{"id":64659,"date":"2015-07-10T15:57:58","date_gmt":"2015-07-10T13:57:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64659"},"modified":"2015-07-10T15:58:22","modified_gmt":"2015-07-10T13:58:22","slug":"xi-r-14-14-keine-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-beim-verkauf-einzelner-unternehmensteile-durch-mehrere-veraeusserer-an-verschiedene-erwerber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-14-14-keine-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-beim-verkauf-einzelner-unternehmensteile-durch-mehrere-veraeusserer-an-verschiedene-erwerber\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;14\/14 &#8211; Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen beim Verkauf einzelner Unternehmensteile durch mehrere Ver&auml;u&szlig;erer an verschiedene Erwerber"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2015, XI R 14\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen beim Verkauf einzelner Unternehmensteile durch mehrere Ver&auml;u&szlig;erer an verschiedene Erwerber<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Beim Verkauf verpachteter Altenheime von einer Unternehmensgruppe an eine andere Unternehmensgruppe liegt keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen vor, wenn die Fortf&uuml;hrung der Verpachtungst&auml;tigkeit die &Uuml;bertragung von Grundbesitz, Inventar und Gesellschaftsanteilen erfordert und diese &Uuml;bertragungen von verschiedenen (selbst&auml;ndigen) Ver&auml;u&szlig;erern an verschiedene (selbst&auml;ndige) Erwerber erfolgen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 13. M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;6 K 1396\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GbR. Gesellschafter der Kl&auml;gerin sind die Eheleute X. Die Kl&auml;gerin vermietete Grundbesitz an die Betreiber von drei &quot;Seniorenresidenzen&quot; in A, B und C; deren Betreiber sind Schwestergesellschaften der Kl&auml;gerin in der Rechtsform einer OHG, an denen die Eheleute X ebenfalls je zur H&auml;lfte beteiligt sind. Die Vermietung der Grundst&uuml;cke erfolgte steuerfrei. Soweit die Kl&auml;gerin auch Eigent&uuml;merin des Inventars war, vermietete sie dieses den Betreibern steuerpflichtig; aus den Anschaffungskosten f&uuml;r das Inventar wurde ihr der Vorsteuerabzug gew&auml;hrt. Die Grundst&uuml;cke und das Inventar waren bei der Kl&auml;gerin als Gesamthandsverm&ouml;gen bilanziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab dem 1.&nbsp;Januar 2006 wurden die drei Seniorenresidenzen von den Betreibergesellschaften unterverpachtet an die Z-GmbH (im Folgenden Z).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben verpachtete die Kl&auml;gerin Grundst&uuml;cke an die Betreiber von weiteren Seniorenresidenzen; bei den Betreibern handelte es sich u.a. um die X GmbH &#038; Co. KG sowie weitere Schwestergesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 22.&nbsp;Dezember 2006 wurden s&auml;mtliche Seniorenresidenzen zum 1.&nbsp;Januar 2007 zu einem Kaufpreis von &#8230;&nbsp;EUR an eine aus vier Aktiengesellschaften bestehende schwedische Investorengruppe ver&auml;u&szlig;ert. In dem Vertrag traten elf verschiedene Verk&auml;ufer auf. Herr X wurde als &quot;Verk&auml;ufer&nbsp;1&quot; und seine Ehefrau als &quot;Verk&auml;uferin&nbsp;2&quot; &#8211;beide gemeinsam auch als &quot;Eheleute X&quot;&#8211; bezeichnet. Sie handelten u.a. &#8211;in ihrer Eigenschaft als allein vertretungsberechtigte, pers&ouml;nlich haftende Gesellschafter&#8211; f&uuml;r die Seniorenresidenz A&nbsp;OHG (&quot;Verk&auml;ufer 9&quot;), f&uuml;r die Seniorenresidenz B&nbsp;OHG (&quot;Verk&auml;ufer 10&quot;) und f&uuml;r die Seniorenresidenz C&nbsp;OHG (&quot;Verk&auml;ufer 11&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Verk&auml;ufer 1 und die Verk&auml;uferin 2 ver&auml;u&szlig;erten u.a. den Grundbesitz an die Gesellschaft I&nbsp;AB (Grundst&uuml;cksk&auml;uferin) und als &quot;die Verk&auml;ufer&quot; das Inventar an die Gesellschaft J&nbsp;AB (Inventark&auml;uferin). Zugleich ver&auml;u&szlig;erten der Verk&auml;ufer 1 und die Verk&auml;uferin 2 die Beteiligungen an den Personengesellschaften an zwei weitere Gesellschaften, n&auml;mlich die K&nbsp;AB (Gesellschaftsk&auml;uferin 1) und die L&nbsp;AB (Gesellschaftsk&auml;uferin 2); die Erwerber traten gem&auml;&szlig; Ziffern&nbsp;1.5 und 6. des Vertrages vom 22.