{"id":63916,"date":"2015-01-09T07:40:30","date_gmt":"2015-01-09T05:40:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63916"},"modified":"2015-01-09T07:40:30","modified_gmt":"2015-01-09T05:40:30","slug":"x-r-18-14-altersvorsorgezulage-frist-fuer-die-erteilung-des-einverstaendnisses-bzw-der-einwilligung-von-beamten-in-die-uebermittlung-von-besoldungsdaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-18-14-altersvorsorgezulage-frist-fuer-die-erteilung-des-einverstaendnisses-bzw-der-einwilligung-von-beamten-in-die-uebermittlung-von-besoldungsdaten\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;18\/14 &#8211; Altersvorsorgezulage: Frist f&uuml;r die Erteilung des Einverst&auml;ndnisses bzw. der Einwilligung von Beamten in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.10.2014, X R 18\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Altersvorsorgezulage: Frist f&uuml;r die Erteilung des Einverst&auml;ndnisses bzw. der Einwilligung von Beamten in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &sect; 10a Abs. 1a Satz 2 EStG in der in den Jahren 2002 bis 2004 geltenden Fassung ist dahingehend auszulegen, dass das Einverst&auml;ndnis mit der &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten an die zentrale Stelle bis zur Bestandskraft der Entscheidung &uuml;ber die Festsetzung der Altersvorsorgezulage erteilt werden konnte.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die gesetzliche Differenzierung zwischen Beamten und Rentenversicherungspflichtigen dahingehend, dass nur bei Beamten der Anspruch auf Altersvorsorgezulage zus&auml;tzlich von einer gegen&uuml;ber dem Dienstherrn schriftlich zu erteilenden Einwilligung in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten abh&auml;ngig ist, ist verfassungsgem&auml;&szlig;. Das betrifft auch die ab 2005 geltende Obliegenheit, die Einwilligung innerhalb von zwei Jahren nach Ablauf des Beitragsjahres zu erteilen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Das dreistufige gesetzliche Verfahren zur Ermittlung, &Uuml;berpr&uuml;fung und Festsetzung der Altersvorsorgezulage verletzt auch im Hinblick darauf, dass es f&uuml;r einen mehrj&auml;hrigen Zeitraum nicht zum Eintritt der materiellen Bestandskraft kommt, nicht die Grunds&auml;tze des Vertrauensschutzes und des Anspruchs auf effektiven Rechtsschutz.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war in den Streitjahren 2004 bis 2006 Beamtin eines Bundeslandes. Aufgrund ihres Antrags vom 8.&nbsp;August 2002 schloss sie mit einem Anbieter einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag, auf den sie in den Streitjahren eigene Beitr&auml;ge einzahlte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) &#8211;der Zulageantrag selbst ist in den Akten nicht enthalten&#8211; reichte die Kl&auml;gerin beim Anbieter einen &quot;(Dauer-)Zulageantrag&quot; ein. Darin erkl&auml;rte sie, Beamtin zu sein. Die bei Beamten gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle abzugebende Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr 2004 ma&szlig;gebenden Fassung der Bekanntmachung vom 19.&nbsp;Oktober 2002, BGBl I 2002, 4210) &#8211;EStG 2002&#8211; bzw. Einwilligungserkl&auml;rung (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG in der f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 geltenden Fassung) &#8211;EStG 2005&#8211; betreffend die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten an die Beklagte und Revisionsbeklagte (Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen &#8211;ZfA&#8211;) erteilte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anbieter beantragte bei der ZfA in dem auf das jeweilige Beitragsjahr folgenden Jahr f&uuml;r die Kl&auml;gerin die Gew&auml;hrung von Altersvorsorgezulage mittels der vorgeschriebenen elektronischen Datens&auml;tze. In diesen Datens&auml;tzen gab er jedoch &#8211;objektiv unzutreffend&#8211; an, die Kl&auml;gerin sei keine Beamtin. Die ZfA zahlte die Zulagebetr&auml;ge in H&ouml;he von 260&nbsp;EUR (2004 und 2005) bzw. 390&nbsp;EUR (2006) jeweils noch im Jahr der Beantragung an den Anbieter aus, der sie dem Vertragskonto der Kl&auml;gerin gutschrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2009 f&uuml;hrte die ZfA die &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulage (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 EStG 2002) mittels eines Datenabgleichs durch. Der Rentenversicherungstr&auml;ger verneinte in Bezug auf die Kl&auml;gerin das Bestehen einer Versicherungspflicht. Die ZfA teilte der Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 11.&nbsp;September 2009 mit, sie geh&ouml;re nicht zum f&ouml;rderberechtigten Personenkreis. Die Zulage m&uuml;sse zur&uuml;ckgefordert werden, wenn innerhalb der n&auml;chsten sechs Monate keine Versicherungspflicht best&auml;tigt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraufhin erkl&auml;rte der Ehemann (E) der Kl&auml;gerin am 22.&nbsp;September 2009 telefonisch gegen&uuml;ber der ZfA, die Kl&auml;gerin sei Beamtin. Die ZfA wies E in diesem Gespr&auml;ch auf das Erfordernis einer Einwilligungserkl&auml;rung gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle hin. Diese Erkl&auml;rung reichte die Kl&auml;gerin am 13.&nbsp;Oktober 2009 bei ihrer Besoldungsstelle ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die ZfA die Zulage vom Anbieter zur&uuml;ckgefordert und dieser das Vertragskonto der Kl&auml;gerin belastet hatte, bat die Kl&auml;gerin die ZfA mit einem dort am 27.&nbsp;Januar 2010 eingegangenen Schreiben um Erl&auml;uterung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die R&uuml;ckforderung. Mit Schreiben vom 29.&nbsp;Januar 2010 gab die ZfA der Kl&auml;gerin Hinweise zur Rechtslage unter Nennung der Rechtsgrundlagen und der zweij&auml;hrigen Dauer der Frist zur Abgabe der Einwilligungserkl&auml;rung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einem am 2.&nbsp;M&auml;rz 2010 beim Anbieter eingegangenen Schreiben beantragte die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Streitjahre die f&ouml;rmliche Festsetzung der Zulage nach &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;4 EStG in der insoweit bis heute unver&auml;ndert fortgeltenden Fassung (EStG). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie aus, sie sei vom Anbieter erst am 6.&nbsp;Oktober 2009 &uuml;ber die Notwendigkeit der Abgabe einer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle informiert worden. Der Anbieter leitete den Antrag an die ZfA weiter, wo er am 15.&nbsp;M&auml;rz 2010 einging.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA bat die Kl&auml;gerin am 5.&nbsp;Oktober 2010 um ausf&uuml;hrliche Darlegung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die versp&auml;tete Abgabe der Einverst&auml;ndnis- bzw. Einwilligungserkl&auml;rung. In diesem Schreiben hie&szlig; es ferner, der Kl&auml;gerin sei von ihrem Dienstherrn mit der Gehaltsabrechnung f&uuml;r Dezember 2002 sowohl ein Informationsblatt zu der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung als auch ein entsprechender Vordruck zur Erteilung dieser Erkl&auml;rung &uuml;bersandt worden. Zu der Frage, ob diese Behauptung zutrifft, hat das FG keine Feststellungen getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte hierauf erneut, vom Anbieter &quot;nicht rechtzeitig und in vollem Umfang&quot; &uuml;ber die Notwendigkeit einer Einwilligungserkl&auml;rung informiert worden zu sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheiden vom 14.&nbsp;Februar 2011 lehnte die ZfA die Festsetzung von Altersvorsorgezulage f&uuml;r die Streitjahre ab. Mangels rechtzeitiger Erteilung einer schriftlichen Einverst&auml;ndnis- bzw. Einwilligungserkl&auml;rung geh&ouml;re die Kl&auml;gerin nicht zu dem nach &sect;&nbsp;10a EStG 2002\/2005 beg&uuml;nstigten Personenkreis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Einspruchsverfahrens richtete der Anbieter am 3.&nbsp;August 2011 ein Schreiben an die Kl&auml;gerin, in dem er erkl&auml;rte, diese unter Punkt&nbsp;E. des Zulageantrags darauf hingewiesen zu haben, dass Beamte ihren Dienstherrn zur Einkommensmeldung an die ZfA &quot;bevollm&auml;chtigen&quot; m&uuml;ssten. Eine zivilrechtliche Haftung f&uuml;r den Verlust des Zulageanspruchs lehnte der Anbieter ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 6.&nbsp;Januar 2012 wies die ZfA die Einspr&uuml;che zur&uuml;ck. F&uuml;r 2004 habe sich die Frist zur Abgabe der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung nach den einschl&auml;gigen Verwaltungsanweisungen (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 17.&nbsp;November 2004, BStBl I 2004, 1065, Tz.&nbsp;6) auf zwei Jahre belaufen. F&uuml;r eine r&uuml;ckwirkende Fristverl&auml;ngerung nach &sect;&nbsp;109 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) seien keine hinreichenden Gr&uuml;nde gegeben. F&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 sei die Zwei-Jahres-Frist gesetzlich geregelt gewesen. