{"id":64549,"date":"2015-05-15T09:57:46","date_gmt":"2015-05-15T07:57:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64549"},"modified":"2015-05-15T09:57:46","modified_gmt":"2015-05-15T07:57:46","slug":"ix-r-4-14-veraeusserung-einer-wesentlichen-beteiligung-gegen-wiederkehrende-bezuege-wahl-der-zuflussbesteuerung-halbeinkuenfteverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-4-14-veraeusserung-einer-wesentlichen-beteiligung-gegen-wiederkehrende-bezuege-wahl-der-zuflussbesteuerung-halbeinkuenfteverfahren\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;4\/14 &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung einer wesentlichen Beteiligung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge &#8211; Wahl der Zuflussbesteuerung &#8211; Halbeink&uuml;nfteverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.11.2014, IX R 4\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Ver&auml;u&szlig;erung einer wesentlichen Beteiligung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge &#8211; Wahl der Zuflussbesteuerung &#8211; Halbeink&uuml;nfteverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung i.S. von &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG und Wahl der Zuflussbesteuerung (entsprechend R 140 Abs. 7 i.V.m. R 139 Abs. 11 EStR 2001) richtet sich die Besteuerung nach dem im Zeitpunkt des Zuflusses geltenden Recht (entgegen BMF-Schreiben vom 3. August 2004 in BStBl I 2004, 1187).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. &sect; 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c Satz 1 EStG ist bei einer Ver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Leistung und Wahl der Zuflussbesteuerung anwendbar, auch wenn die Ver&auml;u&szlig;erung vor Einf&uuml;hrung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens stattgefunden hat, wenn im Zeitpunkt des Zuflusses f&uuml;r laufende Aussch&uuml;ttungen aus der Gesellschaft das Halbeink&uuml;nfteverfahren anwendbar gewesen w&auml;re.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 2. Januar 2014&nbsp;&nbsp;4 K 244\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuer 2004 wird unter Ab&auml;nderung des Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2004 vom 6. Juli 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20. Dezember 2010 auf den Betrag festgesetzt, der sich ergibt, wenn die vom Kl&auml;ger im Streitjahr vereinnahmten Leibrentenzahlungen in H&ouml;he von 402.980 EUR in H&ouml;he des Tilgungsanteils zur H&auml;lfte steuerfrei bleiben. Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war seit Juli 1997 zu mehr als 25&nbsp;% an einer Aktiengesellschaft (im Folgenden: AG) beteiligt. Mit Vertr&auml;gen von September 1999 und Juni 2000 ver&auml;u&szlig;erte er die Aktien gegen Leibrenten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen&uuml;ber dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) machte der Kl&auml;ger von dem Wahlrecht Gebrauch, die Rentenzahlungen als nachtr&auml;gliche Betriebseinnahmen i.S. des &sect;&nbsp;15 i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu behandeln (R&nbsp;140 Abs.&nbsp;7 i.V.m. R&nbsp;139 Abs.&nbsp;11 der Einkommensteuer Richtlinien &#8211;EStR&#8211; 2001). Im Streitjahr (2004) flossen dem Kl&auml;ger aus den Vertr&auml;gen Einnahmen von 402.980&nbsp;EUR zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2004 gab der Kl&auml;ger nachtr&auml;gliche Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 201.490&nbsp;EUR an und f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, die Einnahmen unterl&auml;gen dem Halbeink&uuml;nfteverfahren. Davon abweichend setzte das FA die Einnahmen in voller H&ouml;he an (Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2004 vom 6.&nbsp;Juli 2005).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. In der Einspruchsentscheidung f&uuml;hrte das FA u.a. aus, bei Wahl der Zuflussbesteuerung seien die nachtr&auml;glichen Eink&uuml;nfte nach dem Recht zu besteuern, das im Zeitpunkt der Realisierung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns gegolten habe. Das ergebe sich aus der f&uuml;r &sect;&nbsp;17 EStG kennzeichnenden Stichtagsbetrachtung. Auf Ver&auml;u&szlig;erungen in den Jahren 1999 und 2000 sei das Halbeink&uuml;nfteverfahren noch nicht anwendbar gewesen. Das Finanzgericht (FG) hat zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen auf die Einspruchsentscheidung Bezug genommen (&sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;5 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4b Nr.