{"id":64025,"date":"2015-03-10T20:06:38","date_gmt":"2015-03-10T18:06:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64025"},"modified":"2015-03-10T20:06:38","modified_gmt":"2015-03-10T18:06:38","slug":"i-r-56-12-betriebsausgabenabzug-fuer-gruendungsaufwand-einer-auslaendischen-festen-einrichtung-anwendung-des-dba-vae-1995-bei-partnerschaftsgesellschaft-mitunternehmerische-zurechnung-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-56-12-betriebsausgabenabzug-fuer-gruendungsaufwand-einer-auslaendischen-festen-einrichtung-anwendung-des-dba-vae-1995-bei-partnerschaftsgesellschaft-mitunternehmerische-zurechnung-13\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;56\/12 &#8211; Betriebsausgabenabzug f&uuml;r Gr&uuml;ndungsaufwand einer ausl&auml;ndischen festen Einrichtung &#8211; Anwendung des DBA VAE 1995 bei Partnerschaftsgesellschaft &#8211; mitunternehmerische Zurechnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, I R 56\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsausgabenabzug f&uuml;r Gr&uuml;ndungsaufwand einer ausl&auml;ndischen festen Einrichtung &#8211; Anwendung des DBA VAE 1995 bei Partnerschaftsgesellschaft &#8211; mitunternehmerische Zurechnung <\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Gr&uuml;ndungsaufwand f&uuml;r die im Ausland belegene feste Einrichtung eines Freiberuflers f&uuml;hrt nicht zu einem Betriebsausgabenabzug bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus der inl&auml;ndischen T&auml;tigkeit. Dieser Aufwand ist durch die in Aussicht genommene T&auml;tigkeit im Ausland veranlasst (Best&auml;tigung des BMF-Schreibens vom 24. Dezember 1999, BStBl I 1999, 1076, Tz. 2.9.1.). Unterf&auml;llt jene T&auml;tigkeit der abkommensrechtlichen Freistellung, betrifft dies den Gr&uuml;ndungsaufwand (negative Eink&uuml;nfte) auch dann, wenn die Errichtung der festen Einrichtung sp&auml;ter scheitert (vergebliche vorweggenommene Aufwendungen).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Streitig ist, ob Aufwendungen im Zusammenhang mit einer &#8211;sp&auml;ter von einer anderen Rechtsperson errichteten&#8211; festen Einrichtung (Betriebsst&auml;tte) im au&szlig;ereurop&auml;ischen Ausland (hier: Vereinigte Arabische Emirate &#8211;VAE&#8211;) im Streitjahr 2004 als Betriebsausgaben bei der Ermittlung der inl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Partnerschaftsgesellschaft, erzielt durch die T&auml;tigkeit ihrer Gesellschafter freiberufliche Eink&uuml;nfte (&auml;rztliche Gemeinschaftspraxis). In den Jahren 2002 bis 2005 verfolgte sie den Plan, eine kardiologische Praxis in Dubai (VAE) zu errichten. Es fielen Aufwendungen (insbesondere f&uuml;r Reisen) an. Am 28.&nbsp;April 2004 erhielt die Kl&auml;gerin ein von ihr beantragtes &quot;Certificate of good standing&quot; vom Senator f&uuml;r Arbeit, Gesundheit, Frauen, Jugend und Soziales in Bremen. Im Juli 2005 zog ein Gesellschafter seine Zustimmung zu dem Projekt zur&uuml;ck. Daraufhin gr&uuml;ndeten die sechs anderen Gesellschafter der Kl&auml;gerin im August 2005 die B-KG mit dem Gesellschaftszweck &quot;Aus&uuml;bung &auml;rztlicher T&auml;tigkeit im Ausland&quot;. Die B-KG f&uuml;hrte die Aktivit&auml;ten zum Aufbau einer Praxis in Dubai weiter; eine Betriebser&ouml;ffnung erfolgte 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erfasste die im Streitjahr im Zusammenhang mit dem Projekt entstandenen Aufwendungen (16.321,49&nbsp;EUR) in der (bilanziellen) Gewinnermittlung als Betriebsausgaben. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem lediglich teilweise f&uuml;r Aufwendungen in H&ouml;he von 8.473,27&nbsp;EUR; im &Uuml;brigen behandelte er die Aufwendungen nach Ma&szlig;gabe des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und zur Belebung der wirtschaftlichen Beziehungen vom 9.&nbsp;April 1995 (BGBl II 1996, 518, BStBl I 1996, 588) &#8211;DBA-VAE 1995&#8211; als steuerfrei, lehnte es im Ergebnis aber ab, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) entsprechende negative Eink&uuml;nfte festzustellen und diese bei den Gesellschaftern im Rahmen des sog. Progressionsvorbehalts nach &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im anschlie&szlig;enden Klageverfahren hielt das FA seine Auffassung im Hinblick auf Letzteres &#8211;die Einbeziehung in den sog. negativen Progressionsvorbehalt&#8211; nicht aufrecht und erkl&auml;rte sich bereit, den Feststellungsbescheid entsprechend zu &auml;ndern. Der Rechtsstreit wurde insoweit auf Anregung des Finanzgerichts (FG) in der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt. In der Sache blieb die Klage erfolglos (FG Bremen, Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;122\/10&nbsp;(6), abgedruckt in Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2013, 408).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachfolgend hat das FA seine Erkl&auml;rung umgesetzt und am 18.&nbsp;Juli 2012 einen ge&auml;nderten Feststellungsbescheid erlassen. Die laufenden, dem sog. negativen Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte wurden mit .\/.&nbsp;7.848,22&nbsp;EUR festgestellt und in H&ouml;he von jeweils 1\/7 (=&nbsp;.\/.&nbsp;1.121,17&nbsp;EUR) auf die Gesellschafter der Kl&auml;gerin verteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 18.&nbsp;Juli 2012 in der Weise zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte um weitere Betriebsausgaben von 7.848,22&nbsp;EUR gemindert werden, hilfsweise, die weiteren Aufwendungen von 7.848,22&nbsp;EUR in entsprechender Anwendung der Rechtsgrunds&auml;tze des &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;3 EStG 1997 im Entstehungsjahr zum Verlustabzug zuzulassen oder unter entsprechender Anwendung der Rechtsgrunds&auml;tze f&uuml;r aktive gewerbliche Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;1 und 2 EStG 2002 i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2009 (EStG 2002 n.F.) zum Verlustabzug zuzulassen bzw. zumindest als gesonderten Verlustvortrag festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. I. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da der nach Ergehen des FG-Urteils und damit w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangene &Auml;nderungsbescheid vom 18.&nbsp;Juli 2012 an die Stelle des urspr&uuml;nglich angefochtenen Bescheids getreten ist. Dem FG-Urteil liegt infolgedessen ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde und das angefochtene Urteil kann deswegen keinen Bestand mehr haben. Dass die Beteiligten auf Anregung des FG den Rechtsstreit im Hinblick auf die zugunsten der Kl&auml;gerin vorgenommenen &Auml;nderungen &#8211;die Einbeziehung des laufenden Aufwands in H&ouml;he von 7.848,22&nbsp;EUR in den sog. negativen Progressionsvorbehalt&#8211; in der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt haben, &auml;ndert daran nichts, weil eine solche Erledigung des einheitlichen streitgegenst&auml;ndlichen Feststellungsbescheids rechtlich wirkungslos bleibt und nichts daran &auml;ndert, dass der Bescheid vom 18.