{"id":64302,"date":"2015-04-01T11:09:08","date_gmt":"2015-04-01T09:09:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64302"},"modified":"2015-04-01T11:09:08","modified_gmt":"2015-04-01T09:09:08","slug":"x-r-31-13-einkommensbesteuerung-von-destinataersleistungen-von-stiftungen-im-uebergangszeitraum-vom-anrechnungs-zum-halbeinkuenfteverfahren-gestaltungsfreiheit-des-gesetzgebers-bei-einem-grundlegenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-13-einkommensbesteuerung-von-destinataersleistungen-von-stiftungen-im-uebergangszeitraum-vom-anrechnungs-zum-halbeinkuenfteverfahren-gestaltungsfreiheit-des-gesetzgebers-bei-einem-grundlegenden\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;31\/13 &#8211; Einkommensbesteuerung von Destinat&auml;rsleistungen von Stiftungen im &Uuml;bergangszeitraum vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers bei einem grundlegenden Systemwechsel &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG i.d.F. des StSenkG vom 23.10.2000"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2015, X R 31\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Einkommensbesteuerung von Destinat&auml;rsleistungen von Stiftungen im &Uuml;bergangszeitraum vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers bei einem grundlegenden Systemwechsel &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG i.d.F. des StSenkG vom 23.10.2000<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Im Veranlagungszeitraum 2001 sind Leistungen einer nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreiten Stiftung aus Altgewinnen, die bei dieser noch einer K&ouml;rperschaftsteuerbelastung von 40 % unterlegen haben, beim Destinat&auml;r zus&auml;tzlich nach der bereits auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren zugeschnittenen Regelung des &sect; 22 Nr. 1 Satz 2 Halbsatz 2 Buchst. a EStG i.d.F. des StSenkG vom 23. Oktober 2000 (BGBl I 2000, 1433) zu versteuern.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Wenn ein Zustand erheblicher Ungleichheit durch ein umfangreiches &Auml;nderungsgesetz, das eine g&auml;nzlich neue Besteuerungssystematik mit sich bringt, in einen Zustand der Gleichheit &uuml;berf&uuml;hrt wird, ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn in einem &Uuml;bergangszeitraum aufgrund der Besonderheiten der vorgefundenen Rechtslage noch keine vollkommene Gleichheit geschaffen wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 25. Juni 2013&nbsp;&nbsp;8 K 3947\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr 2001 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt wurden. Sie geh&ouml;ren zu den Destinat&auml;ren von Familienstiftungen, die nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit sind und Unternehmensbeteiligungen halten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem angefochtenen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2001 vom 26.&nbsp;Januar 2009 legte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Rechtsauffassung zugrunde, die von den Stiftungen bezogenen Betr&auml;ge seien bei den Kl&auml;gern als Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.d.F. des Steuersenkungsgesetzes (StSenkG) vom 23.&nbsp;Oktober 2000 (BGBl I 2000, 1433) anzusetzen, f&uuml;r die die h&auml;lftige Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG zu gew&auml;hren sei. Im Streitfall sei &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG bereits f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 anzuwenden, da bei den Stiftungen das K&ouml;rperschaftsteuergesetz 1999 (KStG 1999) letztmals f&uuml;r deren am 31.&nbsp;Dezember 2000 endende Wirtschaftsjahre anwendbar gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger brachten hiergegen im Einspruchs- und Klageverfahren vor, die Einkommensbesteuerung der Destinat&auml;rsleistungen im Veranlagungszeitraum 2001 bewirke eine systemwidrige Doppelbelastung, weil die Gewinne bei den Stiftungen bereits der K&ouml;rperschaftsteuer mit dem bis einschlie&szlig;lich 2000 geltenden Steuersatz von 40&nbsp;% unterworfen worden seien. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG d&uuml;rfe im Veranlagungszeitraum 2001 allenfalls dann angewendet werden, wenn die Stiftung &#8211;wie im Fall des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14.&nbsp;Juli 2010 X&nbsp;R&nbsp;62\/08 (BFHE 231, 46, BStBl II 2014, 320)&#8211; laufende Ertr&auml;ge des Jahres 2001, die einer K&ouml;rperschaftsteuer von nur noch 25&nbsp;% unterlegen h&auml;tten, an die Destinat&auml;re aussch&uuml;tte. Ansonsten komme es zu einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung zwischen Stiftungen und ihren Destinat&auml;ren einerseits sowie Kapitalgesellschaften und ihren Anteilseignern andererseits. Bei Anteilseignern von Kapitalgesellschaften sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;50b EStG im &Uuml;bergangsjahr 2001 noch die Anrechnung von K&ouml;rperschaftsteuer zul&auml;ssig gewesen, sofern Aussch&uuml;ttungen aus Altr&uuml;cklagen vorgenommen worden seien. Zur Vermeidung der dargestellten Ungleichbehandlung sei entweder eine teleologische Reduktion des in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG verwendeten Begriffs der &quot;wiederkehrenden Bez&uuml;ge&quot; oder eine verfassungskonforme Auslegung der &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab dem Veranlagungszeitraum 2002 (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;37 EStG) sei auf die Bez&uuml;ge ohnehin die &#8211;gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG vorrangige&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG anzuwenden. Die hierf&uuml;r in der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;November 2010 I&nbsp;R&nbsp;98\/09, BFHE 232, 22, BStBl II 2011, 417) bezeichneten Voraussetzungen seien im Streitfall erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 209) blieben ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte aus, die einfach-gesetzlichen Voraussetzungen daf&uuml;r, die Vorschrift des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG bereits im Veranlagungszeitraum 2001 anzuwenden, seien erf&uuml;llt. Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung im Verh&auml;ltnis zu den Anteilseignern von Kapitalgesellschaften sei nicht gegeben, weil es an der daf&uuml;r erforderlichen vergleichbaren Ausgangssituation fehle. Auf Stiftungen sei das Anrechnungsverfahren niemals anwendbar gewesen; f&uuml;r sie habe daher im Rahmen der vom Gesetzgeber zum &Uuml;bergang auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren geschaffenen Regelungen auch kein K&ouml;rperschaftsteuer-Guthaben festgestellt werden k&ouml;nnen. Die Destinat&auml;re von Stiftungen seien bis 2000 sogar besser gestellt gewesen als die Anteilseigner von Kapitalgesellschaften, da die Gesamtsteuerbelastung der von der Stiftung erwirtschafteten Ertr&auml;ge im Aussch&uuml;ttungsfall geringer gewesen sei als bei einer Kapitalgesellschaft. Die Umstellung auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren habe erstmals zu einer Gleichbehandlung beider Gruppen gef&uuml;hrt. Die mit der Vorschrift des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG verbundene unechte R&uuml;ckwirkung sei verfassungsrechtlich zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision wiederholen und vertiefen die Kl&auml;ger ihr bisheriges Vorbringen. Erg&auml;nzend f&uuml;hren sie aus, die &Uuml;bergangsproblematik sei bei beiden Vergleichsgruppen gleichgelagert, da sowohl f&uuml;r Kapitalgesellschaften und ihre Anteilseigner als auch f&uuml;r Stiftungen und ihre Destinat&auml;re bereits vor 2001 gesetzliche Regelungen bestanden h&auml;tten, die &#8211;zwar durch unterschiedliche Techniken, aber mit derselben Zielsetzung&#8211; eine Mehrfachbelastung durch K&ouml;rperschaft- und Einkommensteuer h&auml;tten vermeiden sollen. Den Gesetzesmaterialien lasse sich &#8211;anders als das FG offenbar meine&#8211; keine Aussage zu der im vorliegenden Fall gegebenen Problematik entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>den angefochtenen Gerichtsbescheid und die Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Oktober 2011 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2001 vom 26.&nbsp;Januar 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Bez&uuml;ge, die der Kl&auml;ger und die Kl&auml;gerin von den Familienstiftungen erhalten haben, nicht als Eink&uuml;nfte angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Vorschrift des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG i.d.F. des StSenkG ist im Streitfall nach dem klaren Gesetzeswortlaut anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es handelt sich um Eink&uuml;nfte aus wiederkehrenden Bez&uuml;gen, die nicht zu den in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 6 EStG bezeichneten Einkunftsarten geh&ouml;ren (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Streitjahr 2001 begonnene Umstellung der Besteuerungssystematik auf das Halbeink&uuml;nfteverfahren rechtfertigt es nicht, den Begriff der wiederkehrenden Bez&uuml;ge nunmehr &#8211;wie von den Kl&auml;gern begehrt&#8211; dahingehend teleologisch zu reduzieren, dass Destinat&auml;rsleistungen trotz Erf&uuml;llung s&auml;mtlicher Begriffsmerkmale aus diesem Tatbestand herausgenommen werden (vgl. auch Senatsurteil in BFHE 231, 46, BStBl II 2014, 320, unter II.1.a, wo in einem insoweit vergleichbaren Fall ohne Weiteres der Begriff der wiederkehrenden Bez&uuml;ge als erf&uuml;llt angesehen worden ist).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen der in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 6 EStG genannten Eink&uuml;nftetatbest&auml;nde sind nicht erf&uuml;llt. Insbesondere war die Vorschrift des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 EStG im Veranlagungszeitraum 2001 noch nicht anwendbar. Zur Vermeidung von Wiederholungen nimmt der Senat insoweit auf sein Urteil in BFHE 231, 46, BStBl II 2014, 320 (unter II.1.b) Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat keine ausdr&uuml;cklichen Feststellungen dazu getroffen, ob im Streitfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG erf&uuml;llt sind, die Bez&uuml;ge den Kl&auml;gern also freiwillig, aufgrund einer freiwillig begr&uuml;ndeten Rechtspflicht oder einer gesetzlich unterhaltsberechtigten Person gew&auml;hrt wurden. Die vom FG unter Bezugnahme auf die Stiftungssatzungen verwendete Formulierung, die Kl&auml;ger h&auml;tten einen &quot;Rechtsanspruch&quot; auf Stiftungsleistungen gehabt, k&ouml;nnte m&ouml;glicherweise gegen die Annahme freiwilliger Leistungen sprechen, zumal eine solche Rechtspflicht aus Sicht der Stiftungen nicht notwendigerweise &quot;freiwillig begr&uuml;ndet&quot; sein m&uuml;sste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes ist zwischen den Beteiligten unstreitig, dass die Voraussetzungen der genannten Norm erf&uuml;llt sind. Zudem sind die Destinat&auml;rsleistungen in allen Vorjahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG in der vor Inkrafttreten des StSenkG geltenden Fassung (EStG a.F.) einkommensteuerrechtlich au&szlig;er Ansatz geblieben. Der Senat sieht daher von weiteren Ausf&uuml;hrungen zu dieser Frage ab, zumal die Nichtanwendung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass die Besteuerung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG vorzunehmen w&auml;re, was zur Folge