{"id":63868,"date":"2015-01-09T07:38:42","date_gmt":"2015-01-09T05:38:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63868"},"modified":"2015-01-09T07:38:42","modified_gmt":"2015-01-09T05:38:42","slug":"viii-r-21-11-zahlung-der-gegen-einen-gesellschafter-im-steuerstrafverfahren-festgesetzten-auflage-durch-eine-gbr-kein-betriebsausgabenabzug-bei-der-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-21-11-zahlung-der-gegen-einen-gesellschafter-im-steuerstrafverfahren-festgesetzten-auflage-durch-eine-gbr-kein-betriebsausgabenabzug-bei-der-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;21\/11 &#8211; Zahlung der gegen einen Gesellschafter im Steuerstrafverfahren festgesetzten Auflage durch eine GbR &#8211; Kein Betriebsausgabenabzug bei der Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2014, VIII R 21\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Zahlung der gegen einen Gesellschafter im Steuerstrafverfahren festgesetzten Auflage durch eine GbR &#8211; Kein Betriebsausgabenabzug bei der Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die steuerrechtliche Beurteilung einer von einer Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR) bezahlten Geldauflage i.S. des &sect;&nbsp;153a der Strafprozessordnung (StPO), die zur Einstellung eines gegen einen Gesellschafter der GbR gerichteten Strafverfahrens gef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im Klageverfahren Beigeladene zu 1. und Revisionskl&auml;ger (Revisionskl&auml;ger) war im Streitjahr 2003 an einer Steuerberatungs-GbR, der Kl&auml;gerin und Beteiligten (Kl&auml;gerin), beteiligt. Am Gewinn und Verlust der Kl&auml;gerin nahmen die Gesellschafter im Streitjahr wie folgt teil: der Revisionskl&auml;ger mit 19&nbsp;%, die A GbR mit 35&nbsp;%, die Gesellschafterin B (Beigeladene zu 2.) mit 20&nbsp;%, die Gesellschafterin C (Beigeladene zu 3.) mit 25&nbsp;% sowie der Gesellschafter D (Beigeladener zu 4.) mit 1&nbsp;%. 2004 schied der Revisionskl&auml;ger aus der Gesellschaft aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladenen zu 2. bis 4. hat der erkennende Senat nachtr&auml;glich in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 10.&nbsp;Dezember 2013 durch Beschluss gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den Revisionskl&auml;ger war ein Strafverfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet worden, das nach &sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 StPO gegen Zahlung einer Geldauflage in H&ouml;he von insgesamt 51.000&nbsp;EUR eingestellt worden war. Von diesem Betrag hatte der Revisionskl&auml;ger 10.000&nbsp;EUR an eine gemeinn&uuml;tzige Einrichtung und 41.000&nbsp;EUR an die Staatskasse zu entrichten. Die Zahlungen wurden im Streitjahr vom Konto der Kl&auml;gerin geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung stellte der Pr&uuml;fer fest, dass die Kl&auml;gerin die Zahlungen der Geldauflagen als au&szlig;erordentlichen Aufwand gewinnmindernd bei der Ermittlung des Gewinns der Gesamthand ber&uuml;cksichtigt hatte. Bei der Gewinnverteilung der Kl&auml;gerin waren die insgesamt 51.000&nbsp;EUR vorab den Beigeladenen zu 2. bis 4. anteilig als Verlust zugerechnet worden, und zwar der Beigeladenen zu 2. in H&ouml;he von 20.000&nbsp;EUR, der Beigeladenen zu 3. in H&ouml;he von 30.000&nbsp;EUR sowie dem Beigeladenen zu 4. in H&ouml;he von 1.000&nbsp;EUR. Zugleich erh&ouml;hte die Kl&auml;gerin jedoch den quotal zu verteilenden Gesamthandsgewinn um die 51.000&nbsp;EUR und verteilte diesen erh&ouml;hten Gewinn unter allen Gesellschaftern nach dem im Gesellschaftsvertrag bestimmten Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel. Dies sollte einen Beschluss der Mitgesellschafter des Revisionskl&auml;gers umsetzen, nach welchem der Revisionskl&auml;ger im Innenverh&auml;ltnis von der Auflagenzahlung freizustellen sei. Der Au&szlig;enpr&uuml;fer war dagegen der Auffassung, dass ein Betriebsausgabenabzug