{"id":63899,"date":"2015-01-09T07:39:59","date_gmt":"2015-01-09T05:39:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63899"},"modified":"2015-01-09T07:39:59","modified_gmt":"2015-01-09T05:39:59","slug":"viii-r-44-11-arbeitslohn-im-zusammenhang-mit-der-verzinsung-von-genussrechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-44-11-arbeitslohn-im-zusammenhang-mit-der-verzinsung-von-genussrechten\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;44\/11 &#8211; Arbeitslohn im Zusammenhang mit der Verzinsung von Genussrechten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2014, VIII R 44\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Arbeitslohn im Zusammenhang mit der Verzinsung von Genussrechten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der BFH ist an die revisionsrechtlich nicht zu beanstandende Gesamtw&uuml;rdigung des FG gebunden, wonach es sich bei der Verzinsung von Genussrechten u.a. deshalb um Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 EStG und nicht um Kapitaleink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG handelt, weil die H&ouml;he der Verzinsung v&ouml;llig unbestimmt ist und von einem aus Arbeitgeber und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Partnerschaftsausschuss bestimmt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die falsche Bezeichnung der &Auml;nderungsvorschrift im &Auml;nderungsbescheid f&uuml;hrt nicht zur Rechtswidrigkeit des ge&auml;nderten Bescheids.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielte im Streitjahr 2003 Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit aus seiner T&auml;tigkeit als Arbeitnehmer der &#8230; Gesellschaft mit beschr&auml;nkter Haftung (GmbH) und Kapitaleink&uuml;nfte. Als Arbeitslohn erhielt er neben einem festen Gehalt eine Erfolgsbeteiligung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH r&auml;umte ihren Arbeitnehmern die M&ouml;glichkeit ein, unverbriefte Genussrechte in der Form A und B an ihrem Unternehmen zu erwerben. Diese unterschieden sich dadurch, dass das Genussrecht der Form A aus Leistungen des Mitarbeiters und einer steuerfreien Verbilligung nach &sect;&nbsp;19a des Einkommensteuergesetzes (EStG) und das Genussrecht der Form B aus einer Mitarbeitererfolgsbeteiligung und\/oder Eigenmitteln des Arbeitnehmers finanziert wurde. Zum Bezug der Genussrechte berechtigt waren grunds&auml;tzlich alle Mitarbeiter. Nach den Genussrechtsbedingungen sollte das Genussrechtskapital angemessen verzinst werden. Die H&ouml;he der Verzinsung bestimmte ein Partnerschaftsausschuss, der sich aus einem der Arbeitnehmer, der Genussrechte besa&szlig;, einem Altgesellschafter und einem Vertreter der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zusammensetzte. Die Genussrechte waren entsprechend ihrem Verh&auml;ltnis zum Gesellschafterkapital auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt, wobei sich die Verlustbeteiligung auf die Einlage beschr&auml;nkte. Im Fall der Liquidation erfolgte die R&uuml;ckzahlung des Genussrechtskapitals zum Nennwert, abz&uuml;glich einer etwaigen Verlustbeteiligung nach Befriedigung der &uuml;brigen Gl&auml;ubiger. Eine Beleihung, Verpf&auml;ndung und der Verkauf des Genussrechts waren f&uuml;r die gesamte Laufzeit ausgeschlossen. Die Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses f&uuml;hrte bei den Genussrechten der Form B automatisch zur K&uuml;ndigung der Genussrechtsbeteiligung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erwarb Genussrechte der Form A im Nennwert von 7.492,56&nbsp;EUR und der Form B im Nennwert von 7.669,35&nbsp;EUR. Das Genussrechtskapital wurde im Jahr 2002 in H&ouml;he von 2.036,05&nbsp;EUR verzinst und die Verg&uuml;tung im Streitjahr 2003 an den Kl&auml;ger ausgezahlt. Im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 29.&nbsp;November 2004 ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) diese Einnahmen erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen. Nach einer Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der GmbH erlie&szlig; das FA am 17.