{"id":63706,"date":"2014-11-12T16:32:30","date_gmt":"2014-11-12T14:32:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63706"},"modified":"2014-11-12T16:32:30","modified_gmt":"2014-11-12T14:32:30","slug":"x-b-5-14-x-b-6-14-nichtzulassungsbeschwerde-nichtgewaehrung-von-akteneinsicht-und-abgelehnter-befangenheitsantrag-als-verfahrensfehler-behaupteter-fehler-des-finanzamtes-kein-verfahrensmangel-is-des-p","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-5-14-x-b-6-14-nichtzulassungsbeschwerde-nichtgewaehrung-von-akteneinsicht-und-abgelehnter-befangenheitsantrag-als-verfahrensfehler-behaupteter-fehler-des-finanzamtes-kein-verfahrensmangel-is-des-p\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;5\/14,&nbsp;X&nbsp;B&nbsp;6\/14 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Nichtgew&auml;hrung von Akteneinsicht und abgelehnter Befangenheitsantrag als Verfahrensfehler &#8211; Behaupteter Fehler des Finanzamtes kein Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.8.2014, X B 5\/14, X B 6\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Nichtgew&auml;hrung von Akteneinsicht und abgelehnter Befangenheitsantrag als Verfahrensfehler &#8211; Behaupteter Fehler des Finanzamtes kein Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Ehegatten. F&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007 gaben sie keine Steuererkl&auml;rungen ab, so dass der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Besteuerungsgrundlagen sch&auml;tzte. Im Einspruchsverfahren gegen die Sch&auml;tzungsbescheide begehrten die Kl&auml;ger zur Fertigung der Einspruchsbegr&uuml;ndung erfolglos Akteneinsicht. Den Einspruch gegen die Ablehnung des Antrags auf Akteneinsicht wies das FA ebenso als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck wie die Einspr&uuml;che gegen die Sch&auml;tzungsbescheide. Die hiergegen gerichteten Klagen 7&nbsp;K&nbsp;89\/13 (Ablehnung des Antrags auf Akteneinsicht) und 7&nbsp;K&nbsp;87\/13 (Einkommensteuer 2005 bis 2007) hatten ebenfalls keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) sah die Klage 7&nbsp;K&nbsp;89\/13 als unbegr&uuml;ndet an, weil die Ablehnung der beantragten Akteneinsicht durch das FA nicht ermessensfehlerhaft gewesen sei. Die Klage 7&nbsp;K&nbsp;87\/13 wies es mangels Bezeichnung des Klagebegehrens als unzul&auml;ssig ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihren Beschwerden wenden sich die Kl&auml;ger gegen die Nichtzulassung der Revision in beiden Verfahren und begr&uuml;nden diese mit Verfahrensfehlern (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerden haben keinen Erfolg. Soweit die geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision &uuml;berhaupt den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt sind, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit die Kl&auml;ger r&uuml;gen, das FA habe ihrem Antrag auf Akteneinsicht zu Unrecht nicht stattgegeben, machen sie keinen Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO geltend. Hierunter sind nur Verst&ouml;&szlig;e des FG gegen das Gerichtsverfahrensrecht zu fassen. Demgem&auml;&szlig; begr&uuml;ndet die &#8211;aus Sicht der Kl&auml;ger&#8211; fehlerhafte Beurteilung von Vorschriften der Abgabenordnung und damit auch die in das pflichtgem&auml;&szlig;e Ermessen des FA gestellte Entscheidung &uuml;ber einen Antrag auf Akteneinsicht im Finanzverwaltungsverfahren (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4.&nbsp;Juni 2003 VII&nbsp;B&nbsp;138\/01, BFHE 202, 231, BStBl II 2003, 790) aus der Sicht der Revisionsinstanz lediglich einen materiell-rechtlichen Mangel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die R&uuml;ge der Kl&auml;ger, auch das FG habe ihnen entgegen &sect;&nbsp;78 Abs.