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand sei nicht zu gew&auml;hren, weil die Fristvers&auml;umnis nicht ohne Verschulden eingetreten sei. Die Kl&auml;gerin habe vielmehr die ihr zur Verf&uuml;gung stehenden Informationsquellen nicht ausgesch&ouml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren brachte die Kl&auml;gerin vor, ihr sei sowohl eine r&uuml;ckwirkende Fristverl&auml;ngerung als auch Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren, weil sie nicht hinreichend &uuml;ber das Einwilligungserfordernis und die Rechtsfolgen einer Fristvers&auml;umung aufgekl&auml;rt worden sei. Die Kl&auml;gerin habe den Versicherungsvermittler ausdr&uuml;cklich auf ihre Beamteneigenschaft hingewiesen. Auch die ZfA habe Beratungs- und Auskunftspflichten zu erf&uuml;llen gehabt. Die Regelungen des EStG seien derart kompliziert, dass f&uuml;r Laien hervorgehobene Belehrungen erforderlich seien, an denen es fehle. Es d&uuml;rfe den Zulageberechtigten nicht zum Nachteil gereichen, dass die ZfA die Zulagen zun&auml;chst ungepr&uuml;ft auszahle und erst nach Ablauf der f&uuml;r die Erteilung der Einwilligung geltenden Frist eine &Uuml;berpr&uuml;fung vornehme. Ohnehin stelle das Erfordernis der Einwilligung Beamte in unzul&auml;ssiger Weise schlechter als Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 748). Das Erfordernis des Einverst&auml;ndnisses bzw. der Einwilligung sei als materiell-rechtliche Voraussetzung des Zulageanspruchs anzusehen. Da im Gesetz bis 2004 keine ausdr&uuml;ckliche Frist vorgesehen gewesen sei, habe das Einverst&auml;ndnis aufgrund des im Einkommensteuerrecht geltenden J&auml;hrlichkeitsprinzips nur bis zum Ende des jeweiligen Beitragsjahres erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen. F&uuml;r die von der Finanzverwaltung auch insoweit vorgesehene Zwei-Jahres-Frist fehle es an einer Rechtsgrundlage. Die gesetzliche Regelung sei sowohl hinsichtlich der zun&auml;chst ungepr&uuml;ften Auszahlung der Zulage als auch in Bezug auf die Differenzierung zwischen Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung und Beamten verfassungsgem&auml;&szlig;. Der insoweit lediglich geltende Willk&uuml;rma&szlig;stab sei nicht verletzt. Der Kl&auml;gerin sei weder eine nachtr&auml;gliche Fristverl&auml;ngerung noch Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren. Die Nichtangabe des Beamtenstatus durch den Anbieter sei f&uuml;r die Fristvers&auml;umung nicht kausal geworden, da auch die zutreffende Mitteilung des Beamtenstatus an die ZfA die fehlende Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung nicht h&auml;tte ersetzen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision vertritt die Kl&auml;gerin die Auffassung, mangels einer im Gesetz ausdr&uuml;cklich bezeichneten Frist habe die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung f&uuml;r das Beitragsjahr 2004 bis zum Eintritt der Bestandskraft der Zulagefestsetzung wirksam abgegeben werden k&ouml;nnen. Die Rechtslage entspreche insoweit derjenigen bei dem Antrags- und Zustimmungserfordernis f&uuml;r Unterhaltsleistungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. Einverst&auml;ndnis bzw. Einwilligung seien nicht als materiell-rechtliches Tatbestandsmerkmal, sondern als datenschutzrechtliche Bestimmung anzusehen. Es sei unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, an die nicht fristgem&auml;&szlig;e Erf&uuml;llung einer datenschutzrechtlichen Bestimmung die Rechtsfolge des vollst&auml;ndigen Wegfalls des Zulageanspruchs zu kn&uuml;pfen. Jedenfalls sei wegen der unzureichenden Aufkl&auml;rung der betroffenen Beamten &uuml;ber die zu beachtenden verfahrensrechtlichen Regelungen Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil, die Einspruchsentscheidungen vom 6.&nbsp;Januar 2012 und die Ablehnungsbescheide vom 14.&nbsp;Februar 2011 aufzuheben und die ZfA zu verpflichten, zu ihren Gunsten Altersvorsorgezulage f&uuml;r die Jahre 2004 und 2005 in H&ouml;he von jeweils 260&nbsp;EUR sowie f&uuml;r das Jahr 2006 in H&ouml;he von 390&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie vertritt einerseits &#8211;mit dem FG&#8211; die Auffassung, Einverst&auml;ndnis bzw. Einwilligung seien als materiell-rechtliche Tatbestandsmerkmale anzusehen. Andererseits formuliert sie, es handele sich um &quot;eine verfahrensrechtliche und verwaltungspraktikable Besonderheit zur Umsetzung des automatisierten Zulage(masse-)verfahrens&quot;. Es gebe ca. 8&nbsp;400 Besoldungsstellen des &ouml;ffentlichen Dienstes. Eine kurze Frist sei schon deshalb erforderlich, weil die Berechnung der Zulage erst m&ouml;glich sei, wenn die von der Besoldungsstelle zu &uuml;bermittelnden Daten bekannt seien. Ziel des Gesetzgebers sei die Schaffung eines effizienten Verwaltungsverfahrens gewesen. Wiedereinsetzung k&ouml;nne nicht gew&auml;hrt werden, weil die Kl&auml;gerin die vorhandenen Hinweise schuldhaft nicht zur Kenntnis genommen habe. Die Beh&ouml;rden seien ihrer Aufkl&auml;rungspflicht hinreichend nachgekommen (durch BMF-Schreiben, den amtlichen Vordruck des Zulageantrags und die Informationen auf den Internetseiten der ZfA und des Bundeszentralamts f&uuml;r Steuern). Ohnehin gelte die Vorschrift des &sect;&nbsp;110 AO nur f&uuml;r Erkl&auml;rungen, die gegen&uuml;ber Finanzbeh&ouml;rden abzugeben seien; die vorliegend vers&auml;umten Erkl&auml;rungen seien aber gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle abzugeben gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist in Bezug auf das Streitjahr 2004 begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt insoweit zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Entscheidung des Senats in der Sache selbst im Wege der antragsgem&auml;&szlig;en Verpflichtung der ZfA zur Gew&auml;hrung der Zulage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Im &Uuml;brigen ist die Revision unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 hat das FG zu Recht entschieden, dass die Kl&auml;gerin keinen Anspruch auf die Festsetzung von Altersvorsorgezulage hat. Sie hat die erforderliche Einwilligung nicht innerhalb der gesetzlichen Frist erteilt (dazu unten a). Der Kl&auml;gerin kann wegen der Fristvers&auml;umung weder eine nachtr&auml;gliche Fristverl&auml;ngerung nach &sect;&nbsp;109 AO (unten b) noch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach &sect;&nbsp;110 AO (unten c) gew&auml;hrt werden. Die einfach-gesetzliche Regelungslage gen&uuml;gt zudem den verfassungsrechtlichen Anforderungen (unten d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG 2005 haben nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG 2005 beg&uuml;nstigte unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Personen Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage. Nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG 2005 sind u.a. Empf&auml;nger von Besoldung nach dem Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) beg&uuml;nstigt, was in den Streitjahren auf die Kl&auml;gerin als Landesbeamtin zutraf, da das BBesG nach seinem &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 seinerzeit auch auf Beamte der L&auml;nder anzuwenden war. Die Beg&uuml;nstigung von Besoldungsempf&auml;ngern setzt allerdings nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2005 zus&auml;tzlich voraus, dass &quot;sie sp&auml;testens bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres, das auf das Beitragsjahr (&sect;&nbsp;88) folgt, gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle (&sect;&nbsp;81a) schriftlich eingewilligt haben, dass diese der zentralen Stelle (&sect;&nbsp;81) j&auml;hrlich mitteilt, dass der Steuerpflichtige zum beg&uuml;nstigten Personenkreis geh&ouml;rt, dass die zust&auml;ndige Stelle der zentralen Stelle die f&uuml;r die Ermittlung des Mindesteigenbeitrags (&sect;&nbsp;86) und die Gew&auml;hrung der Kinderzulage (&sect;&nbsp;85) erforderlichen Daten &uuml;bermittelt und die zentrale Stelle diese Daten f&uuml;r das Zulageverfahren verwenden darf&quot;. Die zust&auml;ndige Stelle, gegen&uuml;ber der die Einwilligung abzugeben ist, ist im Fall der Kl&auml;gerin die die Besoldung anordnende Stelle (&sect;&nbsp;81a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach h&auml;tte die Kl&auml;gerin die Einwilligung f&uuml;r das Beitragsjahr 2005 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2007 und f&uuml;r das Beitragsjahr 2006 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2008 schriftlich gegen&uuml;ber ihrer Besoldungsstelle erkl&auml;ren m&uuml;ssen. Tats&auml;chlich hat sie diese Erkl&auml;rung erst am 13.