{"id":64298,"date":"2015-04-01T11:09:04","date_gmt":"2015-04-01T09:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64298"},"modified":"2015-04-01T11:09:04","modified_gmt":"2015-04-01T09:09:04","slug":"xi-r-13-13-zur-durchschnittssatzbesteuerung-bei-einer-pensionspferdehaltung-zu-zuchtzwecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-13-zur-durchschnittssatzbesteuerung-bei-einer-pensionspferdehaltung-zu-zuchtzwecken\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;13\/13 &#8211; Zur Durchschnittssatzbesteuerung bei einer Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2015, XI R 13\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Durchschnittssatzbesteuerung bei einer Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect; 24 UStG auf Dienstleistungen eines Land- oder Forstwirts ist nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil der Dienstleistungsempf&auml;nger kein Land- oder Forstwirt ist (entgegen Abschn. 24.3. Abs. 5 und Abs. 11 Satz 2 UStAE).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Landwirt hat keinen Anspruch auf die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung f&uuml;r im Rahmen einer Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken erbrachte Dienstleistungen, wenn die Pferde nicht zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 14. Februar 2013&nbsp;&nbsp;5 K 281\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten darum, ob Ums&auml;tze eines Landwirts aus einer &quot;Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken&quot; f&uuml;r Nichtlandwirte der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betrieb im Jahr 2005 (Streitjahr) eine Pferdezucht mit 30 eigenen Pferden. Zus&auml;tzlich unterhielt er eine Pferdepension f&uuml;r ca. 70&nbsp;Pferde. Im Rahmen dieser Pension bot er folgende Dienstleistungen an: Belegung der Stuten durch k&uuml;nstliche Besamung, Abfohlung, Aufzucht und Ausbildung der Fohlen, Pr&auml;sentation und Ausbildung f&uuml;r Pferdeschauen und Leistungspr&uuml;fungen, Beratung &uuml;ber die Zuchtm&ouml;glichkeiten, Betreuung (Futter, Stall, Auslauf, Tierarzt) sowie Hilfe beim Kauf oder Verkauf von Pferden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger schloss mit den jeweiligen Pferdeeinstellern Pensionsvertr&auml;ge ab. Der monatliche Pensionspreis betrug durchschnittlich 185&nbsp;EUR pro Stute. Sofern zus&auml;tzliche Leistungen vom Kl&auml;ger oder von Dritten (z.B. Hufschmied) erbracht wurden, wurden diese jeweils monatlich vom Kl&auml;ger gesondert in Rechnung gestellt. Die Tier&auml;rzte rechneten ihre Leistungen regelm&auml;&szlig;ig unmittelbar gegen&uuml;ber den Pferdeeinstellern ab. Zu den Kunden des Kl&auml;gers z&auml;hlten Landwirte, gewerbliche Pferdez&uuml;chter sowie Privatpersonen aus dem In- und Ausland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2008 und 2009 fand beim Kl&auml;ger eine landwirtschaftliche Betriebspr&uuml;fung statt. Der Pr&uuml;fer beurteilte die vom Kl&auml;ger erbrachten Dienstleistungen an Nichtlandwirte als einheitliche Pensionsleistung, die au&szlig;erhalb eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs erbracht werde und damit entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG unterliege. Die darauf entfallenden Ums&auml;tze in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR unterwarf er der Regelbesteuerung. Auf die Ums&auml;tze aus der Unterbringung von Pferden, deren Eigent&uuml;mer Land- und Forstwirte sind, billigte der Pr&uuml;fer die vom Kl&auml;ger angewandte Durchschnittssatzbesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den aufgrund der Pr&uuml;fung ergangenen Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2005 vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2010 wandte sich der Kl&auml;ger nach erfolglosem Einspruch mit der Klage, die das Finanzgericht (FG) abwies. Nach Auffassung des FG unterliegen Ums&auml;tze aus einer Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken nur insoweit der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG, als der Pferdeeinsteller selbst Landwirt ist. Der Kl&auml;ger habe mit den &quot;Pensionsleistungen&quot; zu Zuchtzwecken keine landwirtschaftlichen Dienstleistungen i.S. des Art.