{"id":64687,"date":"2015-07-10T16:02:48","date_gmt":"2015-07-10T14:02:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64687"},"modified":"2015-07-10T16:02:48","modified_gmt":"2015-07-10T14:02:48","slug":"xi-r-38-13-zur-steuerfreiheit-von-umsaetzen-privater-krankenhausbetreiber-ab-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-38-13-zur-steuerfreiheit-von-umsaetzen-privater-krankenhausbetreiber-ab-2009\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;38\/13 &#8211; Zur Steuerfreiheit von Ums&auml;tzen privater Krankenhausbetreiber ab 2009"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.3.2015, XI R 38\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Steuerfreiheit von Ums&auml;tzen privater Krankenhausbetreiber ab 2009<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Betreiber einer Privatklinik kann sich gegen&uuml;ber der ab dem Jahr 2009 geltenden &#8211;unionsrechtswidrigen&#8211; Regelung in &sect; 4 Nr. 14 Buchst. b Satz 2 Doppelbuchst. aa UStG i.V.m. &sect;&sect; 108, 109 SGB V f&uuml;r die Steuerfreiheit seiner Leistungen auf Art. 132 Abs. 1 Buchst. b MwStSystRL berufen (Anschluss an BFH-Urteil vom 23. Oktober 2014 V R 20\/14, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, BFH\/NV 2015, 631).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 17. Juli 2013&nbsp;&nbsp;4 K 104\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038;&nbsp;Co. KG, betrieb im Jahr 2009 (Streitjahr) eine Privatklinik, in der niedergelassene &Auml;rzte operative Eingriffe an gesetzlich und privat versicherten Patienten durchf&uuml;hrten. In der Klinik wurden sowohl ambulante als auch station&auml;re Eingriffe vorgenommen. F&uuml;r die operierten Patienten hielt die Kl&auml;gerin eine Abteilung mit 18 Betten vor, in der die Patienten von Pflegepersonal betreut und bek&ouml;stigt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Behandlung gesetzlich versicherter Patienten erfolgte auf der Grundlage eines zwischen der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung X und den Landesverb&auml;nden der Krankenkassen abgeschlossenen Vertrags zur F&ouml;rderung der Qualit&auml;t der vertrags&auml;rztlichen Versorgung im Bereich des ambulanten Operierens nach &sect;&nbsp;73a des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch &#8211;SGB V&#8211; (Strukturvertrag). Der Strukturvertrag sah f&uuml;r die ambulanten Operationen eine Verg&uuml;tung nach dem Punktwertsystem der gesetzlichen Krankenkassen f&uuml;r die operative Leistung sowie die Sachkosten der OP-R&auml;ume und des Hilfspersonals vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die von der Kl&auml;gerin betriebene Klinik lag im Streitjahr eine Konzession der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde nach &sect;&nbsp;30 der Gewerbeordnung vor. Die Klinik war im Streitjahr nicht als Plankrankenhaus i.S. des &sect;&nbsp;108 Nr.&nbsp;2 SGB&nbsp;V in den Krankenhausplan des Landes X aufgenommen. Sie hatte f&uuml;r das Streitjahr auch keinen Versorgungsvertrag i.S. des &sect;&nbsp;108 Nr.&nbsp;3 SGB&nbsp;V mit den Landesverb&auml;nden der Krankenkassen und den Verb&auml;nden der Ersatzkassen abgeschlossen. Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gte im Streitjahr ferner &uuml;ber keine Zulassung als medizinisches Versorgungszentrum i.S. des &sect;&nbsp;95 SGB&nbsp;V.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der am 30.&nbsp;Juni 2011 beim Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eingegangenen Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr meldete die Kl&auml;gerin Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR an. Der Steueranmeldung lagen steuerpflichtige Ums&auml;tze von &#8230;&nbsp;EUR zugrunde, zu denen u.a. die Erl&ouml;se aus der Behandlung von Privatpatienten von &#8230;&nbsp;EUR geh&ouml;rten. Weitere Ums&auml;tze in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR behandelte die Kl&auml;gerin als steuerfrei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b des Umsatzsteuergesetzes (UStG); hierzu z&auml;hlten die Ums&auml;tze aus der Behandlung gesetzlich versicherter Patienten und von Patienten, deren Behandlungskosten von der gesetzlichen Unfallversicherung getragen wurden. Gegen die Umsatzsteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein mit der Begr&uuml;ndung, dass auch die gegen&uuml;ber Privatpatienten erbrachten Leistungen steuerfrei seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r das Streitjahr erlie&szlig; das FA am 25.