&nbsp;Dezember 2008 einen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2003, in dem es die Einnahmen des Kl&auml;gers aus der Verzinsung der Genussrechte als Arbeitslohn der Besteuerung zugrunde legte, so dass sich der Sparerfreibetrag nicht mehr in voller H&ouml;he steuermindernd auswirkte. Als Rechtsgrundlage f&uuml;r den &Auml;nderungsbescheid gab es &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) an. Nach erfolglosem Einspruchsverfahren hat das Finanzgericht (FG) die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 234 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 21.&nbsp;September 2011&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;2152\/09 abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Die Ertr&auml;ge aus den Genussrechten seien nicht als Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, sondern als Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG zu besteuern. Die Genussrechtsaussch&uuml;ttung sei Gegenleistung f&uuml;r die Zurverf&uuml;gungstellung des Genussrechtskapitals sowie f&uuml;r das Verlust- und Haftungsrisiko der Genussrechtsinhaber und kein Anreizlohn. Aufgrund der jahrelangen Praxis sei eine Vorausberechnung der Zinskomponente m&ouml;glich und die Festlegung einer Mindestverzinsung entbehrlich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des FG K&ouml;ln vom 21.&nbsp;September 2011&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;2152\/09 und den ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 17.&nbsp;Dezember 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Juni 2009 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet; sie ist daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend entschieden, dass es sich bei den Ertr&auml;gen aus den Genussrechten um Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EStG alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverh&auml;ltnis f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen seiner individuellen Arbeitskraft zuflie&szlig;en. Vorteile werden &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis des Arbeitnehmers veranlasst sind. Das ist der Fall, wenn der Vorteil mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis einger&auml;umt wird und sich die Leistung im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist. Kein Arbeitslohn liegt allerdings vor, wenn die Zuwendung wegen anderer Rechtsverh&auml;ltnisse oder aufgrund sonstiger, nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gew&auml;hrt wird (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;November 2008 VI&nbsp;R&nbsp;25\/05, BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382, m.w.N).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entsprechendes gilt, wenn der Arbeitnehmer sich an dem Kapital seines Arbeitgebers durch den Erwerb von Genussrechten beteiligt. Auch hier kann das Genussrecht eigenst&auml;ndige Erwerbsgrundlage sein, so dass damit in Zusammenhang stehende Erwerbseinnahmen und Erwerbsaufwendungen in keinem einkommensteuerrechtlich erheblichen Veranlassungszusammenhang zum Arbeitsverh&auml;ltnis stehen. Der Arbeitnehmer nutzt in diesem Fall sein Kapital als eine vom Arbeitsverh&auml;ltnis unabh&auml;ngige und eigenst&auml;ndige Erwerbsgrundlage zur Eink&uuml;nfteerzielung. Die daraus erzielten Ertr&auml;ge sind dann keine Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, sondern solche aus Kapitalverm&ouml;gen. Erforderlich ist jedoch, dass auch bei einer solchen Form der Mitarbeiterbeteiligung ein Sonderrechtsverh&auml;ltnis begr&uuml;ndet wird, das unabh&auml;ngig vom Arbeitsverh&auml;ltnis besteht und den gesamten Leistungsaustausch der Vertragspartner abbildet, ohne dass daneben noch dem Arbeitsverh&auml;ltnis zuzuordnende, lohnsteuerrechtlich erhebliche Leistungen vorliegen (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Juni 2009 VI&nbsp;R&nbsp;69\/06, BFHE 