{"id":64296,"date":"2015-04-01T11:08:56","date_gmt":"2015-04-01T09:08:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64296"},"modified":"2015-04-01T11:08:56","modified_gmt":"2015-04-01T09:08:56","slug":"ii-r-8-13-anteilsvereinigung-bei-erwerb-eines-eigenen-anteils-durch-eine-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-8-13-anteilsvereinigung-bei-erwerb-eines-eigenen-anteils-durch-eine-gmbh\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;8\/13 &#8211; Anteilsvereinigung bei Erwerb eines eigenen Anteils durch eine GmbH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.1.2015, II R 8\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Anteilsvereinigung bei Erwerb eines eigenen Anteils durch eine GmbH<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der einzige verbleibende Gesellschafter einer grundbesitzenden GmbH verwirklicht den Tatbestand einer Anteilsvereinigung i.S. des &sect; 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG auch dann, wenn nicht er selbst, sondern die GmbH den Gesch&auml;ftsanteil des anderen Gesellschafters kauft.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 12. Dezember 2012&nbsp;&nbsp;7 K 122\/09 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) und ein weiterer Gesellschafter (O) gr&uuml;ndeten im Jahr 2001 eine GmbH, deren Stammkapital von 50.000&nbsp;EUR sie je zur H&auml;lfte &uuml;bernahmen. In den Jahresabschl&uuml;ssen der GmbH seit 2003 wurde angegeben, dass die Gesch&auml;ftsanteile voll eingezahlt seien. Die GmbH erwarb im Jahr 2004 Grundbesitz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 trat O seinen GmbH-Gesch&auml;ftsanteil unter Hinweis auf einen bereits zuvor m&uuml;ndlich abgeschlossenen Kaufvertrag an die GmbH ab. In dem Vertrag hei&szlig;t es u.a., der Kaufpreis f&uuml;r den Gesch&auml;ftsanteil von 50.000&nbsp;EUR sei bereits bezahlt. Die Gesch&auml;ftsanteile seien voll eingezahlt. Einen Hinweis auf den Grundbesitz der GmbH enth&auml;lt der Vertrag nicht. Der beurkundende Notar &uuml;bersandte die Vertragsurkunde mit Kurzbrief vom 29.&nbsp;Dezember 2005 an den Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;), ohne auf den Grundbesitz der GmbH hinzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA nahm an, durch die notarielle Urkunde vom 28.&nbsp;Dezember 2005, von der die Grunderwerbsteuerstelle mehrere Monate sp&auml;ter amtsintern eine Ablichtung erhalten hatte, sei der Tatbestand einer Anteilsvereinigung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 des Grunderwerbsteuergesetzes in der in den Jahren 2005\/2007 geltenden Fassung (GrEStG) verwirklicht worden, und setzte mit Bescheid vom 22.&nbsp;November 2007 unter Hinweis auf diese Vorschrift auf der Grundlage des gesondert festgestellten Grundst&uuml;ckswerts gegen den Kl&auml;ger Grunderwerbsteuer in H&ouml;he von 73.780&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Einspruchsverfahrens schlossen der Kl&auml;ger, seine Ehefrau, O und die GmbH am 14.&nbsp;Dezember 2007 einen notariell beurkundeten Vertrag, durch den der Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 mit sofortiger Wirkung aufgehoben wurde. Ferner teilte O seinen Gesch&auml;ftsanteil in zwei Gesch&auml;ftsanteile mit Nominalwerten von 20.000&nbsp;EUR und 5.000&nbsp;EUR. Den Gesch&auml;ftsanteil im Nominalwert von 20.000&nbsp;EUR verkaufte O an die GmbH, den anderen Gesch&auml;ftsanteil verkaufte er an die Ehefrau des Kl&auml;gers. Die vereinbarten Kaufpreise entsprachen jeweils dem Nominalwert der Anteile. O trat die Gesch&auml;ftsanteile zugleich an die K&auml;ufer ab und erkl&auml;rte, die Gesch&auml;ftsanteile seien voll eingezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung des Einspruchs verwies der Kl&auml;ger auf den Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2007 und f&uuml;hrte weiter aus, die Grunderwerbsteuer sei schon deshalb nicht festzusetzen, weil beim Abschluss des Vertrags vom 28.