&nbsp;Oktober 2009 abgegeben. Die gesetzliche Zwei-Jahres-Frist ist damit &#8211;was zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig ist&#8211; f&uuml;r beide Streitjahre vers&auml;umt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine r&uuml;ckwirkende Fristverl&auml;ngerung nach &sect;&nbsp;109 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO scheidet schon deshalb aus, weil der Anwendungsbereich dieser Vorschrift sich auf Fristen zur Einreichung von Steuererkl&auml;rungen und Fristen beschr&auml;nkt, die von einer Finanzbeh&ouml;rde gesetzt sind. Bei der in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2005 genannten Zwei-Jahres-Frist handelt es sich indes um eine gesetzliche Frist. Solche fallen &#8211;mit Ausnahme der Steuererkl&auml;rungsfristen&#8211; nicht unter &sect;&nbsp;109 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (&sect;&nbsp;110 AO) kann der Kl&auml;gerin im Streitfall nicht gew&auml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) War jemand ohne Verschulden verhindert, eine gesetzliche Frist einzuhalten, so ist ihm auf Antrag &#8211;ggf. auch von Amts wegen, wie aus &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO folgt&#8211; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren. Der Antrag ist innerhalb eines Monats nach Wegfall des Hindernisses zu stellen. Die Tatsachen zur Begr&uuml;ndung des Antrags sind bei der Antragstellung oder im Verfahren &uuml;ber den Antrag glaubhaft zu machen. Innerhalb der Antragsfrist ist die vers&auml;umte Handlung nachzuholen. Nach einem Jahr seit dem Ende der vers&auml;umten Frist kann die Wiedereinsetzung nicht mehr beantragt oder die vers&auml;umte Handlung nicht mehr nachgeholt werden, au&szlig;er wenn dies vor Ablauf der Jahresfrist infolge h&ouml;herer Gewalt unm&ouml;glich war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anders als die ZfA meint, ist die Gew&auml;hrung von Wiedereinsetzung nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil &sect;&nbsp;110 AO auf die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2005 gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle abzugebende Erkl&auml;rung bereits dem Grunde nach nicht anwendbar w&auml;re. Die von der ZfA vertretene Auffassung, &sect;&nbsp;110 AO sei nur auf Erkl&auml;rungen gegen&uuml;ber Finanzbeh&ouml;rden anwendbar, findet bereits im Gesetzeswortlaut &#8211;dort ist nur von einer &quot;gesetzlichen Frist&quot; die Rede&#8211; keine St&uuml;tze. Auch nach Auffassung der Literatur gilt &sect;&nbsp;110 AO in allen steuerlichen Verwaltungsverfahren (vgl. nur S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;110 AO Rz&nbsp;15). Die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung stellt aber eine Erkl&auml;rung in einem steuerlichen Verwaltungsverfahren dar. Die AO gilt f&uuml;r alle Steuern einschlie&szlig;lich der Steuerverg&uuml;tungen, die durch Bundesrecht geregelt sind, soweit sie durch Bundes- oder Landesfinanzbeh&ouml;rden verwaltet werden (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Die Verwaltung der Altersvorsorgezulage bleibt aber Sache der ZfA, auch wenn im Verfahren eine Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle abzugeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn auf die Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber der Besoldungsstelle bei Zugrundelegung der Auffassung der ZfA die Vorschrift des &sect;&nbsp;110 AO nicht anwendbar w&auml;re, schl&ouml;sse dies die Gew&auml;hrung von Wiedereinsetzung nicht aus, weil dann auf diese Erkl&auml;rung die &#8211;inhaltsgleiche&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;32 des Verwaltungsverfahrensgesetzes anzuwenden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Irrtum &uuml;ber das Bestehen einer gesetzlichen Frist scheidet auch nicht deshalb von vornherein als Wiedereinsetzungsgrund aus, weil eine derartige Rechtsunkenntnis stets als schuldhaft anzusehen w&auml;re. Vielmehr ist auch in einem solchen Fall Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren, wenn die f&uuml;r einen gewissenhaft und sachgem&auml;&szlig; handelnden Verfahrensbeteiligten gebotene und ihm nach den Umst&auml;nden zumutbare Sorgfalt beachtet worden ist (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Mai 2006 VI&nbsp;R&nbsp;51\/04, BFHE 214, 145, BStBl II 2006, 833, unter II.2.a, mit zahlreichen weiteren Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Kl&auml;gerin hinsichtlich der Erteilung der Einwilligung die ihr zumutbare Sorgfalt beachtet hat, kann der Senat im Streitfall wegen der insoweit nicht ausreichenden Feststellungen des FG nicht beurteilen. F&uuml;r die Entscheidung im vorliegenden Revisionsverfahren kommt es darauf jedoch nicht an, weil die Gew&auml;hrung von Wiedereinsetzung jedenfalls aus anderen Gr&uuml;nden ausscheidet (dazu unten dd). Angesichts der zahlreichen noch beim FG und der ZfA anh&auml;ngigen Parallelverfahren weist der Senat allerdings darauf hin, dass die Pr&uuml;fung, ob die gesetzliche Frist &quot;ohne Verschulden&quot; vers&auml;umt worden ist, in F&auml;llen wie dem vorliegenden &#8211;sofern die Gew&auml;hrung von Wiedereinsetzung nicht schon aus anderen Gr&uuml;nden zu verneinen ist&#8211; grunds&auml;tzlich Feststellungen zu den folgenden Sachverhaltsmerkmalen erfordert:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Art des verwendeten Antragsvordrucks und der hierzu &uuml;bergebenen schriftlichen Erl&auml;uterungen; wegen der Bedeutung der in den amtlichen Antragsvordrucken enthaltenen &#8211;in den einzelnen Beitragsjahren erheblich variierenden (siehe dazu unten d&nbsp;aa (3) (c) (aa))&#8211; Hinweise und der von den Zulageberechtigten darin abgegebenen Erkl&auml;rungen wird grunds&auml;tzlich eine Kopie des konkret verwendeten Dokuments zu den Akten zu nehmen sein;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;sofern &#8211;wie im Streitfall&#8211; von der Beh&ouml;rde substantiiert vorgetragen wird, der Beamte sei von seiner Besoldungsstelle schriftlich &uuml;ber das Erfordernis der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung informiert worden, sind auch hierzu Feststellungen zu treffen;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;sofern &#8211;wie es vorliegend aufgrund des Akteninhalts naheliegt&#8211; dem Beamten innerhalb der f&uuml;r das sp&auml;tere Streitjahr noch laufenden Einwilligungsfrist mitgeteilt worden ist, dass die ZfA entschieden habe, f&uuml;r ein vorangegangenes Beitragsjahr bestehe mangels Zugeh&ouml;rigkeit zum berechtigten Personenkreis kein Zulageanspruch, wogegen Einwendungen erhoben werden k&ouml;nnen (vgl. das an die Kl&auml;gerin gerichtete Schreiben des Anbieters vom 16.&nbsp;Februar 2007, das insoweit das Beitragsjahr 2003 betrifft), kann auch dies f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Wiedereinsetzung beachtlich sein;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;da von der vorliegenden Problematik ausschlie&szlig;lich Beamte betroffen sind und bei dieser Berufsgruppe im Allgemeinen von einer &uuml;berdurchschnittlichen Gewandtheit im Umgang mit Rechtsvorschriften ausgegangen werden kann, sind auch Feststellungen zur Ausbildung und konkreten T&auml;tigkeit des jeweiligen Beamten zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Wiedereinsetzung kann aber jedenfalls deshalb nicht gew&auml;hrt werden, weil die Kl&auml;gerin nicht innerhalb eines Monats nach Wegfall des Hindernisses Tatsachen zur Begr&uuml;ndung ihres Wiedereinsetzungsantrags vorgetragen hat. Die st&auml;ndige und vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gebilligte h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung verlangt eine solche fristgerechte Begr&uuml;ndung, sofern Wiedereinsetzung &#8211;wof&uuml;r hier allerdings nichts spricht&#8211; nicht bereits von Amts wegen zu gew&auml;hren ist (vgl. zu &sect;&nbsp;110 AO BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;B&nbsp;3\/11, BFH\/NV 2012, 707, unter II.2.c, mit zahlreichen Nachweisen auch auf die Rechtsprechung der anderen obersten Bundesgerichte und des BVerfG; zur insoweit identischen Rechtslage bei &sect;&nbsp;56 FGO Senatsbeschluss vom 17.&nbsp;August 2010 X&nbsp;B&nbsp;190\/09, BFH\/NV 2010, 2285).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorliegend hat die Kl&auml;gerin durch das am 22.&nbsp;September 2009 zwischen E und der ZfA gef&uuml;hrte Telefongespr&auml;ch vom Erfordernis der Einwilligungserkl&auml;rung erfahren; entsprechend hat sie am 13.&nbsp;Oktober 2009 &#8211;innerhalb der Monatsfrist des &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO&#8211; die vers&auml;umte Handlung durch Erteilung der Einwilligung nachgeholt. Das Schreiben der Kl&auml;gerin vom 24.&nbsp;Februar 2010, mit dem erstmals &#8211;und zudem allenfalls ansatzweise&#8211; ein Wiedereinsetzungsgrund geltend gemacht wurde, ist jedoch erst am 15.&nbsp;M&auml;rz 2010 und damit deutlich nach Ablauf der Monatsfrist bei der ZfA eingegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes w&uuml;rde gelten, wenn man zugunsten der Kl&auml;gerin unterstellen w&uuml;rde, dass sie zum einen nicht bereits durch das Telefongespr&auml;ch vom 22.