{"id":63896,"date":"2015-01-09T07:39:43","date_gmt":"2015-01-09T05:39:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63896"},"modified":"2015-01-09T07:39:43","modified_gmt":"2015-01-09T05:39:43","slug":"ii-r-20-13-einheitlicher-erwerbsvorgang-im-grunderwerbsteuerrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-20-13-einheitlicher-erwerbsvorgang-im-grunderwerbsteuerrecht\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;20\/13 &#8211; Einheitlicher Erwerbsvorgang im Grunderwerbsteuerrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.10.2014, II R 20\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Einheitlicher Erwerbsvorgang im Grunderwerbsteuerrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die A-GmbH unterbreitete der Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin) am 30.&nbsp;Mai 2006 ein Angebot zur Errichtung eines n&auml;her bestimmten Haustyps zu einem Festpreis in H&ouml;he von 97.200&nbsp;EUR. Bei dem zu errichtenden Haus handelt es sich um ein Zweifamilienhaus (sog. Stadtvilla), bei dem die Kl&auml;gerin die Wohnung im Obergeschoss und ein Ehepaar, das die Kl&auml;gerin erst &uuml;ber das Verkaufsangebot kennengelernt hatte, die Wohnung im Erdgeschoss nach entsprechender Aufteilung in Wohneigentum erhalten sollten. In dem Angebot wurde das konkrete Baugrundst&uuml;ck mit Stra&szlig;ennamen und Hausnummer n&auml;her bezeichnet und auf den Freifl&auml;chenplan zu diesem Grundst&uuml;ck verwiesen. Das Angebot enth&auml;lt den Zusatz, dass es &quot;zum Vertrag werde&quot;, wenn die Finanzierungszusage einer Bank vorliege und das Grundst&uuml;ck notariell erworben sei. Die Kl&auml;gerin nahm das Angebot am 30.&nbsp;Mai 2006 an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und die Eheleute erwarben durch notariell beurkundeten Vertrag vom 7.&nbsp;Juli 2006 von der D-AG das Grundst&uuml;ck zu einem Gesamtkaufpreis in H&ouml;he von 47.955&nbsp;EUR. Auf die Kl&auml;gerin entfiel entsprechend ihrem Miteigentumsanteil von 312\/1000 ein Anteil in H&ouml;he von 14.965,40&nbsp;EUR. In dem Kaufvertrag ist die Absicht der Erwerber erw&auml;hnt, das Grundst&uuml;ck sp&auml;ter in Wohnungseigentum aufzuteilen. Die A-GmbH best&auml;tigte am 10.&nbsp;Juli 2006 die Annahme des Bauauftrags der Kl&auml;gerin vom 30.&nbsp;Mai 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; am 31.&nbsp;Oktober 2006 einen Grunderwerbsteuerbescheid, in dem er die Grunderwerbsteuer ausgehend von dem Grundst&uuml;ckskaufpreis in H&ouml;he von 14.961&nbsp;EUR auf 523&nbsp;EUR festsetzte. Der Bescheid erging nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Am 26.&nbsp;Juni 2007 erlie&szlig; das FA einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Grunderwerbsteuerbescheid. Dabei rechnete es &#8211;rechnerisch unzutreffend&#8211; die gesamten Grundst&uuml;ckskosten und die auf die Kl&auml;gerin allein entfallenden Baukosten zusammen, ber&uuml;cksichtigte davon 312\/1000 als Bemessungsgrundlage und setzte die Grunderwerbsteuer auf 1.585&nbsp;EUR fest. Am 24.&nbsp;Juli 2007 erlie&szlig; das FA einen nach &sect;&nbsp;129 AO ge&auml;nderten Bescheid, rechnete die anteiligen Grundst&uuml;ckskosten und die auf die Kl&auml;gerin entfallenden Baukosten zur Bemessungsgrundlage und setzte die Grunderwerbsteuer auf 3.925&nbsp;EUR fest. Dagegen legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein. Mit Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Mai 2008 setzte das FA die Grunderwerbsteuer nach entsprechendem Verb&ouml;serungshinweis auf 4.349&nbsp;EUR fest. In die Bemessungsgrundlage bezog es weitere 12.100&nbsp;EUR ein, die die Kl&auml;gerin an die C-GmbH gezahlt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) verneinte das Vorliegen eines einheitlichen Erwerbsgegenstands und gab der auf Herabsetzung der Grunderwerbsteuer auf den urspr&uuml;nglichen Betrag von 523&nbsp;EUR gerichteten Klage statt. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1425 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA. Seiner Ansicht nach hat das FG bei seiner Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt, dass nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) Miteigentumsanteile an einem Geb&auml;ude auf einem unbebauten Grundst&uuml;ck nicht f&uuml;r sich allein, sondern nur durch Errichtung des betreffenden Geb&auml;udes &quot;hergestellt&quot; werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Auffassung des FG war das Grundst&uuml;ck im bebauten Zustand Gegenstand des Erwerbsvorgangs. Die Feststellungen des FG reichen jedoch nicht aus, um die von der Kl&auml;gerin an die C-GmbH gezahlten Kosten in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs, nach dem sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) die als Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer anzusetzende Gegenleistung richtet, wird zun&auml;chst durch das den Steuertatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG erf&uuml;llende zivilrechtliche Verpflichtungsgesch&auml;ft bestimmt. Ergibt sich jedoch aus weiteren Vereinbarungen, die mit diesem Rechtsgesch&auml;ft in einem rechtlichen oder zumindest objektiv sachlichen Zusammenhang stehen, dass der Erwerber das beim Abschluss des Kaufvertrags unbebaute Grundst&uuml;ck in bebautem Zustand erh&auml;lt, bezieht sich der grunderwerbsteuerrechtliche Erwerbsvorgang auf diesen einheitlichen Erwerbsgegenstand (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2012 II&nbsp;R&nbsp;57\/10, BFHE 237, 460, BStBl II 2012, 920; vom 27.&nbsp;September 2012 II&nbsp;R&nbsp;7\/12, BFHE 239, 154, BStBl II 2013, 86; vom 19.&nbsp;Juni 2013 II&nbsp;R&nbsp;3\/12, BFHE 242, 173, BStBl II 2013, 965, und vom 27.&nbsp;November 2013 II&nbsp;R&nbsp;56\/12, BFHE 243, 415, BStBl II 2014, 534).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob ein objektiv sachlicher Zusammenhang zwischen dem Grundst&uuml;ckskaufvertrag und weiteren Vereinbarungen besteht, ist nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls zu ermitteln (BFH-Urteile in BFHE 237, 460, BStBl II 2012, 920, Rz&nbsp;12; in BFHE 239, 154, BStBl II 2013, 86, Rz&nbsp;10, und in BFHE 242, 173, BStBl II 2013, 965, Rz&nbsp;11). Der objektiv sachliche Zusammenhang wird indiziert, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer dem Erwerber vor Abschluss des Kaufvertrags &uuml;ber das Grundst&uuml;ck aufgrund einer in bautechnischer und finanzieller Hinsicht konkreten und bis (ann&auml;hernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung ein bestimmtes Geb&auml;ude zusammen mit dem Grundst&uuml;ck zu einem im Wesentlichen feststehenden Preis angeboten hatte und der Erwerber dieses Angebot sp&auml;ter unver&auml;ndert oder mit geringen Abweichungen, die den Charakter der Bauma&szlig;nahmen nicht ver&auml;ndert haben, angenommen hat (BFH-Urteile in BFHE 239, 154, BStBl II 2013, 86, Rz&nbsp;10; in BFHE 242, 173, BStBl II 2013, 965, Rz&nbsp;11, und vom 26.&nbsp;Februar 2014 II&nbsp;R&nbsp;54\/12, BFH\/NV 2014, 1403, Rz&nbsp;10, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite k&ouml;nnen dabei mehrere Personen als Vertragspartner auftreten, so dass sich die Anspr&uuml;che des Erwerbers auf &Uuml;bereignung des Grundst&uuml;cks und auf Errichtung des Geb&auml;udes zivilrechtlich gegen verschiedene Personen richten. Entscheidend ist insoweit, dass (auch) der den Grundst&uuml;cks&uuml;bereignungsanspruch begr&uuml;ndende Vertrag in ein Vertragsgeflecht miteinbezogen ist, das unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde darauf gerichtet ist, dem Erwerber als einheitlichen Erwerbsgegenstand das Grundst&uuml;ck in bebautem Zustand zu verschaffen (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;November 1994 II&nbsp;R&nbsp;53\/94, BFHE 176, 450, BStBl II 1995, 331; vom 21.