{"id":64343,"date":"2015-04-01T10:59:18","date_gmt":"2015-04-01T08:59:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64343"},"modified":"2015-04-01T10:59:18","modified_gmt":"2015-04-01T08:59:18","slug":"i-r-53-13-ausgabe-von-wandelanleihen-mit-unter-dem-kapitalmarktzins-liegendem-zinssatz-und-sofortigem-wandlungsrecht-ermittlung-des-nach-par-272-abs-2-nr-2-hgb-in-die-kapitalruecklage-einzustellenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-53-13-ausgabe-von-wandelanleihen-mit-unter-dem-kapitalmarktzins-liegendem-zinssatz-und-sofortigem-wandlungsrecht-ermittlung-des-nach-par-272-abs-2-nr-2-hgb-in-die-kapitalruecklage-einzustellenden\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;53\/13 &#8211; Ausgabe von Wandelanleihen mit unter dem Kapitalmarktzins liegendem Zinssatz und sofortigem Wandlungsrecht &#8211; Ermittlung des nach &sect; 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB in die Kapitalr&uuml;cklage einzustellenden Vorteils der nicht markt&uuml;blichen Anleiheverzinsung &#8211; Geltung der handelsrechtlichen Begrenzung der Eigenkapitalqualifikation f&uuml;r den steuerrechtlichen Einlagenausweis"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.11.2014, I R 53\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausgabe von Wandelanleihen mit unter dem Kapitalmarktzins liegendem Zinssatz und sofortigem Wandlungsrecht &#8211; Ermittlung des nach &sect; 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB in die Kapitalr&uuml;cklage einzustellenden Vorteils der nicht markt&uuml;blichen Anleiheverzinsung &#8211; Geltung der handelsrechtlichen Begrenzung der Eigenkapitalqualifikation f&uuml;r den steuerrechtlichen Einlagenausweis<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 11. Juni 2013&nbsp;&nbsp;8 K 8326\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine AG, hat am 20.&nbsp;Februar 1997 Namenswandelschuldverschreibungen &uuml;ber einen Gesamtnennbetrag von 27&nbsp;Mio. US-Dollar (USD) an institutionelle Anleger ausgegeben. F&uuml;r die in H&ouml;he von j&auml;hrlich 2&nbsp;% verzinslichen Schuldverschreibungen, deren Laufzeiten zwischen f&uuml;nf und sieben Jahren betrugen, erzielte die Kl&auml;gerin einen Erl&ouml;s von insgesamt 22.898.292&nbsp;USD (38.257.115,97&nbsp;DM). Die Kl&auml;gerin war nur im Falle einer sog. bedingten Emission (&quot;Qualified Public Offering&quot; &#8211;QPO&#8211;), deren Voraussetzungen im Einzelnen in &sect;&nbsp;3 der Anleihebedingungen geregelt sind, zur vorzeitigen R&uuml;ckzahlung berechtigt. Den Inhabern der Wandelschuldverschreibungen wurde das Recht einger&auml;umt, die Schuldverschreibungen innerhalb der Wandlungsfrist in Stammaktien der Kl&auml;gerin umzuwandeln. Als Wandlungsfrist war der Zeitraum vom 20.&nbsp;Februar 1997 bis 30&nbsp;Tage nach einer QPO-Ank&uuml;ndigung oder aber bis zum 20.&nbsp;Februar 2002 vorgesehen. Die Anzahl der zu liefernden Aktien ergab sich aus der Teilung des bei der Ausgabe der Anleihen festgelegten Wandlungsbetrags durch den jeweils g&uuml;ltigen Wandlungspreis. Als Wandlungspreis war ein Betrag von 1.000&nbsp;USD pro Aktie bestimmt, der aber in Abh&auml;ngigkeit von dem im Jahr 1997 erzielten Nettogewinn angepasst werden sollte. Die H&ouml;he des Wandlungsbetrags richtete sich nach dem Zeitpunkt der Aus&uuml;bung des Wandlungsrechts. Nur f&uuml;r den Fall einer Wandlung am Ende der Laufzeit war der Wandlungsbetrag auf 1.000&nbsp;USD festgelegt, im Falle einer Wandlung vor diesem Zeitpunkt waren jeweils auf den Wandlungszeitraum bezogene abgezinste Wandlungsbetr&auml;ge vereinbart.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Bilanz passivierte die Kl&auml;gerin den R&uuml;ckzahlungsbetrag zum Tageskurs (45.110.012&nbsp;DM) als Verbindlichkeit. In H&ouml;he der Differenz zwischen dem R&uuml;ckzahlungsbetrag und dem tats&auml;chlich erhaltenen Betrag &#8211;Disagio in H&ouml;he von 6.852.896,03&nbsp;DM&#8211; bildete die Kl&auml;gerin einen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (aktiver RAP&nbsp;I), den sie w&auml;hrend der Laufzeiten der Wandelschuldverschreibungen linear aufl&ouml;ste. Weiterhin errechnete die Kl&auml;gerin unter Ber&uuml;cksichtigung der gegen&uuml;ber den Anleihebedingungen h&ouml;heren Kapitalmarktzinsen einen Zinsvorteil in H&ouml;he von 1.741.725,64&nbsp;DM (&quot;verdecktes Aufgeld&quot;), den sie zum einen nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) in ihre Kapitalr&uuml;cklage einstellte; zum anderen wies sie den Zinsvorteil ebenfalls in einem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aus (aktiver RAP&nbsp;II), den sie gleichfalls zeitanteilig aufl&ouml;ste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;Mai 1998 erkl&auml;rten die Inhaber der Schuldverschreibungen die Wandlung. Die Kl&auml;gerin l&ouml;ste daraufhin die zum 31.