{"id":64301,"date":"2015-04-01T11:09:06","date_gmt":"2015-04-01T09:09:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64301"},"modified":"2015-04-01T11:09:06","modified_gmt":"2015-04-01T09:09:06","slug":"xi-r-5-13-innergemeinschaftliche-lieferung-verbrauchsteuerpflichtiger-waren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-5-13-innergemeinschaftliche-lieferung-verbrauchsteuerpflichtiger-waren\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;5\/13 &#8211; Innergemeinschaftliche Lieferung verbrauchsteuerpflichtiger Waren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2015, XI R 5\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Innergemeinschaftliche Lieferung verbrauchsteuerpflichtiger Waren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ob der innergemeinschaftliche Erwerb verbrauchsteuerpflichtiger Waren durch den Abnehmer im Bestimmungsmitgliedstaat den Vorschriften &uuml;ber die Umsatzbesteuerung unterliegt, ist grunds&auml;tzlich nach Unionsrecht zu beurteilen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine Lieferung verbrauchsteuerpflichtiger Waren durch einen im Inland ans&auml;ssigen Unternehmer an einen in einem Drittland ans&auml;ssigen Unternehmer, der keine USt-IdNr. verwendet, kann als innergemeinschaftliche Lieferung steuerfrei sein, wenn der Lieferer redlicherweise, und nachdem er alle ihm zumutbaren Ma&szlig;nahmen ergriffen hat, diese USt-IdNr. nicht mitteilen kann und er au&szlig;erdem Angaben macht, die hinreichend belegen k&ouml;nnen, dass der Erwerber ein Steuerpflichtiger ist, der bei dem betreffenden Vorgang als solcher gehandelt hat.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 18. Dezember 2012&nbsp;&nbsp;2 K 2283\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob Lieferungen von Wein in das Vereinigte K&ouml;nigreich (UK) umsatzsteuerfrei sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) betreibt einen Gro&szlig;- und Einzelhandel mit hochwertigen Weinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2003 (Streitjahr) vom 17.&nbsp;Januar 2005 behandelte die Kl&auml;gerin u.a. Zahlungen auf sieben Rechnungen &uuml;ber Weinlieferungen an den F-Fonds, UK, als Anzahlungen auf steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen. In den Rechnungen wird jeweils auf die Steuerbefreiung f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen hingewiesen. Ferner ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) der C genannt, die im UK ein Verbrauchsteuerlager unterhielt und bei der der F-Fonds &uuml;ber ein Verbrauchsteuerlagerkonto verf&uuml;gte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der F-Fonds war eine nach dem Recht der Cayman Islands gegr&uuml;ndete und in das dortige Handelsregister eingetragene GmbH. Gegenstand des Fonds war die Geldanlage in hochwertige Weine.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in Rechnung gestellten Betr&auml;ge gingen bei der Kl&auml;gerin noch im Streitjahr 2003 ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Lieferung der Weine in das Verbrauchsteuerlager der C im UK erfolgte im M&auml;rz 2004; dazu sind neben den Rechnungen ein CMR-Frachtbrief, eine wei&szlig;e Spediteursbescheinigung sowie ein vom Zollamt R f&uuml;r Verbrauchsteuerzwecke ausgestelltes begleitendes Verwaltungsdokument vorhanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Finanzverwaltung des UK der deutschen Finanzverwaltung im Jahr 2007 mitgeteilt hatte, dass die Kl&auml;gerin innergemeinschaftliche Lieferungen an C angemeldet habe und dies nicht korrekt sei, weil es sich bei C um ein Zoll- bzw. Verbrauchsteuerlager handele, f&uuml;hrte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bei der Kl&auml;gerin eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Weinlieferungen in das UK durch. Dabei wurde festgestellt, dass auf den Rechnungen jeweils nicht eine USt-IdNr. des F-Fonds, sondern die USt-IdNr. der C angegeben ist. Die Kl&auml;gerin hatte sich die auf den Rechnungen verwendete USt-IdNr. nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18e Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) best&auml;tigen lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sah aufgrund dieser Erkenntnisse im Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 17.&nbsp;Juli 2009 die o.g. Weinlieferungen als steuerpflichtig an, weil Abnehmer der Weine der F-Fonds gewesen und eine g&uuml;ltige USt-IdNr. des F-Fonds nicht nachgewiesen sei. Der Einspruch der Kl&auml;gerin blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 649 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Es f&uuml;hrte aus, nach den von der Kl&auml;gerin vorgelegten Belegen und dem Ergebnis der m&uuml;ndlichen Verhandlung stehe zwar fest, dass sie die Weine in das UK versendet habe und der F-Fonds Abnehmer der Weinlieferungen sei. Die Kl&auml;gerin habe aber den Buch- und Belegnachweis nicht richtig und vollst&auml;ndig erbracht, weil sie auf den zu den streitgegenst&auml;ndlichen Weinlieferungen ausgestellten Rechnungen und in ihren B&uuml;chern nicht die USt-IdNr. des tats&auml;chlichen Abnehmers (F-Fonds) angegeben bzw. aufgezeichnet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerbefreiung k&ouml;nne der Kl&auml;gerin dar&uuml;ber hinaus deshalb nicht gew&auml;hrt werden, weil nicht s&auml;mtliche Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 UStG erf&uuml;llt seien. Zwar sei der F-Fonds als Abnehmer Unternehmer i.S. von &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UStG. Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne aber nicht nachweisen, dass der Erwerb des Weins beim Abnehmer im UK den Vorschriften der Umsatzbesteuerung unterliege (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG); denn die Weinlieferungen unterl&auml;gen nicht gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;28a Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und c der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten (Richtlinie 77\/388\/EWG) der Umsatzbesteuerung, insbesondere der Besteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs von Gegenst&auml;nden. Unter Verweis auf das Mehrwertsteuerrecht des UK lege die Kl&auml;gerin vielmehr dar, dass innergemeinschaftliche Erwerbe von Waren, die in ein Verbrauchsteuerlager &uuml;berf&uuml;hrt werden, im UK nicht steuerbar seien, da der Ort des innergemeinschaftlichen Erwerbs aufgrund dieser Vorschriften als au&szlig;erhalb des UK gelegen angesehen werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts sowie hilfsweise eine unzureichende Aufkl&auml;rung des Mehrwertsteuerrechts des UK.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie legt dar, sowohl aus Sicht des deutschen Rechts als auch aus Sicht des Unionsrechts unterliege der innergemeinschaftliche Erwerb der Weine durch den F-Fonds der Erwerbsbesteuerung. Es komme nicht darauf an, dass der innergemeinschaftliche Erwerb tats&auml;chlich besteuert werde, sondern darauf, dass der innergemeinschaftliche Erwerb steuerbar sei. Der innergemeinschaftliche Erwerb m&uuml;sse zudem der innergemeinschaftlichen Lieferung nicht unmittelbar folgen. Aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) ergebe sich, dass Waren in einem Zolllager den Vorschriften &uuml;ber die Umsatzbesteuerung unterl&auml;gen; dies gelte auch f&uuml;r Steuerlager. Die Lieferung der Waren sei lediglich umsatzsteuerfrei. Soweit das Recht des UK in Section&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 VAT act 1994 m&ouml;glicherweise den Ort des innergemeinschaftlichen Erwerbs an einen Ort au&szlig;erhalb des UK verlege, bestehe eine Befugnis zur &Auml;nderung des Orts des Umsatzes nach Unionsrecht nicht; es handele sich bei richtlinienkonformer Auslegung in Wahrheit um eine Steuerbefreiung. Unabh&auml;ngig davon sei f&uuml;r die Pr&uuml;fung, ob der innergemeinschaftliche Erwerb den Vorschriften &uuml;ber die Erwerbsbesteuerung unterliege, das Unionsrecht und nicht eine m&ouml;glicherweise unzutreffende Umsetzung durch den Bestimmungsmitgliedstaat ma&szlig;geblich. Hilfsweise beruft sich die Kl&auml;gerin unmittelbar auf Art.&nbsp;28c der Richtlinie 77\/388\/EWG (jetzt: Art.&nbsp;138 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat hat die Kl&auml;gerin dargelegt, der deutsche Gesetzgeber habe die Steuerbefreiung f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen verbrauchsteuerpflichtiger Waren nicht in nationales Recht umgesetzt. Sie, die Kl&auml;gerin, sei daher bei Ausf&uuml;hrung der Ums&auml;tze nicht in der Lage gewesen, ihre dabei zu beachtenden steuerrechtlichen Pflichten zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner tr&auml;gt sie vor, die Steuerbefreiung d&uuml;rfe nicht deshalb versagt werden, weil sie, die Kl&auml;gerin, keine USt-IdNr. des F-Fonds buchm&auml;&szlig;ig aufgezeichnet habe; denn sie sei redlich gewesen und habe alle ihr zumutbaren Ma&szlig;nahmen ergriffen, um eine USt-IdNr. des F-Fonds nachzuweisen. Dies sei unm&ouml;glich, weil der F-Fonds &uuml;ber eine solche nicht verf&uuml;ge. Nach der Rechtsprechung des EuGH reiche es aus, dass der Unternehmer die USt-IdNr. nicht mitteilen k&ouml;nne, er aber andere Angaben mache, die die Unternehmereigenschaft des Erwerbers hinreichend belegen; das zus&auml;tzliche Erfordernis, dass der Leistende alle zumutbaren Ma&szlig;nahmen zur Mitteilung einer USt-IdNr. ergriffen haben m&uuml;sse, gelte nur im Falle des Mehrwertsteuerbetrugs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die angefochtene Vorentscheidung sowie den Umsatzsteuerbescheid vom 17.