{"id":63907,"date":"2015-01-09T07:40:00","date_gmt":"2015-01-09T05:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63907"},"modified":"2015-01-09T07:40:00","modified_gmt":"2015-01-09T05:40:00","slug":"i-b-100-13-formelle-beschwer-fuer-eine-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-100-13-formelle-beschwer-fuer-eine-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;100\/13 &#8211; Formelle Beschwer f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.10.2014, I B 100\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Formelle Beschwer f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine Land- und Forstwirtschaft betreibende GmbH, streitet seit Jahren mit dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;ber die steuerliche Behandlung verschiedener Bilanzposten (u.a. Bewertung des Viehbestands, Behandlung von Geb&auml;udeabrisskosten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem ersten Klageverfahren hob das Finanzgericht (FG) des Landes Brandenburg mit Urteil vom 21.&nbsp;April 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;2804\/03 die betreffenden Steuerbescheide und die Einspruchsentscheidung ohne Entscheidung in der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) auf, weil es eine weitere Sachaufkl&auml;rung f&uuml;r erforderlich hielt. Das FA ergriff daraufhin Ermittlungsma&szlig;nahmen, deren Ergebnisse in ge&auml;nderten Steuerbescheiden Niederschlag fanden. Dagegen setzte sich die Kl&auml;gerin erneut zur Wehr. In der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;September 2009 half das FA den Einspr&uuml;chen teilweise ab, ging im &Uuml;brigen aber davon aus, dass die Besteuerungsgrundlagen im Wege der &quot;freien Sch&auml;tzung&quot; nach &sect;&nbsp;162 der Abgabenordnung zu ermitteln und die Steuern entsprechend festzusetzen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin erhob Klage. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung stellte sie den Antrag, die Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;September 2009 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG Berlin-Brandenburg gab diesem Antrag statt und hob mit Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2013&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6223\/09 die Einspruchsentscheidung auf. Es lie&szlig; die Revision nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrer Beschwerde. Sie macht Verfahrensfehler i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unzul&auml;ssig, weil die Kl&auml;gerin gemessen an ihrem Klageantrag erstinstanzlich voll obsiegt habe und sie deswegen durch das angegriffene Urteil nicht beschwert werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und daher durch Beschluss zu verwerfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 FGO). Die Kl&auml;gerin wird durch die Entscheidung der Vorinstanz nicht beschwert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Voraussetzung f&uuml;r die Zul&auml;ssigkeit eines jeden Rechtsmittels ist, dass der Rechtsmittelf&uuml;hrer durch die angefochtene Entscheidung beschwert ist (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., Vor &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;12, m.w.N.). Das gilt auch f&uuml;r die Nichtzulassungsbeschwerde. Diese ist deshalb unzul&auml;ssig, wenn der Kl&auml;ger in der ersten Instanz in vollem Umfang obsiegt hat (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., Vor &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Frage des &quot;Obsiegens&quot; vor dem FG kommt es darauf an, ob das FG mit seiner Entscheidung hinter dem in der unteren Instanz erhobenen Begehren zur&uuml;ckgeblieben ist (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;Dezember 1990 IX&nbsp;R&nbsp;79\/90, BFH\/NV 1991, 611). Dabei ist, da die Entscheidungskompetenz des FG durch den in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Antrag des Kl&auml;gers begrenzt ist (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO), allein eine Abweichung der Entscheidung von diesem Antrag ma&szlig;geblich (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 1994 IX&nbsp;R&nbsp;42\/91, BFH\/NV 1995, 481, m.w.N.). Deshalb ist eine Nichtzulassungsbeschwerde unzul&auml;ssig, wenn das FG dem Begehren des Beschwerdef&uuml;hrers in der erstinstanzlichen m&uuml;ndlichen Verhandlung in vollem Umfang gefolgt ist (Senatsurteil vom 23.&nbsp;April 1986 I&nbsp;R&nbsp;178\/82, BFHE 147, 125, BStBl II 1986, 880, 881).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hat die Kl&auml;gerin ausweislich des Terminprotokolls in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG beantragt, die Einspruchsentscheidung aufzuheben. Mit diesem Antrag hat sie in der Hauptsache voll obsiegt. Deshalb wird sie durch das angegriffene Urteil nicht beschwert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin hat sich der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte Antrag mit dem Klagebegehren i.S. des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO gedeckt. Aus diesem Grund kann nicht davon ausgegangen werden, dass ihr etwas anderes (aliud) oder weniger (minus) zugesprochen wurde als sie begehrt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Inhalt des Klagebegehrens muss nicht immer mit dem Klageantrag &uuml;bereinstimmen (Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;November 2007 I&nbsp;B&nbsp;104\/07, BFH\/NV 2008, 799). Das Gericht hat das im Klageantrag und im gesamten Parteivorbringen zum Ausdruck kommende (wirkliche) Klagebegehren zu ermitteln. Wesentlich ist der ge&auml;u&szlig;erte Parteiwille, wie er sich aus der prozessualen Erkl&auml;rung und sonstigen Umst&auml;nden ergibt; der Wortlaut der Erkl&auml;rung tritt hinter deren Sinn und Zweck zur&uuml;ck. Neben dem Klageantrag und der Klagebegr&uuml;ndung ist auch die Interessenlage des Kl&auml;gers zu ber&uuml;cksichtigen, soweit sie sich aus dem Parteivortrag und sonstigen f&uuml;r das Gericht und den Beklagten als Empf&auml;nger der Prozesserkl&auml;rung erkennbaren Umst&auml;nden ergibt (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2008 IV&nbsp;R&nbsp;1\/07, BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335; BFH-Beschl&uuml;sse vom 9.