{"id":64525,"date":"2015-05-15T10:02:13","date_gmt":"2015-05-15T08:02:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64525"},"modified":"2015-05-15T10:02:13","modified_gmt":"2015-05-15T08:02:13","slug":"v-b-108-14-verfahrensfehler-ablehnung-einer-terminsverlegung-besorgnis-der-befangenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-108-14-verfahrensfehler-ablehnung-einer-terminsverlegung-besorgnis-der-befangenheit\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;108\/14 &#8211; Verfahrensfehler, Ablehnung einer Terminsverlegung; Besorgnis der Befangenheit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.3.2015, V B 108\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfahrensfehler, Ablehnung einer Terminsverlegung; Besorgnis der Befangenheit<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 25. Juli 2014&nbsp;&nbsp;6 K 940\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Verfahrensfehler (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) f&uuml;hren nicht zur Zulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Ablehnung eines Antrags auf Verlegung eines Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung verletzt nur dann den Anspruch eines Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211; und &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO), wenn erhebliche Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Aufhebung oder Verlegung geltend gemacht worden sind (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;227 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;). Eine schl&uuml;ssige R&uuml;ge dieses Verfahrensmangels erfordert daher die Darlegung, dass zur Begr&uuml;ndung des Verlegungsantrags derart erhebliche Gr&uuml;nde substantiiert vorgetragen und glaubhaft gemacht worden sind (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Dezember 2011 V&nbsp;B&nbsp;37\/11, BFH\/NV 2012, 956; vom 30.&nbsp;Mai 2008 IX&nbsp;B&nbsp;216\/07, BFH\/NV 2008, 1510, sowie vom 4.&nbsp;August 2005 I&nbsp;B&nbsp;219\/04, BFH\/NV 2006, 73, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine nicht zu beseitigende Termins&uuml;berlagerung mit einem anderweitigen Rechtsstreit stellt zwar einen &quot;erheblichen Grund&quot; i.S. von &sect;&nbsp;227 ZPO dar, lag aber im Streitfall ersichtlich nicht vor: Der Termin beim Bundespatentgericht fand am Vortag statt und der Termin beim Amtsgericht in D zwar am Tag der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG), aber erst um 9:30&nbsp;Uhr. Zur Vermeidung einer Terminkollision hat das FG die m&uuml;ndliche Verhandlung von 11:00&nbsp;Uhr auf 7:00&nbsp;Uhr vorverlegt, eine Fahrzeit nach D von zwei Stunden ber&uuml;cksichtigt und sich &uuml;berdies bereit erkl&auml;rt, den Termin von 7:00&nbsp;Uhr auf 6:30&nbsp;Uhr vorzuverlegen. Gr&uuml;nde, die den Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) in dieser Zeit an der Teilnahme hinderten, hat er weder vorgebracht noch glaubhaft gemacht. Blo&szlig;e Unannehmlichkeiten, um den Termin p&uuml;nktlich wahrnehmen zu k&ouml;nnen (wie beispielsweise eine fr&uuml;he Anreise oder eine Hotel&uuml;bernachtung), reichen dagegen f&uuml;r die Annahme eines erheblichen Grundes nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Beschwerde ist auch insoweit ohne Erfolg, als sie auf die Ablehnung des Befangenheitsgesuchs durch das FG gest&uuml;tzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;42 ZPO findet die Ablehnung eines Richters wegen Besorgnis der Befangenheit statt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Richters zu rechtfertigen. Dabei kommt es darauf an, ob der Prozessbeteiligte von seinem Standpunkt aus bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung Anlass hat, die Voreingenommenheit des oder der abgelehnten Richter zu bef&uuml;rchten (BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;August 1998 VII&nbsp;B&nbsp;8\/98, BFH\/NV 1999, 480, und vom 11.&nbsp;Februar 2003 VII&nbsp;B&nbsp;330\/02, VII&nbsp;S&nbsp;41\/02, BFHE 201, 483, BStBl II 2003, 422). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;2 ZPO sind die das Misstrauen in die Unparteilichkeit rechtfertigenden Umst&auml;nde im Ablehnungsgesuch substantiiert darzulegen und glaubhaft zu machen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;September 1991 IV&nbsp;B&nbsp;147\/90, BFH\/NV 1992, 320, und in BFHE 201, 483, BStBl II 2003, 422).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Beschwerdeschrift das Vorliegen eines Verfahrensmangels darauf st&uuml;tzt, dass das FG den Befangenheitsantrag des Kl&auml;gers zu Unrecht abgelehnt habe, ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass Beschl&uuml;sse &uuml;ber die Ablehnung von Gerichtspersonen nach &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO nicht mit der Beschwerde und damit grunds&auml;tzlich auch nicht mit einer Nichtzulassungsbeschwerde angefochten werden k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;2 FGO). Geltend gemacht werden k&ouml;nnen somit nur solche Verfahrensm&auml;ngel, die als Folge der Ablehnung des Befangenheitsgesuchs dem angefochtenen Urteil anhaften. Ein Zulassungsgrund ist daher nur dann gegeben, wenn die Ablehnung entweder gegen das Willk&uuml;rverbot verst&ouml;&szlig;t oder ein Verfahrensgrundrecht wie den Anspruch auf den gesetzlichen Richter (Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG) verletzt wird. Auch das Verfahrensgrundrecht auf den gesetzlichen Richter sch&uuml;tzt indes nur vor willk&uuml;rlichen Verst&ouml;&szlig;en gegen Verfahrensvorschriften. Eine Besetzungsr&uuml;ge kann deshalb auch nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sich &#8211;woran es vorliegend fehlt&#8211; dem Beschwerdevorbringen entnehmen l&auml;sst, dass der Beschluss &uuml;ber die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs nicht nur fehlerhaft, sondern greifbar gesetzwidrig und damit willk&uuml;rlich war (BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;Juli 2005 VII&nbsp;B&nbsp;2\/05, BFH\/NV 2005, 2035, sowie vom 13.&nbsp;Januar 2003 III&nbsp;B&nbsp;51\/02, BFH\/NV 2003, 640).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall nicht vor:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dass der Einzelrichter dem Antrag des Kl&auml;gers auf Verlegung des Termins f&uuml;r die m&uuml;ndliche Verhandlung nicht entsprochen hat, l&auml;sst eine greifbar gesetzeswidrige Ablehnung des Befangenheitsgesuchs und damit eine Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter nicht erkennen. Denn der Verlegungsantrag wurde mangels Vorliegens eines erheblichen Grundes zu Recht abgelehnt (vgl. Ausf&uuml;hrungen unter&nbsp;1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs erweist sich auch nicht insoweit als greifbar gesetzeswidrig und damit willk&uuml;rlich, als der Kl&auml;ger vorbringt, der Einzelrichter habe eine telefonische &Auml;u&szlig;erung von ihm mit der Erwiderung quittiert &quot;Da muss ich aber lachen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Freim&uuml;tige oder saloppe Formulierungen geben grunds&auml;tzlich noch keinen Anlass zur Besorgnis der Befangenheit (BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;August 2001 IX&nbsp;B&nbsp;117\/00, BFH\/NV 2002, 63; vom 8.&nbsp;Dezember 1998 VII&nbsp;B&nbsp;227\/98, BFH\/NV 1999, 661; vom 27.&nbsp;September 1994 VIII&nbsp;B&nbsp;64-76\/94, BFH\/NV 1995, 526, und vom 31.&nbsp;August 1987 IV&nbsp;B&nbsp;101\/86, BFH\/NV 1989, 169). Evident unsachliche oder unangemessene sowie herabsetzende und beleidigende &Auml;u&szlig;erungen des Richters k&ouml;nnen aber die Besorgnis der Befangenheit rechtfertigen, wenn sie den n&ouml;tigen Abstand zwischen Person und Sache vermissen lassen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;Januar 1987 IX&nbsp;B&nbsp;12\/84, BFH\/NV 1987, 656; vom 6.&nbsp;Februar 1989 V&nbsp;B&nbsp;119\/88, BFH\/NV 1990, 45, und vom 21.&nbsp;November 1991 V&nbsp;B&nbsp;157\/91, BFH\/NV 1992, 479).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Vorliegend begr&uuml;ndet die vom Kl&auml;ger beanstandete &Auml;u&szlig;erung des Einzelrichters jedenfalls deshalb keine auf Voreingenommenheit hinweisende Unsachlichkeit, weil der Einzelrichter &#8211;wie sich aus dem Schriftsatz des Kl&auml;gers vom 22.