{"id":64035,"date":"2015-03-10T20:07:09","date_gmt":"2015-03-10T18:07:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64035"},"modified":"2015-03-10T20:07:09","modified_gmt":"2015-03-10T18:07:09","slug":"x-k-5-13-geldentschaedigung-wegen-ueberlanger-verfahrensdauer-gebotene-beschleunigte-bearbeitung-des-einen-grundlagenbescheid-betreffenden-klageverfahrens-zwoelftelung-des-regelbetrags-nach-par-198-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-k-5-13-geldentschaedigung-wegen-ueberlanger-verfahrensdauer-gebotene-beschleunigte-bearbeitung-des-einen-grundlagenbescheid-betreffenden-klageverfahrens-zwoelftelung-des-regelbetrags-nach-par-198-ab\/","title":{"rendered":"X&nbsp;K&nbsp;5\/13 &#8211; Geldentsch&auml;digung wegen &uuml;berlanger Verfahrensdauer &#8211; Gebotene beschleunigte Bearbeitung des einen Grundlagenbescheid betreffenden Klageverfahrens &#8211; Zw&ouml;lftelung des Regelbetrags nach &sect; 198 Abs. 2 Satz 3 GVG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.6.2014, X K 5\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Geldentsch&auml;digung wegen &uuml;berlanger Verfahrensdauer &#8211; Gebotene beschleunigte Bearbeitung des einen Grundlagenbescheid betreffenden Klageverfahrens &#8211; Zw&ouml;lftelung des Regelbetrags nach &sect; 198 Abs. 2 Satz 3 GVG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin begehrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) Entsch&auml;digung wegen der von ihr als unangemessen angesehenen Dauer eines vor dem Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg vom 4.&nbsp;Juni 2010 (Klageeingang) bis zum 7.&nbsp;Dezember 2012 (Absendung des nach Erledigung der Hauptsache erlassenen Kostenbeschlusses durch das FG anh&auml;ngigen Klageverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Ausgangsverfahren liegt folgender Sachverhalt zugrunde:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin wurde am &#8230; April 2003 Alleinerbin nach Herrn E. Der Nachlass bestand u.a. aus Grundbesitz, zu dem auch das streitbefangene Grundst&uuml;ck geh&ouml;rte. Zugunsten des Herrn X bestand ein Sachverm&auml;chtnis hinsichtlich der H&auml;lfte des in den neuen Bundesl&auml;ndern belegenen Grundbesitzes. Die Kl&auml;gerin und X einigten sich durch die notariell beurkundete Vereinbarung vom 3.&nbsp;November 2003, dass mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Januar 2004 u.a. an dem streitbefangenen Grundst&uuml;ck das h&auml;lftige Miteigentum von der Kl&auml;gerin an X &uuml;bertragen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer wegen des Erbfalls beim Finanzamt A eingereichten Erbschaftsteuer-Erkl&auml;rung zeigte die Kl&auml;gerin an, dass sie Alleinerbin geworden sei. Auch wies sie u.a. auf das an dem streitigen Grundst&uuml;ck bestehende Sachverm&auml;chtnis des X hin. Das Finanzamt A forderte hierauf das Finanzamt B (FA) auf, f&uuml;r das streitbefangene Grundst&uuml;ck den Grundbesitzwert festzustellen. Hierbei wies das Finanzamt A lediglich darauf hin, die Kl&auml;gerin und X seien an dem Grundst&uuml;ck je h&auml;lftig beteiligt. Den kl&auml;gerischen Angaben zufolge reichte die Kl&auml;gerin im August 2004 beim FA ein dieses Grundst&uuml;ck betreffendes Verkehrswertgutachten eines Sachverst&auml;ndigen ein. In diesem wurde der Verkehrswert zum Zeitpunkt des Erbfalls mit 57.300&nbsp;EUR ermittelt. Nach dem kl&auml;gerischen Vorbringen lie&szlig; das FA dieses Gutachten unbeachtet. Es setzte durch den Bescheid vom 24.&nbsp;August 2004 den Grundbesitzwert f&uuml;r das streitbefangene Grundst&uuml;ck auf 118.000&nbsp;EUR fest, den es je h&auml;lftig der Kl&auml;gerin und X zurechnete. Den Antrag der Kl&auml;gerin, diesen Bescheid zu &auml;ndern, lehnte das FA ab. Den hiergegen gerichteten Einspruch wies es zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer am 4.&nbsp;Juni 2010 beim FG erhobenen Klage begehrte die Kl&auml;gerin, ihrem &Auml;nderungsbegehren zu entsprechen und den Grundbesitzwert mit dem nachgewiesenen Verkehrswert von 57.300&nbsp;EUR festzusetzen und ihr diesen zu 100&nbsp;% und X zu 0&nbsp;% zuzurechnen, da sie im Zeitpunkt des Erbfalls Alleinerbin geworden sei. