{"id":64321,"date":"2015-04-01T11:09:32","date_gmt":"2015-04-01T09:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64321"},"modified":"2015-04-01T11:09:32","modified_gmt":"2015-04-01T09:09:32","slug":"x-b-117-14-aufhebung-von-ddr-steuerbescheiden-voraussetzungen-und-beweisgrundsaetze-nichtigkeit-solcher-bescheide-binnendivergenz-is-von-par-115-abs-2-nr-2-alt-2-fgo-auch-bei-abweichung-vom-urteil-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-117-14-aufhebung-von-ddr-steuerbescheiden-voraussetzungen-und-beweisgrundsaetze-nichtigkeit-solcher-bescheide-binnendivergenz-is-von-par-115-abs-2-nr-2-alt-2-fgo-auch-bei-abweichung-vom-urteil-ein\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;117\/14 &#8211; Aufhebung von DDR-Steuerbescheiden &#8211; Voraussetzungen und Beweisgrunds&auml;tze &#8211; Nichtigkeit solcher Bescheide &#8211; Binnendivergenz i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO auch bei Abweichung vom Urteil eines aufgel&ouml;sten FG &#8211; Kein Verfahrensmangel wegen Abwesenheit des Berichterstatters bei informellem Vorgespr&auml;ch"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.2.2015, X B 117\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufhebung von DDR-Steuerbescheiden &#8211; Voraussetzungen und Beweisgrunds&auml;tze &#8211; Nichtigkeit solcher Bescheide &#8211; Binnendivergenz i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO auch bei Abweichung vom Urteil eines aufgel&ouml;sten FG &#8211; Kein Verfahrensmangel wegen Abwesenheit des Berichterstatters bei informellem Vorgespr&auml;ch<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 8. Juli 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2158\/08 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Erben des w&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens im Alter von 79&nbsp;Jahren verstorbenen ehemaligen Kl&auml;gers X. Die Kl&auml;ger haben das Verfahren als Gesamtrechtsnachfolger des X aufgenommen und setzen es gemeinschaftlich fort (&sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;239 Abs.&nbsp;1, 250 der Zivilprozessordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>X war in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bis 1976 als &#8230; t&auml;tig. Daneben bet&auml;tigte er sich als Sammler von Kunstgegenst&auml;nden, wobei er u.a. in diesem Zusammenhang als inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums f&uuml;r Staatssicherheit der DDR zur Beobachtung des privaten Kunsthandels eingesetzt wurde. Aufgrund seiner Aktivit&auml;ten als Kunstsammler bzw. &#8211;nach damals von den DDR-Beh&ouml;rden vertretener Auffassung&#8211; Kunsth&auml;ndler wurden gegen X seit 1975 Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gef&uuml;hrt. Diese m&uuml;ndeten in seine Verhaftung und die Beschlagnahme der bei ihm aufgefundenen Kunstgegenst&auml;nde. Ende 1976 wurde X letztinstanzlich wegen &quot;Steuerverk&uuml;rzung&quot;, Urkundenf&auml;lschung sowie weiteren Zoll- und Devisendelikten zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und einer Geldstrafe von 100.000&nbsp;Mark der DDR (M) verurteilt. Au&szlig;erdem verpflichtete ihn das Gericht aufgrund zoll- und devisenrechtlicher Vorschriften zur Zahlung eines Gegenwerts von 317.860,50&nbsp;M. Aufgrund einer Amnestie wurde X vorzeitig aus der Strafhaft entlassen. In steuerlicher Hinsicht hatte der Magistrat von Berlin bereits zuvor die Besteuerungsgrundlagen gesch&auml;tzt und mit zusammengefasstem Bescheid vom 11.&nbsp;Juni 1976 f&uuml;r die Jahre 1969 bis 1975 sowie mit gesondertem Bescheid f&uuml;r das Jahr 1976 hinterzogene Steuern (Einkommen-, Umsatz-, Gewerbe- und Verm&ouml;gensteuer) in H&ouml;he von 1.626.647&nbsp;M bzw. 80.298&nbsp;M festgesetzt, die im Nachgang noch reduziert wurden. Zudem wurde mit weiterem Bescheid vom 10.