&nbsp;Mai 1998 verbliebenen Rechnungsabgrenzungsposten aufwandswirksam auf (aktiver RAP&nbsp;I&nbsp;=&nbsp;Disagio:&nbsp;5.398.013&nbsp;DM; aktiver RAP&nbsp;II&nbsp;= Zinsvorteil:&nbsp;1.412.987,34&nbsp;DM).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend ihrer Erkl&auml;rung zur K&ouml;rperschaftsteuer 1998 (Streitjahr) hat die Kl&auml;gerin bei der Ermittlung ihres zu versteuernden Einkommens den Jahres&uuml;berschuss um einen Korrekturbetrag nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung 1997 in H&ouml;he von 1.522.566&nbsp;DM gek&uuml;rzt. Der Betrag setzte sich aus der im Jahr 1998 vorgenommenen Abschreibung des aktiven RAP&nbsp;II (Zinsvorteil) in H&ouml;he von 109.578&nbsp;DM und dessen &#8211;durch die Aus&uuml;bung der Wandlungsrechte bedingte&#8211; Aufl&ouml;sung in H&ouml;he von 1.412.988&nbsp;DM zusammen. Sowohl der K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 1998 als auch der Gewerbesteuermessbescheid (jeweils vom 8.&nbsp;November 1999) sind insoweit erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem &Auml;nderungsantrag vom 31.&nbsp;Januar 2001 (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO), den die Kl&auml;gerin darauf st&uuml;tzte, dass die Abschreibung und Aufl&ouml;sung des aktiven RAP&nbsp;II &#8211;entgegen der bisherigen Handhabung&#8211; auch steuerrechtlich zu ber&uuml;cksichtigen sei, hat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht entsprochen. Er vertrat die Ansicht, dass zwar die Ausbuchung des &quot;vertragsm&auml;&szlig;ig nicht zur&uuml;ckzuzahlenden&quot; Emissionsdisagios (aktiver RAP&nbsp;I) steuerrechtlich anzuerkennen sei. Anders sei hingegen die Aufl&ouml;sung des aktiven RAP&nbsp;II zu beurteilen. Da die Ber&uuml;cksichtigung dieses Zinsvorteils nur bis zur Aus&uuml;bung des Wandlungsrechts zu einer insgesamt angemessenen Verzinsung der Anleihe f&uuml;hre, h&auml;tte der verbliebene Restbetrag (1.412.988&nbsp;DM) nicht aufwandswirksam gebucht, sondern gewinnneutral mit der Verbindlichkeit aus der Schuldverschreibung verrechnet werden m&uuml;ssen. Da jedoch hiervon abweichend der volle Nennbetrag an die bezugsberechtigten Neugesellschafter ausgekehrt worden sei (hier: Ausgabe von Stammaktien), sei in H&ouml;he des nach zeitanteiliger Abschreibung verbleibenden Restbetrags von einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die K&ouml;rperschaftsteuer wurde hiernach mit Bescheid vom 24.&nbsp;April 2007 auf .\/.&nbsp;219.446&nbsp;DM (.\/.&nbsp;112.200,96&nbsp;EUR) festgesetzt; der Betrag ergibt sich aus der Tarifbelastung in H&ouml;he von 80.554&nbsp;DM einerseits sowie der durch die vGA bedingten K&ouml;rperschaftsteuerminderung in H&ouml;he von 300.000&nbsp;DM andererseits. Zudem wurden mit dem Bescheid &quot;Feststellungen nach &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes&quot; sowohl bez&uuml;glich des Einkommens (179.010&nbsp;DM) als auch der Tarifbelastung und der K&ouml;rperschaftsteuerminderung in H&ouml;he der vorgenannten Betr&auml;ge verbunden. Gleichfalls am 24.&nbsp;April 2007 hat das FA einen Bescheid &uuml;ber die gesonderten Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1996 &#8211;KStG&nbsp;1996&#8211; (betreffend die Teilbetr&auml;ge des verwendbaren Eigenkapitals (vEK) sowie den f&uuml;r Aussch&uuml;ttungen verwendbaren Teil des Nennkapitals) erlassen sowie des Weiteren den Gewerbesteuermessbetrag auf 167.240&nbsp;DM festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage hat die Kl&auml;gerin sich gegen alle vorgenannten Bescheide mit dem Ziel gewandt, dass die Hinzurechnung einer vGA unterbleibt. In seinem daraufhin zun&auml;chst ergangenen Gerichtsbescheid hat das Finanzgericht (FG) die Ansicht vertreten, dass Gegenstand der Anfechtung &#8211;neben dem Gewerbesteuermessbescheid&#8211; nicht die Festsetzung der negativen K&ouml;rperschaftsteuer, sondern die Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 KStG&nbsp;1996 zur H&ouml;he des Einkommens, der Tarifbelastung sowie der K&ouml;rperschaftsteuerminderung sei. Die Kl&auml;gerin hat im Anschluss daran zwar die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung beantragt (&sect;&nbsp;90a Abs.&nbsp;2 und 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), jedoch ihre Klageantr&auml;ge grunds&auml;tzlich der vom FG vertretenen Ansicht angepasst (&Auml;nderung der Feststellung zur Tarifbelastung auf 0&nbsp;DM sowie des Einkommens auf .\/.&nbsp;1.220.990&nbsp;DM; &Auml;nderung des Gewerbesteuermessbetrags auf 97.240&nbsp;DM). Zugleich hat sie schrifts&auml;tzlich erl&auml;utert, dass &uuml;ber das (verfahrensrechtliche) Verh&auml;ltnis von K&ouml;rperschaftsteuer- und Feststellungsbescheiden &quot;gegebenenfalls der Bundesfinanzhof entscheiden m&ouml;ge&quot;. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat die Kl&auml;gerin die gegen die Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996 gerichtete Klage zur&uuml;ckgenommen; nach Abtrennung hat das FG das Verfahren insoweit eingestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage wurde vom FG abgewiesen (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11.&nbsp;Juni 2013&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;8326\/10, juris). Zur Begr&uuml;ndung hat es u.a. ausgef&uuml;hrt, dass die Kl&auml;gerin nur den bis zur Aus&uuml;bung des Wandlungsrechts erzielten Zinsvorteil in die Kapitalr&uuml;cklage habe einstellen und auch nur in dieser H&ouml;he einen aktiven RAP&nbsp;II habe bilden d&uuml;rfen. Der RAP&nbsp;II sei deshalb im Wandlungszeitraum bereits vollst&auml;ndig abgeschrieben gewesen und k&ouml;nne keinen dar&uuml;ber hinaus gehenden Betriebsausgabenabzug vermitteln. Mangels Minderung des steuerbilanziellen Verm&ouml;gens scheide damit die Annahme einer vGA aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision beantragt die Kl&auml;gerin sinngem&auml;&szlig;, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und den Beklagten zu verpflichten, die angefochtenen Bescheide unter Abschreibung und Aufl&ouml;sung des aktiven RAP&nbsp;II in H&ouml;he von 1.522.566&nbsp;DM abzu&auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist nicht begr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Einsch&auml;tzung der Vorinstanz richtet sich die Klage auch gegen den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 1998. Gleichwohl hat die Revision keinen Erfolg, weil &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der Ansicht des FG&#8211; das von der Kl&auml;gerin berechnete verdeckte Aufgeld in H&ouml;he von 1.412.988&nbsp;DM weder ihren der K&ouml;rperschaftsteuer zugrunde zu legenden Gewinn (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes 1996 &#8211;EStG&nbsp;1996&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996) noch ihren Gewerbeertrag (&sect;&nbsp;7 des Gewerbesteuergesetzes 1991 &#8211;GewStG&nbsp;1991&#8211;) mindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Soweit das FG davon ausgegangen ist, dass sich die Klage nicht gegen den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 1998 vom 24.&nbsp;April 2007, sondern &#8211;isoliert&#8211; gegen die Feststellungen zur Tarifbelastung sowie zum Einkommen der Kl&auml;gerin richtet, kann der Senat dem nicht beipflichten. Die Vorinstanz hat hierbei nicht ber&uuml;cksichtigt, dass nach st&auml;ndiger Rechtsprechung die Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 KStG&nbsp;1996 nicht Gegenstand eines selbst&auml;ndigen Verwaltungsakts, sondern &quot;im&quot; K&ouml;rperschaftsteuerbescheid zu treffen sind (z.B. Senatsurteile vom 16.&nbsp;Dezember 1998 I&nbsp;R&nbsp;36\/98, BFHE 188, 17, BStBl II 1999, 366; vom 16.&nbsp;Dezember 1998 I&nbsp;R&nbsp;137\/97, BFH\/NV 1999, 1250; vom 3.&nbsp;Dezember 1996 I&nbsp;R&nbsp;121\/95, BFH\/NV 1997, 265). Nur dies entspricht dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996, nach dem der K&ouml;rperschaftsteuerbescheid selbst &#8211;n&auml;mlich soweit die in dieser Vorschrift genannten Besteuerungsgrundlagen fingiert festgestellt werden&#8211; Grundlagenbescheid f&uuml;r die nach &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996 gebotene Feststellung des vEK ist (Senatsurteile vom 12.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;99\/09, BFH\/NV 2011, 650, betreffend das zu versteuernde Einkommen; vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616, betreffend das Einkommen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 KStG&nbsp;1996; ebenso BTDrucks&nbsp;12\/1108, 68). Demgem&auml;&szlig; ist auch der Klageantrag der Kl&auml;gerin unbeschadet der entgegenstehenden Einsch&auml;tzung des FG dahin auszulegen, dass er sich gegen den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 1998 richtet. Zu dieser Auslegung ist auch das Revisionsgericht befugt; das anderslautende Rubrum des finanzgerichtlichen Urteils ist zu berichtigen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;April 2009 IV&nbsp;R&nbsp;24\/08, BFH\/NV 2009, 1427). Die Klageabweisung der Vorinstanz erfasst damit &#8211;neben der Entscheidung zum Gewerbesteuermessbetrag 1998&#8211; auch den im Wege der Auslegung bestimmten Antrag auf &Auml;nderung des K&ouml;rperschaftsbescheids 1998.