&nbsp;Juli 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben und die Umsatzsteuer f&uuml;r das Jahr 2003 auf &#8230;&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, hilfsweise, unter Aufhebung der Vorentscheidung die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass der innergemeinschaftliche Erwerb der Weine beim F-Fonds nicht den Vorschriften &uuml;ber die Umsatzbesteuerung unterliegt. Allerdings k&ouml;nnte der Gew&auml;hrung der Steuerbefreiung entgegenstehen, dass die Kl&auml;gerin eine USt-IdNr. des F-Fonds nicht aufgezeichnet hat. Dazu sind vom FG weitere Feststellungen zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine innergemeinschaftliche Lieferung ist steuerfrei (&sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b i.V.m. &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG), wenn der Unternehmer oder sein Abnehmer den Gegenstand der Lieferung in das &uuml;brige Gemeinschaftsgebiet bef&ouml;rdert oder versendet hat (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG), wenn der Abnehmer ein Unternehmer ist, der den Gegenstand der Lieferung f&uuml;r sein Unternehmen erworben hat (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a UStG) und wenn der Erwerb des Gegenstandes der Lieferung beim Abnehmer in einem anderen Mitgliedstaat den Vorschriften der Umsatzbesteuerung unterliegt (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerfreiheit der innergemeinschaftlichen Lieferung im vorliegenden Zusammenhang beruhte im Streitjahr u.a. auf Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;A Buchst.&nbsp;a und c der Richtlinie 77\/388\/EWG. Danach<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;&#8230;&nbsp;befreien die Mitgliedstaaten unter den Bedingungen, die sie zur Gew&auml;hrleistung einer korrekten und einfachen Anwendung der nachstehenden Befreiungen sowie zur Verh&uuml;tung von Steuerhinterziehung, Steuerumgehung und Missbrauch festlegen:<br \/>a) die Lieferungen von Gegenst&auml;nden im Sinne des Artikels&nbsp;5, die durch den Verk&auml;ufer oder durch den Erwerber oder f&uuml;r ihre Rechnung nach Orten au&szlig;erhalb des in Artikel&nbsp;3 bezeichneten Gebietes, aber innerhalb der Gemeinschaft versandt oder bef&ouml;rdert werden, wenn diese Lieferungen an einen anderen Steuerpflichtigen oder an eine nichtsteuerpflichtige juristische Person bewirkt werden, der\/die als solcher\/solche in einem anderen Mitgliedstaat als dem des Beginns des Versands oder der Bef&ouml;rderung der Gegenst&auml;nde handelt.<br \/>Diese Befreiung gilt weder f&uuml;r die Lieferungen von Gegenst&auml;nden, die von Steuerpflichtigen, f&uuml;r die die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; Artikel&nbsp;24 gilt, bewirkt werden, noch f&uuml;r Lieferungen von Gegenst&auml;nden, die an Steuerpflichtige oder an nichtsteuerpflichtige juristische Personen, f&uuml;r die die Abweichung gem&auml;&szlig; Artikel&nbsp;28a Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;a) Unterabsatz&nbsp;2 gilt, bewirkt werden;<br \/>b)&nbsp;&#8230;<br \/>c) die Lieferungen verbrauchsteuerpflichtiger Waren, die an den K&auml;ufer durch den Verk&auml;ufer, durch den K&auml;ufer oder f&uuml;r ihre Rechnung nach Orten au&szlig;erhalb des in Artikel&nbsp;3 bezeichneten Gebietes, aber innerhalb der Gemeinschaft versandt oder bef&ouml;rdert werden, f&uuml;r Steuerpflichtige oder f&uuml;r nichtsteuerpflichtige juristische Personen, f&uuml;r die die Abweichung gem&auml;&szlig; Artikel&nbsp;28a Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;a) Unterabsatz&nbsp;2 gilt, wenn der Versand oder die Bef&ouml;rderung der Gegenst&auml;nde gem&auml;&szlig; Artikel&nbsp;7 Abs&auml;tze&nbsp;4 und 5 oder Artikel&nbsp;16 der Richtlinie&nbsp;92\/12\/EWG durchgef&uuml;hrt worden ist.<br \/>Die Befreiung findet keine Anwendung auf die Lieferungen verbrauchsteuerpflichtiger Waren durch Steuerpflichtige, die unter die Befreiung nach Artikel&nbsp;24 fallen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ausgehend davon hat das FG zu Recht angenommen, dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG nur dann erf&uuml;llt sind, wenn im UK ein steuerbarer innergemeinschaftlicher Erwerb durch den F-Fonds stattgefunden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die innergemeinschaftliche Lieferung eines Gegenstands und sein innergemeinschaftlicher Erwerb sind in Wirklichkeit ein und derselbe wirtschaftliche Vorgang (EuGH-Urteile vom 27.&nbsp;September 2007 C-409\/04, Teleos, Slg. 2007, I-7797, BStBl II 2009, 70, Rz&nbsp;23; vom 18.&nbsp;November 2010 C-84\/09, X, Slg. 2010, I-11645, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2011, 103, Rz&nbsp;28; Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;R&nbsp;30\/10, BFHE 233, 341, BStBl II 2011, 769, Rz&nbsp;15; vom 17.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;R&nbsp;28\/10, BFHE 233, 331, BFH\/NV 2011, 1448, Rz&nbsp;17; vom 14.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;R&nbsp;18\/10, BFH\/NV 2012, 1006, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es besteht aber keine strenge Konnexit&auml;t in der Weise, dass die Steuerbefreiung nur zu gew&auml;hren ist, wenn der innergemeinschaftliche Erwerb tats&auml;chlich besteuert wird (EuGH-Urteil Teleos in Slg. 2007, I-7797, BStBl II 2009, 70, Rz&nbsp;24, 69&nbsp;ff.; BFH-Urteil vom 8.&nbsp;November 2007 V&nbsp;R&nbsp;72\/05, BFHE 219, 422, BStBl II 2009, 55). Vielmehr gen&uuml;gt hierf&uuml;r &#8211;wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat&#8211; die blo&szlig;e Steuerbarkeit in dem anderen Mitgliedstaat (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Juli 2009 XI&nbsp;B&nbsp;24\/09, BFHE 226, 449, BFH\/NV 2009, 1567; Handzik in Offerhaus\/S&ouml;hn\/Lange, &sect;&nbsp;6a UStG Rz&nbsp;52; Vogel in Vogel\/Schwarz, UStG, &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;112). Der Umsatzbesteuerung im Bestimmungsmitgliedstaat unterliegt der innergemeinschaftliche Erwerb deshalb z.B. auch dann, wenn er dort steuerfrei ist (z.B. nach Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;B, Teil&nbsp;E i.V.m. Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;1a der Richtlinie 77\/388\/EWG, jetzt: Art.&nbsp;140&nbsp;f., 162 der MwStSystRL, &sect;&nbsp;4b UStG) oder einem sog. Nullsatz unterliegt (so zutreffend Abschn.&nbsp;6a.1. Abs.&nbsp;18 Satz&nbsp;4 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses). Deshalb hindert eine Steuerbefreiung des innergemeinschaftlichen Erwerbs im Bestimmungsmitgliedstaat die Steuerbefreiung im Ursprungsmitgliedstaat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zu Unrecht ist das FG allerdings davon ausgegangen, dass im Streitfall im UK kein steuerbarer innergemeinschaftlicher Erwerb durch den F-Fonds stattgefunden und der innergemeinschaftliche Erwerb beim F-Fonds im UK nicht den Vorschriften der Umsatzbesteuerung unterlegen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;28a Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG unterliegen u.a. der Mehrwertsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;a) der innergemeinschaftliche Erwerb von Gegenst&auml;nden, der gegen Entgelt im Inland durch einen Steuerpflichtigen, der als solcher handelt, oder aber durch eine nichtsteuerpflichtige juristische Person bewirkt wird, wenn der Verk&auml;ufer ein Steuerpflichtiger ist und als solcher handelt und f&uuml;r ihn die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; Artikel&nbsp;24 nicht gilt und er nicht unter Artikel&nbsp;8 Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;a Satz&nbsp;2 oder Artikel&nbsp;28b Teil&nbsp;B Absatz&nbsp;1 f&auml;llt.&nbsp;&#8230;<br \/>b)&nbsp;&#8230;<br \/>c) der innergemeinschaftliche Erwerb von verbrauchsteuerpflichtigen Waren, der gegen Entgelt im Inland durch einen Steuerpflichtigen oder durch eine nichtsteuerpflichtige juristische Person, die unter die Ausnahmeregelung nach Buchstabe&nbsp;a) Unterabsatz&nbsp;2 f&auml;llt, bewirkt wird und bei dem der Verbrauchsteueranspruch nach der Richtlinie 92\/12\/EWG im Inland entsteht.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerbarkeit des innergemeinschaftlichen Erwerbs im UK liegen beim F-Fonds vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der F-Fonds ist nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG ein Steuerpflichtiger, der beim Erwerb der Weine &uuml;berdies auch als solcher gehandelt hat. Er ist auch kein Kleinunternehmer i.S. des Art.&nbsp;24 der Richtlinie 77\/388\/EWG; die anderen in Art.&nbsp;28a Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG genannten Ausnahmen greifen ebenfalls nicht ein. Gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;28a Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 77\/388\/EWG haben bei der Lieferung von verbrauchsteuerpflichtigen Waren an Unternehmer diese regelm&auml;&szlig;ig im Bestimmungsmitgliedstaat eine Besteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs vorzunehmen (vgl. Langer in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Wein ist eine verbrauchsteuerpflichtige Ware: Auf Wein als alkoholisches Getr&auml;nk i.S. des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 92\/12\/EWG des Rates vom 25.&nbsp;Februar 1992 &uuml;ber das allgemeine System, den Besitz, die Bef&ouml;rderung und die Kontrolle verbrauchsteuerpflichtiger Waren (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; Nr.&nbsp;L&nbsp;76 vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1992, S.&nbsp;1 &#8211;Richtlinie 92\/12\/EWG&#8211;) m&uuml;ssen die Mitgliedstaaten eine Verbrauchsteuer erheben (Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 92\/83\/EWG des Rates vom 19.&nbsp;Oktober 1992 zur Harmonisierung der Struktur der Verbrauchsteuern auf Alkohol und alkoholische Getr&auml;nke, ABlEG Nr.&nbsp;L&nbsp;316 vom 31.&nbsp;Oktober 1992, S.&nbsp;21 &#8211;Richtlinie 92\/83\/EWG&#8211;). Der nach Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 92\/83\/EWG i.V.m. Art.&nbsp;5 der Richtlinie 92\/84\/EWG des Rates vom 19.&nbsp;Oktober 1992 &uuml;ber die Ann&auml;herung der Verbrauchsteuers&auml;tze auf Alkohol und alkoholische Getr&auml;nke (ABlEG Nr.&nbsp;L&nbsp;316 vom 31.&nbsp;Oktober 1992, S.&nbsp;29 &#8211;Richtlinie 92\/84\/EWG&#8211;) ma&szlig;gebliche Mindestverbrauchsteuersatz auf Wein betr&auml;gt zwar 0&nbsp;ECU, so dass in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) zul&auml;ssigerweise keine Verbrauchsteuer auf Wein erhoben wird (vgl. z.B. Jatzke, Betriebs-Berater 1993, 41). Dies &auml;ndert indes nichts daran, dass Wein eine verbrauchsteuerpflichtige Ware im Sinne der Richtlinie 92\/12\/EWG ist; obwohl Deutschland keine Weinsteuer erhebt und Wein auch kein Steuergegenstand des Gesetzes zur Besteuerung von Schaumwein und Zwischenerzeugnissen (SchaumwZwStG) ist, enthielten die &sect;&sect;&nbsp;26&nbsp;ff. SchaumwZwStG in der im Streitjahr geltenden Fassung (jetzt: &sect;&sect;&nbsp;32&nbsp;f. SchaumwZwStG) Vorschriften zum innergemeinschaftlichen Warenverkehr mit und zum innergemeinschaftlichen Verbringen von Wein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Ort dieses innergemeinschaftlichen Erwerbs lag nach Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG im UK, weil sich nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG die Weine dort zum Zeitpunkt der Beendigung des Versands befunden haben. Auch Verbrauchsteuerlager sind &#8211;wie Zolllager (vgl. dazu EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;November 2012 C-165\/11, Profitube, UR 2013, 68, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2013, 77, Rz&nbsp;55&nbsp;ff.; s. auch BFH-Urteil vom 3.