&nbsp;September 1980 f&uuml;r die Jahre 1978\/79 Verm&ouml;gensteuer in H&ouml;he von 2.400&nbsp;M gegen X festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem X nach der Haftentlassung seine Aktivit&auml;ten als Sammler bzw. An- und Verk&auml;ufer von Kunstgegenst&auml;nden und Antiquit&auml;ten mit den ihm verbliebenen bzw. vor der Beschlagnahme ausgelagerten St&uuml;cken fortgesetzt hatte, kam es zu einem weiteren gegen ihn gef&uuml;hrten Steuerstrafverfahren, das abermals zu seiner Verhaftung, zur Beschlagnahme aufgefundener Wertgegenst&auml;nde und zu einer zweiten Verurteilung f&uuml;hrte (mehrj&auml;hrige Freiheitsstrafe sowie Geldstrafe). In der Folgezeit wurde X aus der Strafhaft unmittelbar in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) entlassen. Zuvor hatte der Magistrat von Berlin unter Zugrundelegung eines Hinterziehungssachverhalts mit gesonderten (Sch&auml;tz-)Bescheiden vom 29.&nbsp;November (richtig: Oktober) 1981 die Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer des B f&uuml;r die Jahre 1980 und 1981 auf 585.669&nbsp;M bzw. 181.071&nbsp;M festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die bei X beschlagnahmten Gegenst&auml;nde wurden im Anschluss an das erste Strafverfahren teilweise zur&uuml;ckgegeben. Im &Uuml;brigen wurden sie zur Tilgung der staatlicherseits erhobenen Forderungen durch die DDR-Beh&ouml;rden verwertet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung erreichte X die Aufhebung der gegen ihn ergangenen Strafurteile in von ihm angestrengten Rehabilitierungsverfahren. Mit Schreiben vom 31.&nbsp;Dezember 2003 wandte er sich dar&uuml;ber hinaus gegen die vorgenannten Steuerbescheide des Magistrats von Berlin und beantragte, diese aufzuheben bzw. f&uuml;r nichtig zu erkl&auml;ren; zudem legte er vorsorglich Einspruch gegen die Bescheide ein. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wies die Antr&auml;ge nach Auswertung der X betreffenden, vom Landgericht Berlin &#8211;Rehabilitierungskammer&#8211; und vom Bundesbeauftragten f&uuml;r die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) beigezogenen Akten als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Eine Aufhebung der angegriffenen Bescheide komme nicht in Betracht, da diese nach den von der Rechtsprechung insbesondere im Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 25.&nbsp;Januar 1995 X&nbsp;R&nbsp;146\/93 (BFHE 177, 317, BStBl II 1995, 686) gemachten Vorgaben nicht &quot;mit rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen unvereinbar&quot; i.S. von Art.&nbsp;19 Satz&nbsp;2 des Einigungsvertrages &#8211;EinigVtr&#8211; (BGBl II 1990, 889) seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hat keinen Erfolg. Sie ist unzul&auml;ssig, weil die Kl&auml;ger die Voraussetzungen eines der in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO genannten Revisionszulassungsgr&uuml;nde nicht ausreichend dargelegt haben (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Hinsichtlich der von ihnen geltend gemachten grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) leidet die Beschwerdebegr&uuml;ndung bereits daran, dass die Kl&auml;ger &#8211;anders als vom BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung gefordert&#8211; keine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausgestellt haben (s. dazu z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;August 2014 X&nbsp;B&nbsp;159\/13, BFH\/NV 2014, 1743, unter 1., m.w.N., sowie speziell im vorliegenden Kontext BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1996 III&nbsp;B&nbsp;145\/95, BFH\/NV 1996, 822). Au&szlig;erdem setzen sie sich nicht n&auml;her mit der auf dem Grundsatzurteil des Senats in BFHE 177, 317, BStBl II 1995, 686 fu&szlig;enden Judikatur auseinander, aufgrund deren die &#8211;vom FG zutreffend erkannten&#8211; rechtlichen Parameter zur Beurteilung der Unvereinbarkeit von DDR-Steuerbescheiden mit rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen i.S. von Art.