{"id":63885,"date":"2015-01-09T07:39:37","date_gmt":"2015-01-09T05:39:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63885"},"modified":"2015-01-09T07:39:37","modified_gmt":"2015-01-09T05:39:37","slug":"xi-s-14-14-adv-bei-vertrauen-des-vorsteuerabzugsberechtigten-leistungsempfaengers-auf-die-vom-lieferanten-angegebene-rechnungsanschrift-zugangsvoraussetzung-des-par-69-abs-4-satz-1-fgo-ernstliche-zwei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-s-14-14-adv-bei-vertrauen-des-vorsteuerabzugsberechtigten-leistungsempfaengers-auf-die-vom-lieferanten-angegebene-rechnungsanschrift-zugangsvoraussetzung-des-par-69-abs-4-satz-1-fgo-ernstliche-zwei\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;S&nbsp;14\/14 &#8211; AdV bei Vertrauen des vorsteuerabzugsberechtigten Leistungsempf&auml;ngers auf die vom Lieferanten angegebene Rechnungsanschrift &#8211; Zugangsvoraussetzung des &sect; 69 Abs. 4 Satz 1 FGO &#8211; ernstliche Zweifel an seiner Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines angefochtenen Steuerbescheids, der bereits Gegenstand eines anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens ist&nbsp;&nbsp;&#8211; Anordnung einer Sicherheitsleistung im AdV-Verfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.9.2014, XI S 14\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">AdV bei Vertrauen des vorsteuerabzugsberechtigten Leistungsempf&auml;ngers auf die vom Lieferanten angegebene Rechnungsanschrift &#8211; Zugangsvoraussetzung des &sect; 69 Abs. 4 Satz 1 FGO &#8211; ernstliche Zweifel an seiner Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines angefochtenen Steuerbescheids, der bereits Gegenstand eines anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens ist&nbsp;&nbsp;&#8211; Anordnung einer Sicherheitsleistung im AdV-Verfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Antragstellerin (Antragstellerin) &#8211;eine im Dezember 2007 gegr&uuml;ndete GmbH, deren alleiniger Gesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer A ist&#8211; handelte im Streitjahr 2008 mit Kraftfahrzeugen. Sie hat nach Angaben ihres Prozessbevollm&auml;chtigten mit Schreiben vom 14.&nbsp;Juli 2014 inzwischen ihren Sitz von &#8230; nach &#8230; verlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anl&auml;sslich einer die Voranmeldezeitr&auml;ume Januar bis Juni 2008 umfassenden Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung stellte die Pr&uuml;ferin fest, dass bisher als umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen an eine Firma &quot;&#8230;&quot; (B) in Mallorca behandelte Ums&auml;tze steuerpflichtig seien, was zu Mehrsteuern in H&ouml;he von &#8230; EUR f&uuml;hre. Nach den Feststellungen der Steuerfahndung C seien die betroffenen Fahrzeuge tats&auml;chlich nicht nach Spanien verbracht, sondern im Inland weiter vermarktet worden. Zudem seien Vorsteuerbetr&auml;ge aus Rechnungen der D in H&ouml;he von &#8230; EUR nicht abziehbar, weil es sich bei dieser Firma um eine &quot;Scheinfirma&quot; handele, die unter ihrer Rechnungsanschrift keinen Sitz gehabt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer weiteren, nunmehr die Voranmeldungszeitr&auml;ume Juli bis Dezember 2008 umfassenden Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung stellte die Pr&uuml;ferin fest, dass die Antragstellerin auch in diesem Zeitraum Vorsteuerbetr&auml;ge aus Rechnungen der D in H&ouml;he von &#8230; EUR geltend gemacht hatte, die ebenfalls nicht abziehbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Januar 2010 reichte die Antragstellerin ihre Umsatzsteuer-Jahreserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr ein, in der sie steuerpflichtige Lieferungen in H&ouml;he von &#8230; EUR und steuerpflichtige innergemeinschaftliche Erwerbe in H&ouml;he von &#8230; EUR sowie &#8211;entgegen den Pr&uuml;fungsfeststellungen&#8211; steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen in H&ouml;he von &#8230; EUR und Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von &#8230; EUR erkl&auml;rte. Insgesamt ergab sich eine Umsatzsteuer von .\/. &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das vormals zust&auml;ndige Finanzamt (FA) &#8230; (I) folgte den Angaben der Antragstellerin nicht und setzte die Umsatzsteuer f&uuml;r 2008 mit Bescheid vom 31.&nbsp;August 2010 entsprechend den Feststellungen der Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fungen auf .