{"id":64048,"date":"2015-03-10T20:06:25","date_gmt":"2015-03-10T18:06:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64048"},"modified":"2015-03-10T20:06:25","modified_gmt":"2015-03-10T18:06:25","slug":"xi-r-33-13-keine-pauschalbesteuerung-und-kein-ermaessigter-steuersatz-fuer-pensionspferdehaltung-von-freizeitpferden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-33-13-keine-pauschalbesteuerung-und-kein-ermaessigter-steuersatz-fuer-pensionspferdehaltung-von-freizeitpferden\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;33\/13 &#8211; Keine Pauschalbesteuerung und kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r Pensionspferdehaltung von &quot;Freizeitpferden&quot;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.9.2014, XI R 33\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Pauschalbesteuerung und kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r Pensionspferdehaltung von &quot;Freizeitpferden&quot;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Ums&auml;tze eines Landwirts aus dem Einstellen, F&uuml;ttern und Betreuen von nicht zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken gehaltenen Pferden unterliegen nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect; 24 UStG und sind dem Regelsteuersatz zu unterwerfen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Ums&auml;tze aus einer Pensionspferdehaltung der Durchschnittssatzbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) oder (zumindest) dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UStG unterliegen, wenn es sich bei den Pferden um ausschlie&szlig;lich zu privaten Zwecken gehaltene Tiere (&uuml;berwiegend Fohlen) handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Landwirt. Auf seinem landwirtschaftlichen Anwesen betrieb er in den Jahren 2005 bis 2008 (Streitjahre) auch eine Pensionspferdehaltung. Eingestellt waren vorwiegend Fohlen, aber auch einige &auml;ltere Pferde zur Rekonvaleszenz und &quot;Gnadenbrotpferde&quot;. Die Pferde wurden in Gruppen getrennt nach Alter und Geschlecht gehalten. F&uuml;r 100&nbsp;EUR bzw. 120&nbsp;EUR pro Monat und Pferd wurden als Leistungen &quot;Offenstallhaltung, Weidegang, Futter und Entwurmung&quot; geboten. Kosten f&uuml;r Tierarzt und Schmied wurden extra berechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger unterwarf sowohl die Ums&auml;tze aus der Landwirtschaft als auch diejenigen aus der Pensionspferdehaltung der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG. Im Anschluss an eine beim Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, dass die Ums&auml;tze aus der Pensionspferdehaltung dem allgemeinen Steuersatz zu unterwerfen seien. Dementsprechend erlie&szlig; das FA jeweils am 24.&nbsp;Februar 2011 nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) ge&auml;nderte Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre. Die Einspr&uuml;che gegen die ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheide wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;Juli 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen eingelegte Klage ab. Seine Entscheidung ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 738 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Er legt im Einzelnen dar, dass aus Rechtsgr&uuml;nden bzw. zumindest aus Billigkeitsgr&uuml;nden auf die streitbefangenen Ums&auml;tze die Durchschnittssatzbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 bis 3 UStG anzuwenden sei. Sofern die Ums&auml;tze der Regelbesteuerung unterl&auml;gen, seien sie (jedenfalls) dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UStG zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil und die Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;Juli 2011 aufzuheben und die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2008 vom 24.