&nbsp;25 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) erbracht. Nach Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 f&uuml;nfter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG seien landwirtschaftliche Dienstleistungen die in Anhang&nbsp;B aufgef&uuml;hrten Dienstleistungen, die von einem landwirtschaftlichen Erzeuger mit Hilfe seiner Arbeitskr&auml;fte und\/oder der normalen Ausr&uuml;stung eines landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Fischereibetriebs vorgenommen w&uuml;rden. Nach Anhang&nbsp;B der Richtlinie 77\/388\/EWG (&quot;Liste der landwirtschaftlichen Dienstleistungen&quot;) seien landwirtschaftliche Dienstleistungen solche, die normalerweise zur landwirtschaftlichen Produktion beitragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger gegen&uuml;ber den Einstellern jeweils erbrachte (einheitliche) sonstige Leistung\/Dienstleistung geh&ouml;re nicht zu den in dem Katalog aufgef&uuml;hrten Dienstleistungen. Auch die unter dem vierten Gedankenstrich aufgef&uuml;hrten Leistungen &quot;H&uuml;ten, Zucht und M&auml;sten von Vieh&quot; seien nicht einschl&auml;gig, denn nach dem Einleitungssatz zu Anhang&nbsp;B der Richtlinie 77\/388\/EWG seien landwirtschaftliche Dienstleistungen (nur) solche, die normalerweise zur landwirtschaftlichen Produktion beitragen. Zudem sei zu beachten, dass die Vorschrift restriktiv auszulegen sei. Das Tatbestandsmerkmal &quot;H&uuml;ten, Zucht und M&auml;sten von Vieh&quot; unter Ber&uuml;cksichtigung des Einleitungssatzes zu Anhang&nbsp;B der Richtlinie 77\/388\/EWG setze voraus, dass der jeweilige Leistungsempf&auml;nger der &quot;Pensionsleistung&quot;, mithin im Streitfall der jeweilige Einsteller der Pferde, selbst ein landwirtschaftlicher Erzeuger i.S. des Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG sei, denn eine &quot;Pensionsleistung&quot; an einen Nichtlandwirt trage nicht zur landwirtschaftlichen Produktion bei und diene keinen landwirtschaftlichen Zwecken. Landwirtschaftliche Erzeuger seien solche Betriebe, die eine der in Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 erster und zweiter Gedankenstrich i.V.m. Anhang A der Richtlinie 77\/388\/EWG aufgef&uuml;hrten T&auml;tigkeiten aus&uuml;bten, d.h. die u.a. Tierzucht und Tierhaltung in Verbindung mit der Bodenbewirtschaftung betrieben. Eine private bzw. gewerbliche Tierzucht der Einsteller ohne Bodenbewirtschaftung falle hingegen nicht unter die T&auml;tigkeiten der landwirtschaftlichen Erzeugung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 817 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen eingelegten Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Aus den unionsrechtlichen Vorgaben zu &sect;&nbsp;24 UStG in Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 f&uuml;nfter Gedankenstrich i.V.m. Anhang B der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. nunmehr Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 i.V.m. Anhang VIII der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) erg&auml;ben sich keine Voraussetzungen f&uuml;r den Empf&auml;nger des landwirtschaftlichen Erzeugnisses bzw. der landwirtschaftlichen Dienstleistung. Dies sei auch nur folgerichtig, da ansonsten die Besteuerung des Steuersubjekts von Eigenschaften eines anderen Steuersubjekts abh&auml;ngig gemacht worden w&auml;re. Insoweit w&uuml;rde die Art der Besteuerung vom Zufall abh&auml;ngen. Dem Steuerpflichtigen w&uuml;rde die Aufgabe auferlegt, kontinuierlich die Voraussetzungen bei seinem Vertragspartner zu &uuml;berpr&uuml;fen. Dies k&ouml;nne nicht dem Zweck der Regelung entsprechen und ergebe sich auch nicht aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH). Er &#8211;der Kl&auml;ger&#8211; sei &quot;landwirtschaftlicher Erzeuger&quot; &#8211;das Fohlen als &quot;landwirtschaftliches Erzeugnis&quot;&#8211;, da er &quot;landwirtschaftliche Dienstleistungen&quot; &#8211;die Zucht- und Veredelungsleistungen&#8211; erbringe, die seiner eigenen landwirtschaftlichen Produktion &#8211;die