\/. &#8230; EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch blieb ohne Erfolg; das FA I wies ihn mit Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;November 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das anschlie&szlig;ende Klageverfahren gew&auml;hrte das FA I mit Verf&uuml;gung vom 8.&nbsp;Januar 2011 die Aussetzung der Vollziehung (AdV) des angefochtenen Umsatzsteuerbescheids ohne Sicherheitsleistung und unter Widerrufsvorbehalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens wurde der Beklagte und Antragsgegner (das FA) mit Wirkung vom 1.&nbsp;April 2011 f&uuml;r die Besteuerung der Antragstellerin zust&auml;ndig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA widerrief mit Verf&uuml;gung vom 21.&nbsp;November 2012 die bisher gew&auml;hrte AdV, nachdem es zuvor die Antragstellerin fruchtlos aufgefordert hatte, Sicherheit zu leisten. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FA aus, eine AdV ohne Sicherheitsleistung komme nicht in Betracht, weil sich die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse und die Verm&ouml;genslage der Antragstellerin erheblich verschlechtert h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) setzte mit Beschluss vom 11.&nbsp;Juli 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;V&nbsp;4617\/12&nbsp;A(U) die Vollziehung des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r das Streitjahr bis zum Ablauf eines Monats nach Ergehen einer die Instanz abschlie&szlig;enden Entscheidung im Verfahren 1&nbsp;K&nbsp;4566\/10&nbsp;U unter der Bedingung aus, dass die Antragstellerin bis zum 15.&nbsp;August 2013 Sicherheit in H&ouml;he von &#8230; EUR leiste, und wies im &Uuml;brigen den Antrag, die Vollziehung des betreffenden Bescheids ohne Sicherheitsleistung auszusetzen, ab. Es lie&szlig; die Beschwerde gegen seinen Beschluss nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte zu einem geringen Teil Erfolg. Das FG gab mit Urteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;4566\/10&nbsp;U (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 1526) der Klage statt, soweit die Lieferung eines Porsche 997 an die B (Rechnung vom 19.&nbsp;Februar 2008) besteuert worden war, und minderte dementsprechend die festgesetzte Umsatzsteuer f&uuml;r das Streitjahr um &#8230; EUR. Im &Uuml;brigen wies es die Klage als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG aus, der Vorsteuerabzug aus den Rechnungen der D sei zu versagen, weil deren Rechnungen nicht die nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) erforderliche zutreffende vollst&auml;ndige Anschrift des leistenden Unternehmers enthalten h&auml;tten. Bei der in den Rechnungen angegebenen Anschrift habe es sich um einen Briefkastensitz gehandelt, dessen Angabe die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG nicht erf&uuml;lle. Unter der betreffenden Anschrift, unter der die D lediglich postalisch erreichbar gewesen sei, habe sich eine Beratungsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins und ein Buchhaltungsb&uuml;ro, das die Post der D entgegengenommen und f&uuml;r sie Buchhaltungsarbeiten erledigt habe, befunden. Eigene gesch&auml;ftliche Aktivit&auml;ten der D h&auml;tten dort nicht stattgefunden. Es k&ouml;nne letztlich offenbleiben, ob ein Briefkastensitz als hinreichende Anschrift des leistenden Unternehmers in Ausnahmef&auml;llen in Betracht kommen k&ouml;nne. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) reiche die Angabe eines Briefkastensitzes jedenfalls bei einer GmbH, die &#8211;wie hier die D&#8211; im gro&szlig;en Umfang mit Fahrzeugen handele, nicht aus (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2000 V&nbsp;B&nbsp;187\/99, BFH\/NV 2000, 1252). Hinzu komme, dass die D ab dem 1.&nbsp;Oktober 2007 zwei B&uuml;ror&auml;ume, eine Einbauk&uuml;che, zwei Toiletten und Lagerfl&auml;che unter einer anderen Anschrift angemietet habe, und einiges daf&uuml;r spreche, dass sich dort auch die von der D gehandelten Fahrzeuge befunden h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es komme auch nicht darauf an, ob die Antragstellerin auf die Richtigkeit der in den Rechnungen der D angegebenen Anschrift habe vertrauen d&uuml;rfen. Denn &sect;&nbsp;15 UStG sehe den Schutz des guten Glaubens an die Erf&uuml;llung der Vorsteuerabzugsvoraussetzungen nicht vor, weshalb Vertrauensschutzgesichtspunkte nicht bei der Steuerfestsetzung nach den gesetzlichen Vorschriften des UStG, sondern ggf. nur im Rahmen einer Billigkeitsma&szlig;nahme gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;163, &sect;&nbsp;227 der Abgabenordnung (AO) ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnten. Der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) sei nicht zu entnehmen, dass im Steuerfestsetzungsverfahren ein Vorsteuerabzug auch bei Angabe eines Scheinsitzes des Leistenden in Betracht kommen k&ouml;nne. Der Senat folge damit nicht der vom FG M&uuml;nster mit Beschluss vom 12.