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Das FG hat zu Recht eine gewinnmindernde Abschreibung des in der Bilanz der Kl&auml;gerin ausgewiesenen (Rest-)Aufgelds (in H&ouml;he von 1.412.988&nbsp;DM) abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996 sowie &sect;&nbsp;7 GewStG&nbsp;1991 auch f&uuml;r die Kl&auml;gerin zu beachtenden &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG&nbsp;1996 ist der von ihr im Streitjahr (1998) erzielte Gewinn der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsverm&ouml;gen am Schluss des Wirtschaftsjahres und dem Betriebsverm&ouml;gen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen. Das jeweilige Betriebsverm&ouml;gen richtet sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG&nbsp;1996 nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung. Diese ergeben sich vornehmlich aus den f&uuml;r alle Kaufleute geltenden Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. HGB. F&uuml;r Kapitalgesellschaften sind zus&auml;tzlich die einschl&auml;gigen &quot;Erg&auml;nzenden Vorschriften f&uuml;r Kapitalgesellschaften&quot; der &sect;&sect;&nbsp;264&nbsp;ff. HGB heranzuziehen. Darunter fallen, soweit ihnen materielle Bedeutung zukommt, auch die Vorschriften &uuml;ber die Gliederung der Bilanz (&sect;&sect;&nbsp;266&nbsp;ff. HGB) und der Gewinn- und Verlustrechnung (&sect;&sect;&nbsp;275 ff. HGB). Unter das bei Kapitalgesellschaften auszuweisende Eigenkapital fallen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;266 Abs.&nbsp;3 A.II. HGB auch Kapitalr&uuml;cklagen. Hierzu geh&ouml;rt nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB der Betrag, der von der Gesellschaft bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen f&uuml;r Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit Urteilen vom 30.&nbsp;November 2005 I&nbsp;R&nbsp;3\/04 (BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809) und I&nbsp;R&nbsp;26\/04 (BFH\/NV 2006, 616) hat der Senat entschieden, dass bei der Ausgabe von Optionsanleihen vereinnahmte Aufgelder nicht nur nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB als Kapitalr&uuml;cklagen auszuweisen, sondern auch steuerrechtlich als Einlage anzusetzen sind. Unter den erzielten Betrag i.S. von &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB fielen alle Entgelte im Zusammenhang mit der Begebung von Wandlungs- und Optionsrechten, damit nicht nur offene, sondern &#8211;entsprechend der Gesetzesbegr&uuml;ndung zu &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB i.d.F. des Gesetzes zur Durchf&uuml;hrung der Vierten, Siebenten und Achten Richtlinie des Rates der Europ&auml;ischen Gemeinschaften zur Koordinierung des Gesellschaftsrechts (Bilanzrichtlinien-Gesetz) vom 19.&nbsp;Dezember 1985 (BGBl I 1985, 2355, BStBl I 1996, 94)&#8211; auch verdeckte Aufgelder in Form einer unter dem Kapitalmarktzins liegenden Verzinsung (BTDrucks&nbsp;10\/4268, 106). Auch ein solches bei der Ausgabe der Optionsanleihe verdeckt erzieltes Entgelt sei, entsprechend dem Wortlaut des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB, im Fall der sp&auml;teren Nichtaus&uuml;bung der Option nicht aufzul&ouml;sen, sondern weiterhin als Kapitalr&uuml;cklage auszuweisen. Wenngleich die Steuerbilanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 EStG&nbsp;1996 (i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996) nicht &uuml;ber den Ma&szlig;geblichkeitsgrundsatz an den handelsrechtlichen Einlagebegriff gebunden sei, f&uuml;hre das Aufgeld auch steuerrechtlich zu einer Einlage. Die Kapitalgesellschaft erziele das Aufgeld, das ihr entweder offen &#8211;d.h. zus&auml;tzlich zum Nennbetrag der Anleihe&#8211; gew&auml;hrt wird oder durch Aufteilung des erzielten Ausgabeerl&ouml;ses in ein Entgelt f&uuml;r die Schuldverschreibung einerseits sowie einen verdeckten Betrag f&uuml;r das Optionsrecht andererseits zu errechnen ist, nicht im Wege eines betrieblichen Austauschverh&auml;ltnisses, da sie hierf&uuml;r keine Leistung zu Lasten ihres eigenen Verm&ouml;gens erbringe. Vielmehr sei der Erhalt des Aufgelds auch dann dem gesellschaftsrechtlichen Bereich zuzuordnen, wenn es von einem (Noch-)Nichtgesellschafter f&uuml;r die Erlangung der unentziehbaren Anwartschaft auf eine Gesellschafterstellung erbracht werde. Dar&uuml;ber hinaus sei das Aufgeld Gegenstand einer zumindest mittelbaren Einlage der Alt-Gesellschafter, da diese &#8211;bedingt durch ihr Gesellschaftsverh&auml;ltnis&#8211; den Optionserwerbern ihre Aktienbezugsrechte zur Verf&uuml;gung stellen und damit eine Verw&auml;sserung ihrer bisherigen Gesellschaftsrechte in Kauf nehmen. Bilanziell sei allerdings auch bei einem verdeckten Aufgeld zu beachten, dass die Schuldverschreibung nicht zu ihrem (niedrigeren) Verkehrswert, sondern mit ihrem Nominalbetrag (&sect;&nbsp;253 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB) passiviert werden m&uuml;sse. Demgem&auml;&szlig; k&ouml;nne das verdeckte Aufgeld (Unterschied zwischen Ausgabebetrag und Verkehrswert der Schuldverschreibung) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;250 Abs.&nbsp;3 HGB in der Handelsbilanz als aktiver RAP ausgewiesen werden; aus diesem handelsrechtlichen Aktivierungswahlrecht ergebe sich nach den Grunds&auml;tzen des Beschlusses des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3.