&nbsp;19 Satz&nbsp;2 EinigVtr bereits gekl&auml;rt und deshalb nicht mehr von grunds&auml;tzlicher Bedeutung sind (vgl. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;November 1995 IV&nbsp;B&nbsp;28\/95, BFH\/NV 1996, 300; Senatsbeschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;September 2004 X&nbsp;B&nbsp;50\/04, BFH\/NV 2005, 166, und vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;96\/09, BFH\/NV 2010, 1459). Demgegen&uuml;ber ist die auf die Anwendung dieser Ma&szlig;st&auml;be im konkreten Einzelfall bezogene Kritik der Kl&auml;ger als solche nicht geeignet, die Zulassung der Revision wegen Grundsatzbedeutung der Sache zu rechtfertigen (vgl. zuletzt Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;November 2014 X&nbsp;B&nbsp;223\/13, BFH\/NV 2015, 202, unter 4., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch in Bezug auf die in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO geregelten Revisionszulassungsgr&uuml;nde wird die Beschwerdebegr&uuml;ndung den Darlegungsanforderungen nicht gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Zulassung der Revision nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO setzt voraus, dass &uuml;ber bisher ungekl&auml;rte Rechtsfragen &quot;zur Fortbildung des Rechts&quot; zu entscheiden ist. Dieser Zulassungsgrund konkretisiert den der Nr.&nbsp;1, sodass insoweit die Darlegungsanforderungen zur grunds&auml;tzlichen Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO entsprechend gelten (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 1743, unter 2., m.w.N.). Diese haben die Kl&auml;ger jedoch, wie bereits unter II.1. ausgef&uuml;hrt, nicht beachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die schl&uuml;ssige Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) bedingt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und der bzw. den behaupteten Divergenzentscheidung(en) andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Januar 2014 X&nbsp;B&nbsp;112, 113\/13, BFH\/NV 2014, 487, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Streitfall r&uuml;gen die Kl&auml;ger eine Abweichung der Entscheidung von dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2004, 1108 ver&ouml;ffentlichten Urteil des FG Berlin vom 15.&nbsp;Dezember 2003&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;8537\/99 sowie von &quot;der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs seit seiner Grundsatzentscheidung&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dabei f&uuml;hrt der Umstand, dass das FG Berlin durch Staatsvertrag &uuml;ber die Errichtung gemeinsamer Fachobergerichte der L&auml;nder Berlin und Brandenburg vom 26.&nbsp;April 2004 &#8211;Staatsvertrag&#8211; (Gesetz- und Verordnungsblatt &#8211;GVBl&#8211; f&uuml;r Berlin 2004, 381; GVBl f&uuml;r das Land Brandenburg I 2004, 283) zum 1.&nbsp;Januar 2007 aufgel&ouml;st worden ist, f&uuml;r sich gesehen noch nicht zur Unzul&auml;ssigkeit der Divergenzr&uuml;ge. Denn die vormaligen FG Berlin und Brandenburg wurden aufgrund Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Staatsvertrag zum gemeinsamen FG Berlin-Brandenburg vereinigt, bei dem es sich mithin institutionell um den Rechtsnachfolger der FG beider Landesgerichtsbarkeiten handelt (vgl. auch Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 14.