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&nbsp;5&nbsp;V&nbsp;1934\/13&nbsp;U (EFG 2014, 395) vertretenen Ansicht, wonach die Angabe eines Scheinsitzes in der Rechnung dem Vorsteuerabzug nicht entgegenstehe, wenn sich f&uuml;r den Leistungsempf&auml;nger nach den Gesamtumst&auml;nden im Vorfeld der Lieferung keine Zweifel an der in der Rechnung angegebenen Anschrift h&auml;tten ergeben m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA I sei &#8211;mit Ausnahme des Porsche, wozu das FG eine Lieferung durch die Antragstellerin nicht feststellen konnte&#8211; zu Recht davon ausgegangen, dass es sich bei den in den Rechnungen an die B abgerechneten Ums&auml;tzen um steuerpflichtige Lieferungen gehandelt habe. Die Antragstellerin habe die Voraussetzungen einer steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung nicht nachgewiesen. Die Angaben in den Verbringenserkl&auml;rungen &quot;Das Fahrzeug wird am &#8230; von mir in das Zielland Spanien verbracht&quot; seien insoweit nicht ausreichend, da der Bestimmungsort nicht genannt sei und nicht ohne weiteres mit der Unternehmensanschrift der B gleichgesetzt werden k&ouml;nne. Zwar k&ouml;nne sich die erforderliche Angabe des Bestimmungsorts im Einzelfall unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde aus der Rechnungsanschrift des Abnehmers ergeben. Dies gelte jedoch im Grundsatz nur, wenn davon auszugehen sei, dass &#8211;was nicht vorliege&#8211; der Gegenstand der Lieferung auch zum Unternehmenssitz des Abnehmers versendet oder bef&ouml;rdert werde. An welchen Ort die streitgegenst&auml;ndlichen Fahrzeuge tats&auml;chlich verbracht worden seien, sei v&ouml;llig unklar. Daher stehe auch nicht objektiv zweifelsfrei fest, dass die Voraussetzungen der Steuerfreiheit erf&uuml;llt seien. Die Lieferungen seien schlie&szlig;lich auch nicht nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG steuerfrei. Die Frage des Gutglaubensschutzes stelle sich nur, wenn der Unternehmer seinen Nachweispflichten nachgekommen sei. Vorliegend fehle es an einem belegm&auml;&szlig;igen Nachweis des Bestimmungsorts der streitigen Lieferungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Revision gegen sein Urteil zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin hat die Revision fristgerecht eingelegt und begr&uuml;ndet. &Uuml;ber die Revision ist noch nicht entschieden worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat einen weiteren Antrag der Antragstellerin auf AdV des angefochtenen Umsatzsteuerbescheids mit Verf&uuml;gung vom 8.&nbsp;Juli 2014 abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung des vorliegenden Antrags auf AdV bringt die Antragstellerin vor, selbst wenn die Steuerforderung best&uuml;nde, w&auml;re sie aus Billigkeitsgr&uuml;nden zu erlassen. Die Vollziehung sei ohne Sicherheitsleistung auszusetzen, weil die Vorentscheidung rechtsfehlerhaft sei und f&uuml;r sie, die Antragstellerin, ein g&uuml;nstiger Prozessausgang zu erwarten sei. Zudem sei sie wirtschaftlich nicht in der Lage, Sicherheiten zu stellen. Ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Umsatzsteuerbescheids seien nicht deshalb ausgeschlossen, weil das FG (zum &uuml;berwiegenden Teil) die Klage abgewiesen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA gehe unzutreffend davon aus, der EuGH habe mit Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2007 C-73\/06 &#8211;Planzer Luxembourg&#8211; (Slg. 2007, I-5655, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2007, 654) entschieden, dass an eine Anschrift i.S. des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG dieselben Anforderungen wie an einen &quot;Sitz&quot; im Sinne der Achten Richtlinie 79\/1072\/EWG des Rates vom 6.