&nbsp;2 EStG in der im Streitjahr anwendbaren Fassung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt:<br \/>Der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2004 vom 6.&nbsp;Juli 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Dezember 2010 wird dahingehend ge&auml;ndert, dass das veranlagte zu versteuernde Einkommen des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers auf 371.239&nbsp;EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er f&uuml;hrt erg&auml;nzend aus, das Anliegen des Kl&auml;gers laufe darauf hinaus, die Wahl der Zuflussbesteuerung gegen&uuml;ber der Sofortversteuerung zu beg&uuml;nstigen. Dies habe der Gesetzgeber weder beabsichtigt, noch k&ouml;nne er dies gewollt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Stattgabe der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zwischen den Beteiligten ist nicht streitig, dass der Kl&auml;ger in zwei F&auml;llen durch die Vertr&auml;ge von September 1999 und Juni 2000 jeweils den Tatbestand des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG in der jeweils anwendbaren Fassung erf&uuml;llt hat, indem er Anteile an einer Kapitalgesellschaft (AG) ver&auml;u&szlig;ert hat, an der er zuvor im ma&szlig;gebenden Zeitraum wesentlich beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Beteiligten gehen weiter &uuml;bereinstimmend davon aus, dass der Kl&auml;ger das von der Finanzverwaltung einger&auml;umte Wahlrecht zu Recht in Anspruch genommen und von der M&ouml;glichkeit Gebrauch gemacht hat, die Rentenzahlungen als nachtr&auml;gliche Betriebseinnahmen i.S. des &sect;&nbsp;15 i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG behandeln zu lassen (R&nbsp;140 Abs.&nbsp;7 i.V.m. R&nbsp;139 Abs.&nbsp;11 EStR 2001).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Bundesfinanzhof (BFH) hat ein solches Wahlrecht im Grundsatz gebilligt, wenn langfristige wiederkehrende Bez&uuml;ge vereinbart werden und diese entweder mit einem Wagnis behaftet sind oder haupts&auml;chlich im Interesse des Ver&auml;u&szlig;erers, um dessen Versorgung zu sichern, und nicht im Interesse des Erwerbers festgelegt werden (vgl. Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juli 2010 IX&nbsp;R&nbsp;45\/09, BFHE 230, 380, BStBl II 2010, 969). In den F&auml;llen des &sect;&nbsp;17 EStG hat der BFH die Anwendung des Wahlrechts f&uuml;r gerechtfertigt gehalten, wenn der Versorgungscharakter im Interesse des Anteilsver&auml;u&szlig;erers eindeutig zutage tritt und wenn es sich um wagnisbehaftete wiederkehrende Bez&uuml;ge handelt, die z.B. an das Leben einer bestimmten Person gekoppelt sind. F&uuml;hrt die Realisierung des von Beginn an bewusst in Kauf genommenen Risikos (Tod des Rentenberechtigten) nicht zu einer r&uuml;ckwirkenden &Auml;nderung des Kaufpreises, rechtfertigt dies eine teleologische Reduktion von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG mit der Folge, dass beim Verk&auml;ufer ausnahmsweise die im Konzept des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG nicht vorgesehene Besteuerung nach dem Zufluss gerechtfertigt sein kann (Senatsurteil in BFHE 230, 380, BStBl II 2010, 969).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auf der Grundlage der tats&auml;chlichen, den Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG, geht der Senat mit den Beteiligten davon aus, dass die Leibrentenvereinbarungen im Streitfall die Anwendung der vorstehenden Grunds&auml;tze rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat kann offenlassen, ob die Rentenzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Rechtsprechung hat dies bislang nicht angenommen (vgl. Schmidt\/Wacker, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;245). Demgegen&uuml;ber nimmt die Finanzverwaltung die Aufteilung grunds&auml;tzlich vor, jedoch beginnend ab unterschiedlichen Zeitpunkten. F&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungen vor dem 1.&nbsp;Januar 2004 geht die Finanzverwaltung wie bisher (R&nbsp;139 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;7 EStR 2001) davon aus, dass eine Aufteilung erst nach vollst&auml;ndiger Verrechnung der Anschaffungs- und Ver&auml;u&szlig;erungskosten mit den Rentenzahlungen (ohne Aufteilung) vorzunehmen ist (R&nbsp;139 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;8 EStR 2003; R&nbsp;16 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;8 EStR 2012). F&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungen nach dem 31.&nbsp;Dezember 2003 sollen die Rentenzahlungen bereits von Anfang an aufgeteilt werden (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 3.