{"id":64524,"date":"2015-05-15T10:02:05","date_gmt":"2015-05-15T08:02:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64524"},"modified":"2015-05-15T10:02:05","modified_gmt":"2015-05-15T08:02:05","slug":"x-b-39-14-korrektur-eines-fluechtigkeitsfehlers-teilnichtigkeit-eines-bescheides-bei-zusammenveranlagung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-39-14-korrektur-eines-fluechtigkeitsfehlers-teilnichtigkeit-eines-bescheides-bei-zusammenveranlagung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;39\/14 &#8211; Korrektur eines Fl&uuml;chtigkeitsfehlers; Teilnichtigkeit eines Bescheides bei Zusammenveranlagung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.3.2015, X B 39\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Korrektur eines Fl&uuml;chtigkeitsfehlers; Teilnichtigkeit eines Bescheides bei Zusammenveranlagung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 20. Februar 2014&nbsp;&nbsp;1 K 1209\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) und ihr verstorbener Ehemann wurden im Streitjahr 2005 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Obwohl sie ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung eine entsprechende Leistungsmitteilung der zust&auml;ndigen Landesversicherungsanstalt beigef&uuml;gt hatten, erfolgte die Einkommensteuerfestsetzung ohne den Ansatz der Leibrente des verstorbenen Ehemanns. Daneben wurden die Sonderausgaben gegen&uuml;ber der Steuererkl&auml;rung um 202&nbsp;EUR gek&uuml;rzt und deshalb nur der Sonderausgabenpauschbetrag ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Erhalt der Rentenbezugsmitteilung &auml;nderte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Einkommensteuerfestsetzung durch Bescheid vom 24.&nbsp;November 2010. Diesen gab es gegen&uuml;ber beiden Eheleuten bekannt, obwohl der Ehemann zwischenzeitlich verstorben war. Als Korrekturvorschrift berief sich das FA auf &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch der Kl&auml;gerin wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Es liege eine offenbare Unrichtigkeit nach &sect;&nbsp;129 AO vor. Der Sachbearbeiter habe zwar die Kennziffer f&uuml;r die Rente des verstorbenen Ehemanns auf der Anlage R eingetragen, diese aber nicht in das EDV-System eingegeben. Der &Auml;nderungsbescheid sei gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin wirksam, obwohl dieser auch gegen&uuml;ber dem verstorbenen Ehemann der Kl&auml;gerin bekanntgegeben worden sei. Die Adressierung an die Kl&auml;gerin gen&uuml;ge den Bestimmtheitsanforderungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage verlangte die Kl&auml;gerin die Feststellung der Nichtigkeit des &Auml;nderungsbescheides und hilfsweise seine Aufhebung, da keine &Auml;nderungsvorschrift greife.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage durch Urteil vom 20.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1209\/11 insoweit als unbegr&uuml;ndet ab. Es sah den &Auml;nderungsbescheid zwar in Bezug auf den verstorbenen Ehemann als nichtig an, nicht jedoch hinsichtlich der Kl&auml;gerin. Der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber sei der Bescheid wirksam bekanntgegeben worden, da das FA diesen unabh&auml;ngig vom nichtigen Teil, der allein den verstorbenen Ehegatten betreffe, habe erlassen k&ouml;nnen. Die &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit nach &sect;&nbsp;129 AO habe aufgrund des vorliegenden Fl&uuml;chtigkeitsfehlers des FA bestanden. Unerheblich sei, dass das FA zun&auml;chst eine andere Korrekturvorschrift genannt habe. Begr&uuml;ndet sei die Klage nur, soweit Sonderausgaben in H&ouml;he von weiteren 130&nbsp;EUR nicht ber&uuml;cksichtigt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin verlangt mit ihrer Beschwerde die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache und Rechtsfortbildung sowie Divergenz und Verfahrensm&auml;ngeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde der Kl&auml;gerin hat keinen Erfolg. Die von der Kl&auml;gerin genannten Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegen entweder der Sache nach nicht vor oder sind nicht den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend vorgetragen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO geltend, so hat er zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen. Daf&uuml;r ist erforderlich, dass er die entscheidungserhebliche Rechtsfrage hinreichend konkretisiert; nicht ausreichend ist eine Fragestellung, deren Beantwortung von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;171). Des Weiteren muss die Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darlegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss ausgef&uuml;hrt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;151\/10, BFH\/NV 2011, 1165; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;32, 35, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Kl&auml;gerin &#8211;in eine Rechtsfrage gekleidet&#8211; den Bundesfinanzhof (BFH) auffordert, die Richtigkeit der Rechtsauffassung des FG zu pr&uuml;fen, ein Fehler des FA bei Erlass eines Verwaltungsakts, der auf einer pflichtwidrig unterlassenen Sachverhaltsaufkl&auml;rung und der Unterstellung eines nicht vorliegenden Sachverhalts beruhe, k&ouml;nne im Einspruchsverfahren &#8211;nunmehr gest&uuml;tzt auf die Korrekturvorschrift des &sect;&nbsp;129 AO&#8211; ge&auml;ndert werden, stellt sie gerade keine abstrakte Rechtsfrage heraus. Vielmehr formuliert sie eine auf ihren Einzelfall bezogene, nicht als abstrakt, sondern als konkret zu bezeichnende Rechtsfrage. Sie stellt insoweit auch nicht dar, warum die Beantwortung dieser Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sein soll. Eine grunds&auml;tzliche Bedeutung ist hierdurch nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der BFH-Rechtsprechung ist dar&uuml;ber hinaus gekl&auml;rt &#8211;dies verkennt die Kl&auml;gerin&#8211;, dass die Finanzbeh&ouml;rde, die &uuml;ber den Einspruch entscheidet, verpflichtet ist, die Sache in vollem Umfang erneut zu &uuml;berpr&uuml;fen (&sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO). Daraus folgt, dass diese nicht an die von dem Einspruchsf&uuml;hrer gestellten Antr&auml;ge gebunden ist und daher die ihr in tats&auml;chlicher und rechtlicher Hinsicht unterlaufenen Fehler berichtigen kann (so schon BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 1989 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/84, BFHE 159, 410, BStBl II 1990, 561, unter III.2.a, m.w.N.). Folglich ist das FA berechtigt, insbesondere die Begr&uuml;ndung f&uuml;r eine &Auml;nderung auf eine andere &#8211;nun als anwendbar erkannte&#8211; Korrekturvorschrift zu st&uuml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Zulassung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO setzt voraus, dass &uuml;ber bisher ungekl&auml;rte Rechtsfragen &quot;zur Fortbildung des Rechts&quot; zu entscheiden ist. Dieser Zulassungsgrund konkretisiert den der Nr.&nbsp;1 (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;November 2010 VIII&nbsp;B&nbsp;159\/09, BFH\/NV 2011, 300). Es gelten insoweit die zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO h&ouml;chstrichterlich entwickelten strengen Darlegungsanforderungen (Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;165\/10, BFH\/NV 2011, 985). Ein diesen Vorgaben gen&uuml;gendes Vorbringen der Kl&auml;gerin fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch eine Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO ist nicht geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Zulassung der Revision wegen Divergenz setzt voraus, dass das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH, das Bundesverfassungsgericht (BVerfG), der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes, ein anderes oberstes Bundesgericht oder ein anderes FG. Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen (vgl. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Januar 2014 X&nbsp;B&nbsp;181\/13, BFH\/NV 2014, 523, m.w.N.). Des Weiteren ist darzulegen, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt oder um eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;B&nbsp;135\/12, BFH\/NV 2014, 156).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat vermag nicht zu erkennen, dass die Kl&auml;gerin dem angefochtenen Urteil des FG einen &quot;Rechtssatz&quot; entnimmt. So stellt sie ausgehend von den BFH-Urteilen vom 8.