&nbsp;Dezember 1979 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Verfahren zur Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Inland ans&auml;ssige Steuerpflichtige zu stellen seien. Eine Anschrift erfordere nur die postalische Erreichbarkeit an der angegebenen Adresse. Die Voraussetzung der Anschrift i.S. des Art.&nbsp;226 Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem diene der Identifikation des Rechnungsausstellers. Es w&auml;re f&uuml;r einen vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmer unzumutbar, h&auml;tte er zu pr&uuml;fen, inwieweit an der Anschrift &uuml;ber die postalische Erreichbarkeit hinaus Aktivit&auml;ten des leistenden Unternehmers stattf&auml;nden. Die D habe existiert, sei leistender Unternehmer i.S. des &sect;&nbsp;2 UStG und unter der angegebenen Anschrift auch postalisch erreichbar gewesen. Zudem seien dort die Buchhaltungsarbeiten der D vorgenommen und ihre Steuererkl&auml;rungen gefertigt worden. Die in der Rechnung angegebene Anschrift werde nicht deshalb unzutreffend, weil ein Unternehmer unter weiteren Adressen erreichbar sei oder betriebliche Aktivit&auml;ten entfalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Angabe des Zielorts in den Verbringungsnachweisen komme es nicht an, weil sich dieser bereits aus den Ausgangsrechnungen ergebe, die Teile des Buch- und Belegnachweises seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerforderung sei jedenfalls aus Billigkeitsgr&uuml;nden zu erlassen, weil sie, die Antragstellerin, durch Erkl&auml;rungen der Finanz&auml;mter dazu bestimmt worden sei, sowohl von der betreffenden Anschrift der D als auch davon auszugehen, dass die Angabe des Ziellandes im Verbringungsnachweis unter den gegebenen Umst&auml;nden ausreichend sei. Durch den Vollzug von Bescheiden &uuml;ber Steuerforderungen, die im Billigkeitswege zu erlassen seien, w&uuml;rde sie, die Antragstellerin, in ihren verfassungsm&auml;&szlig;igen Rechten verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin bringt zudem &#8211;unter Vorlage verschiedener Unterlagen&#8211; vor, dass sie keine M&ouml;glichkeit habe, einen Geldbetrag zu zahlen oder eine B&uuml;rgschaft zu stellen, und &uuml;ber keine Verm&ouml;genswerte verf&uuml;ge, die als Sicherheit dem FA oder einer Bank zur Erlangung eines Kredites gestellt werden k&ouml;nnten. Es sei unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und versto&szlig;e gegen die Garantie effektiven Rechtsschutzes i.S. des Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 des Grundgesetzes, dem Steuerpflichtigen die AdV eines angefochtenen Steuerbescheids zu versagen, wenn seine wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse die Leistung einer Sicherheit nicht zulie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vollziehung des Umsatzsteuerbescheids vom 31.&nbsp;August 2010 ohne Sicherheitsleistung auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>den Antrag auf AdV abzulehnen, hilfsweise die AdV nur gegen Sicherheitsleistung zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil der Vorinstanz, das der Rechtsprechung des EuGH und BFH entspreche, enthalte keine Rechtsfehler. Ein Erlass der streitgegenst&auml;ndlichen Umsatzsteuerschulden sei vorliegend nicht zu pr&uuml;fen, weil diesbez&uuml;glich ein eigenes Verfahren zu f&uuml;hren sei. Zudem best&uuml;nden f&uuml;r die Annahme eines Erlasses keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei nicht ersichtlich, dass die Antragstellerin keine Sicherheitsleistung erbringen k&ouml;nne oder sie ihre Kreditlinie bereits ausgesch&ouml;pft habe. Die Verm&ouml;genslage der Antragstellerin verschlechtere sich j&auml;hrlich. Es sei daher zu bef&uuml;rchten, dass nach Abschluss des Revisionsverfahrens die Steuerforderungen nicht mehr durchgesetzt werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Senat lagen die folgenden Unterlagen, die die Antragstellerin mit ihrem Antragschreiben vom 14.&nbsp;Juli 2014 zu den Akten gereicht hat, vor: Jahresabschluss 2013, Finanzstatus zum 31.&nbsp;Mai 2014, Schreiben der Sparkasse &#8230; vom 26.&nbsp;Juni 2014.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Dem Antrag auf AdV des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2008 war teilweise zu entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Antrag ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da die Antragstellerin gegen das Urteil des FG wirksam Revision eingelegt und begr&uuml;ndet hat, ist der BFH nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) als Gericht der Hauptsache f&uuml;r den Antrag auf AdV zust&auml;ndig (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 26.