{"id":63890,"date":"2015-01-09T07:39:35","date_gmt":"2015-01-09T05:39:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63890"},"modified":"2015-01-09T07:39:35","modified_gmt":"2015-01-09T05:39:35","slug":"iv-r-44-11-beruecksichtigung-einer-versicherungsentschaedigung-als-sondergewinn-bei-der-gewinnermittlung-nach-durchschnittssaetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-44-11-beruecksichtigung-einer-versicherungsentschaedigung-als-sondergewinn-bei-der-gewinnermittlung-nach-durchschnittssaetzen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;44\/11 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung einer Versicherungsentsch&auml;digung als Sondergewinn bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittss&auml;tzen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.9.2014, IV R 44\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Ber&uuml;cksichtigung einer Versicherungsentsch&auml;digung als Sondergewinn bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittss&auml;tzen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Gewinne aus Entsch&auml;digungen, die f&uuml;r die Zerst&ouml;rung eines Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens durch h&ouml;here Gewalt geleistet werden, sind als Sondergewinne gem&auml;&szlig; &sect; 13a Abs. 6 Satz 1 Nr. 4 EStG in den Durchschnittssatzgewinn gem&auml;&szlig; &sect; 13a Abs. 3 EStG einzubeziehen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob eine Entsch&auml;digung aus einer Brandschadensversicherung bei der Ermittlung des Gewinns nach Durchschnittss&auml;tzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr (2001) geltenden Fassung (EStG) zu erfassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Rechtsvorg&auml;nger des Kl&auml;gers und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger), der im&nbsp;September 20.. verstorbene R, erzielte im Streitjahr u.a. Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft. Den Gewinn f&uuml;r den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb ermittelte er gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a EStG nach Durchschnittss&auml;tzen f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 1.&nbsp;Mai bis 30.&nbsp;April (s.&nbsp;&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG, &sect;&nbsp;8c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;Juni 19.. wurden der Stall und die Scheune des landwirtschaftlichen Betriebs durch einen Brand vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt. Die Brandversicherung leistete daf&uuml;r, so die Feststellung des Finanzgerichts (FG), in 2001 eine Entsch&auml;digung in H&ouml;he von 310.000&nbsp;DM. Beide Geb&auml;ude wurden in den Jahren 1999 bis 2001 teilweise wieder aufgebaut. Vor der endg&uuml;ltigen Fertigstellung ver&auml;u&szlig;erte R den landwirtschaftlichen Grundbesitz nebst den aufstehenden teilfertigen Geb&auml;uden an verschiedene Erwerber. Nach den Vereinbarungen in den Kaufvertr&auml;gen betrug der Anteil des Kaufpreises, der auf die teilweise wieder errichteten Wirtschaftsgeb&auml;ude entfiel, 93.566,41&nbsp;EUR (=&nbsp;183.000&nbsp;DM). Bis zu deren Verkauf waren f&uuml;r die Wiedererrichtung Herstellungskosten in H&ouml;he von 244.095&nbsp;DM angefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte R neben laufenden Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft einen Aufgabegewinn in H&ouml;he von 79.989,35&nbsp;DM. Dabei stellte er dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s f&uuml;r die teilfertigen Wirtschaftsgeb&auml;ude die bis dahin aufgewandten Wiederherstellungskosten gegen&uuml;ber, was insoweit bezogen auf diese Wirtschaftsg&uuml;ter zu einem Verlust f&uuml;hrte. Die Versicherungsentsch&auml;digung erfasste R nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst und erlie&szlig; einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Feststellungen im Rahmen einer sog. betriebsnahen Veranlagung (BNV) ermittelte das FA einen Aufgabegewinn in H&ouml;he von 370.613&nbsp;DM und erlie&szlig; unter dem 31.