ausgebildeten Fohlen als landwirtschaftliches Ergebnis&#8211; dienten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das FG-Urteil sowie die Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;August 2011 aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2005 dahingehend zu &auml;ndern, dass Ums&auml;tze in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR der Durchschnittssatzbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 UStG unterworfen werden,<br \/>hilfsweise, das FG-Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen,<br \/>h&ouml;chst hilfsweise, das Verfahren bis zu einer Entscheidung des EuGH &uuml;ber ein entsprechendes Vorabentscheidungsersuchen auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen,<br \/>hilfsweise, dem EuGH folgende Frage zur Vorabentscheidung vorzulegen:<\/p>\n<p>&quot;Darf der Inhaber eines Pferdezuchtbetriebes die Sonderregelung des Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG anwenden, wenn die Pferde zu Zuchtzwecken von Nichtlandwirten eingestellt werden?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es verweist im Wesentlichen auf das seines Erachtens zutreffende FG-Urteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat ausgehend von seinen bisher getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen zu Unrecht die Anwendung der begehrten Durchschnittssatzbesteuerung auf die streitbefangenen Ums&auml;tze des Kl&auml;gers versagt. Der Senat kann mangels Spruchreife der Sache nicht durcherkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG in der im Streitjahr 2005 geltenden Fassung wird f&uuml;r &quot;die im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze&quot; vorbehaltlich der S&auml;tze&nbsp;2 bis 4 die Steuer f&uuml;r die nicht n&auml;her bezeichneten &#8211;hier einschl&auml;gigen&#8211; &quot;&uuml;brigen Ums&auml;tze&quot; auf 9&nbsp;% der Bemessungsgrundlage festgesetzt. Die Vorsteuerbetr&auml;ge werden, soweit sie den &quot;&uuml;brigen Ums&auml;tzen&quot; zuzurechnen sind, auf 9&nbsp;% der Bemessungsgrundlage f&uuml;r diese Ums&auml;tze festgesetzt; ein weiterer Vorsteuerabzug entf&auml;llt (&sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 UStG). Durch diese Regelungen gleichen sich Steuer und Vorsteuer aus, so dass der Landwirt im Ergebnis f&uuml;r diese Ums&auml;tze keine Umsatzsteuer zu entrichten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb gelten nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;1. die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, der Wein-, Garten-, Obst- und Gem&uuml;sebau, die Baumschulen, alle Betriebe, die Pflanzen und Pflanzenteile mit Hilfe der Naturkr&auml;fte gewinnen, die Binnenfischerei, die Teichwirtschaft, die Fischzucht f&uuml;r die Binnenfischerei und Teichwirtschaft, die Imkerei, die Wandersch&auml;ferei sowie die Saatzucht;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2. Tierzucht- und Tierhaltungsbetriebe, soweit ihre Tierbest&auml;nde nach den &sect;&sect;&nbsp;51 und 51a des Bewertungsgesetzes zur landwirtschaftlichen Nutzung geh&ouml;ren.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum land- und forstwirtschaftlichen Betrieb geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG auch die Nebenbetriebe, die dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu dienen bestimmt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;24 UStG ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) richtlinienkonform entsprechend Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 nach Art.&nbsp;295&nbsp;ff. der MwStSystRL&#8211; auszulegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;August 2008 XI&nbsp;R&nbsp;8\/08, BFHE 221, 569, BStBl II 2009, 216; vom 19.&nbsp;November 2009 V&nbsp;R&nbsp;16\/08, BFHE 227, 275, BStBl II 2010, 319; vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;65\/09, BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; vom 13.&nbsp;November 2013 XI&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFHE 243, 462, BStBl II 2014, 543, Rz&nbsp;21 bis 24; vom 10.