&nbsp;Februar 2011 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer f&uuml;r 2005 um &#8230;&nbsp;EUR, f&uuml;r 2006 um &#8230;&nbsp;EUR, f&uuml;r 2007 um &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r 2008 um &#8230;&nbsp;EUR herabgesetzt wird,<br \/>hilfsweise,<br \/>die Umsatzsteuer f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2008 unter Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UStG auf die Ums&auml;tze der Pensionspferdehaltung herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen; es h&auml;lt die Entscheidung der Vorinstanz f&uuml;r zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass die streitbefangenen Ums&auml;tze aus der Pensionspferdehaltung &uuml;berwiegend von Fohlen &#8211;aber auch von Pferden in Rekonvaleszenz und sog. &quot;Gnadenbrotpferden&quot;&#8211; nicht der Durchschnittssatzbesteuerung unterliegen und insoweit auch nicht der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UStG gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat zun&auml;chst zutreffend angenommen, dass die Durchschnittssatzbesteuerung i.S. von &sect;&nbsp;24 UStG auf die vom Kl&auml;ger erbrachten streitbefangenen Leistungen nicht anwendbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG in der in den Streitjahren 2005 bis 2008 geltenden Fassungen wird f&uuml;r &quot;die im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze&quot; vorbehaltlich der S&auml;tze&nbsp;2 bis 4 die Steuer f&uuml;r die nicht n&auml;her bezeichneten &#8211;hier einschl&auml;gigen&#8211; &quot;&uuml;brigen Ums&auml;tze&quot; auf 9&nbsp;% (Streitjahre 2005 und 2006) bzw. auf 10,7&nbsp;% (Streitjahre 2007 und 2008) der Bemessungsgrundlage festgesetzt. Die Vorsteuerbetr&auml;ge werden, soweit sie den &quot;&uuml;brigen Ums&auml;tzen&quot; zuzurechnen sind, auf 9&nbsp;% (Streitjahre 2005 und 2006) bzw. auf 10,7&nbsp;% (Streitjahre 2007 und 2008) der Bemessungsgrundlage f&uuml;r diese Ums&auml;tze festgesetzt; ein weiterer Vorsteuerabzug entf&auml;llt (&sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 UStG). Durch diese Regelungen gleichen sich Steuer und Vorsteuer aus, so dass der Landwirt im Ergebnis f&uuml;r diese Ums&auml;tze keine Umsatzsteuer zu entrichten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb gelten nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz 1 UStG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, der Wein-, Garten-, Obst- und Gem&uuml;sebau, die Baumschulen, alle Betriebe, die Pflanzen und Pflanzenteile mit Hilfe der Naturkr&auml;fte gewinnen, die Binnenfischerei, die Teichwirtschaft, die Fischzucht f&uuml;r die Binnenfischerei und Teichwirtschaft, die Imkerei, die Wandersch&auml;ferei sowie die Saatzucht;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Tierzucht- und Tierhaltungsbetriebe, soweit ihre Tierbest&auml;nde nach den &sect;&sect;&nbsp;51 und 51a des Bewertungsgesetzes zur landwirtschaftlichen Nutzung geh&ouml;ren.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum land- und forstwirtschaftlichen Betrieb geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG auch die Nebenbetriebe, die dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu dienen bestimmt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;24 UStG ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) richtlinienkonform entsprechend Art.&nbsp;25 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) &#8211;bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 nach Art.&nbsp;295&nbsp;ff. der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL)&#8211; auszulegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;August 2008 XI&nbsp;R&nbsp;8\/08, BFHE 221, 569, BStBl II 2009, 216; vom 19.&nbsp;November 2009 V&nbsp;R&nbsp;16\/08, BFHE 227, 275, BStBl II 2010, 319; vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;65\/09, BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; vom 13.&nbsp;November 2013 XI&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFHE 243, 462, BStBl II 2014, 543, Rz&nbsp;21 bis 24, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten auf landwirtschaftliche Erzeuger, bei denen die Anwendung der normalen Mehrwertsteuerregelung oder gegebenenfalls der vereinfachten Regelung nach Art.&nbsp;24 der Richtlinie 77\/388\/EWG auf Schwierigkeiten sto&szlig;en w&uuml;rde, als Ausgleich f&uuml;r die Belastung durch die Mehrwertsteuer, die auf die von Pauschallandwirten bezogenen Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen bezahlt wird, eine Pauschalregelung anwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 f&uuml;nfter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG gelten als landwirtschaftliche Dienstleistungen die in Anhang B aufgef&uuml;hrten Leistungen, die von einem landwirtschaftlichen Erzeuger mit Hilfe seiner Arbeitskr&auml;fte und\/oder der normalen Ausr&uuml;stung seines landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Fischereibetriebs vorgenommen werden. Als landwirtschaftliche Dienstleistungen gelten nach Anhang&nbsp;B der Richtlinie 77\/388\/EWG Dienstleistungen, die normalerweise zur landwirtschaftlichen Produktion beitragen, insbesondere nach dem vierten Gedankenstrich dieser Bestimmung &quot;H&uuml;ten, Zucht und M&auml;sten von Vieh&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem entsprechen die seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 geltenden unionsrechtlichen Vorgaben in Art.