{"id":64684,"date":"2015-07-10T16:03:03","date_gmt":"2015-07-10T14:03:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64684"},"modified":"2015-07-10T16:03:03","modified_gmt":"2015-07-10T14:03:03","slug":"iv-r-7-12-feststellung-des-gemeinen-werts-bei-grundstueckseinbringung-in-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-7-12-feststellung-des-gemeinen-werts-bei-grundstueckseinbringung-in-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;7\/12 &#8211; Feststellung des gemeinen Werts bei Grundst&uuml;ckseinbringung in Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.3.2015, IV R 7\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Feststellung des gemeinen Werts bei Grundst&uuml;ckseinbringung in Personengesellschaft<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 12. Dezember 2011&nbsp;&nbsp;8 K 574\/08 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH &#038; Co. KG, deren alleinige Kommanditistin zun&auml;chst die Beigeladene zu 1. war. Komplement&auml;rin der Kl&auml;gerin ohne kapitalm&auml;&szlig;ige Beteiligung ist die zur alleinigen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung berufene Beigeladene zu 3., eine GmbH, deren alleinige Gesellschafterin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin wiederum die Beigeladene zu 1. ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch notariellen Vertrag vom &#8230; Juli 2006 brachte die Beigeladene zu 1. ein seit &uuml;ber zehn Jahren zu ihrem Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rendes und im Jahr 1963 mit einem mehrst&ouml;ckigen Gesch&auml;ftshaus bebautes Grundst&uuml;ck im Wege eines &quot;tausch&auml;hnlichen Vorgangs&quot; gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten durch Gutschrift auf dem Kapitalkonto&nbsp;I der einbringenden Gesellschafterin in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin ein. Nach dem Vertrag sollte die Einbringung &quot;in H&ouml;he des gemeinen Wertes (Verkehrswert) des eingebrachten Wirtschaftsgutes&quot; erfolgen. Ausdr&uuml;cklich hie&szlig; es im Vertrag, die &Uuml;bertragung erfolge nicht in der Rechtsgestaltung einer Einlage oder verdeckten Einlage. Der Verkehrswert des eingebrachten Grundst&uuml;cks war zuvor nach &sect;&nbsp;194 des Baugesetzbuchs (BauGB) unter Ber&uuml;cksichtigung der Wertermittlungsverordnung (WertV) gutachterlich auf XX EUR festgestellt worden. Entsprechend wurde das Festkapital um den genannten Betrag auf nunmehr &#8230; EUR erh&ouml;ht und der Beigeladenen zu 1. zugerechnet. Der Einbringungsvertrag enthielt in Teil&nbsp;B.&nbsp;XII. eine Wirksamkeitsklausel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch notariellen Vertrag vom &#8230; Dezember 2006 &uuml;bertrug die Beigeladene zu 1. u.a. ihre Kommanditbeteiligung zum 31.&nbsp;Dezember 2006, 15:00&nbsp;Uhr, im Wege der vorweggenommenen Erbfolge unentgeltlich auf ihren Sohn, den Beigeladenen zu 2. Dabei behielt sie sich den lebensl&auml;nglichen und unentgeltlichen Nie&szlig;brauch an dem Kommanditanteil vor. Nach dem Willen der Vertragsparteien sollten sowohl der Erwerber als auch die Nie&szlig;braucherin des Kommanditanteils die Stellung eines Mitunternehmers an der Kl&auml;gerin erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Kaufvertrag vom &#8230; April 2007 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin zum 1.&nbsp;Juli 2007 das Grundst&uuml;ck zu einem Preis von XXX EUR an eine GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Gesellschafterbeschluss vom 5.&nbsp;Juni 2007 wurde der Einbringungswert\/Verkehrswert des bebauten Grundst&uuml;cks in Ab&auml;nderung der betragsm&auml;&szlig;igen Angaben zur Einbringungsurkunde vom &#8230; Juli 2006 auf XXX EUR festgestellt bzw. berichtigt, weil die Immobilie zwischenzeitlich f&uuml;r diesen Wert verkauft worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der ihrer Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r 2006 (Streitjahr) beigef&uuml;gten Gewinnermittlung vom 18.&nbsp;April 2007 ordnete die Kl&auml;gerin die angesprochenen XXX EUR gem&auml;&szlig; dem im Verkehrswertgutachten festgestellten Bodenwert in H&ouml;he von &#8230; EUR dem Wirtschaftsgut Grund und Boden sowie in H&ouml;he des verbleibenden Restbetrags in H&ouml;he von &#8230; EUR dem Geb&auml;ude zu. Unter Ber&uuml;cksichtigung einer zeitanteiligen Abschreibung in H&ouml;he von &#8230; EUR (&#8230; EUR x 2&nbsp;% x 5\/12) erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin einen laufenden Verlust aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 3.&nbsp;Januar 2008 ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) demgegen&uuml;ber entsprechend dem Gutachten zum Einbringungsstichtag von einem Einbringungswert in H&ouml;he von insgesamt XX EUR aus, welcher in H&ouml;he von &#8230; EUR auf das Geb&auml;ude entfiel. Bei einer rechnerisch unstreitigen Abschreibung in H&ouml;he von &#8230; EUR (&#8230; EUR x 2&nbsp;% x 5\/12) stellte das FA laufende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von &#8230; EUR fest, die es der Nie&szlig;braucherin zurechnete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren wies das Finanzgericht (FG) die zuletzt gegen den aus hier nicht streitigen Gr&uuml;nden ge&auml;nderten Feststellungsbescheid 2006 vom 23.