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie aus, weder sie noch X h&auml;tten den Bescheid &uuml;ber den Grundbesitzwert erhalten. Der angefochtene Bescheid sei zudem nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) nichtig, da er nicht an alle Personen gerichtet gewesen sei, welche nach Auffassung des FA im Streitfall Beteiligte seien. Das FA habe das &Auml;nderungsbegehren der Kl&auml;gerin abgelehnt. Obwohl es einr&auml;ume, dass ihm das Verkehrswertgutachten vorgelegen habe, verneine es das Bestehen einer Anpassungspflicht nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO. Das FA lasse au&szlig;er Acht, dass der ergangene Erbschaftsteuer-Bescheid, in dem der Grundst&uuml;ckswert mit 118.000&nbsp;EUR angesetzt worden sei, als Folgebescheid wirksam angefochten worden und Gegenstand von zwei Klageverfahren (Klage der Kl&auml;gerin und derjenigen des X, anh&auml;ngig beim FG Berlin-Brandenburg unter den Aktenzeichen 14&nbsp;K&nbsp;14239\/09 bzw. 14&nbsp;K&nbsp;14245\/09) sei. Daher sei der Bescheid &uuml;ber den Grundbesitzwert gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO auch noch nach Ablauf der Festsetzungsfrist &auml;nderbar. Als &Auml;nderungsvorschrift seien &sect;&nbsp;173, &sect;&nbsp;174 und &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 AO heranzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schriftsatz vom 11.&nbsp;August 2010 beantragte das FA, die Klage abzuweisen. Der Feststellungsbescheid sei nicht unwirksam, da in ihm die Kl&auml;gerin und X als Inhaltsadressaten bezeichnet worden seien. Die fehlende Bekanntgabe des Bescheids an X habe nach der Rechtsprechung nur zur Folge, dass der Bescheid diesem gegen&uuml;ber keine Wirkung entfalte. Eine Anwendung von &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO scheide aus, weil eine neuerliche gesonderte Feststellung nicht f&uuml;r eine Steuerfestsetzung von Bedeutung sei. F&uuml;r die Frage, wem der Grundbesitzwert zuzurechnen sei, fehle es an der Bindungswirkung f&uuml;r die Steuerfestsetzung. In dem Feststellungsbescheid &uuml;ber den Bedarfswert werde verbindlich nur &uuml;ber die H&ouml;he des Werts entschieden. Wer Erbe sei und welcher Anteil dem Erben zuzurechnen sei, entscheide hingegen das Erbschaftsteuer-Finanzamt autonom. Hinsichtlich der Zurechnung der wirtschaftlichen Einheit entfalte dieser Feststellungsbescheid keine Bindungswirkung. Auch seien die von der Kl&auml;gerin benannten &Auml;nderungsvorschriften nicht einschl&auml;gig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin auf ihren mit Schriftsatz vom 14.&nbsp;September 2010 gestellten Antrag am 6.&nbsp;Januar 2011 Akteneinsicht genommen hatte, nahm sie mit Schriftsatz vom 3.&nbsp;Februar 2011 erneut in der Sache Stellung. Sie trug vor, das FA verhalte sich widerspr&uuml;chlich und uneinsichtig. Um baldige Anberaumung eines Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung werde gebeten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Schriftsatz des FA vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2011, in welchem es lediglich auf das bisherige Vorbringen verwies, endete der wechselseitige Schriftsatzaustausch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin bat mit Schriftsatz vom 4.&nbsp;April 2011 erneut um die baldige Anberaumung eines Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung. Sie trug vor, durch Beschluss vom 19.&nbsp;Oktober 2010 habe das FG das unter dem Aktenzeichen 14&nbsp;K&nbsp;14239\/09 anh&auml;ngige Verfahren, welches den gegen die Kl&auml;gerin ergangenen Erbschaftsteuer-Bescheid betreffe, ausgesetzt, bis das vorliegende Klageverfahren rechtskr&auml;ftig entschieden sei. Mit Schriftsatz vom 20.&nbsp;April 2011 teilte die Kl&auml;gerin zudem mit, es bestehe Einverst&auml;ndnis mit einer Entscheidung durch den Einzelrichter gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bzw. durch den Vorsitzenden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79a Abs.&nbsp;3 FGO. Auch sei sie zwecks Beschleunigung der Erledigung des Rechtsstreits mit einer Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung einverstanden. Eine gleichlautende Erkl&auml;rung gab hierauf auch das FA ab. Auf die zudem ge&auml;u&szlig;erte Bitte der Kl&auml;gerin um Mitteilung, wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, teilte der Berichterstatter des FG mit Schreiben vom 26.