&nbsp;Dezember 2005 das Stammkapital der GmbH nicht vollst&auml;ndig eingezahlt gewesen sei und somit ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung (GmbHG) vorgelegen habe. Zudem seien die in &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GmbHG bestimmten Voraussetzungen f&uuml;r den Erwerb eigener Anteile durch die GmbH nicht erf&uuml;llt gewesen. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage nach m&uuml;ndlicher Verhandlung, in der der Kl&auml;ger durch einen Rechtsanwalt als Prozessbevollm&auml;chtigten vertreten war, mit der Begr&uuml;ndung ab, der angefochtene Grunderwerbsteuerbescheid sei rechtm&auml;&szlig;ig. Der Tatbestand der Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG sei durch den Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 erf&uuml;llt worden. Der Kl&auml;ger habe nicht zur &Uuml;berzeugung des Gerichts dargelegt bzw. bewiesen, dass der in dem Vertrag vereinbarte Anteils&uuml;bergang gegen &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 GmbHG versto&szlig;en habe. Die Behauptung des Kl&auml;gers, das Stammkapital sei nicht vollst&auml;ndig eingezahlt gewesen, widerspreche fr&uuml;heren, teils notariell beurkundeten Festlegungen des Kl&auml;gers. Die vom Kl&auml;ger vorgelegten Einzahlungsbelege, die nur einen Teil der Summe des Stammkapitals der GmbH umfassten, schl&ouml;ssen es nicht aus, dass weitere Einzahlungen auf das Stammkapital stattgefunden h&auml;tten. Genauso ins Leere gingen seine Ausf&uuml;hrungen bez&uuml;glich der angeblich fehlenden Finanzierungsmittel f&uuml;r den Ankauf des Gesch&auml;ftsanteils des O durch die GmbH. Die Grunderwerbsteuerfestsetzung sei auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG aufzuheben. Der Aufhebung stehe &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG entgegen, da der Erwerbsvorgang vom 28.&nbsp;Dezember 2005 dem FA nicht ordnungsgem&auml;&szlig; angezeigt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger, das FG habe gegen seine Amtsermittlungspflicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) versto&szlig;en, da es seinem unter Beweisantritt erfolgten Vorbringen nicht nachgegangen sei. Zudem sei die Vorentscheidung weder mit &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 und 2 und &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 und 2 GmbHG noch mit &sect;&sect;&nbsp;16, 18 und 19 GrEStG vereinbar. Die Grunderwerbsteuer sei wegen Unwirksamkeit des mit Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 vereinbarten Erwerbs des Gesch&auml;ftsanteils des O durch die GmbH nicht entstanden. Zumindest m&uuml;sse die Steuerfestsetzung nach &sect;&nbsp;16 GrEStG aufgehoben werden. Davon abgesehen m&uuml;sse hinsichtlich der Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer beachtet werden, dass der Kaufpreis f&uuml;r den Gesch&auml;ftsanteil des O laut Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005&nbsp;&nbsp;50.000&nbsp;EUR betragen habe, w&auml;hrend O f&uuml;r den Gesch&auml;ftsanteil im Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2007 nur noch einen Kaufpreis von insgesamt 25.000&nbsp;EUR erhalten habe. Die Grunderwerbsteuer sei somit jedenfalls in H&ouml;he der H&auml;lfte der Bemessungsgrundlage nicht zu erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erkl&auml;rte die Steuerfestsetzung durch den w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangenen &Auml;nderungsbescheid vom 27.&nbsp;Oktober 2014 f&uuml;r vorl&auml;ufig hinsichtlich der Frage, ob die Heranziehung der Grundbesitzwerte i.S. des &sect;&nbsp;138 des Bewertungsgesetzes (BewG) als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer verfassungsgem&auml;&szlig; ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt teils sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung, den &quot;Einspruchsbescheid&quot; vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2009 und die Steuerbescheide vom 22.&nbsp;November 2007 und 27.