&nbsp;296 der MwStSystRL sowie in Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 i.V.m. Anhang VIII Nr.&nbsp;4 der MwStSystRL.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) gilt Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;296 Abs.&nbsp;1 der MwStSystRL) nur f&uuml;r die Lieferung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Erbringung landwirtschaftlicher Dienstleistungen, wie sie in Abs.&nbsp;2 dieser Bestimmung (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der MwStSystRL) definiert sind; dagegen unterliegen die sonstigen Ums&auml;tze der Pauschallandwirte der allgemeinen Besteuerungsregelung (EuGH-Urteile vom 15.&nbsp;Juli 2004 C-321\/02 &#8211;Harbs&#8211;, Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;31 und 36, sowie vom 26.&nbsp;Mai 2005 C-43\/04 &#8211;Stadt Sundern&#8211;, Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist die Sonderregelung nach Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;296 der MwStSystRL) eng auszulegen und dar&uuml;ber hinaus nur insoweit anzuwenden, als dies zur Erreichung ihres Zieles erforderlich ist (EuGH-Urteile &#8211;Harbs&#8211; in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;27, und &#8211;Stadt Sundern&#8211; in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;24). Dieses Ziel besteht darin, die Belastung durch die Steuer auf von den Landwirten bezogene Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen dadurch auszugleichen, dass den landwirtschaftlichen Erzeugern, die ihre T&auml;tigkeit im Rahmen eines landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Fischereibetriebs aus&uuml;ben, ein Pauschalausgleich gezahlt wird, wenn sie landwirtschaftliche Erzeugnisse liefern oder landwirtschaftliche Dienstleistungen erbringen (EuGH-Urteile &#8211;Harbs&#8211; in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;29, und &#8211;Stadt Sundern&#8211; in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als &quot;landwirtschaftliche Dienstleistungen&quot; sind daher nicht Leistungen anzusehen, die keinen landwirtschaftlichen Zwecken dienen und sich nicht auf normalerweise in land-, forst- und fischwirtschaftlichen Betrieben verwendete Mittel beziehen (EuGH-Urteile &#8211;Harbs&#8211; in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;31, und &#8211;Stadt Sundern&#8211; in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser Auslegung folgt die Rechtsprechung des BFH (vgl. z.B. Urteile in BFHE 221, 569, BStBl II 2009, 216; in BFHE 227, 275, BStBl II 2010, 319; in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; in BFHE 243, 462, BStBl II 2014, 543, Rz&nbsp;24, m.w.N.). Danach unterliegen insbesondere die Ums&auml;tze eines Landwirts aus dem Einstellen, F&uuml;ttern und Betreuen von Reitpferden (sog. Pensionspferdehaltung) nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG (BFH-Urteile in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;R&nbsp;9\/10, BFH\/NV 2011, 1405, und XI&nbsp;R&nbsp;26\/09, BFH\/NV 2011, 1540).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Danach ist f&uuml;r die streitbefangenen Ums&auml;tze nicht die Durchschnittssatzbesteuerung i.S. von &sect;&nbsp;24 UStG anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat zun&auml;chst in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise die Einheitlichkeit der vom Kl&auml;ger bei der Pensionspferdehaltung erbrachten Leistung bejaht und diese zutreffend als sonstige Leistung angesehen; dies wird mit der Revision auch nicht beanstandet. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich der insoweit geltenden Rechtsgrunds&auml;tze auf das BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2009 V&nbsp;R&nbsp;25\/07 (BFHE 226, 407, BStBl II 2010, 239) Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ausgehend von seinen tats&auml;chlichen Feststellungen, an die der BFH nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist, hat das FG zu Recht erkannt, dass die einheitliche sonstige Leistung des Kl&auml;gers nicht in den Anwendungsbereich der Durchschnittssatzbesteuerung f&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FG hat zutreffend ausgef&uuml;hrt, dass der Streitfall sich zwar von den bisher vom BFH entschiedenen Sachverhalten (vgl. BFH-Urteile in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; in BFH\/NV 2011, 1405, und in BFH\/NV 2011, 1540) dadurch unterscheidet, dass die hier eingestellten Pferde als Fohlen noch nicht oder als rekonvaleszente Pferde im streitbefangenen Zeitraum nicht bzw. als &quot;Gnadenbrotpferde&quot; nicht mehr zur Aus&uuml;bung des Reitsports geeignet sind und der Kl&auml;ger auf seinem Hof auch keine Reithalle oder Reitbahn zur Aus&uuml;bung des Reitsports anbietet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zu Recht hat das FG in der Folge aber dargelegt, dass diese Abweichung im Streitfall nicht entscheidungserheblich ist. Denn ausgehend von den vorstehend aufgezeigten Grunds&auml;tzen der Rechtsprechung ist ma&szlig;geblich, ob es sich bei den erbrachten Dienstleistungen um solche handelt, die landwirtschaftlichen Zwecken dienen und sich auf normalerweise in land-, forst- und fischwirtschaftlichen Betrieben verwendete Mittel beziehen (EuGH-Urteile &#8211;Harbs&#8211; in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;31, und &#8211;Stadt Sundern&#8211; in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist bei den Pensionsdienstleistungen, die der Kl&auml;ger gegen&uuml;ber den Einstellern von Fohlen, rekonvaleszenten Pferden und sog. &quot;Gnadenbrotpferden&quot; erbracht hat, nicht der Fall. Insoweit handelte es sich nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, an die der Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist, mangels anderer Nachweise des Kl&auml;gers durchg&auml;ngig um Tiere, die nicht zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wurden oder werden sollten, sondern um &quot;Freizeitpferde&quot; (vgl. FG-Urteil, Rz&nbsp;28, 29). Daher kommt die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung auch nicht unter dem von dem Kl&auml;ger behaupteten Gesichtspunkt des H&uuml;tens, der Zucht und des M&auml;stens von Vieh i.S. von Art.&nbsp;25 i.V.m. Anhang&nbsp;A&nbsp;II.1. bzw. Anhang&nbsp;B vierter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;VII Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a bzw. Anhang&nbsp;VIII Nr.&nbsp;4 der MwStSystRL) in Betracht (Klenk in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;24 UStG Rz&nbsp;86; im Ergebnis ebenso Bunjes\/Leonard, UStG, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;46; Schuhmann in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;120).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Vorbringen des Kl&auml;gers, es sei unionsrechtlich unzul&auml;ssig, die streitigen Ums&auml;tze nur dann landwirtschaftlichen Zwecken zuzuordnen, wenn der Leistungsempf&auml;nger ein Land&#8211; oder Forstwirt sei, rechtfertigt im Streitfall auf der Grundlage der vom FG getroffenen Feststellungen keine andere Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Kl&auml;ger tr&auml;gt in diesem Zusammenhang vor, unionsrechtlich werde unterschieden zwischen Viehzucht und Tierhaltung, die in Verbindung mit der Bodenbewirtschaftung die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung gestatte (Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;A II.1. der Richtlinie 77\/388\/EWG; seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 i.V.m. Anhang&nbsp;VII Nr.&nbsp;2 der MwStSystRL) und anderen Dienstleistungen, wie das H&uuml;ten, die Zucht und das M&auml;sten von Vieh (Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;B vierter Gedankenstrich; seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 i.V.m. Anhang&nbsp;VIII Nr.&nbsp;4 der MwStSystRL), bei denen im Gegensatz zur nachfolgenden Ziffer&nbsp;5 kein Hinweis auf landwirtschaftliche Zwecke vorgesehen sei. Wollte man die Anwendung des Anhangs&nbsp;B vierter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. des Anhangs&nbsp;VIII Nr.