&nbsp;April 2011 mit, da das Verfahren noch jung sei, sei mit einer Entscheidung innerhalb eines halben Jahres nicht zu rechnen. Allerdings werde der Aussetzungsbeschluss des 14.&nbsp;Senats vom 19.&nbsp;Oktober 2010 ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf ein weiteres Schreiben der Kl&auml;gerin vom 17.&nbsp;August 2011, in dem diese darauf hinwies, sie habe in einem j&uuml;ngeren Verfahren eine fristgebundene Auflage erhalten, weshalb angefragt werde, wann in dem Streitfall mit einer Entscheidung zu rechnen sei, antwortete der Senatsvorsitzende am Folgetag. Er wies darauf hin, der in einem anderen Verfahren zum Zweck der Verfahrensf&ouml;rderung erteilte Hinweis lasse keinen R&uuml;ckschluss auf die Terminlage im Senat zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schriftsatz vom 21.&nbsp;Dezember 2011 erhob die Kl&auml;gerin eine Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 GVG. Sie bat um unverz&uuml;gliche Terminierung. Hierauf hielt das FG lediglich die Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge in einem Register fest. Zudem bestimmte es eine Wiedervorlage zum 27.&nbsp;Januar 2012. Die Aktenlage l&auml;sst nicht erkennen, dass zu diesem Zeitpunkt weitere gerichtliche Aktivit&auml;ten entfaltet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schriftsatz vom 18.&nbsp;Oktober 2012 erhob die Kl&auml;gerin erneut eine Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge. Hierauf teilte ihr der Berichterstatter mit Schreiben vom 24.&nbsp;Oktober 2012 mit, eine Terminierung des Rechtsstreits sei auf den 7.&nbsp;Dezember 2012 vorgesehen. Dies wurde durch die Verf&uuml;gung vom 12.&nbsp;November 2012 umgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf einen richterlichen Hinweis erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 4.&nbsp;Dezember 2012 den Rechtsstreit in der Hauptsache unter der Voraussetzung f&uuml;r erledigt, dass das FA an sie und X einen Bescheid zum Stichtag 4.&nbsp;April 2003 erteile, in dem der Grundbesitzwert mit 57.300&nbsp;EUR festgesetzt und dieser je h&auml;lftig bei der Kl&auml;gerin und X angesetzt werde. Am Folgetag erkl&auml;rte auch das FA den Rechtstreit in der Hauptsache f&uuml;r erledigt und k&uuml;ndigte den Erlass eines neuen, dem Begehren der Kl&auml;gerin entsprechenden Bescheids an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kostenbeschluss vom 5.&nbsp;Dezember 2012 entschied das FG nach Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache &uuml;ber die Verfahrenskosten. Hierbei folgte es dem &uuml;bereinstimmenden Vorschlag der Beteiligten &uuml;ber die Kostenverteilung. Dieser Kostenbeschluss wurde zwecks Versendung an die Beteiligten am 7.&nbsp;Dezember 2012 zur Post aufgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 8.&nbsp;M&auml;rz 2013 hat die Kl&auml;gerin die vorliegende Entsch&auml;digungsklage erhoben. Sie verweist darauf, dass die durchschnittliche Dauer finanzgerichtlicher Verfahren f&uuml;r die Jahre 2008 bis 2010 bei ca. 18 Monaten gelegen habe. Im Streitfall habe das FG 30 Monate ben&ouml;tigt, ohne dass hierf&uuml;r andere Gr&uuml;nde als die schlechte Personalausstattung des Gerichts erkennbar seien. Dies sei auch unter Ber&uuml;cksichtigung der Umst&auml;nde des zu beurteilenden Einzelfalls unangemessen. Die Sache sei von Anfang an entscheidungsreif gewesen, sp&auml;testens aber mit Eingang des Schriftsatzes des FA vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2011, in dem dieses lediglich auf sein bisheriges Vorbringen Bezug genommen habe. Die Kl&auml;gerin habe zudem wiederholt auf das anh&auml;ngige Klageverfahren wegen des ihr gegen&uuml;ber ergangenen Erbschaftsteuer-Bescheids hingewiesen. Auch habe sie deutlich gemacht, dass die Entscheidung &uuml;ber die den Grundbesitzwert betreffende Klage wegen der Aussetzung des die Erbschaftsteuer betreffenden Verfahrens besonders dringlich sei. Gleichwohl habe sich das FG w&auml;hrend eines Zeitraums von 18 Monaten nicht zur Sache ge&auml;u&szlig;ert und keinen Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung anberaumt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte belaufe sich die angemessene Verfahrensdauer auf etwa ein Jahr pro Instanz. Soweit demgegen&uuml;ber der erkennende Senat des Bundesfinanzhofs in seinem Urteil vom 7.