&nbsp;Oktober 2011 einen Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid, in dem es die steuerpflichtigen Ums&auml;tze um&nbsp;&#8230; auf&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR erh&ouml;hte und die Umsatzsteuer in H&ouml;he von&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR festsetzte. Das FA hielt auch die Ums&auml;tze aus der Behandlung gesetzlich versicherter Patienten und von Patienten, deren Behandlungskosten von der gesetzlichen Unfallversicherung getragen wurden, f&uuml;r steuerpflichtig; insoweit seien die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b UStG nicht gegeben. Die Kl&auml;gerin erweiterte ihren Einspruch entsprechend. Das FA wies den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck (Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;August 2012).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der hiergegen erhobenen Klage im Wesentlichen statt. Es f&uuml;hrte u.a. aus, die streitbefangenen Ums&auml;tze erf&uuml;llten zwar nicht die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b UStG; die Regelung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG sei aber nicht unionsrechtskonform, so dass sich die Kl&auml;gerin f&uuml;r die begehrte Umsatzsteuerfreiheit unmittelbar auf Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) berufen k&ouml;nne. Die Voraussetzungen dieser Bestimmung l&auml;gen im Streitfall vor. Die begehrte Steuerbefreiung werde weder durch Art.&nbsp;133 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL noch durch Art.&nbsp;134 MwStSystRL ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 1884 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der hiergegen eingelegten Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es tr&auml;gt vor, dass entgegen der vom FG vertretenen Rechtsauffassung die Kosten&uuml;bernahme durch Krankenkassen oder andere Einrichtungen kein zwingend anzuwendendes Kriterium f&uuml;r die in Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL geforderte Anerkennung sei. Vielmehr sei der Reihenfolge der Aufz&auml;hlung in Rz&nbsp;58 des Urteils des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) K&uuml;gler vom 10.&nbsp;September 2002 C-141\/00 (EU:C:2002:473, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2002, 513) zu entnehmen, dass steuerrechtliche oder sozialrechtliche Vorschriften zur Regelung der Anerkennung das nahe liegendste Kriterium seien und andere Umst&auml;nde (wie die Gew&auml;hrung einer &auml;hnlichen Steuerbefreiung f&uuml;r andere Unternehmer mit gleicher T&auml;tigkeit oder die Kosten&uuml;bernahme) nur dann zur Abgrenzung ben&ouml;tigt w&uuml;rden, wenn solche Vorschriften &#8211;anders als hier&#8211; nicht existierten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner k&ouml;nne die gebotene Anwendung des Neutralit&auml;tsprinzips nicht bedeuten, dass es als Folge von nationalstaatlichen Anerkennungskriterien niemals zur unterschiedlichen Behandlung vergleichbarer Steuerpflichtiger kommen d&uuml;rfte. So habe der EuGH in dem Urteil L.u.P. vom 8.&nbsp;Juni 2006 C-106\/05 (EU:C:2006:380, UR 2006, 464, Rz&nbsp;53 und 54) und in dem Urteil Zimmermann vom 15.&nbsp;November 2012 C-174\/11 (EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;35 bis 37) die Regelungen der fr&uuml;heren &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;c und e UStG, wonach mindestens 40&nbsp;% der Leistungen den in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;15 Buchst.