&nbsp;Februar 1969 GrS&nbsp;2\/68 (BFHE 95, 31, BStBl II 1969, 291) ein Gebot, das (verdeckte) Entgelt f&uuml;r das Optionsrecht in der Steuerbilanz zu aktivieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vorstehenden Grunds&auml;tze, an denen festzuhalten ist (zur Diskussion s.&nbsp;Birkhan u.a., Jahrbuch der Fachanw&auml;lte f&uuml;r Steuerrecht &#8211;JbFStR&#8211; 2009\/2010, S.&nbsp;762, mit umfangreichen Nachweisen), gelten nicht nur f&uuml;r Optionsanleihen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Rechte aus der Schuldverschreibung und das Aktienbezugsrecht kumulativ einger&auml;umt werden. Sie kommen vielmehr gleicherma&szlig;en f&uuml;r sog. Wandelanleihen zum Tragen (a.A. Dr&uuml;en, JbFStR 2009\/2010, S.&nbsp;762, m.w.N.), bei denen dem Gl&auml;ubiger im Wege der Ersetzungsbefugnis das Recht einger&auml;umt wird, unter Aufgabe seines Forderungsrechts Aktion&auml;r zu werden (vgl. zu den Begriffen BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;124\/99, BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766; M&uuml;nchKommAktG\/ Habersack, 3.&nbsp;Aufl., Bd.&nbsp;4, &sect;&nbsp;221 Rz&nbsp;24, 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bestimmend hierf&uuml;r sind der Wortlaut des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB (Buciek, JbFStR 2009\/2010, S.&nbsp;767) sowie die Gesetzesbegr&uuml;ndung, nach der verdeckte Aufgelder gleicherma&szlig;en f&uuml;r die Hingabe von Wandlungsrechten und von Optionsrechten zum Erwerb von Aktien in die Kapitalr&uuml;cklage einzustellen sind (BTDrucks&nbsp;10\/4268, 106). Hinzu kommt, dass mit R&uuml;cksicht auf die Frage, ob die Bezugsberechtigten oder die Altgesellschafter nach Ma&szlig;gabe der vorstehenden Erw&auml;gungen (s.&nbsp;zu B.II.2.) eine Einlage leisten, zwischen dem Inhaber eines Wandlungsrechts und eines Optionsrechts keine tragf&auml;higen Unterschiede erkennbar sind, da beide Personengruppen &uuml;ber ein Aktienbezugsrecht verf&uuml;gen und auch der Inhaber der Wandelanleihe hierf&uuml;r keine Gegenleistung aus dem Verm&ouml;gen der Emittentin erh&auml;lt (zutreffend Mihm, Betriebs-Berater 2006, 321). Soweit die Gegenansicht auf den Fremdkapitalcharakter der Wandelanleihe (z.B. Schwetlik, Der Ertrag-Steuer-Berater 2006, 51) und in diesem Zusammenhang auch auf das Senatsurteil vom 21.&nbsp;Februar 1973 I&nbsp;R&nbsp;106\/71 (BFHE 109, 22, BStBl II 1973, 460) verweist, nach welchem die der Gesellschaft entstehenden Kosten der Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung nicht aus einem bei Ausgabe der Aktien erzielten Ausgabeaufgeld zu decken sind, weil im Hinblick auf die Begebung der Anleihe sowie dem sp&auml;teren Aktienumtausch nicht von einem einheitlichen Vorgang gesprochen werden k&ouml;nne, rechtfertigt dies keine andere Beurteilung. Zum einen best&auml;tigt das Senatsurteil in BFHE 109, 22, BStBl II 1973, 460 (vgl. hierzu auch D&ouml;llerer, Die Aktiengesellschaft &#8211;AG&#8211; 1986, 237, 241&nbsp;f.) im Hinblick auf die Leistung des Aktion&auml;rs ausdr&uuml;cklich die Vorstellung eines einheitlichen &#8211;die Ausgabe der Schuldverschreibung sowie den Aktienerwerb umfassenden&#8211; Rechtsvorgangs in &Uuml;bereinstimmung mit der Beurteilung des Reichsfinanzhofs (Urteile vom 5.&nbsp;Juli 1929 II&nbsp;A&nbsp;9\/29, RFHE 25, 264, RStBl 1929, 475; vom 24.&nbsp;August 1944 I&nbsp;21\/44, RFHE 54, 128). Zum anderen ist im Streitfall &uuml;ber das vom Anleihezeichner zu erbringende Aufgeld zu entscheiden. &Uuml;berdies kann dem Fremdkapitalcharakter der Schuldverschreibung sowie der rechtlichen Bewertung des Zusammenhangs mit einem nachfolgenden Aktienerwerb kein ausschlaggebendes Gewicht beigemessen werden, weil der Senat die Einlage des Optionsberechtigten aufgrund seines Rechts zum Erwerb einer mitgliedschaftlichen Beteiligung bejaht hat. Demgem&auml;&szlig; kann f&uuml;r den Inhaber eines Wandlungsrechts nichts anderes gelten, da auch ihm als (Noch-)Nichtgesellschafter das unentziehbare Anwartschaftsrecht auf Erlangung einer Aktion&auml;rsstellung zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Gleichwohl kann die Klage keinen Erfolg haben, da der vorliegende streitige Teilbetrag des von der Kl&auml;gerin vereinnahmten Aufgelds (1.412.988&nbsp;DM) wirtschaftlich dem Zeitraum nach Aus&uuml;bung des Optionsrechts zuzurechnen ist. Er kann deshalb weder ihrer Kapitalr&uuml;cklage zugewiesen (s.&nbsp;nachfolgend zu a) noch steuerrechtlich als Einlage behandelt werden (s.