wegen &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ausgeschlossen sei. F&uuml;r den Revisionskl&auml;ger handle es sich um eine Sonderbetriebseinnahme in H&ouml;he von 51.000&nbsp;EUR. Denn aus Sicht des Pr&uuml;fers liege in der Zahlung der Auflage durch die Kl&auml;gerin an die &ouml;ffentlichen Kassen wirtschaftlich eine gesellschaftsrechtlich veranlasste Zahlung der Beigeladenen zu 2. bis 4. an den Revisionskl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Rechtsauffassung des Au&szlig;enpr&uuml;fers abweichend um. Es &auml;nderte den Feststellungsbescheid der Kl&auml;gerin f&uuml;r 2003 im Hinblick auf die Auflagenzahlung dahin, dass es die laufenden Einnahmen aus selbst&auml;ndiger Arbeit der Gesamthand um 51.000&nbsp;EUR erh&ouml;hte und diesen Betrag im Rahmen der Verteilung des Gesamthandsgewinns allein dem Revisionskl&auml;ger zurechnete. Die von der Kl&auml;gerin vorgenommene Zurechnung negativer Betr&auml;ge an die Beigeladenen zu 2. bis 4. lie&szlig; das FA ebenso unver&auml;ndert wie die quotale Verteilung des um 51.000&nbsp;EUR erh&ouml;hten Gesamthandsgewinns. Daher enthielt der vom FA im &Auml;nderungsbescheid f&uuml;r den Revisionskl&auml;ger festgestellte Anteil am Gesamthandsgewinn in H&ouml;he von 196.005,21&nbsp;EUR neben den direkt zugerechneten 51.000&nbsp;EUR zus&auml;tzlich einen seinem Gewinnanteil in H&ouml;he von 19&nbsp;% entsprechenden Betrag an den &quot;weiteren&quot; 51.000&nbsp;EUR, die bereits im Rahmen der von der Kl&auml;gerin eingereichten Feststellungserkl&auml;rung in die quotale Verteilung des Gesamthandsgewinns eingeflossen waren. Dagegen unterlie&szlig; das FA eine Erh&ouml;hung der bisher f&uuml;r den Revisionskl&auml;ger aus anderen Gr&uuml;nden in H&ouml;he von 8.251,96&nbsp;EUR festgestellten Sonderbetriebseinnahmen. Der gegen diese &Auml;nderungen eingelegte Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der anschlie&szlig;end erhobenen Klage begehrte die Kl&auml;gerin, den Feststellungsbescheid f&uuml;r 2003 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Angaben der Kl&auml;gerin in der Feststellungserkl&auml;rung zugrunde gelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Revisionskl&auml;ger, der inzwischen aus der Kl&auml;gerin ausgeschieden war, wurde mit Beschluss vom 15.&nbsp;Juni 2010 nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO vom Finanzgericht (FG) beigeladen. Er beantragte, Sonderbetriebseinnahmen in H&ouml;he von 51.000&nbsp;EUR zu streichen, hilfsweise, Sonderbetriebsausgaben in H&ouml;he von 41.000&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; f&uuml;r die Kl&auml;gerin w&auml;hrend des Klageverfahrens einen ge&auml;nderten Feststellungsbescheid vom 25.&nbsp;April 2008. Die &Auml;nderungen betrafen keine der streitigen Feststellungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1616 genannten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Revisionskl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Revisionskl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 4.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;4735\/07&nbsp;F aufzuheben sowie den Feststellungsbescheid der Kl&auml;gerin f&uuml;r 2003 vom 25.&nbsp;April 2008 dergestalt zu &auml;ndern, dass<br \/>&#8211; der Gewinn auf Ebene der Gesellschaft um 51.000&nbsp;EUR gemindert und<br \/>&#8211; dem Revisionskl&auml;ger nicht ein erh&ouml;hter Gewinnanteil in H&ouml;he von 51.000&nbsp;EUR zugerechnet wird,<\/p>\n<p>hilfsweise, dem Revisionskl&auml;ger keine Sonderbetriebseinnahmen in H&ouml;he von 51.000&nbsp;EUR zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat sich im Revisionsverfahren nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladenen zu 2. bis 4. haben keine Antr&auml;ge gestellt. Sie tragen &uuml;bereinstimmend vor, der strittige Betrag von 51.000&nbsp;EUR sei Gegenstand einer Gewinnverteilungsabrede gewesen, um die Mehrbelastung des Revisionskl&auml;gers durch die strafrechtlichen Verfahren auszugleichen. Deshalb seien die Gewinnanteile der Beigeladenen zu 2. bis 4. entsprechend gemindert worden. Das FA habe diese Gewinnverteilungsabrede richtig umgesetzt und die entsprechende Gewinnerh&ouml;hung zutreffend allein dem Revisionskl&auml;ger zugerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 10.