&nbsp;September 2005 II&nbsp;R&nbsp;49\/04, BFHE 211, 530, BStBl II 2006, 269; in BFHE 239, 154, BStBl II 2013, 86, Rz&nbsp;12; in BFHE 242, 173, BStBl II 2013, 965, Rz&nbsp;13, und in BFH\/NV 2014, 1403, Rz&nbsp;11, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist zwar von diesen Grunds&auml;tzen ausgegangen, hat aber nicht erkannt, dass die Voraussetzungen eines einheitlichen Erwerbsgegenstands &quot;bebautes Grundst&uuml;ck&quot; aufgrund des von ihm festgestellten Sachverhalts (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) erf&uuml;llt sind. Die Vorentscheidung war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Aufgrund der Vorplanungen der A-GmbH und des Bauvertrags vom 30.&nbsp;Mai 2006 wurde der Kl&auml;gerin bereits vor Abschluss des Kaufvertrags &uuml;ber die Miteigentumsanteile an dem Grundst&uuml;ck ein bestimmtes Geb&auml;ude auf dem Grundst&uuml;ck zu einem feststehenden Preis angeboten. Die Kl&auml;gerin hat dieses Angebot bereits vor Beurkundung des Grundst&uuml;ckskaufvertrags angenommen. Dass der Bauvertrag unter der aufschiebenden Bedingung des Abschlusses des Grundst&uuml;ckskaufvertrags und der Finanzierungszusage einer Bank stand, steht der Annahme eines einheitlichen Erwerbsvorgangs nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r das Zusammenwirken auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite reicht es aus, dass die D-AG das Grundst&uuml;ck der A-GmbH zur Vermarktung &quot;an die Hand&quot; gegeben hatte. Das ergibt sich aus der Bezeichnung des Baugrundst&uuml;cks in dem Angebot an die Kl&auml;gerin und der Bezugnahme auf den Freifl&auml;chenplan zu diesem Grundst&uuml;ck. Weiterer Abreden &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung und Bebauung des Grundst&uuml;cks bedurfte es somit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif. Die Feststellungen des FG reichen nicht aus, um beurteilen zu k&ouml;nnen, ob die von der Kl&auml;gerin an die C-GmbH gezahlten 12.100&nbsp;EUR in die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer einzubeziehen sind. Das FG wird zun&auml;chst festzustellen haben, um welche Kosten es sich bei dem an die C-GmbH entrichteten Betr&auml;gen konkret handelt. Handelt es sich um anteilige Erschlie&szlig;ungskosten f&uuml;r das gesamte Baugebiet, ist f&uuml;r die Einbeziehung in die Bemessungsgrundlage entscheidend, ob das Grundst&uuml;ck unerschlossen oder erschlossen bzw. mit der Verpflichtung des Ver&auml;u&szlig;erers, es erschlossen zu verschaffen, Gegenstand des Erwerbsvorgangs war (vgl. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2001 II&nbsp;R&nbsp;39\/99, BFHE 194, 452, BStBl II 2002, 93; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2001 II&nbsp;R&nbsp;51\/00, BFH\/NV 2001, 1297, und vom 11.&nbsp;Februar 2004 II&nbsp;R&nbsp;31\/02, BFHE 204, 489, BStBl II 2004, 521; Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;18&nbsp;ff.; Loose in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;279&nbsp;ff.). Handelt es sich hingegen um reine Hausanschlusskosten, ist nach den dargestellten Grunds&auml;tzen zu entscheiden, ob diese von dem einheitlichen Erwerbsgegenstand erfasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO, die Entscheidung durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.10.2014, II R 20\/13 Einheitlicher Erwerbsvorgang im Grunderwerbsteuerrecht Tatbestand 1&nbsp; I. Die A-GmbH unterbreitete der Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin) am 30.&nbsp;Mai 2006 ein Angebot zur Errichtung eines n&auml;her bestimmten Haustyps zu einem Festpreis in H&ouml;he von 97.200&nbsp;EUR. Bei dem zu errichtenden Haus handelt es sich um ein Zweifamilienhaus (sog. 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