{"id":64346,"date":"2015-04-01T10:59:16","date_gmt":"2015-04-01T08:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64346"},"modified":"2015-04-01T10:59:16","modified_gmt":"2015-04-01T08:59:16","slug":"i-r-1-13-verschmelzung-einer-gmbh-auf-eine-personengesellschaft-keine-beschwer-durch-feststellung-eines-zu-hohen-verlustabzugs-zur-koerperschaftsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-1-13-verschmelzung-einer-gmbh-auf-eine-personengesellschaft-keine-beschwer-durch-feststellung-eines-zu-hohen-verlustabzugs-zur-koerperschaftsteuer\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;1\/13 &#8211; Verschmelzung einer GmbH auf eine Personengesellschaft &#8211; Keine Beschwer durch Feststellung eines zu hohen Verlustabzugs zur K&ouml;rperschaftsteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2014, I R 1\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Verschmelzung einer GmbH auf eine Personengesellschaft &#8211; Keine Beschwer durch Feststellung eines zu hohen Verlustabzugs zur K&ouml;rperschaftsteuer<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 3. Dezember 2012&nbsp;&nbsp;6 K 1883\/10 F aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird als unzul&auml;ssig abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ist Rechtsnachfolgerin der G-KG. Die G-KG war alleinige Anteilseignerin der E-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 29.&nbsp;August 2001 wurde die E-GmbH im Rahmen einer Verschmelzung durch Aufnahme nach &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des Umwandlungsgesetzes ohne Gew&auml;hrung von neuen Gesellschaftsrechten auf die G-KG verschmolzen. Ausweislich des Verschmelzungsvertrags &uuml;bernahm die G-KG das Verm&ouml;gen der E-GmbH im Innenverh&auml;ltnis mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2001&nbsp; 0:00&nbsp;Uhr. Die Verschmelzung sollte handelsrechtlich unter Fortf&uuml;hrung der Buchwerte der E-GmbH erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2000 erkl&auml;rte die E-GmbH eine Korrektur nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung zur Anpassung der Handelsbilanz an die steuerlich ma&szlig;gebenden Wertans&auml;tze in H&ouml;he von 2.082.711&nbsp;DM. Damit erfasste sie den Ansatz eines Gesch&auml;fts- und Firmenwertes zu einem Zwischenwert. Sie erstellte eine entsprechende steuerliche Schlussbilanz auf den 31.&nbsp;Dezember 2000.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der G-KG als Rechtsnachfolgerin der E-GmbH wurde f&uuml;r das Jahr 2000 eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt, die u.a. zu dem Ergebnis kam, dass die E-GmbH in 2001 (Streitjahr) noch f&uuml;r eine juristische Sekunde existiert habe und deshalb der &Uuml;bertragungsgewinn\/-verlust erst im Veranlagungszeitraum 2001 zu erfassen sei. Das seinerzeit zust&auml;ndige Finanzamt (FA) W schloss sich dem an und erlie&szlig; entsprechende k&ouml;rperschaftsteuerliche Bescheide. Die dagegen erhobene Klage wurde mit rechtskr&auml;ftig gewordenem Urteil des Finanzgerichts (FG) D&uuml;sseldorf (vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2010&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;3322\/07&nbsp;F, juris) abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte sodann, im Rahmen der k&ouml;rperschaftsteuerlichen Veranlagung der E-GmbH f&uuml;r das Streitjahr den in der Steuererkl&auml;rung 2000 dargelegten Zwischenwertansatz eines selbst geschaffenen Firmenwertes in H&ouml;he von 2.082.711&nbsp;DM in der steuerlichen &Uuml;bertragungsbilanz zu ber&uuml;cksichtigen. Das FA&nbsp;W kam dem nicht nach, weil seiner Auffassung nach die Bestimmung des &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 (UmwStG 1995) kein Ansatz-, sondern nur ein Bewertungswahlrecht normiere und selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes 1997 (EStG 1997) i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1999 (KStG 1999) in der steuerlichen &Uuml;bertragungsbilanz nicht angesetzt werden d&uuml;rften. Es setzte dementsprechend gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin der G-KG die K&ouml;rperschaftsteuer der E-GmbH f&uuml;r das Streitjahr auf 0&nbsp;DM und stellte den verbleibenden Verlustabzug zur K&ouml;rperschaftsteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 auf 2.532.792&nbsp;DM fest. Au&szlig;erdem stellte das FA&nbsp;W mit Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Teilbetr&auml;ge des verwendbaren Eigenkapitals zum 31.