&nbsp;September 2009 oder die im zeitlichen Zusammenhang hiermit get&auml;tigte Korrespondenz mit dem Anbieter, sondern erst durch das ausf&uuml;hrliche Hinweisschreiben der ZfA vom 29.&nbsp;Januar 2010 mit letzter Sicherheit von der Fristvers&auml;umung erfahren h&auml;tte, und zum anderen ma&szlig;gebend f&uuml;r die Wahrung der Monatsfrist nicht der Zugang des Schreibens der Kl&auml;gerin bei der ZfA (15.&nbsp;M&auml;rz 2010), sondern bereits der Zugang beim Anbieter (2.&nbsp;M&auml;rz 2010) war. Das Schreiben der ZfA vom 29.&nbsp;Januar 2010 gilt der Kl&auml;gerin als am 1.&nbsp;Februar 2010 (Montag) bekanntgegeben (&sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO). Damit endete die Monatsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;188 Abs.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs mit Ablauf des 1.&nbsp;M&auml;rz 2010 (Montag); das erst am 2.&nbsp;M&auml;rz 2010 beim Anbieter eingegangene Schreiben konnte die Monatsfrist nicht wahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der erkennende Senat h&auml;lt die im Streitfall entscheidungserheblichen Normen f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig;. Dies gilt zum einen f&uuml;r das dreistufige gesetzliche Verfahren zur Ermittlung, &Uuml;berpr&uuml;fung und Festsetzung der Zulage (unten aa) und zum anderen f&uuml;r die Differenzierung zwischen Beamten einerseits und Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung andererseits (unten bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die gesetzlichen Regelungen &uuml;ber den dreistufigen Verfahrensablauf sind verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Zulageverfahren ist weitestgehend automatisiert. Die erforderlichen Angaben erreichen die ZfA in Form von Datens&auml;tzen der Anbieter (&sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 EStG) sowie der &ouml;ffentlichen Stellen, die in das Verfahren einbezogen sind (&sect;&nbsp;91 EStG). Auch umgekehrt tritt die ZfA mit den Anbietern grunds&auml;tzlich durch Datens&auml;tze in Verbindung (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2, 3 EStG). Die Kommunikation in Papierform beschr&auml;nkt sich im Wesentlichen auf das Verh&auml;ltnis zwischen dem Zulageberechtigten und dem Anbieter (&sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;92 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der ersten Stufe ermittelt die ZfA auf Grund der von ihr erhobenen oder der ihr &uuml;bermittelten Daten &#8211;ohne Pr&uuml;fung der Richtigkeit dieser Daten&#8211;, ob und in welcher H&ouml;he ein Zulageanspruch besteht (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). Besteht ein solcher Anspruch, veranlasst sie die Auszahlung an den Anbieter zugunsten des Zulageberechtigten; ein gesonderter Zulagenbescheid ergeht in diesen F&auml;llen nicht (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1, 2 EStG). Die Mitteilung des Ermittlungsergebnisses (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG) an den Anbieter steht kraft Gesetzes unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (ab 2005 &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Altersvorsorge-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;AltvDV&#8211;; bis 2004 &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AltvDV a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als zweite Stufe sieht &sect;&nbsp;91 EStG ausdr&uuml;cklich ein Verfahren der &quot;&Uuml;berpr&uuml;fung der Zulage&quot; vor. Hierzu &uuml;bermitteln bestimmte &ouml;ffentliche Stellen der ZfA weitere Daten. Diese dienen insbesondere der Pr&uuml;fung, ob der Zulageberechtigte den Mindesteigenbeitrag geleistet hat. Die ZfA nimmt einen automatisierten Datenabgleich vor (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG). Das Ergebnis dieses Datenabgleichs kann eine R&uuml;ckforderung der bereits ausgezahlten Zulage vom Anbieter &#8211;ebenfalls durch Datensatz&#8211; zur Folge haben (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der dritten Stufe hat der Zulageberechtigte die M&ouml;glichkeit, durch besonderen Antrag eine f&ouml;rmliche Festsetzung der Zulage zu erreichen (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;4 EStG). Erst in diesem Stadium findet eine personelle Pr&uuml;fung des Zulageanspruchs statt; es kommt erstmals zu einem direkten Kontakt zwischen dem Zulageberechtigten und der ZfA und zum Ergehen f&ouml;rmlicher Verwaltungsakte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese gesetzlichen Regelungen zeigen, dass das Verfahren in besonderer Weise auf Schnelligkeit, Einfachheit und Effizienz gerichtet ist. Die &#8211;im Gesetz angelegte&#8211; Vorl&auml;ufigkeit der Ermittlung der Zulage auf der ersten Stufe folgt nicht nur daraus, dass die ZfA sich hierbei ausschlie&szlig;lich auf die vom Anbieter &uuml;bermittelten Angaben st&uuml;tzt und eine &Uuml;berpr&uuml;fung mittels des in &sect;&nbsp;91 EStG vorgesehenen Datenabgleichs zu diesem Zeitpunkt noch nicht stets m&ouml;glich sein wird, sondern auch aus der gesetzlichen Anordnung des Vorbehalts der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Als verfassungsrechtliche Pr&uuml;fungsma&szlig;st&auml;be stehen insoweit die &#8211;jeweils aus dem Rechtsstaatsprinzip des Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes (GG) abzuleitenden&#8211; Grunds&auml;tze des Vertrauensschutzes und ggf. des Anspruchs auf effektiven Rechtsschutz zur Verf&uuml;gung. Zwar kommt es durch den im Gesetz vorgesehenen Ablauf des Verwaltungsverfahrens zu einer gewissen Beeintr&auml;chtigung dieser Grunds&auml;tze. So steht der Umstand, dass f&uuml;r die Mitteilung des Ermittlungsergebnisses an den Anbieter kraft Gesetzes der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gilt, dem Eintritt der materiellen Bestandskraft f&uuml;r einen mehrj&auml;hrigen Zeitraum entgegen. Auch findet die gesetzlich vorgesehene &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulage ggf. erst zu einem Zeitpunkt statt, der lange nach der Antragstellung und der &#8211;materiell vorl&auml;ufigen&#8211; Auszahlung der Zulage liegt. Der Zulageberechtigte muss daher &uuml;ber einen langen Zeitraum mit der R&uuml;ckforderung rechnen. Bei einer Gesamtbetrachtung des gesetzlich angeordneten Verwaltungsverfahrens und der vom Gesetzgeber und der Verwaltung getroffenen Vorkehrungen zur Wahrung der zweij&auml;hrigen Einwilligungsfrist durch den Zulageberechtigten erweisen sich diese Beeintr&auml;chtigungen jedoch nicht als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Der Gesichtspunkt einer m&ouml;glichst effizienten Verwaltung genie&szlig;t ebenfalls Verfassungsrang (vgl. Art.&nbsp;108 GG). Dieser Gesichtspunkt gewinnt im Bereich der Altersvorsorgezulage angesichts der au&szlig;erordentlich gro&szlig;en Anzahl der zu bearbeitenden F&auml;lle bei gleichzeitiger Geringf&uuml;gigkeit der Betr&auml;ge, um die es im Einzelfall geht &#8211;so betrug die Grundzulage im Streitjahr 2005&nbsp;&nbsp;76&nbsp;EUR j&auml;hrlich&#8211;, besondere Bedeutung. In einer derartigen Konstellation k&ouml;nnen die Kosten der Verwaltung einer Subvention nur durch einen m&ouml;glichst hohen Grad an Automatisierung des Verwaltungsverfahrens in einem vertretbaren Verh&auml;ltnis zur H&ouml;he der Subvention gehalten werden. F&uuml;r ein solches automatisiertes Verfahren hat sich der Gesetzgeber mit guten Gr&uuml;nden entschieden. Dieses Verfahren bringt es mit sich, dass die Zulage zun&auml;chst weitestgehend aufgrund der &#8211;noch nicht &uuml;berpr&uuml;ften&#8211; Angaben der Anbieter ausgezahlt wird. Erst aufgrund eines sp&auml;teren Datenabgleichs findet die Pr&uuml;fung weiterer Voraussetzungen des Zulageanspruchs statt. Dies ist im Grundsatz nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Etwas anderes k&ouml;nnte allerdings gelten, wenn bereits im Gesetz angelegt w&auml;re, dass die &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulage (&sect;&nbsp;91 EStG) erst zu einem Zeitpunkt stattfindet, in dem die zweij&auml;hrige Frist f&uuml;r die Erteilung der Einwilligung schon abgelaufen ist. F&uuml;r ein solches Verst&auml;ndnis der gesetzlichen Regelung enth&auml;lt der Wortlaut des &sect;&nbsp;91 EStG indes keinen Anhaltspunkt. Dieser spricht vielmehr eher daf&uuml;r, dass die &Uuml;berpr&uuml;fung dann vorgenommen werden kann, wenn zu erwarten ist, dass die externen Stellen &uuml;ber die ben&ouml;tigten Daten verf&uuml;gen. Dies d&uuml;rfte im Regelfall noch deutlich innerhalb der gesetzlichen Zwei-Jahres-Frist der Fall sein, zumal f&uuml;r den Mindesteigenbeitrag &#8211;um den es hier geht&#8211; die H&ouml;he der Besoldung des dem Beitragsjahr <em>vorangegangenen<\/em> Kalenderjahres ma&szlig;gebend ist (&sect;&nbsp;86 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Sollte die Verwaltung ihr Verfahren &#8211;ungesteuert von gesetzlichen Vorgaben&#8211; so eingerichtet haben, dass die Zulage systematisch erst nach Ablauf der Einwilligungsfrist &uuml;berpr&uuml;ft wird, w&auml;re der Gesetzgeber allerdings zur Beobachtung der Auswirkungen eines solchen Verwaltungsverfahrens und ggf. zur Vornahme von Korrekturen an der gesetzlichen Regelung verpflichtet (vgl. zu Beobachtungs- und Korrekturpflichten des Gesetzgebers BVerfG-Beschluss vom 14.