{"id":63864,"date":"2015-01-09T07:38:40","date_gmt":"2015-01-09T05:38:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63864"},"modified":"2015-01-09T07:38:40","modified_gmt":"2015-01-09T05:38:40","slug":"viii-r-5-12-gewerbliche-taetigkeit-einer-moderatorin-von-verkaufssendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-5-12-gewerbliche-taetigkeit-einer-moderatorin-von-verkaufssendungen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;5\/12 &#8211; Gewerbliche T&auml;tigkeit einer Moderatorin von Verkaufssendungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2014, VIII R 5\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerbliche T&auml;tigkeit einer Moderatorin von Verkaufssendungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Fernsehmoderatorin, die Produkte nach den Vorgaben des Auftraggebers in Verkaufssendungen pr&auml;sentiert, &uuml;bt keine freiberufliche, sondern eine gewerbliche T&auml;tigkeit aus.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Abgrenzung gewerblicher von freiberuflicher T&auml;tigkeit und damit &uuml;ber die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags gegen die als Werbemoderatorin eines Verkaufssenders t&auml;tige Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;r das Streitjahr 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin bezeichnet ihre im Rahmen von Verkaufssendungen in den Bereichen &#8230; im Fernsehen ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit f&uuml;r Verkaufssender als selbst&auml;ndige Werbemoderation. Daraus erzielte sie im Streitjahr Eink&uuml;nfte, die der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) als solche aus Gewerbebetrieb und nicht aus selbst&auml;ndiger Arbeit behandelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Vertr&auml;gen &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Verkaufssendungen arbeitet die Kl&auml;gerin als Moderatorin selbst&auml;ndig. Ihre T&auml;tigkeit umfasst die Pr&auml;sentation verschiedener Produkte im Beisein der Anbieter bei Live-Shows des Auftraggebers. Als Aufgaben waren der Kl&auml;gerin eine gewissenhafte Vorbereitung der Verkaufspr&auml;sentation anhand der vom Auftraggeber rechtzeitig zur Verf&uuml;gung zu stellenden Produkte und Produktinformationen sowie die Teilnahme an notwendigen Produktionsbesprechungen zugewiesen. F&uuml;r ihre Moderationen erhielt sie ein Honorar auf Stundenbasis (180&nbsp;EUR bei Einzelstunden, 320&nbsp;EUR bei Doppelstunden, jeweils zzgl. Mehrwertsteuer).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Grundsatzvereinbarung &quot;Letter of Intent&quot; mit der S&nbsp;GmbH war die Kl&auml;gerin mit der Moderation der Sendung &quot;F&nbsp;TV&quot; beauftragt und erhielt eine Tagesgage von 300&nbsp;EUR zzgl. 16&nbsp;% Mehrwertsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung 2006 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin unter den Berufsbezeichnungen &quot;Moderatorin und Journalistin&quot; nur Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2006 vom 18.&nbsp;Oktober 2007 erkannte das FA lediglich zu einem geringen Teil in H&ouml;he von 2.996&nbsp;EUR Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Moderatorin an. Im &Uuml;brigen erfasste das FA den Gewinn der Kl&auml;gerin aus ihrer Moderatorent&auml;tigkeit in H&ouml;he von 56.915&nbsp;EUR als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb und setzte auf dieser Grundlage nach Abzug des Freibetrags nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2006 mit Gewerbesteuermessbetragsbescheid vom 18.&nbsp;Oktober 2007 auf 612&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit seinem Urteil vom 28.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;2263\/08 als unbegr&uuml;ndet ab. Die selbst&auml;ndig ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Werbemoderatorin sei weder als k&uuml;nstlerisch, schriftstellerisch oder journalistisch zu beurteilen noch als eine T&auml;tigkeit anzusehen, die dem Beruf des Schriftstellers\/Journalisten i.S. von &sect;&nbsp;18 Abs. 1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) &auml;hnlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des FG habe sie als Werbemoderatorin einen dem Werbeschriftsteller &auml;hnlichen Beruf i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG ausge&uuml;bt. Dieser Beruf stelle eine Kombination von schriftstellerischer T&auml;tigkeit und dem Berufsbild des nicht klassisch-journalistisch t&auml;tigen Fernsehmoderators dar, dessen T&auml;tigkeit h&ouml;chstrichterlich noch nicht hinsichtlich seiner Freiberuflichkeit beurteilt worden sei und sich nicht ohne Weiteres als journalistische oder k&uuml;nstlerische T&auml;tigkeit einordnen lasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die st&auml;ndige Erweiterung des Katalogs der freiberuflichen T&auml;tigkeiten in &sect;&nbsp;18 EStG zeige den Einfluss wirtschaftlicher &Auml;nderungen, die insbesondere auch zur Anerkennung von Fernsehmoderatoren als Freiberufler durch die Rechtsprechung gef&uuml;hrt h&auml;tten. Mit Blick auf diese Entwicklung k&ouml;nne die &Auml;hnlichkeit von Berufen i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG nicht mehr davon abh&auml;ngig gemacht werden, dass eine &Auml;hnlichkeit zu jeweils einem der Berufe aus dem Katalog der Vorschrift bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr m&uuml;ssten auch Kombinationen dieser Berufe unter die Vorschrift subsumiert werden k&ouml;nnen. Dies m&uuml;sse jedenfalls f&uuml;r die T&auml;tigkeit von Werbemoderatoren gelten, soweit sie durch h&ouml;chstpers&ouml;nliche Dienstleistung, ad&auml;quate Vorbildung und die &Auml;hnlichkeit zur journalistischen und k&uuml;nstlerischen T&auml;tigkeit sowie zur Werbeschriftstellerei gekennzeichnet sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen erf&uuml;lle die Kl&auml;gerin aufgrund ihrer Ausbildung als Betriebswirtin und als Journalistin. Vergleichbar mit anderen Journalisten und anders als Moderatoren reiner Unterhaltungssendungen betreibe sie vor den Sendungen Recherchen und eigne sich Hintergrundwissen zu den von den Interviewpartnern beworbenen Produkten an. Auf die kommerzielle Zielsetzung ihrer T&auml;tigkeit k&ouml;nne es dabei nicht ankommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen erf&uuml;llten der Entwurf des Moderationsskripts sowie die Vorgabe des textlichen Konzepts vollumf&auml;nglich die Anforderungen an eine schriftstellerische T&auml;tigkeit und die eines Werbeschriftstellers. In diesem Zusammenhang stelle das FG &uuml;bertriebene Anforderungen an die Notwendigkeit eigensch&ouml;pferischer T&auml;tigkeit mit Blick auf die von der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrten einst&uuml;ndigen Live-Interviews mit allen Unw&auml;gbarkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das angefochtene Urteil sowie den angefochtenen Gewerbesteuermessbetragsbescheid vom 18.&nbsp;Oktober 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt unter Hinweis auf die bislang vertretene Rechtsauffassung, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Werbemoderatorin nicht als freiberufliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG angesehen und deshalb die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Gewerbesteuermessbetragsbescheids best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Berufst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin kann weder einem der in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG bezeichneten Berufe als &quot;&auml;hnlicher Beruf&quot; zugerechnet noch als k&uuml;nstlerische oder schriftstellerische T&auml;tigkeit angesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dabei kann entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin die &Auml;hnlichkeit eines Berufs i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG nach st&auml;ndiger Rechtsprechung nicht berufs&uuml;bergreifend nach Ma&szlig;gabe einer sogenannten Gruppen&auml;hnlichkeit anhand gleicher charakteristischer Merkmale festgestellt werden, wie sie den Katalogberufen insgesamt oder &uuml;berwiegend gemeinsam sind (wie etwa eine akademische oder eine andere besonders anspruchsvolle und zeitaufw&auml;ndige Ausbildung oder ein mit der Berufsaus&uuml;bung nach allgemeiner Anschauung verbundener sozialer Status). Grund daf&uuml;r ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung, dass der Gesetzgeber die Katalogberufe detailliert aufgez&auml;hlt hat und die &auml;hnlichen Berufe schon wegen der Unterschiedlichkeit der enumerativ aufgef&uuml;hrten Berufe speziell einem dieser Katalogberufe &auml;hnlich sein m&uuml;ssen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;September 2002 IV&nbsp;R&nbsp;74\/00, BFHE 200, 326, BStBl II 2003, 27; vom 14.