{"id":63860,"date":"2015-01-09T07:37:59","date_gmt":"2015-01-09T05:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63860"},"modified":"2015-01-09T07:37:59","modified_gmt":"2015-01-09T05:37:59","slug":"x-r-26-12-kein-sonderausgabenabzug-von-bestattungskosten-als-unterhaltsleistungen-nach-par-10-abs-1-nr-1-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-26-12-kein-sonderausgabenabzug-von-bestattungskosten-als-unterhaltsleistungen-nach-par-10-abs-1-nr-1-estg\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;26\/12 &#8211; Kein Sonderausgabenabzug von Bestattungskosten als Unterhaltsleistungen nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.8.2014, X R 26\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Sonderausgabenabzug von Bestattungskosten als Unterhaltsleistungen nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurde im Streitjahr zusammen mit seiner jetzigen Ehefrau zur Einkommensteuer veranlagt. Bis zu ihrem Tode im Streitjahr leistete er laufenden Unterhalt an seine geschiedene Ehefrau. Die leiblichen Kinder schlugen die Erbschaft aus. Der Kl&auml;ger trug daher die Bestattungskosten, deren H&ouml;he unstreitig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Einkommensteuererkl&auml;rung des Streitjahres machte der Kl&auml;ger f&uuml;r die laufenden Zahlungen sowie die Bestattungskosten den Sonderausgabenabzug nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt) lehnte den Antrag hinsichtlich der Bestattungskosten ab. Er sah darin au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 EStG, die sich jedoch steuerlich nicht auswirkten, da sie die zumutbare Belastung nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG nicht &uuml;berstiegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 2277 ver&ouml;ffentlichten Urteil die Klage abgewiesen. Der Begriff der &quot;Unterhaltsleistungen&quot; in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG entspreche dem in &sect;&nbsp;33a EStG verwendeten Begriff &quot;Aufwendungen f&uuml;r den Unterhalt&quot; und umfasse wie dort lediglich die typischen Aufwendungen zur Bestreitung der Lebensf&uuml;hrung. Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Abziehbarkeit von Beerdigungskosten als dauernde Last i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG sei nicht &uuml;bertragbar. Zudem sei bei den Beerdigungskosten die materiell-rechtliche Korrespondenz zwischen Abziehbarkeit und Steuerbarkeit nicht mehr gew&auml;hrleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgt der Kl&auml;ger sein Begehren weiter. F&uuml;r die Unterhaltsleistungen habe er den Abzug als Sonderausgaben nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG beantragt und erhalten. Die Bestattungskosten h&auml;tten zwar nach &sect;&nbsp;1968 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) die Erben zu tragen. Die leiblichen Kinder der Verstorbenen h&auml;tten das Erbe jedoch ausgeschlagen. Er habe daher die Bestattungskosten als Folgeverpflichtung aus den Unterhaltszahlungen nach &sect;&nbsp;1615 Abs.&nbsp;2 BGB i.V.m. &sect;&nbsp;74 des Sozialgesetzbuches Zw&ouml;lftes Buch zu &uuml;bernehmen. Mit Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;17\/09 (BStBl II 2010, 544) habe der BFH zu &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG entschieden, dass es sich bei Beerdigungskosten um Sonderausgaben handele, wenn sie auf einer Unterhaltsverpflichtung beruhten und der Zahlende nicht Erbe sei. Dieses Urteil sei auf &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben, und den Einkommensteuerbescheid vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Juni 2011 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Bestattungskosten als Unterhaltsleistungen ber&uuml;cksichtigt werden und das zu versteuernde Einkommen von &#8230; EUR auf &#8230; EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Tod der Unterhaltsberechtigten sei der Unterhaltsanspruch gegen den geschiedenen Ehemann erloschen (&sect;&nbsp;1586 Abs.&nbsp;1 BGB). Das BFH-Urteil in BStBl II 2010, 544 behandele die Abziehbarkeit von Beerdigungskosten als dauernde Last im Rahmen einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen, die hier nicht gegeben sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat im Ergebnis zu Recht erkannt, dass die Bestattungskosten nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG als Sonderausgaben abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Sonderausgaben sind u.a. nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten bis zu 13.805&nbsp;EUR im Kalenderjahr, wenn der Geber dies mit Zustimmung des Empf&auml;ngers beantragt. Die Zustimmung ist nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG mit Ausnahme der nach &sect;&nbsp;894 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung als erteilt geltenden bis auf Widerruf wirksam. Korrespondierend hierzu sind nach &sect;&nbsp;22 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG Eink&uuml;nfte aus Unterhaltsleistungen, soweit sie nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG vom Geber abgezogen werden, als sonstige Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann dahingestellt sein lassen, ob &#8211;wie das FG meint&#8211; die streitbefangenen Bestattungskosten schon begrifflich nicht &quot;Unterhaltsleistungen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG sind, da sie atypische Aufwendungen sind (in diesem Sinne allerdings BFH-Entscheidungen vom 12.