&nbsp;Oktober 2011 I&nbsp;S&nbsp;7\/11, BFH\/NV 2012, 583, Rz&nbsp;8; vom 18.&nbsp;Juli 2012 X&nbsp;S&nbsp;19\/12, BFH\/NV 2012, 2008, Rz&nbsp;12; vom 2.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;S&nbsp;8\/14, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;, juris, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zudem hat das FA den erneuten Antrag auf AdV mit Verf&uuml;gung vom 8.&nbsp;Juli 2014 abgelehnt. Die Zugangsvoraussetzung des &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;4 Satz 1 FGO, die auch f&uuml;r Antr&auml;ge auf AdV gilt, die &#8211;wie hier&#8211; beim BFH als Gericht der Hauptsache gestellt werden (vgl. dazu BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;August 1998 XI&nbsp;S&nbsp;7\/98, BFH\/NV 1999, 210; vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2000 III&nbsp;S&nbsp;6\/99, BFH\/NV 2000, 1129, jeweils m.w.N.), liegt damit vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Antrag ist in dem aus dem Tenor ersichtlichen Umfang auch begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO ist die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsakts ganz oder teilweise auszusetzen, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Verwaltungsakts bestehen. Ernstliche Zweifel i.S. von &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO liegen dann vor, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung des angefochtenen Bescheids neben f&uuml;r seine Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechenden Umst&auml;nden gewichtige Gr&uuml;nde zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung von Rechtsfragen oder Unklarheit in der Beurteilung entscheidungserheblicher Tatfragen bewirken (vgl. dazu z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.&nbsp;Juli 2013 XI&nbsp;B&nbsp;41\/13, BFH\/NV 2013, 1647, Rz&nbsp;16; vom 2.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;S&nbsp;8\/14, n.v., juris, Rz&nbsp;24, jeweils m.w.N.). Die Entscheidung hier&uuml;ber ergeht bei der im AdV-Verfahren gebotenen summarischen Pr&uuml;fung aufgrund des Sachverhalts, der sich aus dem Vortrag der Beteiligten und der Aktenlage ergibt (vgl. dazu BFH-Beschl&uuml;sse vom 7.&nbsp;September 2011 I&nbsp;B&nbsp;157\/10, BFHE 235, 215, BStBl II 2012, 590, Rz&nbsp;12; in BFH\/NV 2013, 1647, Rz&nbsp;16; vom 2.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;S&nbsp;8\/14, n.v., juris, Rz&nbsp;24, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist der angegriffene Steuerbescheid &#8211;wie im Streitfall&#8211; bereits Gegenstand eines anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens, bestehen ernstliche Zweifel, wenn unter Ber&uuml;cksichtigung der eingeschr&auml;nkten Pr&uuml;fungsm&ouml;glichkeiten des Revisionsgerichts ernstlich mit der Aufhebung oder &Auml;nderung des angefochtenen Steuerbescheids zu rechnen ist. Das bedeutet, dass bei vermutlichem Durcherkennen des BFH auf die Erfolgsaussichten des Revisionsverfahrens, bei voraussichtlicher Zur&uuml;ckverweisung auf die Erfolgsaussichten des dann fortgesetzten Klageverfahrens abzustellen ist. Im Fall einer Zur&uuml;ckverweisung bestehen ernstliche Zweifel allerdings auch dann, wenn sich aufgrund der bisherigen Feststellungen des FG nicht absehen l&auml;sst, ob die Klage letztlich Erfolg haben wird (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 III&nbsp;S&nbsp;22\/13, BFH\/NV 2014, 856, Rz&nbsp;17, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;gaben bestehen im Streitfall insoweit ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Umsatzsteuerbescheids, als das FA darin den Vorsteuerabzug aus Rechnungen der D versagt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Angabe einer Anschrift, an der im Zeitpunkt der Rechnungsausstellung keinerlei gesch&auml;ftliche Aktivit&auml;ten stattfinden, reicht als zutreffende Anschrift f&uuml;r eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung (grunds&auml;tzlich) nicht aus (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Juni 1996 V&nbsp;R&nbsp;51\/93, BFHE 181, 197, BStBl II 1996, 620; vom 19.&nbsp;April 2007 V&nbsp;R&nbsp;48\/04, BFHE 217, 194, BStBl II 2009, 315, unter II.C.1.a; vom 6.