{"id":64318,"date":"2015-04-01T11:09:39","date_gmt":"2015-04-01T09:09:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64318"},"modified":"2015-04-01T11:09:39","modified_gmt":"2015-04-01T09:09:39","slug":"vi-b-80-14-doppelte-haushaltsfuehrung-bei-beiderseits-berufstaetigen-ehegatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-80-14-doppelte-haushaltsfuehrung-bei-beiderseits-berufstaetigen-ehegatten\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;80\/14 &#8211; Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung bei beiderseits berufst&auml;tigen Ehegatten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.2.2015, VI B 80\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung bei beiderseits berufst&auml;tigen Ehegatten<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 6. Juni 2014&nbsp;&nbsp;4 K 3546\/11 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Beschwerde hat &#8211;bei Zweifeln an der Zul&auml;ssigkeit&#8211; jedenfalls in der Sache keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) halten eine Revisionszulassung f&uuml;r erforderlich, weil das Finanzgericht (FG) das Vorhandensein einer Ehe im Rahmen der Beurteilung, ob eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung angenommen werden k&ouml;nne, als nachteilig angesehen habe. Soweit die Kl&auml;ger geltend machen wollen, es sei im Allgemeininteresse zu kl&auml;ren, ob eine solche nachteilige Ber&uuml;cksichtigung der Ehe rechtlich zul&auml;ssig ist, kommt eine Revisionszulassung nicht in Betracht. Bei der Beurteilung, ob eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes vorliegt, ist nicht zwischen Ehegatten und anderen Personen zu unterscheiden. Vielmehr ist anhand einer Gesamtw&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls festzustellen, ob die au&szlig;erhalb des Besch&auml;ftigungsortes belegene Wohnung des Arbeitnehmers als Mittelpunkt seiner Lebensinteressen anzusehen ist und deshalb seinen Hausstand darstellt. Das gilt auch dann, wenn beiderseits berufst&auml;tige Ehegatten\/Lebenspartner\/Lebensgef&auml;hrten w&auml;hrend der Woche (und damit den weitaus &uuml;berwiegenden Teil des Jahres) am Besch&auml;ftigungsort zusammenleben. Denn dieser Umstand allein rechtfertigt es nicht, dort den Lebensmittelpunkt des Steuerpflichtigen und seiner (Haupt)Bezugsperson zu verorten. In der Regel verlagert sich indes der Mittelpunkt der Lebensinteressen eines Arbeitnehmers an den Besch&auml;ftigungsort, wenn er dort mit seinem Ehegatten\/Lebenspartner\/Lebensgef&auml;hrten in eine familiengerechte Wohnung einzieht, auch wenn die fr&uuml;here Wohnung beibehalten und zeitweise noch genutzt wird (Senatsurteil vom 8.&nbsp;Oktober 2014 VI&nbsp;R&nbsp;16\/14, BFHE, DStR 2015, 214).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist von diesen Grunds&auml;tzen ausgegangen und hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise eine Einzelfallw&uuml;rdigung vorgenommen. Indem sich die Kl&auml;ger hiergegen wenden, machen sie im Grunde eine unrichtige Rechtsanwendung im Einzelfall geltend. Hiermit k&ouml;nnen sie indes im Beschwerdeverfahren nur unter den weiteren &#8211;hier nicht vorliegenden&#8211; Voraussetzungen des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geh&ouml;rt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.2.2015, VI B 80\/14 Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung bei beiderseits berufst&auml;tigen Ehegatten Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 6. Juni 2014&nbsp;&nbsp;4 K 3546\/11 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Gr&uuml;nde 1&nbsp; 1. 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