&nbsp;4 der MwStSystRL auf Lohntierhaltung f&uuml;r fremde Landwirte begrenzen, w&uuml;rde die Steuerverg&uuml;nstigung leerlaufen, was unionsrechtlich unzul&auml;ssig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist die von ihm beschriebene Differenzierung bei der Pensionspferdehaltung zwischen Einstellern, die Landwirte sind, und anderen Unternehmern bzw. Privatpersonen im Streitfall jedoch nicht entscheidungserheblich, so dass auch nicht von einem &quot;Leerlaufen&quot; der Beg&uuml;nstigung f&uuml;r das &quot;H&uuml;ten, Z&uuml;chten und M&auml;sten von Vieh&quot; i.S. von Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;B vierter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 i.V.m. Anhang VIII Nr.&nbsp;4 der MwStSystRL&#8211; die Rede sein kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn schon unabh&auml;ngig von der Unterscheidung zwischen privaten Haltern und Landwirten als Halter der streitbefangenen Tiere fehlt es bei der Pensionspferdehaltung nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG bereits dem Grunde nach an der gebotenen Nutzung der Tiere zu landwirtschaftlichen Zwecken, weil die Tiere &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; ausschlie&szlig;lich aus privaten Gr&uuml;nden gehalten wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Soweit der Kl&auml;ger ferner vorbringt, dass f&uuml;r die Frage der Zurechnung einer Tierzucht oder Tierhaltung zur Landwirtschaft nach nationalem Recht einheitliche Rechtsgrunds&auml;tze des Bewertungsrechts, des Ertragsteuerrechts und des Umsatzsteuerrechts anwendbar seien, hat die Vorinstanz bereits zutreffend darauf hingewiesen, dass die ma&szlig;geblichen nationalen Bestimmungen des Umsatzsteuerrechts unionsrechtskonform auszulegen sind und dementsprechend die ertragsteuerrechtliche Behandlung nicht ma&szlig;geblich ist (vgl. Rz&nbsp;24 des FG-Urteils; BFH-Urteile in BFHE 221, 569, BStBl II 2009, 216, unter II.3., und in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465, Rz&nbsp;19). Die vom Kl&auml;ger in diesem Zusammenhang zitierte fr&uuml;here Rechtsprechung des BFH (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 1990 V&nbsp;R&nbsp;34\/89, BFH\/NV 1992, 845; BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Oktober 1993 V&nbsp;B&nbsp;72\/93, BFH\/NV 1994, 666) ist insoweit &uuml;berholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund sind auch die vom Kl&auml;ger im Einzelnen angef&uuml;hrten Bestimmungen der &sect;&sect;&nbsp;51, 51a des Bewertungsgesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung im Zusammenhang mit &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UStG nur anwendbar, soweit es sich um Tierzucht und Tierhaltung handelt, die landwirtschaftlichen Zwecken dient, was bei den vom Kl&auml;ger erbrachten Pensionsdienstleistungen von vornherein nicht gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt auch ohne Erfolg an, die Unterscheidung zwischen eigenen Zuchttieren des Landwirts und fremden Zuchttieren h&auml;tte erhebliche Komplikationen bei der Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs &#8211;etwa beim gemeinschaftlichen Bezug von Futtermitteln etc.&#8211; zur Folge, da ein Vorsteuerabzug bei der Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung auf die dem Landwirt geh&ouml;renden Zuchttiere ausgeschlossen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn hierbei handelt es sich um ein g&auml;ngiges Aufteilungsproblem (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFHE 243, 462, BStBl II 2014, 543), das sich im &Uuml;brigen auch bei der Besteuerung nach den allgemeinen Vorschriften des UStG im Rahmen der Anwendung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG stellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die vom Kl&auml;ger hilfsweise begehrte Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf die von ihm erbrachten Leistungen der Pensionspferdehaltung kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UStG unterliegt &quot;die Aufzucht und das Halten von Vieh, die Anzucht von Pflanzen und die Teilnahme an Leistungspr&uuml;fungen f&uuml;r Tiere&quot; dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der BFH hat in st&auml;ndiger Rechtsprechung entschieden, dass das Einstellen und Betreuen von Reitpferden, die von ihren Eigent&uuml;mern zur Aus&uuml;bung von Freizeitsport genutzt werden, bei richtlinienkonformer Auslegung nicht unter den Begriff &quot;Halten von Vieh&quot; f&auml;llt und daher nicht entsprechend beg&uuml;nstigt ist (BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Februar 2004 V&nbsp;R&nbsp;39\/02, BFHE 205, 329, BStBl II 2004, 672; V&nbsp;R&nbsp;38\/02, BFH\/NV 2004, 1298; vom 22.