&nbsp;b UStG genannten Personen zugute gekommen sein mussten bzw. die Pflegekosten in mindestens 2\/3 der F&auml;lle von den gesetzlichen Tr&auml;gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil getragen worden sein mussten, gebilligt. Auch diese Regelungen h&auml;tten zur Folge haben k&ouml;nnen, dass zwei Einrichtungen mit identischem Leistungsangebot unterschiedlich behandelt wurden, wenn eine Einrichtung die jeweilige Grenze knapp erf&uuml;llte und die andere die Grenze knapp verfehlte. Daher m&uuml;sse es auch zul&auml;ssig sein, bei der Anerkennung i.S. des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL &#8211;wie durch &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 UStG geschehen&#8211; darauf abzustellen, ob die betreffende Einrichtung nach dem Sozialrecht als typischer Leistungserbringer f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung in Betracht komme. Au&szlig;erdem erh&ouml;he der Verzicht, die Steuerbefreiung von j&auml;hrlich nachzuweisenden Prozentgrenzen abh&auml;ngig zu machen, die Rechtssicherheit und trage zum B&uuml;rokratieabbau bei (BRDrucks&nbsp;545\/08, S.&nbsp;117).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar habe der V.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) mit Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2014 V&nbsp;R&nbsp;20\/14 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, BFH\/NV 2015, 631) entschieden, dass &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG unionsrechtswidrig sei. Der V.&nbsp;Senat des BFH habe aber die in diesem Urteil von ihm angewendete Rechtsprechung des EuGH &quot;missverstanden&quot;. Es sei deshalb &quot;zwingend erforderlich&quot;, dem EuGH die Frage der Vereinbarkeit von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG mit dem Unionsrecht vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen,<\/p>\n<p>hilfsweise, das Verfahren auszusetzen und nach Art.&nbsp;267 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH zu richten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie h&auml;lt die Ausf&uuml;hrungen der Vorinstanz zu Art.&nbsp;132, 133 und 134 MwStSystRL f&uuml;r zutreffend und unabh&auml;ngig davon weiterhin die Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerfreiheit der streitbefangenen Leistungen nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 UStG f&uuml;r gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass sich die Kl&auml;gerin, deren Ums&auml;tze nicht nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 UStG steuerfrei sind, f&uuml;r die Steuerfreiheit der im Revisionsverfahren noch streitbefangenen Ums&auml;tze auf das Unionsrecht berufen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zutreffend hat das FG dargelegt, dass die noch streitbefangenen Ums&auml;tze nicht nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b UStG in der am 1.&nbsp;Januar 2009 in Kraft getretenen Fassung steuerfrei sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 UStG sind steuerfrei<\/p>\n<p>&quot;Krankenhausbehandlungen und &auml;rztliche Heilbehandlungen einschlie&szlig;lich der Diagnostik, Befunderhebung, Vorsorge, Rehabilitation, Geburtshilfe und Hospizleistungen sowie damit eng verbundene Ums&auml;tze, die von Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts erbracht werden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 UStG sind &#8211;soweit im Streitfall von Interesse&#8211; die in Satz&nbsp;1 bezeichneten Leistungen auch steuerfrei, &quot;wenn sie von<\/p>\n<p>aa) zugelassenen Krankenh&auml;usern nach &sect;&nbsp;108 des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch,<\/p>\n<p>bb) Zentren f&uuml;r &auml;rztliche Heilbehandlung und Diagnostik oder Befunderhebung, die an der vertrags&auml;rztlichen Versorgung nach &sect;&nbsp;95 des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch teilnehmen oder f&uuml;r die Regelungen nach &sect;&nbsp;115 des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch gelten,<\/p>\n<p>cc) Einrichtungen, die von den Tr&auml;gern der gesetzlichen Unfallversicherung nach &sect;&nbsp;34 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch an der Versorgung beteiligt worden sind,<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>erbracht werden und es sich ihrer Art nach um Leistungen handelt, auf die sich die Zulassung, der Vertrag oder die Regelung nach dem