&nbsp;Oktober 2014 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision f&uuml;hrt aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung, weil sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 FGO). An die Stelle des angefochtenen Grunderwerbsteuerbescheids vom 22.&nbsp;November 2007, &uuml;ber den das FG entschieden hat, ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Bescheid vom 27.&nbsp;Oktober 2014 getreten und nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Verfahrens geworden. Diese Vorschriften gelten auch, wenn ein angefochtener Bescheid lediglich um einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk erg&auml;nzt wird (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;April 2013 II&nbsp;R&nbsp;65\/11, BFHE 240, 404, BStBl II 2013, 633, und vom 3.&nbsp;Juni 2014 II&nbsp;R&nbsp;45\/12, BFHE 245, 374, BStBl II 2014, 806, Rz&nbsp;9). Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (BFH-Urteil in BFHE 245, 374, BStBl II 2014, 806, Rz&nbsp;9, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG nach &sect;&nbsp;127 FGO bedarf es jedoch nicht, da sich aufgrund des &Auml;nderungsbescheids an den zwischen den Beteiligten streitigen Punkten nichts ge&auml;ndert hat (BFH-Urteil in BFHE 245, 374, BStBl II 2014, 806, Rz&nbsp;10, m.w.N.). Die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen bilden nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des BFH; sie fallen durch die Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils nicht weg, da das finanzgerichtliche Urteil nicht an einem Verfahrensmangel leidet (BFH-Urteil in BFHE 245, 374, BStBl II 2014, 806, Rz&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist spruchreif. Die Klage ist unbegr&uuml;ndet und war daher abzuweisen. Der angefochtene Grunderwerbsteuerbescheid ist rechtm&auml;&szlig;ig und verletzt den Kl&auml;ger nicht in seinen Rechten. Die Steuerfestsetzung ist auch nicht nach &sect;&nbsp;16 GrEStG aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Verfahrensr&uuml;ge ist unzul&auml;ssig. Der Kl&auml;ger hat den geltend gemachten Verfahrensmangel nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b FGO entsprechend dargelegt. Nach dieser Vorschrift muss die Revisionsbegr&uuml;ndung, soweit die Revision darauf gest&uuml;tzt wird, dass das Gesetz in Bezug auf das Verfahren verletzt sei, die Bezeichnung der Tatsachen enthalten, die den Mangel ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen wird die Revisionsbegr&uuml;ndung nicht gerecht. Insbesondere hat der Kl&auml;ger nicht ausgef&uuml;hrt, warum er das Recht, das Unterlassen einer weiteren Aufkl&auml;rung des Sachverhalts zu r&uuml;gen, nicht durch das Unterlassen einer diesbez&uuml;glichen R&uuml;ge in der m&uuml;ndlichen Verhandlung, in der er durch einen Rechtsanwalt sachkundig vertreten war, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung verloren habe (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 31.&nbsp;Januar 1989 VII&nbsp;B&nbsp;162\/88, BFHE 155, 498, BStBl II 1989, 372; vom 12.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;212\/11, BFH\/NV 2013, 78, Rz&nbsp;6; vom 25.&nbsp;Oktober 2013 VI&nbsp;B&nbsp;144\/12, BFH\/NV 2014, 181, Rz&nbsp;11, und vom 15.&nbsp;Juli 2014 III&nbsp;S&nbsp;19\/12 (PKH), BFH\/NV 2014, 1576, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat ferner nicht, wie erforderlich (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;September 2013 III&nbsp;B&nbsp;20\/12, BFH\/NV 2014, 58, Rz 5), substantiiert dargelegt, welche konkreten, dem FG nicht bereits vorgetragenen Tatsachen sich bei einer weiteren Sachaufkl&auml;rung voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern diese Tatsachen auf der Grundlage des &#8211;ggf. auch unrichtigen&#8211; materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tten f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der R&uuml;ge, die Sachverhalts- und Beweisw&uuml;rdigung des FG sei fehlerhaft, macht der Kl&auml;ger keinen Verfahrensmangel geltend (BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;November 2013 III&nbsp;B&nbsp;45\/12, BFH\/NV 2014, 342, Rz&nbsp;10, 26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit Abschluss des Vertrags vom 28.