&nbsp;Mai 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;18\/11, BFHE 246, 396). Das Bundesverfassungsgericht hat diese Rechtsprechung verfassungsrechtlich nicht beanstandet (s. die Nachweise im BFH-Urteil in BFHE 200, 326, BStBl II 2003, 27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine schriftstellerische T&auml;tigkeit kann in der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Werbemoderatorin nicht gesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schriftstellerisch t&auml;tig wird nach der Rechtsprechung des BFH derjenige Steuerpflichtige, der eigene Gedanken mit den Mitteln der Sprache schriftlich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit niederlegt (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;April 2002 IV&nbsp;R&nbsp;4\/01, BFHE 199, 176, BStBl II 2002, 475; in BFHE 200, 326, BStBl II 2003, 27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche schriftstellerische T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil ihre Sendemanuskripte und &auml;hnliche Vorbereitungsunterlagen f&uuml;r ihre Sendungen nicht selbst an die &Ouml;ffentlichkeit gerichtet und ihr gegen&uuml;ber zur Ver&ouml;ffentlichung bestimmt waren (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Mai 1958 IV&nbsp;278\/56&nbsp;U, BFHE 67, 115, BStBl III 1958, 316), sondern lediglich der internen Arbeitsvorbereitung der Kl&auml;gerin zur Erf&uuml;llung ihrer Moderationsverpflichtung dienten (vgl. zur fehlenden Bestimmung &quot;f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit&quot; bei internen schriftlichen Ausarbeitungen BFH-Urteile vom 24.&nbsp;September 1998 IV&nbsp;R&nbsp;16\/98, BFH\/NV 1999, 602; in BFHE 246, 396).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch eine &Auml;hnlichkeit der Berufst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin zum Beruf eines Journalisten hat das FG zu Recht verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein gesetzlich normiertes Berufsbild des Journalisten gibt es nicht. Ebenso wenig ist geregelt, wer die Berufsbezeichnung Journalist tragen darf (Bl&uuml;mich\/Hutter, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;149). Die Berufst&auml;tigkeit des Journalisten erfordert des Weiteren keine bestimmte Vorbildung (Hochschulstudium, Journalistenschule o.&Auml;.). Die Vorbildung kann deshalb allenfalls als Beweisanzeichen gewertet werden (vgl. Bl&uuml;mich\/Hutter, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;149).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Berufst&auml;tigkeit des Journalisten auf Informationen &uuml;ber gegenwartsbezogene Geschehnisse ausgerichtet, bei der die Sammlung und Verarbeitung von Informationen des Tagesgeschehens, die &quot;kritische Auseinandersetzung&quot; mit diesen Informationen und die Stellungnahme zu den Ereignissen auf politischem, gesellschaftlichem, wirtschaftlichem oder kulturellem Gebiet das Berufsbild ausmacht. Dabei geh&ouml;rt es zum Wesen der selbst&auml;ndig ausge&uuml;bten journalistischen T&auml;tigkeit, dass der Journalist sich mit den Ergebnissen seiner Arbeit unmittelbar oder mittelbar &uuml;ber ein Medium (Zeitung, Zeitschrift, Film, Rundfunk, Fernsehen oder Internet) schriftlich oder m&uuml;ndlich an die &Ouml;ffentlichkeit wendet (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;April 1978 VIII&nbsp;R&nbsp;149\/74, BFHE 125, 369, BStBl II 1978, 565; vom 8.&nbsp;Dezember 1983 IV&nbsp;R&nbsp;126\/82, juris; in BFH\/NV 1999, 602) und damit an der Gestaltung des geistigen Inhalts publizistischer Medien (u.a. Fernsehen) mitwirkt (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Dezember 2000 XI&nbsp;R&nbsp;8\/00, BFHE 194, 206, BStBl II 2002, 478).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ausgehend von der Definition der Rechtsprechung hat das FG zu Recht erkannt, dass die Kl&auml;gerin diesen Anforderungen nicht entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei bedarf es im Streitfall keiner Entscheidung, ob der im BFH-Urteil in BFHE 125, 369, BStBl II 1978, 565 enthaltenen Definition eine m&ouml;glicherweise zu enge Beschr&auml;nkung journalistischer T&auml;tigkeit auf zeitbezogene Themen zu entnehmen ist (ebenfalls offengelassen im BFH-Urteil vom 22.