&nbsp;Januar 2005 einen entsprechenden &Auml;nderungsbescheid. Bei der Ermittlung des (tarifbeg&uuml;nstigten) Aufgabegewinns ging das FA davon aus, dass R die Versicherungsentsch&auml;digung abz&uuml;glich der Aufwendungen f&uuml;r die Rechtsverfolgung (Rechtsanwalt) in H&ouml;he von 304.675&nbsp;DM auf die Herstellungskosten der neu errichteten Wirtschaftsgeb&auml;ude &uuml;bertragen und den die Herstellungskosten &uuml;bersteigenden Betrag in eine R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung eingestellt habe. Letztere sei im Rahmen der Betriebsaufgabe aufzul&ouml;sen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage, mit der der Kl&auml;ger beantragte, den vom FA ermittelten (tarifbeg&uuml;nstigten) Aufgabegewinn um 304.675&nbsp;DM zu k&uuml;rzen, hatte Erfolg. Das FG f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, dass die Versicherungsentsch&auml;digung mit dem Ansatz des Grundbetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 EStG abgegolten und nicht nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 EStG als Sondergewinn einzubeziehen sei. Die Versicherungsentsch&auml;digung falle nicht unter den Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG, da weder eine Ver&auml;u&szlig;erung noch eine Entnahme vorliege. Da R keine R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung gebildet habe, komme auch eine Einbeziehung eines Gewinns aus der Aufl&ouml;sung einer solchen R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da R die Versicherungsentsch&auml;digung nicht als Sondergewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 EStG erfasst habe, sei davon auszugehen gewesen, dass er die durch die Versicherungsentsch&auml;digung aufgedeckten stillen Reserven auf die Herstellungskosten der Ersatzwirtschaftsg&uuml;ter, die neu errichteten Wirtschaftsgeb&auml;ude, &uuml;bertragen und im &Uuml;brigen in eine R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung eingestellt habe. Dem auf die neu errichteten Wirtschaftsgeb&auml;ude entfallenden Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s sei daher kein Buchwert gegen&uuml;berzustellen gewesen. Im Zeitpunkt der Betriebsaufgabe sei zudem die R&uuml;cklage f&uuml;r die Ersatzbeschaffung (=&nbsp;60.580&nbsp;DM) aufzul&ouml;sen und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG als Sondergewinn zu erfassen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsauffassung des FG, die Versicherungsentsch&auml;digung sei mit dem Ansatz des Grundbetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 EStG abgegolten, sei nicht mit dem Gesetz vereinbar. Dies folge insbesondere aus der Regelung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG, die vorsehe, dass ein Gewinn aus der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung als Sondergewinn zu erfassen sei. Diese Regelung liefe ins Leere, wenn eine Entsch&auml;digung grunds&auml;tzlich nicht als Sondergewinn zu erfassen w&auml;re. Denn dann w&uuml;rde eine R&uuml;cklage niemals gebildet und w&auml;re daher auch nicht aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt (sinngem&auml;&szlig;),<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorentscheidung sei beizupflichten, da die Versicherungsentsch&auml;digung nicht unter den Wortlaut des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu subsumieren sei. Das Brandereignis stelle weder eine Ver&auml;u&szlig;erung noch eine Entnahme dar. Die Wortlautauslegung entspreche auch dem Willen des Gesetzgebers, wie sich den Gesetzesmaterialien entnehmen lassen. Darin hei&szlig;e es ausdr&uuml;cklich, dass Entsch&auml;digungen, die nicht im Rahmen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 EStG erfasst w&uuml;rden, mit dem Grundbetrag abgegolten seien. Die Neuregelung sei nach dem Willen des Gesetzgebers abschlie&szlig;end.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es k&ouml;nne dem Rechtsvorg&auml;nger des Kl&auml;gers, R, auch nicht angelastet werden, dass er keine R&uuml;cklage gebildet habe. Die Versicherungsentsch&auml;digung sei auch nicht auf die Herstellungskosten anzurechnen, so dass infolge der Ver&auml;u&szlig;erung der neu errichteten Wirtschaftsgeb&auml;ude ein Verlust realisiert worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben einvernehmlich auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht ist das FG davon ausgegangen, dass die Versicherungsentsch&auml;digung mit dem Grundbetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 EStG abgegolten und nicht als Sondergewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG in den Durchschnittssatzgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;3 EStG einzubeziehen