&nbsp;Januar 2004 V&nbsp;R&nbsp;41\/02, BFHE 204, 371, BStBl II 2004, 757; BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Februar 2010 V&nbsp;B&nbsp;93\/09, BFH\/NV 2010, 963, Rz&nbsp;5; BFH-Urteile in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465, und in BFH\/NV 2011, 1540).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn nach den entsprechenden unionsrechtlichen Vorgaben (Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Anhang&nbsp;H Kategorie&nbsp;10 der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;III Kategorie&nbsp;11 der MwStSystRL) ist der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz nur vorgesehen f&uuml;r &quot;Dienstleistungen, die in der Regel f&uuml;r den Einsatz in der landwirtschaftlichen Erzeugung bestimmt sind&quot;. Der BFH hat auch erkannt, dass die Anwendung von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UStG in Betracht kommen k&ouml;nnte, falls es um Dienstleistungen bei der Unterstellung von Zuchtpferden eines Gest&uuml;ts oder von land- oder forstwirtschaftlichen Nutzpferden gehe (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2010, 963, Rz&nbsp;5). Beide Voraussetzungen liegen im Streitfall nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat auch zutreffend entschieden, dass das FA nicht aus Gr&uuml;nden des Vertrauensschutzes am Erlass der streitbefangenen Umsatzsteuerjahresbescheide vom 24.&nbsp;Februar 2011 gehindert war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;3 AO darf bei der Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheides nicht zuungunsten des Steuerpflichtigen ber&uuml;cksichtigt werden, dass sich die Rechtsprechung eines obersten Gerichtshofes des Bundes ge&auml;ndert hat, die bei der bisherigen Steuerfestsetzung von der Finanzbeh&ouml;rde angewandt worden ist. Ist die bisherige Rechtsprechung in einer Steuererkl&auml;rung oder Steueranmeldung ber&uuml;cksichtigt worden, ohne dass das f&uuml;r die Finanzbeh&ouml;rde erkennbar war, so gilt &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AO nur, wenn anzunehmen ist, dass die Finanzbeh&ouml;rde bei Kenntnis der Umst&auml;nde die bisherige Rechtsprechung angewandt h&auml;tte (&sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;2 AO darf ferner bei der Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids nicht zuungunsten des Steuerpflichtigen ber&uuml;cksichtigt werden, dass eine allgemeine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung, einer obersten Bundes- oder Landesbeh&ouml;rde von einem obersten Gerichtshof des Bundes als nicht mit dem geltenden Recht in Einklang stehend bezeichnet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger vortr&auml;gt, er habe auf die Anwendung der von ihm erkl&auml;rten Durchschnittssatzbesteuerung auf die streitbefangenen Ums&auml;tze in den Streitjahren vertrauen k&ouml;nnen, trifft dies nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht ausgef&uuml;hrt, dass es schon zum Zeitpunkt der Abgabe der Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre 2005 bis 2008 (am 18.&nbsp;Dezember 2006, am 27.&nbsp;Dezember 2007, am 16.&nbsp;Dezember 2008 und am 28.&nbsp;Juni 2010) keine Rechtsprechung gab, auf die sich der Kl&auml;ger zu seinen Gunsten h&auml;tte berufen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn entgegen seinem Vorbringen gab es zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt der Abgabe der Steuererkl&auml;rungen keine h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung dahingehend, dass auf die streitbefangenen Ums&auml;tze die Durchschnittssatzbesteuerung h&auml;tte angewandt werden d&uuml;rfen. Soweit sich der Kl&auml;ger auf die allgemeine Rechtsprechung des BFH in BFH\/NV 1992, 845 und in BFH\/NV 1994, 666 zur Lohntierhaltung beruft, konnte er darauf insoweit nicht mehr vertrauen, als die Finanzverwaltung bereits mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 9.