Sozialgesetzbuch jeweils bezieht, &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall sind die Voraussetzungen der hier in Betracht kommenden Steuerbefreiungen in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b UStG nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei der Kl&auml;gerin handelt es sich nicht um eine Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts i.S. von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aber auch die Voraussetzungen der in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b UStG genannten &uuml;brigen im Streitfall in Frage kommenden Steuerbefreiungen sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die streitbefangenen Leistungen waren nicht nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG steuerfrei, weil die von der Kl&auml;gerin betriebene Klinik im Streitjahr nicht als Krankenhaus i.S. von &sect;&nbsp;108 SGB V zugelassen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;108 SGB&nbsp;V d&uuml;rfen Krankenkassen Krankenhausbehandlung nur durch folgende Krankenh&auml;user (zugelassene Krankenh&auml;user) erbringen lassen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Krankenh&auml;user, die nach den landesrechtlichen Vorschriften als Hochschulklinik anerkannt sind,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Krankenh&auml;user, die in den Krankenhausplan eines Landes aufgenommen sind (Plankrankenh&auml;user), oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Krankenh&auml;user, die einen Versorgungsvertrag mit den Landesverb&auml;nden der Krankenkassen und den Verb&auml;nden der Ersatzkassen abgeschlossen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorgaben zum Abschluss eines Versorgungsvertrages i.S. von &sect;&nbsp;108 Nr.&nbsp;3 SGB&nbsp;V sind in &sect;&nbsp;109 SGB&nbsp;V enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Auch eine Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;bb UStG scheidet aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin verf&uuml;gte nicht &uuml;ber eine Zulassung als medizinisches Versorgungszentrum i.S. von &sect;&nbsp;95 Abs.&nbsp;1 SGB&nbsp;V in der im Streitjahr geltenden Fassung. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;95 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;V nehmen an der vertrags&auml;rztlichen Versorgung zugelassene &Auml;rzte und zugelassene medizinische Versorgungszentren sowie erm&auml;chtigte &Auml;rzte und erm&auml;chtigte Einrichtungen teil. Die Zulassung erfolgt f&uuml;r den Ort der Niederlassung als Arzt oder den Ort der Niederlassung als medizinisches Versorgungszentrum (Vertragsarztsitz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat &uuml;berdies festgestellt, dass auch die Voraussetzungen der Regelung in &sect;&nbsp;115 SGB&nbsp;V &uuml;ber dreiseitige Vertr&auml;ge und Rahmenempfehlungen zwischen Krankenkassen, Krankenh&auml;usern und Vertrags&auml;rzten nicht gegeben waren, weil die Kl&auml;gerin im Streitjahr weder als Praxisklinik zugelassen war, noch eine sonstige Zulassung aufgrund eines dreiseitigen Vertrages i.S. des &sect;&nbsp;115 SGB&nbsp;V besa&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Schlie&szlig;lich hat das FG zutreffend eine Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;cc UStG mit der Begr&uuml;ndung verneint, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr nicht nach &sect;&nbsp;34 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;VII) von den Tr&auml;gern der gesetzlichen Unfallversicherung an der Versorgung beteiligt worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;34 SGB&nbsp;VII ist die Durchf&uuml;hrung der Heilbehandlung durch Tr&auml;ger gesetzlicher Unfallversicherungen geregelt. Nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;VII schlie&szlig;en die Verb&auml;nde der Unfallversicherungstr&auml;ger sowie die Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung und die Kassenzahn&auml;rztliche Bundesvereinigung (Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigungen) unter Ber&uuml;cksichtigung der von den Unfallversicherungstr&auml;gern getroffenen Festlegungen &#8230; Vertr&auml;ge &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Heilbehandlung, die Verg&uuml;tung der &Auml;rzte und Zahn&auml;rzte sowie die Art und Weise der Abrechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin hierzu vortr&auml;gt, sie sei tats&auml;chlich von der Unfallversicherung in die entsprechende Versorgung einbezogen worden, gen&uuml;gt dies entgegen ihrer Auffassung nicht den in &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;3 SGB&nbsp;VII genannten Anforderungen. Danach sind entsprechende Vertr&auml;ge &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Heilbehandlung, der Verg&uuml;tung der &Auml;rzte sowie die Art und Weise der Abrechnung zu schlie&szlig;en, wobei die Beteiligung der einzelnen Einrichtungen an der Versorgung ausschlie&szlig;lich durch einen Verwaltungsakt der Tr&auml;ger der gesetzlichen Unfallversicherung erfolgt (vgl. z.B. Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 UStG Rz&nbsp;171, m.w.N.). Daran fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Vorbringen der Kl&auml;gerin, sie sei durch den Strukturvertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;73a SGB&nbsp;V in das System der vertrags&auml;rztlichen Versorgung einbezogen worden, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;73a Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;V k&ouml;nnen die Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen mit den Landesverb&auml;nden der Krankenkassen und den Ersatzkassen in den Vertr&auml;gen nach &sect;&nbsp;83 SGB&nbsp;V Versorgungs- und Verg&uuml;tungsstrukturen vereinbaren, die dem vom Versicherten gew&auml;hlten Hausarzt oder einem von ihm gew&auml;hlten Verbund haus- und fach&auml;rztlich t&auml;tiger Vertrags&auml;rzte (vernetzte Praxen) Verantwortung f&uuml;r die Gew&auml;hrleistung der Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit der vertrags&auml;rztlichen Versorgung sowie der &auml;rztlich verordneten oder veranlassten Leistungen insgesamt oder f&uuml;r inhaltlich definierte Teilbereiche dieser Leistungen &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 UStG reicht zur Erf&uuml;llung der in dieser Vorschrift genannten Voraussetzungen jedoch nicht aus, dass in der Klinik der Kl&auml;gerin gesetzlich versicherte Patienten auf der Grundlage eines derartigen Strukturvertrags behandelt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin kann sich aber f&uuml;r die Inanspruchnahme der begehrten Steuerbefreiung unmittelbar auf das Unionsrecht berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL befreien die Mitgliedstaaten von der Steuer &quot;Krankenhausbehandlungen und &auml;rztliche Heilbehandlungen sowie damit eng verbundene Ums&auml;tze&quot;. Handelt es sich bei dem Steuerpflichtigen, der diese Leistungen erbringt, nicht um eine Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts, sind diese Ums&auml;tze nur steuerfrei, wenn sie &quot;unter Bedingungen, welche mit den Bedingungen f&uuml;r diese Einrichtungen in sozialer Hinsicht vergleichbar sind, von Krankenanstalten, Zentren f&uuml;r &auml;rztliche Heilbehandlung und Diagnostik und anderen ordnungsgem&auml;&szlig; anerkannten Einrichtungen gleicher Art durchgef&uuml;hrt beziehungsweise bewirkt werden&quot;. Diese Steuerbefreiung ergab sich bis zum 31.&nbsp;Dezember 2006 inhaltsgleich aus Art.&nbsp;13 Teil A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wie der V.&nbsp;Senat des BFH in BFH\/NV 2015, 631 entschieden hat, entspricht die nationale Regelung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG nicht den unionsrechtlichen Vorgaben in Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL. Denn der nationale Gesetzgeber habe den ihm insoweit einger&auml;umten Ermessensspielraum &uuml;berschritten, weil die Regelung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;108, 109 SGB&nbsp;V die Steuerfreiheit der Leistungserbringung in Krankenh&auml;usern, die von Unternehmern betrieben werden, die keine Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts sind, unter einen sozialversicherungsrechtlichen Bedarfsvorbehalt stellt, der mit dem Unionsrecht nicht vereinbar sei (BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 631, Rz&nbsp;19&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich dieser Rechtsprechung aus den dort genannten Gr&uuml;nden an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem Einwand des FA, dieses Urteil &uuml;berzeuge nicht, weil der V.