&nbsp;November 2013 X&nbsp;K&nbsp;13\/12 (BFHE 243, 126, BStBl II 2014, 179) die Auffassung vertrete, eine zweij&auml;hrige Unt&auml;tigkeit des Gerichts sei regelm&auml;&szlig;ig hinzunehmen, sei dies mit der gesetzlichen Regelung des &sect;&nbsp;198 GVG, die auf den konkreten Einzelfall abstelle, nicht zu vereinbaren und verletze den Anspruch auf effektiven Rechtsschutz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 des Grundgesetzes. Mit dieser Rechtsprechung weiche der erkennende Senat auch von mehreren Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) und des Bundessozialgerichts (BSG) ab (Urteile des BVerwG vom 11.&nbsp;Juli 2013&nbsp;&nbsp;5&nbsp;C&nbsp;23\/12&nbsp;D, BVerwGE 147, 146, und 5&nbsp;C&nbsp;27\/12&nbsp;D, Bayerische Verwaltungsbl&auml;tter &#8211;BayVbl&#8211; 2014, 149, und vom 27.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&nbsp;5&nbsp;C&nbsp;1\/13&nbsp;D, Buchholz 300 &sect;&nbsp;198 GVG Nr.&nbsp;3; Urteile des BSG vom 21.&nbsp;Februar 2013 B&nbsp;10&nbsp;&Uuml;G&nbsp;1\/12&nbsp;KL, BSGE 113, 75, und B&nbsp;10&nbsp;&Uuml;G&nbsp;2\/12&nbsp;KL, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;). Danach sei nur auf die Verh&auml;ltnisse des Einzelfalls abzustellen. Es sei deshalb geboten, das Verfahren im vorliegend zu beurteilenden Rechtsstreit auszusetzen und den gemeinsamen Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe anzurufen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtsh&ouml;fe).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als Entsch&auml;digung sei f&uuml;r jedes angefangene Jahr der Verz&ouml;gerung ein Betrag von 1.200&nbsp;EUR nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 GVG, hilfsweise nach Satz&nbsp;4 dieser Vorschrift zu gew&auml;hren. Im Rahmen einer solchen Billigkeitsentscheidung nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 GVG sei zu ber&uuml;cksichtigen, dass das FG in dem Kostenbeschluss vom 5.&nbsp;Dezember 2012 der Kl&auml;gerin zu Unrecht auferlegt habe, ihre au&szlig;ergerichtlichen Kosten selbst zu tragen. Im Falle eines stattgebenden Urteils h&auml;tte ihr hingegen ein Kostenerstattungsanspruch von (brutto) 1.909,71&nbsp;EUR zugestanden. Der Zinsanspruch folge aus &sect;&sect;&nbsp;291, 288 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;247 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB), weil die f&uuml;r &ouml;ffentlich-rechtliche Entsch&auml;digungsanspr&uuml;che geltenden Rechtsgrunds&auml;tze entsprechend anwendbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>den Beklagten zu verurteilen, ihr wegen der &uuml;berlangen Dauer des Verfahrens vor dem FG Berlin-Brandenburg 3&nbsp;K&nbsp;3147\/10 eine Entsch&auml;digung von 2.400&nbsp;EUR nebst Zinsen in H&ouml;he von f&uuml;nf Prozentpunkten &uuml;ber dem Basiszinssatz seit Rechtsh&auml;ngigkeit zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte beantragt,<br \/>die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Dauer des Verfahrens 3&nbsp;K&nbsp;3147\/10 sei nicht i.S. des &sect;&nbsp;198 GVG als unangemessen zu beurteilen. Sofern entgegen der Auffassung des Beklagten die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;198 GVG erf&uuml;llt seien, sei dies lediglich festzustellen ohne einen Geldbetrag zuzuerkennen. Hiervon sei nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats im Urteil vom 17.&nbsp;April 2013 X&nbsp;K&nbsp;3\/12 (BFHE 240, 516, BStBl II 2013, 547) auszugehen, wenn die Klage unschl&uuml;ssig sei. Diese Voraussetzung liege im Streitfall vor. Die Klage habe sich gegen den Bescheid &uuml;ber die Feststellung des Grundbesitzwerts zum 4.&nbsp;April 2003 vom 24.&nbsp;August 2004 gerichtet, gegen den die Kl&auml;gerin keinen Einspruch eingelegt habe. Auch in ihrem Schreiben an den Beklagten vom 16.&nbsp;September 2009, in dem sie die &Auml;nderung des Bescheids beantragt habe, sei von ihr die unterbliebene Zustellung des Bescheids nicht geltend gemacht worden. Dies habe sie erst im Klageverfahren behauptet. Gleichwohl habe sie mit ihrer Klage lediglich die Herabsetzung des Grundbesitzwerts verlangt. Da &#8211;wie in der Einspruchsentscheidung des FA vom 12.