&nbsp;nachfolgend zu b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im handelsrechtlichen Schrifttum wird ganz &uuml;berwiegend vertreten, dass dann, wenn das Umtauschrecht auf Aktienbezug w&auml;hrend der Laufzeit der Wandelschuldverschreibung ausge&uuml;bt werden kann, f&uuml;r die Ermittlung des nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB in die Kapitalr&uuml;cklage einzustellenden Vorteils der nicht markt&uuml;blichen Anleiheverzinsung (verdecktes Aufgeld) auf den Zeitpunkt abzustellen ist, zu dem das Optionsrecht erstmals ausge&uuml;bt werden kann (&quot;fr&uuml;hestm&ouml;glicher Zeitpunkt&quot;) mit der Folge, dass bei Einr&auml;umung eines jederzeitigen Wandlungsrechts (American&nbsp;Call) eine Dotierung der R&uuml;cklage nicht in Betracht kommt (grundlegend K&uuml;ting\/Reuter in K&uuml;ting\/Pfitzer\/Weber, Handbuch der Rechnungslegung, Einzelabschluss, 5.&nbsp;Aufl., Bd.&nbsp;2, &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;90; Adler\/D&uuml;ring\/Schmaltz, Rechnungslegung und Pr&uuml;fung der Unternehmen, 6.&nbsp;Aufl., HGB &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;123; Gelhausen\/Rimmelspacher, AG&nbsp;2006, 729, 732; H&auml;ger\/ Elkemann-Reusch, Mezzanine Finanzierungsinstrumente, 2.&nbsp;Aufl., 2007, S.&nbsp;336, Rz&nbsp;1002; grunds&auml;tzlich ebenso M&uuml;nchKommHGB\/ Reiner, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;79&nbsp;f.; a.A. F&ouml;rschle\/K.&nbsp;Hoffmann in Beck Bil-Komm., 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;181). Der Senat schlie&szlig;t sich dieser Beurteilung an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar steht es dem Ausweis der Kapitalr&uuml;cklage nicht entgegen, dass das verdeckte Aufgeld mangels ausdr&uuml;cklicher Vereinbarung zwischen Emittent und Anleihezeichner gesch&auml;tzt werden muss (vgl. hierzu Senatsurteil in BFH\/NV 2006, 616; s.&nbsp;dazu auch BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;9\/02, BFHE 203, 58, BStBl II 2003, 883). Hierbei ist jedoch im Hinblick auf das Sch&auml;tzungsziel zu ber&uuml;cksichtigen, dass nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB nicht jeder auf die Ausgabe der Schuldverschreibung zur&uuml;ckf&uuml;hrbare Vorteil, sondern nur der &quot;bei der Ausgabe&quot; f&uuml;r Wandlungs- oder Optionsrechte &quot;erzielte Betrag&quot; der Kapitalr&uuml;cklage zugewiesen werden kann. Ma&szlig;geblich ist danach der im Zeitpunkt der Emission tats&auml;chlich erlangte und dem Emittenten &quot;unentziehbar&quot; (so zutreffend die vorstehend unter&nbsp;4.a zitierte &uuml;berwiegend vertretene Meinung) gew&auml;hrte Vorteil. Nur diese Auslegung entspricht dem Grundverst&auml;ndnis des erkennenden Senats, nach dem das Aufgeld zum Erwerb einer Optionsanleihe bereits mit seiner &quot;Erzielung&quot;, nicht hingegen erst bei einer sp&auml;teren positiven Aus&uuml;bung der Option als Kapitalzuf&uuml;hrung (Einlage) zu qualifizieren ist. In der Zwischenzeit besteht deshalb kein bis zur Verf&uuml;gung &uuml;ber die Option erfolgsneutral zu &uuml;berbr&uuml;ckender Schwebezustand, der im Falle der Nichtaus&uuml;bung zur Erfassung einer dem Betrieb der Kapitalgesellschaft zuzuordnenden Verm&ouml;gensmehrung (betriebliche Einnahme) f&uuml;hren w&uuml;rde (Senatsurteile in BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809; in BFH\/NV 2006, 616).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Daf&uuml;r streitet eine Reihe von Argumenten: Gerade die Unterverzinslichkeit der Anleihe spricht f&uuml;r eine m&ouml;glichst fr&uuml;he Aus&uuml;bung des Wandlungsrechts. Im Schrifttum wird des Weiteren zu Recht darauf hingewiesen, dass durch eine gewinnwirksame Ausbuchung des nach Optionsaus&uuml;bung verbleibenden Rest-Betrags das Ergebnis der Emittenten mit einem ungerechtfertigten &#8211;weil nur rechnerisch ermittelten, tats&auml;chlich jedoch infolge des Wegfalls der Anleihe nicht angefallenen&#8211; Zinsaufwand belastet wird (K&uuml;ting\/Reuter in K&uuml;ting\/Pfitzer\/ Weber, a.a.O., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;90) und dies mit dem Zweck der Vorschrift, die durch die (potentielle) Mitgliedschaft veranlasste Verm&ouml;gensmehrung der Emittenten nicht als (Schein-)Gewinne zu erfassen (Lutter, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 1986, 1607, 1609), nicht vereinbar sei. Hiergegen l&auml;sst sich nicht einwenden, dass bei der Nichtaus&uuml;bung der Option eine Nachdotierung der Kapitalr&uuml;cklage nicht in Betracht kommt (vgl. z.B. K&uuml;ting\/Reuter in K&uuml;ting\/Pfitzer\/Weber, a.a.O., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;90; nicht eindeutig Adler\/D&uuml;ring\/Schmaltz, a.a.O., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;123; a.A. Gelhausen\/Rimmelspacher, AG 2006, 733). Der Einwand kann bereits deshalb nicht durchgreifen, weil der Gesetzgeber die Trennung von Kapitalzuf&uuml;hrung und betrieblichem Ertrag nur im Rahmen der tatbestandlichen Grenzen des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB verwirklicht hat. Hierzu geh&ouml;rt aber auch, dass er die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen als &#8211;gegen&uuml;ber der tats&auml;chlichen Optionsaus&uuml;bung (Aktienbezug)&#8211; selbst&auml;ndigen Akt der Verwertung von Mitgliedschaftsrechten qualifiziert (zutreffend Lutter, ebenda) und es deshalb in Kauf nimmt, dass der hierbei erzielte Betrag hinter dem tats&auml;chlich erlangten Zinsvorteil zur&uuml;ckbleibt. Ob dies der (handelsrechtlichen) Korrektur bedarf, hat nicht der Senat, sondern der Gesetzgeber zu entscheiden. Schlie&szlig;lich wird geltend gemacht, es sei zur Ermittlung des bei Ausgabe erzielten Vorteils auf die vereinbarte Laufzeit der Anleihe abzustellen, weil die vorzeitige Wandlungsm&ouml;glichkeit keinen Einfluss auf den Wert der Schuldkomponente (Anleihe) habe (F&ouml;rschle\/K.&nbsp;Hoffmann in Beck Bil-Komm., a.a.O., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;181). Es ist aber nicht ersichtlich, weshalb der Wert einer unterverzinslichen Anleihe nicht durch den Umstand beeinflusst sein soll, dass der Gl&auml;ubiger das Recht hat, dieses Schuldverh&auml;ltnis durch Aus&uuml;bung des Aktienoptionsrechts vorzeitig zu beenden. Der Gesichtspunkt kann letztlich dahinstehen, da es im Streitfall nicht um die Bestimmung des Werts der Schuldverschreibung, sondern um die Ermittlung des bei der Ausgabe f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Optionsrechts tats&auml;chlich erzielten Betrags geht. Da der dieser Betrachtung zugrunde liegende (verdeckte) Zinsvorteil aber &#8211;wie die zuletzt genannten Autoren selbst ausf&uuml;hren&#8211; &quot;im Zeitverlauf zunimmt&quot;, ergibt sich hieraus zugleich, dass er bei der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung, d.h. im Zeitpunkt der Ausgabe, auch nur in dem Ma&szlig;e tats&auml;chlich erzielt wird, in dem er auf den den Optionsinhaber bindenden Kapital&uuml;berlassungszeitraum entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese handelsrechtliche Begrenzung der Eigenkapitalqualifikation eines verdeckten Aufgelds ist nicht nur im Hinblick auf die R&uuml;cklagenbildung nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB zu beachten. Sie gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r den steuerrechtlichen Einlagenausweis mit der Folge, dass auch der in der Steuerbilanz anzusetzende RAP &#8211;entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin&#8211; nicht den nur rechnerischen Vorteil erfasst, der im Falle der Nichtaus&uuml;bung der Option auf den Zeitraum ab Beginn des Wandlungsrechts entfallen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings enth&auml;lt das Steuerrecht nach st&auml;ndiger Rechtsprechung in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG&nbsp;1996 (hier: i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG&nbsp;1996 und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;1991) eine eigene Definition der Einlage, die &uuml;ber den handelsrechtlichen Einlagebegriff hinausgeht und nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 EStG 1996 vorrangig zu befolgen ist. Eine steuerrechtliche Einlage kann daher auch dann vorliegen, wenn die objektiven Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 HGB nicht erf&uuml;llt sind (z.B. Senatsurteile vom 29.&nbsp;Mai 1996 I&nbsp;R&nbsp;118\/93, BFHE 180, 405, BStBl II 1997, 92; in BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809; Bl&uuml;mich\/Rengers, &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;160; jeweils m.w.N.). Im Streitfall ist eine solche &uuml;ber das Handelsrecht hinausgehende Beurteilung indes ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Kennzeichen der steuerrechtlichen Einlage in eine Kapitalgesellschaft ist, dass dieser ein durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasster bilanzierungsf&auml;higer Verm&ouml;gensvorteil (Wirtschaftsgut) zugewendet wird (Senatsurteile vom 23.&nbsp;Februar 2005 I&nbsp;R&nbsp;44\/04, BFHE 209, 123, BStBl II 2005, 522; vom 15.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;80\/96, BFH\/NV 1998, 624; Bl&uuml;mich\/ Rengers, &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;160). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung sind jedoch Nutzungsvorteile (z.B. die zinslose Nutzung eines Darlehens) nicht einlagef&auml;hig. Gleiches gilt f&uuml;r ein ohne Gegenleistung erlangtes Nutzungsrecht; obgleich es sich hierbei um ein Wirtschaftsgut handelt, scheidet der Ansatz einer steuerrechtlichen Einlage aus, weil infolge seiner Abschreibung die tats&auml;chlich gezogenen Nutzungen (hier: des Kapitals) der Besteuerung entzogen w&auml;ren (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 26.