&nbsp;Dezember 2013 f&uuml;r das weitere Verfahren auf m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Revisionskl&auml;gers ist teilweise begr&uuml;ndet. Sie betrifft mehrere selbst&auml;ndige Streitgegenst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit der Revisionskl&auml;ger mit seinem ersten Hauptantrag bei der Ermittlung des Gewinns der Kl&auml;gerin einen Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die Auflagenzahlung begehrt, ist seine Revision unbegr&uuml;ndet und deswegen zur&uuml;ckzuweisen &#8211;&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO&#8211; (dazu im Folgenden unter II.1.a). Soweit der Revisionskl&auml;ger mit dem zweiten Hauptantrag die Herabsetzung seines Anteils am Gesamthandsgewinn um 51.000&nbsp;EUR erreichen will, ist die Revision hingegen begr&uuml;ndet; insoweit ist die Vorentscheidung aufzuheben und der Klage stattzugeben &#8211;&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO&#8211; (dazu im Folgenden unter II.1.b). Wegen der Einheitlichkeit der Gewinnverteilung ergeben sich daraus Folgewirkungen f&uuml;r die Gewinnanteile der Beigeladenen zu 2. bis 4. (dazu im Folgenden unter II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu Recht hat das FG die Geldauflage von 51.000&nbsp;EUR bei der Ermittlung des Gesamthandsgewinns der Kl&auml;gerin nicht als Betriebsausgabe abgezogen. Denn die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r den Revisionskl&auml;ger gezahlte Auflage nach &sect;&nbsp;153a StPO geh&ouml;rt zu den nichtabziehbaren Kosten der privaten Lebensf&uuml;hrung des Revisionskl&auml;gers (&sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;4 EStG) und mindert den Gewinn der Kl&auml;gerin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu den nichtabzugsf&auml;higen Ausgaben i.S. des &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;4 EStG geh&ouml;ren neben den in einem Strafverfahren festgesetzten Geldstrafen unter anderem auch Leistungen zur Erf&uuml;llung von Auflagen und Weisungen, soweit die Auflagen nicht lediglich der Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens dienen. Zu diesen Leistungen geh&ouml;ren auch Aufwendungen zur Erf&uuml;llung einer Auflage, nach welcher Zahlungen an die Staatskasse oder an eine gemeinn&uuml;tzige Einrichtung zu leisten sind &#8211;&sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 StPO&#8211; (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Juli 1986 VIII&nbsp;R&nbsp;93\/85, BFHE 147, 346, BStBl II 1986, 845, unter 1.d; vom 22.&nbsp;Juli 2008 VI&nbsp;R&nbsp;47\/06, BFHE 222, 448, BStBl II 2009, 151, unter II.2.b). Diese Zahlungen haben im Gegensatz zu schadenswiedergutmachenden Auflagen i.S. des &sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 StPO, die lediglich eine zivilrechtliche Schadensersatzpflicht nachzeichnen, finalen Sanktionscharakter (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Januar 2009 VI&nbsp;R&nbsp;37\/06, BFHE 224, 140, BStBl II 2010, 111, unter II.2.c) und sind ein der Geldstrafe vergleichbares &Uuml;bel, bei dem die Beziehung zur Person des T&auml;ters im Vordergrund steht (BFH-Urteile in BFHE 147, 346, BStBl II 1986, 845, mit weiteren Ausf&uuml;hrungen; vom 14.&nbsp;April 1986 IV&nbsp;R&nbsp;260\/84, BFHE 146, 411, BStBl II 1986, 518). Aufgrund dieser T&auml;terbezogenheit ist unerheblich, ob die vermeintliche Straftat im Zusammenhang mit der T&auml;tigkeit f&uuml;r ein Unternehmen stand (BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Juli 1991 VIII&nbsp;R&nbsp;89\/86, BFHE 165, 260, BStBl II 1992, 85).