&nbsp;Februar 2012 IV&nbsp;B&nbsp;30\/11, BFH\/NV 2012, 965; vom 2.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;B&nbsp;101\/11, BFH\/NV 2012, 1628, jeweils m.w.N.; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;181, m.w.N.). Ist der Kl&auml;ger bei der Fassung des Klageantrags rechtskundig vertreten worden, kommt der Antragsformulierung allerdings gesteigerte Bedeutung f&uuml;r die Ermittlung des tats&auml;chlich Gewollten zu. Selbst dann darf die Auslegung jedoch vom Antragswortlaut abweichen, wenn die Klagebegr&uuml;ndung, die beigef&uuml;gten Bescheide oder sonstige Umst&auml;nde eindeutig erkennen lassen, dass das wirkliche Klageziel von der Antragsfassung abweicht (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;181).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin hat ihren Willen in der m&uuml;ndlichen Verhandlung unmissverst&auml;ndlich ge&auml;u&szlig;ert. Der Antragstellung ging eine Sitzungsunterbrechung und, wie aus den Entscheidungsgr&uuml;nden des Urteils hervorgeht, ein Hinweis des Gerichts voraus. Dies l&auml;sst es als ausgeschlossen erscheinen, dass die Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht das von ihr wirklich Gewollte erkl&auml;rt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klagebegr&uuml;ndung oder sonstige Umst&auml;nde geben keinen Anlass f&uuml;r Zweifel an einem wortlautgetreuen Verst&auml;ndnis der abgegebenen Erkl&auml;rung. In der Klagebegr&uuml;ndung wird zwar angek&uuml;ndigt, in der m&uuml;ndlichen Verhandlung den Antrag zu stellen, die Steuer- und Feststellungsbescheide vom 5.&nbsp;September 2006 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;September 2009 aufzuheben. Dieser Antrag ist seinerseits unklar. Denn bei verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung kann es allenfalls um eine Ab&auml;nderung der Bescheide (vgl. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 FGO) auf der Basis der von der Kl&auml;gerin als zutreffend eingesch&auml;tzten Besteuerungsgrundlagen gegangen sein. Aus der eigentlichen Klagebegr&uuml;ndung geht hervor, dass sich die Kl&auml;gerin gegen die der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;September 2009 zugrundeliegende Vollsch&auml;tzung wandte, weil das FA zwar mit rechtskr&auml;ftigem Urteil des FG des Landes Brandenburg zur weiteren Sachaufkl&auml;rung verpflichtet worden war, es dieser Verpflichtung jedoch nach Auffassung der Kl&auml;gerin bislang nicht nachgekommen war und es stattdessen entgegen der Rechtskraft des Urteils eine Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen vorgenommen hatte. Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrt u.a. w&ouml;rtlich aus: &quot;Gegen diese Einspruchsentscheidung vom 04.09.2009 richtet sich die vorliegende Klage&quot; und &quot;Die Einspruchsentscheidung vom 04.09.2009 ist daher aufzuheben&quot;. Das Ziel, die Vollsch&auml;tzung zu verhindern, deckt sich der Sache nach mit dem in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Klageantrag, weil nach der isolierten Aufhebung der Einspruchsentscheidung die darin enthaltene Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen beseitigt und die Sache wieder in das Einspruchsverfahren zur&uuml;ckversetzt wird. Angesichts dessen ergeben die Umst&auml;nde des Streitfalles gerade nicht, dass das wirkliche Klageziel mit dem gestellten Antrag nicht &uuml;bereinstimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ob der Weg der isolierten Anfechtung der Einspruchsentscheidung im konkreten Streitfall prozessual gangbar ist und ob der dahingehende Hinweis des Gerichts zutreffend war, braucht an dieser Stelle nicht entschieden zu werden. Denn das Gericht hat durch Hinweise lediglich auf eine sachdienliche Fassung des Antrags hinzuwirken, die Bestimmung des Klagebegehrens ist dagegen allein Sache des Kl&auml;gers (BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Dezember 1994 X&nbsp;B&nbsp;289\/93, BFH\/NV 1995, 703). Auch sind die Frage der Bestimmung des Klagebegehrens und die Frage, ob ein bestimmtes Klagebegehren in der Sache Erfolg hat (Erfolgsaussichten der Klage), zu unterscheiden. Im Streitfall hat die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin ihr Klagebegehren gegen&uuml;ber dem Gericht eindeutig bestimmt. Das FG hat dieses Begehren als vollst&auml;ndig begr&uuml;ndet erachtet. Deshalb ist f&uuml;r ein Rechtsmittel der Kl&auml;gerin kein Raum. Durch die angegriffene Entscheidung wird allein das FA (materiell) beschwert, weil seine Einspruchsentscheidung aufgehoben wurde. Es liegt in seinem Ermessen, das Urteil in der n&auml;chsten Instanz &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.10.2014, I B 100\/13 Formelle Beschwer f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine Land- und Forstwirtschaft betreibende GmbH, streitet seit Jahren mit dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;ber die steuerliche Behandlung verschiedener Bilanzposten (u.a. Bewertung des Viehbestands, Behandlung von Geb&auml;udeabrisskosten). 2&nbsp; In einem ersten Klageverfahren hob &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-100-13-formelle-beschwer-fuer-eine-nichtzulassungsbeschwerde\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;100\/13 &#8211; Formelle Beschwer f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63907","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63907"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63907\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}