&nbsp;Dezember 2007 V&nbsp;R&nbsp;61\/05, BFHE 221, 55, BStBl II 2008, 695, unter II.3.c, und vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 225, 254, BStBl II 2009, 744, unter II.1.d; BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;November 2009 V&nbsp;B&nbsp;5\/09, BFH\/NV 2010, 478). Gleichwohl kann nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls auch die Angabe eines &quot;Briefkastensitzes&quot; mit postalischer Erreichbarkeit als Anschrift, die die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG erf&uuml;llt, gen&uuml;gen (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 217, 194, BStBl II 2009, 315, m.w.N.). Unter welchen besonderen Umst&auml;nden die Angabe einer Anschrift mit nur postalischer Erreichbarkeit als zutreffende Anschrift f&uuml;r eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung ausreichend sein k&ouml;nnte, ist h&ouml;chstrichterlich nur insoweit gekl&auml;rt, dass es jedenfalls bei einer GmbH, die &#8211;wie hier die D&#8211; in gro&szlig;em Umfang mit Kraftfahrzeugen handelt, nicht ausreicht, wenn sich unter der in der Rechnung angegebenen Anschrift keine eigenen Gesch&auml;ftsr&auml;ume, sondern lediglich eine nicht in Anspruch genommene Telefonleitung und eine Briefempfangsstelle finden (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFH\/NV 2000, 1252).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unentschiedenheit oder Unsicherheit besteht dagegen in der Beurteilung der Rechtsfrage, ob mit Blick auf die Rechtsprechung des EuGH (vgl. z.B. Urteile vom 21.&nbsp;Juni 2012 C-80\/11 und C-142\/11 &#8211;Mahageb&eacute;n und D&aacute;vid&#8211;, BFH\/NV 2012, 1404, UR 2012, 591; vom 13.&nbsp;Februar 2014 C-18\/13 &#8211;Maks Pen EOOD&#8211;, Mehrwertsteuerrecht 2014, 197, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2014, 380) der Leistungsempf&auml;nger zum Abzug der Vorsteuerbetr&auml;ge berechtigt ist, wenn er auf die Angaben des Lieferanten vertraute und sich diese Angaben sp&auml;ter als falsch herausstellen (vgl. dazu auch BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;April 2014 V&nbsp;B&nbsp;48\/13, BFH\/NV 2014, 1243, Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit k&ouml;nnte die Kl&auml;gerin &#8211;obgleich &sect;&nbsp;15 UStG den Schutz des guten Glaubens an die Erf&uuml;llung der Vorsteuerabzugsvoraussetzungen nicht vorsieht und Vertrauensschutzgesichtspunkte deshalb grunds&auml;tzlich nicht bei der Steuerfestsetzung nach den gesetzlichen Vorschriften des UStG, sondern ggf. nur im Rahmen einer Billigkeitsma&szlig;nahme gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;163, &sect;&nbsp;227 AO ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Juli 2009 XI&nbsp;R&nbsp;51\/07, BFH\/NV 2010, 256, m.w.N.; FG K&ouml;ln, Urteil vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2374\/10, EFG 2014, 1442, Revision eingelegt, Az. des BFH: XI&nbsp;R&nbsp;22\/14)&#8211; zum Vorsteuerabzug berechtigt sein (vgl. auch FG M&uuml;nster in EFG 2014, 395, nach dem &#8211;entgegen der Vorentscheidung&#8211; die Angabe eines Scheinsitzes dem Vorsteuerabzug nicht entgegensteht, wenn sich f&uuml;r den Leistungsempf&auml;nger keine Zweifel an der in der Rechnung angegeben Anschrift h&auml;tten ergeben m&uuml;ssen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des S&auml;chsischen FG im Beschluss vom 4.&nbsp;April 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;V&nbsp;297\/13 (juris) bestehen Zweifel daran, ob der Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;lich mit der Begr&uuml;ndung versagt werden kann, dass es sich bei der angegebenen Rechnungsanschrift um einen sog. &quot;Scheinsitz&quot; handelt, so dass die erforderliche &quot;zutreffende&quot; Anschrift des leistenden Unternehmers in der Rechnung fehlt. Das FG Berlin-Brandenburg h&auml;lt es f&uuml;r ernstlich zweifelhaft, dass allein wegen einer (objektiv) fehlerhaften Anschrift im Abrechnungsdokument der Vorsteuerabzug versagt werden kann (Beschluss vom 3.&nbsp;April 2014&nbsp;&nbsp;7&nbsp;V&nbsp;7027\/14, EFG 2014, 1445).