&nbsp;Senat des BFH die Ausf&uuml;hrungen des EuGH in Rz&nbsp;65 seines Urteils CopyGene vom 10.&nbsp;Juni 2010 C-262\/08 (EU:C:2010:328, UR 2010, 526) &quot;dahingehend missverstanden&quot; habe, dass die dort genannten Beurteilungskriterien f&uuml;r den Fall, dass keine gesetzliche Regelung zur Anerkennung vorliege, auch f&uuml;r die Frage anzuwenden seien, ob eine getroffene Regelung &#8211;hier &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG&#8211; mit dem Unionsrecht vereinbar ist, folgt der erkennende Senat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Richtig ist zwar, dass der EuGH im Urteil CopyGene (EU:C:2010:328, UR 2010, 526) keine Veranlassung hatte, sich mit der Frage zu befassen, ob eine gesetzliche Regelung zur Anerkennung gleicher Art i.S. von Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL mit dem Unionsrecht vereinbar ist, da in dem zugrunde liegenden Fall der betreffende Mitgliedstaat (D&auml;nemark) keine derartige Regelung getroffen hatte (Rz&nbsp;66 des EuGH-Urteils). Gleichwohl muss aber (auch) eine nationalstaatliche gesetzliche Regelung ihrerseits den Anforderungen entsprechen, die der EuGH f&uuml;r die Aus&uuml;bung des den Mitgliedstaaten durch Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL einger&auml;umten Ermessens aufgestellt hat (vgl. z.B. EuGH-Urteile Zimmermann, EU:C:1212:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;19&nbsp;ff., 28&nbsp;ff., 31&nbsp;ff.; CopyGene, EU:C:2010:328, UR 2010, 526, Rz&nbsp;63; BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2013 XI&nbsp;R&nbsp;47\/07, BFHE 240, 439, BFH\/NV 2013, 1204, Rz&nbsp;11, 14, 30&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit das FA ferner kritisiert, die Aussage des BFH in Tz.&nbsp;II.4. des Urteils in BFH\/NV 2015, 631, &quot;dass die Vergleichbarkeit in sozialer Hinsicht i.S.d. Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL keine Zulassungsbeschr&auml;nkungen in Bezug auf den Kreis der zur steuerfreien Leistungserbringung berechtigten Unternehmer rechtfertige&quot;, sei eine &quot;blo&szlig;e Behauptung&quot;, hat das FA nicht dargelegt, warum diese &#8211;im &Uuml;brigen von ihm verk&uuml;rzt wiedergegebene&#8211; Aussage des V.&nbsp;Senats in Tz.&nbsp;II.4. unzutreffend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat vor diesem Hintergrund zu Recht angenommen, dass sich die Kl&auml;gerin f&uuml;r die begehrte Steuerbefreiung der streitbefangenen Ums&auml;tze aus der Krankenhausbehandlung gesetzlich und privat versicherter Patienten sowie der damit eng verbundenen Ums&auml;tze unmittelbar auf Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL als inhaltlich unbedingte und hinreichend genaue Bestimmung des Unionsrechts berufen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin ist eine ordnungsgem&auml;&szlig; anerkannte Einrichtung i.S. von Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach der Rechtsprechung sind insoweit zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. z.B. EuGH-Urteile K&uuml;gler, EU:C:2002:473, UR 2002, 513, Rz&nbsp;5, 8; L.u.P., EU:C:2006:380, UR 2006, 464, Rz&nbsp;53; Zimmermann, EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;31, m.w.N.; BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2013 XI&nbsp;R&nbsp;45\/10, BFHE 241, 79, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2013, 409):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; das Bestehen spezifischer Vorschriften &#8211; seien es nationale oder regionale, Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, Steuervorschriften oder Vorschriften im Bereich der sozialen Sicherheit,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; das mit den T&auml;tigkeiten des betreffenden Steuerpflichtigen verbundene Gemeinwohlinteresse,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die