{"id":64486,"date":"2015-05-15T10:00:46","date_gmt":"2015-05-15T08:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64486"},"modified":"2015-05-15T10:00:46","modified_gmt":"2015-05-15T08:00:46","slug":"xi-r-42-13-keine-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-bei-veraeusserung-von-teilen-des-inventars-einer-gaststaette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-42-13-keine-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-bei-veraeusserung-von-teilen-des-inventars-einer-gaststaette\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;42\/13 &#8211; Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen bei Ver&auml;u&szlig;erung von Teilen des Inventars einer Gastst&auml;tte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2015, XI R 42\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen bei Ver&auml;u&szlig;erung von Teilen des Inventars einer Gastst&auml;tte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Voraussetzungen einer nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen liegen nicht vor, wenn der (bisherige) P&auml;chter einer Gastst&auml;tte lediglich ihm geh&ouml;rende Teile des Inventars einer Gastst&auml;tte &#8211;hier K&uuml;cheneinrichtung nebst Geschirr und K&uuml;chenartikeln&#8211; ver&auml;u&szlig;ert und der Erwerber den Gastst&auml;ttenbetrieb sowie das &uuml;brige Inventar durch einen weiteren Vertrag von einem Dritten pachtet.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin werden das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 12. Juli 2013&nbsp;&nbsp;1 K 4421\/10 U und die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 11. November 2010 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Umsatzsteuer f&uuml;r das Jahr 2006 wird unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids des Beklagten vom 12. Januar 2010 auf &#8230; EUR festgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH. Gegenstand des Unternehmens war der Getr&auml;nkehandel und ab Januar 2006 der Betrieb einer Gastst&auml;tte im &#8230; Sch&uuml;tzenhaus L unter der Bezeichnung &quot;Sch&uuml;tzenhaus L&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eigent&uuml;merin des Sch&uuml;tzenhauses ist die Sch&uuml;tzenbruderschaft T (Sch&uuml;tzenbruderschaft) in &#8230; Diese hatte die R&auml;ume &#8211;eine Gastst&auml;tte sowie S&auml;le&#8211;, einen Biergarten und das Inventar (nebst angrenzender Wohnung) zun&auml;chst ab dem 1.&nbsp;M&auml;rz 2005 f&uuml;r die Dauer von zehn Jahren an Herrn A verpachtet. Die Regelungen des Pachtvertrages sahen u.a. vor, dass der gastronomische Betrieb als &quot;gut b&uuml;rgerliches&quot; Lokal zu f&uuml;hren und dabei auf &quot;gute Getr&auml;nkepflege&quot; besonderer Wert zu legen sei, und dass f&uuml;r die Sch&uuml;tzenbruderschaft bestimmte, genau beschriebene Veranstaltungen durchzuf&uuml;hren seien. Zudem war A dazu verpflichtet, Fass- und Flaschenbier sowie alkoholfreie Getr&auml;nke von der Kl&auml;gerin zu beziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A betrieb in der Gastst&auml;tte eine griechische Speisegastst&auml;tte. Die Sch&uuml;tzenbruderschaft und A hoben nach neun Monaten den Pachtvertrag einvernehmlich zum 31.&nbsp;Dezember 2005 auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 17.&nbsp;Dezember 2005 verpachtete die Sch&uuml;tzenbruderschaft sodann die R&auml;ume ab dem 1.&nbsp;Januar 2006 an die Kl&auml;gerin unter der Auflage, dort eine Gastst&auml;tte zu f&uuml;hren. Das au&szlig;erdem von der Sch&uuml;tzenbruderschaft &#8211;entsprechend deren Vertragsverh&auml;ltnis mit A&#8211; der Kl&auml;gerin verpachtete Inventar des Sch&uuml;tzenhauses umfasste die vollst&auml;ndige Inneneinrichtung der Gastst&auml;tte und der S&auml;le wie Bestuhlung, Thekenanlagen, Lampen etc. mit Ausnahme der K&uuml;cheneinrichtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am selben Tag schlossen die Kl&auml;gerin und A eine &quot;&Uuml;bernahmevereinbarung&quot;. Darin trafen sie Vereinbarungen u.a. zum &Uuml;bergang des Betriebs des Sch&uuml;tzenhauses, zum Warenbestand, zur Gartenbestuhlung und zu bereits gebuchten Veranstaltungen. Die Kl&auml;gerin &uuml;bernahm au&szlig;erdem Inventar in H&ouml;he von 50.000&nbsp;EUR zuz&uuml;glich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von A. Die &quot;&Uuml;bernahmevereinbarung&quot; wurde von A, einem Vertreter der Kl&auml;gerin und dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Sch&uuml;tzenbruderschaft unterschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Datum vom 1.