&nbsp;Januar 1981&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;612\/72, BVerfGE 56, 54, unter C.I.2., m.w.N.). Die gegenw&auml;rtig vorliegenden Informationen sprechen allerdings &#8211;trotz der erheblichen Zahl der hierzu beim FG und dem erkennenden Senat anh&auml;ngigen Verfahren&#8211; nicht daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber das Zusammentreffen der erst zum 1.&nbsp;Januar 2005 eingef&uuml;hrten Zwei-Jahres-Frist mit dem dreistufigen Verwaltungsverfahren bereits mit Wirkung f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 h&auml;tte anpassen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierbei ist auch zu beachten, dass sowohl die Verwaltung &#8211;dem Gesetzgeber zurechenbar&#8211; als auch der Gesetzgeber selbst die Aufkl&auml;rung des Personenkreises, der von der Pflicht zur Abgabe einer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung betroffen ist, &uuml;ber dieses gesetzliche Erfordernis und seine Fristbindung im Zeitablauf stetig verbessert haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) So ist das BMF nach &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;1 EStG erm&auml;chtigt, die Vordrucke f&uuml;r die Zulageantr&auml;ge zu bestimmen. Im ersten, f&uuml;r 2002 geltenden amtlichen Vordruckmuster (BMF-Schreiben vom 8.&nbsp;Mai 2002, BStBl I 2002, 526) war die dargestellte Problematik noch nicht erkannt worden. Dort hie&szlig; es unter D., sofern der Antragsteller zum Personenkreis der Beamten geh&ouml;rte, zum Einkommen seien &quot;keine Angaben erforderlich, da die ma&szlig;gebenden Einkommensdaten aufgrund Ihrer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung vom Dienstherrn &uuml;bermittelt werden&quot;. Diese Formulierung k&ouml;nnte durchaus so verstanden werden, dass die Erteilung einer gesonderten Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung nicht erforderlich, sondern bereits der Zulageantrag ausreichend sei; auch ein Hinweis auf die &#8211;seinerzeit von der Verwaltung vertretene (vgl. unten 2.a)&#8211; kurze Fristbindung der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung fand sich nicht. In den amtlichen Erl&auml;uterungen zum Zulageantrag 2002 wurde ebenfalls nicht auf das Erfordernis einer gesonderten Erkl&auml;rung hingewiesen. Gleiches gilt f&uuml;r das amtliche Vordruckmuster 2003 (BMF-Schreiben vom 8.&nbsp;Oktober 2003, BStBl I 2003, 495; dort nunmehr Punkt&nbsp;E.). Im amtlichen Vordruckmuster f&uuml;r 2004 (BMF-Schreiben vom 27.&nbsp;Oktober 2004, BStBl I 2004, 951) war zwar im Antrag selbst weiterhin kein ausdr&uuml;cklicher Hinweis auf die Notwendigkeit der Erteilung einer &#8211;vom Zulageantrag getrennten&#8211; Einwilligung enthalten. In den amtlichen Erl&auml;uterungen zum Antrag unter Punkt&nbsp;2 hie&szlig; es allerdings, Beamte seien zulageberechtigt, &quot;wenn sie eine Einwilligung gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle (z.B. Dienstherrn) abgegeben haben&quot;. Worauf sich diese Einwilligung beziehen und welche Frist hierf&uuml;r gelten sollte, wurde jedoch nicht mitgeteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Vordruckmuster f&uuml;r das Streitjahr 2005 (BMF-Schreiben vom 4.&nbsp;Oktober 2005, BStBl I 2005, 909) wurde dann erstmals im Antrag selbst darauf hingewiesen, dass die Einwilligung dem Dienstherrn gegen&uuml;ber abzugeben sei (&quot;da die ma&szlig;gebenden Einkommensdaten aufgrund Ihrer &#8211;dem Dienstherren gegen&uuml;ber abgegebenen&#8211; Einwilligung von diesem &uuml;bermittelt werden&quot;). Seit dem Vordruckmuster f&uuml;r 2006 (BMF-Schreiben vom 11.&nbsp;September 2006, BStBl I 2006, 513) hei&szlig;t es zudem: &quot;&#8230; m&uuml;ssen Sie Ihrem Dienstherren eine Einwilligungserkl&auml;rung zur &Uuml;bermittelung der ma&szlig;geblichen Einkommensdaten an die ZFA erteilt haben&quot; (Hervorhebung nur hier). Diese Formulierung ist rechtlich zwar nicht ganz korrekt, da die Einwilligungserkl&auml;rung nicht zwingend bereits bei Antragstellung erteilt sein muss, sondern bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres nach dem Beitragsjahr nachgeholt werden kann; sie erweckt beim Antragsteller aber den &#8211;wenn auch unzutreffenden, in diesem Zusammenhang zur Fristwahrung jedoch durchaus sinnvollen&#8211; Eindruck, er m&uuml;sse die Einwilligung sp&auml;testens mit der Antragstellung erteilen. Seit dem Vordruckmuster f&uuml;r 2007 (BMF-Schreiben vom 7.&nbsp;August 2007, BStBl I 2007, 612) wird in den amtlichen Erl&auml;uterungen zum Zulageantrag erstmals &#8211;unter Hervorhebung durch Fettdruck&#8211; darauf hingewiesen, dass die Einwilligung fristgebunden sei; die Dauer der Frist wird allerdings nicht genannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Darstellung zeigt, dass das BMF sich stetig darum bem&uuml;ht hat, die Gestaltung der amtlichen Vordrucke zu verbessern und ihren Informationsgehalt zu erh&ouml;hen, auch wenn dies in den Streitjahren noch nicht in vollem Umfang gelungen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber die Anbieter f&uuml;r neue Vertragsabschl&uuml;sse ab dem 1.&nbsp;Januar 2005 verpflichtet hat, den Vertragspartner vor Vertragsabschluss schriftlich &uuml;ber die Einwilligung nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2005 als Voraussetzung der F&ouml;rderberechtigung f&uuml;r den dort genannten Personenkreis zu informieren (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Altersvorsorge-Zertifizierungsgesetzes &#8211;AltZertG&#8211; i.d.F. des Alterseink&uuml;nftegesetzes &#8211;AltEinkG&#8211; vom 5.&nbsp;Juli 2004, BGBl I 2004, 1427). Hiermit ist jedenfalls f&uuml;r neu abgeschlossene Vertr&auml;ge &#8211;wenn auch nicht im konkreten Fall der Kl&auml;gerin, deren Vertrag bereits seit dem Jahr 2002 bestand&#8211; gesetzlich sichergestellt, dass die Zulageberechtigten ausdr&uuml;cklich &uuml;ber das Einwilligungserfordernis informiert werden. Diese Verpflichtung ist allerdings mit der Neufassung des &sect;&nbsp;7 AltZertG durch das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz (AltvVerbG) vom 24.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1667) entfallen, wobei diese Rechts&auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 AltZertG i.d.F. AltvVerbG gegenw&auml;rtig noch nicht in Kraft getreten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die gesetzliche Differenzierung zwischen Beamten und Pflichtversicherten ist durch sachliche Gr&uuml;nde gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) W&auml;hrend Beamte &#8211;und die weiteren in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2005 genannten Personen&#8211; die Zulage nur erhalten k&ouml;nnen, wenn sie bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres, das auf das Beitragsjahr folgt, gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle schriftlich in die Daten&uuml;bermittlung einwilligen, erhalten Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, die Zulage unabh&auml;ngig von der Abgabe einer solchen fristgebundenen Erkl&auml;rung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der urspr&uuml;nglichen Fassung des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 EStG (eingef&uuml;gt durch das Altersverm&ouml;gensgesetz &#8211;AVmG&#8211; vom 26.&nbsp;Juni 2001, BGBl I 2001, 1310) waren nur Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung, Versicherungspflichtige nach dem Gesetz &uuml;ber die Alterssicherung der Landwirte sowie bestimmte Personen, die als Arbeitsuchende gemeldet waren, zulageberechtigt. Beamte waren in den gef&ouml;rderten Personenkreis nicht einbezogen. Das Erfordernis, in eine Daten&uuml;bermittlung ausdr&uuml;cklich einzuwilligen, war im Gesetz nicht vorgesehen; vielmehr wurden alle Daten&uuml;bermittlungen automatisiert und ohne weiteres Zutun des Zulageberechtigten vorgenommen (&sect;&sect;&nbsp;89, 90, 91 EStG i.d.F. AVmG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Noch vor dem zum 1.&nbsp;Januar 2002 vorgesehenen Inkrafttreten dieser Regelungen wurden durch das Versorgungs&auml;nderungsgesetz 2001 (Vers&Auml;ndG 2001) vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3926) auch Beamte (sowie weitere, in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG i.d.F. Vers&Auml;ndG 2001 aufgef&uuml;hrte Personengruppen) in den gef&ouml;rderten Personenkreis einbezogen. Hintergrund war, dass die in der gesetzlichen Rentenversicherung bereits verabschiedeten Ma&szlig;nahmen zur Abflachung des k&uuml;nftigen Anstiegs der Altersbez&uuml;ge &quot;wirkungsgleich und systemgerecht&quot; auf die Beamtenversorgung &uuml;bertragen werden sollten (vgl. Gesetzentwurf der damaligen Koalitionsfraktionen vom 9.