Tatsache, dass andere Steuerpflichtige mit den gleichen T&auml;tigkeiten bereits in den Genuss einer &auml;hnlichen Anerkennung kommen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; der Gesichtspunkt, dass die Kosten der fraglichen Leistungen unter Umst&auml;nden zum gro&szlig;en Teil von Krankenkassen oder anderen Einrichtungen der sozialen Sicherheit &uuml;bernommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese Voraussetzungen hat das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise im Streitfall bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG erfolgte die Behandlung von Kassenpatienten in der von der Kl&auml;gerin betriebenen Klinik auf der Grundlage von Strukturvertr&auml;gen i.S. von &sect;&nbsp;73a SGB&nbsp;V und damit vor dem Hintergrund spezifischer Vorschriften im Bereich der sozialen Sicherheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner hat das FG zu Recht den Betrieb der Klinik wegen des therapeutischen Zwecks der operativen Eingriffe als im Gemeinwohlinteresse stehende T&auml;tigkeit qualifiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem hat das FG bindend festgestellt, dass das Leistungsangebot der von der Kl&auml;gerin betriebenen Privatklinik den von &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;usern sowie den von nach &sect;&nbsp;108 SGB&nbsp;V zugelassenen Privatkliniken erbrachten Leistungen entspricht, die bereits in den Anwendungsbereich der Steuerbefreiung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b UStG fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich sind nach den Feststellungen der Vorinstanz im Streitfall die Kosten der Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten von den gesetzlichen Krankenkassen und Berufsgenossenschaften &uuml;bernommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Sind die Voraussetzungen der Anerkennung wie im Streitfall zu bejahen, hat der Senat nicht zu entscheiden, ob Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL auch dahingehend auszulegen sein k&ouml;nnte, dass sich das Erfordernis der Anerkennung nur auf andere Einrichtungen, nicht aber auch auf Krankenanstalten sowie Zentren f&uuml;r &auml;rztliche Heilbehandlung und Diagnostik bezieht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 631, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerin hat ihre Heil- und Krankenhausbehandlungsleistungen in sozialer Hinsicht unter vergleichbaren Bedingungen erbracht wie Krankenh&auml;user, die in &ouml;ffentlich-rechtlicher Tr&auml;gerschaft stehen oder nach &sect;&nbsp;108 SGB V zugelassen sind. Auch das hat das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise &#8211;vom FA mit der Revision nicht angegriffen&#8211; dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Klinik der Kl&auml;gerin wurden operative Eingriffe an Patienten durchgef&uuml;hrt, f&uuml;r die die Kl&auml;gerin den operierenden &Auml;rzten die R&auml;umlichkeiten, die Apparate und das nicht &auml;rztliche Personal zur Verf&uuml;gung stellte. Die Patienten wurden zudem durch Pflegepersonal betreut und bek&ouml;stigt. Das Leistungsangebot der Kl&auml;gerin entsprach damit den von &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;usern sowie den von zugelassenen Privatkliniken nach &sect;&nbsp;108 SGB&nbsp;V erbrachten Leistungen. Zudem lag der Anteil der Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin, die im Streitjahr mit der Behandlung gesetzlich versicherter Patienten im Zusammenhang stand, bei ca. 43&nbsp;%. Die Verg&uuml;tung der vorgenommenen Behandlungen war schlie&szlig;lich nicht unangemessen, da die Abrechnung s&auml;mtlicher Leistungen auf Grundlage des gesetzlichen Verg&uuml;tungssystems f&uuml;r &Auml;rzte und Krankenh&auml;user erfolgte. Die Kosten f&uuml;r die Behandlung von Privatpatienten sind von den privaten Krankenversicherungen &uuml;bernommen worden und entsprachen ihrer H&ouml;he nach denen der Behandlung gesetzlich versicherter Patienten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die vom FG vorgenommene n&auml;here Bestimmung der danach steuerfreien Ums&auml;tze (Rz&nbsp;50 bis 52 des FG-Urteils) steht nicht im Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ferner hat das FG zutreffend erkannt, dass die Steuerbefreiung im Streitfall weder durch Art.