h&auml;tte, dass die h&auml;lftige Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG &#8211;die allein an &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG, nicht aber an Satz&nbsp;1 dieser Vorschrift ankn&uuml;pft&#8211; nicht anwendbar w&auml;re und die in den Vorjahren vorgenommene Behandlung sich als rechtsfehlerhaft darstellen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Rechtsfolge des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG &#8211;die Freistellung der Bez&uuml;ge von der Einkommensteuer&#8211; ist im Streitfall ausgeschlossen, weil die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG erf&uuml;llt sind. Die Bez&uuml;ge wurden von den Stiftungen au&szlig;erhalb der Erf&uuml;llung steuerbeg&uuml;nstigter Zwecke gew&auml;hrt. Weitere Voraussetzungen sieht &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG i.d.F. des StSenkG nicht mehr vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG ist im Streitjahr 2001 bereits in der vorstehend genannten Fassung anzuwenden (in ihrer zuvor geltenden Fassung setzte die Vorschrift zus&auml;tzlich voraus, dass die K&ouml;rperschaft, Personenvereinigung oder Verm&ouml;gensmasse von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit war, was vorliegend nicht der Fall w&auml;re). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG i.d.F. des StSenkG ist die genannte Regelung erstmals auf Bez&uuml;ge anzuwenden, die nach Ablauf des Wirtschaftsjahrs der K&ouml;rperschaft, Personenvereinigung oder Verm&ouml;gensmasse erzielt werden, die die Bez&uuml;ge gew&auml;hrt, f&uuml;r das das KStG 1999 letztmalig anzuwenden ist. Nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 KStG i.d.F. des StSenkG war die durch das StSenkG ge&auml;nderte Fassung des KStG erstmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 anzuwenden, woraus folgt, dass das in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG bezeichnete KStG 1999 letztmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2000 anzuwenden war. Auf Bez&uuml;ge, die nach Ablauf des Jahres 2000 &#8211;also ab dem Jahr 2001&#8211; zuflie&szlig;en, ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG die Neufassung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ebenfalls zutreffend hat das FG die h&auml;lftige Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG bereits f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 angewendet. Die grunds&auml;tzlich f&uuml;r &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG geschaffene Anwendungsvorschrift des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a EStG i.d.F. des StSenkG erfasst &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG nicht: &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;1 EStG bezeichnet lediglich &quot;Gewinnaussch&uuml;ttungen&quot; sowie &quot;die &uuml;brigen in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG genannten Ertr&auml;ge im Sinne des &sect;&nbsp;20&quot;, wozu die in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG genannten &quot;Bez&uuml;ge im Sinne des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2&quot; aber nicht geh&ouml;ren. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;2 EStG wiederum bezieht sich ausschlie&szlig;lich auf &quot;Ertr&auml;ge im Sinne des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a, b, c und j&quot; und erfasst die Vorschrift des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG damit ebenfalls nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Ermangelung einer speziellen Anwendungsregelung richtet sich der zeitliche Geltungsbereich des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG daher nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des StSenkG, wonach diese Fassung des Gesetzes erstmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 anzuwenden ist (ebenso im Ergebnis bereits Senatsurteil in BFHE 231, 46, BStBl II 2014, 320, unter II.1.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Umstand, dass die &#8211;in ihrem Anwendungsbereich auf F&auml;lle des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG beschr&auml;nkte&#8211; h&auml;lftige Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG bereits ab dem Veranlagungszeitraum 2001 anwendbar ist, stellt nach Auffassung des erkennenden Senats ein weiteres klares Indiz daf&uuml;r dar, dass auch die Anwendung der ge&auml;nderten Fassung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG bereits f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 (Streitjahr) vom Willen des Gesetzgebers umfasst war. Die von den Kl&auml;gern in der m&uuml;ndlichen Verhandlung angef&uuml;hrte Passage aus den Gesetzesmaterialien (Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses vom 16.&nbsp;Mai 2000, BTDrucks 14\/3366, 122) bezieht sich auf eine Entwurfsfassung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG, die gerade nicht Gesetz geworden ist. Aus ihr kann daher f&uuml;r die tats&auml;chlich in Kraft getretene &#8211;im Vergleich zur Entwurfsfassung hier wesentlich ge&auml;nderte&#8211; gesetzliche Regelung nichts hergeleitet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Durchgreifende verfassungsrechtliche Bedenken gegen dieses Ergebnis bestehen nicht. F&uuml;r eine auf verfassungsrechtliche Wertungen gest&uuml;tzte einschr&auml;nkende Auslegung der &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG sieht der Senat daher keine Veranlassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger vertreten die Auffassung, die sich bei einer Gesamtbetrachtung der Ertragsbesteuerung einer Stiftung und ihrer Destinat&auml;re im Vergleich zur Ertragsbesteuerung einer Kapitalgesellschaft und ihrer Gesellschafter in der