&nbsp;Oktober 2001, BTDrucks 14\/7064, 1). Folgerichtig wurden Beamte auch in den Anwendungsbereich der steuerlichen F&ouml;rderung der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge einbezogen. Ihre Beg&uuml;nstigung setzte allerdings zus&auml;tzlich u.a. voraus, dass sie gegen&uuml;ber ihrer Besoldungsstelle ihr Einverst&auml;ndnis mit bestimmten Daten&uuml;bermittlungen erkl&auml;rten (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 EStG i.d.F. Vers&Auml;ndG 2001). F&uuml;r die schon nach dem AVmG beg&uuml;nstigten Personengruppen blieb es hingegen bei der automatischen Daten&uuml;bermittlung ohne Erfordernis einer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung. Den Gesetzesmaterialien zum Vers&Auml;ndG 2001 l&auml;sst sich nicht entnehmen, weshalb der Gesetzgeber diese Regelungstechnik gew&auml;hlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem AltEinkG wurde die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 EStG 2002 durch die Einwilligungserkl&auml;rung nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG 2005 ersetzt, die zudem sp&auml;testens bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres, das auf das Beitragsjahr folgte, schriftlich erteilt sein musste. Die schon nach dem AVmG beg&uuml;nstigten Personengruppen konnten die Zulage weiterhin auch ohne Abgabe einer solchen fristgebundenen Erkl&auml;rung erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Ergebnis zu Recht hat das FG als verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fungsma&szlig;stab f&uuml;r diese Ungleichbehandlung lediglich das Willk&uuml;rverbot herangezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Aus dem allgemeinen Gleichheitssatz ergeben sich je nach Regelungsgegenstand und Differenzierungsmerkmalen unterschiedliche Grenzen f&uuml;r den Gesetzgeber, die vom blo&szlig;en Willk&uuml;rverbot bis zu einer strengen Bindung an Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitserfordernisse reichen. Die Abstufung der Anforderungen folgt aus Wortlaut und Sinn des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG sowie aus seinem Zusammenhang mit anderen Verfassungsnormen (grundlegend, auch zum Folgenden, BVerfG-Beschluss vom 8.&nbsp;Juni 1993&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;20\/85, BVerfGE 89, 15, unter B.I., mit zahlreichen weiteren Nachweisen). Bei einer Ungleichbehandlung von Personengruppen unterliegt der Gesetzgeber regelm&auml;&szlig;ig einer strengen Bindung. Dies gilt auch, wenn eine Ungleichbehandlung von Sachverhalten mittelbar eine Ungleichbehandlung von Personengruppen bewirkt. Bei lediglich verhaltensbezogenen Unterscheidungen h&auml;ngt das Ma&szlig; der Bindung vor allem davon ab, inwieweit die Betroffenen in der Lage sind, durch ihr Verhalten die Verwirklichung der Merkmale zu beeinflussen, nach denen unterschieden wird. &Uuml;berdies sind dem Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers umso engere Grenzen gesetzt, je st&auml;rker sich die Ungleichbehandlung von Personen oder Sachverhalten auf die Aus&uuml;bung grundrechtlich gesch&uuml;tzter Freiheiten nachteilig auswirken kann. Der unterschiedlichen Weite des gesetzgeberischen Gestaltungsspielraums entspricht eine abgestufte Dichte bei der verfassungsgerichtlichen Pr&uuml;fung. Bei Regelungen, die Personengruppen verschieden behandeln oder sich auf die Wahrnehmung von Grundrechten nachteilig auswirken, ist im Einzelnen nachzupr&uuml;fen, ob f&uuml;r die vorgesehene Differenzierung Gr&uuml;nde von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die ungleichen Rechtsfolgen rechtfertigen k&ouml;nnen. Liegt keine dieser Voraussetzungen vor und kommt deshalb als Ma&szlig;stab nur das Willk&uuml;rverbot in Betracht, so kann ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG nur festgestellt werden, wenn die Unsachlichkeit der Differenzierung evident ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Bei vordergr&uuml;ndiger Betrachtung k&ouml;nnte es vorliegend zwar um eine Ungleichbehandlung von Personengruppen gehen (Beamte\/Nichtbeamte), so dass ein eher strenger Pr&uuml;fungsma&szlig;stab anzulegen w&auml;re, zumal die betroffenen Beamten ihre Zugeh&ouml;rigkeit zu dieser Personengruppe zu dem Zeitpunkt, in dem die Erteilung der Einwilligung erforderlich ist, im Allgemeinen nicht mehr werden beeinflussen k&ouml;nnen. Auf der anderen Seite wird von den betroffenen Beamten aber kein besonders einschneidendes Verhalten, sondern lediglich die Abgabe einer verfahrensrechtlichen Erkl&auml;rung (siehe dazu noch unten 2.b&nbsp;bb) gefordert, auf deren Notwendigkeit die Beamten zudem &#8211;jedenfalls bei Neuabschl&uuml;ssen ab 2005&#8211; ausdr&uuml;cklich hingewiesen wurden (siehe oben&nbsp;aa&nbsp;(3)&nbsp;(c)). Entscheidend f&uuml;r die Heranziehung lediglich des Willk&uuml;rma&szlig;stabs ist aber, dass es vorliegend nicht um einen Eingriff in Freiheitsrechte geht, sondern nur um die Gew&auml;hrung einer solchen staatlichen Leistung, zu deren Einf&uuml;hrung der Gesetzgeber von Verfassungs wegen nicht verpflichtet war. Bei derartigen Leistungen hat der Gesetzgeber regelm&auml;&szlig;ig einen erheblichen Spielraum hinsichtlich der von ihm vorgesehenen Anspruchsvoraussetzungen (grundlegend BVerfG-Beschluss vom 12.&nbsp;Februar 1964&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;12\/62, BVerfGE 17, 210, unter B.II.1.; ebenso BVerfG-Beschluss vom 26.&nbsp;April 1988&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;84\/86, BVerfGE 78, 104, unter C.II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Bei Anwendung dieses Ma&szlig;stabs erweist sich die Differenzierung als durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In allen F&auml;llen des &sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG geschieht die Daten&uuml;bermittlung &quot;auf Anforderung&quot; der ZfA, w&auml;hrend die Besoldungsstellen &#8211;sowie die anderen &quot;zust&auml;ndigen Stellen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;81a EStG&#8211; die Daten ohne ausdr&uuml;ckliche Anforderung der ZfA &uuml;bermitteln; Ausl&ouml;ser der Daten&uuml;bermittlung ist insoweit offensichtlich allein die Einwilligung des Zulageberechtigten. In der Literatur wird diese Differenzierung damit erkl&auml;rt, dass wegen der autonomen Datenverarbeitung durch jeden &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgeber und des Fehlens eines einheitlichen Zuordnungskriteriums ein automatisierter Datenabgleich in diesen F&auml;llen &quot;faktisch nicht m&ouml;glich&quot; sei, zumal die ZfA sich getrennt an jeden einzelnen &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgeber wenden m&uuml;sste. Alternativ w&auml;re nur die Meldung s&auml;mtlicher Besoldungsdaten aller &ouml;ffentlich-rechtlich Bediensteten an die ZfA &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob diese eine Zulage beantragen wollen oder nicht&#8211; in Betracht gekommen; dies sei aber als datenschutzrechtlich bedenklich angesehen worden (My&szlig;en, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;C&nbsp;4-6, C&nbsp;50). Diese Erw&auml;gungen sind bei Anlegung des Willk&uuml;rma&szlig;stabs noch hinreichend tragf&auml;hig, zumal sie das f&uuml;r das Verfahren nach &sect;&sect;&nbsp;79&nbsp;ff. EStG leitende Prinzip der Verwaltungsverfahrensvereinfachung konsequent verfolgen. Unerheblich ist, ob es zweckm&auml;&szlig;igere L&ouml;sungen gegeben h&auml;tte, da der Gesetzgeber von Verfassungs wegen nicht verpflichtet ist, unter mehreren vertretbaren L&ouml;sungen die sachgerechteste zu w&auml;hlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der zweij&auml;hrigen Dauer der Einwilligungsfrist hat sich der Gesetzgeber an der Zwei-Jahres-Frist des &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG orientiert, die f&uuml;r die Stellung des Zulageantrags gilt (Bericht des Finanzausschusses zum AltEinkG vom 29.&nbsp;April 2004, BTDrucks 15\/3004, 18). Diese Parallelit&auml;t ist sachgerecht, zumal nach derzeitigem Erkenntnisstand davon ausgegangen werden kann, dass die betroffenen Beamten jedenfalls ab 2005 innerhalb dieser Frist auf das Erfordernis der Einwilligung hingewiesen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) F&uuml;r die Beitragsjahre 2005 und 2006 kommt ein Erfolg der Revision auch nicht unter dem Gesichtspunkt einer mittelbaren Zulageberechtigung der Kl&auml;gerin &uuml;ber ihren Ehemann in Betracht, da zwischen den Beteiligten unstreitig ist, dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;2 EStG in diesen Jahren nicht erf&uuml;llt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r das Streitjahr 2004 hat die Kl&auml;gerin hingegen Anspruch auf die von ihr begehrte Zulage. &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 EStG 2002 ist dahingehend auszulegen, dass das Einverst&auml;ndnis bis zur Bestandskraft der Entscheidung &uuml;ber die Festsetzung der Zulage erteilt werden konnte (so auch Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 4.