&nbsp;Dezember 2011 VI&nbsp;R&nbsp;45\/10 (BFH\/NV 2012, 694), vom 16.&nbsp;Januar 1964 V&nbsp;94\/61&nbsp;U (BFHE 78, 389, BStBl III 1964, 149) und vom 17.&nbsp;M&auml;rz 1970 II&nbsp;65\/63 (BFHE 99, 96, BStBl II 1970, 598) lediglich die ihrer Ansicht nach vorliegende Fehlerhaftigkeit der Entscheidung des FG dar, was allerdings nicht zur Revisionszulassung f&uuml;hren kann (dazu unter 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zudem divergiert das FG-Urteil zu keiner von der Kl&auml;gerin genannten Entscheidung des BFH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit die Kl&auml;gerin auf das BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 694 eingeht und eine fehlerhafte Beachtung der dortigen Grunds&auml;tze zu erkennen meint, ist ihre Einsch&auml;tzung falsch. Wie in dieser Entscheidung verlangt, hat das FG zutreffend gesehen, dass eine offenbare Unrichtigkeit auch dann vorliegen kann, wenn der Veranlagungsbeamte Daten versehentlich nicht in ein Computerprogramm eingibt. Dieser Fehler ist hiernach dann &quot;offenbar&quot;, wenn er auf der Hand liegt, durchschaubar, eindeutig oder augenf&auml;llig ist. Ma&szlig;gebend ist, ob der Fehler bei Offenlegung des Sachverhalts f&uuml;r jeden unvoreingenommenen Dritten klar und deutlich als offenbare Unrichtigkeit erkennbar ist. Unter Beachtung dieser Grunds&auml;tze hat das FG auf Seite&nbsp;11 seines Urteils im Rahmen seiner W&uuml;rdigung dargelegt, weshalb es von einer solchen offenbaren Unrichtigkeit nach Lage der Akten ausgegangen ist. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Au&szlig;erachtlassung der Rentenbez&uuml;ge des Kl&auml;gers etwa auf einem Rechtsirrtum des Sachbearbeiters oder einem Ermittlungsdefizit beruhen k&ouml;nnte, hat es nicht angenommen. Diese tats&auml;chliche W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Streitfalls durch das FG, an die der Senat revisionsrechtlich grunds&auml;tzlich nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist, vermag keine Divergenzr&uuml;ge nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;gerin unter Nennung der BFH-Urteile in BFHE 78, 389, BStBl III 1964, 149 und in BFHE 99, 96, BStBl II 1970, 598 auf die aus ihrer Sicht vorliegende Aufkl&auml;rungspflichtverletzung des FA abstellt, zeigt sie lediglich die aus ihrer Sicht vorliegende Rechtsfehlerhaftigkeit des Urteils auf, da das FG diese nicht richtig gewertet habe. Eine Divergenz in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage liegt insoweit nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Revision ist auch nicht deshalb wegen Divergenz zuzulassen, weil das FG keine Nichtigkeitsfeststellung getroffen hat, was aus Sicht der Kl&auml;gerin einen Versto&szlig; gegen das Grundgesetz (GG) darstelle und deshalb verfassungswidrig sei. Insoweit fehlt es bereits an einem entsprechend substantiierten Vortrag der Kl&auml;gerin. Auch bleibt unklar, welche Artikel des GG betroffen sein sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das finanzgerichtliche Urteil leidet nicht unter einem schwerwiegenden Rechtsfehler, so dass die Revision auch nicht deshalb zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO)zuzulassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Voraussetzungen dieses Zulassungsgrundes liegen vor, wenn die Entscheidung des FG objektiv willk&uuml;rlich erscheint oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht, unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar &#8211;d.h. greifbar gesetzeswidrig&#8211; ist und das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur wieder hergestellt werden kann. Greifbare Gesetzeswidrigkeit ist anzunehmen, wenn das Urteil jeglicher gesetzlicher Grundlage entbehrt und auf einer offensichtlich Wortlaut und Gesetzeszweck widersprechenden Gesetzesauslegung beruht (Senatsentscheidung vom 22.&nbsp;August 2012 X&nbsp;B&nbsp;155\/11, BFH\/NV 2012, 2015). Diese besonderen Umst&auml;nde sind in der Beschwerdeschrift aufzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine greifbare Gesetzeswidrigkeit der Entscheidung l&auml;ge nicht schon vor, wenn das FG &#8211;aus Sicht der Kl&auml;gerin&#8211; die unter II.3.a aufgef&uuml;hrten Entscheidungen des BFH falsch angewandt h&auml;tte. Grunds&auml;tze der finanzgerichtlichen Sachverhalts- und Beweisw&uuml;rdigung sind revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb der Pr&uuml;fung des BFH im Revisionsverfahren entzogen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Mai 2004 VIII&nbsp;B&nbsp;107\/03, BFH\/NV 2004, 1533).