&nbsp;Januar 2006 berechnete A unter der Bezeichnung &quot;Sch&uuml;tzenhaus L&quot; der Kl&auml;gerin &quot;Abrechnung f&uuml;r den Verkauf der Betriebs- und Gesch&auml;ftsausstattung des Sch&uuml;tzenhaus L gesamt Betrag 50.000&nbsp;EUR, Umsatzsteuer 8.000&nbsp;EUR&quot;. Das &uuml;bernommene Inventar bestand im Wesentlichen aus der K&uuml;cheneinrichtung sowie Geschirr und diversen K&uuml;chenartikeln; nicht dazu geh&ouml;rten u.a. der von A mitgenommene W&auml;rmeschrank und der Speiseausgabewagen. A f&uuml;hrte mit seinem bisherigen Personal ab dem 1.&nbsp;Januar 2006 ein griechisches Speiserestaurant in einem neu gepachteten Gesch&auml;ftslokal im gleichen Ort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin machte in ihrer Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rung f&uuml;r 2006 (Streitjahr) die in der von A erteilten Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer &#8211;zun&auml;chst erfolgreich&#8211; als Vorsteuer geltend. Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Ansicht, die Kl&auml;gerin habe den Gastst&auml;ttenbetrieb im Rahmen einer nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) erworben; es seien s&auml;mtliche wesentlichen Betriebsgrundlagen auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragen worden, wozu auch das Pachtverh&auml;ltnis und die Gesch&auml;ftsbeziehungen geh&ouml;rten. Die in der Rechnung des A offen ausgewiesene Umsatzsteuer in H&ouml;he von 8.000&nbsp;EUR sei deshalb nicht als Vorsteuer abziehbar. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Auffassung des Pr&uuml;fers und versagte mit einem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 12.&nbsp;Januar 2010 den Vorsteuerabzug. Der Einspruch blieb ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen erhobene Klage ab. Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, der Kl&auml;gerin stehe der Vorsteuerabzug nicht zu, weil die in der Rechnung des A vom 1.&nbsp;Januar 2006 &uuml;ber den &quot;Verkauf der Betriebs- und Gesch&auml;ftsausstattung des Sch&uuml;tzenhaus L&quot; ausgewiesene Umsatzsteuer nicht &#8211;wie nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG erforderlich&#8211; von A gesetzlich geschuldet werde. Denn bei der gebotenen &quot;Zusammenschau&quot; des Erwerbs der K&uuml;cheneinrichtung sowie sonstiger Geschirr- und K&uuml;chenartikel von A und der von der Sch&uuml;tzenbruderschaft gepachteten R&auml;ume einschlie&szlig;lich des &uuml;brigen Inventars sei eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG anzunehmen. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1034 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin im Wesentlichen, das FG habe zu Unrecht das Vorliegen der Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG bejaht. Denn die von A &uuml;bernommene K&uuml;cheneinrichtung habe nicht das gesamte f&uuml;r den Betrieb der Gastst&auml;tte erforderliche Inventar umfasst. A habe einen Teil des Inventars, den er selbst f&uuml;r die von ihm er&ouml;ffnete Gastst&auml;tte ben&ouml;tigt habe, mitgenommen; wesentliche Teile des Inventars h&auml;tten ihr, der Kl&auml;gerin, schon selbst geh&ouml;rt bzw. habe sie von der Sch&uuml;tzenbruderschaft gepachtet. Daher habe sie von A mit der K&uuml;cheneinrichtung nebst Geschirr und diversen K&uuml;chenartikeln lediglich einzelne Gegenst&auml;nde erworben. Dieser Vorgang k&ouml;nne nicht als Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen angesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil und die Einspruchsentscheidung vom 11.&nbsp;November 2010 aufzuheben sowie den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2006 vom 12.&nbsp;Januar 2010 dahingehend zu &auml;ndern, dass ein weiterer Vorsteuerabzug in H&ouml;he von 8.000&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wird,<br \/>sowie die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es h&auml;lt die vom FG vorgenommene Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Streitfalls f&uuml;r zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Klagestattgabe (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Streitfall unzutreffend angenommen, dass der von der Kl&auml;gerin geltend gemachte Vorsteuerabzug aus dem Erwerb des Inventars von A ausscheide, weil eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen vorliege und deshalb f&uuml;r diesen Umsatz von A keine Steuer gesetzlich geschuldet werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG unterliegen die Ums&auml;tze im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen nicht der Umsatzsteuer. Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung liegt vor, wenn ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 UStG). Der erwerbende Unternehmer tritt an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Vorschriften beruhen unionsrechtlich auf Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211;Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211; (nunmehr Art.&nbsp;19 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211;). Danach k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die &Uuml;bertragung des Gesamtverm&ouml;gens oder eines Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich oder unentgeltlich oder durch Einbringung in eine Gesellschaft erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung von Gegenst&auml;nden vorliegt, und den Beg&uuml;nstigten der &Uuml;bertragung als Rechtsnachfolger des &Uuml;bertragenden ansehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG bezweckt nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH), die &Uuml;bertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vereinfachen (EuGH-Urteile vom 27.&nbsp;November 2003 C-497\/01, Zita Modes, Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;39; vom 10.&nbsp;November 2011 C-444\/10, Schriever, Slg. 2011, I-11071, BStBl II 2012, 848, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2011, 937, Rz&nbsp;23; vom 30.&nbsp;Mai 2013 C-651\/11, X&nbsp;BV, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2013, 337, UR 2013, 582, Rz&nbsp;41), und erfasst dementsprechend die &Uuml;bertragung von Gesch&auml;ftsbetrieben und von selbst&auml;ndigen Unternehmensteilen, die als Zusammenfassung materieller und immaterieller Bestandteile ein Unternehmen oder einen Unternehmensteil bilden, mit dem eine selbst&auml;ndige wirtschaftliche T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann (EuGH-Urteile Zita Modes in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;40; Schriever in Slg. 2011, I-11071, BStBl II 2012, 848, UR 2011, 937, Rz&nbsp;25; Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;Januar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;27\/08, BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842, und vom 19.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;R&nbsp;38\/10, BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erwerber muss dabei beabsichtigen, den &uuml;bertragenen Gesch&auml;ftsbetrieb oder Unternehmensteil zu betreiben. Nicht beg&uuml;nstigt ist die sofortige Abwicklung der &uuml;bernommenen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit (EuGH-Urteil Zita Modes in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;44; BFH-Urteile vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFHE 226, 138, BStBl II 2009, 863, unter II.2.a; in BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842, Rz&nbsp;19; in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Begriff des Teilverm&ouml;gens bezieht sich nicht auf einen oder mehrere lose Bestandteile eines Unternehmens, sondern auf eine Kombination von ihnen, die zur Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit ausreicht, auch wenn diese T&auml;tigkeit nur Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Unternehmens ist, von dem sie abgespalten wurde (vgl. BFH-Urteil in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;35, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung ist es f&uuml;r die Annahme einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung entscheidend, ob das &uuml;bertragene Unternehmensverm&ouml;gen als hinreichendes Ganzes die Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit erm&ouml;glicht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842; in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;36) und ob die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten &uuml;bereinstimmen oder sich hinreichend &auml;hneln (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;36, m.w.N.). Es kommt insoweit nicht darauf an, ob beim