{"id":64369,"date":"2015-04-01T10:58:08","date_gmt":"2015-04-01T08:58:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64369"},"modified":"2015-04-01T10:58:08","modified_gmt":"2015-04-01T08:58:08","slug":"iii-r-41-12-kindergeld-ermessensausuebung-bei-der-entscheidung-ueber-die-abzweigung-kostenentscheidung-nach-verfahrensabschnitten-erstattung-der-aussergerichtlichen-kosten-eines-beigeladenen-zu-einem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-41-12-kindergeld-ermessensausuebung-bei-der-entscheidung-ueber-die-abzweigung-kostenentscheidung-nach-verfahrensabschnitten-erstattung-der-aussergerichtlichen-kosten-eines-beigeladenen-zu-einem\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;41\/12 &#8211; Kindergeld: Ermessensaus&uuml;bung bei der Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten &#8211; Erstattung der au&szlig;ergerichtlichen Kosten eines Beigeladenen zu einem Viertel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2014, III R 41\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld: Ermessensaus&uuml;bung bei der Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten &#8211; Erstattung der au&szlig;ergerichtlichen Kosten eines Beigeladenen zu einem Viertel<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei der Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung gem&auml;&szlig; &sect; 74 Abs. 1 EStG ist im Regelfall die Abzweigung des Unterschiedsbetrags zwischen den regelm&auml;&szlig;igen Unterhaltsleistungen und dem Kindergeld ermessensgerecht. Ausnahmsweise kann aber auch eine hiervon abweichende Bestimmung des Abzweigungsbetrags ermessensgerecht sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Wenn der Kindergeldberechtigte Unterhalt leistet, setzt eine sachgerechte Ermessensentscheidung voraus, dass die vom Kindergeldberechtigten erbrachten Unterhaltsleistungen vollst&auml;ndig erfasst und der H&ouml;he nach beziffert werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter einer k&ouml;rperlich und geistig behinderten Tochter (Grad der Behinderung: 100&nbsp;%), die auf Kosten des Landratsamts &#8230; (Beigeladener) vollstation&auml;r in einer Pflegeeinrichtung untergebracht ist. Sie bezog von der Beklagten und Revisionsbeklagten (Familienkasse) f&uuml;r ihre Tochter Kindergeld. Zu den Kosten der Unterbringung entrichtete sie einen Beitrag von 26&nbsp;EUR monatlich. Zus&auml;tzlich erbrachte sie f&uuml;r ihre Tochter weitere Unterhaltsleistungen. Der Gesamtbetrag ihrer Leistungen wird von ihr mit rund 1.700&nbsp;EUR j&auml;hrlich beziffert. Der Beigeladene bestreitet, dass Aufwendungen in dieser H&ouml;he anfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den Antrag des Beigeladenen verf&uuml;gte die Familienkasse die Abzweigung des Kindergelds in H&ouml;he von 128&nbsp;EUR monatlich an den Beigeladenen ab Juli 2007. Aufgrund des Einspruchs der Kl&auml;gerin wurde die Abzweigung auf 77&nbsp;EUR monatlich ab Dezember 2007 reduziert. Die auf die vollst&auml;ndige Aufhebung der Abzweigung gerichtete Klage hatte &uuml;berwiegend keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, dass es lediglich ermessensfehlerhaft gewesen sei, die Abzweigung nicht bereits ab Juli 2007 auf 77&nbsp;EUR monatlich zu beschr&auml;nken. Im &Uuml;brigen wies es die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG dazu aus, dass die tatbestandlichen Voraussetzungen der Abzweigung vorgelegen h&auml;tten, da die Kl&auml;gerin ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht f&uuml;r ihre Tochter insoweit nicht nachgekommen sei, als sie die Kosten der Unterbringung nicht &uuml;bernommen habe. Au&szlig;erdem habe die Familienkasse die Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung in weiten Teilen ermessensfehlerfrei getroffen. Diese Entscheidung h&auml;nge davon ab, in welcher H&ouml;he dem Kindergeldberechtigten Aufwendungen f&uuml;r das Kind entstanden seien. Wenn die Aufwendungen geringer als das Kindergeld oder nicht mehr ermittelbar seien, komme eine teilweise Abzweigung in Betracht. Die Aufwendungen der Kl&auml;gerin seien jedenfalls geringer als das Kindergeld, wobei es auf die genaue H&ouml;he nicht ankomme. Es sei jedoch keine Begr&uuml;ndung daf&uuml;r ersichtlich, dass die Beschr&auml;nkung der Abzweigung auf monatlich 77&nbsp;EUR erst ab Dezember 2007 erfolgt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, eine Abzweigung sei nur in dem Umfang zul&auml;ssig, in dem die Aufwendungen des Kindergeldberechtigten f&uuml;r das Kind hinter dem Kindergeld zur&uuml;ckblieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil sowie die Abzweigungsentscheidung vom 27.&nbsp;Juni 2007 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Dezember 2007 insoweit aufzuheben, als die Abzweigung den Betrag von 12,12&nbsp;EUR monatlich &uuml;berschreitet, und die Abzweigung des Kindergelds unter Ab&auml;nderung der Abzweigungsentscheidung vom 27.&nbsp;Juni 2007 auf 12,12&nbsp;EUR monatlich herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung der Familienkasse ist die Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung ermessensgerecht, da die genaue H&ouml;he der Unterhaltsleistungen der Kl&auml;gerin nicht zu ermitteln sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Familienkasse &#8230; der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist aufgrund eines Organisationsaktes (Beschluss des Vorstands der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Nr.&nbsp;21\/2013 vom 18.&nbsp;April 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;11 des Finanzverwaltungsgesetzes, Amtliche Nachrichten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Ausgabe Mai 2013, S.&nbsp;6&nbsp;ff.) im Wege des gesetzlichen Parteiwechsels in die Beteiligtenstellung der Agentur f&uuml;r Arbeit &#8230; &#8211;Familienkasse&#8211; eingetreten (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;August 2007 X&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 218, 533, BStBl II 2009, 109, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist teilweise erfolgreich. Das FG-Urteil sowie der Bescheid &uuml;ber die Abzweigung des Kindergeldes und die dazu ergangene Einspruchsentscheidung werden aufgehoben, soweit die Abzweigung den Betrag von 12,12&nbsp;EUR monatlich &uuml;berschreitet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Im &Uuml;brigen ist die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass im Streitzeitraum Juli 2007 bis Dezember 2007 die Voraussetzungen f&uuml;r eine Abzweigung des Kindergeldes an den Beigeladenen dem Grunde nach vorliegen (zur Bestimmung des Klagezeitraums vgl. Senatsurteil vom 17.&nbsp;Oktober 2013 III&nbsp;R&nbsp;23\/13, BFHE 243, 250).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze 1 und 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) kann das f&uuml;r ein Kind festgesetzte Kindergeld u.a. an die Stelle ausgezahlt werden, die dem Kind Unterhalt gew&auml;hrt, wenn der Kindergeldberechtigte dem Kind gegen&uuml;ber seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind im Streitfall erf&uuml;llt. Das FG hat festgestellt, dass die Kl&auml;gerin ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht (vgl. &sect;&sect;&nbsp;1601&nbsp;ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) nicht i.S. des &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG nachgekommen ist, weil sie die laufenden Kosten f&uuml;r die Unterbringung ihrer Tochter in der Pflegeeinrichtung &#8211;mit Ausnahme des von ihr entrichteten Kostenbeitrags (vgl. dazu &sect;&nbsp;94 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Zw&ouml;lften Buchs Sozialgesetzbuch)&#8211; nicht getragen hat (vgl. Senatsurteil vom 9.