ist (dazu unter&nbsp;1.). Aufgrund der Feststellungen des FG kann aber nicht beurteilt werden, ob und ggf. in welchem Umfang die Versicherungsentsch&auml;digung im Streitjahr gewinnwirksam zu ber&uuml;cksichtigen ist (dazu unter&nbsp;2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gewinne aus Entsch&auml;digungen, die f&uuml;r die Zerst&ouml;rung eines Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens durch h&ouml;here Gewalt geleistet werden, sind als Sondergewinne gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG in den Durchschnittssatzgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;3 EStG einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG sind die nach Abs.&nbsp;6 gesondert zu ermittelnden Gewinne Bestandteil des Durchschnittssatzgewinns. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG sind Gewinne aus der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung in den Durchschnittssatzgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;3 EStG einzubeziehen. Daraus folgt zugleich, dass unter diesen Tatbestand auch die Gewinne zu subsumieren sind, die aus der Entsch&auml;digung f&uuml;r die Zerst&ouml;rung eines Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens durch h&ouml;here Gewalt entstehen und die nicht in eine R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung eingestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Interpretation eines Gesetzes ist der in ihm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers (vgl. z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 9.&nbsp;November 1988&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;243\/86, BVerfGE 79, 106, unter&nbsp;B.II.1. der Gr&uuml;nde, m.w.N.; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;Oktober 2010 IV&nbsp;R&nbsp;23\/08, BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277). Der Feststellung des zum Ausdruck gekommenen objektivierten Willens des Gesetzgebers dienen die Auslegung aus dem Wortlaut der Norm (grammatikalische Auslegung), aus dem Zusammenhang (systematische Auslegung), aus ihrem Zweck (teleologische Auslegung) sowie aus den Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte (historische Auslegung); zur Erfassung des Inhalts einer Norm darf sich der Richter dieser verschiedenen Auslegungsmethoden gleichzeitig und nebeneinander bedienen (z.B. BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 1998 VII&nbsp;R&nbsp;21\/97, BFHE 187, 177, m.w.N.). Ziel jeder Auslegung ist die Feststellung des Inhalts einer Norm, wie er sich aus dem Wortlaut und dem Sinnzusammenhang ergibt, in den sie hineingestellt ist (vgl. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;April 2008 II&nbsp;R&nbsp;39\/06, BFH\/NV 2008, 1529, und in BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen ist &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG dahin auszulegen, dass der durch das Ausscheiden eines Wirtschaftsguts, hier eines Geb&auml;udes, infolge h&ouml;herer Gewalt entstandene Gewinn in den Durchschnittssatzgewinn einzubeziehen ist (ebenso im Ergebnis Leing&auml;rtner\/Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap.&nbsp;26, Rz&nbsp;124; Kanzler in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;13a EStG Rz&nbsp;67; Mitterpleininger in Littmann\/ Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;268; Schmidt\/Kulosa, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;18, Rz&nbsp;21; Schnitter in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;157; anderer Ansicht Bl&uuml;mich\/Nacke, &sect;&nbsp;13a EStG Rz&nbsp;42; Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, A&nbsp;Rz&nbsp;1262 und C&nbsp;Rz&nbsp;265, Rz&nbsp;266; anderer Ansicht wohl auch M&auml;rkle\/Hiller, Die Einkommensteuer bei Land- und Forstwirten, 11.