&nbsp;September 2014 XI&nbsp;R&nbsp;33\/13, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2015, 111, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;24 UStG &quot;beruht&quot; nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks 8\/1779, 49) auf Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG. Der deutsche Gesetzgeber hat die unionsrechtlichen Vorgaben aber bislang lediglich dadurch &quot;umgesetzt&quot;, dass er die bei der Verabschiedung der Richtlinie 77\/388\/EWG bestehende nationale Regelung im Wesentlichen fortgef&uuml;hrt hat (vgl. BFH-Urteil in BFHE 243, 462, BStBl II 2014, 543, Rz&nbsp;22; Klenk in S&ouml;lch\/ Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;1&nbsp;ff., 21&nbsp;ff.; Tehler in Rei&szlig;\/ Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;1&nbsp;ff., 31&nbsp;ff.; Lange in Offerhaus\/S&ouml;hn\/Lange, &sect;&nbsp;24 UStG Rz&nbsp;5&nbsp;ff., 11&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten auf landwirtschaftliche Erzeuger, bei denen die Anwendung der normalen Mehrwertsteuerregelung oder ggf. der vereinfachten Regelung nach Art.&nbsp;24 der Richtlinie 77\/388\/EWG auf Schwierigkeiten sto&szlig;en w&uuml;rde, als Ausgleich f&uuml;r die Belastung durch die Mehrwertsteuer, die auf die von Pauschallandwirten bezogenen Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen bezahlt wird, eine Pauschalregelung anwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als landwirtschaftliche Dienstleistungen i.S. von Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 f&uuml;nfter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG gelten die in Anhang&nbsp;B aufgef&uuml;hrten Leistungen, die von einem landwirtschaftlichen Erzeuger mit Hilfe seiner Arbeitskr&auml;fte und\/oder der normalen Ausr&uuml;stung seines landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Fischereibetriebs vorgenommen werden. Nach Anhang&nbsp;B der Richtlinie 77\/388\/EWG sind dies Dienstleistungen, die normalerweise zur landwirtschaftlichen Produktion beitragen, insbesondere nach dem vierten Gedankenstrich dieser Bestimmung &quot;H&uuml;ten, Zucht und M&auml;sten von Vieh&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem entsprechen die seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 geltenden unionsrechtlichen Vorgaben in Art.&nbsp;296 der MwStSystRL sowie in Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 i.V.m. Anhang&nbsp;VIII Nr.&nbsp;4 der MwStSystRL.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach der Rechtsprechung des EuGH gilt Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;296 Abs.&nbsp;1 der MwStSystRL) nur f&uuml;r die Lieferung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Erbringung landwirtschaftlicher Dienstleistungen, wie sie in Abs.&nbsp;2 dieser Bestimmung (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der MwStSystRL) definiert sind; dagegen unterliegen die sonstigen Ums&auml;tze der Pauschallandwirte der allgemeinen Besteuerungsregelung (EuGH-Urteile vom 15.&nbsp;Juli 2004 C-321\/02, Harbs, Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;31 und 36, sowie vom 26.&nbsp;Mai 2005 C-43\/04, Stadt Sundern, Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist die Sonderregelung nach Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG (bzw. seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;296 der MwStSystRL) eng auszulegen und dar&uuml;ber hinaus nur insoweit anzuwenden, als dies zur Erreichung ihres Zieles erforderlich ist (EuGH-Urteile Harbs in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;27, und Stadt Sundern in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;24). Dieses Ziel besteht darin, die Belastung durch die Steuer auf von den Landwirten bezogene Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen dadurch auszugleichen, dass den landwirtschaftlichen Erzeugern, die ihre T&auml;tigkeit im Rahmen eines landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Fischereibetriebs aus&uuml;ben, ein Pauschalausgleich gezahlt wird, wenn sie landwirtschaftliche Erzeugnisse liefern oder landwirtschaftliche Dienstleistungen erbringen (EuGH-Urteile Harbs in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;29, und