&nbsp;Dezember 2006 in die Pachtvertr&auml;ge mit der Z ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin nahm eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) an und reichte deshalb f&uuml;r das Jahr 2007 (Streitjahr) keine Umsatzsteuererkl&auml;rung ein. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;hrte bei der Kl&auml;gerin eine Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung durch. Die Pr&uuml;ferin ging wegen des Erwerbs von Grundbesitz und Inventar durch verschiedene Gesellschaften von einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG steuerbaren &#8211;und auch steuerpflichtigen&#8211; Ver&auml;u&szlig;erung des Inventars der Seniorenresidenzen in A, B und C durch die Kl&auml;gerin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; am 25.&nbsp;Juni 2009 entsprechend den Pr&uuml;fungsfeststellungen gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin einen Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2007, mit dem es die Umsatzsteuer auf &#8230;&nbsp;EUR festsetzte. Der dagegen gerichtete Einspruch, mit dem die Kl&auml;gerin vorgetragen hatte, die Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge seien als Einheit anzusehen, da die Investorengruppe das Unternehmen habe unver&auml;ndert fortf&uuml;hren wollen, wurde mit Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Es war der Auffassung, dass die Ums&auml;tze aus dem notariellen Vertrag vom 22.&nbsp;Dezember 2006 hinsichtlich des (allein) streitbefangenen Inventars zu Recht der Kl&auml;gerin zugerechnet worden seien, auch wenn diese insoweit nicht ausdr&uuml;cklich als Verk&auml;uferin bezeichnet worden sei. Die Ver&auml;u&szlig;erung des Inventars sei nicht steuerbar. Denn &quot;hinsichtlich der Ver&auml;u&szlig;erung der Grundst&uuml;cke, des Inventars und der Anteile&quot; an den Betriebsgesellschaften sei eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG anzunehmen. Werde &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Gesch&auml;ftsbetrieb von einer Ver&auml;u&szlig;erergruppe an eine Erwerbergruppe &#8211;ohne dass die Voraussetzungen der Organschaft erf&uuml;llt seien&#8211; ver&auml;u&szlig;ert, so k&ouml;nne gleichwohl insgesamt eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen vorliegen. Insoweit folge der Senat den Ausf&uuml;hrungen des FG N&uuml;rnberg in dessen Urteil vom 6.&nbsp;August 2013&nbsp; 2&nbsp;K&nbsp;1964\/10 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2013, 1964).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall sei die Fortf&uuml;hrung des Unternehmens &quot;Verpachtung an die Z&quot; in der bisherigen Form nur unter Einbeziehung aller &#8211;bewusst in einem Zug &uuml;bertragenen&#8211; &quot;Komponenten&quot; m&ouml;glich gewesen. Unerheblich sei, dass auf der Erwerberseite mehrere Gesellschaften &#8211;und nicht nur ein einziger Erwerber&#8211; die f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung des Unternehmens erforderlichen Gegenst&auml;nde erworben h&auml;tten und dass auch auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite im Streitfall mehrere Personen beteiligt seien, eine davon die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in EFG 2014, 1036 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der Revision beruft sich das FA auf die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach seiner Auffassung sind die Voraussetzungen einer nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen schon deshalb nicht erf&uuml;llt, weil auf der Ver&auml;u&szlig;ererseite und auf der Erwerberseite jeweils mehrere Unternehmer vorhanden seien. In den insoweit eindeutigen unionsrechtlichen Vorgaben und in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG seien jeweils einzelne Personen auf Ver&auml;u&szlig;erer- und Erwerberseite genannt. Die vom FG vorgenommene rein wirtschaftliche Betrachtungsweise stehe damit nicht im Einklang. Die vom FG letztendlich vollzogene Verk&auml;ufergruppenbildung sei im &Uuml;brigen nicht handhabbar. Erschwerend komme der komplexe Sachverhalt mit Auslandsbezug hinzu. Schlie&szlig;lich fehlten tats&auml;chliche Feststellungen des FG zur entscheidungserheblichen Rechtsfrage, ob &uuml;berhaupt eine Fortf&uuml;hrung des Unternehmens durch die Erwerber stattgefunden habe. W&auml;hrend die Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG und die Anteilsver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG steuerfrei seien, sei die von der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte &Uuml;bertragung des Inventars mithin steuerbar und auch steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie h&auml;lt die Entscheidung der Vorinstanz f&uuml;r zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Unrecht entschieden, dass im Streitfall hinsichtlich der Ver&auml;u&szlig;erung des Inventars unter Einbeziehung der &Uuml;bertragungen des Grundbesitzes und der Gesellschaftsanteile die Voraussetzungen einer nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Entscheidung des FG, dass die Kl&auml;gerin hinsichtlich der (allein) streitbefangenen &Uuml;bertragung des Inventars als Leistende anzusehen ist, begegnet im Ergebnis keinen revisionsrechtlichen Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wer Leistender ist, kann regelm&auml;&szlig;ig den zivilrechtlichen Rechtsbeziehungen entnommen werden (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 241, 459, BStBl II 2013, 648, Rz&nbsp;22; vgl. dazu auch Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211;, Urteil vom 20.&nbsp;Juni 2013 C-653\/11, Paul Newey, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2013, 373, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2013, 628). Leistender ist grunds&auml;tzlich derjenige, der im eigenen Namen Lieferungen oder sonstige Leistungen gegen&uuml;ber einem anderen selbst oder durch einen Beauftragten ausf&uuml;hrt. Ob eine Leistung dem Handelnden oder einem anderen zuzurechnen ist, h&auml;ngt grunds&auml;tzlich davon ab, ob der Handelnde im Au&szlig;enverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber Dritten im eigenen Namen oder im Namen des anderen aufgetreten ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 1990 V&nbsp;R&nbsp;31\/85, BFHE 164, 134, BStBl II 1991, 381; vgl. auch Lippross, Umsatzsteuer, 23.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;83).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vom FG vorgenommene Auslegung des Vertrags vom 22.&nbsp;Dezember 2006 dahingehend, dass die Ver&auml;u&szlig;erung des Inventars der Kl&auml;gerin als leistende Unternehmerin i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UStG &#8211;und nicht jeweils den Eheleuten X als Einzelpersonen&#8211; zuzurechnen ist, wird von den Beteiligten nicht in Zweifel gezogen, ist m&ouml;glich, verfahrensfehlerfrei zustande gekommen, verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze und bindet daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO den Senat (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Oktober 2011 IX&nbsp;R&nbsp;58\/10, BFHE 235, 423, BStBl II 2012, 286, Rz&nbsp;14, m.w.N.; vom 11.&nbsp;Juli 2012 XI&nbsp;R&nbsp;11\/11, BFHE 238, 560, BFH\/NV 2013, 326, Rz&nbsp;26&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FG ist die Steuerbarkeit der Lieferung des Inventars nicht wegen des Vorliegens einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG unterliegen die Ums&auml;tze im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen nicht der Umsatzsteuer. Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung liegt vor, wenn ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 UStG). Der erwerbende Unternehmer tritt an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Diese Vorschriften beruhen unionsrechtlich auf Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211;Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211; (nunmehr Art.&nbsp;19 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211;). Danach k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die &Uuml;bertragung des Gesamtverm&ouml;gens oder eines Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich oder unentgeltlich oder durch Einbringung in eine Gesellschaft erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung von Gegenst&auml;nden vorliegt, und den Beg&uuml;nstigten der &Uuml;bertragung als Rechtsnachfolger des &Uuml;bertragenden ansehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG bezweckt nach der Rechtsprechung des EuGH, die &Uuml;bertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vereinfachen (EuGH-Urteile vom 27.&nbsp;November 2003 C-497\/01, Zita Modes, Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;39; vom 10.&nbsp;November 2011 C-444\/10, Schriever, Slg. 2011, I-11071, BStBl II 2012, 848, UR 2011, 937, Rz&nbsp;23; vom 30.