&nbsp;November 2009 gerichtete Klage mit in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 822 ver&ouml;ffentlichtem Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin, mit der sie die Verletzung von Bundesrecht r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das Urteil des Hessischen FG vom 12.&nbsp;Dezember 2011&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;574\/08 aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2006 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 23.&nbsp;November 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von &#8230; EUR festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils sowie zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die bisher getroffenen Feststellungen reichen nicht aus, um die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die im hiesigen Rechtsstreit allein streitige Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA) des auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragenen Geb&auml;udes zu bestimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG) sind abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die AfA und ggf. weitere Abz&uuml;ge zu bewerten. Bemessungsgrundlage der AfA f&uuml;r ein Geb&auml;ude sind nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. &Uuml;bertr&auml;gt ein Gesellschafter ein Wirtschaftsgut seines Privatverm&ouml;gens gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten in das Gesamthandsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft, wird dieser Vorgang nach st&auml;ndiger Rechtsprechung als Anschaffung des Wirtschaftsguts zu einem dem gemeinen Wert des Wirtschaftsguts entsprechenden Preis beurteilt (vgl. etwa Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;Januar 2008 IV&nbsp;R&nbsp;37\/06, BFHE 220, 374, BStBl II 2011, 617, m.w.N.). Geh&ouml;rt das eingebrachte Wirtschaftsgut bei der Personengesellschaft zu deren abnutzbarem Anlageverm&ouml;gen, ergibt sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die AfA folglich aus dem gemeinen Wert des Wirtschaftsguts. Bemessungsgrundlage der AfA des von der Beigeladenen zu 1. eingebrachten Geb&auml;udes ist danach dessen gemeiner Wert im Zeitpunkt der Einbringung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der gemeine Wert eines Grundst&uuml;cks ist ein objektiver Wert (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Mai 2011 II&nbsp;R&nbsp;55\/09, BFH\/NV 2011, 1702). Dies folgt unmittelbar aus &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Bewertungsgesetzes (BewG), wonach der gemeine Wert durch den Preis bestimmt wird, der im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Ver&auml;u&szlig;erung zu erzielen w&auml;re. Dabei sind nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift zwar alle Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, die den Preis beeinflussen, ungew&ouml;hnliche oder pers&ouml;nliche Verh&auml;ltnisse sind aber nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 BewG nicht zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der gemeine Wert des eingebrachten Grundst&uuml;cks war im Streitfall vom FG festzustellen bzw. zu &uuml;berpr&uuml;fen. Dabei hatte das FG zwar den Inhalt des zwischen der Beigeladenen zu 1. und der Kl&auml;gerin geschlossenen Einbringungsvertrags vom &#8230; Juli 2006 zu ber&uuml;cksichtigen. Dieser war aber &#8211;anders als das FG ausgef&uuml;hrt hat&#8211; nicht dahingehend auszulegen, dass sich die Vertragsbeteiligten verbindlich auf einen gemeinen Wert in H&ouml;he von XX EUR geeinigt h&auml;tten. Vielmehr bestand ihre Einigung lediglich darin, dass das Grundst&uuml;ck zum im Einbringungszeitpunkt objektiv zutreffenden gemeinen Wert eingebracht werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat ist an die vom FG vorgenommene Auslegung des Einbringungsvertrags nicht gebunden, denn in der Revisionsinstanz ist die Auslegung von Vertr&auml;gen durch das FG daraufhin zu pr&uuml;fen, ob die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze beachtet wurden. Weiterhin kann das Revisionsgericht nachpr&uuml;fen, ob die Vorinstanz die f&uuml;r die Vertragsauslegung bedeutsamen Begleitumst&auml;nde erforscht und rechtlich zutreffend gew&uuml;rdigt hat (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Juni 2013 IV&nbsp;R&nbsp;28\/10, BFH\/NV 2013, 1810).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den Auslegungsregeln f&uuml;r Willenserkl&auml;rungen in &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) enthielt der Einbringungsvertrag vom &#8230; Juli 2006 entgegen der Rechtsauffassung des FG keine Einigung dahingehend, dass das Grundst&uuml;ck verbindlich zu einem gemeinen Wert in H&ouml;he von XX EUR auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergehen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aus der von den Vertragsparteien zu Teil B des Einbringungsvertrags getroffenen Grundlagenvereinbarung ergibt sich zun&auml;chst nur, dass sie das Grundst&uuml;ck zum gemeinen Wert (=&nbsp;Verkehrswert) &uuml;bertragen wollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es ist zwar richtig, dass die Vertragsparteien davon ausgegangen sind, dass der Verkehrswert des Grundst&uuml;cks mit XX EUR festzustellen sei (Teil A.