im Streitfall gegebenen Konstellation ergebende Steuermehrbelastung zu Lasten der Stiftung\/Destinat&auml;re stelle eine Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat ist bereits der Ansicht, dass die von den Kl&auml;gern gebildeten Vergleichspaare im Ansatz nicht vergleichbar sind und daher auch kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf vollst&auml;ndige Gleichbehandlung besteht. Insbesondere k&ouml;nnte der von den Kl&auml;gern angenommene verfassungsrechtliche Anspruch auf &quot;gleiche Gesamtsteuerbelastung&quot; nur erreicht werden, wenn die zivil- und steuerrechtliche Trennung, die sowohl zwischen einer Kapitalgesellschaft und ihren Anteilseignern als auch zwischen einer Stiftung und ihren Destinat&auml;ren besteht, negiert w&uuml;rde. Dies h&auml;lt der Senat verfassungsrechtlich zumindest nicht f&uuml;r zwingend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in der Vergangenheit (bis einschlie&szlig;lich des Veranlagungszeitraums 2000) war die Besteuerung der beiden Vergleichsgruppen von erheblichen Unterschieden gepr&auml;gt, die vor allem daraus resultierten, dass die Regelungen &uuml;ber das Anrechnungsverfahren zwar f&uuml;r Kapitalgesellschaften und ihre Gesellschafter, nicht aber f&uuml;r Stiftungen und ihre Destinat&auml;re anzuwenden waren. Dies hatte &#8211;neben teilweise erheblichen Unterschieden in der effektiven Gesamtsteuerbelastung (dazu eingehend unten b)&#8211; u.a. auch zur Folge, dass steuerfreie Eink&uuml;nfte der K&ouml;rperschaft zwar bei einer Weiteraussch&uuml;ttung an den Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft, nicht aber bei einer Weiterleitung an den Destinat&auml;r einer Stiftung mit Einkommensteuer nachbelastet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Selbst wenn man der Auffassung sein sollte, dass vergleichbare Sachverhalte vorliegen, k&ouml;nnte im Ergebnis f&uuml;r das Streitjahr 2001 keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung festgestellt werden, die zu einer verfassungskonformen Auslegung der &Uuml;bergangsregelung zw&auml;nge. Zwar ergibt sich in der vorliegenden Konstellation im Veranlagungszeitraum 2001 tats&auml;chlich eine Steuermehrbelastung der Stiftungen und ihrer Destinat&auml;re, der allerdings f&uuml;r die vorangehenden Veranlagungszeitr&auml;ume eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere &#8211;gegenl&auml;ufige&#8211; Beg&uuml;nstigung dieser Gruppe gegen&uuml;ber stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die K&ouml;rperschaftsteuer-Tarifbelastung, die von 1994 bis 1998 noch 45&nbsp;% betragen hatte, wurde ab 1999 auf 40&nbsp;% und ab 2001 weiter auf 25&nbsp;% gesenkt (vgl. die verschiedenen Fassungen des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 KStG). Einkommensteuerrechtlich ist f&uuml;r die vorzunehmende Vergleichsrechnung angesichts der Einkommensverh&auml;ltnisse der Kl&auml;ger der Spitzensteuersatz heranzuziehen. Dieser belief sich von 1990 bis 1999 auf 53&nbsp;% und wurde f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2000 auf 51&nbsp;% und ab 2001 weiter auf 48,5&nbsp;% gesenkt (vgl. die verschiedenen Fassungen des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einwand der Kl&auml;ger, der verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fung sei nicht der Spitzensteuersatz, sondern ein Einkommensteuer-Grenzsteuersatz von nur 20&nbsp;% zugrunde zu legen, erscheint eher fernliegend. Der von den Kl&auml;gern genannte Steuersatz war im Jahr 2001 lediglich auf Steuerpflichtige mit &auml;u&szlig;erst geringem, aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden nahezu vollst&auml;ndig von der Einkommensteuer zu verschonendem Einkommen anzuwenden (der Eingangssteuersatz betrug 19,9&nbsp;% und war auf ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 14.094&nbsp;DM\/7.206&nbsp;EUR anzuwenden). Dem Senat ist kein Erfahrungssatz des Inhalts bekannt, nach dem die Destinat&auml;re privatn&uuml;tziger Familienstiftungen mit gro&szlig;en Unternehmensbeteiligungen oder die Anteilseigner gr&ouml;&szlig;erer Kapitalgesellschaften typischerweise lediglich einem Grenzsteuersatz im Bereich des Eingangssteuersatzes unterliegen und ihr Einkommen daher im Wesentlichen von der Einkommensteuer freizustellen w&auml;re. Auch die Kl&auml;ger haben ihr diesbez&uuml;gliches Vorbringen in keiner Weise substantiieren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aussch&uuml;ttungen an die Anteilseigner von Kapitalgesellschaften bzw. Zahlungen von Stiftungen an ihre Destinat&auml;re, die jeweils im Jahr 2000 get&auml;tigt wurden, unterlagen den folgenden Ertragsteuer-Gesamtbelastungen (jeweils unter Au&szlig;erachtlassung der Gewerbesteuer, des Solidarit&auml;tszuschlags und der Kirchensteuer):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Bis zum Veranlagungszeitraum 2000 &#8211;vor Schaffung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens&#8211; unterlagen die von einer Kapitalgesellschaft erzielten Gewinne k&ouml;rperschaftsteuerrechtlich der Tarifbelastung von zuletzt 40&nbsp;%. Soweit Betr&auml;ge an den Anteilseigner ausgesch&uuml;ttet wurden, richtete sich deren Gesamtsteuerbelastung aufgrund der Vollanrechnung der K&ouml;rperschaftsteuer-Vorbelastung jedoch ausschlie&szlig;lich nach dem individuellen Einkommensteuersatz des Anteilseigners. Bei Anwendung des Spitzensteuersatzes ergab sich im Jahr 2000 insoweit eine Gesamtbelastung von 51&nbsp;%, in den Jahren 1990 bis 1999 sogar von 53&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Eine Stiftung unterlag im Jahr 2000 ebenfalls der k&ouml;rperschaftsteuerlichen Tarifbelastung von 40&nbsp;%. Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften wirkte dieser Steuersatz bei Stiftungen jedoch als Definitivbelastung, weil diese &#8211;wie aus &sect;&sect;&nbsp;27, 43 KStG 1999 folgt&#8211; nicht in das Anrechnungsverfahren einbezogen waren. Dieser Definitivbelastung stand allerdings die durch &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG a.F. bewirkte vollst&auml;ndige Einkommensteuerfreistellung der Destinat&auml;rsleistungen gegen&uuml;ber. Im Ergebnis war die K&ouml;rperschaftsteuer-Definitivbelastung von 40&nbsp;% daher mit der unter Einbeziehung beider Ebenen zu ermittelnden Steuergesamtbelastung identisch. F&uuml;r das Jahr 2000 bedeutete dies einen Besteuerungsvorteil der Stiftungen und ihrer Destinat&auml;re von 11&nbsp;Prozentpunkten, f&uuml;r das Jahr 1999 sogar von 13&nbsp;Prozentpunkten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r Betr&auml;ge, die im Jahr 2001 an Anteilseigner ausgesch&uuml;ttet bzw. an Destinat&auml;re ausgezahlt wurden, ergaben sich die folgenden Ertragsteuer-Gesamtbelastungen (jeweils in Abh&auml;ngigkeit davon, ob es sich um eine Vorabaussch&uuml;ttung des im Jahr 2001 erwirtschafteten Gewinns oder aber um eine Aussch&uuml;ttung von Altgewinnen handelte):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Im Jahr 2001 unterlag eine Kapitalgesellschaft nur noch dem abgesenkten K&ouml;rperschaftsteuersatz von 25&nbsp;%. Wurde laufender Gewinn des Jahres 2001 im Wege der Vorabaussch&uuml;ttung an die Anteilseigner ausgekehrt, wirkte dieser Steuersatz als Definitivbelastung, da die Vorschriften &uuml;ber das Anrechnungsverfahren auf Vorabaussch&uuml;ttungen bereits im Veranlagungszeitraum 2001 nicht mehr anwendbar waren (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;10a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG i.d.F. des StSenkG). Wenn die verbleibenden 75&nbsp;% des erzielten Gewinns noch im Jahr 2001 ausgesch&uuml;ttet wurden, blieb beim Anteilseigner die H&auml;lfte dieses Betrags (37,5&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG steuerfrei (auf Vorabaussch&uuml;ttungen war die h&auml;lftige Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;1 EStG bereits f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2001 anwendbar). Die andere H&auml;lfte (37,5&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns) wurde mit dem Einkommensteuer-Spitzensatz (48,5&nbsp;%) besteuert, so dass sich eine Einkommensteuer von 18,19&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns und damit eine Ertragsteuer-Gesamtbelastung von 43,19&nbsp;% (25&nbsp;% K&ouml;rperschaftsteuer + 18,19&nbsp;% Einkommensteuer) ergab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Sch&uuml;ttete eine Kapitalgesellschaft im Jahr 2001 hingegen Gewinne offen aus, die sie bereits in den Vorjahren erzielt hatte, waren auf beiden Ebenen nochmals die Vorschriften &uuml;ber das Anrechnungsverfahren anzuwenden (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;10a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG i.d.F. des StSenkG, &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;50b EStG i.d.F. des StSenkG). Diese Aussch&uuml;ttung war daher im Ergebnis allein mit dem Einkommensteuer-Spitzensatz von seinerzeit 48,5&nbsp;% belastet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Eine Stiftung unterlag mit ihren im Jahr 2001 erzielten Gewinnen ebenfalls dem abgesenkten Definitiv-K&ouml;rperschaftsteuersatz von 25&nbsp;%. Bei einer sofortigen Weiterleitung an die Destinat&auml;re wurde die bis zum Jahr 2000 geltende Einkommensteuerfreiheit mit Wirkung ab 2001 durch die h&auml;lftige Einkommensteuerpflicht nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;i EStG abgel&ouml;st (ausf&uuml;hrlich siehe oben 1.). Im Ergebnis belief sich die Ertragsteuer-Gesamtbelastung der noch im selben Jahr ausgesch&uuml;tteten Stiftungsertr&auml;ge &#8211;nicht anders als bei Kapitalgesellschaften und ihren Anteilseignern&#8211; daher im Jahr 2001 auf 43,19&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns der Stiftung. Eine solche Fallgestaltung lag offenbar dem Senatsurteil in BFHE 231, 46, BStBl II 2014, 320 zugrunde, wie einer Bemerkung unter II.3.b der Gr&uuml;nde zu entnehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Zahlte eine Stiftung w&auml;hrend des Veranlagungszeitraums 2001 hingegen Gewinne aus, die sie bereits in den Vorjahren erzielt hatte, hatten diese Gewinne bei der Stiftung noch der Definitivbelastung von 40&nbsp;% unterlegen. Bei den Destinat&auml;ren fiel zus&auml;tzlich Einkommensteuer auf die H&auml;lfte der erhaltenen Bez&uuml;ge an. Die nach Zahlung der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r eine Weiterleitung an die Destinat&auml;re zur Verf&uuml;gung stehenden 60&nbsp;% des von der Stiftung erzielten Gewinns unterlagen daher im Jahr 2001 einer Einkommensteuer von 14,55&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns (Anwendung des Spitzensteuersatzes von 48,5&nbsp;% auf 50&nbsp;% des zugeflossenen Betrags, der sich wiederum auf 60&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns der Stiftung belief). Die Gesamtsteuerbelastung betrug damit in diesem &Uuml;bergangsjahr 54,55&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist die von den Kl&auml;gern f&uuml;r den Streitfall aufgezeigte Situation, die zu einem Belastungsnachteil von 6,05&nbsp;Prozentpunkten im Vergleich zu Anteilseignern einer Kapitalgesellschaft f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ab dem Veranlagungszeitraum 2002 ergaben sich &#8211;bis zu der mit Wirkung ab 2004 vorgenommenen weiteren Absenkung der Steuers&auml;tze&#8211; die nachstehend dargestellten Rechtsfolgen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Sch&uuml;ttete eine