&nbsp;Dezember 2005 ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 GrEStG Grunderwerbsteuer entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG unterliegt u.a. ein Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bertragung eines oder mehrerer Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft begr&uuml;ndet, der Grunderwerbsteuer, wenn durch die &Uuml;bertragung unmittelbar oder mittelbar mindestens 95&nbsp;% der Anteile der Gesellschaft in der Hand des Erwerbers allein vereinigt werden w&uuml;rden. Mit dem Anteilserwerb wird grunderwerbsteuerrechtlich derjenige, in dessen Hand sich die Anteile vereinigen, so behandelt, als habe er die Grundst&uuml;cke von der Gesellschaft erworben, deren Anteile sich in seiner Hand vereinigen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Februar 2014 II&nbsp;R&nbsp;46\/12, BFHE 244, 455, BStBl II 2014, 536, Rz&nbsp;14, 17, m.w.N.). Die Vorschrift tr&auml;gt dem Umstand Rechnung, dass demjenigen, der mindestens 95&nbsp;% der Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft in seiner Hand vereinigt, eine dem zivilrechtlichen Eigentum an einem Grundst&uuml;ck vergleichbare Rechtszust&auml;ndigkeit an dem Gesellschaftsgrundst&uuml;ck zuw&auml;chst (BFH-Urteil in BFHE 244, 455, BStBl II 2014, 536, Rz&nbsp;14, 17, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der einzige verbleibende Gesellschafter einer grundbesitzenden GmbH verwirklicht den Tatbestand einer Anteilsvereinigung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG auch dann, wenn nicht er selbst, sondern die GmbH den Gesch&auml;ftsanteil des anderen Gesellschafters kauft. Der Kaufvertrag ist auch in diesem Fall darauf gerichtet, dass der verbleibende Gesellschafter eine dem zivilrechtlichen Eigentum an einem Grundst&uuml;ck vergleichbare Rechtszust&auml;ndigkeit an dem Gesellschaftsgrundst&uuml;ck erwirbt. Zivilrechtlich kann eine GmbH zwar eigene Anteile halten (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 und 3 GmbHG); dies &auml;ndert aber nichts daran, dass sie begrifflich keine von ihr selbst verschiedene Person sein kann. Der Gesellschafter, der mindestens 95&nbsp;% der nicht von der Kapitalgesellschaft selbst gehaltenen Anteile an dieser h&auml;lt, beherrscht das Verm&ouml;gen der Gesellschaft in gleicher Weise, wie wenn der Gesellschaft selbst keine Anteile zust&uuml;nden (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;September 2013 II&nbsp;R&nbsp;21\/12, BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;19, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieselben Grunds&auml;tze gelten auch im Rahmen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 GrEStG. Nach dieser Vorschrift unterliegt die Vereinigung unmittelbar oder mittelbar von mindestens 95&nbsp;% der Anteile einer grundbesitzenden Gesellschaft der Grunderwerbsteuer, wenn kein schuldrechtliches Gesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG vorausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 GrEStG sind im Streitfall erf&uuml;llt. Der Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 war darauf gerichtet, dass die GmbH den Anteil des O an ihr erwerben und der Kl&auml;ger abgesehen von diesem Anteil alleiniger Gesellschafter der GmbH werden sollte. Der Vertrag wurde auch so vollzogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der schuldrechtliche Vertrag und die &Uuml;bertragung des Gesch&auml;ftsanteils des O auf die GmbH waren nicht wegen eines Versto&szlig;es gegen &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 GmbHG nichtig. Nach dieser Vorschrift kann die GmbH eigene Gesch&auml;ftsanteile, auf welche die Einlagen noch nicht vollst&auml;ndig geleistet sind, nicht erwerben oder als Pfand nehmen. Ein Versto&szlig; dagegen f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;134 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs zur Nichtigkeit sowohl des schuldrechtlichen Vertrags als auch der Anteils&uuml;bertragung (Teilurteil des Oberlandesgerichts Rostock vom 30.