&nbsp;Mai 2010 ausgef&uuml;hrt&#8211; die Voraussetzungen f&uuml;r eine &Auml;nderung des Bescheids nach &sect;&sect;&nbsp;173&nbsp;ff. AO nicht vorgelegen h&auml;tten und &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AO keine eigenst&auml;ndige &Auml;nderungsnorm sei, sei die Klage von Anfang an unbegr&uuml;ndet gewesen und h&auml;tte daher abgewiesen werden m&uuml;ssen. Sofern eine Geldentsch&auml;digung zu gew&auml;hren sei, sei diese nach Monatsbetr&auml;gen von 100&nbsp;EUR zu bemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Klage ist teilweise begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat die erforderliche Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge noch &quot;unverz&uuml;glich&quot; nach dem Inkrafttreten des Gesetzes &uuml;ber den Rechtsschutz bei &uuml;berlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren (&Uuml;berlVfRSchG) erhoben (dazu unten 1.). Die Dauer des Verfahrens war unangemessen; die Verz&ouml;gerung betrifft einen Zeitraum von neun Monaten (unten 2.). Der Kl&auml;gerin steht eine Entsch&auml;digung f&uuml;r Nichtverm&ouml;gensnachteile in H&ouml;he von 900&nbsp;EUR statt der geltend gemachten 2.400&nbsp;EUR zu (unten 3.); hinzu kommt der Anspruch auf Prozesszinsen (unten 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die am 21.&nbsp;Dezember 2011 beim FG eingegangene Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge ist i.S. des Art.&nbsp;23 Satz&nbsp;2 &Uuml;berlVfRSchG &quot;unverz&uuml;glich&quot; nach dem Inkrafttreten des genannten Gesetzes am 3.&nbsp;Dezember 2011 erhoben und hat daher gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;23 Satz&nbsp;3 &Uuml;berlVfRSchG auch Anspr&uuml;che f&uuml;r die Zeit vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gewahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat bereits entschieden, dass im Rahmen der gebotenen normspezifischen Auslegung des in Art.&nbsp;23 Satz&nbsp;2 &Uuml;berlVfRSchG verwendeten Begriffs &quot;unverz&uuml;glich&quot; ein Zeitraum von drei Monaten als sachgerecht anzusehen ist (ausf&uuml;hrlich Urteil in BFHE 243, 126, BStBl II 2014, 179, unter II.1.d). Dieser Zeitraum ist vorliegend nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Ausgangsverfahren war unangemessen lang. Die Dauer der Verz&ouml;gerung bel&auml;uft sich auf neun Monate.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Entsch&auml;digungsanspruch nach &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GVG setzt u.a. die unangemessene Dauer des Gerichtsverfahrens voraus. Die Angemessenheit der Verfahrensdauer richtet sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GVG nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles, insbesondere nach der Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens und nach dem Verhalten der Verfahrensbeteiligten und Dritter. F&uuml;r die weiteren Grunds&auml;tze und Einzelheiten einschlie&szlig;lich der Aufteilung des typischen finanzgerichtlichen Verfahrens in drei Phasen nimmt der Senat auf seine Urteile in BFHE 243, 126, BStBl II 2014, 179, unter II.2.a bis d, vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2014 X&nbsp;K&nbsp;4\/13 (BFH\/NV 2014, 1050) und vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 X&nbsp;K&nbsp;3\/13 (BFH\/NV 2014, 1053) sowie X&nbsp;K&nbsp;8\/13 (BFHE 244, 251, BStBl II 2014, 584) Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung steht zu derjenigen des BVerwG und des BSG nicht in Widerspruch, so dass der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes nicht anzurufen ist. Hinsichtlich des &#8211;bereits im Sachverhalt nicht vergleichbaren&#8211; Urteils des BVerwG in BayVbl 2014, 149 verweist der Senat auf sein Urteil in BFH\/NV 2014, 1053. Das Urteil des BVerwG in Buchholz 300 &sect;&nbsp;198 GVG Nr.