&nbsp;Juli 2012 nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) Gegenstand des Revisionsverfahrens geworden ist. Da die vom FG festgestellten tats&auml;chlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die &Auml;nderung des angefochtenen Bescheids unber&uuml;hrt geblieben sind, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO (z.B. Senatsurteil vom 7.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;12\/11, BFHE 235, 225, BStBl II 2012, 194). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG insoweit getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat entscheidet in der Sache selbst. Das FG hat im Ergebnis zu Recht einen weiter gehenden eink&uuml;nftemindernden Ansatz von Betriebsausgaben (7.848,22&nbsp;EUR) abgelehnt. Die Klage ist deshalb abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO) sind die in gesamth&auml;nderischer Verbundenheit durch die freiberufliche T&auml;tigkeit der Gesellschafter der Kl&auml;gerin erzielten inl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 2 und Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 2002). Bei der Ermittlung des Gewinns sind die durch den Betrieb veranlassten Aufwendungen als Betriebsausgaben eink&uuml;nftemindernd zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Durch eine T&auml;tigkeit im Ausland erzielte Eink&uuml;nfte sind in die Eink&uuml;nftefeststellung einzubeziehen, wenn sie nicht kraft ausdr&uuml;cklicher Anordnung im Inland steuerfrei sind (z.B. Senatsurteil vom 28.&nbsp;April 2010 I&nbsp;R&nbsp;81\/09, BFHE 229, 252; Dremel in Wassermeyer\/Richter\/Schnittker, Personengesellschaften im Internationalen Steuerrecht, 2010, Rz&nbsp;26.34). Nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von der Bemessungsgrundlage ausgenommene Eink&uuml;nfte, die bei der Festsetzung der Steuern der beteiligten Personen z.B. mit Blick auf die Anwendung eines Progressionsvorbehalts von Bedeutung sind, sind Gegenstand einer besonderen gesonderten Feststellung (&sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO). Jene Feststellung kann mit der Eink&uuml;nftefeststellung des &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO verbunden werden (z.B. Senatsbeschluss vom 4.&nbsp;April 2007 I&nbsp;R&nbsp;110\/05, BFHE 217, 535, BStBl II 2007, 521; Senatsurteil vom 28.&nbsp;November 2007 I&nbsp;R&nbsp;25\/07, BFH\/NV 2008, 1097).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerfreistellung von im Zusammenhang mit der zuk&uuml;nftig beabsichtigten T&auml;tigkeit in Dubai erwirtschafteten Eink&uuml;nften sind erf&uuml;llt (Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-VAE 1995).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Abkommen ist auf die Kl&auml;gerin anwendbar. Zwar ist sie als Partnerschaftsgesellschaft f&uuml;r eine Steuer vom Einkommen kein Steuersubjekt und nicht als &quot;Person&quot; bzw. als &quot;Gesellschaft&quot; im abkommensrechtlichen Sinne anzusehen (s. Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b und c DBA-VAE 1995). Die Abkommensberechtigung (Art.&nbsp;1 DBA-VAE 1995) besteht aber f&uuml;r jeden einzelnen ihrer Gesellschafter, die durch ihre jeweilige T&auml;tigkeit die Eink&uuml;nfteerzielung im Namen der Kl&auml;gerin bewirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eink&uuml;nfte aus einer &auml;rztlichen T&auml;tigkeit, die durch eine feste Einrichtung in den VAE einen entsprechenden Ortsbezug aufweist, unterfallen bei einer entsprechenden Veranlassungszurechnung dem dortigen Besteuerungsrecht. Denn nach Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DBA-VAE 1995 k&ouml;nnen Eink&uuml;nfte, die eine in einem Vertragsstaat ans&auml;ssige Person aus einem freien Beruf (z.B. der selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit als Arzt, s. Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;2 DBA-VAE 1995) bezieht, in diesem Staat nur besteuert werden, wenn der Person im anderen Vertragsstaat f&uuml;r die Aus&uuml;bung ihrer T&auml;tigkeit gew&ouml;hnlich keine feste Einrichtung zur Verf&uuml;gung steht. Steht ihr eine solche feste Einrichtung zur Verf&uuml;gung, k&ouml;nnen die Eink&uuml;nfte im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser festen Einrichtung zugerechnet werden k&ouml;nnen (Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 DBA-VAE 1995). Erzielen nat&uuml;rliche Personen durch gemeinschaftliche Aus&uuml;bung der T&auml;tigkeit die Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit (Freiberuflergesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 2002), ist Art.&nbsp;14 DBA-VAE 1995 auch auf diese Eink&uuml;nfte anzuwenden (s. allgemein Wassermeyer, Doppelbesteuerung, MA Art.&nbsp;14 Rz&nbsp;77). Eine von der Freiberuflergesellschaft unterhaltene feste Einrichtung wird den Gesellschaftern wie deren feste Einrichtung zugerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Werden Eink&uuml;nfte nach Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 und Satz&nbsp;2 DBA-VAE 1995 erzielt, wird bei einer in Deutschland ans&auml;ssigen Person die deutsche (Einkommen-)Steuer nach Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;1 DBA-VAE 1995 festgesetzt, indem von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer die Eink&uuml;nfte aus den VAE ausgenommen werden, die nach dem DBA-VAE 1995 in den VAE besteuert werden k&ouml;nnen. So liegt der Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die abkommensrechtliche Steuerfreistellung von &quot;Eink&uuml;nften&quot; umfasst nach der st&auml;ndigen Senatsrechtsprechung, an der festzuhalten ist, nicht nur positive, sondern auch negative Eink&uuml;nfte (z.B. Senatsurteile vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2008 I&nbsp;R&nbsp;116\/04, BFH\/NV 2008, 1161; vom 17.&nbsp;Juli 2008 I&nbsp;R&nbsp;84\/04, BFHE 222, 398, BStBl II 2009, 630; vom 3.&nbsp;Februar 2010 I&nbsp;R&nbsp;23\/09, BFHE 228, 305, BStBl II 2010, 599; vom 9.&nbsp;Juni 2010 I&nbsp;R&nbsp;107\/09, BFHE 230, 35). Die im Streitjahr angefallenen Aufwendungen unterfallen als negative Eink&uuml;nfte aus einer in den VAE unterhaltenen festen Einrichtung Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a (i.V.m. Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz 2 und Satz&nbsp;2) DBA-VAE 1995.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den Feststellungen des FG ist es zwar weder im Streitzeitraum noch in sp&auml;teren Zeitr&auml;umen zu einer Errichtung oder einem Erwerb der festen Einrichtung durch die Kl&auml;gerin gekommen. Insbesondere ist eine feste Einrichtung in Dubai nicht schon dadurch begr&uuml;ndet worden, dass die inl&auml;ndische (Gesundheits-)Beh&ouml;rde der Kl&auml;gerin ein &quot;Certificate of good standing&quot; erteilt hat. Allerdings ist dem FG-Urteil auch zu entnehmen, dass die im Jahre 2005 durch sechs der urspr&uuml;nglich sieben Gesellschafter der Kl&auml;gerin errichtete B-KG die entsprechenden (Errichtungs-)Aktivit&auml;ten der Kl&auml;gerin fortgesetzt hat und eine Betriebser&ouml;ffnung im Jahre 2006 