&nbsp;November 1979 IV&nbsp;R&nbsp;88\/76, BFHE 129, 269, BStBl II 1980, 152, sowie im BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 602 unter Bezugnahme auf Brandt in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;18 EStG Rz&nbsp;203; Steinhauff in Littmann\/Bitz\/Hellwig, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;217).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin ist schon ihrer Funktion nach nicht durch die journalistentypische &quot;kritische Auseinandersetzung&quot; mit Informationen und Stellungnahmen zu den Ereignissen auf politischem, gesellschaftlichem, wirtschaftlichem oder kulturellem Gebiet gepr&auml;gt, sondern durch die auf unmittelbare Verkaufsf&ouml;rderung nach den konkreten Vorgaben des Auftraggebers gerichtete Pr&auml;sentation der jeweils vorgestellten Produkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r eine solche T&auml;tigkeit, deren (vereinbarter) Hauptzweck es ist, zum Nutzen des jeweiligen Auftraggebers auf dem Gebiet der Vertrauenswerbung f&uuml;r eine Ware oder f&uuml;r ein sonstiges bestimmtes Anliegen gegen Entgelt zu arbeiten, hat der BFH das Merkmal &quot;kritische Auseinandersetzung&quot; als Abgrenzungsmerkmal zur ausschlie&szlig;lich auftraggeberorientierten und deshalb gewerblichen Werbet&auml;tigkeit bestimmt (BFH-Urteil in BFHE 125, 369, BStBl II 1978, 565).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach scheidet die Annahme einer freiberuflichen journalistischen T&auml;tigkeit, bei der neben der Lieferung von Ereignisberichten die Schilderung von Zust&auml;nden politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Natur typischerweise im Mittelpunkt der Berufsarbeit steht (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 1971 IV&nbsp;330\/65, BFHE 102, 39, BStBl II 1971, 483), dann aus, wenn Art, Form und Darstellung nicht mehr auf das Ziel ausgerichtet sind, &uuml;ber ein die Allgemeinheit interessierendes Thema zu berichten, sondern darauf, zum Kauf eines bestimmten, von Kunden &#8211;wie hier des Senders&#8211; hergestellten, dargestellten und beschriebenen Erzeugnisses anzureizen (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Dezember 1964 IV&nbsp;238\/61&nbsp;U, BFHE 81, 315, BStBl III 1965, 114; vom 20.&nbsp;Dezember 1966 IV&nbsp;100\/62, BFHE 88, 245, BStBl III 1967, 371; zum Kennzeichen journalistischer T&auml;tigkeit, die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Sachverhalte oder Vorg&auml;nge von allgemeiner, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Bedeutung zu informieren und damit zum Prozess der &ouml;ffentlichen Meinungsbildung beizutragen vgl. auch Berufsinformationen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit unter berufenet.arbeitsagentur.de\/berufe sowie Deutscher Fachjournalistenverband unter www.dfjv.de\/beruf\/journalismus-als-beruf\/berufsbild).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund hat das FG zu Recht ungeachtet der von der Kl&auml;gerin erstellten Sendepl&auml;ne und Interviewleitf&auml;den eine selbst&auml;ndige freiberufliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als Werbemoderatorin mangels eigener individueller Mitgestaltung verneint (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;B&nbsp;96\/07, BFH\/NV 2008, 1472; BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Dezember 2000 XI&nbsp;R&nbsp;8\/00, BFHE 194, 206, BStBl II 2002, 478).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies folgt auch &#8211;worauf das FG zu Recht hingewiesen hat&#8211; daraus, dass in den von Auftraggebern erstellten Produktb&uuml;chern zu den Shows auch die notwendig zu pr&auml;sentierenden Verkaufsargumente und Produkteigenschaften festgehalten wurden. Danach konnten eigene Recherchen der Kl&auml;gerin &uuml;ber die Produkte ersichtlich nur von untergeordneter Bedeutung sein. Denn die Produktinformationen und die teilweise sogar ausformulierten Detailbeschreibungen lie&szlig;en nach den bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG keinen Raum f&uuml;r eigensch&ouml;pferische Leistungen der Kl&auml;gerin. Sie erhielt ihre Verg&uuml;tung insbesondere nicht f&uuml;r eine Berichterstattung &uuml;ber ein die Allgemeinheit interessierendes Thema, sondern daf&uuml;r, &uuml;ber