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Angesichts dieser ungekl&auml;rten Rechtslage war die beantragte AdV zu gew&auml;hren, soweit das FA den Vorsteuerabzug aus den Rechnungen der D in dem angefochtenen Umsatzsteuerbescheid versagte. Denn ist &#8211;wie hier&#8211; die Rechtslage nicht eindeutig, ist &uuml;ber die zu kl&auml;renden Fragen grunds&auml;tzlich nicht im summarischen Beschlussverfahren zu entscheiden; die Kl&auml;rung muss vielmehr dem Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben (vgl. dazu BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Oktober 2002 V&nbsp;B&nbsp;60\/02, BFH\/NV 2003, 87, unter II.3.; vom 25.&nbsp;November 2005 V&nbsp;B&nbsp;75\/05, BFHE 212, 176, BStBl II 2006, 484, unter II.3.b; vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2012 I&nbsp;B&nbsp;111\/11, BFHE 236, 501, BStBl II 2012, 611, Rz&nbsp;22; vom 12.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;B&nbsp;88\/13, BFH\/NV 2014, 550, Rz&nbsp;26; vom 2.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;S&nbsp;8\/14, n.v., juris, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit ist bei summarischer Pr&uuml;fung ein Erfolg der Antragstellerin im Revisionsverfahren nicht auszuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Vollziehung des angefochtenen Umsatzsteuerbescheides war ferner auszusetzen, soweit das FA eine Lieferung eines Porsche besteuert hat. Das FG vermochte &#8211;was unwidersprochen blieb&#8211; keine entsprechende Lieferung der Kl&auml;gerin festzustellen. Danach besteht Unklarheit in der Beurteilung einer entscheidungserheblichen Tatfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im &Uuml;brigen bestehen an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Umsatzsteuerbescheids keine ernstlichen Zweifel. Das Revisionsverfahren hat insoweit voraussichtlich keinen Erfolg. Bei den in den Rechnungen an die B abgerechneten Ums&auml;tzen hat es sich &#8211;mit Ausnahme des vorgenannten Porsche&#8211; um steuerpflichtige Lieferungen gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar kann sich die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;9 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung a.F. erforderliche Angabe des Bestimmungsorts &#8211;wie die Antragstellerin sinngem&auml;&szlig; vorbringt&#8211; unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde im Einzelfall aus der Rechnungsanschrift des Abnehmers ergeben (vgl. dazu BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Dezember 2006 V&nbsp;R&nbsp;52\/03, BFHE 216, 367, BStBl II 2007, 420; vom 14.&nbsp;November 2012 XI&nbsp;R&nbsp;17\/12, BFHE 239, 516, BStBl II 2013, 407). Dies gilt jedoch im Grundsatz nur, wenn davon auszugehen ist, dass der Gegenstand der Lieferung auch zum Unternehmenssitz des Abnehmers versendet oder bef&ouml;rdert wird (vgl. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;R&nbsp;28\/10, BFHE 233, 331, UR 2011, 779; in BFHE 239, 516, BStBl II 2013, 407). Das ist hier nicht der Fall. Denn nach den Feststellungen des FG ist der Verbleib der streitgegenst&auml;ndlichen Fahrzeuge &quot;v&ouml;llig unklar&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die betreffenden Lieferungen sind auch nicht nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;4 Satz 1 UStG steuerfrei. Die Frage des Gutglaubensschutzes stellt sich &#8211;wovon das FG zutreffend ausgegangen ist&#8211; erst dann, wenn der Unternehmer seinen Nachweispflichten nachgekommen ist. Ma&szlig;geblich ist hierf&uuml;r die formelle Vollst&auml;ndigkeit, nicht aber die inhaltliche Richtigkeit der Beleg- und Buchangaben, da &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG das Vertrauen auf unrichtige Abnehmerangaben sch&uuml;tzt (vgl. dazu BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Februar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFH\/NV 2012, 1188, m.w.N.). Im Streitfall fehlt es an einem belegm&auml;&szlig;igen Nachweis des Bestimmungsorts, weil dieser &#8211;wie vorstehend unter II.2.d&nbsp;aa ausgef&uuml;hrt&#8211; nicht ohne weiteres mit der Unternehmensanschrift des B gleichgesetzt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die somit im Umfang des Tenors zu gew&auml;hrende AdV war nicht von einer Sicherheitsleistung abh&auml;ngig zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Anordnung einer Sicherheitsleistung im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes dient der Vermeidung von Steuerausf&auml;llen. Solche Ausf&auml;lle k&ouml;nnen vor allem dadurch entstehen, dass der Steuerpflichtige im Hauptsacheverfahren letztlich unterliegt und zu diesem Zeitpunkt die Durchsetzung der Steuerforderung gef&auml;hrdet oder erschwert ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;November 2004 V&nbsp;B&nbsp;78\/04, BFHE 208, 93, BStBl II 2005, 535; vom 6.