Kapitalgesellschaft Gewinne aus, die sie in den Jahren ab 2001 erzielt hatte, waren diese mit 25&nbsp;% definitiver K&ouml;rperschaftsteuer vorbelastet. Zusammen mit der Einkommensteuer nach Ma&szlig;gabe der Anwendung des Spitzensteuersatzes auf die H&auml;lfte des ausgesch&uuml;tteten Betrags belief sich die Gesamtbelastung auf 43,19&nbsp;% des von der Kapitalgesellschaft erzielten Gewinns (siehe oben cc (1)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Identische Rechtsfolgen galten, wenn Stiftungen Gewinne, die sie in den Jahren ab 2001 erzielt hatten, ab dem Jahr 2002 an ihre Destinat&auml;re weiterleiteten (siehe oben cc (3)). In diesen F&auml;llen werden Stiftungen und ihre Destinat&auml;re daher mit Kapitalgesellschaften und ihren Anteilseignern gleichbehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Sch&uuml;ttete eine Kapitalgesellschaft hingegen ab dem Jahr 2002 Gewinne aus, die sie bereits in Jahren vor 2001 erzielt hatte, hatten diese Gewinne bei der Kapitalgesellschaft noch den seinerzeit geltenden K&ouml;rperschaftsteuers&auml;tzen von zuletzt 40&nbsp;% unterlegen. Die Aussch&uuml;ttung f&uuml;hrte allerdings &#8211;bis zu der mit Wirkung ab dem 12.&nbsp;April 2003 vorgenommenen &Auml;nderung des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 KStG&#8211; zu einer Minderung der K&ouml;rperschaftsteuer im Umfang von 1\/6 der Gewinnaussch&uuml;ttung; dies bedeutete im wirtschaftlichen Ergebnis eine Absenkung der urspr&uuml;nglichen K&ouml;rperschaftsteuerbelastung auf noch 30&nbsp;%. Beim Anteilseigner unterlagen die ausgesch&uuml;tteten Gewinne der Einkommensteuer nach Ma&szlig;gabe des Halbeink&uuml;nfteverfahrens, so dass sich eine zus&auml;tzliche Einkommensteuer von 14,55&nbsp;% ergab (Anwendung des Spitzensteuersatzes von 48,5&nbsp;% auf 50&nbsp;% der Aussch&uuml;ttung, die sich wiederum auf 60&nbsp;% des urspr&uuml;nglichen Gewinns der Kapitalgesellschaft belief). Die Gesamtbelastung betrug damit 44,55&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Zahlte eine Stiftung ab dem Jahr 2002 Betr&auml;ge an ihre Destinat&auml;re aus, die sie bereits in den Jahren vor 2001 als Gewinn erzielt hatte, ergaben sich &#8211;mangels Anwendung des Anrechnungsverfahrens auf Stiftungen und daher mangels Existenz eines K&ouml;rperschaftsteuerguthabens bei Stiftungen&#8211; dieselben Rechtsfolgen wie bei einer Auskehrung von Altgewinnen bereits im Jahr 2001 (siehe oben cc (4)). Die Gesamtbelastung belief sich damit auf 54,55&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach zeigt sich f&uuml;r die im Streitfall gegebene Konstellation des Jahres 2001 &#8211;in dem sich der &Uuml;bergang vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren im Wesentlichen vollzog&#8211; zwar ein deutlicher Anstieg der Gesamtsteuerbelastung von Stiftungen und ihren Destinat&auml;ren im Vergleich zu den Vorjahren und zugleich erstmals auch eine h&ouml;here Belastung als in der Vergleichsgruppe der Kapitalgesellschaften und ihrer Anteilseigner. Der Senat ist jedoch &#8211;unbeschadet seiner W&uuml;rdigung, dass die von den Kl&auml;gern gebildeten Vergleichsgruppen bei Anlegung verfassungsrechtlicher Ma&szlig;st&auml;be ohnehin nicht vergleichbar sind&#8211; der Auffassung, dass diese Problematik noch nicht als Verletzung des Gleichheitssatzes anzusehen ist, zumal sie sich nur im &Uuml;bergangszeitraum w&auml;hrend eines grundlegenden und komplexen Systemwechsels stellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Immerhin zeigen die vorstehenden Steuerbelastungsvergleiche deutlich, dass das von den Kl&auml;gern nunmehr postulierte Ziel einer &quot;gleichen Gesamtsteuerbelastung&quot; auch in allen Jahren vor 2001 &#8211;seinerzeit allerdings mit erheblichen Auswirkungen <em>zugunsten<\/em> der Kl&auml;ger&#8211; deutlich verfehlt worden ist, was das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) indes niemals beanstandet hat. Selbst wenn die Besteuerung beider Ebenen zusammenfassend zu w&uuml;rdigen sein sollte, w&auml;re die &uuml;bergangsweise bestehende Gesetzeslage verfassungsrechtlich jedenfalls noch zul&auml;ssig (siehe unten cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Kern r&uuml;gen die Kl&auml;ger letztlich, die bestehenden k&ouml;rperschaftsteuerlichen Differenzierungen in Bezug auf die vor 2001 erzielten Gewinne seien verfassungswidrig. Eine solche R&uuml;ge kann im vorliegenden Verfahren, das allein die Einkommensteuer betrifft, indes nicht erhoben werden, weil die K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzungen der Stiftungen nicht streitbefangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat ist ferner der Auffassung, dass die von den Kl&auml;gern begehrte Rechtsfolge einer vollst&auml;ndigen Einkommensteuerbefreiung ihrer Bez&uuml;ge im Streitjahr 2001 unter keinen Umst&auml;nden verfassungsrechtlich abgeleitet werden kann. Selbst wenn die Kl&auml;ger tats&auml;chlich einen verfassungsrechtlichen Anspruch darauf h&auml;tten, die Ertragsteuer-Gesamtbelastung der von ihnen vereinnahmten Stiftungsbez&uuml;ge an die Ertragsteuer-Gesamtbelastung der Aussch&uuml;ttungen von Kapitalgesellschaften anzugleichen, k&ouml;nnte dies im Streitfall nur dazu f&uuml;hren, dass die Gesamtbelastung der von den Stiftungen ausgekehrten Gewinne auf die Gesamtbelastung der von Kapitalgesellschaften im Jahr 2001 ausgesch&uuml;tteten, aber bereits in Vorjahren erzielten Gewinne zu erm&auml;&szlig;igen w&auml;re. Diese Steuerbelastung hat sich im Jahr 2001 aber auf 48,5&nbsp;% belaufen (vgl. oben b&nbsp;cc&nbsp;(2)); sie lag damit weit oberhalb der von den Kl&auml;gern f&uuml;r ihren Fall aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden begehrten