&nbsp;Oktober 1987 GrS&nbsp;2\/86, BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348; Schmidt\/Heinicke, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;303&nbsp;ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Hiervon ausgehend ist zwar auch das bei Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung verdeckt gew&auml;hrte Aufgeld als Einlage zu qualifizieren, weil es nicht als Gegenleistung f&uuml;r eine Zuwendung der Emittentin an den Zeichner erbracht wird (kein &quot;do&nbsp;ut&nbsp;des&quot;) und auch das Ertragsteuerrecht die in &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB verankerte Vorstellung &uuml;bernimmt, nach der in der Ausgabe des Optionsrechts ein eigenst&auml;ndiger Verwertungsakt der Mitgliedschaftsrechte zu sehen ist, der im Hinblick auf die sp&auml;tere Optionsaus&uuml;bung keinen Schwebezustand ausl&ouml;st. Spiegelbild dieser Beurteilung ist jedoch zugleich, dass der (verdeckte) Vorteil, soweit er nicht auf den Zeitraum der festen Kapitalbindung entf&auml;llt, nicht Gegenstand einer Einlage bei Ausgabe der Wandelanleihe sein kann. Zu ber&uuml;cksichtigen ist auch insoweit, dass das Aufgeld die Zinsersparnis der Kapitalgesellschaft widerspiegelt (Lutter, DB 1986, 1607, 1608) und dieser Vorteil, soweit er auf die nach Beginn des Optionszeitraums verbleibende Restlaufzeit der Anleihe entf&auml;llt, nur im Zeitverlauf vom Anleihezeichner geleistet und demnach auch von der Kapitalgesellschaft nur pro&nbsp;rata&nbsp;temporis verdient wird (Lutter, ebenda). Eine Einlage dieses &#8211;bei Ausgabe der Anleihe&#8211; unsicheren Rechts auf verbilligte Kapitalnutzung muss demnach unter Ber&uuml;cksichtigung der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH (Beschluss in BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348) ausscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Anderes ergibt sich schlie&szlig;lich nicht daraus, dass die Kl&auml;gerin in der Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 1997 einen nach der Gesamtlaufzeit der Anleihe bestimmten Zinsvorteil (1.741.725,64&nbsp;DM) aktiviert hat. Da es sich hierbei um einen fehlerhaften Bilanzansatz gehandelt hat, dessen gewinnneutrale Einbuchung keinen Einfluss auf den Gewinn der Kl&auml;gerin hatte, ist er gleichfalls gewinnneutral im Streitjahr (1998) auszubuchen (st&auml;ndige Rechtsprechung; Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;709, m.w.N.). Der Ansatz einer vGA (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG&nbsp;1996) ist demnach mangels einer Minderung des bilanziellen Verm&ouml;gens der Kl&auml;gerin ausgeschlossen. Soweit das FA den Betriebsausgabenabzug auch im Streitjahr im Hinblick auf die Aufl&ouml;sung des aktiven RAP&nbsp;II in H&ouml;he von 109.578&nbsp;DM darauf anerkannt hat, ist hier&uuml;ber nicht zu entscheiden, da der Senat daran gehindert ist, die angefochtenen Bescheide zum Nachteil der Kl&auml;gerin zu &auml;ndern (sog. Verb&ouml;serungsverbot; Gr&auml;ber\/ Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;96 Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da die vorgenannten Betr&auml;ge zwischen den Beteiligten rechnerisch nicht umstritten sind und auch im &Uuml;brigen f&uuml;r den Senat keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine fehlerhafte Rechtsanwendung zu Lasten der Kl&auml;gerin erkennbar sind, ist die Sache spruchreif und das vorinstanzliche Urteil zu best&auml;tigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.11.2014, I R 53\/13 Ausgabe von Wandelanleihen mit unter dem Kapitalmarktzins liegendem Zinssatz und sofortigem Wandlungsrecht &#8211; Ermittlung des nach &sect; 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB in die Kapitalr&uuml;cklage einzustellenden Vorteils der nicht markt&uuml;blichen Anleiheverzinsung &#8211; Geltung der handelsrechtlichen Begrenzung der Eigenkapitalqualifikation f&uuml;r den steuerrechtlichen Einlagenausweis Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-53-13-ausgabe-von-wandelanleihen-mit-unter-dem-kapitalmarktzins-liegendem-zinssatz-und-sofortigem-wandlungsrecht-ermittlung-des-nach-par-272-abs-2-nr-2-hgb-in-die-kapitalruecklage-einzustellenden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;53\/13 &#8211; Ausgabe von Wandelanleihen mit unter dem Kapitalmarktzins liegendem Zinssatz und sofortigem Wandlungsrecht &#8211; Ermittlung des nach &sect; 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB in die Kapitalr&uuml;cklage einzustellenden Vorteils der nicht markt&uuml;blichen Anleiheverzinsung &#8211; Geltung der handelsrechtlichen Begrenzung der Eigenkapitalqualifikation f&uuml;r den steuerrechtlichen Einlagenausweis<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64343","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64343"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64343\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}