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zahlung einer Auflage nach &sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 StPO darf nach &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;4 EStG den Gewinn steuerrechtlich nicht mindern. &Uuml;bernimmt eine Personengesellschaft f&uuml;r ihren Gesellschafter die Zahlung einer solchen Auflage, scheidet ein Abzug als Betriebsausgabe auch dann aus, wenn die fragliche Straftat im Zusammenhang mit dem Unternehmen der Gesellschaft stand (BFH-Urteil in BFHE 165, 260, BStBl II 1992, 85), selbst wenn die Gesellschaft durch die &Uuml;bernahme der Zahlung einen Schaden im Hinblick auf ihren Ruf und ihr Ansehen in der &Ouml;ffentlichkeit verhindern m&ouml;chte. Dies gilt bei freiberuflichen Personengesellschaften umso mehr. Denn diese werden durch das Engagement, die Kenntnisse und F&auml;higkeiten der einzelnen Gesellschafter, also durch deren Pers&ouml;nlichkeit gepr&auml;gt. Gerade mit der Personenbezogenheit ist aber ebenso ein m&ouml;gliches strafrechtliches Verschulden verbunden. Insofern ist der Wertung des &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;4 EStG auch auf der Ebene der Gesellschaft Vorrang vor dem Schadensabwendungsinteresse der Gesellschaft einzur&auml;umen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach diesen Grunds&auml;tzen kann die Auflage des Revisionskl&auml;gers zur Einstellung des gegen ihn gerichteten Strafverfahrens wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung den Gewinn der Kl&auml;gerin nicht als Betriebsausgabe mindern. Die Auflage zur Zahlung eines Gesamtbetrages von 51.000&nbsp;EUR ist insgesamt eine solche nach &sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 StPO und damit eine Auflage i.S. des &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;4 EStG. Denn es handelt sich weder bei der Zahlung an die Staatskasse noch bei der an die gemeinn&uuml;tzige Einrichtung um Geldzahlungen zur Wiedergutmachung eines eingetretenen Verm&ouml;gensschadens. Die H&ouml;he der zu zahlenden Auflage wurde nach den wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Revisionskl&auml;gers bemessen und orientiert sich gerade nicht an der H&ouml;he des Schadens aus der Steuerhinterziehung des Mandanten. Daher verbleibt es bei dem vom FA festgestellten laufenden Gewinn der Kl&auml;gerin aus selbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Entgegen der Auffassung des Revisionskl&auml;gers folgt aus der Entscheidung des VI.&nbsp;Senats vom 7.&nbsp;Juli 2004 VI&nbsp;R&nbsp;29\/00 (BFHE 208, 104, BStBl II 2005, 367) keine abweichende Beurteilung. Zum einen ist der VI.&nbsp;Senat inzwischen mit seinem Urteil vom 14.&nbsp;November 2013 VI&nbsp;R&nbsp;36\/12 (BFHE 243, 520, BStBl II 2014, 278) von seiner in BFHE 208, 104, BStBl II 2005, 367 ge&auml;u&szlig;erten Rechtsauffassung abger&uuml;ckt. Au&szlig;erdem stellt sich die Frage, ob die &Uuml;bernahme von Verwarnungsgeldern durch den Arbeitgeber zu Arbeitslohn f&uuml;hrt, im Streitfall nicht. Adressat der Auflage ist nicht ein Arbeitnehmer der Kl&auml;gerin, sondern ein Mitunternehmer. Daher ist es f&uuml;r den Streitfall unerheblich, ob die Strafauflagen &#8211;w&auml;ren sie gegen einen Arbeitnehmer festgesetzt worden&#8211; zu Arbeitslohn f&uuml;hren w&uuml;rden. Vorliegend geht es zudem ausschlie&szlig;lich um den Abzug der Strafauflagen als Betriebsausgaben. Bez&uuml;glich des Werbungskostenabzugs geht auch der VI.