die jeweiligen Produkte nach den Vorgaben des Auftraggebers so zu informieren, dass ein Kaufanreiz entstand. Denn der Auftraggeber bestimmte, welche Produkte wie &#8211;z.B. in Kombination mit anderen Gegenst&auml;nden&#8211; in der Sendung zu pr&auml;sentieren waren; die Kl&auml;gerin hatte sich an diese Vorgaben zu halten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich hat das FG zu Recht eine k&uuml;nstlerische T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin in Aus&uuml;bung ihrer T&auml;tigkeit als Werbemoderatorin verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine k&uuml;nstlerische T&auml;tigkeit i.S. von &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG &uuml;bt ein Steuerpflichtiger nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH &#8211;neben weiteren Voraussetzungen&#8211; nur dann aus, wenn er eine sch&ouml;pferische Leistung mit einer gewissen Gestaltungsh&ouml;he vollbringt, d.h. eine Leistung, in der seine individuelle Anschauungsweise und seine besondere Gestaltungskraft zum Ausdruck kommen (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;September 1998 XI&nbsp;R&nbsp;71\/97, BFH\/NV 1999, 460; vom 4.&nbsp;November 2004 IV&nbsp;R&nbsp;63\/02, BFHE 209, 116, BStBl II 2005, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An dieser eigensch&ouml;pferischen Ausrichtung fehlt es nach den bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG im Streitfall, weil der Kl&auml;gerin als Moderatorin eines Verkaufssenders im Rahmen der Produktpr&auml;sentationen die vorzustellenden Produkte und der mit dem Auftritt zu erreichende Aussagewert vorgegeben waren, sodass eigensch&ouml;pferische Leistungen durch Abstrahieren oder Verfremden nur in beschr&auml;nktem Ausma&szlig; m&ouml;glich waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auftritte k&ouml;nnen deshalb auch nicht im Hinblick auf schauspielerische Leistungen als k&uuml;nstlerische T&auml;tigkeit eingeordnet werden (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1998 IV&nbsp;R&nbsp;1\/97, BFH\/NV 1999, 465 zur Gewerblichkeit eines Schauspielerauftritts als Produktnutzer zu Werbezwecken; Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 15.&nbsp;Dezember 2006&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;3442\/06, Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1316; nachgehend BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;November 2007 XI&nbsp;B&nbsp;15\/07, BFH\/NV 2008, 370), weil auch insoweit angesichts der Vorgaben der Auftraggeber kein gen&uuml;gender Spielraum f&uuml;r eine eigensch&ouml;pferische Leistung bleibt (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juli 1991 IV&nbsp;R&nbsp;102\/90, BFHE 166, 36, BStBl II 1992, 413, mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn im Streitfall standen nach den Feststellungen des FG auch insoweit der sachliche Inhalt des gesprochenen Textes nebst Verkaufsargumenten, die Eigenschaften der Produkte sowie deren k&ouml;rperliche Pr&auml;sentation im Vordergrund, sodass das FG zu Recht im Rahmen seiner W&uuml;rdigung den Vortrag der Kl&auml;gerin &uuml;ber die Notwendigkeit der Improvisation in den Live-Interviews bei Eintritt nicht vorhersehbarer Ereignisse als nicht ausschlaggebendes Kriterium f&uuml;r die Abgrenzung der gewerblichen von der freiberuflichen T&auml;tigkeit angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2014, VIII R 5\/12 Gewerbliche T&auml;tigkeit einer Moderatorin von Verkaufssendungen Leits&auml;tze Eine Fernsehmoderatorin, die Produkte nach den Vorgaben des Auftraggebers in Verkaufssendungen pr&auml;sentiert, &uuml;bt keine freiberufliche, sondern eine gewerbliche T&auml;tigkeit aus. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Abgrenzung gewerblicher von freiberuflicher T&auml;tigkeit und damit &uuml;ber die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags gegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-5-12-gewerbliche-taetigkeit-einer-moderatorin-von-verkaufssendungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;5\/12 &#8211; Gewerbliche T&auml;tigkeit einer Moderatorin von Verkaufssendungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63864","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63864\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}