&nbsp;November 2005 V&nbsp;R&nbsp;63\/02, BFHE 212, 161, BStBl II 2006, 337, unter II.2.b, zu &quot;duty-free-shops&quot;)&#8211; Teil des Inlands des betreffenden Mitgliedstaats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit das FG ausgef&uuml;hrt hat, dass seiner Auffassung nach der Ort des innergemeinschaftlichen Erwerbs aufgrund von Vorschriften des UK vom UK als au&szlig;erhalb des UK gelegen angesehen wird, f&uuml;hrt dies zu keiner anderen Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob das UK die Bestimmungen des Unionsrechts in seinem nationalen Recht zutreffend umgesetzt hat oder nicht, bedarf keiner Entscheidung durch das FG oder den Senat; denn nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des EuGH kann sich der Einzelne in Ermangelung fristgem&auml;&szlig; erlassener Umsetzungsma&szlig;nahmen auf Bestimmungen einer Richtlinie, die inhaltlich unbedingt und hinreichend genau sind, gegen&uuml;ber allen nicht richtlinienkonformen mitgliedstaatlichen Vorschriften berufen; er kann sich auf diese Bestimmungen auch berufen, soweit sie so geartet sind, dass sie Rechte festlegen, die der Einzelne dem Staat gegen&uuml;ber geltend machen kann (vgl. z.B. EuGH-Urteil vom 28.&nbsp;November 2013 C-319\/12, MDDP, HFR 2014, 177, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2014, 15, Rz&nbsp;47 und 52; vom 9.&nbsp;Oktober 2014 C-492\/13, Traum, HFR&nbsp;2014, 1131, MwStR 2014, 795, Rz&nbsp;45, 47; vgl. auch BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 2013 V&nbsp;R&nbsp;17\/13, BFHE 243, 456, BFH\/NV 2014, 284, Rz&nbsp;17&nbsp;f.). Dies ist vorliegend der Fall, da Art.&nbsp;28a und Art.&nbsp;28c der Richtlinie 77\/388\/EWG so auszulegen sind, dass sie dieselbe Bedeutung und dieselbe Reichweite haben (vgl. EuGH-Urteil X in Slg. 2010, I-11645, UR 2011, 103, Rz&nbsp;28). Ein &#8211;vom FG angenommenes&#8211; Umsetzungsdefizit des UK ginge deshalb nicht zu Lasten der im Inland ans&auml;ssigen Kl&auml;gerin, die sich auf das f&uuml;r sie g&uuml;nstigere Unionsrecht berufen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Einwand des FA, eine Berufung der Kl&auml;gerin auf Unionsrecht sei nicht m&ouml;glich, weil Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;E, Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;1a der Richtlinie 77\/388\/EWG es den Mitgliedstaaten erlaubten, Ums&auml;tze nicht der Mehrwertsteuer zu unterwerfen, was so verstanden werden m&uuml;sse, dass der Erwerb der Weine dann nicht steuerbar sei, greift nicht durch; denn bei Art.&nbsp;16 der Richtlinie 77\/388\/EWG (als Teil des Abschnitts&nbsp;X &quot;Steuerbefreiungen&quot;) handelt es sich um eine Steuerbefreiung (vgl. EuGH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2006 C-305\/03, Kommission\/ Vereinigtes K&ouml;nigreich, Slg. 2006, I-1213, BFH\/NV Beilage 2006, 250, Rz&nbsp;40). Deshalb kann dahinstehen und bedarf keiner weiteren Feststellung durch das FG, ob Section&nbsp;18 VAT act 1994 eine zul&auml;ssige Lagerregelung i.S. des Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;E, Art.&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;e, Abs.&nbsp;1a der Richtlinie 77\/388\/EWG, Art.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 92\/12\/EWG enthielt (vgl. zum deutschen Recht &sect;&nbsp;4b Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;4a UStG sowie Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 28.&nbsp;Januar 2004 IV&nbsp;D&nbsp;1&nbsp;&#8211;S&nbsp;7157-&nbsp;1\/04, BStBl I 2004, 242, Tz.&nbsp;15 und Anlage&nbsp;2 Beispiel&nbsp;4; bejahend B&uuml;chter-Hole, EFG 2013, 651, 652).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Auffassung des FA, die Existenz einer USt-IdNr.&nbsp;des Erwerbers sei ein materielles Tatbestandsmerkmal des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG bzw. sei in diese Vorschrift &quot;hineinzulesen&quot;, vermag der Senat ebenfalls nicht beizupflichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr ergibt sich aus der st&auml;ndigen Rechtsprechung des EuGH, dass es sich dabei um ein formelles Erfordernis handelt (vgl. EuGH-Urteile vom 6.&nbsp;September 2012 C-273\/11, Mecsek-Gabona, UR 2012, 796, HFR 2012, 1121, Rz&nbsp;59; vom 27.&nbsp;September 2012 C-587\/10, VSTR, UR 2012, 832, HFR 2012, 1212, Rz&nbsp;51; s. auch EuGH-Urteile vom 21.&nbsp;Oktober 2010 C-385\/09, Nidera Handelscompagnie, Slg. 2010, I-10385, UR 2011, 27, Rz&nbsp;50; vom 12.&nbsp;Juli 2012 C-284\/11, EMS-Bulgaria, UR 2012, 642, HFR 2012, 1022, Rz&nbsp;26 bis 28, 60).