{"id":63910,"date":"2015-01-09T07:40:27","date_gmt":"2015-01-09T05:40:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63910"},"modified":"2015-01-09T07:40:27","modified_gmt":"2015-01-09T05:40:27","slug":"i-b-169-13-vga-kapitalgesellschaft-als-nahestehende-person","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-169-13-vga-kapitalgesellschaft-als-nahestehende-person\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;169\/13 &#8211; vGA: Kapitalgesellschaft als nahestehende Person"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2014, I B 169\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">vGA: Kapitalgesellschaft als nahestehende Person<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ist auf dem Gebiet des Wirtschaftsconsultings t&auml;tig. Alleingesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist X. Dieser ist zugleich mit 50&nbsp;% an der Y-GmbH beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Herbst 2007 kam ein gesch&auml;ftlicher Kontakt zur Firma Z zustande. Es ging hierbei um den Kauf eines Flugzeuges. Im Interesse der Kl&auml;gerin, die die wirtschaftlich Berechtigte des Kaufvertrages sein sollte, &uuml;berwies die Y-GmbH die auf Grund eines letters of intent vereinbarte Anzahlung an Z. Die Kl&auml;gerin &uuml;berwies dieselbe Summe kurze Zeit sp&auml;ter an die Y-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese erhielt im Zusammenhang mit dem Flugzeuggesch&auml;ft auch Zahlungen von X &uuml;ber 180.000&nbsp;EUR und von einem Herrn A in H&ouml;he von insgesamt 87.750&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Flugzeugkauf kam letztlich nicht zustande. Z erstattete die Anzahlung Ende 2008 an die Kl&auml;gerin zur&uuml;ck. Diese zahlte im Hinblick auf die von der Y-GmbH empfangenen Zahlungen des A und des X Betr&auml;ge von 97.883,37&nbsp;EUR bzw. 10.000&nbsp;EUR an diese Personen. In H&ouml;he der Gesamtzahlungssumme von 107.883,37&nbsp;EUR aktivierte die Kl&auml;gerin in ihrer Bilanz eine Forderung gegen X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen der Unverzinslichkeit dieser Forderung ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) in den streitgegenst&auml;ndlichen Bescheiden verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA). Einspruch und Klage blieben erfolglos. Das Nieders&auml;chsische Finanzgericht (FG) ging nach Er&ouml;rterung der Streitsache in der m&uuml;ndlichen Verhandlung davon aus, dass der Kl&auml;gerin eine Forderung nicht gegen X, sondern gegen die Y-GmbH zugestanden habe, weil sie als &quot;Dritte&quot; die R&uuml;ckzahlungsverpflichtungen der Y-GmbH gegen&uuml;ber X und A durch unmittelbare Zahlung an diese Personen abgel&ouml;st habe. Die Forderungen von X und A seien nach &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen. Die Y-GmbH sei als eine dem X nahestehende Person zu bewerten. Ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter w&auml;re nicht bereit gewesen, der Y-GmbH zinslos Kapital zu &uuml;berlassen. Der Zinsverzicht der Kl&auml;gerin sei daher gesellschaftsrechtlich motiviert gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision gegen sein Urteil vom 12.&nbsp;September 2013&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;415\/12 lie&szlig; das FG nicht zu. Dagegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrer Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und durch Beschluss zu verwerfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Kl&auml;gerin hat die geltend gemachten Revisionszulassungsgr&uuml;nde nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Dass der Beantwortung folgender, von der Kl&auml;gerin aufgeworfener Fragen rechtsgrunds&auml;tzliche Bedeutung zukommt, wird in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht substantiiert aufgezeigt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Kann die Verauslagung von Kosten au&szlig;erhalb des Zwangsvollstreckungsverfahrens zur Folge haben, dass die Forderung nach &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches auf den Verauslagenden &uuml;bergehen und kann dies einen Fall der verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung aufgrund der Zinslosigkeit darstellen?