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;45b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG ist ein Gewinn aus der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung in den Durchschnittssatzgewinn einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit den von der Rechtsprechung entwickelten und von der Finanzverwaltung in R&nbsp;35 der Einkommensteuer-Richtlinien (EStR)&nbsp;a.F. (jetzt&nbsp;R&nbsp;6.6 EStR) &uuml;bernommenen Grunds&auml;tzen zur sog. R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung kann eine Gewinnrealisierung durch Aufdeckung stiller Reserven vermieden werden, wenn ein Wirtschaftsgut aufgrund h&ouml;herer Gewalt oder infolge oder zur Vermeidung eines beh&ouml;rdlichen Eingriffs gegen eine Entsch&auml;digung aus dem Betriebsverm&ouml;gen ausscheidet und alsbald ein funktionsgleiches Ersatzwirtschaftsgut angeschafft wird (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Januar 2012 IV&nbsp;R&nbsp;4\/09, BFHE 236, 332, BStBl II 2014, 443, mit umfangreichen Nachweisen zur Rechtsprechung). Die Verschiebung der Gewinnrealisierung durch Bildung einer R&uuml;cklage ist nicht auf die Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich beschr&auml;nkt. In sinngem&auml;&szlig;er Anwendung dieses Rechtsinstituts kann eine Gewinnverschiebung auch bei der Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung und, wie sich schon aus der Regelung in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG ergibt, bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittss&auml;tzen jeweils auf entsprechenden Antrag gew&auml;hrt werden (s. im Einzelnen R&nbsp;35&nbsp;Abs.&nbsp;5 und&nbsp;Abs.&nbsp;6 EStR&nbsp;a.F.; nunmehr R&nbsp;6.6&nbsp;Abs.&nbsp;5 und Abs.&nbsp;6 EStR). Die Bildung der R&uuml;cklage bewirkt, dass der durch die Ersatzforderung bzw. Ersatzleistung realisierte Gewinn neutralisiert wird (BFH-Urteil in BFHE 236, 332, BStBl II 2014, 443).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der Gewinn aus der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage durch &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG in den Durchschnittssatzgewinn einbezogen wird, l&auml;sst nur den Schluss zu, dass der Gesetzgeber grunds&auml;tzlich auch den Gewinn, der durch die Bildung der R&uuml;cklage zun&auml;chst der Versteuerung im Jahr seiner Entstehung entzogen worden ist, in den Durchschnittssatzgewinn einbeziehen wollte. Anderenfalls w&uuml;rde die gesetzliche Regelung de facto leerlaufen. Denn eine R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung wird, wie ausgef&uuml;hrt, nur gebildet, um die aufgrund der Entsch&auml;digungszahlung entstandene Gewinnrealisierung in einen anderen Veranlagungszeitraum zu verschieben. Unterliegt dieser Gewinn indes nicht der Steuerpflicht, scheidet auch die Bildung einer R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung aus. Ermittelt der Steuerpflichtige den Gewinn nach Durchschnittss&auml;tzen, w&auml;re die Bildung einer R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung auf einen absoluten Ausnahmefall beschr&auml;nkt. Sie k&auml;me n&auml;mlich nur noch in den F&auml;llen in Betracht, in denen der Steuerpflichtige zur Vermeidung eines unmittelbar bevorstehenden beh&ouml;rdlichen Eingriffs ein Wirtschaftsgut i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG ver&auml;u&szlig;ert (so ebenfalls Felsmann, a.a.O., A&nbsp;Rz&nbsp;1262).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dieser Auslegung steht auch nicht der Wille des Gesetzgebers entgegen, wie er in den Gesetzesmaterialien seinen Ausdruck gefunden hat. &sect;&nbsp;13a EStG ist durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) grundlegend ge&auml;ndert worden. Ausweislich der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs (BTDrucks&nbsp;14\/265, S.&nbsp;178) entspricht &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 EStG im Wesentlichen &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 EStG&nbsp;a.F., enth&auml;lt jedoch aus Vereinfachungsgr&uuml;nden eine abschlie&szlig;ende Aufz&auml;hlung der zu ber&uuml;cksichtigenden Betriebsvorg&auml;nge. Weiter hei&szlig;t es in der Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks&nbsp;14\/265, S.&nbsp;178), dass durch &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG f&uuml;r das Anlageverm&ouml;gen der wesentliche Inhalt der schon bisher in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nrn.&nbsp;3 und&nbsp;4 EStG&nbsp;a.F. enthaltenen Regelungen &uuml;bernommen worden sei. Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 EStG&nbsp;a.F. waren Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung oder der Entnahme von Grund und Boden in den Durchschnittssatzgewinn einzubeziehen. &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;3 EStG&nbsp;a.F. enthielt eine Auffangregelung des Inhalts, dass bei der Feststellung des Ausgangswerts nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 EStG&nbsp;a.F. nicht ber&uuml;cksichtigte Betriebsvorg&auml;nge in den Durchschnittssatzgewinn nach den Abs&auml;tzen&nbsp;4 bis&nbsp;7 einzubeziehen waren. Durch diese Regelung war sichergestellt, dass einmalige au&szlig;erordentliche Ertr&auml;ge, die bei der Ermittlung des Durchschnittssatzgewinns nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 bis Abs.