&nbsp;Dezember 2001 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 KStG 1999 i.d.F. des Gesetzes zur Fortentwicklung des Unternehmenssteuerrechts vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858, BStBl I 2002, 35) &#8211;KStG 1999 n.F.&#8211; das EK&nbsp;40 auf .\/. 7.487&nbsp;DM, das EK&nbsp;02 auf .\/. 2.532.762&nbsp;DM und das EK&nbsp;04 auf 609.919&nbsp;DM fest. Das steuerliche Einlagekonto gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 KStG 1999&nbsp;n.F. stellte es zum 31.&nbsp;Dezember 2001 auf 609.919&nbsp;DM fest und erlie&szlig; au&szlig;erdem auf denselben Stichtag einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Teilen des Nennkapitals gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;28 KStG 1999&nbsp;n.F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen diese Bescheide &#8211;mit Ausnahme des Bescheids &uuml;ber die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer&#8211; erhobene Klage hatte Erfolg. Das FG hat die Bescheide dahin ge&auml;ndert, dass der von der Kl&auml;gerin angesetzte Gesch&auml;fts- und Firmenwert ber&uuml;cksichtigt wird (FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 3.&nbsp;Dezember 2012&nbsp; 6&nbsp;K&nbsp;1883\/10&nbsp;F, Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 337).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die &#8211;vom FG zugelassene&#8211; Revision, mit der das FA&nbsp;W die Verletzung materiellen Rechts ger&uuml;gt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens ist das FA&nbsp;W mit dem Finanzamt O zum Finanzamt X (FA) fusioniert, dem nunmehrigen Beklagten und Revisionskl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist im Ergebnis begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage als unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;gerin ist durch die angefochtenen Bescheide nicht beschwert. Es fehlt ihr daher an der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO f&uuml;r die Erhebung der Anfechtungsklage erforderlichen Klagebefugnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin macht mit der Klage geltend, der (Schluss-)Besteuerung der E-GmbH f&uuml;r das Streitjahr habe ein um den Betrag des aktivierten Firmenwertes von 2.082.711&nbsp;DM h&ouml;heres Aktivverm&ouml;gen zugrunde gelegt werden m&uuml;ssen. H&auml;tte sie mit diesem Einwand in der Sache Erfolg, w&auml;re die Bemessungsgrundlage der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Streitjahr entsprechend zu erh&ouml;hen und w&uuml;rde sich dementsprechend der vom FA&nbsp;W auf 2.532.762&nbsp;DM festgesetzte verbleibende Verlustabzug zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2001 entsprechend verringern. Mithin macht die Kl&auml;gerin mit ihrer Klage gegen den Verlustfeststellungsbescheid geltend, der verbleibende Verlustabzug sei zu hoch festgesetzt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch einen zu hoch festgestellten Verlustabzug w&uuml;rden die Rechte der Kl&auml;gerin als (mittelbare) Rechtsnachfolgerin der E-GmbH indessen nicht verletzt. Der Senat verweist insoweit auf sein Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013 I&nbsp;R&nbsp;55\/12 (BFH\/NV 2014, 903). Die dortigen Erw&auml;gungen zur Klage gegen die Feststellung eines aus Sicht des Kl&auml;gers zu hohen Spendenabzugs gelten sinngem&auml;&szlig; auch f&uuml;r die Verlustfeststellung. Im &Uuml;brigen war die H&ouml;he des zum 31.&nbsp;Dezember 2001 festgestellten verbleibenden Verlustabzugs f&uuml;r die Besteuerung der E-GmbH nicht mehr von Bedeutung, weil die Gesellschaft im Zuge der Verschmelzung aufgel&ouml;st worden ist und deshalb eine Verrechnung des festgestellten Verlusts mit sp&auml;teren Gewinnen ausgeschlossen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in ihrer Position als Rechtsnachfolgerin der G-KG w&uuml;rde die Kl&auml;gerin durch die Feststellung eines unzutreffenden verbleibenden Verlustabzugs der E-GmbH auf den 31.&nbsp;Dezember 2001 nicht in ihren Rechten verletzt. Im Zuge der Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft (E-GmbH) auf eine Personengesellschaft (G-KG) geht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 ein verbleibender Verlustabzug nach &sect;&nbsp;10d EStG 1997 nicht auf die &uuml;bernehmende Personengesellschaft &uuml;ber. F&uuml;r die Besteuerung der G-KG war deshalb die H&ouml;he des festgestellten Verlustabzugs der E-GmbH nicht von Belang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FG l&auml;sst sich eine m&ouml;gliche Rechtsverletzung der Kl&auml;gerin nicht auf eine &quot;Drittbetroffenheit&quot; in ihrer Eigenschaft als Rechtsnachfolgerin der G-KG infolge deren Bindung als &uuml;bernehmende Personengesellschaft an die Werte der Schlussbilanz der &uuml;bertragenden E-GmbH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 st&uuml;tzen. Die Bindung des Einbringenden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 ist &quot;nur&quot; eine materiell-rechtliche (Senatsurteile vom 19.