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gravierende Fehler sind aus Sicht des Senats auch nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FG hat vielmehr nachvollziehbar geschildert, auf Grund welcher tats&auml;chlichen Umst&auml;nde es von einem Fl&uuml;chtigkeitsfehler des Bearbeiters und damit von einer offenbaren Unrichtigkeit ausgeht. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, inwieweit einzelne L&auml;nderfinanzverwaltungen f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;129 AO Verwaltungsverf&uuml;gungen erlassen haben. Denn diese k&ouml;nnen das Ermessen des FA bei der hier vorliegenden offenbaren Unrichtigkeit nicht einschr&auml;nken. Vielmehr sind die Finanzbeh&ouml;rden grunds&auml;tzlich verpflichtet, Steueranspr&uuml;che, die sich aus den eine Steuerschuld begr&uuml;ndenden Tatbest&auml;nden ergeben, gegen&uuml;ber dem Steuerpflichtigen geltend zu machen bzw. entsprechende Feststellungs- oder Messbescheide zu erlassen, um dem Gebot der Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung zu gen&uuml;gen. Mit der Berichtigungsvorschrift des &sect;&nbsp;129 AO hat der Gesetzgeber unter ganz bestimmten Voraussetzungen der materiellen Gerechtigkeit (Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung) den Vorrang vor der Rechtssicherheit (Vertrauensschutz) einger&auml;umt (so schon BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 1992 II&nbsp;R&nbsp;111\/89, BFH\/NV 1993, 637).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zutreffend sind die Ausf&uuml;hrungen des FG zur fehlenden Nichtigkeit des an die Kl&auml;gerin adressierten Einkommensteuer&auml;nderungsbescheides. Die Kl&auml;gerin und ihr verstorbener Ehemann wurden im Streitjahr zusammen veranlagt. Folglich kann die Steuerschuld, die sie als Gesamtschuldner nach &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 AO trifft, ihnen gegen&uuml;ber in einem zusammengefassten Bescheid nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO geltend gemacht werden. Dieser bzw. auch &Auml;nderungsbescheide k&ouml;nnen nach dem Tod eines der Ehegatten gegen&uuml;ber dem &uuml;berlebenden Ehegatten und dem Erben des verstorbenen Ehegatten erlassen werden. Da ein in Form des &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;3 AO ergangener Zusammenveranlagungsbescheid zwei inhaltlich und verfahrensrechtlich selbst&auml;ndige, nur der &auml;u&szlig;eren Form nach zusammengefasste Verwaltungsakte enth&auml;lt, die (weiterhin) ein unterschiedliches (verfahrens-)rechtliches Schicksal haben k&ouml;nnen (vgl. nur BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 1986 IV&nbsp;R&nbsp;82\/84, BFHE 146, 358, BStBl II 1986, 545, unter II.1.a&nbsp;bb), gen&uuml;gt es den Bestimmtheitsanforderungen der &sect;&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1, 157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO, wenn der Bescheid, der an den &uuml;berlebenden Ehegatten gerichtet ist, auch an ihn adressiert ist. Es ist unerheblich, soweit die Steuerfestsetzung des &uuml;berlebenden Ehegatten betroffen ist, ob der andere Ehegatte, dessen Name ebenfalls verwendet wird, noch lebt oder nicht (so auch BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Juli 1998 II&nbsp;R&nbsp;64\/95, BFH\/NV 1998, 1455). Ohne Bedeutung f&uuml;r die Steuerfestsetzung gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin ist dann auch, ob der gegen den verstorbenen Ehegatten gerichtete &Auml;nderungsbescheid wirksam bekanntgegeben wurde oder gar als nichtig anzusehen ist. Eine Nichtigkeitserkl&auml;rung des gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin ergangenen Bescheides hat das FG deshalb zu Recht als unbegr&uuml;ndet angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Sofern die Kl&auml;gerin mit ihrem Vorbringen Verfahrensfehler gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO r&uuml;gt, k&ouml;nnen diese nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren. Weder