&nbsp;Juli 2006&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR 1058\/05, BFH\/NV 2006, Beilage&nbsp;4, 493, unter III.2.b&nbsp;aa). Der Sache nach entspricht die hier vorliegende Fusion zweier FG damit der Konstellation, dass das angefochtene Urteil von einem Spruchk&ouml;rper desselben FG abweicht. F&uuml;r diesen Fall ist aber bereits h&ouml;chstrichterlich entschieden, dass zur Wahrung der Rechtseinheit auch derartige Binnendivergenzen dem Revisionszulassungsgrund des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO unterfallen (vgl. zuletzt Senatsbeschluss vom 3.&nbsp;Dezember 2014 X&nbsp;B&nbsp;91\/14, unter 2., www.bundesfinanzhof.de\/entscheidungen, Datum der Ver&ouml;ffentlichung: 28.&nbsp;Januar 2015; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;174; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;67, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Allerdings mangelt es der Beschwerdebegr&uuml;ndung an der bei der Geltendmachung des Zulassungsgrundes nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO gebotenen Gegen&uuml;berstellung einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze. Dies betrifft bereits das angefochtene FG-Urteil, aus dem die Kl&auml;ger keinen solchen Rechtssatz ableiten, sondern vielmehr allein die konkrete tatrichterliche Beweisw&uuml;rdigung und &Uuml;berzeugungsbildung in Frage stellen. Die in Bezug auf die Entscheidungen des FG Berlin in EFG 2004, 1108 und &#8211;nachgehend&#8211; des BFH in BFH\/NV 2005, 166 erhobene R&uuml;ge, das FG sei willk&uuml;rlich von der &quot;einhelligen finanzgerichtlichen Rechtsprechung&quot; abgewichen, wonach in F&auml;llen der vorliegenden Art (&quot;DDR-Raubkunst&quot;) generell &quot;die Aufhebungsreife vermutet bzw. als indiziert betrachtet&quot; werde, ist zu unpr&auml;zise. Zwar hat der Senat in BFHE 177, 317, BStBl II 1995, 686 (unter 4.a) ausgesprochen, dass jedenfalls solche Verwaltungsakte &quot;mit rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen unvereinbar&quot; i.S. von Art.&nbsp;19 Satz&nbsp;2 EinigVtr sind, die einen Bezug zu einer allt&auml;glichen sozialistischen &quot;Gesetzlichkeit&quot; nicht mehr erkennen lassen, weil sie in verfahrens- wie materiell-rechtlicher Hinsicht das Willk&uuml;rverbot verletzen und\/oder gegen das Gebot der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit versto&szlig;en. Solches ist vor allem dann anzunehmen, wenn ein Steuerbescheid an schwerwiegenden Rechtsfehlern leidet und konkrete Umst&auml;nde des Einzelfalls die Annahme einer politisch-sachwidrigen Motivation der DDR-Beh&ouml;rden, mithin einen Missbrauch des Steuerrechts zu sachwidrigen Zwecken, nahelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gerade davon hat sich das FG hier aber nach umfassender W&uuml;rdigung s&auml;mtlicher den Streitfall ausmachender Umst&auml;nde auf tats&auml;chlicher Ebene nicht &uuml;berzeugen k&ouml;nnen. Dabei hat es sich insbesondere auch mit dem kl&auml;gerischen Sachvortrag im Einzelnen auseinandergesetzt und diesen &#8211;anders als in dem der Entscheidung des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg vom 24.&nbsp;Januar 2014&nbsp;&nbsp;2\/13 (unter B.I.2.b, nicht ver&ouml;ffentlicht) zugrunde liegenden Fall, auf den die Kl&auml;ger Bezug nehmen&#8211; nicht allein unter Hinweis auf die von der BStU &uuml;bermittelten Unterlagen zur&uuml;ckgewiesen. Die tatrichterliche &Uuml;berzeugung von einer missbr&auml;uchlichen Steuerrechtshandhabung im vorgenannten Sinne w&auml;re nach der Senatsrechtsprechung aber erforderlich gewesen, um &#8211;in einem zweiten Schritt&#8211; zugunsten der Kl&auml;ger zu einer (widerleglichen) Vermutung dahingehend zu gelangen, dass f&uuml;r die Besteuerung des X eine vor allem politisch motivierte Willk&uuml;r tats&auml;chlich urs&auml;chlich war bzw. die Steuerfestsetzung der &quot;Verfolgung eines Andersdenkenden&quot; diente (vgl. Senatsurteil in BFHE 177, 317, BStBl II 1995, 686, unter 4.a und 5.