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist allerdings nicht spruchreif. Der Gew&auml;hrung der Steuerbefreiung k&ouml;nnte nach der Rechtsprechung des EuGH &#8211;trotz Vorliegens der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 UStG&#8211; entgegenstehen, dass die Kl&auml;gerin die USt-IdNr.&nbsp;des F-Fonds nicht aufgezeichnet hat. Dazu sind vom FG weitere Feststellungen zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 UStG m&uuml;ssen u.a. die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 UStG vom Unternehmer nachgewiesen sein. Das BMF kann mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung bestimmen, wie der Unternehmer den Nachweis zu f&uuml;hren hat (&sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 UStG). Davon hat der Verordnungsgeber u.a. in &sect;&nbsp;17c der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (UStDV) Gebrauch gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStDV sieht vor, dass bei innergemeinschaftlichen Lieferungen der Unternehmer im Geltungsbereich dieser Verordnung die Voraussetzungen der Steuerbefreiung &quot;einschlie&szlig;lich Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Abnehmers&quot; buchm&auml;&szlig;ig nachweisen muss (sog. Buchnachweis). Die Voraussetzungen m&uuml;ssen eindeutig und leicht nachpr&uuml;fbar aus der Buchf&uuml;hrung zu ersehen sein (&sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStDV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Verpflichtung hat die Kl&auml;gerin &#8211;worauf das FG zutreffend hingewiesen hat&#8211; im Streitfall nicht erf&uuml;llt; denn sie hat eine USt-IdNr. des F-Fonds als Abnehmer der Weine nicht buchm&auml;&szlig;ig aufgezeichnet. Auch die Annahme der Kl&auml;gerin, der Buchnachweis sei zul&auml;ssigerweise nachgeholt worden, trifft nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ob die fehlende Aufzeichnung einer USt-IdNr. des F-Fonds unsch&auml;dlich ist, kann aufgrund der bisherigen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH hat durch das Urteil VSTR (UR 2012, 832, HFR 2012, 1212) entschieden, dass Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;A Buchst.&nbsp;a Unterabs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;f&uuml;r den im Streitfall einschl&auml;gigen Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;A Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 77\/388\/EWG kann insoweit nichts anderes gelten&#8211; dahin auszulegen ist, dass er es der Finanzverwaltung eines Mitgliedstaats nicht verwehrt, die Steuerbefreiung einer innergemeinschaftlichen Lieferung davon abh&auml;ngig zu machen, dass der Lieferer die USt-IdNr.&nbsp;des Erwerbers mitteilt. &sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStDV ist deshalb unionsrechtlich nicht zu beanstanden (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2013 XI&nbsp;R&nbsp;11\/09, BFHE 242, 84, BFH\/NV 2013, 1524, Rz&nbsp;80).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies gilt allerdings nach dem EuGH-Urteil VSTR (UR 2012, 832, HFR 2012, 1212, Rz&nbsp;52 und 58) unter dem Vorbehalt, dass die Steuerbefreiung nicht allein aus dem Grund verweigert wird, dass diese Verpflichtung nicht erf&uuml;llt worden ist, wenn der Lieferer redlicherweise, und nachdem er alle ihm zumutbaren Ma&szlig;nahmen ergriffen hat, die USt-IdNr. des Erwerbers nicht mitteilen kann und er au&szlig;erdem Angaben macht, die hinreichend belegen k&ouml;nnen, dass der Erwerber ein Steuerpflichtiger ist, der bei dem betreffenden Vorgang als solcher gehandelt hat (s. auch BFH-Urteil in BFHE 242, 84, BFH\/NV 2013, 1524, Rz&nbsp;81).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit die Kl&auml;gerin einwendet, die Annahme dieser kumulativen Voraussetzung beruhe auf einer &Uuml;bersetzungsungenauigkeit, ber&uuml;cksichtigt sie zun&auml;chst nicht, dass die Verfahrenssprache des EuGH in der Rechtssache VSTR (UR 2012, 832, HFR 2012, 1212) deutsch war. Im &Uuml;brigen verlangt der EuGH auch in Rz&nbsp;52 und 58 der von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten Sprachfassungen, dass der Lieferer gutgl&auml;ubig gehandelt und alle Ma&szlig;nahmen ergriffen hat, die vern&uuml;nftigerweise von ihm verlangt werden k&ouml;nnen (&quot;acting in good faith and having taken all the measures which can reasonably be required of him&quot; bzw. &quot;de bonne foi, et apr&egrave;s avoir pris toutes les mesures pouvant &ecirc;tre raisonnablement exig&eacute;es de lui&quot;). Diese vom EuGH (nur) f&uuml;r die USt-IdNr. zus&auml;tzlich aufgestellte Voraussetzung ist geeignet, die korrekte und einfache Anwendung der Befreiung zu gew&auml;hrleisten und Missbr&auml;uche, Steuerumgehungen oder -hinterziehungen im Bestimmungsland zu verh&uuml;ten (vgl. EuGH-Urteil VSTR in UR 2012, 832, HFR 2012, 1212, Rz&nbsp;43; s. auch Frye in Rau\/ D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;586; Schie&szlig;l, HFR 2013, 824, 826).