&nbsp;I. des Einbringungsvertrags). Dagegen, dass es sich insoweit um die vertragliche Fixierung eines verbindlichen Werts gehandelt hat, sprechen aber gewichtige Umst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zun&auml;chst ergibt sich bereits aus den Steuerakten, dass die Vertragsparteien urspr&uuml;nglich einen &uuml;ber dem angesprochenen Wert liegenden Betrag als Einbringungswert festsetzen wollten. Allerdings hatte das FA gegen&uuml;ber diesem h&ouml;heren Wert Bedenken angemeldet, weshalb sich die Vertragsparteien eines von einer Wirtschaftspr&uuml;ferin erstellten vereinfachten Gutachtens nach &sect;&nbsp;194 BauGB i.V.m. der WertV bedienten (Teil A.&nbsp;I. des Einbringungsvertrags). Bei der Gutachterin handelte es sich allerdings erkennbar um keine Expertin f&uuml;r Grundst&uuml;cksbewertung, sondern das Gutachten sollte ausschlie&szlig;lich der Plausibilisierung eines Werts gegen&uuml;ber dem FA dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem l&auml;sst sich dem Einbringungsvertrag entnehmen, dass die Vertragsparteien den angesetzten Verkehrswert nur diesem Gutachten entnommen haben. Dies l&auml;sst den Schluss darauf zu, dass es den Vertragsparteien tats&auml;chlich auf den &quot;richtigen&quot; Verkehrswert ankam und sie den Wertansatz nur mangels besserer Erkenntnisse einem vorliegenden Gutachten entnommen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese Annahme st&uuml;tzt auch der Umstand, dass in Teil&nbsp;B.&nbsp;XII. des Vertrags eine Wirksamkeitsklausel aufgenommen worden ist, wonach f&uuml;r den Fall, dass eine Bestimmung des Vertrags oder ein Teil davon gegen gesetzliche Bestimmungen versto&szlig;en oder aus sonstigen Gr&uuml;nden in tats&auml;chlicher oder rechtlicher Hinsicht unwirksam sein oder zu Zweifeln Anlass geben sollte, allenfalls die betroffene Bestimmung davon ber&uuml;hrt sein sollte. Diese war danach durch eine solche zu ersetzen, die im Rahmen des rechtlich Zul&auml;ssigen dem wirtschaftlich Gewollten am n&auml;chsten kam. Deshalb war nach dem Vertrag die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, bei Vorliegen besserer tats&auml;chlicher Erkenntnisse (auch) die angenommene H&ouml;he des Verkehrswerts zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Daf&uuml;r, dass die Parteien des Einbringungsvertrags den von ihnen angesetzten Wert nicht als verbindlichen gemeinen Wert ansehen wollten, spricht schlie&szlig;lich ma&szlig;geblich, dass kein Grund daf&uuml;r erkennbar ist, warum die Beigeladene zu 1. in dem Grundst&uuml;ck ruhende stille Reserven nur anteilig h&auml;tte aufdecken sollen, obwohl diese im Zeitpunkt der Einbringung nicht steuerverstrickt waren und, wie der Streitfall zeigt, bei einer Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks nach Einbringung auch diese stillen Reserven zu versteuern waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aus den vorstehenden Umst&auml;nden ergibt sich, dass der Einbringungsvertrag dahingehend verstanden werden muss, dass die Einbringung zum im Einbringungszeitpunkt objektiv zutreffenden gemeinen Wert und also ohne sp&auml;tere Aufdeckung von stillen Reserven im Betriebsverm&ouml;gen durchgef&uuml;hrt werden sollte. Da das FG unter Verletzung der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB zu einem anderen Auslegungsergebnis gelangt ist, war sein Urteil aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif. Es fehlen &#8211;aus Sicht des FG konsequent&#8211; jegliche Feststellungen dazu, auf welche H&ouml;he sich der gemeine Wert des Grundst&uuml;cks und des davon auf das Geb&auml;ude entfallenden Teils im Einbringungszeitpunkt belaufen haben k&ouml;nnte. Eine weitere Sachaufkl&auml;rung ist dabei auch nicht etwa deshalb &uuml;berfl&uuml;ssig, weil die Einzelfallumst&auml;nde f&uuml;r die Richtigkeit des von den Vertragsparteien im Einbringungsvertrag einvernehmlich festgelegten Werts in H&ouml;he von XX EUR spr&auml;chen. Eine etwaige Vermutung f&uuml;r die Richtigkeit dieses Werts ist jedenfalls durch den zeitnah nach der Einbringung durchgef&uuml;hrten Verkauf des Grundst&uuml;cks f&uuml;r XXX EUR ersch&uuml;ttert worden. Entsprechend ist das FG gehalten, die f&uuml;r die Bestimmung des gemeinen Werts des Grundst&uuml;cks im Einbringungszeitpunkt erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.3.2015, IV R 7\/12 Feststellung des gemeinen Werts bei Grundst&uuml;ckseinbringung in Personengesellschaft Tenor Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 12. Dezember 2011&nbsp;&nbsp;8 K 574\/08 aufgehoben. Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen. Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen. 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