Ver&auml;u&szlig;erer eine eigenst&auml;ndige betriebliche Organisation vorlag, sondern vielmehr darauf, ob ein Teilverm&ouml;gen &uuml;bertragen wird, das vom Erwerber als selbst&auml;ndiges Unternehmen fortgef&uuml;hrt werden kann (vgl. z.B. EuGH-Urteil X&nbsp;BV in MwStR 2013, 337, UR 2013, 582, Rz&nbsp;53); die organisatorischen Verh&auml;ltnisse beim Ver&auml;u&szlig;erer sind damit unma&szlig;geblich (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;45, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen hat das FG unzutreffend angenommen, die Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen l&auml;gen vor, weil es dabei zu Unrecht auch die Verpachtung der R&auml;ume einschlie&szlig;lich des Inventars von der Sch&uuml;tzenbruderschaft in seine Betrachtung mit einbezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin hat mit der Anschaffung der K&uuml;cheneinrichtung nebst Geschirr und sonstigen K&uuml;chenartikeln von A keinen selbst&auml;ndigen Unternehmensteil erworben, der sie in die Lage versetzt h&auml;tte, die Gastst&auml;tte zu betreiben (vgl. dazu z.B. EuGH-Urteil Zita Modes in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;40). Eine K&uuml;cheneinrichtung, Geschirr und diverse K&uuml;chenartikel sind kein abgespaltener, selbst&auml;ndiger Teil des Unternehmens des A. Es wurden nur einzelne zum Betrieb einer Gastst&auml;tte notwendige Gegenst&auml;nde von A an die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert. Davon sind auch die Vertragsparteien ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zum Betrieb der Gastst&auml;tte durch die Kl&auml;gerin war vielmehr noch der Abschluss des Pachtvertrages mit der Sch&uuml;tzenbruderschaft erforderlich, der neben der &Uuml;berlassung der R&auml;ume f&uuml;r die Gastst&auml;tte auch die pachtweise &Uuml;berlassung wesentlichen Inventars an die Kl&auml;gerin vorsah. Das hat das FG festgestellt, indem es ausgef&uuml;hrt hat, bei der &uuml;bertragenen Gesch&auml;ftsausstattung habe es sich zwar um eine f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung des Betriebs wesentliche Sachgesamtheit gehandelt, der Erwerber habe jedoch die weiteren, zum Betrieb erforderlichen Gegenst&auml;nde einschlie&szlig;lich der R&auml;ume von einem Dritten angepachtet (Rz&nbsp;46 des Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Vereinbarungen dieses Pachtvertrages durfte das FG aber nicht mit der Ver&auml;u&szlig;erung des Inventars durch A in einen Vorgang zusammenfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH hat u.a. mit Hinweis darauf, dass Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG die Formulierung &quot;&Uuml;bertragender&quot; nur im Singular verwendet, inzwischen gekl&auml;rt, dass bei Pr&uuml;fung der Voraussetzungen dieser Bestimmung und Vorliegen mehrerer Leistungsbeziehungen &quot;jeder Vorgang einzeln und selbst&auml;ndig zu beurteilen&quot; ist (EuGH-Urteil X&nbsp;BV in MwStR 2013, 337, UR 2013, 582, Rz&nbsp;45 bis 47). Dies gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 geltende Regelung in Art.&nbsp;19 MwStSystRL, in der die Person &quot;des &Uuml;bertragenden&quot; ebenfalls nur in der Einzahl erw&auml;hnt ist. Dementsprechend hei&szlig;t es in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG, dass &quot;der erwerbende Unternehmer an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers&quot; tritt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies bedeutet, dass f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen im Rahmen der streitbefangenen umsatzsteuerrechtlichen Leistungsbeziehung zwischen A und der Kl&auml;gerin Leistungen au&szlig;er Betracht bleiben m&uuml;ssen, die &#8211;wie hier&#8211; Gegenstand einer weiteren &#8211;davon zu unterscheidenden&#8211; umsatzsteuerrechtlichen Leistungsbeziehung zwischen der Sch&uuml;tzenbruderschaft und der Kl&auml;gerin sind (vgl. auch W&uuml;st, MwStR 2014, 409).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass es im Streitfall offenbar allen Beteiligten um die Fortf&uuml;hrung des Gastst&auml;ttenbetriebs des Sch&uuml;tzenhauses ging (vgl. Anm.