&nbsp;1 FGO keine Akteneinsicht gew&auml;hrt und damit ihren Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) verletzt, geht ebenfalls ins Leere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machen nicht geltend, dass das FG die Akteneinsicht betreffend die Streitjahre 2005 bis 2007 ausdr&uuml;cklich verweigert und dadurch ihren Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt habe (vgl. BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Juli 2005 I&nbsp;B&nbsp;233\/04, BFH\/NV 2005, 2216). Ihrem Beschwerdevorbringen l&auml;sst sich vielmehr nur entnehmen, dass es ihnen nicht m&ouml;glich und zumutbar gewesen sei, sich nach einem telefonischen Hinweis gegen Mittag des 28.&nbsp;November 2013 (Donnerstag) gegen&uuml;ber ihrem in einem Parallelverfahren bestellten Prozessbevollm&auml;chtigten vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 2.&nbsp;Dezember 2013 (14:00&nbsp;Uhr) noch Einsicht in die dem FG vorliegenden Akten zu verschaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Behauptung steht zudem nicht im Einklang mit den FG-Akten. So geht aus einem Aktenvermerk hervor, dass der Kl&auml;ger am 2.&nbsp;Dezember 2013 um 10:30&nbsp;Uhr telefonisch u.a. betreffend die hier streitigen Verfahren Akteneinsicht beantragt hat und die Einsicht tats&auml;chlich noch am selben Tag erfolgt ist. Zwar ergibt sich aus dem Vermerk nicht, um wieviel Uhr die Akteneinsicht durch den Kl&auml;ger vorgenommen wurde. Da die m&uuml;ndliche Verhandlung jedoch erst um 14:00&nbsp;Uhr anberaumt war, h&auml;tte es in jedem Fall weiterer Ausf&uuml;hrungen bedurft, dass die Einsichtnahme tats&auml;chlich nicht noch vor dem Termin durchgef&uuml;hrt wurde und warum es ihm oder der Kl&auml;gerin insbesondere auch nicht m&ouml;glich war, in den knapp 11&nbsp;Monaten davor, Einsicht zu nehmen. Entgegen ihrem Vorbringen war den Kl&auml;gern aufgrund der ihnen vom FG &uuml;bermittelten Schreiben des FA vom 17.&nbsp;Januar 2013 bekannt, dass dem FG ein Band Einkommensteuerakten 2005 bis 2007 vorlag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r kann sich nicht berufen, wer sich nicht in ausreichendem Ma&szlig;e um die begehrte Akteneinsicht bem&uuml;ht (BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Dezember 2003 VII&nbsp;B&nbsp;35\/03, BFH\/NV 2004, 652). Hierzu geh&ouml;rt nicht nur, dass ein Antrag auf Akteneinsicht &uuml;berhaupt gestellt, sondern auch, dass dieses Begehren im Laufe des Verfahrens weiter verfolgt wird. Noch in ihrem Befangenheitsantrag vom 2.&nbsp;Dezember 2013 r&uuml;gten die Kl&auml;ger aber nur, ihnen werde seit Monaten die Einsicht in die Akten der Jahre 2002 bis 2004 verwehrt, die m&ouml;gliche strafbare Handlungen des FA und ihres ehemaligen Steuerberaters beinhalteten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ein Verfahrensmangel ergibt sich schlie&szlig;lich nicht aus der R&uuml;ge, das FG habe dem Antrag, den Vorsitzenden Richter am FG X wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, nicht stattgegeben bzw. dieser habe zu Unrecht an Stelle &quot;der Kammer&quot; selbst &uuml;ber den Antrag entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beschl&uuml;sse &uuml;ber die Ablehnung von Gerichtspersonen &#8211;d.h. auch die Zur&uuml;ckweisung eines Ablehnungsgesuchs&#8211; k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO nicht mit der Beschwerde angefochten werden. Sie unterliegen deshalb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;2 FGO nicht der Pr&uuml;fung im Revisionsverfahren; anderes gilt nur dann, wenn die unberechtigte Ablehnung eines Befangenheitsantrags die Vorenthaltung des gesetzlichen Richters zur Folge hat, was