Gesamtbelastung von 40&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es war verfassungsrechtlich zul&auml;ssig, die H&auml;lfte der von den Kl&auml;gern vereinnahmten Bez&uuml;ge im Streitjahr 2001 der Einkommensteuer zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach der Rechtsprechung des BVerfG (Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1,&nbsp;2\/07, 1,&nbsp;2\/08, BVerfGE 122, 210, unter C.II.5.) umfasst die dem Steuergesetzgeber von Verfassungs wegen zustehende Gestaltungsfreiheit bei einem grundlegenden Systemwechsel auch die Befugnis, neue Regeln einzuf&uuml;hren, ohne durch den Grundsatz der Folgerichtigkeit an fr&uuml;here Grundentscheidungen gebunden zu sein. Der erkennende Senat hat in diesem Zusammenhang schon zur Neukonzeptionierung der Rentenbesteuerung durch das Alterseink&uuml;nftegesetz ausgef&uuml;hrt, bei einer derart umfassenden und komplexen Neuregelung eines Teilrechtsgebiets liege es im Wesen einer &Uuml;bergangsregelung, einen vorgefundenen Rechtszustand gleitend in die neue gesetzgeberische Konzeption zu &uuml;berf&uuml;hren (Urteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b&nbsp;cc; Verfassungsbeschwerde gem&auml;&szlig; BVerfG-Beschluss vom 9.&nbsp;Juli 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;201\/09, nicht zur Entscheidung angenommen). Um einen vergleichbaren grundlegenden und komplexen Systemwechsel handelte es sich auch bei der hier in Rede stehenden Abl&ouml;sung des Anrechnungsverfahrens, das der Verzahnung und Austarierung der f&uuml;r die K&ouml;rperschaft und ihre Anteilseigner\/Destinat&auml;re geltenden Besteuerungssysteme diente, durch das Halbeink&uuml;nfteverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ziel des StSenkG war es &#8211;neben anderem&#8211; auch, die bis einschlie&szlig;lich des Veranlagungszeitraums 2000 bestehenden erheblichen Belastungsunterschiede zwischen Stiftungen\/Destinat&auml;ren einerseits und Kapitalgesellschaften\/Anteilseignern andererseits in einen Zustand der Belastungsgleichheit zu &uuml;berf&uuml;hren. Dies ist f&uuml;r Aussch&uuml;ttungen bzw. Auszahlungen ab dem Veranlagungszeitraum 2002, in dem die Steuergesamtbelastung in beiden Vergleichsgruppen 43,19&nbsp;% der von der Kapitalgesellschaft bzw. Stiftung ab 2001 erzielten Gewinne betr&auml;gt, in vollem Umfang gelungen. Wenn aber ein Zustand erheblicher Ungleichheit durch ein umfangreiches &Auml;nderungsgesetz, das eine g&auml;nzlich neue Besteuerungssystematik mit sich bringt, in einen Zustand der Gleichheit &uuml;berf&uuml;hrt wird, ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn f&uuml;r bestimmte &Uuml;bergangskonstellationen noch keine vollkommene Gleichheit geschaffen wird, zumal der Gesetzgeber in diesem &Uuml;bergangszeitraum auch noch die diversen Grundkonstellationen (z.B. offene Aussch&uuml;ttungen von in vergangenen Wirtschaftsjahren erzielten Gewinnen, Vorabaussch&uuml;ttungen von Gewinnen des laufenden Wirtschaftsjahrs, verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen) differenzierend regeln musste. Hinzu kommt, dass die Belastungsunterschiede zwischen den Vergleichsgruppen von einem sehr hohen Ausgangswert von zun&auml;chst 13&nbsp;Prozentpunkten (Veranlagungszeitraum 1999) &uuml;ber 11&nbsp;Prozentpunkte (Veranlagungszeitraum 2000) und 6,05&nbsp;Prozentpunkte (Streitjahr 2001 im Fall der Aussch&uuml;ttung von Altr&uuml;cklagen; bei Aussch&uuml;ttung laufender Stiftungsertr&auml;ge bestand bereits im Veranlagungszeitraum 2001 kein Belastungsunterschied mehr) durch die dargestellten gesetzlichen &Auml;nderungen in Richtung auf den ab 2002 eingetretenen Endzustand einer Belastungsgleichheit laufend reduziert wurden. Die Tendenz des Gesetzes war somit auch im &Uuml;bergangszeitraum eindeutig auf eine Verringerung der Belastungsunterschiede gerichtet. Der Gesetzgeber war verfassungsrechtlich nicht verpflichtet, die &#8211;urspr&uuml;nglich sehr erheblichen&#8211; Belastungsunterschiede f&uuml;r alle dargestellten, sehr unterschiedlichen Grundkonstellationen gleichzeitig und &uuml;bergangslos zu beseitigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Fall der Kl&auml;ger &#8211;nicht einkommensteuerrechtlich, sondern nur bei einer Gesamtbetrachtung der Besteuerung der Stiftung und der Destinat&auml;re&#8211; zu verzeichnende Mehrbelastung im Vergleich zu Anteilseignern von Kapitalgesellschaften stellt eine Sonderkonstellation dar, die nur &uuml;bergangsweise auftreten konnte und zudem auf F&auml;lle beschr&auml;nkt war, in der nicht die laufenden Einnahmen, sondern ausdr&uuml;cklich Altr&uuml;cklagen ausgesch&uuml;ttet wurden. H&auml;tten die Stiftungen laufende Einnahmen ausgesch&uuml;ttet, h&auml;tte sich hingegen bereits im Jahr 2001 die Steuergesamtbelastung der Stiftung und ihrer Destinat&auml;re nicht von derjenigen der Vergleichsgruppe (Kapitalgesellschaften und ihre Anteilseigner) unterschieden (siehe oben b&nbsp;cc&nbsp;(1),&nbsp;(3)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die im Veranlagungszeitraum 2001 eingetretene Steuermehrbelastung w&auml;re zudem vermeidbar gewesen, wenn die Altr&uuml;cklagen noch im Jahr 2000 an die Destinat&auml;re ausgekehrt worden w&auml;ren. Hierf&uuml;r stand auch nach der Verk&uuml;ndung des StSenkG (26.&nbsp;Oktober 2000), dem der Bundesrat bereits am 14.&nbsp;Juli 2000 seine abschlie&szlig;ende Zustimmung erteilt hatte, noch ein hinreichender Zeitraum zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der verfassungsrechtlichen Beurteilung kann es zu ber&uuml;cksichtigen sein, dass dem Steuerpflichtigen die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet war, die Erf&uuml;llung des Tatbestands durch eine alternative, zumutbare und einfache Sachverhaltsgestaltung zu vermeiden (vgl. BVerfG-Beschluss vom 26.