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;U&nbsp;75\/11, Deutsches Steuerrecht 2013, 1554, m.w.N.; Fastrich in Baumbach\/Hueck, GmbHG, 20.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 GmbHG ist im Streitfall nicht gegeben. Der Gesch&auml;ftsanteil des O an der GmbH war nach den vom FG getroffenen Feststellungen beim Abschluss des Vertrags vom 28.&nbsp;Dezember 2005 voll eingezahlt. Der BFH als Revisionsgericht ist an diese tats&auml;chliche Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden. Zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsgr&uuml;nde hat der Kl&auml;ger in Bezug auf diese Feststellung nicht vorgebracht. Die Feststellung verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze. Ihre Richtigkeit ist vielmehr nach den gegebenen Umst&auml;nden, insbesondere den Angaben im Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 und in den Bilanzen der GmbH, zumindest m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob der im Vertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 vereinbarte Erwerb des Gesch&auml;ftsanteils des O durch die GmbH gegen &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GmbHG verstie&szlig;, kann auf sich beruhen. Selbst wenn dies zutr&auml;fe, w&auml;re gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 GmbHG lediglich das schuldrechtliche Gesch&auml;ft nichtig, der Anteilserwerb selbst aber wirksam, so dass sich die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Steuerfestsetzung aus &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 GrEStG erg&auml;be.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dass das FA in den Erl&auml;uterungen des Bescheids &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG als Rechtsgrundlage f&uuml;r die Steuerfestsetzung angegeben hat, f&uuml;hrt nicht zur Rechtswidrigkeit des Bescheids. Entscheidend ist vielmehr, dass der der Besteuerung unterworfene Lebenssachverhalt, n&auml;mlich die Vereinigung aller Anteile der GmbH in der Hand des Kl&auml;gers durch die Notarurkunde vom 28.&nbsp;Dezember 2005, nicht nur den darauf gerichteten schuldrechtlichen Vertrag, sondern f&uuml;r den Fall, dass der schuldrechtliche Vertrag unwirksam ist, auch die Anteilsvereinigung selbst umfasst und sich dadurch am Zeitpunkt der Steuerentstehung und somit auch am Bewertungsstichtag nichts &auml;ndert (vgl. BFH-Urteile vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1988 II&nbsp;R&nbsp;76\/87, BFHE 153, 63, BStBl II 1988, 550, und in BFHE 244, 455, BStBl II 2014, 536, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die im Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2007 vereinbarte Aufhebung des Vertrags vom 28.&nbsp;Dezember 2005 begr&uuml;ndet keinen Anspruch auf Aufhebung der Steuerfestsetzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Erwirbt der Ver&auml;u&szlig;erer das Eigentum an dem ver&auml;u&szlig;erten Grundst&uuml;ck zur&uuml;ck, so wird nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG auf Antrag sowohl f&uuml;r den R&uuml;ckerwerb als auch f&uuml;r den vorausgegangenen Erwerbsvorgang die Steuer nicht festgesetzt oder die Steuerfestsetzung aufgehoben, wenn der R&uuml;ckerwerb innerhalb von zwei Jahren seit der Entstehung der Steuer f&uuml;r den vorausgegangenen Erwerbsvorgang stattfindet. Diese Vorschrift betrifft &uuml;ber ihren Wortlaut hinaus auch Erwerbsvorg&auml;nge nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2, 2a und 3 GrEStG. Dies folgt aus &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG, wonach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 bis 4 GrEStG nicht gilt, wenn einer der in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2, 2a und 3 GrEStG bezeichneten Erwerbsvorg&auml;nge r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wird, der