&nbsp;Mai 2013 C-651\/11, X&nbsp;BV, MwStR 2013, 337, UR 2013, 582, Rz&nbsp;41) und erfasst dementsprechend die &Uuml;bertragung von Gesch&auml;ftsbetrieben und von selbst&auml;ndigen Unternehmensteilen, die als Zusammenfassung materieller und immaterieller Bestandteile ein Unternehmen oder einen Unternehmensteil bilden, mit dem eine selbst&auml;ndige wirtschaftliche T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann (EuGH-Urteile Zita Modes in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;40; Schriever in Slg. 2011, I-11071, BStBl II 2012, 848, UR 2011, 937, Rz&nbsp;25; BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Januar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;27\/08, BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842, und vom 19.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;R&nbsp;38\/10, BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz 33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erwerber muss dabei beabsichtigen, den &uuml;bertragenen Gesch&auml;ftsbetrieb oder Unternehmensteil zu betreiben. Nicht beg&uuml;nstigt ist die sofortige Abwicklung der &uuml;bernommenen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit (EuGH-Urteil Zita Modes in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;44; BFH-Urteile vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFHE 226, 138, BStBl II 2009, 863, unter II.2.a; in BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842, Rz&nbsp;19; in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Begriff des Teilverm&ouml;gens bezieht sich nicht auf einen oder mehrere lose Bestandteile eines Unternehmens, sondern auf eine Kombination von ihnen, die zur Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit ausreicht, auch wenn diese T&auml;tigkeit nur Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Unternehmens ist, von dem sie abgespalten wurde (vgl. BFH-Urteil in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;35, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung ist es f&uuml;r die Annahme einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung entscheidend, ob das &uuml;bertragene Unternehmensverm&ouml;gen als hinreichendes Ganzes die Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit erm&ouml;glicht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842, und in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;36) und ob die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten &uuml;bereinstimmen oder sich hinreichend &auml;hneln (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;36, m.w.N.). Es kommt insoweit nicht darauf an, ob beim Ver&auml;u&szlig;erer eine eigenst&auml;ndige betriebliche Organisation vorlag, sondern vielmehr darauf, ob ein Teilverm&ouml;gen &uuml;bertragen wird, das vom Erwerber als selbst&auml;ndiges Unternehmen fortgef&uuml;hrt werden kann (vgl. z.B. EuGH-Urteil X&nbsp;BV in MwStR 2013, 337, UR 2013, 582, Rz&nbsp;53); die organisatorischen Verh&auml;ltnisse beim Ver&auml;u&szlig;erer sind damit unma&szlig;geblich (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 240, 366, BStBl II 2013, 1053, Rz&nbsp;45, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen hat das FG unzutreffend angenommen, die Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen l&auml;gen vor. Es hat zu Unrecht bei dem streitbefangenen Verkauf des Inventars auch die Ver&auml;u&szlig;erungen des Grundbesitzes und der Gesellschaftsanteile ber&uuml;cksichtigt und dabei als unma&szlig;geblich angesehen, dass mehrere Ver&auml;u&szlig;erer und mehrere Erwerber mehrere Ver&auml;u&szlig;erungen vorgenommen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH hat u.a. mit Hinweis darauf, dass Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG die Formulierung &quot;&Uuml;bertragender&quot; nur im Singular verwendet, inzwischen gekl&auml;rt, dass bei Pr&uuml;fung der Voraussetzungen dieser Bestimmung und Vorliegen mehrerer Leistungsbeziehungen &quot;jeder Vorgang einzeln und selbst&auml;ndig zu beurteilen&quot; ist (EuGH-Urteil X&nbsp;BV in MwStR 2013, 337, UR 2013, 582, Rz&nbsp;45 bis 47). Dies gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die seit dem 1.&nbsp;Januar 2007 geltende Regelung in Art.