nur bei einer greifbar gesetzwidrigen, d.h. willk&uuml;rlichen Zur&uuml;ckweisung eines Befangenheitsantrags der Fall ist (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;Januar 2010 I&nbsp;B&nbsp;83\/09, BFH\/NV 2010, 913, m.w.N.; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;6, m.w.N.). Handelt es sich um ein missbr&auml;uchliches bzw. offensichtlich unzul&auml;ssiges Ablehnungsgesuch, l&auml;sst sich ein willk&uuml;rliches Handeln insbesondere nicht daraus ableiten, dass das FG unter Mitwirkung der abgelehnten Richter &uuml;ber die Ablehnung entschieden hat. Denn nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ist bei derartigen Ablehnungsgesuchen in dieser Weise zu verfahren (z.B. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Oktober 2008 V&nbsp;B&nbsp;110\/07, BFH\/NV 2009, 396).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Richterablehnung kann grunds&auml;tzlich nicht mit Erfolg auf die Rechtsfehlerhaftigkeit von Entscheidungen gest&uuml;tzt werden. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die R&uuml;ge von Rechtsverst&ouml;&szlig;en, die dem Gericht in einem fr&uuml;heren Verfahrensabschnitt oder in einem Parallelverfahren unterlaufen sind (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 7.&nbsp;Mai 1986 I&nbsp;B&nbsp;70\/85, BFH\/NV 1987, 653, und vom 30.&nbsp;November 1987 VIII&nbsp;B&nbsp;7\/87, BFH\/NV 1989, 639). Rechtsfehler k&ouml;nnen nur ausnahmsweise, und zwar dann eine Besorgnis der Befangenheit rechtfertigen, wenn Gr&uuml;nde dargetan werden, die daf&uuml;r sprechen, dass die m&ouml;gliche Fehlerhaftigkeit auf einer unsachlichen Einstellung des Richters gegen&uuml;ber der ablehnenden Partei oder auf Willk&uuml;r beruht (Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Februar 1989 X&nbsp;B&nbsp;99\/88, BFH\/NV 1989, 708; Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect;&nbsp;51 Rz&nbsp;47). Die Fehlerhaftigkeit muss dabei offenbar &#8211;d.h. ohne weiteres feststellbar&#8211; gravierend sein sowie auf unsachliche Erw&auml;gungen schlie&szlig;en lassen (Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;April 1988 X&nbsp;B&nbsp;4\/88, BFH\/NV 1989, 587). Eine Besetzungsr&uuml;ge hat demzufolge nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn sich dem Beschwerdevorbringen entnehmen l&auml;sst, dass der Beschluss &uuml;ber die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs nicht nur fehlerhaft, sondern greifbar gesetzwidrig und damit willk&uuml;rlich ist (Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Januar 2007 X&nbsp;B&nbsp;38\/06, BFH\/NV 2007, 757, m.w.N.). Derartiges Vorbringen enth&auml;lt die Beschwerde im Streitfall nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unzutreffend ist zun&auml;chst die Behauptung der Kl&auml;ger, ihr Gesuch auf Ablehnung des X im Termin am 2.&nbsp;Dezember 2013 sei &uuml;bergangen worden. Ausweislich der Entscheidungsgr&uuml;nde der angefochtenen Urteile hat X als Einzelrichter (&sect;&nbsp;6 FGO) die Ablehnungsgesuche als offensichtlich unzul&auml;ssig zur&uuml;ckgewiesen. Hier&uuml;ber musste er auch nicht durch gesonderten Beschluss entscheiden, da in den F&auml;llen, in denen das Ablehnungsgesuch wegen Rechtsmissbrauchs oder aus anderen Gr&uuml;nden offensichtlich unzul&auml;ssig ist, der Ablehnungsantrag in den Gr&uuml;nden der Hauptsacheentscheidung unter Mitwirkung der abgelehnten Richter zur&uuml;ckgewiesen werden kann (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2014 VII&nbsp;B&nbsp;131\/13, BFH\/NV 2014, 1055, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit X das Ablehnungsgesuch der Kl&auml;ger als offensichtlich unzul&auml;ssig erachtet hat, ist hierin keine