&nbsp;Senat (Urteil in BFHE 222, 448, BStBl II 2009, 151) davon aus, dass Auflagen nach &sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 StPO in keinem Fall abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu Unrecht hat das FG die vom FA vorgenommene Erh&ouml;hung des dem Revisionskl&auml;ger zugewiesenen Anteils am Gesamthandsgewinn der Kl&auml;gerin nicht beanstandet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorentscheidung ist schon deshalb als rechtsfehlerhaft aufzuheben, weil das FG die Voraussetzungen einer dem Revisionskl&auml;ger zugerechneten &quot;Sonderbetriebseinnahme&quot; gepr&uuml;ft hat, obwohl der angefochtene Feststellungsbescheid eine solche Feststellung nicht enth&auml;lt. Denn nach dem Inhalt des letzten Feststellungsbescheids, der in diesem Punkt mit s&auml;mtlichen vorangegangenen &Auml;nderungsbescheiden &uuml;bereinstimmt, hat das FA f&uuml;r den Revisionskl&auml;ger lediglich Sonderbetriebseinnahmen in H&ouml;he von 8.251,96&nbsp;EUR festgestellt. Diese betreffen einen anderen Sachverhalt und sind nicht angefochten worden. Dagegen hat das FG die im angefochtenen Bescheid enthaltene Feststellung eines um 51.000&nbsp;EUR erh&ouml;hten Gewinnanteils des Revisionskl&auml;gers nicht &uuml;berpr&uuml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Sache ist spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gewinnanteil des Revisionskl&auml;gers ist um 51.000&nbsp;EUR zu verringern. F&uuml;r die vom FA vorgenommene zus&auml;tzliche Zurechnung der 51.000&nbsp;EUR im Zusammenhang mit der Auflage nach &sect;&nbsp;153a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 StPO zum Gesamthandsgewinnanteil des Revisionskl&auml;gers gibt es keine Rechtsgrundlage. In dem erkl&auml;rten Gewinnanteil des Revisionskl&auml;gers ist bereits ein seiner gesellschaftsvertraglich vereinbarten Gewinnbeteiligung entsprechender Anteil an den streitigen 51.000&nbsp;EUR enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Gesamthandsgewinn wird grunds&auml;tzlich nach Ber&uuml;cksichtigung von gesellschaftsvertraglichen Abreden im Hinblick auf Vorab-Gewinne nach der vertraglich vereinbarten Gewinnbeteiligungsquote verteilt. Der Gewinnanteil eines Mitunternehmers am Gesamthandsergebnis ist der Anteil am Steuerbilanzgewinn der Gesellschaft, der auf der Grundlage der aus der Handelsbilanz abgeleiteten Steuerbilanz ermittelt und nach dem handelsrechtlichen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel den Gesellschaftern (Mitunternehmern) zugerechnet wird (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012 IV&nbsp;R&nbsp;18\/08, BFH\/NV 2012, 1095, unter Hinweis auf Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Februar 1991 GrS&nbsp;7\/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691; BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Mai 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/00, BFHE 195, 486, BStBl II 2001, 747). Der handelsrechtlich ma&szlig;gebliche Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel ergibt sich entweder aus dem Gesetz oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; aus gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10.&nbsp;November 1980 GrS&nbsp;1\/79, BFHE 132, 244, BStBl II 1981, 164). Daher bleibt f&uuml;r die Gewinnverteilung allein die im Gesellschaftsvertrag geregelte Gewinnverteilung ma&szlig;geblich. Dies gilt grunds&auml;tzlich auch dann, wenn ein Mehrgewinn bei der Personengesellschaft durch eine Au&szlig;enpr&uuml;fung festgestellt wird, der auf zu Unrecht als Betriebsausgaben behandelten Betr&auml;gen beruht (BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Juni 1999 IV&nbsp;B&nbsp;13\/99, BFH\/NV 2000, 29, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze ist dem Revisionskl&auml;ger ein Anteil in H&ouml;he von 19&nbsp;% von 51.000&nbsp;EUR zuzurechnen. Denn der durch die Kl&auml;gerin zu Unrecht um die Auflagenzahlung geminderte Gesamthandsgewinn war steuerrechtlich um 51.000&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen und den Gesellschaftern anteilig nach ihrer jeweiligen Gewinnverteilungsquote nach dem Gesellschaftsvertrag zuzurechnen. Allerdings f&uuml;hrt die vom FA zu Recht vorgenommene Gewinnkorrektur bei der Kl&auml;gerin im Streitfall nicht zu einer (weiteren) Erh&ouml;hung des Gewinnanteils des Revisionskl&auml;gers. Denn in der von der Kl&auml;gerin im Rahmen der