&nbsp;Oktober 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;246\/98, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2005, 56, zur Abf&auml;rberegelung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG). Auch umgekehrt hat die Rechtsprechung Gestaltungen, die unter Ausnutzung des Wortlauts der f&uuml;r den &Uuml;bergang vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren geschaffenen Regelungen auf die Erzielung von Steuervorteilen im &Uuml;bergangszeitraum gerichtet waren, anerkannt und insbesondere nicht durch Anwendung des &sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung ihrer Grundlage entzogen (vgl. zum sog. &quot;R&uuml;cklagenmanagement&quot; BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2006 I&nbsp;R&nbsp;97\/05, BFHE 214, 276).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Die durch die h&auml;lftige Einkommensteuerpflicht der Bez&uuml;ge im Vergleich zu Gewinnaussch&uuml;ttungen eintretende Steuermehrbelastung von 6,05&nbsp;Prozentpunkten (54,55&nbsp;% .\/. 48,5&nbsp;%) ist geringer als die Belastungsdifferenz, die sich erg&auml;be, wenn dem Begehren der Kl&auml;ger zu folgen w&auml;re und die Bez&uuml;ge vollst&auml;ndig au&szlig;er Ansatz zu lassen w&auml;ren. Dann w&uuml;rde sich eine Belastungsdifferenz von 8,5&nbsp;Prozentpunkten (48,5&nbsp;% .\/. 40,0&nbsp;%) ergeben, was die verfassungsrechtliche Problematik der Ungleichbehandlung der von den Kl&auml;gern bezeichneten Vergleichsgruppen daher &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger&#8211; nicht etwa l&ouml;sen, sondern im Gegenteil deutlich versch&auml;rfen w&uuml;rde. Auch ist die sich im Streitjahr 2001 zu Lasten der Kl&auml;ger ergebende Belastungsdifferenz von 6,05&nbsp;Prozentpunkten erheblich geringer als die in den Vorjahren mit umgekehrtem Vorzeichen bestehende Differenz, von der sie nachhaltig profitiert haben (im Jahr 2000 noch 11&nbsp;Prozentpunkte, im Jahr 1999 sogar 13&nbsp;Prozentpunkte). Dem Begehren der Kl&auml;ger, im &Uuml;bergangsjahr 2001 den Anteilseignern von Kapitalgesellschaften wirtschaftlich gleichgestellt zu werden, h&auml;tte letztlich nur dann Rechnung getragen werden k&ouml;nnen, wenn &#8211;beschr&auml;nkt auf den &Uuml;bergangszeitraum&#8211; erstmals das Anrechnungsverfahren auch f&uuml;r Stiftungen eingef&uuml;hrt (und sogleich wieder abgeschafft) worden w&auml;re. Abgesehen von den nur schwer l&ouml;sbaren praktischen Problemen besteht verfassungsrechtlich jedoch kein Anspruch darauf, ein System, das der Gesetzgeber f&uuml;r Kapitalgesellschaften abzuschaffen im Begriff war, f&uuml;r Stiftungen allein mit Wirkung f&uuml;r einen &Uuml;bergangszeitraum erstmals einzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Hinzu kommt, dass die von den Kl&auml;gern begehrte Modifizierung bzw. verfassungskonforme Auslegung der &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;38 EStG nicht auf das Streitjahr 2001 beschr&auml;nkt werden k&ouml;nnte. Vielmehr kann es auch in den Folgejahren noch zu einer erh&ouml;hten Gesamtsteuerbelastung kommen, wenn Stiftungen die an Destinat&auml;re ausgekehrten Betr&auml;ge, etwa aufgrund nicht ausreichender laufender Gewinne, den bereits zum 31.&nbsp;Dezember 2000 bestehenden Altr&uuml;cklagen entnehmen und die Bez&uuml;ge bei den Destinat&auml;ren nach dem Halbeink&uuml;nfteverfahren einkommensteuerpflichtig sind. Eine solche, notwendigerweise auch &uuml;ber das Jahr 2001 hinausreichende &Uuml;bergangsregelung w&uuml;rde aber dem erkennbaren Grundprinzip des Gesetzgebers widerstreiten, den &Uuml;bergangszeitraum f&uuml;r den Wechsel vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren auf ein einziges Jahr &#8211;n&auml;mlich das Streitjahr 2001&#8211; zu beschr&auml;nken und ab dem Veranlagungszeitraum 2002 auf der Ebene des EStG keine &Uuml;bergangsvorschriften mehr vorzusehen. Gerade unter dem verfassungsrechtlichen Gesichtspunkt der Folgerichtigkeit w&auml;re die von den Kl&auml;gern geforderte &Uuml;bergangsregelung, die nur eine dauerhafte sein k&ouml;nnte, daher ein Fremdk&ouml;rper innerhalb der vom Gesetzgeber zul&auml;ssigerweise gew&auml;hlten Systematik.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.1.2015, X R 31\/13 Einkommensbesteuerung von Destinat&auml;rsleistungen von Stiftungen im &Uuml;bergangszeitraum vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers bei einem grundlegenden Systemwechsel &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG i.d.F. des StSenkG vom 23.10.2000 Leits&auml;tze 1. Im Veranlagungszeitraum 2001 sind Leistungen einer nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreiten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-13-einkommensbesteuerung-von-destinataersleistungen-von-stiftungen-im-uebergangszeitraum-vom-anrechnungs-zum-halbeinkuenfteverfahren-gestaltungsfreiheit-des-gesetzgebers-bei-einem-grundlegenden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;31\/13 &#8211; Einkommensbesteuerung von Destinat&auml;rsleistungen von Stiftungen im &Uuml;bergangszeitraum vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren &#8211; Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers bei einem grundlegenden Systemwechsel &#8211; Zeitlicher Anwendungsbereich von &sect; 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG i.d.F. des StSenkG vom 23.10.2000<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64302","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64302","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64302"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64302\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}