{"id":64509,"date":"2015-05-15T10:02:09","date_gmt":"2015-05-15T08:02:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64509"},"modified":"2015-05-15T10:02:09","modified_gmt":"2015-05-15T08:02:09","slug":"vii-r-26-13-tilgungsbestimmung-bei-vollstreckung-gegen-einen-ehegatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-26-13-tilgungsbestimmung-bei-vollstreckung-gegen-einen-ehegatten\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;26\/13 &#8211; Tilgungsbestimmung bei Vollstreckung gegen einen Ehegatten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.3.2015, VII R 26\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Tilgungsbestimmung bei Vollstreckung gegen einen Ehegatten<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 11. April 2013&nbsp;&nbsp;11 K 2623\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) wurde f&uuml;r das Jahr 2001 zusammen mit ihrem Ehemann zur Einkommensteuer veranlagt. Die Steuerschuld war allein durch die Eink&uuml;nfte des Ehemanns verursacht und wurde durch Vollstreckung in Konten des Ehemanns getilgt. Dies war m&ouml;glich, weil die Kl&auml;gerin nach Erlass der entsprechenden Pf&auml;ndungs- und Einziehungsverf&uuml;gungen von ihren Sparkonten insgesamt 249.157,74&nbsp;EUR auf eines der Konten des Ehemanns &uuml;berwiesen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Kl&auml;gerin die getrennte Veranlagung beantragt und der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einen Bescheid nach &sect;&nbsp;26a des Einkommensteuergesetzes erlassen hatte, verlangte die Kl&auml;gerin die Erstattung der von ihr auf das Konto des Ehemanns geleisteten Zahlungen. Dies lehnte das FA mit Abrechnungsbescheid vom 16.&nbsp;Oktober 2008 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) urteilte, der Abrechnungsbescheid sei entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht nichtig. Insbesondere sei er trotz Fehlens einer ausdr&uuml;cklichen Ablehnung des geltend gemachten Erstattungsanspruchs inhaltlich hinreichend bestimmt (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Die erforderliche Begr&uuml;ndung sei sp&auml;testens mit der Einspruchsentscheidung nachgeholt worden (&sect;&sect;&nbsp;121, 126 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus habe das FA hinsichtlich der Zahlungen der Kl&auml;gerin auf das Konto des Ehemanns zu Recht einen Erstattungsanspruch verneint. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme best&uuml;nde insbesondere keine ausdr&uuml;ckliche oder konkludente Tilgungsbestimmung zu Gunsten der Kl&auml;gerin. Die Gr&uuml;nde sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1379 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, der Abrechnungsbescheid sei nichtig, da das FA den geltend gemachten Erstattungsanspruch nicht ausdr&uuml;cklich abgelehnt und sie, die Kl&auml;gerin, bewusst in die Irre gef&uuml;hrt habe. Dar&uuml;ber hinaus sei der Bescheid zumindest rechtswidrig, da das zu Vorauszahlungen ergangene Senatsurteil vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 VII&nbsp;R&nbsp;42\/10 (BFHE 233, 10, BStBl II 2011, 607) nicht auf die Abschlusszahlung des Streitfalls anwendbar sei. Jedenfalls sei Vertrauensschutz zu gew&auml;hren. Im &Uuml;brigen habe das FG unzutreffend eine Tilgungsbestimmung zu ihren Gunsten abgelehnt. Dies folge aus den Zeugenaussagen in der m&uuml;ndlichen Verhandlung des FG sowie &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung von Art.&nbsp;6 des Grundgesetzes&#8211; aus den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung aufzuheben und den Abrechnungsbescheid vom 16.&nbsp;Oktober 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;Juli 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass f&uuml;r den Veranlagungszeitraum ein Guthaben der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 249.157,74&nbsp;EUR ausgewiesen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es folgt der Begr&uuml;ndung des FG und macht erg&auml;nzend geltend, bei der Beitreibung einer Forderung im Wege der Zwangsvollstreckung gegen einen Gesamtschuldner sei von vornherein keine Tilgungsbestimmung zu Gunsten des anderen Gesamtschuldners m&ouml;glich. Selbst wenn eine solche Tilgungsbestimmung m&ouml;glich gewesen sein sollte, fehle sie im Streitfall. Dies folge bereits daraus, dass sich der Ehemann als Pf&auml;ndungsschuldner jeder Verf&uuml;gung &uuml;ber das Kontoguthaben habe enthalten m&uuml;ssen (&sect;&nbsp;309 Abs.