nicht ordnungsgem&auml;&szlig; angezeigt worden war. Diese Regelung setzt die grunds&auml;tzliche Anwendbarkeit der Beg&uuml;nstigungsvorschrift des &sect;&nbsp;16 GrEStG auch auf Tatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG voraus. Es gen&uuml;gt dabei, wenn durch einen Anteilsr&uuml;ckerwerb das von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG vorausgesetzte Quantum von 95&nbsp;% der Anteile der Gesellschaft unterschritten wird (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juni 2013 II&nbsp;R&nbsp;52\/12, BFHE 241, 419, BStBl II 2013, 752).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wird ein Erwerbsvorgang i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 GrEStG zwar innerhalb von zwei Jahren seit der Entstehung der Steuer r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, war er aber nicht ordnungsgem&auml;&szlig; angezeigt (&sect;&sect;&nbsp;18, 19 GrEStG) worden, schlie&szlig;t &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG den Anspruch auf Nichtfestsetzung der Steuer oder Aufhebung der Steuerfestsetzung aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG dient der Sicherung der Anzeigepflichten aus &sect;&sect;&nbsp;18 und 19 GrEStG und wirkt dem Anreiz entgegen, durch Nichtanzeige einer Besteuerung der in dieser Vorschrift genannten Erwerbsvorg&auml;nge zu entgehen. Insbesondere soll die Vorschrift den Beteiligten die M&ouml;glichkeit nehmen, einen dieser Erwerbsvorg&auml;nge ohne weitere steuerliche Folgen wieder aufheben zu k&ouml;nnen, sobald den Finanzbeh&ouml;rden ein solches Gesch&auml;ft bekannt wird (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2011 II&nbsp;R&nbsp;64\/08, BFH\/NV 2011, 1009, Rz&nbsp;93, m.w.N.). Soweit eine Anzeigepflicht sowohl nach &sect;&nbsp;18 GrEStG als auch nach &sect;&nbsp;19 GrEStG besteht, ist den Zwecken des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG schon dann gen&uuml;gt, wenn nur einer der Anzeigeverpflichteten seiner Anzeigepflicht ordnungsgem&auml;&szlig; nachkommt (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;April 2012 II&nbsp;R&nbsp;51\/11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ber&uuml;cksichtigung dieses Normzwecks ist eine Anzeige schon dann i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG ordnungsgem&auml;&szlig;, wenn der Vorgang innerhalb der Anzeigefristen der &sect;&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 und 19 Abs.&nbsp;3 GrEStG dem Finanzamt in einer Weise bekannt wird, dass es die Verwirklichung eines Tatbestands nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2, 2a und 3 GrEStG pr&uuml;fen kann. Dazu muss die Anzeige die einwandfreie Identifizierung von Ver&auml;u&szlig;erer, Erwerber und Urkundsperson (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;6 GrEStG) sowie der grundbesitzenden Gesellschaft (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 GrEStG) erm&ouml;glichen; ferner m&uuml;ssen der Anzeige in der Regel die in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 bzw. &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 GrEStG genannten Abschriften beigef&uuml;gt werden (BFH-Urteil in BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anzeige muss grunds&auml;tzlich an die Grunderwerbsteuerstelle des zust&auml;ndigen Finanzamts &uuml;bermittelt werden. Es gen&uuml;gt aber auch, wenn sich eine nicht ausdr&uuml;cklich an die Grunderwerbsteuerstelle dieses Finanzamts adressierte Anzeige nach ihrem Inhalt eindeutig an die Grunderwerbsteuerstelle richtet. Dazu ist erforderlich, dass die Anzeige als eine solche nach dem GrEStG gekennzeichnet ist und ihrem Inhalt nach ohne weitere Sachpr&uuml;fung &#8211;insbesondere ohne dass es insoweit einer n&auml;heren Aufkl&auml;rung &uuml;ber den Anlass der Anzeige und ihre grunderwerbsteuerrechtliche Relevanz bed&uuml;rfte&#8211; an die Grunderwerbsteuerstelle weiterzuleiten ist (BFH-Urteil vom 23. Mai 2012 II&nbsp;R&nbsp;56\/10, BFH\/NV 2012, 1579, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Anwendung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG ist demgem&auml;&szlig; im Streitfall bereits deshalb ausgeschlossen, weil der Erwerbsvorgang aufgrund des Vertrags vom 28.