ist eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs substantiiert dargelegt worden noch liegt eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) vor. Es ist auch kein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO) gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Kl&auml;gerin die Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs r&uuml;gt, fehlt es bereits an einem entsprechend substantiierten Vortrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat das Gericht im Rahmen des Anspruchs der Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r die Ausf&uuml;hrungen der Prozessbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erw&auml;gung zu ziehen. Es muss seine Entscheidung begr&uuml;nden und daraus muss erkennbar sein, dass das Gericht sich mit dem wesentlichen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten auseinandergesetzt hat (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss vom 15.&nbsp;April 1980&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;827\/79, BVerfGE 54, 86, m.w.N.). Diese richterliche Pflicht geht jedoch nicht so weit, dass sich das Gericht mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgr&uuml;nden ausdr&uuml;cklich befassen m&uuml;sste (vgl. dazu Gr&auml;ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;10a, m.w.N.). Es darf das Vorbringen au&szlig;er Acht lassen, das nach seiner Auffassung unerheblich oder unsubstantiiert ist. Das rechtliche Geh&ouml;r ist erst dann verletzt, wenn sich aus den besonderen Umst&auml;nden des Einzelfalles deutlich ergibt, dass das Gericht ein tats&auml;chliches Vorbringen entweder &uuml;berhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung gezogen hat (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;November 2014 X&nbsp;B&nbsp;223\/13, BFH\/NV 2015, 202, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Inwieweit das FG seine diesbez&uuml;gliche Pflicht verletzt haben soll, bleibt unklar, da die Kl&auml;gerin lediglich schlagwortartig darauf verweist, das Gericht habe ihr w&auml;hrend der m&uuml;ndlichen Verhandlung kein ausreichendes rechtliches Geh&ouml;r gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die R&uuml;ge der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO macht Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, welche Beweise das FG von Amts wegen h&auml;tte erheben bzw. welche Tatsachen es h&auml;tte aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, aus welchen Gr&uuml;nden sich ihm die Notwendigkeit einer Beweiserhebung auch ohne Antrag h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern die Beweiserhebung auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (Senatsbeschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Oktober 2005 X&nbsp;B&nbsp;86\/05, BFH\/NV 2006, 118, unter 2.a, und vom 18.&nbsp;Mai 2011 X&nbsp;B&nbsp;124\/10, BFH\/NV 2011, 1838, unter II.2.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar macht die Kl&auml;gerin geltend, das FG h&auml;tte die Akte &#8211;gemeint ist anscheinend die Festsetzungsakte in Papierform&#8211; beiziehen m&uuml;ssen, doch erl&auml;utert sie nicht, inwieweit das FG von seinem materiell-rechtlichen Standpunkt aus zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte kommen k&ouml;nnen. Entscheidend ist n&auml;mlich f&uuml;r das FG nicht, ob die Papierakte bereits bei der Berichtigung der Einkommensteuerfestsetzung im November 2010 vorgelegen hat. Das FG stellt auf Seite&nbsp;11 seines Urteils nach Lage der ihm vorliegenden Akten vielmehr darauf ab, dass der Sachbearbeiter die auf der Anlage&nbsp;R noch fehlende Kennziffer eingetragen und den Rentenbezug als Dauertatbestand gespeichert, die erkl&auml;rten Renteneink&uuml;nfte aber nicht erfasst hatte. Dies wertet es &#8211;aus Sicht des Senats gut vertretbar&#8211; als Fl&uuml;chtigkeitsfehler, n&auml;mlich als schlichtes &Uuml;bersehen erkl&auml;rter Eink&uuml;nfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist vorliegend, ob der Veranlagungssachbearbeiter des FA einen Pr&uuml;fhinweis nicht beachtet hat. Eine Feststellung des FG, dass ein solcher &#8211;im Jahr 2010 &uuml;blicher&#8211; Pr&uuml;fhinweis bereits im Jahr 2006 verwandt worden ist, findet sich im Urteil nicht. Da die Kl&auml;gerin die Feststellungen im FG-Urteil insoweit nicht mit einer Verfahrensr&uuml;ge angreift, binden diese (fehlenden) Feststellungen den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO, so dass davon auszugehen ist, dass kein entsprechender Pr&uuml;fhinweis ausgeworfen worden ist. Entscheidender Veranlagungszeitraum in Bezug auf die Berichtigungsm&ouml;glichkeit bleibt, dies verkennt die Kl&auml;gerin, allein das Jahr 2006, in dem die (Erst-)Veranlagung vorgenommen worden ist, und nicht das Jahr 2010 als Jahr des Erlasses des &Auml;nderungsbescheides.