stattfand. Dass die dadurch errichtete feste Einrichtung im Namen der B-KG betrieben wird, &auml;ndert f&uuml;r die abkommensrechtlichen Zusammenh&auml;nge nach den oben beschriebenen Grunds&auml;tzen der mitunternehmerischen Zuordnung nichts. Auf dieser Grundlage liegen jedenfalls in H&ouml;he von 6\/7 der streitgegenst&auml;ndlichen Aufwendungen negative ausl&auml;ndische Eink&uuml;nfte vor; die Aufwendungen unterfallen insoweit ohne Weiteres dem sachlichen Anwendungsbereich des DBA-VAE 1995, und das wird zwischenzeitlich auch von der Kl&auml;gerin einger&auml;umt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r den verbleibenden, schon w&auml;hrend der Vorbereitungsphase (im Streitjahr) ausgeschiedenen Gesellschafter der Kl&auml;gerin verh&auml;lt es sich aber nicht anders, auch wenn die Errichtung der festen Einrichtung f&uuml;r diesen im Ergebnis gescheitert ist. Denn auch insoweit ist ein ausreichend enger (grenz&uuml;berschreitender) Veranlassungszusammenhang gegeben, der geeignet ist, im Rahmen der abkommensrechtlichen Freistellung den Ans&auml;ssigkeitsstaat in seinem Besteuerungsrecht durch das DBA-VAE 1995 zu beschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Rechtsfrage der veranlassungsgerechten Zuordnung von vorweggenommenen vergeblichen Aufwendungen wird unterschiedlich beantwortet. So wird zum Einen darauf abgestellt, dass das ortsbezogene Besteuerungsrecht des Quellenstaates (s. Wassermeyer, a.a.O., MA Art.&nbsp;14 Rz&nbsp;67) die Existenz der festen Einrichtung und das Aus&uuml;ben einer selbst&auml;ndigen Arbeit durch sie voraussetzt (Wassermeyer, ebenda, MA Art.&nbsp;14 Rz&nbsp;86, MA Art.&nbsp;7 (2000) Rz&nbsp;300; derselbe, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 1997, 395; derselbe, in Wassermeyer\/Andresen\/Ditz, Betriebsst&auml;tten-Handbuch, 2006, Rz&nbsp;5.3; Kempermann, daselbst, Rz&nbsp;3.79; Kroppen in Gosch\/Kroppen\/Grotherr, DBA-Kommentar, Art.&nbsp;7 OECD-MA Rz&nbsp;191; Ditz in Sch&ouml;nfeld\/Ditz, DBA, Art.&nbsp;7 (2008) Rz&nbsp;185; Hemmelrath in Vogel\/Lehner, DBA, 5.&nbsp;Aufl., Art.&nbsp;7 Rz&nbsp;45; Buciek in Flick\/Wassermeyer\/Kempermann, Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Schweiz, Art.&nbsp;7 Rz&nbsp;216; Strunk in M&ouml;ssner u.a., Steuerrecht international t&auml;tiger Unternehmen, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;4.128&nbsp;f.; Schaumburg, Internationales Steuerrecht, 3.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;16.274 u. 18.36; Bader\/Klose, IStR 1996, 318; Cloer\/Conrath, Internationale Wirtschaftsbriefe 2013, 448, 451; M&ouml;ssner, IStR 2013, 888; s. auch f&uuml;r die umgekehrte sog. Inbound-Situation Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;D&nbsp;4111&nbsp;f., 4129&nbsp;f.). Nach anderer Auffassung setzt eine veranlassungsbezogene Zuordnung einen konkreten Objektbezug &#8211;hier im Sinne einer fr&uuml;heren, gegenw&auml;rtigen oder zuk&uuml;nftigen (tats&auml;chlichen) Existenz der festen Einrichtung&#8211; nicht zwingend voraus (so im Ergebnis auch Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 24.&nbsp;Dezember 1999, BStBl I 1999, 1076, Tz.&nbsp;2.9.1; s.a. &#8211;unter Verweis auf &sect;&nbsp;3c EStG&#8211; Urteile des Bundesfinanzhofs vom 28.&nbsp;April 1983 IV&nbsp;R&nbsp;122\/79, BFHE 138, 366, BStBl II 1983, 566; vom 1.&nbsp;Dezember 1987 IX&nbsp;R&nbsp;104\/83, BFH\/NV 1989, 99; Senatsbeschluss vom 17.&nbsp;Dezember 1998 I&nbsp;B&nbsp;80\/98, BFHE 187, 549, BStBl II 1999, 293; FG M&uuml;nchen, Urteil vom 18.