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist keine gleichwie geartete Rechtsprechungsdivergenz des FG erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Dasselbe gilt f&uuml;r die in der Entscheidung des FG Berlin in EFG 2004, 1108 parallel zu Art.&nbsp;19 Satz&nbsp;2 EinigVtr angenommene Nichtigkeit des dort zu beurteilenden DDR-Steuerbescheids nach &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 der (bundesdeutschen) Abgabenordnung (AO). Denn ungeachtet dessen, dass das vom FG Berlin unter den Pr&auml;missen jenes Falls bejahte Eingreifen des selbst&auml;ndigen Aufhebungsgrundes in Art.&nbsp;19 Satz&nbsp;2 EinigVtr voraussetzt, dass die betroffene Verwaltungsentscheidung wirksam &#8211;also nicht nichtig&#8211; ist (vgl. Senatsurteil in BFHE 177, 317, BStBl II 1995, 686, unter 2.; BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2005 VII&nbsp;B&nbsp;272\/04, BFH\/NV 2005, 1507, unter II.2.), und die Anwendung des &sect;&nbsp;125 AO auf DDR-Steuerbescheide mit Blick auf Art.&nbsp;97a &sect;&nbsp;2 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zur Abgabenordnung ohnedies ausgeschlossen erscheint, konnte sich das FG hier nicht davon &uuml;berzeugen, dass die X betreffenden Sch&auml;tzbescheide evident willk&uuml;rlich erlassen wurden (vgl. dazu Senatsurteil vom 15.&nbsp;Juli 2014 X&nbsp;R&nbsp;42\/12, BFH\/NV 2015, 145, unter II.2.b&nbsp;bb, m.w.N.). Darauf kann eine Divergenzr&uuml;ge nicht gest&uuml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Mit ihrem Hinweis auf den Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 3.&nbsp;August 1995&nbsp;&nbsp;5&nbsp;StR&nbsp;63\/95 (NStZ-Rechtsprechungs-Report Strafrecht 1996, 19) zu den Anforderungen an die Tatsachenfeststellungen in Strafurteilen wegen Steuerhinterziehung machen die Kl&auml;ger der Sache nach keine Rechtsprechungsdivergenz geltend. Stattdessen zielt ihr Vortrag auf eine vermeintliche Verletzung von &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4, Abs.&nbsp;3 FGO ab (s. dazu Gr&auml;ber\/von Groll, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;105 Rz&nbsp;21, m.w.N.). Mit einer solchen, dem Revisionsrecht in Strafsachen entlehnten Darstellungsr&uuml;ge k&ouml;nnen sie im Streitfall nicht geh&ouml;rt werden. Denn das finanzgerichtliche Verfahren unterliegt aufgrund der in &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 und Abs.&nbsp;5 FGO er&ouml;ffneten Verweisungsm&ouml;glichkeiten anderen Vorgaben als das von der insoweit strengeren Bestimmung des &sect;&nbsp;267 der Strafprozessordnung gepr&auml;gte Strafverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die auf die ablehnende Haltung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands in Bezug auf eine vorzeitige Haftentlassung des X in die BRD im Jahre 1977 und den Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 1459 abhebende Divergenzr&uuml;ge erschlie&szlig;t sich nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im &Uuml;brigen ist auch kein qualifizierter Rechtsanwendungsfehler des FG erkennbar, der die Zulassung der Revision nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ausnahmsweise bei &quot;greifbarer Gesetzwidrigkeit&quot; der angefochtenen Entscheidung gestatten w&uuml;rde (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 4.&nbsp;Juni 2014 X&nbsp;B&nbsp;95\/13, BFH\/NV 2014, 1355, unter 2.a, m.w.N.; s. im hiesigen Kontext auch Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 1459, unter 4.). Ein derartiger Fall liegt hier nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich sind auch die von den Kl&auml;gern beanstandeten Verfahrensm&auml;ngel nicht hinreichend substantiiert dargelegt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die eingangs ihrer Ausf&uuml;hrungen zum Vorliegen eines Revisionszulassungsgrunds nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO unter Bezugnahme auf die Senatsbeschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;Juli 2012 X&nbsp;B&nbsp;175\/11 (BFH\/NV 2013, 44) und vom 17.