&nbsp;19 MwStSystRL, in der die Person &quot;des &Uuml;bertragenden&quot; ebenfalls nur in der Einzahl erw&auml;hnt ist. Dementsprechend hei&szlig;t es in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG, dass &quot;der erwerbende Unternehmer an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers&quot; tritt (vgl. dazu auch BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;42\/13, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, BFH\/NV 2015, 937).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies bedeutet, dass f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen im Rahmen der streitbefangenen umsatzsteuerrechtlichen Leistungsbeziehung zwischen der Kl&auml;gerin und der Inventark&auml;uferin Leistungen au&szlig;er Betracht bleiben m&uuml;ssen, die &#8211;wie hier&#8211; Gegenstand von weiteren &#8211;davon zu unterscheidenden&#8211; umsatzsteuerrechtlichen Leistungsbeziehungen zwischen anderen Unternehmern sind (so auch W&uuml;st, MwStR 2014, 409).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Begr&uuml;ndung des FG, im zu beurteilenden Fall gehe es &quot;wirtschaftlich&quot; um die Ver&auml;u&szlig;erung eines Gesch&auml;ftsbetriebs &quot;Verpachtung von Seniorenheimen&quot; durch eine Unternehmergruppe an eine &quot;g&auml;nzlich anders strukturiert[e]&quot; andere Unternehmergruppe, das Unternehmen &quot;Verpachtung von Seniorenheimen&quot; an die Z werde jedoch &quot;von der Erwerbergruppe in gleicher Weise wie vom Ver&auml;u&szlig;erer&quot; fortgef&uuml;hrt (Rz&nbsp;76 des Urteils), ist mithin nicht ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch soweit das FG &#8211;im Anschluss an das einen anderen Sachverhalt betreffende, nicht rechtskr&auml;ftige Urteil des FG N&uuml;rnberg in EFG 2013, 1964&#8211; meint, der Zweck des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG, die &Uuml;bertragung von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen zu erleichtern sowie der Neutralit&auml;tsgrundsatz geb&ouml;ten es, eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auch dann anzunehmen, wenn ein Gesch&auml;ftsbetrieb zwar auf mehrere Unternehmer &uuml;bertragen werde, diese den Gesch&auml;ftsbetrieb aber in der bisherigen Form nur gemeinsam fortf&uuml;hren k&ouml;nnten und dies auch t&auml;ten (Rz&nbsp;95&nbsp;f. des Urteils), folgt der Senat dem aus den dargelegten Gr&uuml;nden nicht (ebenso Meiisel\/Walzer, Der Betrieb 2014, 83; W&uuml;st, MwStR 2014, 409; wohl auch Pogodda-Gr&uuml;nwald, MwStR 2013, 744; Meyer, EFG 2013, 1966).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach Ma&szlig;gabe dieser Grunds&auml;tze ergibt sich f&uuml;r den Streitfall, dass hinsichtlich der streitbefangenen Ver&auml;u&szlig;erung des Inventars durch die Kl&auml;gerin keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen vorlag, weil die Erwerber durch diese Anschaffung allein nicht einen selbst&auml;ndigen Unternehmensteil erworben haben, der sie in die Lage versetzt h&auml;tte, das von der Kl&auml;gerin vorher betriebene Vermietungs- und Verpachtungsunternehmen fortzusetzen (vgl. dazu z.B. EuGH-Urteil Zita Modes in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;40). Vielmehr waren dazu &#8211;wie das FG wiederholt dargelegt hat&#8211; noch die &Uuml;bertragungen der Gesellschaftsanteile und des Grundbesitzes erforderlich. Diese Vorg&auml;nge durften aber nicht bei der Pr&uuml;fung der Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen hinsichtlich des streitbefangenen Umsatzes zwischen der Kl&auml;gerin und der Inventark&auml;uferin einbezogen werden, weil es sich insoweit um umsatzsteuerrechtliche Leistungsbeziehungen zwischen anderen Vertragspartnern handelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Etwas anderes ergibt sich entgegen der Auffassung des FG nicht aus dem BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2010 V&nbsp;R&nbsp;25\/09 (BFH\/NV 2010, 1873), wonach eine nicht steuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung durch Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung im Rahmen der erforderlichen Gesamtw&uuml;rdigung aufgrund besonderer Umst&auml;nde auch dann vorliegen kann, wenn auf den Erwerber kein bestehender Mietvertrag &uuml;bergeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn diese Rechtsprechung betrifft allein die Frage der Fortf&uuml;hrung einer unternehmerischen T&auml;tigkeit durch den Erwerber im Falle der &Uuml;bertragung von Grundst&uuml;cken ohne &Uuml;bergang eines entsprechenden Pacht- oder Mietvertrages (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1873, Rz&nbsp;17&nbsp;ff.). Darum &#8211;oder um Vergleichbares&#8211; geht es im vorliegenden Fall nicht. Hier ist ausschlie&szlig;lich entscheidend, ob die von den Ver&auml;u&szlig;erern vorgenommenen &Uuml;bertragungen von Grundbesitz und Gesellschaftsanteilen an dritte Erwerber in die W&uuml;rdigung der Leistungsbeziehung zwischen der Kl&auml;gerin und der Inventark&auml;uferin einbezogen werden d&uuml;rfen. Auf diese &#8211;zu verneinende&#8211; Frage ist die Rechtsprechung im BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1873 nicht &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Dem steht nicht die Rechtsprechung des EuGH und des BFH entgegen, wonach bei dem Erwerb eines Warenbestandes und der Gesch&auml;ftsausstattung eines Einzelhandelsgesch&auml;fts unter gleichzeitiger Vermietung des Ladenlokals an den Erwerber eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen gegeben sein kann (vgl. EuGH-Urteil Schriever in Slg. 2011, I-11071, BStBl II 2012, 848, UR 2011, 937, und BFH-Urteil in BFHE 235, 571, BStBl II 2012, 842). Denn der Streitfall ist mit dem diesen Entscheidungen zugrunde liegenden Sachverhalt nicht vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die streitbefangene Lieferung des Inventars war auch steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Insoweit greift keiner der in &sect;&nbsp;4 UStG genannten gesetzlichen Steuerbefreiungstatbest&auml;nde ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Steuerbefreiung kommt insbesondere nicht deshalb in Betracht, weil die &Uuml;bertragung des Grundbesitzes nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG steuerfrei ist und die von der Kl&auml;gerin ausgef&uuml;hrte Lieferung des Inventars als dieser Hauptleistung untergeordnete Nebenleistung anzusehen w&auml;re. Denn mehrere Leistungen k&ouml;nnen unter dem Gesichtspunkt von Haupt- und Nebenleistung nur dann als einheitliche Leistung gelten, wenn die Leistungen durch einen Leistenden gegen&uuml;ber ein und demselben Leistungsempf&auml;nger erbracht werden (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 241, 459, BStBl II 2013, 648, Rz&nbsp;62, und vom 14.&nbsp;Mai 2014 XI&nbsp;R&nbsp;13\/11, BFHE 245, 424, BStBl II 2014, 734, Rz&nbsp;37; Lange, UR 2009, 289&nbsp;ff.). Davon ist auch das FG ausgegangen (Rz&nbsp;54 des Urteils). Dies war im Streitfall nicht gegeben, weil das Inventar und der Grundbesitz an verschiedene Erwerber verkauft wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dasselbe gilt im Verh&auml;ltnis der streitbefangenen Lieferung des Inventars zu den von den Eheleuten X durchgef&uuml;hrten Ver&auml;u&szlig;erungen der Gesellschaftsanteile, die nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG steuerfrei waren, was das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat (Rz&nbsp;83&nbsp;f. des Urteils) und zwischen den Beteiligten nicht umstritten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG ist im Hinblick auf die Anwendung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Seine Entscheidung war daher aufzuheben. Die Sache ist spruchreif im Sinne einer Klageabweisung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2015, XI R 14\/14 Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen beim Verkauf einzelner Unternehmensteile durch mehrere Ver&auml;u&szlig;erer an verschiedene Erwerber Leits&auml;tze Beim Verkauf verpachteter Altenheime von einer Unternehmensgruppe an eine andere Unternehmensgruppe liegt keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen vor, wenn die Fortf&uuml;hrung der Verpachtungst&auml;tigkeit die &Uuml;bertragung von Grundbesitz, Inventar und Gesellschaftsanteilen erfordert und diese &Uuml;bertragungen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-14-14-keine-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-beim-verkauf-einzelner-unternehmensteile-durch-mehrere-veraeusserer-an-verschiedene-erwerber\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;14\/14 &#8211; Keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen beim Verkauf einzelner Unternehmensteile durch mehrere Ver&auml;u&szlig;erer an verschiedene Erwerber<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64659","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64659"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64659\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}