&nbsp;Februar 2009 III&nbsp;R&nbsp;37\/07, BFHE 224, 290, BStBl II 2009, 928).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da die Voraussetzungen f&uuml;r eine Abzweigung dem Grunde nach vorliegen, h&auml;ngt die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Abzweigungsbescheids davon ab, ob die Entscheidung der Familienkasse &uuml;ber die Abzweigung sachgerechtem Ermessen entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG im Ermessen der Familienkasse stehende Entscheidung, ob und in welcher H&ouml;he das Kindergeld abgezweigt wird, ist gerichtlich nur auf Ermessensfehler &uuml;berpr&uuml;fbar (&sect;&nbsp;102 FGO). Stellt das Gericht einen Ermessensfehler fest, kann es nicht selbst das Ermessen aus&uuml;ben, sondern ist darauf beschr&auml;nkt, die angefochtene Entscheidung aufzuheben. Lediglich dann, wenn nur eine Entscheidung ermessensgerecht erscheint (sog. Ermessensreduzierung auf null), ist das Gericht befugt, seine Entscheidung an die Stelle der Ermessensentscheidung der Familienkasse zu setzen (Senatsurteil in BFHE 224, 290, BStBl II 2009, 928, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;5 der Abgabenordnung hat die Finanzbeh&ouml;rde das ihr einger&auml;umte Ermessen entsprechend dem Zweck der Erm&auml;chtigung auszu&uuml;ben und die gesetzlichen Grenzen des Ermessens einzuhalten. Zur Aus&uuml;bung des Ermessens bei der Abzweigung von Kindergeld f&uuml;r Kinder, die auf Kosten des Sozialleistungstr&auml;gers vollstation&auml;r untergebracht sind, hat der BFH folgende Grunds&auml;tze aufgestellt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Tr&auml;gt der Kindergeldberechtigte &uuml;berhaupt keine Aufwendungen f&uuml;r den Unterhalt des Kindes, soll das gesamte Kindergeld nicht ihm, sondern entweder dem Kind selbst oder demjenigen zugutekommen, der dem Kind tats&auml;chlich Unterhalt gew&auml;hrt (Senatsurteil vom 15.&nbsp;Juli 2010 III&nbsp;R&nbsp;89\/09, BFHE 231, 52, BStBl II 2013, 695).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entstehen dem Kindergeldberechtigten hingegen Unterhaltsaufwendungen mindestens in H&ouml;he des Kindergeldes, ist allein die Auszahlung des vollen Kindergeldes an den Kindergeldberechtigten ermessensgerecht (Senatsurteil in BFHE 224, 290, BStBl II 2009, 928, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Unterhaltsleistungen, die nicht die H&ouml;he des Kindergeldes erreichen, sind bei der Ermessensaus&uuml;bung zu ber&uuml;cksichtigen (Senatsurteil vom 23.&nbsp;Februar 2006 III&nbsp;R&nbsp;65\/04, BFHE 212, 481, BStBl II 2008, 753). Dies gilt auch f&uuml;r regelm&auml;&szlig;ige geringe Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten. Dabei erscheint es in solchen F&auml;llen ermessensgerecht, das Kindergeld abz&uuml;glich der Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten abzuzweigen, so dass es dem Kindergeldberechtigten in H&ouml;he der von ihm erbrachten Leistungen verbleibt (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;November 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;30\/04, BFH\/NV 2005, 692). In Ausnahmef&auml;llen kann aber auch eine hiervon abweichende Bestimmung des Abzweigungsbetrags ermessensgerecht sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine sachgerechte