&nbsp;3 betrifft den ebenfalls nicht vergleichbaren Fall eines Berufungszulassungsverfahrens, das insgesamt fast drei Jahre gedauert hatte, das Urteil des BSG in BSGE 113, 75 sowie die Parallelentscheidung hierzu (B&nbsp;10&nbsp;&Uuml;G&nbsp;2\/12&nbsp;KL, n.v.) ein Verfahren betreffend eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerwG hat in seinem Urteil in BVerwGE 147, 146 (unter II.1.b&nbsp;aa&nbsp;(1) und (2)) ausgef&uuml;hrt, dass der Einzelfall ma&szlig;gebend ist und sich Grenzwerte verbieten. Auch zu diesen Aussagen setzt sich der Senat nicht in Widerspruch. Zum einen hat der Senat im Einklang mit dem BVerwG der Einzelfallbetrachtung Vorrang vor der aus den typischen drei Phasen des finanzgerichtlichen Verfahrens abgeleiteten Vermutungsregel einger&auml;umt. Zum anderen hat das BVerwG seine Zur&uuml;ckhaltung gegen&uuml;ber Orientierungs- und Richtwerten nicht zuletzt mit der Vielgestaltigkeit verwaltungsgerichtlicher Verfahren begr&uuml;ndet, die in dieser Form in der Finanzgerichtsbarkeit nicht existiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen und unter der Ber&uuml;cksichtigung der beispielhaft in &sect;&nbsp;198 GVG genannten Kriterien im Ausgangsfall ergibt sich, dass dieses Verfahren um neun Monate verz&ouml;gert worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Schwierigkeitsgrad des Verfahrens ist als &uuml;berdurchschnittlich einzustufen. Dies zeigt bereits der Umfang der Klageschrift, welche 30 Seiten Text und &uuml;ber 100 Blatt Anlagen umfasste. Rechtlich war unter verschiedenen Gesichtspunkten zu pr&uuml;fen, ob der infrage stehende Feststellungsbescheid &uuml;ber den Grundbesitzwert zum 4.&nbsp;April 2003 vom 24.&nbsp;August 2004 wirksam war. Auch hat die Kl&auml;gerin zahlreiche &Auml;nderungsvorschriften angesprochen, nach denen dieser Bescheid gegebenenfalls zu ihren Gunsten zu &auml;ndern gewesen w&auml;re. Zudem war die Anwendbarkeit von &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AO zu pr&uuml;fen und damit auf den Umfang der Bindungswirkung des Feststellungsbescheids &uuml;ber den Grundbesitzwert f&uuml;r den Erbschaftsteuer-Bescheid als Folgebescheid einzugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch die Bedeutung des Ausgangsverfahrens war f&uuml;r die Kl&auml;gerin nicht gering. Es ging ihr nicht nur um eine Herabsetzung des festzustellenden auf sie entfallenden Grundbesitzwerts von 59.000&nbsp;EUR (1\/2 von 118.000&nbsp;EUR) auf 57.000&nbsp;EUR (1\/1 dieses Werts abgerundet nach &sect;&nbsp;139 des Bewertungsgesetzes), sondern darum, dass der bei der Erbschaftsteuer anzusetzende Grundst&uuml;ckswert nach Abzug des Werts des Verm&auml;chtnisanspruchs des X auf &Uuml;bertragung des h&auml;lftigen Grundst&uuml;cks bei ihr nur mit einem Nettowert von 28.500&nbsp;EUR zum Ansatz kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Kl&auml;gerin hat in Bezug auf die Verfahrensdauer auf zu ber&uuml;cksichtigende Besonderheiten im Hinblick auf den Zusammenhang des Ausgangsverfahrens mit dem ausgesetzten Verfahren wegen Erbschaftsteuer hingewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Zwar kommt es f&uuml;r die Beantwortung der Frage, ob eine unangemessene Verfahrensdauer gegeben ist, grunds&auml;tzlich ausschlie&szlig;lich auf die Verh&auml;ltnisse des zu beurteilenden Ausgangsfalls an, weil &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 GVG auf das konkrete gerichtliche Verfahren abstellt. Andererseits sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GVG die Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalls zu ber&uuml;cksichtigen, zu denen auch Verkn&uuml;pfungen mit anderen Verfahren geh&ouml;ren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies bedeutet, dass ein Ausgangsverfahren nicht generell deshalb beschleunigt zu bearbeiten ist, weil ein anderes Verfahren i.S. des &sect;&nbsp;74 FGO von dem Ausgangsverfahren abh&auml;ngt und aus diesem Grund bis zu dessen Abschluss ausgesetzt ist. Dennoch ist bei der Bearbeitung des Ausgangsverfahrens dessen Auswirkung auf andere Verfahren und insbesondere deren Dauer in angemessener Weise zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) In Anwendung der vorstehenden Grunds&auml;tze war das Verfahren in der Zeit von Januar 2012 bis September 2012 verz&ouml;gert:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat im Ausgangsverfahren von Anfang an deutlich gemacht, dass es geboten sei, das Verfahren nicht im normalen Gesch&auml;ftsgang entsprechend dem zeitlichen Eingang zu behandeln, sondern es wegen des Zusammenhangs mit dem Klageverfahren wegen des Erbschaftsteuer-Bescheids vorrangig zu bearbeiten. So hat die Kl&auml;gerin bereits in ihrer Klageschrift auf das beim FG gegen den Erbschaftsteuer-Bescheid anh&auml;ngige Klageverfahren hingewiesen. Aufgrund des von der Kl&auml;gerin mitgeteilten Aktenzeichens war ersichtlich, dass diese Klage bereits im Vorjahr erhoben worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch hat die Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 4.