gens&quot; als f&uuml;r die Besteuerungszuordnung an den sog. Kassenstaat (hier also an die Schweiz) beachtliches Tatbestandsmerkmal hin. Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 DBA-Schweiz 1972\/1992 l&auml;sst es danach zwar gen&uuml;gen, dass die erfassten Verg&uuml;tungen &quot;aus einem Sonderverm&ouml;gen&quot; gew&auml;hrt werden. Es mag dahinstehen, ob die &ouml;ffentlich-rechtliche Versicherungskasse des Kantons Sankt Gallen ein solches Sonderverm&ouml;gen darstellt (zum Begriff vgl. z.B. Wassermeyer, Doppelbesteuerung, Art.&nbsp;19 MA Rz&nbsp;50). Jedenfalls w&uuml;rde das auch bejahendenfalls nichts daran &auml;ndern, dass es wiederum an Verg&uuml;tungen &quot;f&uuml;r erbrachte Dienste&quot; mangelt, dessen es aber auch hier nach den tatbestandlichen Erfordernissen f&uuml;r die Zuordnung des Besteuerungsrechts an die Schweiz bedarf. Der in diesem Zusammenhang gegebene Hinweis der Kl&auml;ger auf das Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2014 C-464\/12, ATP PensionService (H&ouml;chstrichterliche Finanz-Rechtsprechung 2014, 459), das zu Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;d Nr.&nbsp;6 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Gemeinsames Mehrwertsteuersystem (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 1977, Nr.&nbsp;L-145, 1) und dem darin ebenfalls enthaltenen Begriff des Sonderverm&ouml;gens ergangen ist, geht schon deswegen und unbeachtlich der Frage, ob die Begrifflichkeiten im Abkommensrecht einerseits und im Umsatzsteuerrecht andererseits in diesem Punkt &uuml;bereinstimmen, ins Leere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich scheidet auch eine weiter gehende Anrechnung der von der Versicherungskasse vom Vorbezug nach Lage der Dinge abkommenswidrig einbehaltenen und an die Schweizer Steuerbeh&ouml;rden abgef&uuml;hrten Quellensteuern auf die festgesetzte Einkommensteuer nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 DBA-Schweiz 1971\/1992 aus. Auch insoweit gen&uuml;gt der Hinweis auf den zitierten Senatsbeschluss in BFHE 232, 137, BStBl II 2011, 488.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r sachdienlich, &uuml;ber die entscheidungserheblichen Rechtsfragen der Besteuerung des Vorbezugs nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;1 EStG 2002 sowie der abkommensrechtlichen Besteuerungszuordnung des Vorbezugs durch Zwischenurteil nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;2 FGO zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das erscheint nicht zuletzt deswegen als sachgerecht, als die weiterhin streitgegenst&auml;ndlichen und ihrerseits ebenfalls entscheidungserheblichen Rechtsfragen &#8211;zum einen die Frage danach, ob der sog. Vorbezug nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG 2002 steuerbefreit ist (s. dazu f&uuml;r eine sog. Austrittsleistung BFH-Urteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103; s.a. J.&nbsp;F&ouml;rster, IStR 2014, 119), zum anderen die Fragen danach, ob der sog. Vorbezug, verneint man die erste Frage, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG 2002 erm&auml;&szlig;igt besteuert werden kann (s. dazu wiederum BFH-Urteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103) und\/oder, ob die geleisteten Arbeitgeberbeitr&auml;ge nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 EStG 2002 steuerfrei sind (siehe dazu auch BFH-Urteil vom 24.&nbsp;September 2013 VI&nbsp;R&nbsp;6\/11, BFHE 243, 210)&#8211; nach Ma&szlig;gabe des Gesch&auml;ftsverteilungsplans des BFH f&uuml;r das Jahr 2014 nicht in den vorrangingen Zust&auml;ndigkeitsbereich des erkennenden Senats, sondern des X.&nbsp;Senats fallen, bei dem die Sache unter dem Aktenzeichen X&nbsp;R&nbsp;47\/11 denn auch urspr&uuml;nglich anh&auml;ngig gewesen ist. Deswegen sollte sie wieder an den daf&uuml;r vorrangig sachzust&auml;ndigen X. Senat des BFH abgegeben werden (s. dazu im Gesch&auml;ftsverteilungsplan 2014 des BFH unter A. Sachliche Zust&auml;ndigkeit der Senate, dort unter II.1. Buchst.&nbsp;f der Erg&auml;nzenden Regelungen). Der X.&nbsp;Senat erh&auml;lt dadurch Gelegenheit, seine Rechtsprechung im Urteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103 f&uuml;r die Situation des Streitfalls fortzuf&uuml;hren oder im Hinblick auf die Einw&auml;nde der Kl&auml;ger davon abzugrenzen. Das Zwischenurteil gibt dazu die M&ouml;glichkeit, weil dadurch diejenigen Streitpunkte unter den Beteiligten, welche die Zust&auml;ndigkeit des I. Senats des BFH begr&uuml;ndet haben (vgl. im Gesch&auml;ftsverteilungsplan 2014 des BFH unter A. Sachliche Zust&auml;ndigkeit der Senate, I. Senat, dort unter 3. Buchst.