Stadt Sundern in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als &quot;landwirtschaftliche Dienstleistungen&quot; sind daher nicht Leistungen anzusehen, die keinen landwirtschaftlichen Zwecken dienen und sich nicht auf normalerweise in land-, forst- und fischwirtschaftlichen Betrieben verwendete Mittel beziehen (EuGH-Urteile Harbs in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;31, und Stadt Sundern in Slg. 2005, I-4491, BFH\/NV Beilage 2005, 320, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dieser Auslegung folgt die Rechtsprechung des BFH (vgl. z.B. Urteile in BFHE 221, 569, BStBl II 2009, 216; in BFHE 227, 275, BStBl II 2010, 319; in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; in BFHE 243, 462, BStBl II 2014, 543, Rz&nbsp;24, m.w.N.). Danach unterliegen insbesondere die Ums&auml;tze eines Landwirts aus dem Einstellen, F&uuml;ttern und Betreuen von Reitpferden (sog. Pensionspferdehaltung) nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG (BFH-Urteile in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;R&nbsp;9\/10, BFH\/NV 2011, 1405, und XI&nbsp;R&nbsp;26\/09, BFH\/NV 2011, 1540). Dies gilt auch f&uuml;r die Pensionspferdehaltung von Freizeitpferden (BFH-Urteil in DStR 2015, 111).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bei der Anwendung dieser Rechtsgrunds&auml;tze auf den Streitfall ergibt sich, dass die bislang getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG seine Entscheidung nicht tragen, dass die streitbefangenen Ums&auml;tze nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zun&auml;chst in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise angenommen, dass die vom Kl&auml;ger gegen&uuml;ber den Einstellern der Pferde erbrachten Zucht- und Pensionsleistungen als einheitliche Dienstleistungen i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 UStG zu qualifizieren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des EuGH, der sich der BFH angeschlossen hat, ist in der Regel jede Lieferung oder Dienstleistung als eigene, selbst&auml;ndige Leistung zu betrachten. Bei einem Umsatz, der ein B&uuml;ndel von Einzelleistungen und Handlungen umfasst, ist aber im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu bestimmen, ob zwei oder mehr getrennte Ums&auml;tze vorliegen oder ein einheitlicher Umsatz. Dabei sind unter Ber&uuml;cksichtigung eines Durchschnittsverbrauchers die charakteristischen Merkmale des Umsatzes zu ermitteln. Insoweit darf einerseits eine wirtschaftlich einheitliche Leistung nicht k&uuml;nstlich aufgespalten werden. Andererseits sind mehrere formal getrennt erbrachte Einzelums&auml;tze als einheitlicher Umsatz anzusehen, wenn sie nicht selbst&auml;ndig sind (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Januar 2013 V&nbsp;R&nbsp;31\/10, BFHE 240, 380, BStBl II 2013, 352, Rz&nbsp;17&nbsp;ff., m.w.N.; vom 23.&nbsp;Januar 2013 XI&nbsp;R&nbsp;27\/11, BFHE 240, 422, BStBl II 2013, 458, Rz&nbsp;25, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob im konkreten Fall eine einheitliche Leistung vorliegt, haben im Rahmen der mit Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) errichteten Zusammenarbeit die nationalen Gerichte festzustellen, die dazu alle endg&uuml;ltigen Tatsachenbeurteilungen vorzunehmen haben (EuGH-Urteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2011 C-497\/09, C-499\/09, C-501\/09, C-502\/09, Bog u.a., Slg. 2011, I-1457, BStBl II 2013, 256, Rz&nbsp;55, m.w.N.). Die erforderliche Gesamtbetrachtung ist im Wesentlichen das Ergebnis einer tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung durch das FG, die den BFH grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindet (z.B. BFH-Urteil in BFHE 240, 380, BStBl II 2013, 352, Rz&nbsp;29, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ausgehend hiervon ist die W&uuml;rdigung des FG nicht zu beanstanden, wonach die vom Kl&auml;ger gegen&uuml;ber den Einstellern erbrachten Zucht- und Pensionsleistungen aus der Sicht eines objektiven Durchschnittsverbrauchers einen einheitlichen wirtschaftlichen Vorgang darstellen, dessen einzelne Leistungsbestandteile