&nbsp;August 2011 X&nbsp;S&nbsp;10\/11 (PKH) (BFH\/NV 2012, 50) erhobene Geh&ouml;rsr&uuml;ge ist unschl&uuml;ssig. Denn ihrem knappen und bereits nach eigener Vorgabe (&quot;Unter anderem&quot;) insgesamt unvollst&auml;ndig gehaltenen Vortrag l&auml;sst sich schon nicht entnehmen, ob bzw. inwieweit der ihres Erachtens &quot;unber&uuml;cksichtigt&quot; gebliebene &quot;Katalog&quot; mit der ausweislich Seite&nbsp;13 des FG-Urteils gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO zur Entscheidungsgrundlage gemachten &quot;Auflistung vom 13.&nbsp;April 1976&quot; &uuml;bereinstimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dasselbe gilt f&uuml;r die von den Kl&auml;gern erhobene Aufkl&auml;rungsr&uuml;ge, die sich &quot;unter anderem&quot; auf den &quot;Tod des Bruders&quot; des X bezieht. Unbeschadet der &#8211;ersichtlich nicht eingehaltenen&#8211; sonstigen Darlegungsanforderungen bei der Geltendmachung einer Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO (s. dazu etwa Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Mai 2014 X&nbsp;B&nbsp;105\/13, BFH\/NV 2014, 1213, unter II.5.b, m.w.N.) geht aus dem Beschwerdevortrag insbesondere nicht hervor, inwieweit die steuerrechtliche Sachentscheidung im Streitfall davon (vom FG in seine Entscheidung miteinbezogen) abh&auml;ngt, dass der Bruder des X respektive der Vater der Kl&auml;ger im Jahre 1978 in &#8230; unter ungekl&auml;rten Umst&auml;nden ums Leben gekommen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls nicht nachvollziehbar in diesem Sinne ist die weitere, auf den BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Februar 2010 VII&nbsp;R&nbsp;41\/08 (BFHE 228, 396, BStBl II 2011, 4) zum Konkurrenzverh&auml;ltnis zwischen &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO und &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;7 des Gesetzes zur Regelung offener Verm&ouml;gensfragen gest&uuml;tzte Aufkl&auml;rungsr&uuml;ge. Die in dem dortigen Verfahren entscheidungsrelevante Frage nach der Rechtsgrundlage f&uuml;r die Erstattung von in der DDR gezahlten Steuern stellt sich erst im Nachgang zu einer &#8211;vom FA im Streitfall abgelehnten&#8211; Aufhebungsentscheidung nach Art.&nbsp;19 Satz&nbsp;2 EinigVtr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch die von den Kl&auml;gern erhobene Besetzungsr&uuml;ge (&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO) ist unschl&uuml;ssig (zusammenfassend Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;8, m.w.N.). Denn dem sich aus &sect;&nbsp;16 FGO ergebenden Recht der ehrenamtlichen Richter auf umfassende Information &uuml;ber die zu entscheidende Streitsache ist in der Regel durch den Sachvortrag des Berichterstatters in der m&uuml;ndlichen Verhandlung, verbunden mit Erg&auml;nzungen in einem Gespr&auml;ch vor der Sitzung <span style=\"text-decoration:underline\">oder<\/span> w&auml;hrend der Beratung Gen&uuml;ge getan (vgl. BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Juli 2008 XI&nbsp;S&nbsp;5\/08 (PKH), BFH\/NV 2008, 1863, unter II.2.b&nbsp;cc&nbsp;(1), m.w.N.). Danach h&auml;tten die Kl&auml;ger darlegen m&uuml;ssen, inwiefern sich die &#8211;von ihnen ohne weitere eigene Ermittlungen schlicht behauptete&#8211; mangelnde &quot;effektive&quot; Vorbereitung der Sache aufgrund des versp&auml;teten Eintreffens des Berichterstatters am Tag der m&uuml;ndlichen Verhandlung auf die anschlie&szlig;ende Beratung ausgewirkt hat. Au&szlig;erdem bleibt nach ihrem Vortrag g&auml;nzlich offen, ob eine Vorbesprechung der Streitsache gegebenenfalls bereits an einem anderen Tag stattgefunden hat. Dass der Berichterstatter &quot;w&auml;hrend