Ermessensentscheidung setzt voraus, dass die vom Kindergeldberechtigten erbrachten Unterhaltsleistungen vollst&auml;ndig erfasst und der H&ouml;he nach beziffert werden. Erst wenn sich die H&ouml;he der vom Kindergeldberechtigten tats&auml;chlich erbrachten Unterhaltsleistungen nicht mehr &#8211;auch nicht durch Sch&auml;tzung&#8211; ermitteln l&auml;sst, kann es zul&auml;ssig sein, diese Leistungen pauschal zu bewerten und das Kindergeld z.B. in h&auml;lftiger H&ouml;he abzuzweigen (vgl. dazu Senatsurteile in BFHE 224, 290, BStBl II 2009, 928; in BFHE 212, 481, BStBl II 2008, 753).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist insoweit begr&uuml;ndet, als die Kl&auml;gerin die Aufhebung des FG-Urteils, der Abzweigungsentscheidung und der hierzu ergangenen Einspruchsentscheidung begehrt, soweit die Abzweigung ab Juli 2007 den Betrag von 12,12&nbsp;EUR monatlich &uuml;berschreitet. Es liegt ein Ermessensfehlgebrauch vor, weil die Familienkasse die von der Kl&auml;gerin erbrachten Unterhaltsleistungen weder im Abzweigungsbescheid noch in der Einspruchsentscheidung vollst&auml;ndig ermittelt und der H&ouml;he nach beziffert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Familienkasse ist bei der Ermessensaus&uuml;bung ersichtlich davon ausgegangen, dass die von der Kl&auml;gerin erbrachten Unterhaltsleistungen die H&ouml;he des Kindergeldes nicht erreichen. So hat die Familienkasse in der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Dezember 2007 ausgef&uuml;hrt, dass die Kl&auml;gerin ihre Unterhaltspflicht lediglich mit einem Betrag erf&uuml;lle, der geringer sei als die H&ouml;he des Kindergeldes. Hiervon ausgehend hat es die Familienkasse als zul&auml;ssig erachtet, die Unterhaltsleistungen pauschal zu ber&uuml;cksichtigen und das Kindergeld in h&auml;lftiger H&ouml;he abzuzweigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat sich bei der &Uuml;berpr&uuml;fung der Ermessensaus&uuml;bung im Ergebnis von den gleichen &Uuml;berlegungen leiten lassen. Es hat in seinem Urteil ausgef&uuml;hrt, die Kl&auml;gerin habe keine Unterhaltsleistungen in H&ouml;he des Kindergeldes erbracht. Auf der Grundlage der bezifferten Angaben der Kl&auml;gerin erg&auml;ben sich f&uuml;r das Jahr 2007 h&ouml;chstens Unterhaltsleistungen in H&ouml;he von 1.702,74&nbsp;EUR. Danach sei eine Abzweigung des Kindergeldes in h&auml;lftiger H&ouml;he nicht zu beanstanden. Auch sei es nicht entscheidungserheblich, dass sich der Beigeladene gegen die H&ouml;he der von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Unterhaltsleistungen gewandt habe. Ermessensfehlerhaft sei allein, dass die Familienkasse die Abzweigung nicht bereits ab dem Monat Juli 2007 auf 77&nbsp;EUR monatlich reduziert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sowohl die Familienkasse als auch das FG haben hierbei nicht hinreichend beachtet, dass eine h&auml;lftige Abzweigung in der von ihnen angenommenen Fallkonstellation &#8211;die Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten erreichen nicht die H&ouml;he des Kindergeldes&#8211; nur dann sachgerechtem Ermessen entsprechen kann, wenn sich die H&ouml;he der vom Berechtigten erbrachten Unterhaltsleistungen nicht mehr &#8211;auch nicht durch Sch&auml;tzung&#8211; ermitteln l&auml;sst. Eine solche Situation hat aber weder die Familienkasse noch das FG festgestellt. Das FG hat sich in dem Urteil letztendlich mit der Feststellung begn&uuml;gt, dass &#8211;auf Grundlage der Angaben der Kl&auml;gerin&#8211; die Unterhaltsleistungen die H&ouml;he des Kindergeldes nicht erreicht h&auml;tten. Wie hoch diese Unterhaltsleistungen tats&auml;chlich waren, hat es jedoch