derart eng miteinander verbunden sind, dass eine Aufspaltung wirklichkeitsfremd w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG weist zutreffend darauf hin, dass der Kl&auml;ger die Zuchtleistungen nur erbringen konnte, wenn er die Pferde der Einsteller zugleich in Pension nahm. Pensions- und Zuchtleistungen seien besonders aufeinander abgestimmt (spezielles Futter f&uuml;r Stuten und Fohlen, Bewegung und Kontrolle der Stuten w&auml;hrend der Tr&auml;chtigkeit, Geburtsbegleitung durch fachliche und elektronische &Uuml;berwachung, Aufzucht der Fohlen in Gruppenhaltung, Ausbildung auf den hofeigenen Reitanlagen etc.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem FG ist auch darin zu folgen, dass sich an dieser Beurteilung nicht deshalb etwas &auml;ndert, weil die Pensionsleistungen und zus&auml;tzlich erbrachte Zuchtleistungen getrennt voneinander abgerechnet worden seien. Denn bei der gebotenen Gesamtbetrachtung kommt dem Umstand, ob ein Gesamtpreis in Rechnung gestellt wird, nach der Rechtsprechung des EuGH keine entscheidende Bedeutung zu, auch wenn es f&uuml;r das Vorliegen einer einheitlichen Leistung sprechen kann, wenn ein Leistungserbringer seinen Kunden eine aus mehreren Teilen zusammengesetzte Dienstleistung gegen Zahlung eines Gesamtpreises erbringt (vgl. EuGH-Urteil vom 25.&nbsp;Februar 1999 C-349\/96, CPP, Slg. 1999, I-973, Umsatzsteuer-Rundschau 1999, 254, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG sind die von dem Kl&auml;ger erbrachten Pensionsleistungen zu Zuchtzwecken aber nicht allein deshalb von der Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG ausgeschlossen, weil die Halter keine Land- oder Forstwirte sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beantwortung dieser Rechtsfrage ist umstritten. W&auml;hrend teilweise die Auffassung der Finanzverwaltung geteilt wird, eine &quot;Pensionsleistung&quot; an einen Nichtlandwirt bzw. Nichtforstwirt trage von vornherein nicht zur landwirtschaftlichen Produktion bei und diene keinen landwirtschaftlichen Zwecken (Abschn.&nbsp;24.3. Abs.&nbsp;5 und Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;; FG M&uuml;nster, Urteil vom 18.&nbsp;August 2009&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;3176\/05&nbsp;U, EFG 2009, 1979; so wohl auch FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 13.&nbsp;Februar 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;107\/08&nbsp;U, EFG 2009, 877, sowie Windecker in Pl&uuml;ckebaum\/Widmann, UStG, &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;148&nbsp;f.), wird diese Einschr&auml;nkung auch abgelehnt bzw. f&uuml;r zweifelhaft gehalten (Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 5.&nbsp;November 2009&nbsp;&nbsp;16&nbsp;K&nbsp;10340\/07, juris; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2011&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;2287\/09, EFG 2011, 2025, nicht rechtskr&auml;ftig, vgl. hierzu das nachfolgende BFH-Urteil in BFHE 240, 422, BStBl II 2013, 458; Lange in Offerhaus\/S&ouml;hn\/Lange, &sect;&nbsp;24 UStG Rz&nbsp;274 und Rz 360).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Einschr&auml;nkung der Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG bei Dienstleistungen dahingehend, dass diese an Land- oder Forstwirte erbracht werden m&uuml;ssen, h&auml;lt der Senat nicht f&uuml;r gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derartige Begrenzung des Anwendungsbereichs der Pauschalbesteuerung l&auml;sst sich weder den unionsrechtlichen Vorgaben noch den einschl&auml;gigen nationalen Bestimmungen entnehmen. Insbesondere Anhang&nbsp;B vierter Gedankenstrich zu Art.&nbsp;25 der Richtlinie 77\/388\/EWG und Anhang&nbsp;VIII Nr.&nbsp;4 zu Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der MwStSystRL enthalten f&uuml;r den beg&uuml;nstigten Bereich &quot;H&uuml;ten, Zucht und M&auml;sten von Vieh&quot; keine entsprechende Einschr&auml;nkung (vgl. auch Lange in Offerhaus\/S&ouml;hn\/Lange, &sect;&nbsp;24 UStG Rz&nbsp;360).