des informellen Vorgespr&auml;ches der Verfahrensbeteiligten mit dem Vorsitzenden bzw. diesem und den anderen Richtern&quot; noch nicht zugegen war, begr&uuml;ndet demnach bzw. mit Blick auf &sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;2 FGO ebenfalls keinen die Revisionszulassung gestattenden Verfahrensfehler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zuletzt vermag auch die R&uuml;ge einer &uuml;berlangen Verfahrensdauer der Nichtzulassungsbeschwerde nicht zum Erfolg zu verhelfen. Zwar kann in einer &uuml;berlangen Verfahrensdauer ein Verfahrensmangel i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO liegen. Voraussetzung einer entsprechenden Beanstandung ist allerdings die schl&uuml;ssige Darlegung, dass das angegriffene Urteil auf diesem Mangel beruhen kann, d.h. dass es bei einer k&uuml;rzeren Verfahrensdauer zu einer inhaltlich anderen Entscheidung des FG h&auml;tte kommen k&ouml;nnen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. zuletzt Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 1213, unter II.5.f, m.w.N.). Dazu haben die Kl&auml;ger jedoch nichts vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der aus verfassungs- und menschenrechtlichen Gr&uuml;nden erforderliche Rechtsschutz von Verfahrensbeteiligten gegen &uuml;berlange Finanzgerichtsverfahren wird im &Uuml;brigen durch die M&ouml;glichkeit zur Erhebung von Verz&ouml;gerungsr&uuml;gen und Entsch&auml;digungsklagen nach &sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;2 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;198 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) gew&auml;hrleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht zu entnehmen ist, dass die Kl&auml;ger &#8211;was grunds&auml;tzlich denkbar w&auml;re&#8211; zugleich eine Verz&ouml;gerungsklage (&sect;&nbsp;198 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 GVG) erhoben haben, braucht der Senat, bei dem es sich nach der Gesch&auml;ftsverteilung des BFH auch um das Entsch&auml;digungsgericht i.S. von &sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 GVG handelt, auf die vom FA aufgeworfene Frage nach einer etwaigen Anspruchspr&auml;klusion gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;23 des Gesetzes &uuml;ber den Rechtsschutz bei &uuml;berlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren (BGBl I 2011, 2302; s. dazu bereits Senatsurteil vom 20.&nbsp;August 2014 X&nbsp;K&nbsp;12\/12, BFH\/NV 2015, 208, unter II.) nicht n&auml;her einzugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.2.2015, X B 117\/14 Aufhebung von DDR-Steuerbescheiden &#8211; Voraussetzungen und Beweisgrunds&auml;tze &#8211; Nichtigkeit solcher Bescheide &#8211; Binnendivergenz i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO auch bei Abweichung vom Urteil eines aufgel&ouml;sten FG &#8211; Kein Verfahrensmangel wegen Abwesenheit des Berichterstatters bei informellem Vorgespr&auml;ch Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-117-14-aufhebung-von-ddr-steuerbescheiden-voraussetzungen-und-beweisgrundsaetze-nichtigkeit-solcher-bescheide-binnendivergenz-is-von-par-115-abs-2-nr-2-alt-2-fgo-auch-bei-abweichung-vom-urteil-ein\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;117\/14 &#8211; Aufhebung von DDR-Steuerbescheiden &#8211; Voraussetzungen und Beweisgrunds&auml;tze &#8211; Nichtigkeit solcher Bescheide &#8211; Binnendivergenz i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO auch bei Abweichung vom Urteil eines aufgel&ouml;sten FG &#8211; Kein Verfahrensmangel wegen Abwesenheit des Berichterstatters bei informellem Vorgespr&auml;ch<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64321"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64321\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}