nicht abschlie&szlig;end festgestellt. Allerdings deuten die Ausf&uuml;hrungen des FG darauf hin, dass sich die H&ouml;he der Unterhaltsleistungen ermitteln l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Revision ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, soweit die Kl&auml;gerin die Herabsetzung der Abzweigung auf monatlich 12,12&nbsp;EUR beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision h&auml;tte insoweit nur dann Erfolg haben k&ouml;nnen, wenn es in F&auml;llen, in denen die bezifferbaren Unterhaltsleistungen die H&ouml;he des Kindergeldes nicht erreichen, allein rechtm&auml;&szlig;ig w&auml;re, den Unterschiedsbetrag zwischen dem Kindergeld und den Unterhaltsleistungen abzuzweigen (Ermessensreduzierung auf null). Da jedoch in dieser Konstellation (ausnahmsweise) auch eine hiervon abweichende Bestimmung des Abzweigungsbetrags ermessensgerecht sein kann (dazu oben 2.b&nbsp;cc), scheidet insoweit eine Aufhebung und Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur Nachholung der erforderlichen Feststellungen aus (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Beim Erlass eines erneuten Abzweigungsbescheids und bei erneuter Aus&uuml;bung des Ermessens sind folgende Gesichtspunkte zu beachten:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Vorab erscheint es zweckm&auml;&szlig;ig, dass die Familienkasse den f&uuml;r die Abzweigung ma&szlig;geblichen Zeitraum ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus Vereinfachungsgr&uuml;nden w&auml;re es nicht zu beanstanden, wenn die Familienkasse der Abzweigungsentscheidung f&uuml;r den Zeitraum Juli 2007 bis Dezember 2007 eine einheitliche Quote zugrunde legt, die sich daraus ergibt, dass die Summe der von der Kl&auml;gerin im Zeitraum Juli 2007 bis Dezember 2007 getragenen Unterhaltsleistungen in das Verh&auml;ltnis zu dem (anteiligen) Jahresbetrag des Kindergeldes gesetzt wird (z.B. Summe der Unterhaltsleistungen Juli bis Dezember 2007: 800&nbsp;EUR; anteiliger Jahresbetrag 6 x 154&nbsp;EUR = 924&nbsp;EUR; beim Kindergeldberechtigten verbleiben: 800\/924; Abzweigung: 124\/924). Diese Methode lie&szlig;e sich auch auf weitere Zeitr&auml;ume &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Weiter ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass im Rahmen der Abzweigungsentscheidung keine fiktiven Kosten f&uuml;r die Betreuung des Kindes, sondern nur tats&auml;chlich entstandene Aufwendungen ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen (Senatsurteil in BFHE 224, 290, BStBl II 2009, 928). Zu den tats&auml;chlich entstandenen Aufwendungen k&ouml;nnen aber auch anteilige Mietkosten f&uuml;r ein Zimmer geh&ouml;ren, das f&uuml;r das behinderte Kind in der Mietwohnung des Kindergeldberechtigten bereitgehalten wird. Die vollstation&auml;re Unterbringung des behinderten Kindes schlie&szlig;t es nicht aus, dass das behinderte Kind auch im Haushalt des Kindergeldberechtigten betreut wird. Dies setzt jedoch voraus, dass die Aufenthalte in dem bereitgehaltenen Zimmer &uuml;ber reine Besuchszwecke hinausgehen und der Erbringung von Betreuungsleistungen dienen. Sollte der Kindergeldberechtigte hierf&uuml;r von dritter Seite eine Kostenerstattung erhalten, m&uuml;sste diese wieder von den Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Sollte die erneute Entscheidung &uuml;ber den Abzweigungsantrag ergeben, dass aufgrund der von der Kl&auml;gerin erbrachten Unterhaltsleistungen eine Abzweigung insgesamt unterbleiben m&uuml;sste oder nur ein geringerer Betrag als 12,12&nbsp;EUR abgezweigt werden d&uuml;rfte, so bliebe zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Abzweigungsentscheidung