&nbsp;Dezember 2005 der Grunderwerbsteuerstelle des FA nicht diesen Anforderungen entsprechend angezeigt wurde. Der Kl&auml;ger hat den Erwerbsvorgang entgegen seiner Pflicht aus &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 oder 5 i.V.m. &sect;&nbsp;13 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;a GrEStG nicht angezeigt. Die Anzeige des Kl&auml;gers wurde auch nicht durch eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Anzeige des Notars (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG) ersetzt. Der Kurzbrief vom 29.&nbsp;Dezember 2005 war weder an die Grunderwerbsteuerstelle des FA adressiert noch als Anzeige nach dem GrEStG gekennzeichnet. Weder aus dem Kurzbrief noch aus der Vertragsurkunde ging hervor, dass es sich bei der GmbH um eine grundbesitzende Gesellschaft handelt. Die Grunderwerbsteuerstelle hat den Kurzbrief und die Vertragsurkunde auch nicht innerhalb der Anzeigefristen der &sect;&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 und 19 Abs.&nbsp;3 GrEStG, sondern erst mehrere Monate sp&auml;ter erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Anzeige dar&uuml;ber hinaus auch aus anderen Gr&uuml;nden nicht ordnungsgem&auml;&szlig; i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;5 GrEStG war, kann somit auf sich beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Offen bleiben kann auch, ob der Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2007 die Anforderungen des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 GrEStG an eine R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des urspr&uuml;nglichen Erwerbsvorgangs vom 28.&nbsp;Dezember 2005 erf&uuml;llt, obwohl O nach den im Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2007 getroffenen Vereinbarungen nicht wieder Gesellschafter der GmbH wurde, sondern den &uuml;berwiegenden Teil des geteilten Gesch&auml;ftsanteils an der GmbH erneut auf diese und den anderen Teil an die Ehefrau des Kl&auml;gers verkauft und &uuml;bertragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nicht nachvollziehbar ist die vom Kl&auml;ger unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Mai 2012 II&nbsp;R&nbsp;21\/10 (BFHE 237, 466, BStBl II 2012, 793) vertretene Ansicht, die Grunderwerbsteuer f&uuml;r die Anteilsvereinigung aufgrund des Vertrags vom 28.&nbsp;Dezember 2005 sei nur zur H&auml;lfte zu erheben, weil O f&uuml;r seinen Gesch&auml;ftsanteil einen Kaufpreis von 50.000&nbsp;EUR erhalten habe, w&auml;hrend im Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2007 nur noch ein Kaufpreis von insgesamt 25.000&nbsp;EUR vereinbart worden sei. Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer ist nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 GrEStG der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;3 BewG auf den Besteuerungszeitpunkt gesondert festgestellte Grundbesitzwert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO, die Entscheidung durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.1.2015, II R 8\/13 Anteilsvereinigung bei Erwerb eines eigenen Anteils durch eine GmbH Leits&auml;tze Der einzige verbleibende Gesellschafter einer grundbesitzenden GmbH verwirklicht den Tatbestand einer Anteilsvereinigung i.S. des &sect; 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG auch dann, wenn nicht er selbst, sondern die GmbH den Gesch&auml;ftsanteil des anderen Gesellschafters kauft. Tenor Auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-8-13-anteilsvereinigung-bei-erwerb-eines-eigenen-anteils-durch-eine-gmbh\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;8\/13 &#8211; Anteilsvereinigung bei Erwerb eines eigenen Anteils durch eine GmbH<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}