&nbsp;April 2012&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;330\/11, EFG 2012, 1636, unter I.4., rkr.). Der Gesetzeswortlaut spricht f&uuml;r diese Auslegung (dazu unten&nbsp;a). Aus der Gesetzessystematik (unten b) und den Gesetzesmaterialien (unten c) lassen sich zwar &#8211;wenn auch nicht allzu starke&#8211; Argumente f&uuml;r die vom FG vertretene gegenteilige Auffassung ableiten. Die notwendige verfassungskonforme Auslegung der Norm f&uuml;hrt aber zu dem Ergebnis, dass die Erteilung der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung ihre zeitliche Grenze nur in der Bestandskraft findet (unten d). Da die Sache spruchreif ist, war die ZfA zu der beantragten Festsetzung f&uuml;r das Streitjahr 2004 zu verpflichten (unten e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG 2002 hatten Empf&auml;nger von Besoldung nach dem BBesG Anspruch auf Altersvorsorgezulage, wenn sie die nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a EStG 2002 erforderlichen Erkl&auml;rungen abgegeben und nicht widerrufen hatten. &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;1 EStG 2002 sah f&uuml;r bestimmte F&auml;lle das Erfordernis der Beantragung einer Zulagenummer vor. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 EStG 2002 hatte der Berechtigte gegen&uuml;ber der f&uuml;r seine Besoldung oder Amtsbez&uuml;ge zust&auml;ndigen Stelle sein Einverst&auml;ndnis zu erkl&auml;ren, dass diese j&auml;hrlich die f&uuml;r die Ermittlung des Mindesteigenbetrags (&sect;&nbsp;86) und die f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Kinderzulage (&sect;&nbsp;85) erforderlichen Daten der zentralen Stelle mitteilt, und die zentrale Stelle diese Daten f&uuml;r das Zulageverfahren verarbeiten und nutzen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach war die Erkl&auml;rung des Einverst&auml;ndnisses bei alleiniger Zugrundelegung des Gesetzeswortlauts nicht an eine besondere Frist gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch von Seiten der Verwaltung wurde in der ersten umfassenden Verwaltungsanweisung zur Altersvorsorgezulage noch keine Frist genannt (BMF-Schreiben vom 5.&nbsp;August 2002, BStBl I 2002, 767, dort insbesondere Tz.&nbsp;8). Erstmals im BMF-Schreiben vom 13.&nbsp;Dezember 2002 (BStBl I 2002, 1395) hie&szlig; es dann, die Erkl&auml;rung sei in dem Beitragsjahr abzugeben, f&uuml;r das die F&ouml;rderung beantragt werden solle; f&uuml;r das Jahr 2002 solle es allerdings nicht beanstandet werden, wenn die Erkl&auml;rung bis zum 30.&nbsp;Juni 2003 abgegeben werde. Mit dem BMF-Schreiben vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2004 (BStBl I 2004, 407) wurden die &quot;Nichtbeanstandungsfristen&quot; f&uuml;r die Beitragsjahre 2002 und 2003 auf den 31.&nbsp;Dezember 2004 und f&uuml;r das Beitragsjahr 2004 auf den 30.&nbsp;Juni 2005 festgelegt. Im BMF-Schreiben vom 17.&nbsp;November 2004 (BStBl I 2004, 1065, Tz.&nbsp;6) hie&szlig; es, die &quot;Frist zur Abgabe der Einwilligung&quot; werde f&uuml;r das Beitragsjahr 2002 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004, f&uuml;r 2003 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2005 und f&uuml;r 2004 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2006 verl&auml;ngert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf welche Rechtsgrundlage sich die Verwaltung mit diesen &quot;Nichtbeanstandungsfristen&quot; bzw. &quot;Fristverl&auml;ngerungen&quot; st&uuml;tzen wollte, l&auml;sst sich den einschl&auml;gigen BMF-Schreiben nicht entnehmen. Dabei schied die Heranziehung der &quot;klassischen&quot; Rechtsgrundlage f&uuml;r aus Billigkeitsgr&uuml;nden getroffene Nichtbeanstandungsregelungen (&sect;&nbsp;163 AO) schon deshalb aus, weil diese Norm im Zulageverfahren nicht anwendbar ist (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG). Auch eine Fristverl&auml;ngerung nach &sect;&nbsp;109 AO w&auml;re der Verwaltung verwehrt gewesen, weil es sich &#8211;sofern man mit dem BMF davon ausgehen wollte, dass nach dem Gesetz eine Frist bis zum 31.&nbsp;Dezember des Beitragsjahres galt&#8211; um gesetzliche Fristen gehandelt h&auml;tte, die mit Ausnahme von Steuererkl&auml;rungsfristen nicht durch die Verwaltung h&auml;tte verl&auml;ngert werden k&ouml;nnen (siehe oben 1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus der Gesetzessystematik lassen sich keine entscheidenden Gesichtspunkte f&uuml;r die eine oder die andere Auffassung gewinnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings scheint die Regelung des &sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;2 EStG 2002, wonach die Besoldungsstellen die Daten der ZfA bis zum 31.&nbsp;Januar des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres zu &uuml;bermitteln haben, f&uuml;r die vom FG vertretene Auffassung zu sprechen. Denn diese Verpflichtung zur Daten&uuml;bermittlung mit sehr kurzer Frist ist nur erf&uuml;llbar, wenn der Besoldungsstelle das erforderliche Einverst&auml;ndnis noch innerhalb dieser Frist vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das argumentative Gewicht dieses Ansatzes wird jedoch dadurch relativiert, dass die gesamte Norm des &sect;&nbsp;91 EStG 2002 sich ausweislich ihres Inhalts und ihrer amtlichen &Uuml;berschrift eindeutig nicht an den Zulageberechtigten, sondern ausschlie&szlig;lich an bestimmte Beh&ouml;rden und bestimmte Arbeitgeber richtete. Es w&auml;re aber im Hinblick auf die erforderliche Bestimmtheit des Gesetzes nicht sachgerecht, angesichts des keine Frist enthaltenden Wortlauts des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 EStG 2002 ausgerechnet aus einer Norm, die sich gar nicht an den Zulageberechtigten richtet, ein systematisches Argument f&uuml;r die Geltung einer &auml;u&szlig;erst kurzen Frist zu entnehmen. Im &Uuml;brigen kn&uuml;pft das Gesetz an die Missachtung der in &sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;2 EStG 2002 enthaltenen Frist durch den Anbieter keinerlei Sanktion.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf der anderen Seite folgt aus der Gesetzessystematik, dass es sich bei dem Einverst&auml;ndnis lediglich um eine verfahrensrechtliche Erkl&auml;rung handelt. Solche Erkl&auml;rungen k&ouml;nnen aber grunds&auml;tzlich bis zur Bestandskraft des Verwaltungsakts, f&uuml;r den sie von Bedeutung sind, abgegeben bzw. nachgeholt werden (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 IV&nbsp;R&nbsp;35\/09, BFH\/NV 2011, 2045, Rz&nbsp;23, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Mitunter wird allerdings &#8211;wie auch vom FG&#8211; vertreten, die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung geh&ouml;re zu den materiell-rechtlichen Tatbestandsmerkmalen des Zulageanspruchs f&uuml;r Beamte (so Bericht des Finanzausschusses zum AltEinkG vom 29.&nbsp;April 2004, BTDrucks 15\/3004, 18; wohl auch M&uuml;hlenharz in Littmann\/Bitz\/ Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;13&nbsp;f.: &quot;Nicht nur Verfahrensvorschrift, sondern Tatbestandsvoraussetzung&quot;; unklar Fischer in Kirchhof, EStG, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;11, der die Erkl&auml;rung unter der &Uuml;berschrift &quot;Verfahrensrecht&quot; als &quot;materielle Voraussetzung&quot; bezeichnet; unklar auch KSM\/My&szlig;en, &sect;&nbsp;10a, der in Rz&nbsp;A&nbsp;722 und Rz&nbsp;C&nbsp;1 von einer &quot;materiellen Tatbestandsvoraussetzung&quot;, in Rz&nbsp;C&nbsp;7 aber von einer &quot;verwaltungspraktischen Umsetzung&quot; spricht; ferner Rz&nbsp;A&nbsp;51: &quot;verfahrensrechtliche Besonderheiten, die Einfluss auf die materielle Berechtigung haben&quot;); solche Tatbestandsmerkmale m&uuml;ssten im Steuerrecht stets bis zum Ablauf des jeweiligen Veranlagungszeitraums erf&uuml;llt sein (KSM\/My&szlig;en, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;C&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In zahlreichen Fundstellen, die das FG f&uuml;r seine Auffassung angef&uuml;hrt hat, ist allerdings nicht von einem &quot;materiell-rechtlichen Tatbestandsmerkmal&quot; die Rede, sondern lediglich von einem &quot;Tatbestandsmerkmal des Zulageanspruchs&quot; (z.B. Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 28.