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin gilt dieses zus&auml;tzliche Erfordernis nicht lediglich in F&auml;llen des Mehrwertsteuerbetrugs, wie sich aus Rz&nbsp;52 und 58 des EuGH-Urteils VSTR in UR 2012, 832, HFR 2012, 1212 ergibt. Im &Uuml;brigen hatte auch im Verfahren VSTR offenbar keiner der Beteiligten betr&uuml;gerisch gehandelt (vgl. EuGH-Urteil in UR 2012, 832, HFR 2012, 1212, Rz&nbsp;53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Als ebenfalls nicht durchgreifend erweist sich der Einwand der Kl&auml;gerin, der Gesetzgeber habe in &sect;&nbsp;6a UStG und &sect;&sect;&nbsp;17a, 17c UStDV die Steuerbefreiung f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen verbrauchsteuerpflichtiger Waren nicht zutreffend umgesetzt, weshalb sie die Verpflichtung, im Rahmen des Buchnachweises die USt-IdNr. aufzuzeichnen, nicht habe vorhersehen k&ouml;nnen. Die Kl&auml;gerin macht zwar sinngem&auml;&szlig; geltend, der Wortlaut des &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 UStG sei insoweit zu eng gefasst; jedoch setzt auch Art.&nbsp;28c Teil&nbsp;A Buchst.&nbsp;c der Richtlinie 77\/388\/EWG u.a. den &quot;Steuerpflichtigen&quot; voraus. Dass eine Person Steuerpflichtiger ist, weist die USt-IdNr.&nbsp;nach (s. Art.&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 Buchst c und e der Richtlinie 77\/388\/EWG; zur Bedeutung der USt-IdNr. s. z.B. EuGH-Urteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2013 C-527\/11, Ablessio, UR 2013, 392, HFR 2013, 548, Rz&nbsp;19&nbsp;f., 29). Den Buchnachweis der USt-IdNr. verlangt &sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStDV deshalb zu Recht f&uuml;r alle innergemeinschaftlichen Lieferungen. Dies war auch bereits im Streitjahr f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als die Kl&auml;gerin meint, belegt &uuml;berdies der Vergleich mit dem gegenw&auml;rtigen Rechtszustand die fehlende L&uuml;ckenhaftigkeit des &sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStDV: Der Verordnungsgeber hat zwar mit der Elften Verordnung zur &Auml;nderung der UStDV vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2013 (BGBl I 2013, 602) einen abweichenden Belegnachweis f&uuml;r verbrauchsteuerpflichtige Waren in &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 UStDV zugelassen (s. Frye in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, a.a.O., &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;687&nbsp;ff.; Treiber in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;6a Rz&nbsp;103, 155). Am Buchnachweis des &sect;&nbsp;17c Abs.&nbsp;1 UStDV sind jedoch gleichzeitig keine &Auml;nderungen erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG reichen nicht aus, um beurteilen zu k&ouml;nnen, ob die unter II.4.d&nbsp;bb genannten Anforderungen im Streitfall erf&uuml;llt worden sind. Die Sache geht deshalb zur Nachholung weiterer tats&auml;chlicher Feststellungen zu dieser Frage an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG ist der F-Fonds als Abnehmer der Weine Unternehmer. Diese Feststellung ist aufgrund der vom FG festgestellten Tatsachen m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze; sie bindet daher den Senat (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Die im Revisionsverfahren vorgebrachten Einwendungen des FA gegen die W&uuml;rdigung des FG greifen daher nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch hat die Kl&auml;gerin Angaben gemacht, die aus Sicht des FG hinreichend belegen konnten, dass der F-Fonds als Erwerber ein Steuerpflichtiger ist, der bei dem betreffenden Vorgang als solcher gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Allerdings hat das FG nicht festgestellt, ob die Kl&auml;gerin alle ihr zumutbaren Ma&szlig;nahmen ergriffen hat, um eine USt-IdNr. des F-Fonds mitzuteilen. Diese Frage ist zwischen den Beteiligten umstritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG hat die Kl&auml;gerin die USt-IdNr. des C &quot;auf Nachfrage &#8230; verwendet, ohne sich dar&uuml;ber zu vergewissern, ob es sich hierbei um die USt-IdNr. des F handelt&quot; (S.&nbsp;13 des Urteils). Das FG hat jedoch &#8211;ausgehend von seiner Rechtsauffassung&#8211; nicht festgestellt, von wem wann welche Ma&szlig;nahme ergriffen worden ist und zu welchem genauen Ergebnis dies gef&uuml;hrt hat. Der von der Kl&auml;gerin dem FG erg&auml;nzend vorgelegte E-Mail-Verkehr, in dem nicht ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen ist, dass es sich bei der mitgeteilten Nummer um die Nummer eines Dritten handelt, stammt aus dem Jahr 2007 und l&auml;sst schon deshalb keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf 2003 (Anzahlung) und 2004 (Lieferung) zu. Bereits zu dieser Zeit muss es Gespr&auml;che &uuml;ber die zu verwendende USt-IdNr. gegeben haben, nachdem in den Rechnungen und Aufzeichnungen der Kl&auml;gerin sowie in den Zusammenfassenden Meldungen (&sect;&nbsp;18a UStG) der Kl&auml;gerin eine solche enthalten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird Feststellungen dazu zu treffen haben, wie der konkrete tats&auml;chliche Geschehensablauf war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Von einer Zur&uuml;ckverweisung kann nicht deshalb abgesehen werden, weil der Kl&auml;gerin Vertrauensschutz nach &sect;&nbsp;6a Abs.