&nbsp;April 2011 um eine baldige Anberaumung des Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung gebeten, weil das gegen den Erbschaftsteuer-Bescheid als Folgebescheid gerichtete Klageverfahren vom FG durch Beschluss vom 19.&nbsp;Oktober 2010 nach &sect;&nbsp;74 FGO bis zur rechtskr&auml;ftigen Entscheidung des den Grundbesitzwert betreffenden Klageverfahrens ausgesetzt worden war. Damit war klar, dass die Dauer des den Grundbesitzwert betreffenden Ausgangsverfahrens zugleich die Dauer des Folgeverfahrens beeinflussen w&uuml;rde. Hierauf hat das FG lediglich in der Weise reagiert, dass es im Schreiben an die Beteiligten vom 26.&nbsp;April 2011 darauf hinwies, es werde den Aussetzungsbeschluss bei seiner Entscheidung mitber&uuml;cksichtigen, wann das Klageverfahren einer Entscheidung zugef&uuml;hrt werde. Auch auf die Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge der Kl&auml;gerin vom 21.&nbsp;Dezember 2011 hat das FG nur die Wiedervorlage der Akten f&uuml;r den 27.&nbsp;Januar 2012 verf&uuml;gt und die Erhebung der Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge in einem Register notiert. Dabei war das (ausgesetzte) Verfahren wegen Erbschaftsteuer am Jahresende 2011 bereits zwei Jahre und drei Monate beim FG anh&auml;ngig. Dies war f&uuml;r das FG auch auf Grund der die Erbschaftsteuer betreffenden Einspruchsentscheidung des Finanzamts A vom 19.&nbsp;August 2009 erkennbar, die in Ablichtung der Klageschrift im Ausgangsverfahren beigef&uuml;gt worden war. Um diesen ausgesetzten Rechtsstreit nicht weiter aus der &uuml;blichen Verfahrensdauer hinauswachsen zu lassen, w&auml;ren zu diesem Zeitpunkt umgehend gerichtliche Ma&szlig;nahmen im Ausgangsverfahren mit dem Ziel einer abschlie&szlig;enden Entscheidung geboten gewesen. Besonderheiten, die ein weiteres Zuwarten h&auml;tten rechtfertigen k&ouml;nnen, lagen nicht vor. Das FG hat gleichwohl erst auf die weitere Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge vom 18.&nbsp;Oktober 2012 angek&uuml;ndigt, es werde den Rechtsstreit auf den 7.&nbsp;Dezember 2012 terminieren. Die anschlie&szlig;ende au&szlig;ergerichtliche Einigung hatte zur Folge, dass wenig sp&auml;ter auch der Rechtstreit wegen Erbschaftsteuer abgeschlossen werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Umst&auml;nde ist von einer unangemessenen Verz&ouml;gerung f&uuml;r die Dauer von neun Monaten auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;gerin steht aufgrund der unangemessenen Verfahrensdauer eine Entsch&auml;digung f&uuml;r Nichtverm&ouml;gensnachteile in H&ouml;he von 900&nbsp;EUR zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Entstehen eines Nichtverm&ouml;gensnachteils wird in F&auml;llen unangemessener Verfahrensdauer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GVG vermutet (vgl. auch Senatsurteil in BFHE 240, 516, BStBl II 2013, 547, unter III.6.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Wiedergutmachung auf andere Weise gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, Abs.