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Handelt es sich im Regelfall um nahestehende Personen auch bei solchen juristische(n) Personen, an denen der Gesellschafter mangels Mehrheitsbeteiligung keine beherrschende Stellung besitzt? Sind in diesem Zusammenhang die Regeln des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AStG auf den Begriff der nahestehenden Person in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 S.&nbsp;5 KStG &uuml;bertragbar?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur ersten Frage fehlt eine substantiierte Darstellung, ob sich die rechtliche Problematik des gesetzlichen Forderungs&uuml;bergangs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB im Streitfall &uuml;berhaupt stellt (sog. Entscheidungserheblichkeit oder Kl&auml;rungsf&auml;higkeit, vgl. dazu z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs vom 22.&nbsp;Oktober 2003 III&nbsp;B&nbsp;14\/03, BFH\/NV 2004, 224; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2005 IX&nbsp;B&nbsp;193\/04, BFH\/NV 2005, 1342; vom 5.&nbsp;Dezember 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;79\/07, BFH\/NV 2008, 732; vom 15.&nbsp;Oktober 2008 II&nbsp;B&nbsp;74\/08, BFH\/NV 2009, 125; Senatsbeschluss vom 2.&nbsp;April 2014 I&nbsp;B&nbsp;130\/13, BFH\/NV 2014, 1085, m.w.N.). Denn selbst wenn die gesetzlichen Voraussetzungen der Legalzession nicht vorliegen, wof&uuml;r vieles spricht, so dr&auml;ngt sich doch die naheliegende, von der Kl&auml;gerin aber uner&ouml;rtert gebliebene Frage auf, ob sie nicht auf andere Weise eine Forderung gegen die Y-GmbH erworben haben k&ouml;nnte. Wenn ein Dritter (hier: die Kl&auml;gerin) die Schuld eines anderen (hier: die Y-GmbH als Schuldnerin) durch Zahlung an den Gl&auml;ubiger (hier: die Herren X und A) i.S. des &sect;&nbsp;267 Abs.&nbsp;1 BGB begleicht, geht die Forderung zwar nicht kraft Gesetzes auf den Dritten &uuml;ber. Der Schuldner kann diesem aber aus vielf&auml;ltigen Gr&uuml;nden regresspflichtig sein. So kommen neben Bereicherungsanspr&uuml;chen gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;812&nbsp;ff. BGB und solchen aus Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ohne Auftrag insbesondere auch Anspr&uuml;che aus einem Auftragsverh&auml;ltnis in Betracht (dazu z.B. Kerwer in jurisPK-BGB, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;267 Rz&nbsp;10). Im Streitfall k&ouml;nnten Regressanspr&uuml;che in Betracht kommen, weil die Y-GmbH offenbar &quot;im Auftrag&quot; der noch nicht ins Handelsregister eingetragenen Kl&auml;gerin in das geplante Kaufgesch&auml;ft eingebunden worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann dem Vorbringen der Kl&auml;gerin ferner nicht entnehmen, weshalb die Beantwortung der Frage nach dem Forderungs&uuml;bergang gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB au&szlig;erhalb des Zwangsvollstreckungsverfahrens zu Zweifeln Anlass geben sollte (sog. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2014 I&nbsp;B&nbsp;167\/13, BFH\/NV 2014, 1092, m.w.N.). In welchen F&auml;llen es bei Drittleistungen &#8211;in Abweichung von der Regel des &sect;&nbsp;267 BGB&#8211; zu Legalzessionen kommt, kann den einzelnen Gesetzesbestimmungen und &uuml;berblickartig der einschl&auml;gigen Kommentarliteratur entnommen werden (vgl. z.B. Kerwer in jurisPK-BGB, a.a.O., &sect;&nbsp;268 Rz&nbsp;9; Artz in Erman, BGB, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;268 Rz&nbsp;3). Dass es zur Frage des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB &uuml;berhaupt einen Streit gibt, vermag der Senat nicht zu erkennen. Im Kern r&uuml;gt die Kl&auml;gerin, dass dem FG schlicht ein Rechtsfehler unterlaufen ist, als es &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB angewandt hat. Dieser rechtfertigt es f&uuml;r sich genommen aber nicht, die Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Sache zuzulassen (Gr&auml;ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;24 und 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich der zweiten Frage wird die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit nicht herausgearbeitet (zu den Darlegungsanforderungen insoweit vgl. z.B. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 1092, m.w.N.). Es fehlt die Auseinandersetzung mit der bereits vorhandenen Rechtsprechung und Literatur zu diesem Problem. So ist durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung in rechtsgrunds&auml;tzlicher Weise bereits gekl&auml;rt worden, dass eine vGA an eine dem Gesellschafter nahestehende Kapitalgesellschaft nicht voraussetzt, dass der Gesellschafter in der vorteilsgew&auml;hrenden oder der empfangenden Kapitalgesellschaft eine beherrschende Stellung innehat (Senatsurteil vom 8.&nbsp;Oktober 2008 I&nbsp;R&nbsp;61\/07, BFHE 223, 131, BStBl II 2011, 62). Einen neuerlichen Kl&auml;rungsbedarf zeigt die Kl&auml;gerin nicht auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Abweichungen von anderen Gerichtsentscheidungen, die zur Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO f&uuml;hren, hat die Kl&auml;gerin nicht in schl&uuml;ssiger Weise dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r eine Zulassung der Revision wegen Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) ist es insbesondere erforderlich, einen abstrakten tragenden Rechtssatz des angefochtenen FG-Urteils sowie einen tragenden abstrakten Rechtssatz einer genau bezeichneten divergierenden Entscheidung herauszuarbeiten und so gegen&uuml;berzustellen, dass die behauptete Abweichung erkennbar wird. Ferner ist darzulegen, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;September 2012 I&nbsp;B&nbsp;189\/11, BFH\/NV 2013, 92, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit eine Divergenz zum Urteil des FG N&uuml;rnberg vom 20.&nbsp;November 2009 VII&nbsp;141\/2006 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 641) ger&uuml;gt wird, geht die Beschwerdebegr&uuml;ndung auf die Vergleichbarkeit der Sachverhalte nicht ein. Im Streitfall war X an der leistungsempfangenen Y-GmbH h&auml;lftig beteiligt. Demgegen&uuml;ber lagen der vermeintlichen Divergenzentscheidung Leistungen zwischen Kapitalgesellschaften zugrunde, an denen jeweils eine bestimmte nat&uuml;rliche Person als alleiniger Gesellschafter beteiligt war. Folglich hat sich dem FG N&uuml;rnberg die Rechtsfrage, ob eine blo&szlig; h&auml;lftige Beteiligung an der leistungsempfangenden Kapitalgesellschaft zur Annahme eines N&auml;heverh&auml;ltnisses und damit einer vGA gen&uuml;gt, gar nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die vermeintliche Divergenzentscheidung des Senats vom 3.&nbsp;Februar 1971 I&nbsp;R&nbsp;51\/66 (BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408) fehlt es an der Herausarbeitung und Gegen&uuml;berstellung abstrakter Rechtss&auml;tze. Einen abstrakten Rechtssatz des Inhalts, dass eine K&ouml;rperschaft nur dann eine nahestehende Person ist, wenn an der leistenden und der empfangenden Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar die gleichen Gesellschafter beteiligt sind, ist dem Senatsurteil in BFHE 101, 501, BStBl II 1971, 408 im &Uuml;brigen nicht zu entnehmen. Der Senat hatte damals zwar einen Sachverhalt zu beurteilen, in dem dieselben nat&uuml;rlichen Personen an der leistenden und der empfangenden Kapitalgesellschaft beteiligt waren. Den abstrakten Rechtssatz, dass <span style=\"text-decoration:underline\">allein<\/span> eine solche Beteiligungsstruktur die Voraussetzungen erf&uuml;llt, um in rechtlicher Hinsicht von einem Nahestehen ausgehen zu k&ouml;nnen, hat der Senat indes nicht aufgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.10.2014, I B 169\/13 vGA: Kapitalgesellschaft als nahestehende Person Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ist auf dem Gebiet des Wirtschaftsconsultings t&auml;tig. Alleingesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist X. Dieser ist zugleich mit 50&nbsp;% an der Y-GmbH beteiligt. 2&nbsp; Im Herbst 2007 kam ein gesch&auml;ftlicher Kontakt zur Firma Z zustande. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-169-13-vga-kapitalgesellschaft-als-nahestehende-person\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;169\/13 &#8211; vGA: Kapitalgesellschaft als nahestehende Person<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63910\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}