f&uuml;r den Zeitraum Januar 2007 bis Dezember 2007 bereits teilweise rechtskr&auml;ftig ist. Die Kl&auml;gerin hat mit ihrem Revisionsbegehren die Abzweigung nur noch angegriffen, soweit sie den Betrag von monatlich 12,12&nbsp;EUR &uuml;bersteigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz 1 FGO. Da sich der Streitwert im Revisionsverfahren gegen&uuml;ber dem Klageverfahren verringert hat, ist eine Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten angemessen (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;November 2009 IV&nbsp;R&nbsp;99\/06, BFHE 228, 98, BStBl II 2010, 593; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;136 FGO Rz&nbsp;4). Soweit die Kosten auf den zuletzt nicht mehr angegriffenen Teilbetrag der Abzweigung von 12,12&nbsp;EUR entfallen, waren sie der Kl&auml;gerin aufzuerlegen. Da hinsichtlich des 12,12&nbsp;EUR &uuml;bersteigenden Teilbetrags nicht abzusehen ist, inwieweit die Kl&auml;gerin endg&uuml;ltig mit ihrem Begehren Erfolg haben wird, ist es sachgerecht, der Kl&auml;gerin und der Familienkasse die Kosten insoweit je zur H&auml;lfte aufzuerlegen. Dies f&uuml;hrt dazu, dass die Kosten des Klageverfahrens die Kl&auml;gerin zu 58&nbsp;v.H., die Familienkasse zu 42&nbsp;v.H. zu tragen hat. Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;gerin und die Familienkasse jeweils zur H&auml;lfte zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es entspricht der Billigkeit, die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen der Kl&auml;gerin nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO zu einem Viertel aufzuerlegen. Voraussetzung f&uuml;r eine Billigkeitsentscheidung nach dieser Vorschrift ist, dass der Beigeladene den obsiegenden Beteiligten unterst&uuml;tzt hat (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Mai 2000 IV&nbsp;R&nbsp;10\/99, BFHE 191, 529, BStBl II 2002, 850). Da vorliegend die von dem Beigeladenen unterst&uuml;tzte Familienkasse zur H&auml;lfte obsiegt hat, im &Uuml;brigen ein verfahrensf&ouml;rderndes Verhalten des Beigeladenen insbesondere darin zu sehen ist, dass er im Revisionsverfahren (nicht bereits im Klageverfahren) auf eine m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet hat, entspricht es der Billigkeit, dass die Kl&auml;gerin die au&szlig;ergerichtlichen Kosten des Beigeladenen zu einem Viertel tr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.7.2014, III R 41\/12 Kindergeld: Ermessensaus&uuml;bung bei der Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten &#8211; Erstattung der au&szlig;ergerichtlichen Kosten eines Beigeladenen zu einem Viertel Leits&auml;tze 1. Bei der Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung gem&auml;&szlig; &sect; 74 Abs. 1 EStG ist im Regelfall die Abzweigung des Unterschiedsbetrags zwischen den regelm&auml;&szlig;igen Unterhaltsleistungen und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-41-12-kindergeld-ermessensausuebung-bei-der-entscheidung-ueber-die-abzweigung-kostenentscheidung-nach-verfahrensabschnitten-erstattung-der-aussergerichtlichen-kosten-eines-beigeladenen-zu-einem\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;41\/12 &#8211; Kindergeld: Ermessensaus&uuml;bung bei der Entscheidung &uuml;ber die Abzweigung &#8211; Kostenentscheidung nach Verfahrensabschnitten &#8211; Erstattung der au&szlig;ergerichtlichen Kosten eines Beigeladenen zu einem Viertel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64369","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64369"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64369\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}