226, 47, BStBl II 2010, 69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei schlie&szlig;t allein der Umstand, dass Genussrechte nur Mitarbeitern des Unternehmens angeboten werden, es nicht aus, dass die Ertr&auml;ge ihre Ursache allein im Erwerb der Genussrechte haben und damit als ein nicht aus dem Arbeitsverh&auml;ltnis resultierender Vorteil zu qualifizieren sind. Denn jede Form der Mitarbeiterbeteiligung ist naturgem&auml;&szlig; auf den Arbeitnehmer bezogen, und zwar auch dann, wenn der Arbeitgeber nur einen Teil seiner Arbeitnehmer an seinem Unternehmen beteiligen m&ouml;chte. Auch eine Verfallklausel ist neben anderen Gesichtspunkten lediglich als Indiz f&uuml;r die enge wirtschaftliche Verkn&uuml;pfung zwischen dem Dienstverh&auml;ltnis und den Ertr&auml;gen aus den Genussrechten heranzuziehen (Senatsurteil vom 5.&nbsp;November 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;20\/11, BFHE 243, 481, BStBl II 2014, 275, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Beantwortung der Frage, ob eine Zuwendung durch das Dienstverh&auml;ltnis veranlasst ist, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen W&uuml;rdigung durch das FG. Denn ob ein Leistungsaustausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit oder aufgrund einer Sonderrechtsbeziehung einer anderen Einkunftsart oder dem nicht einkommensteuerbaren Bereich zuzurechnen ist, kann nur aufgrund einer W&uuml;rdigung aller wesentlichen Umst&auml;nde des Einzelfalles entschieden werden, so dass die in den Entscheidungen des BFH genannten Umst&auml;nde nur Beweisanzeichen f&uuml;r die im Einzelfall ma&szlig;gebliche Veranlassung sein k&ouml;nnen (BFH-Urteil in BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Danach ist die Vorentscheidung revisionsrechtlich nicht zu beanstanden:<\/p>\n<p>Das FG ist aufgrund einer Gesamtw&uuml;rdigung der Bedingungen, zu denen der Erwerb und die Verzinsung der Genussrechte der Form A und B erfolgten, zu dem Ergebnis gelangt, dass die Einnahmen des Kl&auml;gers aus den Ertr&auml;gen der Genussrechte durch das Arbeitsverh&auml;ltnis veranlasst waren, da eine untrennbare Beziehung zwischen dem Arbeitsverh&auml;ltnis und den Genussrechten bestand. Es hat dies nicht nur daraus geschlossen, dass die Genussrechte nur von Arbeitnehmern der GmbH erworben werden konnten und die Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses bei den Genussrechten der Form B automatisch zur K&uuml;ndigung der Genussrechtsbeteiligung f&uuml;hrte, sondern auch daraus, dass die Verzinsung der Genussrechte nicht zu markt&uuml;blichen Konditionen erfolgte, da sich ein fremder Kapitalgeber auf eine nur als &quot;angemessen&quot; bezeichnete und damit v&ouml;llig unbestimmte Verzinsung nicht eingelassen h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese W&uuml;rdigung ist m&ouml;glich und in sich schl&uuml;ssig, sie verst&ouml;&szlig;t auch nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze oder gesetzliche Auslegungsregeln. Der BFH ist daher an die zu den tats&auml;chlichen Feststellungen geh&ouml;rende Gesamtw&uuml;rdigung des FG gebunden (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Rechtsfehlerfrei hat das FG entschieden, dass das FA nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO berechtigt war, den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr zu Lasten des Kl&auml;gers zu &auml;ndern, da dem FA die Bedingungen, zu denen die Genussrechte verzinst wurden, erst nach dem Erlass des Bescheids bekannt geworden sind. Die falsche Bezeichnung der &Auml;nderungsvorschrift im &Auml;nderungsbescheid f&uuml;hrt nicht zur Rechtswidrigkeit des ge&auml;nderten Bescheids (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;August 2013 X&nbsp;B&nbsp;196\/12, BFH\/NV 2013, 1761).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2014, VIII R 44\/11 Arbeitslohn im Zusammenhang mit der Verzinsung von Genussrechten Leits&auml;tze 1. 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