&nbsp;April 2000 XI&nbsp;R&nbsp;127\/96, BFHE 192, 75, BStBl II 2002, 130, unter II.1.; vom 17.&nbsp;Mai 2006 XI&nbsp;B&nbsp;128\/05, BFH\/NV 2006, 2053; vom 18.&nbsp;Oktober 2006 XI&nbsp;R&nbsp;42\/04, BFH\/NV 2007, 1283, unter II.1.a; ebenso Rindermann in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;23a; Bl&uuml;mich\/Hutter, &sect;&nbsp;10 EStG Rz&nbsp;60; a.A. S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;C&nbsp;19a; ausdr&uuml;cklich offen gelassen im Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1989 X&nbsp;B&nbsp;203\/88, BFH\/NV 1989, 779).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat seine Leistungen jedenfalls nicht, wie es &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG fordert, &quot;an den geschiedenen &#8230; Ehegatten&quot; erbracht (dazu 2.). Die Rechtslage ist insoweit mit derjenigen bei &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG nicht vergleichbar (dazu 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Wendung in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG &quot;an den geschiedenen &#8230; Ehegatten&quot; verlangt eine Leistung an den geschiedenen Ehegatten und setzt damit schon begrifflich Leistungen zu Lebzeiten voraus. Der Kl&auml;ger hat die Bestattungskosten m&ouml;glicherweise im weitesten Sinne gedanklich &quot;f&uuml;r&quot; die verstorbene geschiedene Ehefrau erbracht. Empf&auml;ngerin der Leistung konnte sie aber nach ihrem Tode nicht mehr sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es besteht weder aus systematischen noch aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden Anlass zu einer teleologischen Extension dieses Tatbestandsmerkmals.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da tauglicher Empf&auml;nger der Unterhaltsleistungen nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG nur der geschiedene oder dauernd getrennt lebende und &#8211;vor allem&#8211; unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Ehegatte sein kann, ist der Empf&auml;nger mit denjenigen Unterhaltsleistungen, die der Geber abziehen kann, seinerseits stets nach &sect;&nbsp;22 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG steuerpflichtig. Dieses Tatbestandsmerkmal stellt sicher, dass das Korrespondenzprinzip gewahrt bleibt. Damit ist es systemgerecht, nicht systemfremd.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unter verfassungsrechtlichen Aspekten hat der Senat keine Bedenken gegen dieses Ergebnis. Dem Umstand, dass die streitigen Aufwendungen zwangsl&auml;ufig gewesen sein d&uuml;rften, tr&auml;gt das EStG mit &sect;&nbsp;33 EStG hinreichend Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine &Uuml;bertragung der Senatsrechtsprechung zur Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG ist schon aufgrund der unterschiedlichen Tatbestandsvoraussetzungen der Vorschriften nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat in seinen Urteilen vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;17\/09 und X&nbsp;R&nbsp;32\/09 (BFHE 228, 77, BStBl II 2010, 544 bzw. BFHE 228, 291, BStBl II 2011, 162) erkannt, dass Beerdigungskosten, die der Verm&ouml;gens&uuml;bernehmer aufgrund entsprechender Verpflichtung in dem Verm&ouml;gens&uuml;bergabevertrag &uuml;bernimmt, als dauernde Last i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG abziehbar sind, soweit nicht der Verm&ouml;gens&uuml;bernehmer, sondern ein Dritter Erbe ist. W&auml;hrend &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG explizit Leistungen an den Ehegatten fordert, enth&auml;lt Nr.&nbsp;1a eine vergleichbare Beschr&auml;nkung auf Leistungen etwa &quot;an den Verm&ouml;gens&uuml;bergeber&quot; &#8211;was den Abzug der Beerdigungskosten allerdings ausgeschlossen h&auml;tte&#8211; gerade nicht. Nr.&nbsp;1a fordert lediglich die unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht des Empf&auml;ngers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.8.2014, X R 26\/12 Kein Sonderausgabenabzug von Bestattungskosten als Unterhaltsleistungen nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurde im Streitjahr zusammen mit seiner jetzigen Ehefrau zur Einkommensteuer veranlagt. Bis zu ihrem Tode im Streitjahr leistete er laufenden Unterhalt an seine geschiedene Ehefrau. Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-26-12-kein-sonderausgabenabzug-von-bestattungskosten-als-unterhaltsleistungen-nach-par-10-abs-1-nr-1-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;26\/12 &#8211; Kein Sonderausgabenabzug von Bestattungskosten als Unterhaltsleistungen nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63860","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63860"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63860\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}