&nbsp;Juli 2014 ergibt&#8211; anschlie&szlig;end konzediert hat, dass der Absturz des Computers mit allen Steuerdaten auch in seinen Augen ein anerkennenswertes Problem sei. Danach bestand bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung kein Anlass mehr, die Voreingenommenheit des abgelehnten Richters zu bef&uuml;rchten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG war trotz des Befangenheitsantrages des Kl&auml;gers nicht gehindert, in seiner gesch&auml;ftsplanm&auml;&szlig;igen Besetzung durch Einzelrichter &uuml;ber die Klage zu entscheiden. Denn das Ablehnungsgesuch war rechtsmissbr&auml;uchlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO richtet sich die Entscheidung &uuml;ber ein Ablehnungsgesuch nach den &sect;&sect;&nbsp;45, 47 ZPO. Danach wirkt der abgelehnte Richter an der Entscheidung grunds&auml;tzlich nicht mit. Von diesem Grundsatz gilt jedoch dann eine Ausnahme, wenn die Ablehnung missbr&auml;uchlich ist (BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;B&nbsp;103\/97, BFH\/NV 1998, 475, m.w.N.). Dies ist der Fall, wenn der Antrag offenbar grundlos ist (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;August 1987 X&nbsp;B&nbsp;29\/87, BFH\/NV 1988, 103) oder nur der Verschleppung dient (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;November 2009 IV&nbsp;B&nbsp;66\/08, BFH\/NV 2010, 671). Ma&szlig;geblich daf&uuml;r, ob der Antrag zu Recht als missbr&auml;uchlich abgelehnt worden ist, sind die im Antrag vorgebrachten Gr&uuml;nde; sp&auml;ter geltend gemachte Gr&uuml;nde k&ouml;nnen nicht ber&uuml;cksichtigt werden (vgl. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;September 1998 XI&nbsp;B&nbsp;22\/98, BFH\/NV 1999, 348).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vorliegend hat der Kl&auml;ger den Einzelrichter am FG deswegen abgelehnt, weil dieser seinen Antrag auf Terminverlegung abgelehnt und sich unsachlich ge&auml;u&szlig;ert habe. Diese Befangenheitsgr&uuml;nde liegen nach den Ausf&uuml;hrungen unter 2.&nbsp;c offensichtlich nicht vor. Dar&uuml;ber hinaus diente der Befangenheitsantrag, wie vom FG zutreffend ausgef&uuml;hrt wird, der Prozessverschleppung. Denn der Prozessbevollm&auml;chtigte beendete das Telefongespr&auml;ch mit dem Einzelrichter vom 22.&nbsp;Juli 2014, in dem das Gericht dem Kl&auml;ger mitteilte, dass der Termin voraussichtlich nicht verlegt werde, sinngem&auml;&szlig; mit den Worten, er wisse nun, was er zu tun habe. Hierzu instrumentalisierte er eine &#8211;schon mehrere Wochen zur&uuml;ckliegende und bei objektiver Betrachtungsweise keinen Anlass f&uuml;r eine Befangenheit gebende&#8211; &Auml;u&szlig;erung des Einzelrichters als Begr&uuml;ndung f&uuml;r seinen Befangenheitsantrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ist das Ablehnungsgesuch rechtsmissbr&auml;uchlich und deshalb offensichtlich unzul&auml;ssig, entscheidet das Gericht dar&uuml;ber in der nach dem Gesch&auml;ftsverteilungsplan vorgesehenen Besetzung, ohne dass es einer vorherigen dienstlichen &Auml;u&szlig;erung der abgelehnten Richter nach &sect;&nbsp;51 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;3 ZPO bedarf (z.B. BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;April 2003 VII&nbsp;S&nbsp;7\/03, BFH\/NV 2003, 1331). In diesem Fall ist es auch nicht notwendig, &uuml;ber den Antrag in einem besonderen Beschluss zu entscheiden, sondern es kann im Urteil dar&uuml;ber mitentschieden werden (BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 201, 483, BStBl II 2003, 422; vom 21.&nbsp;November 2002 VII&nbsp;B&nbsp;58\/02, BFH\/NV 2003, 485, und vom 31.&nbsp;August 1999 V&nbsp;B&nbsp;53\/97, V&nbsp;S&nbsp;13\/99, BFH\/NV 2000, 244).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von der Wiedergabe des Tatbestands und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.3.2015, V B 108\/14 Verfahrensfehler, Ablehnung einer Terminsverlegung; Besorgnis der Befangenheit Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 25. Juli 2014&nbsp;&nbsp;6 K 940\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen. Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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