&nbsp;B&uuml;chter-Hole in EFG 2014, 1041, 1042), ist unerheblich. Denn Gegenstand der streitbefangenen Leistungsbeziehung zwischen A und der Kl&auml;gerin war lediglich die von A in Rechnung gestellte &Uuml;bertragung des Inventars, das sich nach den Feststellungen des FG auf die K&uuml;cheneinrichtung nebst Geschirr und diversen K&uuml;chenartikeln beschr&auml;nkte. Der Senat kann daher offenlassen, wie die Rechtslage zu beurteilen w&auml;re, wenn die Kl&auml;gerin im Rahmen eines umfassenden Vertrages mit A (vollumf&auml;nglich) in dessen mit der Sch&uuml;tzenbruderschaft bestehenden Pachtvertrag eingetreten w&auml;re. Ein derartiger &Uuml;bergang der &quot;P&auml;chterstellung&quot; von A auf die Kl&auml;gerin hat nicht stattgefunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Etwas anderes ergibt sich entgegen der Auffassung des FG nicht aus dem BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2010 V&nbsp;R&nbsp;25\/09 (BFH\/NV 2010, 1873), wonach eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung durch Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung im Rahmen der erforderlichen Gesamtw&uuml;rdigung aufgrund besonderer Umst&auml;nde auch dann vorliegen kann, wenn auf den Erwerber kein bestehender Mietvertrag &uuml;bergeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn diese Rechtsprechung betrifft allein die Frage der Fortf&uuml;hrung einer unternehmerischen T&auml;tigkeit durch den Erwerber im Falle der &Uuml;bertragung von Grundst&uuml;cken ohne &Uuml;bergang eines entsprechenden Pacht- oder Mietvertrages (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1873, Rz&nbsp;17&nbsp;ff.). Darum &#8211;oder um Vergleichbares&#8211; geht es im vorliegenden Fall nicht. Hier ist ausschlie&szlig;lich entscheidend, ob die vom Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer und Verp&auml;chter (Sch&uuml;tzenbruderschaft) an die Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen in die W&uuml;rdigung der Leistungsbeziehung zwischen (dem fr&uuml;heren P&auml;chter) A und der Kl&auml;gerin einbezogen werden d&uuml;rfen. Auf diese &#8211;zu verneinende&#8211; Frage ist die Rechtsprechung im BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1873 nicht &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dem steht nicht die Rechtsprechung des EuGH und des BFH entgegen, wonach bei dem Erwerb eines Warenbestandes und der Gesch&auml;ftsausstattung eines Einzelhandelsgesch&auml;fts unter gleichzeitiger Vermietung des Ladenlokals an den Erwerber eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen gegeben sein kann (vgl. EuGH-Urteil Schriever in Slg. 2011, I-11071, BStBl II 2012, 848, UR 2011, 937, und BFH-Urteil in BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842). Denn im Streitfall liegt ein solcher Sachverhalt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Seine Entscheidung war daher aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Der Klage war stattzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der von der Kl&auml;gerin gestellte Antrag, die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren, ist im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren. Zust&auml;ndig daf&uuml;r ist das FG als Gericht des ersten Rechtszugs (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 14.&nbsp;Mai 2009 IV&nbsp;R&nbsp;47\/07, BFHE 225, 116, BStBl II 2009, 900, unter II.3.; vom 19.&nbsp;Februar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;7\/10, BFHE 240, 258, BStBl II 2013, 436, Rz&nbsp;22, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2015, XI R 42\/13 Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen bei Ver&auml;u&szlig;erung von Teilen des Inventars einer Gastst&auml;tte Leits&auml;tze Die Voraussetzungen einer nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen liegen nicht vor, wenn der (bisherige) P&auml;chter einer Gastst&auml;tte lediglich ihm geh&ouml;rende Teile des Inventars einer Gastst&auml;tte &#8211;hier K&uuml;cheneinrichtung nebst Geschirr und K&uuml;chenartikeln&#8211; ver&auml;u&szlig;ert und der Erwerber &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-42-13-keine-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-bei-veraeusserung-von-teilen-des-inventars-einer-gaststaette\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;42\/13 &#8211; Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen bei Ver&auml;u&szlig;erung von Teilen des Inventars einer Gastst&auml;tte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64486"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64486\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}