&nbsp;d), au&szlig;er Streit gestellt und damit erledigt sind. Die Beteiligten sind auf die M&ouml;glichkeit einer derartigen Zwischenentscheidung hingewiesen worden; sie haben dem ausdr&uuml;cklich nicht widersprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da &uuml;ber die erw&auml;hnten Streitfragen derzeit nicht entschieden wird, kann dahinstehen, ob der von den Kl&auml;gern nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung nachgereichte Schriftsatz, mit dem nochmals insbesondere im Hinblick auf die Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG 2002 Gr&uuml;nde angef&uuml;hrt werden, weshalb die Regelungslage im Schweizer Kanton Sankt Gallen eine andere sei als im Kanton Basel, &uuml;ber die der BFH in seinem Urteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103 zu befinden gehabt habe, als Antrag auf Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung anzusehen ist und ob er eine solche Wiederer&ouml;ffnung rechtfertigen k&ouml;nnte (vgl. dazu &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Einer Abgabe der Sache an den X. Senat nach Ma&szlig;gabe des Vorstehenden widerspricht allerdings der Beschluss des XI. Senats des BFH vom 4.&nbsp;September 2002 XI&nbsp;R&nbsp;64\/99 (BFH\/NV 2003, 183). Danach f&uuml;hrt die Erledigung eines Streitpunkts infolge eines Zwischenurteils durch den daf&uuml;r zust&auml;ndigen Senat des BFH zumindest dann nicht zum Wegfall der Zust&auml;ndigkeit dieses Senats, wenn dieser bereits &uuml;ber die Revision m&uuml;ndlich verhandelt hat und der Senat in anderen Verfahren weiterhin mit Rechtsfragen des noch streitigen Streitpunkts befasst werden kann. Doch ist dieser Aussage nicht beizupflichten. Erstens ist es allein Sache des Pr&auml;sidiums des BFH, &uuml;ber die Gesch&auml;ftsverteilung zu befinden, &sect;&nbsp;4 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;21e Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Gerichtsverfassungsgesetzes. Die Zust&auml;ndigkeit des Pr&auml;sidiums bezieht sich dabei nicht nur darauf, den Gesch&auml;ftsverteilungsplan aufzustellen. Das Pr&auml;sidium entscheidet vielmehr allein auch &uuml;ber die Auslegung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans und l&ouml;st durch seine Entscheidung einen sog. negativen Kompetenzkonflikt unter verschiedenen Spruchk&ouml;rpern eines Gerichts. Im Wege eines &quot;gerichtsinternen&quot; gesonderten Beschlusses kann das nicht geschehen (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Februar 1986 VII&nbsp;S&nbsp;39\/85, BFHE 146, 14, BStBl II 1986, 357; vom 20.&nbsp;Dezember 2012 IV&nbsp;B&nbsp;93\/12, BFH\/NV 2012, 575; L&uuml;ckemann in Z&ouml;ller, Zivilprozessordnung, 30.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;21e GVG Rz&nbsp;38, jeweils m.w.N.). Zweitens konnte der Beschluss des XI. Senats noch nicht die (interne und gegen&uuml;ber der fr&uuml;heren Handhabung ge&auml;nderte) Beschlussfassung des Pr&auml;sidiums des BFH vom 23.&nbsp;April 2012 ber&uuml;cksichtigen, wonach die Zust&auml;ndigkeit des I. Senats des BFH in den Sachgruppen unter A. Sachliche Zust&auml;ndigkeit der Senate, dort I. Senat (u.a.) unter 3. (hier: nach Buchst.&nbsp;d) des Gesch&auml;ftsverteilungsplans immer nur dann ausgel&ouml;st wird, wenn eine Rechtsfrage im Zusammenhang mit einer dieser Sachgruppen unter den Beteiligten <em>konkret<\/em> streitig ist, ansonsten jedoch nicht (mehr). Dass die Zust&auml;ndigkeit eines Senats davon abweichend nach Ma&szlig;gabe von A. Sachliche Zust&auml;ndigkeit der Senate, dort unter IV. der Erg&auml;nzenden Regelungen des Gesch&auml;ftsverteilungsplans konserviert w&uuml;rde, wenn &#8211;wie vorliegend&#8211; ein Gerichtsbescheid oder eine m&uuml;ndliche Verhandlung vorangegangen ist, wird von dem klaren Wortlaut jener Regelung nicht getragen. Denn diese betrifft allein die Situation, dass eine anh&auml;ngige Streitsache von dem bisher zust&auml;ndigen Senat auf den aufgrund der &Auml;nderung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans zust&auml;ndig gewordenen Senat &uuml;bergeht. Davon kann hier aber keine Rede sein und eine Analogie der Regelung auf eine zwar &auml;hnliche, aber eben doch andere Verfahrenskonstellation vertr&auml;gt sich nicht mit dem abstrakten Geltungsanspruch des Gesch&auml;ftsverteilungsplans zur Wahrung des gesetzlichen Richters nach Art.&nbsp;101 des Grundgesetzes. Und drittens erzwingt der insoweit anderslautende Beschluss des XI. Senats des BFH auch keine Divergenzanfrage nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO, weil es lediglich um das Verfahren der internen Zust&auml;ndigkeitsverteilung innerhalb des BFH geht, und daf&uuml;r ist in Konfliktf&auml;llen, wie gesagt, nach der Gesetzeslage allein das Pr&auml;sidium des Gerichts zust&auml;ndig. Unabh&auml;ngig davon ist auch nicht erkennbar, dass es hier zu einem derartigen Konfliktfall kommen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Eine Kostenentscheidung ergeht erst im Endurteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 20.8.2014, I R 83\/11 Besteuerung eines sog. Vorbezugs f&uuml;r Wohneigentum einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Versicherungskasse des Kantons St. Gallen &#8211; Zust&auml;ndigkeit des Pr&auml;sidiums des BFH Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr 2005 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Beide Kl&auml;ger wohnten im Streitjahr im Inland und beide Kl&auml;ger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-83-11-besteuerung-eines-sog-vorbezugs-fuer-wohneigentum-einer-oeffentlich-rechtlichen-versicherungskasse-des-kantons-st-gallen-zustaendigkeit-des-praesidiums-des-bfh\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;83\/11 &#8211; Besteuerung eines sog. 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