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr ergibt sich entsprechend dem Vorbringen des Kl&auml;gers schon aus dem Wortlaut von Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c und Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG (nunmehr Art.&nbsp;300 Nr.&nbsp;3 und Art.&nbsp;301 Abs.&nbsp;2 der MwStSystRL), dass die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung auch bei Dienstleistungen m&ouml;glich ist, bei denen der Leistungsempf&auml;nger kein Land- oder Forstwirt ist. Denn nach Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 77\/388\/EWG werden die in Absatz&nbsp;3 vorgesehenen Prozents&auml;tze &#8211;ohne Steuer&#8211; u.a. auf den Preis der landwirtschaftlichen Dienstleistungen angewendet, die von Pauschallandwirten &quot;an andere Steuerpflichtige als jene erbracht werden, f&uuml;r die im Inland die Pauschalregelung des vorliegenden Artikels gilt&quot;. In Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG hei&szlig;t es, dass bei den in Absatz&nbsp;5 nicht genannten Lieferungen landwirtschaftlicher Erzeugnisse und landwirtschaftlicher Dienstleistungen davon ausgegangen wird, &quot;dass die Zahlung des Pauschalausgleichs durch den Abnehmer oder Dienstleistungsempf&auml;nger geschieht&quot;. Aus diesen Formulierungen geht hervor, dass eine Beschr&auml;nkung des Pauschalausgleichs auf Land- und Forstwirte als Dienstleistungsempf&auml;nger in den unionsrechtlichen Vorgaben nicht enthalten ist (vgl. auch BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;November 2003 V&nbsp;R&nbsp;28\/03, BFHE 204, 340, BFH\/NV 2004, 449, unter IV.2.b&nbsp;bb, Rz&nbsp;84). Der Zweck der Regelung (vgl. dazu unter II.1.c; BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2007 V&nbsp;R&nbsp;56\/05, BFHE 217, 298, BStBl II 2008, 158, unter II.3.b&nbsp;bb, Rz&nbsp;47, m.w.N.; Klenk in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;11&nbsp;ff.) gebietet diese Einschr&auml;nkung ebenso wenig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in seinen Schlussantr&auml;gen in der Rechtssache Harbs hat Generalanwalt L&eacute;ger zu Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG im Rahmen der Darstellung des rechtlichen Rahmens der Regelung darauf hingewiesen, dass der Pauschallandwirt seine Leistungen gleichfalls gegen&uuml;ber nicht mehrwertsteuerpflichtigen Abnehmern oder nicht mehrwertsteuerpflichtigen Dienstleistungsempf&auml;ngern erbringen kann (Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts L&eacute;ger vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2004 Harbs, Slg. 2004, I-7101, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Auffassung steht im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH, der im Zusammenhang mit der Ver&auml;u&szlig;erung von Waren in einem sog. Hofladen bereits entschieden hat, dass auch Ums&auml;tze an Nichtunternehmer (Endverbraucher) der (pauschalen) Umsatzbesteuerung nach Durchschnittss&auml;tzen unterliegen k&ouml;nnen (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Dezember 2001 V&nbsp;R&nbsp;43\/00, BFHE 197, 330, BStBl II 2002, 701, unter II.3.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen der Auffassung des FA ergibt sich nichts Gegenteiliges aus dem BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Dezember 1998 V&nbsp;R&nbsp;48\/98 (BFHE 187, 352, BStBl II 1999, 150), weil der dieser Entscheidung zugrunde liegende Sachverhalt dem Streitfall schon nicht vergleichbar war. Denn dort ging es um die Vermietung einer Lagerhalle an einen au&szlig;erlandwirtschaftlichen Unternehmer. Der BFH hat insoweit lediglich aus einer Gesamtschau der Umst&auml;nde des Einzelfalls gefolgert, dass es insgesamt an dem f&uuml;r eine landwirtschaftliche Dienstleistung erforderlichen Merkmal &quot;zu landwirtschaftlichen Zwecken&quot; fehlte (BFH-Urteil in BFHE 187, 352, BStBl II 1999, 150, unter II.1., Rz&nbsp;15). Eine allgemeine Aussage dahingehend, dass f&uuml;r die Anwendbarkeit der Durchschnittssatzbesteuerung der Dienstleistungsempf&auml;nger stets ein Land- oder Forstwirt sein m&uuml;sse, l&auml;sst sich dieser Entscheidung nicht entnehmen (vgl. auch Lange in Offerhaus\/S&ouml;hn\/Lange, &sect;&nbsp;24 UStG Rz&nbsp;274).