&nbsp;4 UStG zu gew&auml;hren sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;gerin ist, wovon das FG zutreffend ausgegangen ist, kein Vertrauensschutz zu gew&auml;hren, weil sie &#8211;wie unter II.4.c dargelegt&#8211; ihre Nachweispflichten nicht erf&uuml;llt hat (vgl. dazu zuletzt BFH-Urteile vom 14.&nbsp;November 2012 XI&nbsp;R&nbsp;8\/11, BFH\/NV 2013, 596; vom 25.&nbsp;April 2013 V&nbsp;R&nbsp;28\/11, BFHE 242, 77, BStBl II 2013, 656).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat weist das FG aus verfahrens&ouml;konomischen Gr&uuml;nden f&uuml;r den zweiten Rechtsgang auf folgende Erw&auml;gungen hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG festgestellt hat, dass die Kl&auml;gerin sich die mitgeteilte USt-IdNr.&nbsp;nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18e Nr.&nbsp;1 UStG habe best&auml;tigen lassen, wird das FG die Zumutbarkeit einer solchen Abfrage im Lichte seiner tats&auml;chlichen Feststellungen zu der Nachfrage der Kl&auml;gerin beim F-Fonds zu pr&uuml;fen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Verfahren VSTR war von der dortigen Kl&auml;gerin eine solche Best&auml;tigung eingeholt worden (vgl. BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;November 2010 XI&nbsp;R&nbsp;11\/09, BFHE 231, 382, BStBl II 2011, 237, Rz&nbsp;4; BFH-Urteil in BFHE 242, 84, BFH\/NV 2013, 1524, Rz&nbsp;3) und hatte ergeben, dass die Nummer von einem Dritten stammte. Dies stand der Gew&auml;hrung der Steuerbefreiung nicht entgegen (vgl. EuGH-Urteil in UR 2012, 832, HFR 2012, 1212, Rz&nbsp;53&nbsp;ff.; BFH-Urteil in BFHE 242, 84, BFH\/NV 2013, 1524, Rz&nbsp;81&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sollte das FG im Streitfall z.B. feststellen, dass der F-Fonds der Kl&auml;gerin bereits zu Beginn der langj&auml;hrigen Gesch&auml;ftsbeziehung auf die Frage nach seiner USt-IdNr. mitgeteilt hat, dass er &uuml;ber keine eigene USt-IdNr. verf&uuml;ge, und der Kl&auml;gerin deshalb die USt-IdNr. eines Dritten (hier: C) mitgeteilt hat, wird das FG pr&uuml;fen m&uuml;ssen, ob es dann entbehrlich erscheint, sich die Aussage des F-Fonds, die mitgeteilte USt-IdNr. stamme nicht von ihm, sondern von C, noch zus&auml;tzlich durch eine Abfrage der USt-IdNr. beim Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18e Nr.&nbsp;1 UStG best&auml;tigen zu lassen. Im Rahmen seiner Pr&uuml;fung der Zumutbarkeit hat das FG zu ber&uuml;cksichtigen, dass &#8211;was das FA in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat nochmals best&auml;tigt hat&#8211; im Streitfall kein betr&uuml;gerisches Verhalten der beteiligten Personen erkennbar ist, eine Gef&auml;hrdung des Steueraufkommens des UK wegen &Uuml;berf&uuml;hrung der Weine in ein Verbrauchsteuerlager des UK nicht bestand und die Kl&auml;gerin die g&uuml;ltige USt-IdNr. der Lagerhalterin C, bei der der F-Fonds ein Verbrauchsteuerlagerkonto unterhielt, aufgezeichnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sollte die Kl&auml;gerin m&ouml;glicherweise andere formelle Erfordernisse nicht erf&uuml;llt haben, ist dies grunds&auml;tzlich unsch&auml;dlich (vgl. EuGH-Urteil vom 27.&nbsp;September 2007 C-146\/05, Coll&eacute;e, Slg. 2007, I-7861, BStBl II 2009, 78, Rz&nbsp;31&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Das vorliegende Verfahren ist nicht wegen des EuGH-Vorlagebeschlusses des FG M&uuml;nchen vom 4.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;1511\/14 (Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2015, 358), auf den beide Beteiligte in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat hingewiesen haben, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn unabh&auml;ngig davon, dass es dort um einen Fall des innergemeinschaftlichen Verbringens geht, bedarf es hier &#8211;anders als dort&#8211; weiterer tats&auml;chlicher Aufkl&auml;rung durch das FG, ob die Kl&auml;gerin alle ihr zumutbaren Ma&szlig;nahmen zur Mitteilung einer USt-IdNr. des F-Fonds ergriffen hat. Diese Voraussetzung war in dem der EuGH-Vorlage des FG M&uuml;nchen in DStR 2015, 358 zugrunde liegenden Fall erf&uuml;llt, wie sich aus der Vorlagefrage ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2015, XI R 5\/13 Innergemeinschaftliche Lieferung verbrauchsteuerpflichtiger Waren Leits&auml;tze 1. Ob der innergemeinschaftliche Erwerb verbrauchsteuerpflichtiger Waren durch den Abnehmer im Bestimmungsmitgliedstaat den Vorschriften &uuml;ber die Umsatzbesteuerung unterliegt, ist grunds&auml;tzlich nach Unionsrecht zu beurteilen. 2. Eine Lieferung verbrauchsteuerpflichtiger Waren durch einen im Inland ans&auml;ssigen Unternehmer an einen in einem Drittland ans&auml;ssigen Unternehmer, der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-5-13-innergemeinschaftliche-lieferung-verbrauchsteuerpflichtiger-waren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;5\/13 &#8211; Innergemeinschaftliche Lieferung verbrauchsteuerpflichtiger Waren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64301","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64301\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}