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gewonnenen neuen Erkenntnisse seien vom FG unber&uuml;cksichtigt geblieben, liegt ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zum Gesamtergebnis des Verfahrens i.S. des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO geh&ouml;rt auch die Auswertung des Inhalts der dem Gericht vorliegenden Akten. Ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten und damit eine Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO ist gegeben, wenn das FG seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht, oder wenn es eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt gelassen hat und die angefochtene Entscheidung darauf beruht (Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;November 2013 X&nbsp;B&nbsp;114\/13, BFH\/NV 2014, 346, unter II.1.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;gerin einen Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO r&uuml;gt und dabei anscheinend darauf abstellt, das FG habe unber&uuml;cksichtigt gelassen, dass das FA zun&auml;chst eine Korrektur ohne Hinzuziehung der Papierakte vorgenommen habe, macht sie geltend, das FG h&auml;tte im Rahmen seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung nicht zu ihren Gunsten die Fehlerhaftigkeit der Korrekturpr&uuml;fung durch das FA ber&uuml;cksichtigt. Anders als von ihr angenommen, wendet sie sich damit allein gegen die aus ihrer Sicht fehlerhafte Sachverhalts- und Beweisw&uuml;rdigung des FG. Hierin liegt jedoch nicht eine Geltendmachung eines Verfahrensfehlers, sondern einer falschen materiellen Rechtsanwendung, die grunds&auml;tzlich nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hrt (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 31.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;21\/12, BFH\/NV 2013, 759, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;gerin auf eine m&ouml;gliche fehlerhafte Sachverhaltsdarstellung im FG-Urteil abstellt, kann sie diese im vorliegenden Verfahren nicht r&uuml;gen. Vielmehr muss die Kl&auml;gerin dies durch einen fristgebundenen Antrag auf Tatbestandsberichtigung (&sect;&nbsp;108 FGO) geltend machen (Senatsbeschluss vom 10.&nbsp;August 2011 X&nbsp;B&nbsp;100\/10, BFH\/NV 2011, 2098, unter 2.b). Einen solchen Antrag hat die Kl&auml;gerin jedoch nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Letztlich ersch&ouml;pft sich die gesamte Beschwerdebegr&uuml;ndung &#8211;trotz vordergr&uuml;ndiger Heranziehung der Zulassungsgr&uuml;nde des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO&#8211; darin, die materiell-rechtlichen Fehler des FG-Urteils aus Sicht der Kl&auml;gerin aufzuzeigen, womit allerdings die Zulassung der Revision nicht erreicht werden kann (vgl. auch Senatsbeschluss vom 6.&nbsp;Februar 2013 X&nbsp;B&nbsp;164\/12, BFH\/NV 2013, 694, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.3.2015, X B 39\/14 Korrektur eines Fl&uuml;chtigkeitsfehlers; Teilnichtigkeit eines Bescheides bei Zusammenveranlagung Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 20. Februar 2014&nbsp;&nbsp;1 K 1209\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-39-14-korrektur-eines-fluechtigkeitsfehlers-teilnichtigkeit-eines-bescheides-bei-zusammenveranlagung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;39\/14 &#8211; Korrektur eines Fl&uuml;chtigkeitsfehlers; Teilnichtigkeit eines Bescheides bei Zusammenveranlagung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64524","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64524"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64524\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}