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar tragen Dienstleistungen an Nichtlandwirte (z.B. Ausbringung von Kl&auml;rschl&auml;mmen, Pflege von Sportpl&auml;tzen, &Uuml;berlassung von Wirtschaftsg&uuml;tern und Personalgestellung an Gewerbetreibende, Winterdienst f&uuml;r die Gemeinde) normalerweise nicht zur landwirtschaftlichen Erzeugung bei, wie dies von Anhang&nbsp;B der Richtlinie 77\/388\/EWG und von Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der MwStSystRL vorausgesetzt wird (zutreffend Klenk in S&ouml;lch\/ Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;82). Das gilt auch f&uuml;r einen Pensionspferdebetrieb eines Landwirts, ist aber anders, wenn nicht private Reit- und Sportpferde, sondern landwirtschaftlich (oder forstwirtschaftlich) genutzte Pferde eingestellt werden (vgl. Klenk in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;86).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach scheidet bei einer Pensionshaltung von Pferden die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung aus, wenn die betreuten Pferde aus privaten Gr&uuml;nden zu Freizeitzwecken gehalten werden (vgl. BFH-Urteile in BFHE 233, 72, BStBl II 2011, 465; in BFH\/NV 2011, 1405; in BFH\/NV 2011, 1540, und in DStR 2015, 111) nicht aber dann, wenn die Pferde von ihren Haltern &#8211;ausnahmsweise&#8211; zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden (vgl. Lippross, Umsatzsteuer, 23.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;1112). Dasselbe gilt bei der streitbefangenen &quot;Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Seine Entscheidung war daher aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Der Senat kann nicht durcherkennen, weil das FG &#8211;ausgehend von seiner Rechtsauffassung zu Recht&#8211; bislang noch keine tats&auml;chlichen Feststellungen zu der Frage getroffen hat, ob &#8211;und ggf. in welchem Umfang&#8211; die Pensionspferde (Stuten und Fohlen) von den Einstellern zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken gehalten wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit dies der Fall ist, wird das FG pr&uuml;fen m&uuml;ssen, ob der Kl&auml;ger die Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken mithilfe von Wirtschaftsg&uuml;tern erbracht hat, die seinem normalen Ausr&uuml;stungsbestand zuzurechnen waren bzw. hierf&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter verwendet hat, die nicht dem betriebsgew&ouml;hnlichen Ausr&uuml;stungsbestand des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs zuzurechnen waren (vgl. Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 f&uuml;nfter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG; s. dazu EuGH-Urteil Harbs in Slg. 2004, I-7101, BFH\/NV Beilage 2004, 371, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird die entsprechenden tats&auml;chlichen Feststellungen im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da der Senat keine Zweifel an der gebotenen Auslegung des Unionsrechts hat, sieht er keine Veranlassung f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Vorabentscheidungsersuchens an den EuGH nach Art.&nbsp;267 AEUV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2015, XI R 13\/13 Zur Durchschnittssatzbesteuerung bei einer Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken Leits&auml;tze 1. Die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect; 24 UStG auf Dienstleistungen eines Land- oder Forstwirts ist nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil der Dienstleistungsempf&auml;nger kein Land- oder Forstwirt ist (entgegen Abschn. 24.3. Abs. 5 und Abs. 11 Satz 2 UStAE). 2. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-13-zur-durchschnittssatzbesteuerung-bei-einer-pensionspferdehaltung-zu-zuchtzwecken\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;13\/13 &#8211; Zur Durchschnittssatzbesteuerung bei einer Pensionspferdehaltung zu Zuchtzwecken<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64298","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64298"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64298\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}