Feststellungserkl&auml;rung erkl&auml;rten Gewinnverteilung ist eben dieser Anteil an den 51.000&nbsp;EUR dem Revisionskl&auml;ger zu 19&nbsp;% bereits zugerechnet worden. Die Kl&auml;gerin hatte ihren geringeren Gesamthandsgewinn f&uuml;r Zwecke der Gewinnverteilung um 51.000&nbsp;EUR erh&ouml;ht und damit den steuerlich zutreffenden Gesamthandsgewinn im Ergebnis richtig auf alle Gesellschafter entsprechend ihren Gewinnanteilen verteilt. Eine weitergehende Erh&ouml;hung kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Entgegen der Annahme der Au&szlig;enpr&uuml;fung und des FG liegt auch keine Sonderbetriebseinnahme des Revisionskl&auml;gers in H&ouml;he von 51.000&nbsp;EUR vor. Eine Mehrung des (steuerlichen) Sonderbetriebsverm&ouml;gens des Revisionskl&auml;gers ist nicht gegeben. Eine solche Sonderbetriebseinnahme w&uuml;rde einen pers&ouml;nlichen Ertrag voraussetzen, der wirtschaftlich durch den Mitunternehmeranteil veranlasst ist und daher zum Gesamtgewinn der (freiberuflichen) Mitunternehmerschaft geh&ouml;rt (Schmidt\/Wacker, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;640). Dies kann im &Uuml;brigen f&uuml;r den Streitfall offen bleiben, weil das FA im angefochtenen Feststellungsbescheid tats&auml;chlich keine entsprechenden Sonderbetriebseinnahmen des Revisionskl&auml;gers festgestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Gewinn der Kl&auml;gerin ist so zu verteilen, wie er sich ergibt, wenn der Gesamthandsgewinn, von dem die Geldauflage nicht abgezogen worden ist, nach dem gesellschaftsvertraglichen Verteilungsschl&uuml;ssel auf die Gesellschafter verteilt wird. Dies hat zur Folge, dass die Erh&ouml;hung des Gewinnanteils des Revisionskl&auml;gers um 51.000&nbsp;EUR r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen ist und dass die aufgrund der Geldauflage bei den Beigeladenen zu 2. bis 4. ber&uuml;cksichtigten Gewinnminderungen mit R&uuml;cksicht auf die Einheitlichkeit der Gewinnfeststellung entsprechend zu korrigieren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist nicht entscheidungserheblich, ob der Revisionskl&auml;ger und die Beigeladenen zu 2. bis 4. eine Gewinnverteilungsabrede getroffen haben, um den Revisionskl&auml;ger von den Belastungen durch die Geldauflage freizustellen. Eine solche Abrede h&auml;tte allenfalls gesellschaftsrechtliche Rechtsfolgen, lie&szlig;e aber die steuerrechtliche Gewinnverteilung unber&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da der zweite Hauptantrag des Revisionskl&auml;gers Erfolg hat, ist &uuml;ber seinen Hilfsantrag nicht mehr zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 und 3, &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2014, VIII R 21\/11 Zahlung der gegen einen Gesellschafter im Steuerstrafverfahren festgesetzten Auflage durch eine GbR &#8211; Kein Betriebsausgabenabzug bei der Personengesellschaft Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist die steuerrechtliche Beurteilung einer von einer Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR) bezahlten Geldauflage i.S. des &sect;&nbsp;153a der Strafprozessordnung (StPO), die zur Einstellung eines gegen einen Gesellschafter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-21-11-zahlung-der-gegen-einen-gesellschafter-im-steuerstrafverfahren-festgesetzten-auflage-durch-eine-gbr-kein-betriebsausgabenabzug-bei-der-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;21\/11 &#8211; Zahlung der gegen einen Gesellschafter im Steuerstrafverfahren festgesetzten Auflage durch eine GbR &#8211; Kein Betriebsausgabenabzug bei der Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63868","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63868","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63868"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63868\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63868"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}