&nbsp;7 EStG keine Ber&uuml;cksichtigung gefunden hatten, in die pauschalierte Gewinnermittlung einbezogen wurden (vgl. dazu im Einzelnen BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Mai 1990 IV&nbsp;R&nbsp;21\/89, BFHE 161, 56, BStBl II 1990, 891). Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;3 EStG&nbsp;a.F. w&auml;re auch der Gewinn, der bei Ausscheiden eines Geb&auml;udes des land- und forstwirtschaftlichen Betriebsverm&ouml;gens infolge h&ouml;herer Gewalt entstanden ist, in den Durchschnittssatzgewinn einzubeziehen gewesen. Dass der Gesetzgeber diesen au&szlig;erordentlichen Ertrag, der auch nach der Neuregelung des &sect;&nbsp;13a EStG bei der Ermittlung des Grundbetrags (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 EStG) nicht ber&uuml;cksichtigt wird, nunmehr nicht mehr in den Durchschnittssatzgewinn einbeziehen wollte, ist nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar wird in den Gesetzesmaterialien (BTDrucks&nbsp;14\/265, S.&nbsp;178) weiter ausgef&uuml;hrt, dass sonstige Betriebsvorg&auml;nge, z.B. Entsch&auml;digungen, die nicht im Rahmen des Abs.&nbsp;6 erfasst werden, mit dem Grundbetrag nach Abs.&nbsp;4 und dem Zuschlag nach Abs.&nbsp;5 abgegolten seien. Mit dem Wort &quot;Entsch&auml;digungen&quot; sind aber nach Auffassung des Senats nicht die au&szlig;erordentlichen Entsch&auml;digungen f&uuml;r ein aus dem Betriebsverm&ouml;gen infolge h&ouml;herer Gewalt ausgeschiedenes Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens gemeint, sondern nur solche Entsch&auml;digungen, die bei landwirtschaftlichen Betrieben regelm&auml;&szlig;ig anzutreffen sind, wie etwa Entsch&auml;digungen f&uuml;r Wirtschaftserschwernisse sowie Entsch&auml;digungen mit Subventionscharakter, die zur F&ouml;rderung bestimmter nationaler oder europ&auml;ischer agrarpolitischer Ziele gezahlt werden und weitgehend an die landwirtschaftliche Nutzung ankn&uuml;pfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sind die Gewinne aus der Entsch&auml;digung f&uuml;r die Zerst&ouml;rung eines Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens durch h&ouml;here Gewalt, wie unter&nbsp;a ausgef&uuml;hrt, unter den Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG zu subsumieren, braucht der Senat nicht dar&uuml;ber zu entscheiden, ob diese Gewinne im Rahmen einer normspezifischen Auslegung der Tatbestandsmerkmale &quot;Ver&auml;u&szlig;erung und Entnahme&quot; auch unter den Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG subsumiert werden k&ouml;nnen (bejahend Leing&auml;rtner\/Kanzler, a.a.O., Kap.&nbsp;26, Rz&nbsp;124; Mitterpleininger in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;268; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;18, Rz&nbsp;21; Schnitter in Frotscher, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;157).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen, die Vorentscheidung war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat kann allerdings nicht durchentscheiden, da die Feststellungen des FG nicht ausreichen, um beurteilen zu k&ouml;nnen, in welcher H&ouml;he und in welchem Veranlagungsjahr die Entsch&auml;digungszahlungen in den Durchschnittssatzgewinn einzubeziehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zutreffend ist das FG indes davon ausgegangen, dass R die Entsch&auml;digungsleistung nicht in eine &quot;fiktive&quot; R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung eingestellt hat. Die Bildung einer R&uuml;cklage setzt einen ausdr&uuml;cklichen Antrag des Steuerpflichtigen voraus (so auch die Verwaltungsregelung in R&nbsp;35 Abs.&nbsp;5 und Abs.&nbsp;6 EStR&nbsp;a.F.; nunmehr R&nbsp;6.6 Abs.&nbsp;5 und Abs.