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2802\/08, DStRE 2012, 142; Schmidt\/Heinicke, EStG, 33. Aufl., &sect;&nbsp;3c Rz&nbsp;15; Gosch in Kirchhof, EStG, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;107&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Der Senat schlie&szlig;t sich der zuletzt angef&uuml;hrten Auffassung an. Es besteht &#8211;soweit nicht ein entsprechender normspezifischer Zweck vorliegt (z.B. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;72\/11, BFHE 240, 111, BStBl II 2013, 343, zu II.2.a)&#8211; kein Anlass, die Zuordnungsfrage je nachdem unterschiedlich zu beantworten, ob der Objektbezug in tats&auml;chlicher Hinsicht realisiert wurde oder nicht. Entscheidend ist der Umstand, dass die Aufwendungen angefallen sind, <em>um<\/em> diesen Objektbezug herzustellen (s.a. Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;107); schon die zielgerichtete Mittelverwendung begr&uuml;ndet auf der Grundlage einer wertenden Zuordnung (s. insoweit Schwarz, Die Unternehmensbesteuerung 2014, 48, 50) einen jedenfalls vorrangigen Veranlassungszusammenhang zur Betriebsst&auml;tte oder (hier) der festen Einrichtung, der die Zuordnungsfrage endg&uuml;ltig regelt. Damit wird auch ein Wechsel der Zuordnung ausgeschlossen, der sonst eintreten m&uuml;sste, wenn in der streitgegenst&auml;ndlichen Situation der Gr&uuml;ndungsaufwendungen f&uuml;r eine Betriebsst&auml;tte oder feste Einrichtung jene Aufwendungen zun&auml;chst bei dem jeweiligen Stammhaus zu buchen, sie im Falle einer sp&auml;teren Errichtung der Betriebsst&auml;tte oder festen Einrichtung aber auf jene umzubuchen w&auml;ren (s. z.B. Ditz in Sch&ouml;nfeld\/Ditz, a.a.O., Art.&nbsp;7 (2008) Rz&nbsp;185).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese &Uuml;berlegungen sind im Rahmen der beschr&auml;nkten Steuerpflicht in einer sog. Inbound-Situation gleicherma&szlig;en ma&szlig;geblich wie im umgekehrten Fall entsprechender Auslandseink&uuml;nfte (vgl. &sect;&nbsp;34d Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG 2002) in einer sog. Outbound-Situation (z.B. Senatsurteile vom 20.&nbsp;Juli 1988 I&nbsp;R&nbsp;49\/84, BFHE 154, 465, BStBl II 1989, 140; vom 16.&nbsp;Februar 1996 I&nbsp;R&nbsp;43\/95, BFHE 180, 286, BStBl II 1997, 128). Dem FG ist damit darin zuzustimmen, dass das Veranlassungsprinzip eine entsprechende Zuordnung der auf das konkrete Projekt in den VAE bezogenen Aufwendungen zur inl&auml;ndischen T&auml;tigkeit ausschlie&szlig;t. Der Senat verweist in diesem Zusammenhang auf seine Rechtsprechung zum Vorrang des Veranlassungsprinzips gerade auch in grenz&uuml;berschreitenden Zusammenh&auml;ngen, z.B. bezogen auf den Schuldzinsenabzug bei &quot;schachtelbefreiten&quot; fehlenden Dividenden (Senatsurteile vom 29.&nbsp;Mai 1996 I&nbsp;R&nbsp;15\/94, BFHE 180, 410, BStBl II 1997, 57; vom 29.&nbsp;Mai 1996 I&nbsp;R&nbsp;167\/94, BFHE 180, 415, BStBl II 1997, 60; vom 29.&nbsp;Mai 1996 I&nbsp;R&nbsp;21\/95, BFHE 180, 422, BStBl II 1997, 63), vor allem aber auch f&uuml;r sog. Outbound-Situationen in Konsequenz der abkommensrechtlichen Freistellung (Senatsurteil vom 20.&nbsp;September 2006 I&nbsp;R&nbsp;59\/05, BFHE 215, 130, BStBl II 2007, 756, m.w.N.). Hier wie dort hat er herausgestellt, dass die Zuordnung kraft Veranlassungsprinzips in abkommensrechtlicher Hinsicht nicht davon abh&auml;ngt, dass der objektive Bezugspunkt im Zuordnungszeitpunkt tats&auml;chlich besteht (zur abkommensrechtlichen Betriebsst&auml;tte s. Senatsurteil vom 28.