&nbsp;1 AO). Die Kl&auml;gerin selbst habe zwar freiwillig gezahlt, aber lediglich an ihren Ehemann. Dabei habe man aufgrund der erkennbaren Umst&auml;nde eine intakte Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft annehmen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat kann aufgrund der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015 in der Sache entscheiden, obwohl f&uuml;r die Kl&auml;gerin niemand erschienen ist. Der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin ist ordnungsgem&auml;&szlig; geladen worden unter Hinweis darauf, dass bei seinem Ausbleiben in der m&uuml;ndlichen Verhandlung auch ohne ihn verhandelt und entschieden werden kann (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Prozessbevollm&auml;chtigte ist dem Termin ohne Angabe von Gr&uuml;nden ferngeblieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das Urteil entspricht dem Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO). Das FG hat zu Recht entschieden, dass der angefochtene Abrechnungsbescheid (&sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;2 AO) weder nichtig noch rechtswidrig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin f&uuml;hrt der Umstand, dass der Abrechnungsbescheid keine ausdr&uuml;ckliche Ablehnung des geltend gemachten Erstattungsanspruchs enth&auml;lt, nicht zu dessen Nichtigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Fehlen der ausdr&uuml;cklichen Ablehnung des Erstattungsanspruchs macht den Bescheid nicht wegen mangelnder Bestimmtheit nichtig (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO). Zwar muss ein Abrechnungsbescheid die streitigen Steueranspr&uuml;che grunds&auml;tzlich im Einzelnen bezeichnen und nach Steuerart, Jahr und Betrag aufgliedern (Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Oktober 1994 VII&nbsp;S&nbsp;16\/94, BFH\/NV 1995, 474). Jedenfalls dann, wenn das F&uuml;r und Wider des Bestehens eines Erstattungsanspruchs &#8211;wie im Streitfall&#8211; vor dem Erlass des Abrechnungsbescheids in mehreren Schrifts&auml;tzen ausdr&uuml;cklich er&ouml;rtert worden ist, gilt dies aber nicht f&uuml;r Steueranspr&uuml;che, die nach Auffassung des Finanzamts von vornherein nicht entstanden sind. Dar&uuml;ber hinaus bezieht sich der Abrechnungsbescheid im Streitfall auf die gesamte Einkommensteuer 2001, so dass bereits daraus die Ablehnung des geltend gemachten Erstattungsanspruchs folgt. Es liegt allenfalls ein Begr&uuml;ndungsmangel vor, der jedenfalls durch die Einspruchsentscheidung geheilt worden ist (&sect;&sect;&nbsp;121, 126 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der angefochtene Abrechnungsbescheid ist auch rechtm&auml;&szlig;ig. Der Kl&auml;gerin steht kein weiterer Erstattungsanspruch zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG kommt es hierf&uuml;r aber nicht auf die Rechtsprechung des Senats zur Tilgungsbestimmung bei Zahlung eines Ehegatten auf die Gesamtschuld der Ehepartner sowie auf die daraus resultierenden Folgen f&uuml;r einen Erstattungsanspruch an. Denn die vom FG zitierte Rechtsprechung ist bei einer Beitreibung im Wege der Zwangsvollstreckung nicht anwendbar (Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;April 2013 VII&nbsp;B&nbsp;66\/12, BFH\/NV 2013, 1217; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 14.&nbsp;Januar 2015 IV&nbsp;A&nbsp;3&nbsp;&#8211;&nbsp;S&nbsp;0160\/11\/10001, Tz.&nbsp;2.4.3.). Aufgrund der Vollstreckungsma&szlig;nahme &#8211;im Streitfall dem Erlass der Pf&auml;ndungs- und Einziehungsverf&uuml;gungen bez&uuml;glich der Konten des Ehemanns&#8211; fehlt bereits eine Zahlung an das FA, die mit einer Tilgungsbestimmung h&auml;tte versehen werden k&ouml;nnen. Die vollstreckten Betr&auml;ge sind vielmehr ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Rechnung desjenigen bewirkt, gegen dessen Verm&ouml;gen sich die Vollstreckung richtet. Dies war im Streitfall der Ehemann der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.3.2015, VII R 26\/13 Tilgungsbestimmung bei Vollstreckung gegen einen Ehegatten Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 11. April 2013&nbsp;&nbsp;11 K 2623\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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