&nbsp;Dezember 2012 I&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFH\/NV 2013, 743, und vom 6.&nbsp;Juni 2013 I&nbsp;R&nbsp;36\/12, BFH\/NV 2014, 74). Eine verfahrensrechtliche Verkn&uuml;pfung im Wege eines Grundlagenbescheids (&sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) bei der &uuml;bertragenden Gesellschaft besteht hingegen nicht: Mit der Verlustfeststellung bei der &uuml;bernehmenden Gesellschaft wird (ebenso wenig wie mit der Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer, s. Senatsurteile in BFH\/NV 2013, 743, und in BFH\/NV 2014, 74) festgestellt oder unterstellt, in welcher Weise die &uuml;bertragende Gesellschaft ihr Ansatzwahlrecht ausge&uuml;bt hat; es wird dort nur auf der Grundlage des tats&auml;chlich erfolgten Ansatzes (insoweit als unselbst&auml;ndige Besteuerungsgrundlage i.S. des &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 AO) die H&ouml;he des verbleibenden Verlustabzugs festgestellt. Die G-KG war und die Kl&auml;gerin ist verfahrensrechtlich nicht gehindert, sich im Rahmen der Gewinnermittlung auf die Aktivierung des immateriellen Wirtschaftsguts in der Schlussbilanz der &uuml;bertragenden Gesellschaft zu berufen und diese Werte bilanziell fortzuschreiben bzw. im Wege der Absetzung f&uuml;r Abnutzung eink&uuml;nftemindernd zu ber&uuml;cksichtigen. Erkennt das FA dies wiederum nicht an, steht es der Kl&auml;gerin frei, die diesbez&uuml;glichen Bescheide gerichtlich &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen. Eine Rechtsschutzl&uuml;cke besteht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insofern unterscheidet sich die Sachlage des Streitfalls von der Situation des Einbringenden bei einer Sacheinlage nach &sect;&nbsp;20 UmwStG 1995, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4 Satz 1 UmwStG 1995 zur Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungspreises und der Anschaffungskosten an die Wertans&auml;tze f&uuml;r das eingebrachte Verm&ouml;gen gebunden ist, die der Besteuerung des aufnehmenden Unternehmens zugrunde gelegt worden sind. Infolge dieser Bindung ist dem Einbringenden nach der Rechtsprechung des Senats zur Vermeidung einer Rechtsschutzl&uuml;cke ein Drittanfechtungsrecht gegen den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid der aufnehmenden Gesellschaft zuzubilligen, mit dem er geltend machen kann, die der Steuerfestsetzung der aufnehmenden Gesellschaft zu Grunde gelegten Werte des eingebrachten Verm&ouml;gens seien zu hoch (Senatsurteile vom 8.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;R&nbsp;79\/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421, und vom 25.&nbsp;April 2012 I&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFH\/NV 2012, 1649).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Hinblick auf die Feststellungsbescheide nach &sect;&nbsp;27, &sect;&nbsp;28 und &sect;&nbsp;36 KStG 1999&nbsp;n.F. ist eine Beschwer der Kl&auml;gerin ebenfalls nicht ersichtlich. Soweit es sich nicht ohnehin um gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 AO nicht selbst&auml;ndig anfechtbare Folgebescheide zur K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzung handelt (vgl. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 1999 n.F. i.V.m. &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 KStG 1999, sowie Senatsurteil vom 12.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;99\/09, BFH\/NV 2011, 650), ist nicht zu ersehen, dass die Kl&auml;gerin durch die getroffenen Feststellungen verfahrensrechtlich daran gehindert w&auml;re, die ihrer Auffassung nach zu Recht vorgenommene Aktivierung des Firmenwertes in der Schlussbilanz der E-GmbH bei der G-KG bilanziell fortzuschreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2014, I R 1\/13 Verschmelzung einer GmbH auf eine Personengesellschaft &#8211; Keine Beschwer durch Feststellung eines zu hohen Verlustabzugs zur K&ouml;rperschaftsteuer Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 3. Dezember 2012&nbsp;&nbsp;6 K 1883\/10 F aufgehoben. Die Klage wird als unzul&auml;ssig abgewiesen. 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