&nbsp;6 EStR). Ein ausdr&uuml;cklicher Antrag ist von R nicht gestellt worden. Auch von einer konkludenten Antragstellung kann nicht ausgegangen werden. Zwar hat R die Entsch&auml;digungsleistung im Jahr der Zahlung nicht in die Gewinnermittlung nach Durchschnittss&auml;tzen einbezogen. Diese Handhabung rechtfertigt aber nicht die rechtliche W&uuml;rdigung, dass er den dadurch erzielten Gewinn auf die Herstellungskosten der neu zu errichtenden Wirtschaftsgeb&auml;ude &uuml;bertragen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei der Ermittlung der Gewinne nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG ist &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG entsprechend anzuwenden. &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG ist insoweit auch auf &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG zu erstrecken. Die Entsch&auml;digungsleistungen der Versicherung sind danach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG im Zeitpunkt des Zuflusses steuerlich zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat hierzu lediglich ausgef&uuml;hrt, dass die Entsch&auml;digungsleistungen im Kalenderjahr 2001 zugeflossen seien. Da es an der Feststellung des genauen Zeitpunkts des Zuflusses fehlt, kann nicht beurteilt werden, in welchem Umfang die Zahlungen im Streitjahr zu erfassen sind. Denn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG sind die Gewinne des Wirtschaftsjahres (hier 1.&nbsp;Mai bis 30.&nbsp;April) anteilig auf die Kalenderjahre zu verteilen. In diesem Zusammenhang weist der Senat zudem darauf hin, dass nach Aktenlage Zweifel an der Richtigkeit der Feststellung des FG bestehen. Ausweislich der in den Akten befindlichen Kopie der Vereinbarung mit der Versicherung (Bl.&nbsp;61 der BNV-Akten des FA) spricht viel daf&uuml;r, dass die Entsch&auml;digung in mehreren Teilbetr&auml;gen verteilt auf die Kalenderjahre 2000 bis 2002 ausgezahlt worden ist. Das FG erh&auml;lt daher Gelegenheit, erneut zu pr&uuml;fen, ob die Zahlungen insbesondere unter Ber&uuml;cksichtigung der im Streitfall ma&szlig;geblichen Gewinnermittlung f&uuml;r das abweichende Wirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Mai bis 30.&nbsp;April tats&auml;chlich im Streitjahr 2001 zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Des Weiteren wird das FG zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass die Entsch&auml;digungszahlungen als laufender Gewinn und nicht, wie vom FA angenommen, als Aufgabegewinn zu erfassen sind. Bei der Ermittlung des Aufgabegewinns wird das FG zudem ebenfalls den Zeitpunkt der Gewinnrealisierung zu pr&uuml;fen haben. Insoweit verweist der Senat hinsichtlich des Zeitpunkts der Gewinnrealisierung im Rahmen einer zeitlich gestreckten Betriebsaufgabe, die nach Aktenlage im Streitfall vorliegen d&uuml;rfte, auf das BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Mai 2005 IV&nbsp;R&nbsp;17\/02 (BFHE 209, 384, BStBl II 2005, 637). Auch wird das FG im Rahmen der Ermittlung des laufenden Gewinns einen nach Abzug einer fiktiven linearen Absetzung f&uuml;r Abnutzung evtl. verbliebenen Rest(buch)wert der durch den Brand zerst&ouml;rten Wirtschaftsgeb&auml;ude zu ber&uuml;cksichtigen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich wird das FG das im finanzgerichtlichen Verfahren bestehende Verb&ouml;serungsverbot zu beachten haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.9.2014, IV R 44\/11 Ber&uuml;cksichtigung einer Versicherungsentsch&auml;digung als Sondergewinn bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittss&auml;tzen Leits&auml;tze Gewinne aus Entsch&auml;digungen, die f&uuml;r die Zerst&ouml;rung eines Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens durch h&ouml;here Gewalt geleistet werden, sind als Sondergewinne gem&auml;&szlig; &sect; 13a Abs. 6 Satz 1 Nr. 4 EStG in den Durchschnittssatzgewinn gem&auml;&szlig; &sect; 13a Abs. 3 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-44-11-beruecksichtigung-einer-versicherungsentschaedigung-als-sondergewinn-bei-der-gewinnermittlung-nach-durchschnittssaetzen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;44\/11 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung einer Versicherungsentsch&auml;digung als Sondergewinn bei der Gewinnermittlung nach Durchschnittss&auml;tzen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63890","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63890"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63890\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63890"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63890"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}