greifbar gesetzwidrige, d.h. willk&uuml;rliche Zur&uuml;ckweisung des Befangenheitsantrags und damit kein Versto&szlig; gegen den gesetzlichen Richter zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>X hat die Ablehnung des schriftlichen Befangenheitsantrags u.a. damit begr&uuml;ndet, die Kl&auml;ger h&auml;tten in ihrer &quot;Kurzbegr&uuml;ndung&quot; einen Sachverhalt dargestellt, der mit den Verfahren 7&nbsp;K&nbsp;89\/13 und 7&nbsp;K&nbsp;87\/13 sowie mit ihm als dem f&uuml;r die Entscheidung zust&auml;ndigen Richter nichts zu tun habe, und sich ansonsten eine &quot;ausf&uuml;hrliche Begr&uuml;ndung&quot; vorbehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese W&uuml;rdigung steht im Einklang mit den festgestellten und aus den Akten ersichtlichen Verfahrensabl&auml;ufen. In ihrer &quot;Kurzbegr&uuml;ndung&quot; legen die Kl&auml;ger keine Umst&auml;nde dar, die auf eine unsachliche Einstellung des X in den Verfahren betreffend die Ablehnung der Akteneinsicht durch das FA sowie die Einkommensteuer 2005 bis 2007 schlie&szlig;en lassen k&ouml;nnten. Vielmehr schildern sie allein Begebenheiten betreffend die Jahre 2002 bis 2004 einschlie&szlig;lich der in diesem Zusammenhang gef&uuml;hrten Klageverfahren und unter Nennung des Leiters des FA, des stellvertretenden Leiters des FA, des Au&szlig;enpr&uuml;fers sowie ihres damaligen Steuerberaters. Soweit die Kl&auml;ger konkret in Bezug auf X geltend machen, diesem h&auml;tte eine Anweisung der Post bekannt sein m&uuml;ssen, betrifft dies zum einen offensichtlich eine in den rechtskr&auml;ftig abgeschlossenen FG-Verfahren wegen Einkommensteuer 2002 bis 2004 erfolgte Beweisaufnahme, zum anderen per se kein Verhalten des X, das auf dessen unsachliche Einstellung schlie&szlig;en lassen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ob das Ablehnungsgesuch der Kl&auml;ger, wie von X erg&auml;nzend ausgef&uuml;hrt, zudem wegen Prozessverschleppung missbr&auml;uchlich war, kann danach dahinstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die von den Kl&auml;gern in der Beschwerdebegr&uuml;ndung angef&uuml;hrten &Auml;u&szlig;erungen des X in der m&uuml;ndlichen Verhandlung k&ouml;nnen schon deshalb nicht zu einem Verfahrensfehler des FG f&uuml;hren, weil die Kl&auml;ger ihr (wiederholtes) Ablehnungsgesuch darauf nicht gest&uuml;tzt hatten. Bei der Entscheidung &uuml;ber ein Ablehnungsgesuch sind nur die in dem Gesuch vorgetragenen und ggf. sp&auml;ter erg&auml;nzten Ablehnungsgr&uuml;nde zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;B&nbsp;57\/07, BFH\/NV 2008, 611, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.8.2014, X B 5\/14, X B 6\/14 Nichtzulassungsbeschwerde: Nichtgew&auml;hrung von Akteneinsicht und abgelehnter Befangenheitsantrag als Verfahrensfehler &#8211; Behaupteter Fehler des Finanzamtes kein Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Ehegatten. F&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007 gaben sie keine Steuererkl&auml;rungen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-5-14-x-b-6-14-nichtzulassungsbeschwerde-nichtgewaehrung-von-akteneinsicht-und-abgelehnter-befangenheitsantrag-als-verfahrensfehler-behaupteter-fehler-des-finanzamtes-kein-verfahrensmangel-is-des-p\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;5\/14,&nbsp;X&nbsp;B&nbsp;6\/14 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Nichtgew&auml;hrung von Akteneinsicht und abgelehnter Befangenheitsantrag als Verfahrensfehler &#8211; Behaupteter Fehler des Finanzamtes kein Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63706","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63706\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}