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;99\/08, BFHE 227, 83, BStBl II 2011, 1019, zu B.I.7.b&nbsp;bb&nbsp;bbb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich scheitert die Anwendung der in Art.&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;1 DBA-VAE 1995 angeordneten Freistellung der Eink&uuml;nfte nicht an dem in Buchst.&nbsp;c Satz&nbsp;1 der Vorschrift enthaltenen sog. Aktivit&auml;tsvorbehalt, wonach Buchst.&nbsp;a (u.a.) nicht auf die Gewinne einer Betriebsst&auml;tte anzuwenden ist, wenn die in Deutschland ans&auml;ssige Person nicht nachweist, dass die Bruttoeink&uuml;nfte der Betriebsst&auml;tte ausschlie&szlig;lich oder fast ausschlie&szlig;lich aus T&auml;tigkeiten i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 6 des Gesetzes &uuml;ber die Besteuerung der Auslandsbeziehungen (Au&szlig;ensteuergesetz) stammen. Denn unabh&auml;ngig davon, ob dieser Nachweis im Streitfall erbracht ist oder nicht, ist eine hier einzufordernde feste Einrichtung keine Betriebsst&auml;tte (i.S. von Art.&nbsp;5 DBA-VAE 1995) und ist der sog. Aktivit&auml;tsvorbehalt unter den Gegebenheiten des Streitfalles &#8211;entgegen der Annahme der Revision&#8211; deswegen von vornherein nicht einschl&auml;gig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch die Hilfsantr&auml;ge der Kl&auml;gerin haben keinen Erfolg. Es kommt weder in Betracht, die weiteren Aufwendungen von 7.848,22&nbsp;EUR in entsprechender Anwendung der Rechtsgrunds&auml;tze des &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;3 EStG 1997 im Entstehungsjahr zum Verlustabzug zuzulassen noch unter entsprechender Anwendung der Rechtsgrunds&auml;tze f&uuml;r aktive gewerbliche Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;1 und 2 EStG 2002 n.F. zum Verlustabzug zuzulassen bzw. zumindest als gesonderten Verlustvortrag festzustellen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Einen ist &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;3 EStG 1997 nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG 2002 letztmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 1998 anzuwenden. Dar&uuml;ber hinaus bezog sich die Regelung ausdr&uuml;cklich nur auf gewerbliche Eink&uuml;nfte. Es ist kein Rechtsgrund daf&uuml;r ersichtlich, die durch diese tatbestandliche Einengung als insoweit abschlie&szlig;end ausgestaltete Regelung auf die streiterheblichen Eink&uuml;nfte anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Anderen kommt eine entsprechende Anwendung der Rechtsgrunds&auml;tze f&uuml;r aktive gewerbliche Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;1 und 2 EStG 2002 n.F. im Streitjahr nicht in Betracht. Eink&uuml;nfte, welche nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung freigestellt sind, erf&uuml;llen den objektiven Tatbestand dieser Norm nicht; es fehlt schon an einer Regelungsl&uuml;cke, die eine entsprechende Anwendung erm&ouml;glichen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, I R 56\/12 Betriebsausgabenabzug f&uuml;r Gr&uuml;ndungsaufwand einer ausl&auml;ndischen festen Einrichtung &#8211; Anwendung des DBA VAE 1995 bei Partnerschaftsgesellschaft &#8211; mitunternehmerische Zurechnung Leits&auml;tze Gr&uuml;ndungsaufwand f&uuml;r die im Ausland belegene feste Einrichtung eines Freiberuflers f&uuml;hrt nicht zu einem Betriebsausgabenabzug bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus der inl&auml;ndischen T&auml;tigkeit. 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