&nbsp;August 2004 in BStBl I 2004, 1187, A.1.; R&nbsp;16 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;7 EStR 2012). Die Gewinnschwelle wird dann entsprechend sp&auml;ter erreicht. Im Schrifttum wird bezweifelt, ob f&uuml;r die Aufteilung bei nachtr&auml;glichen Eink&uuml;nften i.S. von &sect;&nbsp;15 i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG eine Rechtsgrundlage besteht (z.B. Rapp in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;249).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Fragen bed&uuml;rfen vorliegend keiner Entscheidung. Soweit der Kl&auml;ger die Aufteilung begehrt (auch mit Blick auf die Anwendung des &sect;&nbsp;32d EStG ab dem Veranlagungszeitraum 2009), wird ihm die Aufteilung von der Finanzverwaltung nicht streitig gemacht. Die Aufteilung konnte im Streitfall schon deshalb unterbleiben, weil sich beim Ansatz von Kapitaleink&uuml;nften anstelle von (in H&ouml;he des Zinsanteils voll versteuerten) Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb keine steuerlichen Auswirkungen ergeben h&auml;tten. Davon gehen die Beteiligten &uuml;bereinstimmend aus. Auch die Frage, ob die Leibrentenzahlungen von Anfang an oder erst nach Erreichen der Gewinnschwelle aufzuteilen sind, bedarf keiner Entscheidung. Zwischen den Beteiligten ist nicht streitig, dass im Streitfall die Gewinnschwelle bereits vor dem Jahr 2004 &uuml;berschritten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die danach zwischen den Beteiligten allein streitige Frage, ob der ma&szlig;gebliche Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach dem im Jahr des Zuflusses geltenden Recht oder nach dem im Jahr der Ver&auml;u&szlig;erung geltenden Recht zu versteuern ist, wird in Verwaltung und Schrifttum unterschiedlich beurteilt. Die Finanzverwaltung meint, es komme nach Ma&szlig;gabe des Stichtagsprinzips auf das im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung (Realisation) geltende Recht an. Das Halbeink&uuml;nfteverfahren sei auf Leibrentenzahlungen nur anwendbar, wenn es auch im Fall der Sofortversteuerung zur Anwendung gekommen w&auml;re (BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 1187; zustimmend: Eilers\/R.&nbsp;Schmidt in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;182; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;205; Zimmermann\/Zimmermann-Schwier in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;349). Das war bei Ver&auml;u&szlig;erungen in den Jahren 1999 und 2000 nicht der Fall. Die Gegenauffassung geht davon aus, dass es auf die Rechtslage im Zeitpunkt des Zuflusses ankomme (Gosch in Kirchhof, EStG, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;77; Rapp in Littmann\/ Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;249 und &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;100; wohl auch Bl&uuml;mich\/Vogt, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;511; Schneider, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;C&nbsp;94; Nacke\/Intemann, Der Betrieb 2002, 756). Der Senat schlie&szlig;t sich der zuletzt genannten Auffassung an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sie st&uuml;tzt sich auf das Zuflussprinzip (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Besteuerung von Einnahmen ist die materielle Rechtslage im Zeitpunkt des Zuflusses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem steht nicht entgegen, dass die Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG nach der Rechtsprechung des BFH eine Stichtagsbetrachtung erfordert. Mit der fakultativen Wahl der Zuflussbesteuerung bei den Eink&uuml;nften i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist der Stichtagsbetrachtung nicht nur punktuell, sondern generell der Boden entzogen. Die teleologische Einschr&auml;nkung von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG besteht gerade darin, dass die Stichtagsbetrachtung im Einzelfall durch das Zuflussprinzip ersetzt wird. Entgegen der Auffassung des FA hat der &Uuml;bergang zur Zuflussbesteuerung nicht nur Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Besteuerung, sondern auch auf den Realisationszeitpunkt. Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entsteht in diesem Fall nicht bereits im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung (Gosch in Kirchhof, EStG, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;77), sondern sukzessive mit dem Zufluss jeder einzelnen Zahlung nach &Uuml;berschreiten der Gewinnschwelle (zutr. H&ouml;rger\/Rapp in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;100; Frotscher in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;179b). Bis zum Erreichen der Gewinnschwelle ist ein Gewinn ebenfalls noch nicht entstanden (Reis, Die Information &uuml;ber Steuer und Wirtschaft 2001, 81). Das zeigt sich z.B., wenn der Rentenberechtigte vor dem Erreichen der Gewinnschwelle verstirbt. Auch die Finanzverwaltung geht im &Uuml;brigen davon aus, dass bei der Wahl der Zuflussbesteuerung ein Gewinn erst entsteht, wenn die Anschaffungs- und Ver&auml;u&szlig;erungskosten vollst&auml;ndig verrechnet sind (z.B. R&nbsp;139 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;7 EStR 2001). Demgegen&uuml;ber entsteht der Gewinn bei der Stichtagsbetrachtung bereits im Realisationszeitpunkt (st. Rspr. vgl. z.B. BFH-Urteile vom 21.&nbsp;September 1982 VIII&nbsp;R&nbsp;140\/79, BFHE 137, 407, BStBl II 1983, 289; vom 1.&nbsp;Juli 2014 IX&nbsp;R&nbsp;47\/13, BFHE 246, 188, BStBl II 2014, 786). Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn kann aber nicht zugleich im Zeitpunkt des Zuflusses und zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt realisiert worden sein. Beide Annahmen schlie&szlig;en sich gegenseitig aus und k&ouml;nnten auch im Rahmen einer blo&szlig;en Billigkeitsentscheidung keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dagegen l&auml;sst sich auch nicht einwenden, die Besteuerung der Leibrentenzahlungen nach dem im Zeitpunkt des Zuflusses geltenden Recht beg&uuml;nstige (nachtr&auml;glich) die Wahl der Zuflussbesteuerung. Das trifft zwar auf den Streitfall zu. Eine aus der Sicht des Kl&auml;gers nachteilige Ver&auml;nderung der Rechtslage (zum Beispiel durch Anhebung der pers&ouml;nlichen Steuers&auml;tze) w&auml;re aber ebenso denkbar und ist auch nicht ausgeschlossen. Eine effektiv gleiche Besteuerung w&auml;re im &Uuml;brigen auch nicht gew&auml;hrleistet, wenn im Fall der Sofortversteuerung das Halbeink&uuml;nfteverfahren bereits anwendbar gewesen w&auml;re. Das w&auml;re nur der Fall, wenn &uuml;ber die gesamte Laufzeit der Zuflussbesteuerung von gleichbleibenden rechtlichen und pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnissen auszugehen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Satz&nbsp;1 EStG ist sachlich und zeitlich anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Satz&nbsp;1 EStG ist die H&auml;lfte des Ver&auml;u&szlig;erungspreises oder des gemeinen Werts im Sinne des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG steuerfrei. &quot;Ver&auml;u&szlig;erungspreis&quot; im Sinne der Vorschrift und im Sinne von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG ist der Wert der Gegenleistung des Erwerbers (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Juli 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;54\/88, BFHE 169, 49, BStBl II 1993, 331; vom 28.&nbsp;Oktober 2008 IX&nbsp;R&nbsp;96\/07, BFHE 223, 190, BStBl II 2009, 45). Gegenleistung ist alles, was der Steuerpflichtige f&uuml;r die entgeltliche Hingabe des Eigentums an den Anteilen erlangt (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;M&auml;rz 1995 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/93, BFHE 178, 116, BStBl II 1995, 693).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Fall der Ver&auml;u&szlig;erung gegen Leibrente bilden die Leibrentenzahlungen (in H&ouml;he des Tilgungsanteils) die Gegenleistung f&uuml;r die &Uuml;bertragung des Eigentums an den Anteilen. Sie fallen deshalb grunds&auml;tzlich in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Satz&nbsp;1 EStG. Etwas anderes ergibt sich nicht daraus, dass die Finanzverwaltung im Fall der fakultativen Zuflussbesteuerung (jedenfalls in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;16 EStG) von nachtr&auml;glichen Einnahmen aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG und nicht von einem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ausgeht. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG behandelt die Aussch&uuml;ttung und die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile gleich, denn die Ver&auml;u&szlig;erung entspricht wie die Liquidation in wirtschaftlicher Hinsicht einer Vollaussch&uuml;ttung (vgl. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;April 2012 X&nbsp;R&nbsp;5\/10, BFHE 237, 106, BStBl II 2013, 785). Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung unterf&auml;llt der Vorschrift deshalb auch dann, wenn er abweichend von der Regel wie ein laufender Ertrag zu erfassen ist. Auch nach Auffassung der Finanzverwaltung unterfallen die Leibrentenzahlungen als nachtr&auml;gliche Einnahmen &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Satz&nbsp;1 EStG, wenn die Vorschrift im Fall der Sofortbesteuerung ebenfalls zur Anwendung gekommen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c Satz&nbsp;1 EStG ist bei einer Ver&auml;u&szlig;erung gegen Leibrente und Wahl der Zuflussbesteuerung anwendbar, obwohl die Ver&auml;u&szlig;erung vor Einf&uuml;hrung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens stattgefunden hat, wenn im Zeitpunkt des Zuflusses f&uuml;r laufende Aussch&uuml;ttungen aus der Gesellschaft das Halbeink&uuml;nfteverfahren anwendbar gewesen w&auml;re (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4b Nr.&nbsp;2 EStG in der im Streitjahr anwendbaren Fassung). Diese Voraussetzungen waren im Streitjahr erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Wahl der Zuflussbesteuerung hat wie dargelegt zur Folge, dass die Leibrentenzahlungen ausnahmsweise wie laufende Aussch&uuml;ttungen (Einnahmen) besteuert werden. Laufende Aussch&uuml;ttungen aus der ver&auml;u&szlig;erten Gesellschaft w&auml;ren im Streitjahr nur zur H&auml;lfte steuerpflichtig gewesen. Es bedarf keiner Entscheidung, ab wann genau im Streitfall das Halbeink&uuml;nfteverfahren anzuwenden war, denn jedenfalls f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2004 begegnet dessen Anwendung keinen durchgreifenden Bedenken. Nach der &Uuml;bergangsregel in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4b Nr.&nbsp;2 EStG in der im Streitjahr anwendbaren Fassung kommt es darauf an, wann auf der Ebene der Gesellschaft das Halbeink&uuml;nfteverfahren erstmals anzuwenden w&auml;re. Das war entweder im Jahr 2001 oder im Jahr 2002 der Fall (vgl. z.B. Senatsurteil vom 6.&nbsp;April 2011 IX&nbsp;R&nbsp;29\/10, BFH\/NV 2011, 2025). Da beim Anteilseigner das Halbeink&uuml;nfteverfahren erstmals im darauf folgenden Jahr zur Anwendung kommt, sind im Streitfall die Voraussetzungen jedenfalls gegeben. Wie der Senat an anderer Stelle ausgef&uuml;hrt hat, nimmt die &Uuml;bergangsregelung in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4a Nr.&nbsp;2 EStG i.d.F. des Steuersenkungsgesetzes vom 23.&nbsp;Oktober 2000 (BGBl I 2000, 1433), nunmehr &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;4b Nr.&nbsp;2 EStG, nicht auf die Ver&auml;u&szlig;erung, sondern auf den daraus flie&szlig;enden Ertrag Bezug (vgl. Senatsurteil vom 11.&nbsp;November 2009 IX&nbsp;R&nbsp;57\/08, BFHE 227, 431, BStBl II 2010, 607).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat weicht nicht von der Rechtsprechung ab, nach der Ver&auml;u&szlig;erungen erstmals dem Halbeink&uuml;nfteverfahren unterliegen, wenn sie in den Jahren 2002 oder 2003 stattgefunden haben (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;60\/05, BFHE 217, 485, BStBl II 2008, 303, unter II.2.a; vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;25\/05, BFHE 217, 467, BStBl II 2008, 298, unter II.2.a; in BFH\/NV 2011, 2025, Rz&nbsp;32). Diese Rechtsprechung betrifft F&auml;lle der Regelbesteuerung nach dem Stichtagsprinzip und stellt darauf ab, dass der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn jeweils vor Einf&uuml;hrung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens realisiert war. Das ist jedoch vorliegend gerade nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sein Urteil ist deshalb aufzuheben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Die Sache ist spruchreif. Der Klage ist im beantragten Umfang stattzugeben. Die Berechnung der Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.11.2014, IX R 4\/14 Ver&auml;u&szlig;erung einer wesentlichen Beteiligung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge &#8211; Wahl der Zuflussbesteuerung &#8211; Halbeink&uuml;nfteverfahren Leits&auml;tze 1. Bei Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung i.S. von &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG und Wahl der Zuflussbesteuerung (entsprechend R 140 Abs. 7 i.V.m. R 139 Abs. 11 EStR 2001) richtet sich die Besteuerung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-4-14-veraeusserung-einer-wesentlichen-beteiligung-gegen-wiederkehrende-bezuege-wahl-der-zuflussbesteuerung-halbeinkuenfteverfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;4\/14 &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung einer wesentlichen Beteiligung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge &#8211; Wahl der Zuflussbesteuerung &#8211; Halbeink&uuml;nfteverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64549\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}