&nbsp;August 2007 VII&nbsp;B&nbsp;108-109\/06, BFH\/NV 2007, 2358; vom 6.&nbsp;Februar 2013 XI&nbsp;B&nbsp;125\/12, BFHE 239, 390, BStBl II 2013, 983, jeweils m.w.N.). Eine Gef&auml;hrdung der umstrittenen Umsatzsteueranspr&uuml;che ergibt sich vorliegend schon aus dem unwidersprochenen Vorbringen des FA, wonach sich die Verm&ouml;genslage der Antragstellerin j&auml;hrlich verschlechtere. Zudem gibt die Antragstellerin selbst an, keine Sicherheitsleistung erbringen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das &ouml;ffentliche Interesse an der Vermeidung von Steuerausf&auml;llen entf&auml;llt, wenn mit Gewissheit oder gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit ein f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstiger Prozessausgang zu erwarten ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;August 2011 XI&nbsp;B&nbsp;39\/11, BFH\/NV 2011, 2106; in BFHE 239, 390, BStBl II 2013, 983, jeweils m.w.N.). Das ist hier nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Anforderung einer Sicherheitsleistung darf jedoch &#8211;wie hier&#8211; nicht erfolgen, wenn sie mit R&uuml;cksicht auf die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse des Steuerpflichtigen eine unbillige H&auml;rte f&uuml;r ihn bedeuten w&uuml;rde, etwa weil der Steuerpflichtige im Rahmen zumutbarer Anstrengungen nicht in der Lage ist, Sicherheit zu leisten (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 26.&nbsp;Mai 1988 V&nbsp;B&nbsp;26\/86, BFH\/NV 1989, 403; vom 28.&nbsp;Juni 1994 V&nbsp;B&nbsp;18\/94, BFH\/NV 1995, 515; in BFHE 239, 390, BStBl II 2013, 983, jeweils m.w.N.). Lassen die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse des Steuerpflichtigen eine Sicherheitsleistung nicht zu, darf deshalb der Rechtsvorteil der Aussetzung bzw. der Aufhebung der Vollziehung bei ernstlichen Zweifeln an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Steuerbescheids &#8211;auch bei fortlaufend veranlagten und festgesetzten Steuern wie Lohn- und Umsatzsteuer&#8211; grunds&auml;tzlich nicht versagt werden (vgl. dazu Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 22.&nbsp;September 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1305\/09, HFR 2010, 70, unter IV.1.b; ferner BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;B&nbsp;122\/09, BFH\/NV 2010, 1144; in BFHE 239, 390, BStBl II 2013, 983, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick darauf, dass die Antragstellerin nach eigenem glaubhaften und substantiiert dargelegten Bekunden weder einen Geldbetrag zahlen noch eine B&uuml;rgschaft stellen kann und &uuml;ber keine Verm&ouml;genswerte verf&uuml;gt, die als Sicherheit gestellt werden k&ouml;nnten, wird von der Anordnung einer Sicherheitsleistung abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz 1, &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.9.2014, XI S 14\/14 AdV bei Vertrauen des vorsteuerabzugsberechtigten Leistungsempf&auml;ngers auf die vom Lieferanten angegebene Rechnungsanschrift &#8211; Zugangsvoraussetzung des &sect; 69 Abs. 4 Satz 1 FGO &#8211; ernstliche Zweifel an seiner Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines angefochtenen Steuerbescheids, der bereits Gegenstand eines anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens ist&nbsp;&nbsp;&#8211; Anordnung einer Sicherheitsleistung im AdV-Verfahren Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-s-14-14-adv-bei-vertrauen-des-vorsteuerabzugsberechtigten-leistungsempfaengers-auf-die-vom-lieferanten-angegebene-rechnungsanschrift-zugangsvoraussetzung-des-par-69-abs-4-satz-1-fgo-ernstliche-zwei\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;S&nbsp;14\/14 &#8211; AdV bei Vertrauen des vorsteuerabzugsberechtigten Leistungsempf&auml;ngers auf die vom Lieferanten angegebene Rechnungsanschrift &#8211; Zugangsvoraussetzung des &sect; 69 Abs. 4 Satz 1 FGO &#8211; ernstliche Zweifel an seiner Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines angefochtenen Steuerbescheids, der bereits Gegenstand eines anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens ist&nbsp;&nbsp;&#8211; Anordnung einer Sicherheitsleistung im AdV-Verfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63885\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}