&nbsp;4 GVG w&auml;re im Streitfall nicht ausreichend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar hat es der erkennende Senat f&uuml;r ausreichend erachtet, f&uuml;r die erforderliche Wiedergutmachung lediglich die Verfahrensverz&ouml;gerung festzustellen, wenn die Klage nach dem eigenen Vorbringen des Kl&auml;gers erkennbar unbegr&uuml;ndet ist und diese daher f&uuml;r den Entsch&auml;digungskl&auml;ger keine Bedeutung hat (Senatsurteil in BFHE 240, 516, BStBl II 2013, 547, unter III.6.e). Hiervon kann regelm&auml;&szlig;ig nicht ausgegangen werden, wenn die beklagte Beh&ouml;rde wie im Streitfall dem kl&auml;gerischen Begehren durch einen Abhilfebescheid ganz oder zum Teil entspricht. Der erkennende Senat erachtet daher weitere Ausf&uuml;hrungen zu diesem Punkt f&uuml;r entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall sind keine anderen Umst&auml;nde gegeben, nach denen eine Wiedergutmachung ohne Zuerkennung einer Entsch&auml;digung ausreichend w&auml;re. Die Kl&auml;gerin hat in dem Ausgangsverfahren wiederholt um beschleunigte Bearbeitung gebeten. Auf ihre erste Verz&ouml;gerungsr&uuml;ge hat das FG keine verfahrensf&ouml;rdernden Ma&szlig;nahmen ergriffen und ihr gegen&uuml;ber nicht einmal durch ein Antwortschreiben reagiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Vorliegend ist der Regelbetrag des &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 GVG von 1.200&nbsp;EUR f&uuml;r jedes Jahr der Verz&ouml;gerung im konkreten Fall mit neun Zw&ouml;lfteln dieses Jahresbetrags anzusetzen. Auch wenn im Gesetz ein Jahresbetrag genannt ist, kann dieser anteilig mit Monatsbetr&auml;gen angesetzt werden (ebenso Urteil des BSG in BSGE 113, 75, unter 2.c&nbsp;d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im Streitfall sind keine Umst&auml;nde vorgetragen oder sonst ersichtlich, wonach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 GVG eine vom Regelbetrag abweichende Geldsumme zuzuerkennen w&auml;re. Soweit die Kl&auml;gerin meint, es entspreche der Billigkeit, ihr zus&auml;tzlich die eigenen au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Ausgangsverfahrens zu erstatten, die sie aufgrund der Kostenentscheidung des FG zu tragen hatte, sieht sie nicht, dass diese Kosten nicht auf einer Verz&ouml;gerung des Ausgangsverfahrens beruhen. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass das FG &#8211;auf der Grundlage seiner kostenrechtlichen Rechtsauffassung&#8211; eine andere Kostenentscheidung getroffen h&auml;tte, wenn es das Verfahren in angemessener Zeit zu einem Ende gef&uuml;hrt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Anspruch auf Prozesszinsen in H&ouml;he von f&uuml;nf Prozentpunkten &uuml;ber dem Basiszinssatz vom Zeitpunkt des Eintritts der Rechtsh&auml;ngigkeit der Entsch&auml;digungsklage (&sect;&nbsp;66 FGO) an folgt aus &sect;&nbsp;291 i.V.m. &sect;&nbsp;288 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB. Zur n&auml;heren Begr&uuml;ndung verweist der erkennende Senat auf sein Urteil in BFHE 244, 251, BStBl II 2014, 584, unter II.4.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung nach dem Verh&auml;ltnis des Obsiegens und Unterliegens beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO. Anlass f&uuml;r eine Kostenentscheidung nach billigem Ermessen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;4 GVG besteht nicht, da die Bezifferung der H&ouml;he der geltend gemachten Entsch&auml;digungsforderung zum Risikobereich der Entsch&auml;digungskl&auml;gerin geh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.6.2014, X K 5\/13 Geldentsch&auml;digung wegen &uuml;berlanger Verfahrensdauer &#8211; Gebotene beschleunigte Bearbeitung des einen Grundlagenbescheid betreffenden Klageverfahrens &#8211; Zw&ouml;lftelung des Regelbetrags nach &sect; 198 Abs. 2 Satz 3 GVG Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin begehrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;198 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) Entsch&auml;digung wegen der von ihr als unangemessen angesehenen Dauer eines vor dem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-k-5-13-geldentschaedigung-wegen-ueberlanger-verfahrensdauer-gebotene-beschleunigte-bearbeitung-des-einen-grundlagenbescheid-betreffenden-klageverfahrens-zwoelftelung-des-regelbetrags-nach-par-198-ab\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;K&nbsp;5\/13 &#8211; Geldentsch&auml;digung wegen &uuml;berlanger Verfahrensdauer &#8211; Gebotene beschleunigte Bearbeitung des einen Grundlagenbescheid betreffenden Klageverfahrens &#8211; Zw&ouml;lftelung des Regelbetrags nach &sect; 198 Abs. 2 Satz 3 GVG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64035\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}