&nbsp;August 2004 IV&nbsp;B&nbsp;7-S&nbsp;7233-29\/04 (BStBl I 2004, 851) klargestellt hatte, dass Ums&auml;tze aus der Pensionspferdehaltung dem Regelsteuersatz unterliegen und diesbez&uuml;glich auch die Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG nicht in Anspruch genommen werden durfte. Zwar handelt es sich bei den streitbefangenen Tieren im Unterschied zu den im BMF-Schreiben genannten Pferden nicht um Reitpferde, sondern um Fohlen, rekonvaleszente Pferde und &quot;Gnadenbrotpferde&quot;. Gleichwohl h&auml;tte der Kl&auml;ger aus dem genannten BMF-Schreiben erkennen m&uuml;ssen, dass die von ihm erbrachten Dienstleistungen auch die Pensionspferdehaltung betrafen. Die von ihm beschriebene Erlasslage konnte daher keinen Vertrauensschutz zugunsten des Kl&auml;gers vermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch hinsichtlich der hilfsweise begehrten Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes kommt kein Vertrauensschutz in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen hat der Kl&auml;ger in seinen Steuererkl&auml;rungen hinsichtlich der streitbefangenen Ums&auml;tze nicht die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes begehrt, und schon kein entsprechendes Vertrauen ausge&uuml;bt. Zum anderen hatte der BFH bereits mit Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2004 in BFHE 204, 371, BStBl II 2004, 757 entschieden, dass Ums&auml;tze betreffend die Pensionspferdehaltung dem Regelsteuersatz unterliegen. Diese Entscheidung war zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt der Abgabe der Steuererkl&auml;rungen bereits bekannt, so dass auch insoweit kein Vertrauensschutz in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Vorbringen des Kl&auml;gers dahingehend, er habe insoweit auf den Fortbestand der Verwaltungsanweisung in dem seinerzeit geltenden Abschn.&nbsp;264 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 der Umsatzsteuer-Richtlinien vertraut, erf&uuml;llt nicht die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AO, zumal die Finanzverwaltung bereits mit BMF-Schreiben vom 9.&nbsp;August 2004 (BStBl I 2004, 851) klargestellt hatte, dass Ums&auml;tze aus der Pensionspferdehaltung dem Regelsteuersatz unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts dieser auch aus Sicht des Kl&auml;gers erkennbaren allgemeinen Verwaltungsanweisung zur Pensionspferdehaltung kann auch die Vertrauensschutzregelung des &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;2 AO nicht greifen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die vom Kl&auml;ger h&ouml;chst hilfsweise begehrte abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden nach &sect;&nbsp;163 AO kommt vorliegend nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kann nach &sect;&nbsp;163 Satz 3 AO die Entscheidung &uuml;ber die Festsetzung mit einer abweichenden Festsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden verbunden werden. Im Streitfall ist aber weder festgestellt noch ersichtlich, dass entsprechende Antr&auml;ge gestellt worden w&auml;ren, &uuml;ber die das FA bereits befunden h&auml;tte. Insbesondere enth&auml;lt auch die Einspruchsentscheidung des FA keine entsprechenden Hinweise, so dass es schon an einem entsprechenden Vorverfahren nach &sect;&nbsp;44 FGO fehlt. Daher kann &#8211;ebenso wie im erstinstanzlichen finanzgerichtlichen Verfahren&#8211; auch im Revisionsverfahren insoweit keine Entscheidung getroffen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.9.2014, XI R 33\/13 Keine Pauschalbesteuerung und kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r Pensionspferdehaltung von &quot;Freizeitpferden&quot; Leits&auml;tze Die Ums&auml;tze eines Landwirts aus dem Einstellen, F&uuml;ttern und Betreuen von nicht zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken gehaltenen Pferden unterliegen nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect; 24 UStG und sind dem Regelsteuersatz zu unterwerfen. Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-33-13-keine-pauschalbesteuerung-und-kein-ermaessigter-steuersatz-fuer-pensionspferdehaltung-von-freizeitpferden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;33\/13 &#8211; Keine Pauschalbesteuerung und kein erm&auml;&szlig;igter Steuersatz f&uuml;r Pensionspferdehaltung von &quot;Freizeitpferden&quot;<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64048","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64048\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}