&nbsp;133 MwStSystRL noch durch Art.&nbsp;134 MwStSystRL ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der nationale Gesetzgeber hat von der Befugnis, die Steuerfreiheit nach Art.&nbsp;133 MwStSystRL einzuschr&auml;nken, keinen Gebrauch gemacht (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 631, Rz&nbsp;28). Ferner kommt auch kein Ausschluss von der Steuerfreiheit nach Art.&nbsp;134 MwStSystRL im Hinblick auf die dort genannten Kriterien der &quot;Unerl&auml;sslichkeit&quot; und der Einnahmeverschaffung in unmittelbarem Wettbewerb mit steuerpflichtigen Personen in Betracht (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 631, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die hiergegen erhobenen weiteren Einwendungen des FA greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat die vorstehend unter II.2.d&nbsp;aa&nbsp;(1) genannten Kriterien, die f&uuml;r das Vorliegen einer &quot;Anerkennung&quot; einer Einrichtung i.S. von Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL ma&szlig;gebend sind, im Streitfall angewandt (vgl. Rz&nbsp;45 und 49 des FG-Urteils). Der Hinweis des FA, das FG habe bei seiner Entscheidung zu Unrecht allein auf die erfolgte &Uuml;bernahme der Behandlungskosten durch die gesetzlichen Krankenkassen bei den gesetzlich versicherten Patienten abgestellt, ist unzutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die vom FA zitierte Rechtsprechung des EuGH (EuGH-Urteile L.u.P., EU:C:2006:380, UR 2006, 464, Rz&nbsp;53 und 54, und Zimmermann, EU:C:2012:716, UR 2013, 35) zur fr&uuml;heren, im Streitjahr nicht mehr geltenden Regelung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;c und e UStG steht dem Ergebnis im Streitfall nicht entgegen. Denn diese vom FA zitierten Urteile sind insoweit im Streitfall nicht einschl&auml;gig, als sie nicht zur streitbefangenen Regelung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;14 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 Doppelbuchst.&nbsp;aa UStG, sondern zu &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG a.F. ergangen sind (vgl. dazu Senatsurteil vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2015 XI&nbsp;R&nbsp;8\/13, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, www.bundesfinanzhof.de).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da der Senat im Streitfall keine Zweifel an der Auslegung der einschl&auml;gigen unionsrechtlichen Vorgaben hat, scheidet entgegen der Auffassung des FA die Durchf&uuml;hrung eines Vorabentscheidungsersuchens nach Art.&nbsp;267 AEUV aus (vgl. zu den Voraussetzungen einer EuGH-Vorlage: EuGH-Urteile CILFIT vom 6.&nbsp;Oktober 1982 C-283\/81, EU:C:1982:335, Neue Juristische Wochenschrift 1983, 1257, Rz&nbsp;21; Gaston Schul Douane-expediteur vom 6.&nbsp;Dezember 2005 C-461\/03, EU:C:2005:742, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2006, 416, Rz&nbsp;16; Intermodal Transports vom 15.&nbsp;September 2005 C-495\/03, EU:C:2005:552, HFR 2005, 1236, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.3.2015, XI R 38\/13 Zur Steuerfreiheit von Ums&auml;tzen privater Krankenhausbetreiber ab 2009 Leits&auml;tze Der Betreiber einer Privatklinik kann sich gegen&uuml;ber der ab dem Jahr 2009 geltenden &#8211;unionsrechtswidrigen&#8211; Regelung in &sect; 4 Nr. 14 Buchst. b Satz 2 Doppelbuchst. aa UStG i.V.m. &sect;&sect; 108, 109 SGB V f&uuml;r die Steuerfreiheit seiner Leistungen auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-38-13-zur-steuerfreiheit-von-umsaetzen-privater-krankenhausbetreiber-ab-2009\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;38\/13 &#8211; Zur Steuerfreiheit von Ums&auml;tzen privater Krankenhausbetreiber ab 2009<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64687","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64687"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64687\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}