&nbsp;Oktober 2011&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;1051\/11, EFG 2012, 843, rkr.; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;13; Killat-Risthaus in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;10a EStG Rz&nbsp;17; Bl&uuml;mich\/Lindberg, &sect;&nbsp;10a EStG Rz&nbsp;32), was indes offenkundig und auch zwischen den Beteiligten unstreitig ist. Hieraus kann aber nicht gefolgert werden, es handele sich um ein materiell-rechtliches Tatbestandsmerkmal, das bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums (Beitragsjahrs) vorliegen m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nach Auffassung des erkennenden Senats stellt das Einverst&auml;ndnis lediglich eine verfahrensrechtliche Erkl&auml;rung dar, die der Gesetzgeber zum Schutz der pers&ouml;nlichen Daten der Beamten sowie zur Erleichterung der verfahrensm&auml;&szlig;igen Abwicklung (siehe zu beidem oben 1.d&nbsp;bb&nbsp;(3)) vorgesehen hat. Ein materiell-rechtlicher Hintergrund dieser Regelung wird weder von den Verfahrensbeteiligten noch &#8211;soweit ersichtlich&#8211; in den Gesetzesmaterialien oder der Literatur dargelegt. Zudem ist kein Grund daf&uuml;r ersichtlich, weshalb sich bei Beamten der (materiell-rechtliche) Rechtscharakter der geleisteten Beitr&auml;ge erst durch die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung &auml;ndern sollte, w&auml;hrend die Beitr&auml;ge bei Pflichtversicherten schon als solche beg&uuml;nstigt sind. F&uuml;r verfahrensrechtliche Erkl&auml;rungen (Antr&auml;ge, Zustimmungen, Einwilligungen) gilt der von den Vertretern der Gegenauffassung f&uuml;r materiell-rechtliche Tatbestandsmerkmale angef&uuml;hrte Grundsatz, dass diese noch im laufenden Veranlagungszeitraum vorliegen m&uuml;ssten, nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Gesetzesmaterialien zum Vers&Auml;ndG 2001 enthalten keine Hinweise darauf, dass der Gesetzgeber seinerzeit davon ausgegangen sein k&ouml;nnte, das mit diesem Gesetz eingef&uuml;hrte Erfordernis der Abgabe einer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung m&uuml;sse bereits bis zum Ende des jeweiligen Beitragsjahres erf&uuml;llt werden (vgl. Gesetzentwurf der damaligen Koalitionsfraktionen vom 9.&nbsp;Oktober 2001, BTDrucks 14\/7064, 52; Beschlussempfehlung und Bericht des Innenausschusses vom 28.&nbsp;November 2001, BTDrucks 14\/7681, 75&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesetzesmaterialien zum AltEinkG sprechen allerdings daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber jedenfalls im Zeitpunkt der Beratung dieses Gesetzes (ab Dezember 2003) davon ausging, die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung sei nach der f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004 geltenden Fassung des &sect;&nbsp;10a EStG bis zum Ende des laufenden Beitragsjahres abzugeben gewesen. So war im urspr&uuml;nglichen Entwurf des AltEinkG vorgesehen, in &sect;&nbsp;10a EStG eine ausdr&uuml;ckliche Regelung dahingehend aufzunehmen, dass die Einwilligung nur bis zum Ende des laufenden Beitragsjahres abgegeben werden k&ouml;nne; dies wurde in den Materialien als &quot;Klarstellung&quot; bezeichnet (Gesetzentwurf der damaligen Koalitionsfraktionen vom 9.&nbsp;Dezember 2003, BTDrucks 15\/2150, 36). Die letztlich ins Gesetz aufgenommene Zwei-Jahres-Frist wurde damit begr&uuml;ndet, es habe in der Vergangenheit &#8211;insbesondere bei einem Vertragsschluss Ende Dezember&#8211; dazu kommen k&ouml;nnen, dass die Einwilligung nicht rechtzeitig erteilt worden sei (Bericht des Finanzausschusses vom 29.&nbsp;April 2004, BTDrucks 15\/3004, 18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Jedenfalls bei Vornahme einer verfassungskonformen Auslegung m&uuml;ssen die &#8211;zudem nicht allzu starken&#8211; Gesichtspunkte, die der Gesetzessystematik und den Gesetzesmaterialien f&uuml;r die Geltung einer bereits mit Ablauf des jeweiligen Beitragsjahres endenden Frist f&uuml;r die Abgabe der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung zu entnehmen sein k&ouml;nnten, zur&uuml;cktreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die berechtigten Interessen der Zulageberechtigten w&auml;ren bei einer schon mit dem Beitragsjahr endenden Frist ungleich st&auml;rker beeintr&auml;chtigt als nach der ab 2005 geltenden Rechtslage (Zwei-Jahres-Frist), zumal bei der bis 2004 geltenden Rechtslage bei Annahme einer mit dem Beitragsjahr endenden Frist in der Praxis bis zur &Uuml;berpr&uuml;fung des Zulageanspruchs durch die ZfA auch die einj&auml;hrige Wiedereinsetzungsfrist regelm&auml;&szlig;ig abgelaufen gewesen sein d&uuml;rfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Verwaltungswege &#8211;wenn auch ohne erkennbare Rechtsgrundlage&#8211; vorgenommenen mehrfachen &quot;Verl&auml;ngerungen der sich aus der Gesetzesauslegung der Verwaltung ergebenden kurzen Frist&quot; zeigen, dass es in den ersten Jahren nach dem Inkrafttreten des AVmG noch nicht m&ouml;glich war, die verschiedenen Daten&uuml;bermittlungen kurzfristig nach Ende des Beitragsjahres und vor allem technisch reibungslos vorzunehmen. Die gesetzlich vorgesehene &Uuml;berpr&uuml;fung des Zulageanspruchs w&auml;re daher in diesen Jahren immer erst nach Ablauf der Frist f&uuml;r die Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung m&ouml;glich gewesen. Damit w&auml;re &#8211;anders als nach der ab 2005 geltenden Rechtslage&#8211; eine Nachholung der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung systematisch ausgeschlossen gewesen, wenn deren Fehlen im Rahmen des &Uuml;berpr&uuml;fungsverfahrens aufgefallen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu kommt, dass bis einschlie&szlig;lich 2004 keine gesetzlichen Hinweispflichten der Anbieter auf das Erfordernis der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung vorgesehen waren. Auch die Hinweise in den amtlichen Antragsvordrucken waren bis einschlie&szlig;lich 2004 &#8211;schon im Hinblick auf die Pflicht zur Abgabe einer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung dem Grunde nach&#8211; unzureichend (siehe oben 1.d&nbsp;aa&nbsp;(3)&nbsp;(c)); Hinweise auf die &#8211;vermeintliche&#8211; Fristbindung dieser Verpflichtung fehlten vollst&auml;ndig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein &ouml;ffentliches Interesse an einer derart kurzen Frist ist nicht erkennbar, zumal umgekehrt der ZfA angesichts des gesetzlichen Vorbehalts der Nachpr&uuml;fung eine mehrj&auml;hrige Pr&uuml;fungsfrist zur Verf&uuml;gung steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung werden keine eigenen materiell-rechtlichen Zwecke verfolgt. Es ist nicht ersichtlich, dass sie einem anderen Ziel als der Wahrung der eigenen Datenschutzinteressen des Zulageberechtigten sowie dem Ansto&szlig; der Daten&uuml;bermittlung (die in allen anderen F&auml;llen bereits auf Anforderung der ZfA vorgenommen wird) dienen k&ouml;nnte. Es w&auml;re aber unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und zweckwidrig, den gesetzlichen Zulageanspruch einer bestimmten Personengruppe nur deshalb bereits mit Ablauf des Beitragsjahres entfallen zu lassen, weil eine &#8211;nach Auffassung des Gesetzgebers zum Schutze dieser Personengruppe erforderliche&#8211; Erkl&auml;rung nicht bereits bis zu diesem Zeitpunkt vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Sache ist spruchreif (&sect;&nbsp;101 Satz&nbsp;1 FGO). Abgesehen von der Einhaltung der Frist f&uuml;r die Erteilung des Einverst&auml;ndnisses in die Daten&uuml;bermittlung ist zwischen den Beteiligten keine der gesetzlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Zulageanspruch des Jahres 2004 streitig. Das FG hat ausdr&uuml;cklich festgestellt, dass die Kl&auml;gerin die Mindesteigenbeitr&auml;ge f&uuml;r die Gew&auml;hrung der H&ouml;chstzulage geleistet hat. Auch die Zahl der Kinder der Kl&auml;gerin ist vom FG festgestellt worden. Damit ist die ZfA verpflichtet, die in &sect;&nbsp;84 EStG 2002 f&uuml;r das Jahr 2004 vorgesehene Grundzulage von 76&nbsp;EUR sowie Kinderzulage (&sect;&nbsp;85 EStG 2002) f&uuml;r zwei Kinder in H&ouml;he von jeweils 92&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung, die nach dem Verh&auml;ltnis des jeweiligen Obsiegens und Unterliegens zu treffen war, beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.10.2014, X R 18\/14 Altersvorsorgezulage: Frist f&uuml;r die Erteilung des Einverst&auml;ndnisses bzw. der Einwilligung von Beamten in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten Leits&auml;tze 1. &sect; 10a Abs. 1a Satz 2 EStG in der in den Jahren 2002 bis 2004 geltenden Fassung ist dahingehend auszulegen, dass das Einverst&auml;ndnis mit der &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten an &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-18-14-altersvorsorgezulage-frist-fuer-die-erteilung-des-einverstaendnisses-bzw-der-einwilligung-von-beamten-in-die-uebermittlung-von-besoldungsdaten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;18\/14 &#8211; Altersvorsorgezulage: Frist f&uuml;r die Erteilung des Einverst&auml;ndnisses bzw. der Einwilligung von Beamten in die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63916","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63916"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63916\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}